Die Mega-Pleite von Air Berlin

Jahrelang überlebte Air Berlin nur dank der Finanzspritzen von Großaktionär Etihad. Als die Araber die Reißleine zogen, musste Deutschlands zweitgrößte Airline Insolvenz anmelden. Die Folge: Eine Mega-Pleite und die Zerschlagung.

Air Berlin ist bald staatsschuldenfrei

Die insolvente Fluglinie Air Berlin wird ihren 150 Millionen Euro schweren KfW-Kredit vermutlich komplett zurückbezahlen. Für die übrigen Gläubiger bleibt die Lage dagegen düster – sie hoffen weiter auf den Erfolg einer Milliardenklage.

Gute Nachrichten für den Bund: Anders als erwartet ist Air Berlin vielleicht doch in der Lage, den kompletten Hilfskredit der KfW zurückzuzahlen.

Air Berlin stottert Staatshilfe ab

Anders als erwartet hat der Bund inzwischen schon fast zwei Drittel des 150 Millionen Euro schweren Hilfskredits für Air Berlin zurückerhalten. Insolvenzverwalter Lucas Flöther stellt sogar noch mehr in Aussicht.

Air-Berlin-Gläubiger streiten über Etihad-Klage

Die Finanz-Alchemie von Etihad hat zu so einer undurchsichtigen Interessenslage geführt, dass die Gläubigerversammlung von Air Berlin in einem Eklat endete. Mittendrin: Zwei renommierte deutsche Restrukturierungsexperten.

Niki-Verkauf droht wieder zu platzen

Der Verkauf der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki an IAG schien in trockenen Tüchern – nun steht er wieder auf der Kippe. Möglicherweise müssen Insolvenz und Verkauf neu aufgerollt werden.

Dramatischer Wertfall: Statt 200 ist Niki nun nur noch 20 Millionen Euro wert. Nutznießer ist der neue Eigentümer Vueling.

Böses Erwachen beim Verkaufsprozess von Niki

Statt 200 Millionen Euro von der Lufthansa gibt es nur 20 Millionen Euro von Vueling: Der Wertverfall der Air-Berlin-Tochter Niki ist dramatisch. Hauptleidtragender ist die Staatsbank KfW.

Air Berlin: PwC prüft Fehlverhalten von Ex-Manager

Drohen ehemaligen Air-Berlin-Managern Schadensersatzforderungen? Das soll jetzt die Beratungsgesellschaft PwC im Auftrag des Sachwalters Lucas Flöther prüfen. Im Fokus: Der Air-Berlin-Gründer Joachim Hunold.

12.07.2018

BGH-Urteil: „Insolvenzverfahren werden teurer“

Rickmers, Beate Uhse, Air Berlin, Solarworld – bei Großinsolvenzen sind Eigenverwaltungsverfahren inzwischen zum Standard geworden. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist nun klar: Für CFOs birgt dieses Verfahren hohe Haftungsrisiken. „Sie können künftig nicht nur von Gesellschaftern, sondern auch von Gläubigern belangt werden“, sagt Robert Simon, selbstständiger Sanierungsexperte und Interimsmanager. Er glaubt: „Die Verfahren werden durch das Urteil teurer.“ Warum das so ist und wie sich CFOs schützen können, das erfahren Sie hier bei FINANCE-TV.

Da Air Berlin als Britische PLC firmiert, sind die Anreize nur am Eigenkapitalinteresse ausgerichtet. Damit hat die insolvente Airline Stakeholder wie Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten geprellt.
05.09.2017

Wie Air Berlin mit einer englischen PLC die Stakeholder verraten hat

Die Insolvenz von Air Berlin trifft alle Beteiligten. Aber bei der Corporate-Governance-Struktur haben die übrigen Stakeholder gegenüber den Aktionären ganz klar das Nachsehen gehabt.

01.09.2017

Air Berlin kann zwei Mal für Niki kassieren

Eigentlich wollte Air Berlin seinen Ferienflieger Niki an Etihad verkaufen. Doch der Deal platzte. Für die insolventen Berliner ergibt sich jetzt eine kuriose Konstellation: Sie könnten zweimal für Niki kassieren – eine gute Nachricht für die Gläubiger.

Beim Wettbieten um die insolvente Air Berlin bekommt die Lufthansa Unterstützung aus der Politik.
29.08.2017

Politiker werben für Air-Berlin-Übernahme durch Lufthansa

Lufthansa, Easyjet, Ryanair, Condor, Tuifly: Die Liste an Interessenten an der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin ist lang. Jetzt machen deutsche Politiker Druck für einen deutsch-deutschen Deal.

28.08.2017

Niki Lauda will Air-Berlin-Tochter Niki zurückkaufen

Ex-Formel-1-Star Niki Lauda überlegt, die Air-Berlin-Tochter Niki zu kaufen, die er einst gegründet hat. Seine Chancen auf den Zuschlag dürften jedoch gering sein.

23.08.2017

Lufthansa will Air-Berlin-Tochter Niki kaufen

Der insolventen Air Berlin droht das Geld auszugehen. Bereits am heutigen Mittwoch könnte der Gläubigerausschuss die Zerschlagung der Airline beschließen. Die Lufthansa will offenbar viel Geld für die Tochter Niki zahlen.

Eine Flugbegleiterin von Air Berlin: Deutschlands zweitgrößte Airline will Interessenten wie Easyjet, Condor oder Ryanair ihre Assets schmackhaft machen.
17.08.2017

Drei Fluglinien bieten auf Air Berlin

Neben der Deutschen Lufthansa buhlen zwei weitere Konkurrenten um Teile der insolventen Air Berlin. Zwei Assets der Airline gelten als besonders wertvoll.

Gleich mehrere Wettbewerber interessieren sich für Teile der insolventen Air Berlin. Das Kartellrecht könnte die Lufthansa ins Hintertreffen bringen.
16.08.2017

Kartellrechtler schalten sich in Zerschlagung von Air Berlin ein

Der Insolvenzantrag von Air Berlin ist noch keinen Tag alt, da laufen die Debatten über einen möglichen Verkauf an die Lufthansa schon auf Hochtouren. Kartellrechtler räumen dem Deal nur unter strengen Bedingungen Chancen ein.

Abschied von der deutschen Airline Nummer Zwei: Großinvestor Etihad schickt Air Berlin in die Pleite.
15.08.2017

Etihad stößt Air Berlin in die Pleite

Der Großgläubiger Etihad entzieht Air Berlin seine Unterstützung und schickt die Airline in die Insolvenz. Der Bund und die Lufthansa versuchen zu retten, was noch zu retten ist.