Redakteurin https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/backhaus/?mab_v3=244874 für kluge Finanzentscheidungen Fri, 12 Jun 2026 07:23:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Wirrwarr um Nord-Leasing-Geschäftsführer Thomas Vinnen https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/restrukturierung/wirrwarr-um-den-geschaeftsfuehrer-der-nord-leasing-244874/ Thu, 11 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244874 Ein Mitgründer und langjähriges Geschäftsführungsmitglied soll beim Hamburger Unternehmen Nord Leasing ausgeschieden sein. Foto: lassedesignen-stock.adobe.com

Ist er weg oder nicht? Thomas Vinnen, Geschäftsführer bei Nord Leasing, soll ausgeschieden sein, das legt zumindest eine Mail an die Geschäftspartner nahe. Doch das Leasinghaus dementiert. Was ist da los?

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Ein Mitgründer und langjähriges Geschäftsführungsmitglied soll beim Hamburger Unternehmen Nord Leasing ausgeschieden sein. Foto: lassedesignen-stock.adobe.com

Ist er weg oder nicht? Thomas Vinnen, Geschäftsführer bei Nord Leasing, soll ausgeschieden sein, das legt zumindest eine Mail an die Geschäftspartner nahe. Doch das Leasinghaus dementiert. Was ist da los?

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Galeria: Neuer Kredit wohl auf der Zielgeraden https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/restrukturierung/galeria-neuer-kredit-wohl-auf-der-zielgeraden-244856/ Wed, 10 Jun 2026 11:51:50 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244856 Galeria braucht dringend frisches Geld. Foto: Claudia Nass - stock.adobe.com

Der Millionenkredit für Galeria rückt nach FINANCE-Informationen näher. Die Zeit für den angeschlagenen Warenhauskonzern drängt. Hier das Update.

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Galeria braucht dringend frisches Geld. Foto: Claudia Nass - stock.adobe.com

Der Millionenkredit für Galeria rückt nach FINANCE-Informationen näher. Die Zeit für den angeschlagenen Warenhauskonzern drängt. Hier das Update.

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Galeria ringt um Millionenkredit – mit einem Haken https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/galeria-ringt-um-millionen-kredit-mit-einem-haken-244223/ Fri, 29 May 2026 12:27:12 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244223 Galeria verhandelt über einen Millionenkredit in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro. Foto: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Der Warenhauskonzern Galeria befindet sich in einer existenziellen Krise. Nun winkt ein Großkredit. Doch der hat nach FINANCE-Informationen einen Haken.

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Galeria verhandelt über einen Millionenkredit in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro. Foto: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Der Warenhauskonzern Galeria befindet sich in einer existenziellen Krise. Nun winkt ein Großkredit. Doch der hat nach FINANCE-Informationen einen Haken.

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Trügerische Hoffnung: Insolvenzzahlen sinken, doch die nächste Welle rollt bereits https://www.finance-magazin.de/transformation/insolvenz/truegerische-hoffnung-insolvenzzahlen-sinken-doch-die-naechste-welle-rollt-bereits-244028/ Thu, 28 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244028 Die Insolvenzzahlen in Q1/2026 liegen noch immer 40 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Foto: Design_5D - stock.adobe.com

Das erste Quartal 2026 bringt eine deutliche Erholung bei Großinsolvenzen. Doch Experten warnen: Der Rückgang ist ein statistisches Muster, kein Wendepunkt.

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Die Insolvenzzahlen in Q1/2026 liegen noch immer 40 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Foto: Design_5D - stock.adobe.com

Das erste Quartal 2026 bringt eine deutliche Erholung bei Großinsolvenzen. Doch Experten warnen: Der Rückgang ist ein statistisches Muster, kein Wendepunkt.

Trügerische Entspannung im Insolvenzgeschehen: Im ersten Quartal dieses Jahres wurden 94 Insolvenzanträge von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 Millionen Euro gestellt. Die Fallzahl liegt damit 35 Prozent unter dem Rekordquartal Q4/2025 und 24 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Statistisch klingt das nach einer Erholung, doch die Zahlen täuschen. Der langfristige Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt bei 67 Fällen, und selbst das scheinbar ruhige Auftaktquartal übertrifft diesen Wert noch um 40 Prozent.

Das geht aus dem aktuellen Insolvenz-Report hervor, für den die Restrukturierungsberatung Falkensteg exklusiv für FINANCE die Großinsolvenzen von Unternehmen auswertet.

Info

Weitere Details zu den Insolvenzzahlen sowie ein Interview mit Prof. Dr. Michael Grömling vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln finden Sie im aktuellen Insolvenz-Report.

Delle, keine Trendwende

„Das vierte Quartal 2025 war ein Ausnahmerekord und auch der Q1-Stand liegt historisch noch auf einem besorgniserregenden Niveau. Ein Freifahrtschein ist das also nicht“, ordnet Jonas Eckhardt, Studienautor und Partner bei der Unternehmensberatung Falkensteg, die Zahlen ein.

Dass es sich um keine echte Erholung handelt, verdeutlicht ein Blick auf den Gesamtmarkt: Über alle Umsatzklassen hinweg stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2026 auf 5.594 Fälle – ein Plus von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (5.191 Fälle). Getrieben von der Masse kleiner und mittlerer Unternehmen nähern sich die Gesamtinsolvenzen damit neuen Höchstständen, während sich die Großinsolvenzen in diesem Quartal scheinbar entkoppeln konnten.

Branchenvergleich: Verschnaufpause im Maschinenraum

Der Branchenvergleich zeichnet ein differenziertes, aber keineswegs beruhigendes Bild. Metallwarenhersteller führen die Rangliste mit zehn Fällen an – deutlich weniger als im Vorquartal (20 Fälle) und im Vorjahreszeitraum (15 Fälle), aber die Branche bleibt strukturell nach wie vor unter Dauerdruck.

Besonders auffällig ist der Rückgang im Automotive-Bereich: Nur noch acht Insolvenzen stehen 16 Fällen im Vorjahreszeitraum gegenüber. Ähnliches gilt für die Elektrotechnik (sechs gegenüber 16 Fällen) und die Kunststoffbranche (drei gegenüber elf Fällen). Gegen den Trend halten sich die Logistik mit sieben Fällen sowie der Maschinenbau mit neun Fällen stabil.

Eckhardt sieht darin keine Aufhellung: „Besonders im industriellen Mittelstand – in den Branchen Metallwaren, Automotive-Zulieferer und Elektrotechnik – erleben wir keine Normalisierung, sondern eine Verschnaufpause inmitten eines strukturellen Umbaus, dessen Ende noch nicht absehbar ist.“

Stagnation seit 2019 – Ökonom zeichnet düsteres Bild

Ein besonders düsteres Bild der deutschen Wirtschaft zeichnet Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Makroökonomie am Institut der deutschen Wirtschaft Köln. „Erschreckend“ sei die Lage der Industrie: Nur gut 14 Prozent der Unternehmen berichteten von einer besseren Geschäftslage als vor einem Jahr, knapp 43 Prozent hingegen von einer Verschlechterung. Deutschland befinde sich in der längsten Phase negativer Unternehmenserwartungen seit zwanzig Jahren und 2026 werde ein weiteres Glied in einer seit 2019 anhaltenden Stagnationskette.

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Exklusiv: Bei Galeria brennt es lichterloh https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/bei-galeria-brennt-es-lichterloh-242786/ Wed, 13 May 2026 10:54:52 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242786 Galeria braucht dringend frisches Geld. Foto: Claudia Nass - stock.adobe.com

Kein Geld, keine Strategie: Galeria steckt zwischen Bestellstopp, gerissenen Covenants und einer knappen Finanzierungsoption fest – und die wenigen Sicherheiten sollen längst unter Gläubigern aufgeteilt sein.

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Galeria braucht dringend frisches Geld. Foto: Claudia Nass - stock.adobe.com

Kein Geld, keine Strategie: Galeria steckt zwischen Bestellstopp, gerissenen Covenants und einer knappen Finanzierungsoption fest – und die wenigen Sicherheiten sollen längst unter Gläubigern aufgeteilt sein.

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Glasfaser-Markt: Die 27-Milliarden-Euro-Zeitbombe https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/glasfaser-markt-die-27-milliarden-euro-zeitbombe-242330/ Thu, 07 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242330 Die Vermarktung von teuer bereitgestellten Glasfaseranschlüssen ist bei vielen Anbietern deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Foto: Degimages - stock.adobe.com

Der Glasfaserausbau steckt in der Krise und die Finanzierungsmodelle geraten unter Druck. Besonders der Fall Deutsche Glasfaser sorgt für Aufsehen. Was das für Kreditgeber und Investoren bedeutet.

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Die Vermarktung von teuer bereitgestellten Glasfaseranschlüssen ist bei vielen Anbietern deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Foto: Degimages - stock.adobe.com

Der Glasfaserausbau steckt in der Krise und die Finanzierungsmodelle geraten unter Druck. Besonders der Fall Deutsche Glasfaser sorgt für Aufsehen. Was das für Kreditgeber und Investoren bedeutet.

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Deutsche Glasfaser: Einigung im Refinanzierungsdrama ist in Sicht https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/deutsche-glasfaser-einigung-im-refinanzierungsdrama-ist-in-sicht-241510/ Wed, 22 Apr 2026 14:27:20 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241510 Die Deutsche Glasfaser soll gerettet werden. Foto: fottoo – stock.adobe.com

7 Milliarden Euro Schulden, 40 Gläubiger, monatelange Hängepartie – jetzt soll die Deutsche Glasfaser gerettet werden. Doch das Paket ist eng kalkuliert.

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Die Deutsche Glasfaser soll gerettet werden. Foto: fottoo – stock.adobe.com

7 Milliarden Euro Schulden, 40 Gläubiger, monatelange Hängepartie – jetzt soll die Deutsche Glasfaser gerettet werden. Doch das Paket ist eng kalkuliert.

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Die Big Four im Sanierungsfieber https://www.finance-magazin.de/banking-berater/big-four/die-big-four-im-sanierungsfieber-240950/ Tue, 21 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=240950 Die Big-Four-Häuser sind im Restrukturierungsmarkt unterschiedlich stark aufgestellt. Foto: Deloitte, MOZCO Mat Szymański - stock.adobe.com, Ricochet64 - stock.adobe.com, Stasys - stock.adobe.com, Montage: FINANCE

Angesichts anhaltend hoher Krisenfälle investieren KPMG, Deloitte, EY und PwC massiv in ihre Restrukturierungseinheiten. Wer verzeichnet das stärkste Wachstum – und welches Haus berät die meisten Fälle?

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Die Big-Four-Häuser sind im Restrukturierungsmarkt unterschiedlich stark aufgestellt. Foto: Deloitte, MOZCO Mat Szymański - stock.adobe.com, Ricochet64 - stock.adobe.com, Stasys - stock.adobe.com, Montage: FINANCE

Angesichts anhaltend hoher Krisenfälle investieren KPMG, Deloitte, EY und PwC massiv in ihre Restrukturierungseinheiten. Wer verzeichnet das stärkste Wachstum – und welches Haus berät die meisten Fälle?

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Baywa-Sanierung steht auf der Kippe https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/baywa-sanierung-steht-auf-der-kippe-2-238439/ Wed, 11 Mar 2026 16:09:57 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=238439 Baywa gilt als der komplexeste Sanierungsfall seit Jahren. Jetzt muss das Sanierungskonzept angepasst werden. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Die Sanierung von Baywa wackelt. Die jüngste Hiobsbotschaft betrifft die Energietochter Baywa Re. Wie kann es weitergehen und wie lange spielen Banken und Eigner noch mit? Eine FINANCE-Recherche.

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Baywa gilt als der komplexeste Sanierungsfall seit Jahren. Jetzt muss das Sanierungskonzept angepasst werden. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Die Sanierung von Baywa wackelt. Die jüngste Hiobsbotschaft betrifft die Energietochter Baywa Re. Wie kann es weitergehen und wie lange spielen Banken und Eigner noch mit? Eine FINANCE-Recherche.

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Großinsolvenzen: Mehr Anträge, weniger Rettungen https://www.finance-magazin.de/transformation/insolvenz/grossinsolvenzen-mehr-antraege-weniger-rettungen-237612/ Mon, 02 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=237612 2025 war mit 481 Großinsolvenzen das schwerste Jahr seit langem. Foto: Michael - stock.adobe.com

Die Insolvenzanträge von Großunternehmen haben im vierten Quartal 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Welche Branchen besonders betroffen sind und warum Sanierungen immer seltener gelingen, zeigt der neue Insolvenz-Report.

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2025 war mit 481 Großinsolvenzen das schwerste Jahr seit langem. Foto: Michael - stock.adobe.com

Die Insolvenzanträge von Großunternehmen haben im vierten Quartal 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Welche Branchen besonders betroffen sind und warum Sanierungen immer seltener gelingen, zeigt der neue Insolvenz-Report.

Dramatische Zuspitzung bei den Großinsolvenzen: Im vierten Quartal 2025 ist die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 Millionen Euro von 125 im Vorquartal auf 138 Fälle angestiegen. Das entspricht einem Plus von mehr als 10 Prozent – und ist der höchste Stand seit sieben Jahren. Gegenüber dem langfristigen Durchschnitt von 67 Fällen hat sich die Zahl damit nahezu verdoppelt. Im Gesamtjahr 2025 summierte sich die Zahl der Großinsolvenzen auf 481 – ein Anstieg von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das geht aus dem aktuellen Insolvenz-Report hervor, für den die Restrukturierungsberatung Falkensteg exklusiv für FINANCE die Großinsolvenzen von Unternehmen auswertet.

Info

Weitere Details zu den Insolvenzzahlen und ein Interview mit Thomas Oberle von SZA Schilling, Zutt & Anschütz finden Sie im aktuellen Insolvenz-Report.

Autohandel und Gesundheitswesen mit stärkstem Zuwachs

Für Automobilzulieferer ist die Lage nach wie vor besonders gravierend. Die Insolvenzzahlen sind von 13 auf 16 Fälle gestiegen. Noch drastischer trifft es den Autohandel: Hier kletterte die Zahl der Pleiten von fünf auf 13 Fälle und macht die Erosion des klassischen Vertriebsmodells unübersehbar.

Metallwarenhersteller führen trotz eines leichten Rückgangs von 22 auf 19 Fälle weiterhin die Branchenstatistik an. Auffällig ist zudem die Entwicklung im Gesundheitswesen, wo sich die Insolvenzen mit einem Anstieg von fünf auf zwölf Fälle mehr als verdoppelt haben. Lediglich die Elektrotechnik verzeichnet mit einem Rückgang von 16 auf 13 Fälle eine gewisse Entspannung. Besonders unter Druck stehen Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 50 und 99 Millionen Euro – ihre Insolvenzzahlen stiegen um 26 Prozent von 19 auf 24 Fälle.

„Die Insolvenzwelle rollt quer durch zentrale Kernsektoren – und sie hat ihren Scheitelpunkt vermutlich noch nicht erreicht“, sagt Jonas Eckhardt, Studienautor und Partner bei der Unternehmensberatung Falkensteg. „Wir sehen keinen Ausreißer mehr, sondern den Übergang in eine neue Krisenphase, die die Wirtschaft in ihrer Breite erwischt hat.“

Sanierungschancen brechen dramatisch ein

Bei den Verfahrenslösungen trübt sich das Bild erheblich ein: Im vierten Quartal wurden nur noch 64 Verfahren beendet – ein Rückgang von 29 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Noch besorgniserregender ist der Einbruch bei den erfolgreichen Sanierungen: Die Zahl der positiven Lösungen fiel von 56 auf 34, ein Minus von 39 Prozent. Distressed-M&A-Transaktionen in Form von Asset Deals gingen von 41 auf 29 Fälle zurück. Noch drastischer war der Rückgang bei Insolvenzplänen: Nur noch fünf Unternehmen konnten auf diesem Weg fortgeführt werden, nach 15 Fällen im Vorquartal.

Thomas Oberle, Partner der Kanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz, sieht darin vor allem strukturelle Ursachen: Viele Unternehmen stellten den Insolvenzantrag zu spät, wenn die operative Substanz bereits weitgehend aufgezehrt sei. Hinzu komme ein verbreitet schwaches Controlling – häufig wüssten insolvente Unternehmen nicht, mit welchen Produkten oder Kunden sie tatsächlich Geld verdienen. Auch das nachlassende Interesse internationaler Investoren verschärfe die Lage: „Diese Haltung trifft uns bei Distressed Deals in der Insolvenzpraxis unmittelbar“, so Oberle.

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