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IT: CFOs sehen auch 2013 die Wolke

Cloud Computing wird die wichtigste Technologie für CFOs in 2013.
Thinkstock / Getty Images

2013 wird das Jahr der Cloud – schon wieder. Für CFOs sind zwei Sichtweisen bei Budgetanfragen aus der IT-Abteilung entscheidend: Trägt die Investition zum Wachstum bei? Macht sie Arbeitsabläufe beweglicher und flexibler? Bei beiden Fragen erzielt die Cloud die höchsten Zustimmungswerte – hauptsächlich wegen ihrer Elastizität und ihrer Geschwindigkeit, die es Unternehmen möglich macht, ihre EDV-Ressourcen auch in Zeiten von betrieblichen Veränderungen gut zu nutzen.

Um die Entwicklung Cloud-Computing-Angeboten einzuschätzen, lohnt für den CFO ein Blick auf die Investorengemeinde. Die ist im Hinblick auf die Cloud zurzeit sehr optimistisch: Eine Studie von Grant Thornton hat ergeben, dass 50 Prozent der befragten PE- Investoren derzeit Cloud-Anbieter gegenüber allen anderen Unternehmen der Technologiebranche vorziehen.

CFOs müssen IT-Infrastruktur beachten

2013 werden Unternehmen ihren Fokus auf komplexere und tiefer gehende Angebote richten: Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) werden populär, denn viele Betriebe müssen ihre Flexibilität erhöhen und wünschen sich Erleichterungen bei der Integration neuer Unternehmensanwendungen. Viele Firmen müssen sich außerdem stärker darum bemühen, IT-Anforderungen wie Infrastruktur und Datenmanagement auszulagern, um interne Ressourcen freizulegen und die Kostenkontrolle zu verbessern. Hier könnten PaaS und IaaS-Anbieter punkten. Einige Marktbeobachter sprechen sogar schon von Segmenten wie Network-as-a-Service, Storage-as-a-Service oder Security-as-a-Service. Der Einfachheit halber sollten CFOs diese Themen zunächst alle als IT-Infrastruktur betrachten. Für einige große Unternehmen könnte eine private Cloud die Antwort auf ihre Sicherheitsbedenken sein. So könnte sich in den kommenden Jahren ein Markt für Systemintegratoren aufbauen, die sich auf private Cloud-Umgebungen spezialisieren.

Die Vielfalt an Software-as-a-Service (SaaS)-Anbietern war 2012 bereits groß – und der Trend wird sich in diesem Jahr noch verstärken. SaaS-Lösungen gibt es nun für Nischenanforderungen wie zum Beispiel für Führungsrisiken und Compliance, nachhaltige Rechnungslegung und für Management des Unternehmensergebnisses – um nur ein paar zu nennen. Es ist wahrscheinlich, dass sich der SaaS-Markt zu einem Ökosystem um die IaaS- und PaaS-Technologien entwickeln wird– so bereits geschehen bei der Force.com Plattform von Salesforce. In diesem Szenario besteht die Hauptrolle des CIOs darin, das Bindeglied zwischen verschiedenen SaaS-Lösungen zu sein und Datensicherheit und Systemstabilität sicherzustellen. Viele Unternehmen nutzen bereits Formen, die Unternehmensdaten mit einer SaaS-Lösung verarbeiten und „zurückrollen“, sodass der Verkäufer keinen Zugang zu sensiblen Firmendaten erhält sobald die Verarbeitung beendet ist.

Letztendlich – wenn sich die IT-Umgebung der Unternehmen immer mehr zu einem Mix aus verschiedenen Cloud-Systemen  und Überbleibseln von internen Systemen verwandelt, könnte sich ein Markt für “inter-cloud”-Angebote entwickeln – etwas das heute noch als maßgeschneiderte Beratungstätigkeit verkauft wird.

ritobaan.roy[at]cfo-insight.com

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