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SMA-Mitbegründer Günther Cramer ist tot

SMA Solar-Mitgründer Gründer Cramer ist tot. Er war einer der Pioniere der Renewables-Industrie in Deutschland.
SMA Solar

Der Mitbegründer des Solartechnik-Herstellers SMA ist, wie heute bekannt wurde, am vergangenen Dienstag verstorben. Cramer war einer der größten deutschen Solarunternehmer und bleibt SMA als „mutiger Visionär und Wegbereiter der weltweiten Energiewende“ in Erinnerung, wie das Niestetaler Unternehmen schreibt. SMA würdigt ihn als „großen Pionier der Energiewende und außergewöhnlichen Visionär“. Cramer war 1981 mit Peter Drews, Werner Kleinkauf und Reiner Wettlaufer einer der Mitgründer von SMA, aus dem die heutige SMA Solar Technology AG hervorging, und hatte sie zum Weltmarktführer bei Wechselrichtern für Solaranlagen aufgebaut.

 

Bis 2011 war er Vorstandssprecher von SMA und verantwortete die Bereiche Strategie und Unternehmenskommunikation. 2008 brachte Cramer das heute im TecDax notierte Unternehmen erfolgreich an die Börse. Ab Mai 2011 übernahm er den Vorsitz im Aufsichtsrat.

SMA Solar: Abschied von Pionier und Visionär Günther Cramer

Neben seiner Tätigkeit bei SMA war Günther Cramer Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) und Vorsitzender des Vorstands des Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet) sowie Mitglied des Hochschulrats der Universität Kassel. Als Vorstand von SMA Solar wurde Günther Cramer als „Entrepreneur 2006 – Kategorie Industrie“ und mit dem „Deutschen Fairness Preis 2008“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2010 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von fast 2 Milliarden Euro. Mittlerweile steckt SMA Solar, wie so viele Solarunternehmen, jedoch in einer Krise. 2014 schockte SMA Solar die Märkte mehrmals mit Gewinnwarnungen und erwartet inzwischen einen  hohen Verlust. Der Umsatz soll von über 930 Millionen Euro 2013 auf 775 bis 790 Millionen Euro gesunken sein, wie SMA Anfang Dezember mitteilte. Dies entspräche einem Umsatzrückgang von 15 bis 17 Prozent. Der Solartechnikhersteller hat sich daher ein hartes Sparprogramm verordnet, in dessen Rahmen 600 Arbeitsplätze weltweit abgebaut werden sollen.

anna.wulf[at]finance-magazin.de

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