Newsletter

Abonnements

Eurex baut Handelsplatz für OTC-Zinsswaps auf

iStock / Thinkstock / Getty Images

Die Terminbörse Eurex und sieben Großbanken kooperieren beim Aufbau eines Clearinghauses für außerbörslich gehandelte Zinsswaps. Bereits Anfang Juli will das Tochterunternehmen der Deutschen Börse eine nutzbare technische Plattform bereitstellen. Der offizielle Start von EurexOTC Clear ist für die zweite Jahreshälfte 2012 geplant. Spätestens mit dem in Kraft treten der European Market Infrastructure Regulation – kurz Emir – will Eurex eine ausgereifte Lösung für das Kunden-Clearing von OTC-Zinsswaps anbieten können.

Geht es nach dem Willen der EU sollen ab 2013 große Teile des bis dato außerbörslichen Derivatehandels über zentrale Clearinghäuser abgewickelt werden, um die Sicherheit und Transparenz der multibillionen Dollar schweren OTC-Transaktionen zu erhöhen. Zinsswaps machen zurzeit rund die Hälfte des weltweiten Handels mit OTC-Derivaten aus.

Unternehmen außerhalb des Finanzsektors sind von der verpflichtenden Abwicklung von Derivategeschäften über zentrale Clearinghäuser zwar grundsätzlich befreit, sofern sie nicht bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Wie hoch diese Schwellenwerte ausfallen ist aber nach wie vor offen. Ende September will die Europäische Wertpapieraufsicht Esma die Technischen Details festlegen. Unternehmen fürchten hohe Liquiditätsbelastungen, sollten sie bei zu niedrig angesetzten Schwellwerten unter die Clearingpflicht fallen.

Neben der Eurex drängen auch andere Anbieter wie LCH.Clearnet oder die Chicago Mercantile Exchange auf den vielversprechenden Markt. Mit den Großbanken Barclays, BNP Paribas, Citibank, Credit Suisse, Deutsche Bank, J.P. Morgan und Morgan Stanley im Rücken, hat die Eurex aber schon einige der größten Marktteilnehmer auf ihre Seite ziehen können.

andreas.knoch[at]cfo-insight.com