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Kanzlei Görg trauert um Gründungspartner

Klaus Hubert Görg ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Er gründete die Wirtschaftskanzlei Görg im Jahr 1996.
Görg

Die Wirtschaftskanzlei Görg trauert um ihren Gründungspartner und Namensgeber Klaus Hubert Görg. Der Rechtsanwalt und Sanierungsexperte ist am 13. Januar im Alter von 80 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Die Wirtschaftskanzlei bekundete ihre Anteilnahme gegenüber der Familie. Klaus Hubert Görg hinterlässt eine Frau und vier Kinder.

Görg entwickelt Insolvenz in Eigenverwaltung

Görg wurde am 27. November 1940 geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Marburg, München und Köln und wurde 1969 promoviert. Danach war er zunächst als Verbandsjurist tätig, bevor er als Rechtsanwalt in Köln zugelassen wurde. Im Jahr 1996 gründete er mit 13 weiteren Partnern seine eigene Sozietät. Bekannt geworden ist der Rechtsanwalt unter anderem durch die Karstadt-Insolvenz 2009, die er als Insolvenzverwalter der Arcandor Gruppe, der ehemaligen Karstadt-Mutter, begleitete.

Darüber hinaus prägte der Rechtsanwalt die juristische Praxis: „Görg hatte wesentlichen Anteil daran, dass sich das Insolvenzrecht von einem reinen Abwicklungs- zu einem Sanierungsinstrument gewandelt hat“, heißt es in einem Nachruf der Kanzlei. Zudem gehe die heute längst anerkannte Restrukturierung von Unternehmensgruppen durch Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung maßgeblich auf ihn zurück. Diese Insolvenzmethode setzte er unter anderem bei der Sanierung der Kirch-Gruppe oder von Agfa Gaevert ein.

Aixtron trauert um Gründer Holger Jürgensen

Ebenfalls am 13. Januar ist, wie erst jetzt bekannt wurde, auch einer der bekanntesten deutschen Tech-Unternehmer gestorben, auch er nach einer kurzen und schweren Krankheit, wie es in einem Nachruf heißt. Holger Jürgensen, Physiker und Gründer des Anlagenbauers Aixtron, verstarb unerwartet im Alter von 63 Jahren. „Wir trauern um einen Visionär und erfolgreichen Unternehmer, der sich Aixtron mit beispiellosem Engagement gewidmet und dies stets als Herzensangelegenheit gesehen hat“, bekundet das Unternehmen die Trauer um seinen Tod.

Jürgensen gründete Aixtron im Jahr 1983 gemeinsam mit Heinrich Schumann und Meino Heyen, damals Mitarbeiter des Instituts für Halbleitertechnik der RWTH Aachen. 1997 brachte der Manager das Unternehmen an die Börse. Heute ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Herzogenrath Bestandteil des Tec- und des MDax.

Bis zuletzt war Jürgensen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats von Aixtron. Der Anlagenbauer erwirtschaftete im Jahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von knapp 260 Millionen Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 39 Millionen Euro. Doch die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus scheinen auch Aixtron zu schaffen gemacht haben: In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres betrugen die Umsatzerlöse 161 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 185 Millionen Euro), das Ebit rund 10 Millionen Euro (25 Millionen Euro). Chinesische Kunden gehören zu den wichtigsten Abnehmern der Aixtron-Produktionsanlagen, mit denen unter anderem Verbindungshalbleiter hergestellt werden können.

olivia.harder[at]finance-magazin.de

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Olivia Harder ist Redakteurin bei FINANCE und verfolgt schwerpunktmäßig die aktuellen Entwicklungen im M&A-Geschäft. Sie hat Philosophie, Politikwissenschaften, Soziologie und Geographie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert, wo sie auch einen Lehrauftrag innehatte. Vor FINANCE arbeitete Olivia Harder in den Redaktionen mehrerer Wochen- und Tageszeitungen, unter anderem beim Gießener Anzeiger.

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