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Portfolioarbeit: CFOs bauen um

Unter Anderen die CFOs bei Evonik und TUI räumen ihr Portfolio auf.
Thinkstock / Getty Images

Immer wieder geht es um den Kern, wenn CFOs den entstandenen Wildwuchs im Portfolio ordnen: Alle Jahre wieder fragen sich die Konzerne, was für sie Kern- und was Nebengeschäft ist und was ihre Wahrnehmung am Kapitalmarkt stärkt. Dort kommen stromlinienförmig und eindeutig positionierte Konzerne stets besser an als Konglomerate.

TUI-CFO Horst Baier etwa soll nach der Integration der TUI Travel in die TUI AG bis  zu 100 Tochtergesellschaften verkaufen, schließen oder integrieren, die für bis zu 15 Prozent des Konzernumsatzes stehen. So hat es Konzernchef Friedrich Joussen angekündigt. Der Fokus soll in Zukunft auf dem Hotel- und Kreuzfahrtgeschäft liegen, das demnächst die Hälfte der Einnahmen bei TUI erwirtschaften soll.

Konsolidierungen auch bei Evonik

Evonik baut in der Hoffnung auf Synergien ebenfalls sein Geschäft um. So könnten im Zuge der geplanten Konsolidierung Teile des Kunststoffgeschäfts verkauft werden, wie das Manager Magazin berichtet. CEO Klaus Engel spricht dem Magazin gegenüber auch von einer größeren Akquisition – beides Themen, die auch CFO Ute Wolf stark beschäftigen dürften. So wolle man die margenstärkeren Geschäftsbereiche wie Gesundheit, Ernährung oder Ressourceneffizienz unterstützen. Gelder stünden hierzu zur Verfügung. Bei der GEA Group haben CEO Jürg Oleas und CFO Helmut Schmaleim Rahmen des Sparprogramms „Fit for 2020“ eine neue Konzernstruktur beschlossen, durch die bis 2017 jährlich 100 Millionen Euro Ersparnis möglich sein sollen. Nach dem Verkauf der Wärmetauschersparte an den PE-Investor Triton im Frühjahr fokussiert sich GEA nun vermehrt auf die Branchen Nahrungsmittel und Getränke, die für 75 Prozent der Auftragseingänge stehen. Außerdem soll die Zentralisierung der Verwaltung gestärkt werden.

Außerdem will GEA die Entwicklung und die Herstellung von Produkten und die Bereitstellung von Prozesslösungen nun in den neuen Geschäftsbereichen „Equipment“ beziehungsweise „Solutions“ bündeln. Alle bisherigen Segmente werden in diese etwa gleich starken Kategorien untergeordnet. Dies soll für operative Synergien sowie standardisierte Prozesse sorgen.
Welche Konzerne außerdem ihre Portfolios straffen, und wie sie sich in Zukunft aufstellen, erfahren Sie in der FINANCE Bildergalerie.

camilla.naschert[at]finance-magazin.de

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