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US-CFOs behalten Finanzinformationen für sich

Kein Zugriff: Drei Viertel der CFOs privater US-Unternehmen teilen finanzielle Daten nicht mit Mitarbeitern.
Thinkstock / Getty Images

Die meisten Finanzchefs nicht-börsennotierter US-Unternehmen behalten ihre Finanzkennzahlen am liebsten für sich. Das hat eine neue Umfrage von Robert Half Management Resources (RHMR) ergeben, für die die Antworten von über 1.300 CFOs nicht gelisteter US-amerikanischer Unternehmen ausgewertet worden sind. Dabei gaben ganze 76 Prozent der Umfrageteilnehmer an, weder vierteljährlich noch wenigstens einmal im Jahr Finanzinformationen mit Angestellten zu teilen. Gerade einmal 17 Prozent der befragten Finanzvorstände gewähren ausgewählten Angestellten Einblick in ihre Zahlen – und nur magere 7 Prozent legen die Ergebnisse gegenüber allen Angestellten offen.

„Auch wenn nicht gelistete Unternehmen ihre Ergebnisse nicht veröffentlichen müssen, können einige Anhaltspunkte, wie sich das Unternehmen entwickelt, oftmals Unsicherheiten bei den Mitarbeitern aus dem Weg schaffen“, sagt Paul McDonald, Senior Executive Director bei Robert Half. Außerdem könnte nur so bei den Angestellten eine stärkere Identifikation mit dem eigenen Unternehmen erreicht werden.

Zumindest über generelle Trends sollten deshalb auch nicht börsennotierte Unternehmen ihre Stakeholder unterrichten, raten die Macher der Studie. Dazu gehöre besonders, auch schlechte Nachrichten nicht unter den Tisch fallen zu lassen – denn sonst würden die Mitarbeiter wohl oder übel ihre eigenen Schlüsse ziehen.

sarah.nitsche[at]finance-magazin.de