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CFO vor der Wahl: Peter Stubbe, HCS Group

Ein Frankfurter Bub mit Vorliebe für Sushi in Tokyo: Der FINANCE-Fragebogen mit CFO Peter Stubbe von der HCS Group.
HCS Group/FINANCE

Kopfrechnen oder Taschenrechner?
Kopfrechnen: Im Tagesgeschäft kommen viele Ad-hoc-Anfragen. Aber auch bei einer Diskussion in den Werken, mit dem Vertrieb oder in einem wichtigen Strategiemeeting muss man auch mal ganz schnell ein paar Zahlen überschlagen können.

Soziale Online-Netzwerke: nutzen oder lieber nicht?
Ich begegne den Menschen lieber persönlich. Damit habe ich in meinem beruflichen und privaten Leben immer die besten Erfahrungen gemacht. Es geht nichts über ein persönliches und offenes Gespräch. Und für den Kontakt mit den global verteilten Freunden bevorzuge ich neben dem Telefonat immer noch die klassische E-Mail.

Das Ordnungssystem auf dem Schreibtisch: verstehen nur Sie oder verstehen auch andere?

Tagsüber habe ich den besten Überblick, und abends ist er übersichtlich aufgeräumt

Arbeit: 40 oder 80 Stunden?
Ich denke, dieses Los teile ich mit ganz vielen meiner Kollegen: Einen „9-to-5“-Job gibt es als CFO einfach nicht – was auch gar kein Problem ist, wenn die Arbeit Spaß macht.

CFO oder CEO?
Getreu dem Motto, „Finance without strategy is just numbers, and strategy without finance is just dreaming”, aus voller Überzeugung CFO – der aber auch den Markt und die Strategie im Blick behält.

Gourmetmenu oder Currywurst?

Manchmal braucht man einfach etwas Herzhaftes, also gerne mal eine Currywurst. Die beste Kombination ist für mich aber immer noch Sushi morgens um 6.00 Uhr auf dem Tsukiji Fishmarket in Tokyo.

Überstunden: früher anfangen oder länger bleiben?
Morgens stehe ich so früh auf, dass ich erst einmal in Ruhe Zeitung lesen kann. Dann kommt aber die Familie an die Reihe, beim Frühstück. Damit bin ich dann im „guten Mittelfeld“, was das Eintreffen im Büro angeht.

Wie fährt es sich besser: Taxi oder eigenes Auto?
Wenn ich in eine Metropole fliege: Taxi; allein schon wegen der fehlenden Parkplätze. Wenn das Werk oder die Tochtergesellschaft aber deutlich außerhalb liegt, ist der Mietwagen die erste Wahl. Privat fahre ich mit meiner Familie aber auch gerne mit dem Auto in den Urlaub.

Reisen: Bungee-Jumping oder Strandkorb?
Ich genieße es, mit meiner Frau und meinen beiden Kindern entspannte Urlaube zu verbringen. Somit also lieber Strandkorb.

London oder Frankfurt?
Als gebürtiger „Frankfurter Bub“ stellt sich die Frage für mich nicht wirklich!

Für Notizen: Zettel und Stift oder Tablet und Smartphone?

Manchmal kann man Gedanken besser entwickeln, wenn man sie auf einem Zettel skizziert. Da bin ich ganz altmodisch.

Bankkredit oder Bondmarkt?

Beides hat seine Berechtigung. Bisher hat zu uns der (syndizierte) Bankkredit besser gepasst.

Zeitung oder E-Paper?
E-Paper ist eine tolle Sache, da man eine sehr große Menge an Informationen griffbereit hat. Dennoch ist das für mich nicht die erste Wahl. Mir ist das Blättern in einer Zeitung immer noch lieber.

Controlling: bottom-up oder top-down?
Am schönsten ist es, wenn eine High-level top-down-Kalkulation („auf dem Bierdeckel“) hinterher durch eine detaillierte Bottom-up-Kalkulation bestätigt wird.

Mails checken im Urlaub: ja oder nein?
Ja  – ich versuche es jedoch auf einem verträglichen Niveau zu halten, und ich bin auch nicht die ganze Zeit online. So vermeide ich böse Überraschungen am ersten Arbeitstag.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

Info

Zur Person: HCS-CFO Peter Stubbe

Peter Stubbe beginnt seine Karriere 1993 als Wirtschaftsprüfer bei KPMG Peat Marwick und wechselt nach einigen Jahren als Director Finance & Controlling zu Alcoa Deutschland. 2001 übernimmt er die Rolle des  European Finance Director bei Guhl Ikebana. Drei Jahre später übernimmt er im japanischen Kao-Konzern die Rolle des globalen CFO der Kao Professional Salon Services. Seit 2012 ist er für die Finanzen des in Private-Equity-Hand befindlichen Chemieunternehmens HCS Group verantwortlich. Näheres zum Werdegang und den Karriere-Highlights des CFOs finden Sie im FINANCE-Köpfe-Steckbrief zu Peter Stubbe

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.

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