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16.10.2012 – DPR-Präsident Ernst über Goodwill: „Wir bevorzugen lineare Abschreibungen“

„Wertminderung von Vermögenswerten wie Goodwill“ und „leistungsorientierte Pensionsrückstellungen“ bilden zwei der Prüfungsschwerpunkte der deutschen Bilanzpolizei DPR für 2013. „Goodwill macht in deutschen Konzernbilanzen 200 Milliarden Euro aus“, sagt der DPR-Chef und frühere CFO der Deutschen Post. Pensionsrückstellungen machen sogar 300 Milliarden Euro aus.

Insofern hätten Impairmenttests, die die zukünftige Werthaltigkeit von Assets bewerten, eine hohe Bedeutung. Einzelne Branchen oder Unternehmen wollte er nicht als besonders gefährdet herausgreifen. Die Einschätzung und Priorisierung der DPR deckt sich mit Studien der Inverstmentbank Houlihan Lokey und der Einschätzung des IASB, nach denen mit erheblichen Goodwill-Abschreibungen gerechnet werden kann. Bis dato hätten vor allem Banken und Telekom-Konzerne Wertkorrekturen vorgenommen. Houlihan Lokey sieht nun die Automobil-, die Stahl- und Versicherungsbranche betroffen.

Ernst, der seit rund 15 Monaten an der Spitze des DPR steht, formulierte als Ziel, die Präventivquote der DPR zu stärken und die Fehlerquote auf unter 25 Prozent zu senken. Wie er dies erreichen will und ob dadurch die Prüfqualität leiden wird, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.

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