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CFO vor der Wahl: Markus Auer, Hays

Er sieht sich als klassischen CFO-Charakter mit leichten Schwächen bei der Ablage: Der FINANCE-Fragebogen von Hays-CFO Markus Auer.
Hays/FINANCE

Kopfrechnen oder Taschenrechner?
Je nach Situation. Kopfrechnen hilft beim intuitiven Überschlagen von Business Cases, weil es den pragmatischen Ansatz fördert. Im kleinteiligen Analysemodus ist mir der Rechner lieber!

Soziale Online-Netzwerke: nutzen oder lieber nicht?
Diese gehören doch heute dazu, die Entwicklung ist unaufhaltsam. Es geht mir dabei hauptsächlich darum, langjährige Weggefährten nicht aus dem Blick zu verlieren und ein Netzwerk zu pflegen. Man muss jedoch restriktiv sein mit dem, was man preisgibt.

Das Ordnungssystem auf dem Schreibtisch: verstehen nur Sie oder verstehen auch andere?

Nur ich, aber dafür gut. Ablage ist meine Schwäche.

Arbeit: 40 oder 80 Stunden? 

45 Stunden physische Anwesenheit. Jeder, der seinen Job nicht in dieser Zeit schafft, macht organisatorisch etwas verkehrt (Stoßzeiten ausgenommen). Daneben gilt für mich auch Zuhause auf der Couch, dass ich erreichbar bin. Das Wochenende ist heilig.

CFO oder CEO?
CFO mit ganz großem Business-Approach und einem Anspruch, auch ein strategischer Gestalter zu sein. Die Finanzrolle macht mir zu viel Spaß, als dass ich Sie aufgeben wollte.

Gourmetmenu oder Currywurst?
Ich habe vier Kinder, die Currywurt lieben. Natürlich ist meine große Leidenschaft aber auch die gehobene Küche. Dabei muss dies jedoch nicht zwangsläufig ein Sternerestaurant sein. Wir fühlen uns im Bereich der 13 Kochlöffel ganz gut aufgehoben.

Überstunden: Früher anfangen oder länger bleiben?
Früher anfangen. Ich achte sehr darauf, abends meine Kinder zu sehen.

Wie fährt es sich besser: Taxi oder eigenes Auto?
Bei langen Geschäftsreisen ist der Rückweg mit dem Taxi vom Flughafen der dankbarere.

Reisen: Bungee-Jumping oder Strandkorb?
Strandkorb. Ich bin kein Adrenalin-Junkie, ganz der CFO-Charakter eben.

London oder Frankfurt?
Wenn das eine Anspielung auf den Brexit ist, sehe ich Frankfurt mittelfristig in der Pole Position als zentralen Finanzplatz der EU.

Für Notizen: Zettel und Stift oder Tablet und Smartphone?

Tablet. Zettelwirtschaften und Notizblöcke sind schwer zu verwalten und nicht zu strukturieren. Ich empfehle jedem die App „Notability“ und ein iPad.

Bankkredit oder Bondmarkt?
Der Mix macht’s. Gegenwärtig sehe ich jedoch den klassischen Bankkredit im Vorteil, der Markt ist sehr liquide und das Zinsniveau spricht für sich.

Zeitung oder E-Paper?
Zeitung in Kombination mit einigen wichtigen Apps der Nachrichten- und Finanzwelt. Dort kann man sich zwar nur oberflächlich, aber dafür schneller informieren. Kein E-Paper.

Controlling: bottom-up oder Top-down?
Top-down mit risikoorientiertem Ansatz, das heißt ein „Deep Dive“ bei Auffälligkeiten ist ein Muss.

Mails checken im Urlaub: ja oder nein?
Ein zögerliches ja, denn der Posteingang am ersten Arbeitstag macht mir zu viel Angst.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

Info

Zur Person: Hays-CFO Markus Auer

Markus Auer startete im Accounting bei Bilfinger und wechselte nach verschiedenen Stationen bei der GKW Group zur finnischen Consulting Engineering Gruppe Pöyry. 2011 wechselte er als CFO zu dem Beratungsunternehmens Lahmeyer Group. Seit Juli 2016 ist er Finanzvorstand des Personaldienstleisters Hays. Mehr über seine bisherigen Karriere-Highlights erfahren Sie in unserem CFO-Almanach FINANCE-Köpfe auf der Seite zu Markus Auer.

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.

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