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DSM-CFO Rolf-Dieter Schwalb: Dividendenerhöhung und Sparprogramm

DSM-CFO Schwalb will sich 2013 voll auf die Integration jüngster Akquisitionen konzentrieren.
DSM

Gestern hat der niederländische Konzern DSM seine Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Mit einem Ebitda von 311 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 306 Millionen Euro) ist Rolf-Dieter Schwalb insgesamt zufrieden mit dem Jahresauftakt. „In einem ausgesprochen schwierigen Marktumfeld profitieren wir von unserem Umbau zu mehr Nahrungsmittelgeschäft, da hier Umsätze aufgrund globaler Megatrends strukturell wachsen und die Erträge zudem deutlich weniger volatil sind als in anderen Geschäftsfeldern“, sagt CFO Rolf-Dieter Schwalb im Gespräch mit FINANCE. Außerdem komme DSM mit seinem Kostensenkungsprogramm besser voran als gedacht. „Für dieses Jahr hatten wir Kostensenkungen von 100 Millionen Euro geplant. So wie es aussieht, werden wir aber gut 120 Millionen Euro erreichen“, sagt Schwalb. Daher kann der CFO den Ausblick für das laufende Jahr trotz eines negativen makroökonomischen Umfelds unverändert lassen.

HV entscheidet heute über Dividendenerhöhung

Auf der heutigen Hauptversammlung wird Schwalb zudem eine Erhöhung der Dividende um 5 Cent pro Aktie vorschlagen. Damit löst DSM sein Aktionärsversprechen ein, die Dividende auch in schwierigen Zeiten stabil zu halten oder nach Möglichkeit zu erhöhen. „Die Erhöhung kostet uns gerade einmal 7 Millionen Euro – das ist verkraftbar“, sagt Schwalb. Insgesamt schüttet DSM gut 200 Millionen Euro an seine Eigentümer aus.

Für 2013 kündigt der CFO vor allem eines an: Ruhe. Nach jahrelangen Umbaumaßnahmen und zahlreichen Zu- und Verkäufen stehe 2013 ganz im Zeichen der Integration getätigter M&A-Deals. Das stehe kleineren Zukäufen aber natürlich nicht im Wege. Dabei verfolgt DSM eine interessante Finanzierungsform: Commercial Paper. Die jüngste Akquisition des brasilianischen Herstellers von Futtermittelzusätzen Tortuga sei beispielsweise teilweise über Commercial Paper finanziert worden. „Das ist natürlich eine extrem kurz laufende Finanzierung, dafür aber auch extrem billig für uns“, sagt Schwalb.

armin.haeberle[at]cfo-insight.com

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