Andreas Mehring, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/gastautor/mehring/ für kluge Finanzentscheidungen Thu, 05 May 2022 14:09:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Deutsche Börse plant nächsten Deal https://www.finance-magazin.de/deals/ma/deutsche-boerse-plant-naechsten-deal-38757/ Thu, 11 Apr 2019 07:42:32 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/deutsche-boerse-plant-naechsten-deal-38757/ Die Deutsche Börse forciert ihre M&A-Strategie und plant die nächste Übernahme.

Die Deutsche Börse hat bereits ein neues Target für eine Übernahme im Visier: Der Dax-Konzern plant, Teile des FX-Geschäfts von Refinitiv zu kaufen. Bei den Gerüchten um den Kaufpreis tritt der Börsenbetreiber jedoch auf die Bremse.

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Die Deutsche Börse forciert ihre M&A-Strategie und plant die nächste Übernahme.

Die Deutsche Börse hat bereits ein neues Target für eine Übernahme im Visier: Der Dax-Konzern plant, Teile des FX-Geschäfts von Refinitiv zu kaufen. Bei den Gerüchten um den Kaufpreis tritt der Börsenbetreiber jedoch auf die Bremse.

Nur einen Tag, nachdem die Übernahme des US-Konzerns Axioma bekannt gegeben wurde, bestätigt die Deutsche Börse bereits die Pläne für den nächsten M&A-Deal. Diesmal geht es um das Devisengeschäft. Der Dax-Konzern befände sich „in konkreten Verhandlungen mit der Refinitiv-Gruppe über den möglichen Erwerb einzelner FX-Geschäftsbereiche“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom heutigen Donnerstagmorgen. Die Verhandlungen und die Prüfung einer Transaktion würden noch andauern.

Mit der Mitteilung reagiert der Börsenbetreiber auf Marktgerüchte. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf Insiderkreise berichtet, dass die Deutsche Börse kurz davor stehe, die Devisenhandelsplattform FXall zu kaufen.

Reuters-Informationen zufolge soll die Übernahme 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,1 Milliarden Euro) schwer werden. Dies dementiert die Deutsche Börse jedoch vehement. Die Höhe des im Bericht genannten Kaufpreises „sowie die unmittelbar bevorstehende Unterzeichnung verbindlicher Verträge entbehren jeder Grundlage“ teilt das Unternehmen mit.

M&A-Ressourcen der Deutschen Börse noch unangetastet

Wie schwer die Transkation tatsächlich werden könnte, ist damit noch offen. Zur Finanzierung des Deals stehen der Deutschen Börse Eigenmittel über 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Und auf diese kann CFO Gregor Pottmeyer auch trotz der gestern bekanntgegebenen 850 Millionen Dollar schweren Übernahme von Axioma weiterhin zurückgreifen, denn für den Deal im Indexgeschäft hat sich die Deutsche Börse einen finanzstarken Partner ins Boot geholt.

Gregor Pottmeyer, Deutsche Börse AG

Gregor Pottmeyer beginnt seine Laufbahn 1987 als Fachreferent für Controlling im Bereich Konzernplanung/-controlling von Daimler Benz. 1990 wechselt er als Abteilungsleiter Planungskoordination und Berichterstattung zur Daimler-Tochter Debis, in der die Dienstleistungsfunktionen des Konzerns gebündelt wurden. Drei Jahre später kehrt der Saarländer als Abteilungsleiter Projekte bei Mercedes-Benz Finanz zur Mutter zurück.

In den Folgejahren steigt er als Bereichsleiter Planung und Controlling sowie Controlling/Rechnungswesen weiter auf. 1999 wird er als stellvertretender Geschäftsführer zur Mercedes-Benz Leasing berufen. In dieser Position verantwortet er zusätzlich noch das Controlling und Rechnungswesen der europäischen Finanzierungsgesellschaften von Debis. Im Jahr 2001 rückt er schließlich in die Geschäftsführung bei Mercedes-Benz Finanz auf und verantwortet dort das Controlling und das Rechnungswesen.

Ein Jahr später wird Pottmeyer in den Vorstand der der DaimlerChrysler Bank (seit 2008 Mercedes-Benz Bank) berufen. 2003 übernimmt er schließlich den Posten des CFO der DaimlerChrysler Bank und verantwortet in dieser Position die Ressorts Finanzen und Risikomanagement und ist parallel dazu zuständig für das Controlling der großen europäischen Daimler-Financial-Services-Gesellschaften sowie die Credit Operations der Gesellschaften in Europa, Afrika und dem Asien-Pazifik-Raum.

Im Jahr 2009 verlässt Pottmeyer den Stuttgarter Autobauer und heuert im Oktober als CFO bei der Deutschen Börse an. Im Jahr 2017 wird sein Vertrag um fünf Jahre verlängert.

zum Profil

Der Private-Equity-Investor General Atlantic übernimmt mit 715 Millionen Dollar den Großteil des Kaufpreises. Zudem beteiligen sich einige Axioma-Manager mit 100 Millionen Dollar. Im Zuge des Deals fließt kein eigenes Geld der Deutschen Börse.

Außerdem hat CEO Theodor Weimer auch Kapitalerhöhungen zur Finanzierung seiner M&A-Strategie nicht ausgeschlossen, da die Investoren Zukäufe unterstützen würden. Nach einigen kleineren Deals im vergangenen Jahr will der Börsenbetreiber auch wieder mittelgroße Ziele ins Visier nehmen.

FXall und 360T ergänzen sich

Dass die Deutsche Börse an FXall Interesse hat, ist bereits seit längerem bekannt. Das Devisengeschäft gilt als attraktiv, da der Markt recht fragmentiert und relativ unreglementiert ist. 2015 hatte der Börsenbetreiber bereits die in Deutschland entstandene Devisenhandelsplattform 360T gekauft. Das Angebot des wohl erfolgreichsten deutschen Fintechs ist in deutschen Treasury-Abteilungen fest verankert. International gesehen ist FXall der Marktführer.

Mit dem Kauf des US-Unternehmens könnte die Deutsche Börse ihr Angebot in dem Segment noch deutlich erweitern. Die Logik hinter einem solchen Deal beschrieb 360T-Chef Carlo Kölzer bereits Anfang April gegenüber dem „Handelsblatt“: „Das Unternehmen hat in Amerika eine viel stärkere Marktposition als wir. Und es hat eine starke Stellung im Asset-Management-Bereich, in dem wir relativ neu sind“, erklärte er. FXall sei gemessen am Handelsvolumen etwa doppelt so groß wie 360T. Das Analysehaus Kepler Chevreux bezeichnet eine mögliche Übernahme von FXAll mit Verweis auf deren Marktanteil von 35 Prozent als „strategisch attraktiv“.

Dass die Refinitiv-Sparte FXall auf den Markt kommen könnte, wird seit längerem erwartet. Refinitiv ist 2018 aus dem Finanz- und Risikogeschäft des kanadischen Informationskonzerns Thomson Reuters hervorgegangen. Damals hatte sich der Finanzinvestor Blackstone die Mehrheit an Refinitiv und damit an FXall gesichert. Thomson Reuters hält noch 45 Prozent an Refinitiv. Analysten gingen davon aus, dass sich Blackstone langfristig von FXall trennen will, damit Refinitiv seine hohen Schulden reduzieren kann.

andreas.mehring[at]finance-magazin.de

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Metro hadert mit Real-Verkauf https://www.finance-magazin.de/deals/ma/metro-hadert-mit-real-verkauf-38751/ Wed, 10 Apr 2019 10:28:19 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/metro-hadert-mit-real-verkauf-38751/ Metro muss beim Verkauf seiner Krisentochter Real kreativ werden und könnte bei einer Veräußerung sogar noch draufzahlen.

Metro hat die harte Linie beim Verkauf seiner Krisentochter Real offenbar aufgeweicht: In einer neu diskutierten Dealstruktur könnte es sogar passieren, dass der MDax-Konzern bei einem Verkauf noch Geld drauflegen muss.

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Metro muss beim Verkauf seiner Krisentochter Real kreativ werden und könnte bei einer Veräußerung sogar noch draufzahlen.

Metro hat die harte Linie beim Verkauf seiner Krisentochter Real offenbar aufgeweicht: In einer neu diskutierten Dealstruktur könnte es sogar passieren, dass der MDax-Konzern bei einem Verkauf noch Geld drauflegen muss.

Der Großhandelskonzern Metro ist im M&A-Prozess für die Supermarktkette Real offenbar von seinem harten Kurs abgewichen. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, besteht Metro gegenüber den Kaufinteressenten nicht mehr darauf, dass diese das operative Geschäft und die von Real genutzten Immobilien zwingend in einem Paket erwerben müssen. Mit dem Einkaufsverbund Markant verhandele Metro gerade über den alleinigen Verkauf des Betriebs der insgesamt 279 Real-Märkte.

Unübersichtliche M&A-Situation bei Real

Neben Markant sind aber offenbar auch noch andere Parteien im Rennen. In verschiedenen Medienberichten schwankt die Zahl der Real-Interessenten zwischen zwei und vier. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die Immobilieninvestoren X+Bricks und ECE, ein Konsortium um die Redos-Gruppe sowie Morgan Stanley Real Estate unter den Kaufinteressenten sein sollen.

Die „Börsen-Zeitung“ wiederum meldet, dass die Redos-Gruppe aus dem Bieterrennen ausgestiegen sei, weil sie entgegen der Vorstellungen Metros nicht das gesamte kartellrechtliche Umsetzungsrisiko einer Übernahme tragen wolle.

Das Handelsblatt berichtet, dass sich die Gespräche zwischen Metro und zwei Immobilieninvestoren auf einen Abschluss zubewegten. Dies würde zu der Meldung passen, dass Metro intensiv mit Markant über den Verkauf des Real-Betriebs verhandelt.

Real-Verkauf könnte Metro 200 Millionen Euro kosten

Sollten sich dies Markant-Gerüchte erhärten, liefe es bei Real auf eine komplexe Dealstruktur hinaus. Während die Immobilien einen Verkaufserlös von bis zu 1 Milliarde Euro erreichen könnten, müsste Metro bei einem Verkauf des Betriebs, in dem Real seit Jahren rote Zahlen schreibt, draufzahlen.

Das Handelsblatt zitiert aus Unterlagen zum „Projekt Cartagena“, dass Markant Metro zwar einen Kaufpreis von 99 Millionen Euro bezahlen würde, Metro zuvor jedoch 300 Millionen Euro in Real investieren müsste, um den Liquiditätsbedarf „für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren“ sicherzustellen.

Diese Gelder könnten aber auch der Finanzierung einer harten Restrukturierung dienen. Im Markt kursieren Gerüchte, wonach ein Käufer bis zu 100 der 279 Real-Märkte schließen könnte. Das würde rund 13.000 Arbeitsplätze kosten.

FINANCE-Podcast zu Metro

Metro hält an Zeitplan für Real-Verkauf fest

Trotz dieser komplexen M&A-Situation bleibt Metro dabei, dass der Real-Verkauf bis spätestens Juni über die Bühne gegangen sein soll. Für den entsprechenden Druck in diese Richtung dürfte auch der tschechische Großaktionär Daniel Kretinsky sorgen, der Optionen hält, die es ihm ermöglichen, seinen Metro-Anteil von 11 auf über 30 Prozent aufzustocken.

In der vergangenen Woche hat es Kretinsky geschafft, sich die Frist verlängern zu lassen, in der er sich für oder gegen die Ausübung seiner Kaufoptionen entscheiden muss. Er hat nun Zeit bis Ende Juni. Der Unternehmer dürfte ein großes Interesse daran haben, dass bis zu diesem Zeitpunkt klar ist, was aus der Krisentochter Real wird.

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Info

Alle Infos zu den vielen Handlungssträngen, die sich gerade rund um den Handelsriesen entwickeln, erhalten Sie auf unserer neuen FINANCE-Themenseite zu Metro.

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Deutsche Börse holt General Atlantic an Bord https://www.finance-magazin.de/deals/ma/deutsche-boerse-holt-general-atlantic-an-bord-38747/ Wed, 10 Apr 2019 06:59:00 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/deutsche-boerse-holt-general-atlantic-an-bord-38747/ Die Deutsche Börse stemmt den ersten großen Deal im Rahmen der Strategie „Roadmap 2020“.

Die Deutsche Börse übernimmt mit Hilfe des Finanzinvestors General Atlantic den US-Konzern Axioma. Die Deal-Struktur schont die Firepower der Frankfurter, die ambitionierte M&A-Pläne haben.

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Die Deutsche Börse stemmt den ersten großen Deal im Rahmen der Strategie „Roadmap 2020“.

Die Deutsche Börse übernimmt mit Hilfe des Finanzinvestors General Atlantic den US-Konzern Axioma. Die Deal-Struktur schont die Firepower der Frankfurter, die ambitionierte M&A-Pläne haben.

Rund zehn Monate ist es her, dass Deutsche-Börse-CEO Theodor Weimer große Übernahmen angekündigt hat. Nun meldet der Dax-Konzern das erste Mal Vollzug: In einem komplexen Deal kauft die Deutsche Börse den US-Konzern Axioma für 850 Millionen US-Dollar. Axioma bietet Softwarelösungen für das Portfolio- und Risikomanagement professioneller Anleger an.

Die Frankfurter führen den Zukauf mit dem mit 2,6 Milliarden Euro bewerteten eigenen Indexgeschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen zusammen. An diesem soll sich ein weiterer Investor beteiligen, der auch den Großteil des Barkaufpreises stellt: Im Zuge der Transaktion holt sich die Deutsche Börse den Finanzinvestor General Atlantic ins Boot, der sich mit rund 715 Millionen Dollar an dem neuen Unternehmen beteiligt. Zudem übernehmen mehrere Axioma-Manager einen kleineren Anteil von 100 Millionen Euro an dem Joint Venture, das Axioma-CEO Sebastian Ceria leiten wird. Die Deutsche Börse wird am Ende mit rund 78 Prozent beteiligt sein, General Atlantic mit etwa 19 Prozent und das Axioma-Management mit rund 3 Prozent.

Deal-Struktur schont Firepower der Deutschen Börse

Mit dieser Deal-Struktur schont der Konzern die eigenen Mittel, die er offenbar gedanklich auch für weitere Zukäufe eingeplant hat. Allerdings könnte die liquiditätsschonende Kooperation mit einem Investor, wie nun General Atlantic, eine Blaupause für weitere M&A-Deals sein.

Aus eigenen Mitteln könnte die Deutsche Börse Übernahmen bis zu einem Wert von 1,5 Milliarden Euro stemmen. Allerdings dürfte die Börse stark darauf achten, ihr Investmentgrade-Rating nicht zu gefährden. Ein starkes Rating ist beispielsweise essenziell für das wichtige Clearing-Geschäft. Den Leverage für Transaktionen hochzufahren, wäre damit keine Option.

Unklar ist derweil die Exit-Strategie von General Atlantic. Denkbar wären zwei Szenarien: Entweder die Deutsche Börse kauft General Atlantic in ein paar Jahren aus dem Joint Venture heraus, oder die Eigentümer bringen das Gemeinschaftsunternehmen an die Börse, so dass einzelne Teilhaber ihre Anteile danach über die Börse verkaufen können. Weder der Private-Equity-Investor noch die Deutsche Börse äußerten sich bislang zu diesem Punkt.

Deal ist Teil der Strategie „Roadmap 2020“

Der Axioma-Deal ist die erste Übernahme der Deutschen Börse, nachdem CEO Weimer im Mai 2018 die Strategie „Roadmap 2020“ vorgestellt hat. „Diese Transaktion ist für unser Vorhandelsgeschäft ein wichtiger Schritt“, lässt sich Weimer heute in einer Pressemitteilung zitieren.

Axioma und die Deutsche Börse kooperieren bereits seit 2011 bei Produkten wie Faktor-Indizes und ETFs. Die Geschäftsmodelle seien komplementär, was ein Hauptargument für die Übernahme gewesen sei. Die Einsparungspotentiale schätzt die Deutsche Börse bis 2021 auf rund 30 Millionen Euro.

Neben den sich ergänzenden Geschäftsmodellen würde sich das Angebot der Unternehmen auch regional gut ergänzen, da die Deutsche Börse eher in Europa und Axioma überwiegend in den USA präsent seien, erklärte die Börse. Das Indexgeschäft der Deutschen Börse, das künftig in das Gemeinschaftsunternehmen eingehen wird, ist der Gruppe zufolge der viertgrößte Indexanbieter der Welt und erzielte 2018 einen Bruttoumsatz von 168 Millionen Euro und ein Ebitda von 115 Millionen Euro. Den Abschluss der Transaktion erwarten die Beteiligten im dritten Quartal dieses Jahres.

andreas.mehring[at]finance-magazin.de

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Senvion ist insolvent https://www.finance-magazin.de/deutschland/senvion-ist-insolvent-38743/ Tue, 09 Apr 2019 13:51:03 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/senvion-ist-insolvent-38743/ Nach wochenlangen Verhandlungen meldet Senvion Insolvenz an.

Der Windturbinenhersteller Senvion muss Insolvenz anmelden, kämpft aber weiterhin um eine Finanzspritze. Zwei Hedgefonds signalisieren ihre Bereitschaft dazu.

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Nach wochenlangen Verhandlungen meldet Senvion Insolvenz an.

Der Windturbinenhersteller Senvion muss Insolvenz anmelden, kämpft aber weiterhin um eine Finanzspritze. Zwei Hedgefonds signalisieren ihre Bereitschaft dazu.

Wochenlange Verhandlungen mit den Geldgebern haben nicht gefruchtet: Der hochverschuldete Windturbinenhersteller Senvion hat am heutigen Dienstagnachmittag Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Wie einer der ältesten Windkonzerne der Welt über eine Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, ist ein entsprechendes Verfahren vom Amtsgericht Hamburg eingeleitet worden. Das Verfahren betreffe zunächst die beiden deutschen Hauptgesellschaften Senvion GmbH und Senvion Deutschland GmbH, die zusammen 1.800 Mitarbeiter beschäftigen. Beobachter gehen aber davon aus, dass in den nächsten Tagen das Verfahren auch auf die börsennotierte Senvion SA ausgedehnt werden dürfte.

„Ziel des Verfahrens ist die Fortsetzung des eingeschlagenen umfangreichen Transformationsprogramms“, heißt es in der Mitteilung von Senvion. Das Programm hat das neue Management im Januar 2019 angestoßen, um gravierenden operative Schwächen des angeschlagenen Turbinenkonzerns in den Griff zu bekommen. Dem Unternehmen misslang es im vierten Quartal, Windparks zeitgerecht fertigzustellen, was zu entgangenen Umsätzen und nicht bezifferten, aber erheblichen Strafzahlungen an die Kunden geführt hatte.

Senvion verhandelt weiter mit Geldgebern

Nun will Senvion mit Hilfe des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung die Restrukturierung beschleunigen. „Auf Basis der Stärken unserer Kernaktivitäten wollen wir die Eigenverwaltung einsetzen, um schneller zu einem profitablen und nachhaltigen Geschäft zurückzukehren“, lässt sich CEO Yves Rannou zitieren. Gemeinsam mit dem früheren GE-Manager agieren der erfahrene CFO Hans-Jürgen Wiecha sowie der britische CRO Neil Robson. Das Amtsgericht Hamburg hat ihnen nun Christoph Morgen als Sachwalter zur Seite gestellt. Die beiden Restruktuierungsspezialisten Gerritt Hölzle und Thorsten Bieg ziehen in die Geschäftsführung der beiden insolventen Tochtergesellschaften ein.

Trotz des eingeleiteten Insolvenzverfahrens führt die Senvion-Führung weiterhin Gespräche mit den kreditgebenden Banken, dem Hauptaktionär Centerbridge sowie den Inhabern der ausstehenden Unternehmensanleihe. In diese sind einem Bericht der FAZ zufolge die beiden Hedgefonds Anchorage und Davidson Kempner eingestiegen. Demnach haben die beiden Fonds eine Kapitalspritze angeboten, dafür aber nicht die Zustimmung der Banken und Kautionsgeber gewinnen können, die Senvion mit Kontokorrentlinien und Avalen im Wert von fast 1 Milliarde Euro versorgt haben.

FINANCE-Köpfe

Hans-Jürgen Wiecha, Senvion SA

Seine berufliche Karriere startet Wiecha 1989 als Prüfungsleiter und Steuerassistent bei PricewaterhouseCoopers. 1993 wechselt er zu Veba Öl, wo er sieben Jahre lang in verantwortlichen Positionen im Finanzbereich arbeitet, unter anderem als Bereichsleiter Bilanzen & Rechnungswesen und später als Bereichsleiter Controlling & Accounting.

2000 wechselt Wiecha als Director Corporate Finance zu Gerresheimer, wo er für Treasury, Rechnungswesen und Steuern zuständig ist. 2004 ernennt ihn das Unternehmen zum Generalbevollmächtigten, er übernimmt zusätzlich die Zuständigkeit für den M&A-Bereich. Von Januar 2005 an ist Wiecha CFO bei Gerresheimer. Im Februar 2013 wechselt er zum deutsch-schweizerischen Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach. Nach dem Abgang von CEO Johannes Nonn ist er von Ende Dezember 2013 bis April 2014 "CEO ad interim". Von März 2015 bis Juni 2017 ist Wiecha CFO beim Baustoffkonzern Xella. Im Januar 2019 beruft der Windturbinenbauer Senvion Wiecha zum neuen Finanzchef.

zum Profil

Senvion-Führung hat noch Hoffnung

Centerbridge hat Senvion Unternehmensangaben zufolge in den vergangenen neun Monaten 82 Millionen Euro an frischem Kapital zur Verfügung gestellt. Nun dürfte der PE-Investor aber schlechte Karten haben, sein Investment noch zu retten.

„Wir diskutieren Finanzierungsoptionen. Falls erfolgreich, könnten wir den eingeleiteten Prozess abbrechen“, macht Rannou Hoffnung. Das „Handelsblatt“ berichtet, dass unmittelbar vor der Einreichung des Insolvenzantrags noch ein neues Finanzierungsangebot eingegangen sei, die Senvion-Führung den Antrag aber trotzdem noch stellte, um sich nicht dem Vorwurf der Insolvenzverschleppung auszusetzen. FINANCE-Informationen zufolge bräuchte Senvion über 100 Millionen Euro „Fresh Money“, um mit der Restrukturierung entscheidend voranzukommen.

Seit dem Beginn der Krise vor rund einem Jahr hat Senvions Aktie über 90 Prozent an Wert eingebüßt. Allein am heutigen Dienstag brach der Kurs erneut um über 40 Prozent ein und notiert nun bei 60 Cent.

Senvions Aktienkurs bricht weiter ein

Info

Gerresheimer, Schmolz+Bickenbach, Xella: Alle weiteren Karrierestationen des Senvion-CFOs finden Sie auf dem FINANCE-Köpfe-Profil von Hans-Jürgen Wiecha. Was sein Vorgänger geleistet hat, können Sie auf dem Profil von Manav Sharma nachlesen.

Hohe Schulden, Führungswechsel, verpatzte Projekte: Der Windturbinenbauer Senvion ist pleite. Wie es dazu kam und welche Geldgeber jetzt um die Macht bei Senvion kämpfen, erfahren Sie auf der FINANCE-Themenseite Senvion.

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Bayer baut interne Finanzprozesse um https://www.finance-magazin.de/business-transformation/bayer-baut-interne-finanzprozesse-um-38737/ Tue, 09 Apr 2019 07:32:47 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/bayer-baut-interne-finanzprozesse-um-38737/ Personelle Umstrukturierung unter dem Bayer-Kreuz: Zahlreiche Stellen im Bereich der internen Finanzprozesse sollen wegfallen.

Der angekündigte Abbau von 4.500 Stellen bei Bayer wird auch die internen Finanzprozesse treffen: Im Fokus steht die Tochter Bayer Business Services, die unter anderem Zahlungsabwicklung und Rechnungswesen betreut.

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Personelle Umstrukturierung unter dem Bayer-Kreuz: Zahlreiche Stellen im Bereich der internen Finanzprozesse sollen wegfallen.

Der angekündigte Abbau von 4.500 Stellen bei Bayer wird auch die internen Finanzprozesse treffen: Im Fokus steht die Tochter Bayer Business Services, die unter anderem Zahlungsabwicklung und Rechnungswesen betreut.

Bayers massiver Stellenabbau wird auch die internen Finanzprozesse des Leverkusener Konzerns treffen. Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber FINANCE bestätigte, sollen in Deutschland insgesamt 4.500 Stellen gestrichen werden, ein großer Teil davon in der Bayer Business Services GmbH (BBS), in der der Konzern die Bereiche IT, Finanzprozesse und operativen Einkauf gebündelt hat. Wie viele Stellen dort konkret wegfallen sollen, gab der Konzern bislang nicht bekannt. Für BBS arbeiten laut Bayer zurzeit 6.400 Mitarbeiter, die ein Servicevolumen von rund 2 Milliarden Euro verantworten.

Weitere Arbeitsplätze sollen am Pharmastandort Wuppertal wegfallen, wo 350 Beschäftigte arbeiten. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ über den geplanten Stellenabbau berichtet und sich dabei auf ein internes Rundschreiben an die Mitarbeiter berufen.

Die Stellenstreichungen seien Teil des Sparprogramms, das CEO Werner Baumann im Dezember 2018 angestoßen hat, bestätigte der Sprecher gegenüber FINANCE. „Gerade im Verwaltungsbereich will sich Bayer neu aufstellen“, heißt es. Das Programm sieht unter anderem einen weltweiten Personalabbau von insgesamt bis zu 12.000 Jobs vor.

Bayer könnte BBS komplett schließen

Für die Service-Tochter BBS könnten die konzernweiten Sparmaßnahmen sogar das Aus bedeuten. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Insider berichtet, sollen die Kernaufgaben der BBS an die drei operativ tätigen Divisionen Pharma, Consumer Health und Crop Science zurückgehen.

Von einer solchen Umstrukturierung besonders betroffen wäre der BBS-Bereich Integrated Business Operations (IBO), der im Zuge der Neuordnung komplett aufgelöst werden könnte. In dieser Sparte hat Bayer die Zahlungsabwicklung, den konzernweiten Einkaufsprozess, das Rechnungswesen sowie das Veranstaltungsmanagement gebündelt. Eine offizielle Stellungnahme des Konzerns, was mit diesem Bereich künftig passieren soll, gibt es bislang nicht.

BBS ist interner Dienstleister für Bayer

Sollte Bayer bei der BBS mit seinen Plänen ernst machen, würde sich der Konzern von einer Tochtergesellschaft trennen, die seit 17 Jahren Teil der Unternehmensgruppe ist. Bayer hatte die Service-Einheit BBS 2002 gegründet, als sich der Konzern in eine Management-Holding mit den vier Sparten Gesundheit, Chemie, Kunststoffe und Agrarprodukte umgewandelt hatte. Diese Holdingstruktur hat Bayer 2016 erneut aufgebrochen und sich abermals neu aufgestellt.

In den Anfangsjahren hatte BBS seine Dienste auch externen Kunden angeboten, jedoch nicht mit dem erhofften Erfolg. In der Folge fokussierte sich die Bayer-Tochter in den zurückliegenden Jahren auf das konzerninterne Geschäft. Zuletzt kamen 80 Prozent der Aufträge von Schwestergesellschaften aus dem Bayer-Unternehmensumfeld. 

andreas.mehring[at]finance-magazin.de

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Roland Berger holt Bankenexperten Ulrich Kissing https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/roland-berger-holt-bankenexperten-ulrich-kissing-38677/ Tue, 02 Apr 2019 04:15:00 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/roland-berger-holt-bankenexperten-ulrich-kissing-38677/ Das Beratungshaus Roland Berger holt mit Ulrich Kissing den nächsten Bankenexperten.

Roland Berger baut seine Bankenexpertise weiter aus: Ex-Addiko-Bank-Chef Ulrich Kissing arbeitet ab sofort als Senior Advisor für das Beratungshaus. Der prominente Banker bringt über 30 Jahre an Erfahrung im Finanzsektor mit.

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Das Beratungshaus Roland Berger holt mit Ulrich Kissing den nächsten Bankenexperten.

Roland Berger baut seine Bankenexpertise weiter aus: Ex-Addiko-Bank-Chef Ulrich Kissing arbeitet ab sofort als Senior Advisor für das Beratungshaus. Der prominente Banker bringt über 30 Jahre an Erfahrung im Finanzsektor mit.

Die Unternehmensberatung Roland Berger hat sich personell verstärkt: Ulrich Kissing, ehemaliger Vorstandschef der österreichischen Addiko-Bank, wird externer Senior Advisor im Competence Center Financial Services des Münchener Unternehmens. Das teilte Roland Berger in einer Pressemitteilung mit.

Demnach sei die Verpflichtung Kissings eine Reaktion auf den strukturellen Umbruch im Bankensektor. „Sinkende Erträge, neue Wettbewerber und geändertes Kundenverhalten – die Bankenbranche steht vor zahlreichen Herausforderungen. Gemeinsam mit Ulrich Kissing wollen wir unsere internationalen Klienten unterstützen, diese Transformationen zu meistern“, begründen die Münchener die Personalie.

Bereits vor rund einem halben Jahr verpflichtete Roland Berger einen prominenten Banker und holte den ehemaligen DZ-Banker Lars Hille als Senior Partner an Bord. Er berät seit September 2018 Finanzdienstleister für die Münchener.

Ulrich Kissing hat langjährige Bankenerfahrung

Mircetic

Berät für Roland Berger im Finanzsektor: Ulrich Kissing

Das Beratungshaus will unter anderem von Kissings Kenntnissen im Bankensektor und im Bereich Private Equity sowie seinem Netzwerk in Südosteuropa profitieren. Der Diplom-Kaufmann soll projektbezogen für das Beratungshaus arbeiten, wobei „seine Arbeitszeit zwischen 0 und 80 Prozent betragen kann“.

Mit Kissing holt sich Roland Berger einen erfahrenen Banker ins Haus. Eigenen Angaben zufolge arbeitet Kissing seit 30 Jahren im Finanzsektor. Seine Karriere begann er bei der Deutschen Bank. Dort bekleidete er zunächst verschiedene Führungspositionen im Kapitalmarktgeschäft des Geldhauses. Anschließend wechselte er als Vorstandsmitglied und COO in den Bereich Privat- und Geschäftskunden.

Nach seiner Zeit bei der Deutschen Bank heuerte er 2009 als Vorstandschef bei der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank des Landes Berlin, an. Diese Amtszeit wurde von einer fristlosen Kündigung im März 2014 überschattet. Kissing hatte Sozialbeiträge in Höhe von 33.000 Euro nicht gezahlt. Dass er darüber einen jahrelangen Rechtsstreit mit der Deutschen Rentenversicherung führte, ohne das Aufsichtsgremium zu informieren, sah die damalige Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) als „schwerwiegende Pflichtverletzung“ an. Vor Gericht klagte Kissing damals gegen die Kündigung – jedoch erfolglos.

Ulrich Kissing sanierte Addiko Bank erfolgreich

Im Anschluss beriet Kissing 2015 zunächst den Private-Equity-Investor Advent bei seinem Einstieg bei der damals kriselnden Wiener Addiko Bank. Der Finanzinvestor hatte sich 80 Prozent der Anteile an dem Geldhaus gesichert. Nach erfolgter Übernahme wurde Kissing zum CEO des auf südosteuropäische Kunden fokussierte Finanzinstituts berufen. 

Als Vorstandschef war er maßgeblich an der Sanierung von Addiko beteiligt. Im März 2018 gab Kissing schließlich die Leitung an den Rumänen Razvan Munteanu ab. Im Oktober des vergangenen Jahres wurden schließlich Gerüchte über einen möglichen Exit Advents bekannt.

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Tech-Experte Bräutigam wechselt zu Lincoln International https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma-berater/tech-experte-braeutigam-wechselt-zu-lincoln-international-38636/ Tue, 26 Mar 2019 06:15:00 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/tech-experte-braeutigam-wechselt-zu-lincoln-international-38636/

Lincoln International holt Johannes Bräutigam als Managing Director in das Frankfurter Büro. Er soll für die M&A-Beratung künftig Tech-Deals an Land ziehen. Für Lincoln ist es der vierte prominente Neuzugang in Deutschland binnen weniger Monate.

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Lincoln International holt Johannes Bräutigam als Managing Director in das Frankfurter Büro. Er soll für die M&A-Beratung künftig Tech-Deals an Land ziehen. Für Lincoln ist es der vierte prominente Neuzugang in Deutschland binnen weniger Monate.

Die M&A-Beratung Lincoln International verstärkt erneut das Personaltableau in Deutschland: Wie FINANCE erfahren hat, wechselt Johannes Bräutigam zum 1. April an den Frankfurter Standort des Beratungshauses. Dort soll er als Managing Director M&A-Deals im Bereich Technology, Media und Telecom (TMT) in der DACH-Region verantworten.

Johannes Bräutigam war lange bei der UBS

Lincoln International

Verantwortet bei Lincoln künftig Tech-Deals: Johannes Bräutigam

Mit Bräutigam wechselt ein M&A-Berater zu Lincoln, der sowohl im Investmentbanking als auch im Unternehmensumfeld Erfahrung gesammelt hat. Rund zwölf Jahre lang arbeitete er für die UBS an den Standorten London und Frankfurt. Dort war er Lincoln zufolge unter anderem Teil des Teams, das die Übernahme des Telekommunikationsunternehmens E-Plus durch den Wettbewerber O2 beraten hat.

Zuletzt baute Bräutigam für den Medienkonzern ProSiebenSat.1 mit mehreren Transaktionen die Bereiche Digital Entertainment, Filmproduktion und Broadcasting aus. Dazu zählte auch die Gründung des Joint Ventures „7TV“ mit dem Medienkonzern Discovery im Juni 2018.

Vierter Lincoln-Neuzugang in sechs Monaten

Bräutigams Wechsel ist nicht der erste Neuzugang bei Lincoln in diesem Jahr. Das Beratungshaus hat seit September 2018 insgesamt vier Neuzugänge auf hohen Positionen im deutschsprachigen Raum verkündet. Erst Ende Februar meldete Lincoln die Verpflichtung von Jörg Brunner, der vom Konkurrenten Raymond James zu Lincoln wechselte und dort als Director den Bereich Automotive verantwortet.

Im September 2018 holte das Beratungshaus den vormaligen M&A-Chef des Automobilzulieferers Schaeffler, Tobias Ramminger. Nur einen Monat später verkündete Lincoln den Wechsel von David Lee-Seifert. Der Berater kam von der französischen Großbank BNP Paribas. Derzeit beschäftigt Lincoln am Frankfurter Standort nach eigenen Angaben rund 70 Mitarbeiter, von denen insgesamt 55 M&A-Professionals sind.

andreas.mehring[at]finance-magazin.de

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Keine Rettung für Airline Germania https://www.finance-magazin.de/deutschland/keine-rettung-fuer-airline-germania-38634/ Mon, 25 Mar 2019 12:20:26 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/keine-rettung-fuer-airline-germania-38634/ Harte Landung für Germania. Die insolvente Airline findet keinen neuen Investor.

Die insolvente Fluggesellschaft Germania ist endgültig pleite, ein rettender M&A-Deal kam nicht zustande. Den Kaufinteressenten war der Zeitplan für eine Übernahme zu knapp bemessen. Der Investorenprozess stand von Beginn an unter keinem guten Stern.

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Harte Landung für Germania. Die insolvente Airline findet keinen neuen Investor.

Die insolvente Fluggesellschaft Germania ist endgültig pleite, ein rettender M&A-Deal kam nicht zustande. Den Kaufinteressenten war der Zeitplan für eine Übernahme zu knapp bemessen. Der Investorenprozess stand von Beginn an unter keinem guten Stern.

Nach Air Berlin hat es nun eine weitere deutsche Fluggesellschaft erwischt: Die Billigfluglinie Germania ist pleite. Dies teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg am heutigen Montag mit. Demnach hätten sich alle „seriösen Bieter“ aus dem Investorenprozess zurückgezogen.

Ein wesentlicher Grund dafür soll der zu knapp bemessene Zeitrahmen für eine Übernahme gewesen sein. Der Verkaufsprozess war erst am 4. Feburar gestartet worden. „Weniger als zwei Monate sind für die Investoren sehr wenig, um eine Übernahme zu planen, durchzurechnen, darüber zu entscheiden“, lässt sich Wienberg zitieren. Germania hätte seine rund 1.700 Mitarbeiter nur noch bis zum 31. März, dem Sonntag dieser Woche, aus eigenen Mitteln bezahlen können.

Germania-Rettung von Beginn an „extrem schwierig“

Wienberg zufolge sei von Beginn der Investorensuche an klar gewesen, dass eine Rettung der Airline „extrem schwierig sein würde“. Der Flugbetrieb der Airline war komplett ausgesetzt. „Wir hatten keine eigenen Flugzeuge und kein Geld, die Leasingraten zu bezahlen“, erklärt Wienberg die Situation.

Mitte Januar waren die finanziellen Probleme der Airline bekannt geworden. „Unvorhersehbare Ereignisse“ führte Germania damals als Grund für die Misere an. So hätten etwa die gestiegenen Kerosinpreise sowie die gleichzeitige Abwertung des Euros gegenüber des US-Dollars das Unternehmen unter Druck gesetzt. Zudem hätten zu diesem Zeitpunkt überdurchschnittlich viele Maschinen gewartet und repariert werden müssen. Anfang Februar meldete Germania schließlich Insolvenz an.

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Sparprogramme, Verlagerungen, Bilanzsanierung: Kaum ein Unternehmen kommt über die Jahre ohne eine Restrukturierung aus. Für Sanierungsberater ist das ein gutes Geschäft.

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Anfänglich großes Kaufinteresse für Germania

Die Hoffnungen hatten damals auf eine Rettung im Rahmen eines Not-Verkaufs geruht. Nachdem die Schweizer Schwestergesellschaft Germania Flug unter neuen Anteilseignern in der Schweiz den Flugbetrieb aufrecht erhalten konnte, teilte auch das deutsche Unternehmen Mitte Februar mit, dass es einen großen Interessentenkreis für die deutsche Germania gebe. Insgesamt 30 potentielle Investoren hätten sich gemeldet, von denen wiederum mehr als zehn eine Due Diligence durchgeführt hätten.

Dabei seien unter den Interessenten überwiegend strategische Investoren gewesen, teilte das Unternehmen damals mit. Einige der Interessenten hatten geplant, die Fluglinie von Mai an mit verkleinerter Flotte wieder in die Luft zu bringen. Doch zu einiger Einigung auf einen M&A-Deal kam es nicht.

Ende Februar hatte Germania auch noch erste Kaufangebote für einen Großteil des Streckennetzes sowie den Wartungs- und Servicebereich. Zwei Investoren hätten damals konkrete Angebote für die Sparten vorgelegt. Doch nun sind auch diese Übernahmeangebote hinfällig geworden. Den Germania-Mitarbeitern muss nun gekündigt werden.

Germania-Chef Karsten Balke unter Verdacht

Die Insolvenz hat für die frühere Germania-Führung womöglich auch rechtliche Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und des Betrugs gegen den Germania-Chef Karsten Balke.

Germania soll Kunden weiterhin Tickets verkauft haben, als bereits festgestanden habe, dass die Airline zahlungsunfähig sei, so die Vorwürfe.

andreas.mehring[at]finance-magazin.de

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PwC bestätigt Milliardenbetrug bei Steinhoff https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/bilanzierung/pwc-bestaetigt-milliardenbetrug-bei-steinhoff-38592/ Mon, 18 Mar 2019 13:11:42 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/pwc-bestaetigt-milliardenbetrug-bei-steinhoff-38592/ Der Möbelkonzern Steinhoff gerät durch den PwC-Bericht erneut unter Druck.

Mit dubiosen Transaktionen sollen Top-Manager von Steinhoff über Jahre die Bilanzen des Möbelkonzerns aufgeblasen haben. Welches Ausmaß die Masche offenbar erreichte, zeigt nun eine PwC-Untersuchung.

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Der Möbelkonzern Steinhoff gerät durch den PwC-Bericht erneut unter Druck.

Mit dubiosen Transaktionen sollen Top-Manager von Steinhoff über Jahre die Bilanzen des Möbelkonzerns aufgeblasen haben. Welches Ausmaß die Masche offenbar erreichte, zeigt nun eine PwC-Untersuchung.

Die Luft für ehemalige Steinhoff-Manager wird dünner. Denn der mit Spannung erwartete Untersuchungsbericht von PwC erhärtet den Verdacht der Bilanzmanipulation bei dem Möbelhersteller.

Der Big-Four-Gesellschaft zufolge sollen Top-Manager des deutsch-südafrikanischen Konzerns zwischen 2009 und 2017 „fiktive und unregelmäßige Transaktionen“ in einer Höhe von 6,5 Milliarden Euro durchgeführt haben, um den Konzern-Gewinn „substantiell aufzublähen“. Das geht aus der öffentlich zugänglichen Zusammenfassung des insgesamt 7.000 Seiten starken Berichts hervor. Die Veröffentlichung der gesamten Fassung lehnte das Unternehmen ab, weil es sich um „vertrauliches Material“ handele.

Steinhoff soll Scheinfirmen gegründet haben

Die Ergebnisse haben es aber auch so in sich: Dem Bericht zufolge hat Steinhoff Scheinfirmen gegründet, um diesen dann Grundstücke, Konsumentenkredite oder Markenrechte von kriselnden Steinhoff-Tochtergesellschaften zu überhöhten Preisen zu verkaufen. So verfügte der Möbelriese plötzlich über Forderungen gegenüber diesen Firmen, die jedoch jeder Substanz entbehrten.

„In vielen Fällen wurden Dokumente und professionelle Kommentare nachträglich erzeugt und zurückdatiert“, schreiben die PwC-Prüfer. Betroffen von den fragwürdigen Transaktionen waren unter anderem die Gesellschaften Talgarth Group, Campion/Fulcrum Group sowie Tulett Holdings.

In die Betrugsmasche soll eine „kleine Gruppe“ von Steinhoff-Managern sowie ein führendes Vorstandsmitglied involviert gewesen sein. Der Bericht nennt keine Verantwortlichen namentlich. Damit bleibt für die Öffentlichkeit auch offen, ob der ehemalige Steinhoff-CEO Markus Jooste, oder sein ehemaliger Finanzchef Ben La Grange in die Vorgänge involviert waren. Gegen Jooste ermittelt inzwischen auch die Justiz.

Die Bilanzforensiker der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft hatten ihre Untersuchung bei dem Möbelriesen vor 15 Monaten aufgenommen. Ursprünglich hätte der PwC-Bericht bereits Ende 2018 vorliegen sollen. Aufgrund der Komplexität der Untersuchung war die Veröffentlichung jedoch verschoben worden. Nach Abschluss der Untersuchung kann Steinhoff nun auch die noch ausstehenden Bilanzen für 2017 und 2018 veröffentlichen.

Steinhoffs rasanter Absturz

Der nun vorgelegte PwC-Bericht führt den aufsehenerregenden Absturz von Steinhoff nochmal vor Augen. Im Dezember 2017 verweigerte zunächst die Prüfungsgesellschaft Deloitte dem Möbelkonzern das Testat. In der Konzernbilanz seien „Unregelmäßigkeiten“ aufgetaucht, hieß es damals. In der Folge brach der Aktienkurs des Möbelkonzerns mit Sitz in Stellenbosch um 90 Prozent ein – CEO Jooste trat zurück.

Auch die Veröffentlichung des Konzernabschlusses wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. In Folge des Skandals musste Steinhoff milliardenschwere Abschreibungen auf Grundstücke und Markenwerte vornehmen. Nach Jooste trat schließlich auch CFO La Grange zurück.

Um eine drohende Insolvenz abzuwenden, verkaufte der im Januar 2018 berufende Finanzchef Philip Diepernik unter anderem die profitablen Billigmöbelketten Poco sowie Kika/Leiner. Anschließend handelte der gebeutelte Konzern ein Stillhalteabkommen mit seinen Gläubigern aus. Im Dezember 2018 erklärten sich diese zudem für eine Umschuldung von Verbindlichkeiten in Höhe von 7,7 Milliarden Euro breit. Bis 2021 hat Steinhoff nun Zeit, um seine Schulden zu tilgen.

Im Januar regte sich jedoch nochmal Widerstand unter den Gläubigern. Der Steinhoff-Investor LSW hatte die Umschuldungsvereinbarung angefochten. Welche Auswirkungen dieses Störfeuer jedoch hatte, ist nicht bekannt. Steinhoff gab damals an, zu prüfen, was die Widerspruch für die Vereinbarung mit den übrigen Gläubigern bedeutet. Dazu gab es bislang noch kein Update.

andreas.mehring[at]finance-magazin.de

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Deutsche Bank beugt sich politischem Druck https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/deutsche-bank-beugt-sich-politischem-druck-38588/ Mon, 18 Mar 2019 09:47:08 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/deutsche-bank-beugt-sich-politischem-druck-38588/ Wird aus Commerzbank und Deutscher Bank ein nationaler Champion?

Deutsche Bank und Commerzbank führen offizielle Gespräche über eine Fusion. Die Politik forciert den Zusammenschluss. Zugleich regt sich jedoch heftiger Widerstand von mehreren Fronten.

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Wird aus Commerzbank und Deutscher Bank ein nationaler Champion?

Deutsche Bank und Commerzbank führen offizielle Gespräche über eine Fusion. Die Politik forciert den Zusammenschluss. Zugleich regt sich jedoch heftiger Widerstand von mehreren Fronten.

Nach monatelangen Spekulationen herrscht nun Klarheit: Die Deutsche Bank und die Commerzbank führen jetzt offizielle Gespräche über eine Fusion. Dies teilten die beiden Finanzinstitute am gestrigen Sonntag in zwei unabhängigen Pflichtmitteilungen mit. Man habe sich darauf geeinigt, „ergebnisoffene Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss aufzunehmen“, heißt es von Seiten der Commerzbank. Bis spätestens Ende April sollen diese Gespräche zu einem konkreten Ergebnis führen, hieß es aus Finanzkreisen.

Der mögliche Fusionspartner Deutsche Bank dämpft jedoch gleich von Beginn an die Erwartungen. „Es gibt keine Gewähr, dass es zu einer Transaktion kommt“, betont der Dax-Konzern. „Die Erfahrungen zeigen, dass es viele wirtschaftliche und technische Gründe geben kann, die einem solchen Schritt entgegenstehen“, schreibt Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing in einem Brief an die Mitarbeiter, den die Bank veröffentlicht hat.

Die beiden Finanzinstitute hatten im Februar erste inoffizielle Sondierungsgespräche aufgenommen. Bereits seit Monaten hatten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatsminister Jörg Kukies, der ehemalige Deutschland-Chef von Goldman Sachs, hinter den Kulissen Gespräche mit Sewing und Commerzbank-CEO Martin Zielke geführt. Die beiden schwächelnden Banken sollen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam einen nationalen Champion formen, so die Idee in Berlin.

Optionen für Deutsche Bank und Commerzbank

Seit Bekanntwerden der ersten Gespräche, werden mehrere mögliche Szenarien einer Fusion diskutiert, von denen zwei als die realistischsten Varianten gelten dürften. In einem ersten Szenario könnten Deutsche Bank und Commerzbank eine neue Gesellschaft gründen, in die sie ihr Vermögen, das Eigenkapital, die Kredite sowie die Wertpapiere einbringen. An dieser neuen Gesellschaft würden die Aktionäre der Deutschen Bank und der Commerzbank dann jeweils Anteile erhalten – in welchem Umfang wäre Teil der zu klärenden Unternehmensbewertung.

Dem gegenüber steht eine weitere Variante: Demnach könnte die Deutsche Bank die kleinere Commerzbank übernehmen. In beiden Fällen wäre fraglich, was mit der Commerzbank-Beteiligung des deutschen Staates passieren würde: Wird der Bund Anteilseigner der fusionierten Großbank oder verkauft er seine Anteile mit Verlust an die Deutsche Bank?

Der Bund war 2009 im Zuge der Finanzkrise bei der Commerzbank eingestiegen und hält rund 16 Prozent der Anteile an dem Bankhaus. Die damaligen Bundesregierung hatte Commerzbank-Aktien im Wert von 5,1 Milliarden Euro gekauft, die heute nur noch 1,4 Milliarden Euro wert sind. Seit dem Einstieg ist der Bund der größte Commerzbank-Aktionär.

Kapitalmarkt freut sich über Fusionspläne

Obwohl die Politik als treibende Kraft der Fusionsgespräche gilt, gibt es auch Zuspruch aus den eigenen Reihen. Der FAZ zufolge sollen auch Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner sowie der US-Großaktionär Cerberus (gut 5 Prozent) die Fusionspläne befürworten. Jedoch stehen andere Großaktionäre wie der US-Finanzinvestor Blackrock den Plänen kritisch gegenüber, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Am Kapitalmarkt kam die Nachricht indes gut an: Die Deutsche-Bank-Aktie reagierte positiv auf die Meldung vom Wochenende. Am Montagmorgen legte das Papier um gut 3 Prozent auf 8,08 Euro zu. Auch die Investoren der Commerzbank begrüßen die Fusion. Die Aktie stieg um rund 6 Prozent auf 7,60 Euro.

Die Deutsche-Bank-Aktie reagiert positiv auf Fusionspläne

Heftige Kritik regt sich hingegen im Lager der Gewerkschaften und der Mitarbeitervertretungen. Verdi-Chef Frank Bsriske sieht durch eine mögliche Fusion bis zu 20.000 Stellen in Gefahr. Unter diesen Umständen würden die Gewerkschaftsvertreter im Deutsche-Bank-Aufsichtsrat einen Zusammenschluss der Banken ablehnen, teilt die Arbeitnehmervertretung mit. Klar ist: Eine Fusion der beiden geschwächten Häuser – dessen ökonomische Logik einige Beobachter anzweifeln – ergäbe überhaupt nur dann Sinn, wenn sich in großem Umfang Kosten einsparen lassen.

Monopolkommission sieht mögliches Systemrisikos

Und nicht nur die Gewerkschaften und einige Großaktionäre sehen die Transaktion kritisch. Auch Achim Wambach, Chef der Monopolkommission äußerte sich im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ skeptisch über den geplanten Deal.

Zwar sei nicht damit zu rechnen, dass die Behörden den Deal blockieren würden, da sich die Geschäftsfelder der Banken nur wenig überschnitten, beziehungsweise einem spürbaren Wettbewerb ausgesetzt seien. Wambach sieht ein anderes Problem: „Durch den Zusammenschluss entsteht möglicherweise eine neue Bedrohung für die Finanzwelt, nämlich durch einen Anstieg des Systemrisikos.“ Die Finanzkrise habe gezeigt, dass große Bankhäuser nur schwer abzuwickeln seien und die Wahrscheinlichkeit höher wäre, dass der Bund in Krisenzeiten das neue Institut stützen müsse.

Commerzbank-Aktionäre setzen auf Deutsche-Bank-Deal

Deutsche Bank und Commerzbank und ihre Baustellen

Bleibt die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Transaktion, in der sich zwei seit Jahren kränkelnde Banken zu einem Institut zusammenschließen. Zwar kehrte die Deutsche Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr nach drei Jahren wieder in die Gewinnzone zurück. Der seit einem knapp Jahr amtierende CEO Sewing strich rund 6.000 Stellen und senkte die Kosten massiv. Jedoch kämpft die Bank weiterhin mit dem schwächelnden Investmentbanking.

Bei der Commerzbank sieht es nicht viel besser auf. Nach zwei Jahren Restrukturierung hat die Bank 2018 nach Steuern mit 865 Millionen Euro zwar fast siebenmal so viel verdient wie im Vorjahr, allerdings stieg die Kosten-Ertragsrelation. Zugleich kassierte Vorstandschef Zielke die Ertragsziele für 2020. Vor allem im Firmenkundengeschäft hinkt die Bank ihren Zielen hinterher.

Klar ist: Eine fusionierte Bank wäre über Monate oder gar Jahre mit Integrationsaufgaben rund um IT-Systeme, Prozesse und Unternehmenskultur beschäftigt. Das macht es nicht gerade leichter sich der wachsenden ausländischen Konkurrenz im deutschen Markt zu widersetzen.

andreas.mehring[at]finance-magazin.de

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