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Oliver Wyman: Banken müssen Big Data nutzen oder untergehen

Oliver Wyman rät Banken, die losen Datenende zu verbinden. PayPal ist schon dabei.
Thinkstock / Getty Images

Banken, die ihr Wust an Daten nicht nutzen, werden gegen eine neue Generation von informationsgetriebenen Finanzdienstleistungsunternehmen verlieren. Dies ist die deutliche Warnung von Oliver Wyman in der aktuellen Ausgabe des Berichts “State of the Financial Services Industry”. Der wichtigste Faktor für diesen Trend sind die relativen Kosten von Geld und Informationen. Bis vor fünf Jahren war Geld billig und Informationserfassung und -analyse teuer; jetzt hat sich das Gewicht jedoch komplett verschoben. Geld ist teuer geworden und Informationen billig, so Oliver Wyman.

PayPal ist ein gutes Beispiel. CFO Patrick Dupuis erzählt gegenüber FINANCE; wie sein Unternehmen die Transformation bewältigt. „Auf einer wöchentlichen Basis schauen sich spezielle Teams das Page-by-Page User Experience von Verbrauchern an.“ Google ist der Maßstab. „Auch früher experimentierten wir mit großen Datenmengen, aber diese waren mehr auf Technologie konzentriert als auf die Verbraucher.“ Dies ändere sich. Die Fähigkeit eines Unternehmens, Daten so zu nutzen, dass sie das Erlebnis des Verbrauchers verbessern, sei zu einem entscheidenden Vorteil geworden.

Dupuis meint, die Verschiebung des Fokus müsse von einer klaren Talentstrategie untermauert sein. „In letzter Zeit haben wir unsere Analysefunktionen erweitert“, sagt er. „Wir haben Menschen von Microsoft und anderen Unternehmen angeheuert, die einen stärkeren Fokus auf User Experience mit sich bringen“, ergänzt er. Die Onlinewelt wird von Mobilgeräten auf den Kopf gestellt, daher müssen sich Unternehmen mithilfe der Daten über Kundenverhalten anpassen – oder sie gehen unter.

steven.arons[at]finance-magazin.de

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