Falk Sinß, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/falk-sinss/ für kluge Finanzentscheidungen Thu, 11 Jun 2026 06:52:19 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Rechenzentren: „Das ist aus Cashflow-Sicht attraktiver“ https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/digitalisierung/rechenzentren-das-ist-aus-cashflow-sicht-attraktiver-243151/ Wed, 10 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=243151 Beate Schneider ist Functional Head Infrastructure bei der DAL Deutsche Anlagen-Leasing. Foto: DAL Deutsche Anlagen-Leasing

Der Wunsch nach Datensouveränität befeuert den Bau von Rechenzentren in Deutschland. Milliardeninvestitionen treffen auf komplexe Finanzierungen und physische Grenzen, wie Beate Schneider von DAL erklärt.

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Beate Schneider ist Functional Head Infrastructure bei der DAL Deutsche Anlagen-Leasing. Foto: DAL Deutsche Anlagen-Leasing

Der Wunsch nach Datensouveränität befeuert den Bau von Rechenzentren in Deutschland. Milliardeninvestitionen treffen auf komplexe Finanzierungen und physische Grenzen, wie Beate Schneider von DAL erklärt.

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Exklusiv: Apas ermittelt gegen Deloitte im Deka-Bilanzfall https://www.finance-magazin.de/banking-berater/wirtschaftspruefer/exklusiv-apas-ermittelt-gegen-deloitte-im-deka-bilanzfall-244790/ Tue, 09 Jun 2026 15:58:23 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244790 Die Apas hat in Folge des Deka-Bilanzfalls ein Vorermittlungsverfahren gegen Deloitte eingeleitet. Foto: JHVEPhoto - stock.adobe.com

Die Bafin untersucht die Bilanzierung eines 478-Millionen-Euro-Steueranspruchs im Deka-Konzernabschluss. Das hat nun ein Nachspiel für den Abschlussprüfer Deloitte.

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Die Apas hat in Folge des Deka-Bilanzfalls ein Vorermittlungsverfahren gegen Deloitte eingeleitet. Foto: JHVEPhoto - stock.adobe.com

Die Bafin untersucht die Bilanzierung eines 478-Millionen-Euro-Steueranspruchs im Deka-Konzernabschluss. Das hat nun ein Nachspiel für den Abschlussprüfer Deloitte.

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Gerresheimer: Zwischen Bilanzchaos und Sanierungsdruck https://www.finance-magazin.de/transformation/bilanzskandale/gerresheimer-zwischen-bilanzchaos-und-sanierungsdruck-242744/ Thu, 21 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242744 Gerresheimer ist zurzeit in der größten Krise der vergangenen Jahre. Foto: piter2121 - stock.adobe.com

Fehlerhafte Bilanzen, eine forensische Prüfung und der drohende Bruch von
Kreditlinien: Der Verpackungshersteller Gerresheimer kämpft an allen Fronten.
Die Aufarbeitung hat gerade erst begonnen.

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Gerresheimer ist zurzeit in der größten Krise der vergangenen Jahre. Foto: piter2121 - stock.adobe.com

Fehlerhafte Bilanzen, eine forensische Prüfung und der drohende Bruch von
Kreditlinien: Der Verpackungshersteller Gerresheimer kämpft an allen Fronten.
Die Aufarbeitung hat gerade erst begonnen.

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Herber Rückschlag für Varta-Sanierung https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/herber-rueckschlag-fuer-varta-sanierung-243097/ Tue, 19 May 2026 12:07:42 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=243097 Nächster Rückschlag für Varta: Ein Ankerkunde steigt aus mit dramatischen Folgen für den Standort Nördlingen. Foto: Timon - stock.aobe.com

Varta verliert seinen Ankerkunden Apple und muss erneut Stellen streichen. FINANCE-Informationen zufolge hat das auch Folgen für das Sanierungskonzept des kriselnden Batterieherstellers.

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Nächster Rückschlag für Varta: Ein Ankerkunde steigt aus mit dramatischen Folgen für den Standort Nördlingen. Foto: Timon - stock.aobe.com

Varta verliert seinen Ankerkunden Apple und muss erneut Stellen streichen. FINANCE-Informationen zufolge hat das auch Folgen für das Sanierungskonzept des kriselnden Batterieherstellers.

Nächste Hiobsbotschaft für Varta: Der kriselnde Batteriehersteller verliert mit seinen Ankerkunden für wiederaufladbare Knopfzellen, die in Kopfhörern oder Fitnessuhren zum Einsatz kommen, und muss daher am Standort Nördlingen rund 350 Arbeitsplätze abbauen. Bei dem Ankerkunden handelt es sich nach FINANCE-Informationen um Apple. Varta hatte in den vergangenen Jahren aufladbare Knopfzellen für die Airpods des Computerherstellers produziert.

Der Ankerkunde werde die bestehende Lieferantenbeziehung für die bisherigen Produkte noch bis Ende Oktober 2026 fortführen, teilt Varta mit. Die Varta Microbattery sei nicht mehr für die neue Produktreihe berücksichtigt worden. Damit entfalle für die hochspezialisierte Produktionseinheit in Nördlingen die wirtschaftliche Grundlage und die damit verbundenen Arbeitsplätze.

Einen Grund für das Ende der Geschäftsbeziehung nannte Varta nicht, aus gut informierten Kreisen ist jedoch zu hören, dass die Entscheidung vor allem preislicher Natur gewesen sei – sprich: Die Konkurrenz in Fernost produziert günstiger.

Varta aktualisiert Sanierungsplan

Varta betont jedoch, sich mit dieser Entscheidung nicht aus dem Bereich der Lithium-Ionen- und wiederaufladbaren Batterietechnologien zurückzuziehen. Diese blieben ein zentraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung. Entsprechende Aktivitäten und Kompetenzen würden an anderen Varta-Standorten weitergeführt und gezielt auf zukunftsfähige sowie wirtschaftlich tragfähige Anwendungen ausgerichtet.

Varta werde die nächsten Schritte verantwortungsvoll und im engen Dialog mit dem Betriebsrat vorbereiten; die übrigen Geschäftsbereiche in Ellwangen sollen von dieser Entwicklung weitgehend unberührt bleiben. Das Sanierungskonzept müsse jedoch aktualisiert werden, hat FINANCE aus gut informierten Kreisen erfahren. Die Details sind noch nicht bekannt. Das Sanierungskonzept von Varta beruhte im Kern auf drei Elementen: ein deutlicher Schuldenschnitt, ein Kapitalschnitt auf null und anschließender Rekapitalisierung durch neue Investoren. Ziel war es, die Verschuldung von rund 485 Millionen Euro auf etwa 200 bis 230 Millionen Euro zu senken und die Finanzierung bis Ende 2027 abzusichern.

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Varta: Ein vermeidbarer Absturz 

Der Batteriehersteller Varta will sich im Starug-Verfahren vor der Insolvenz retten. Soweit hätte es nicht kommen müssen.Mehr lesen

Erst im März hatte Varta am Standort Nördlingen den Abbau von 150 Stellen ankündigen müssen und dies laut der „Schwäbischen Zeitung“ mit „deutlich geringeren Absatzmengen sowie verschobenen Kundenprognosen, die zu einem Rückgang die Umsatz- und Produktionsvolumen geführt“ hätten, begründet. Jetzt der nächste Schlag.

Coinpower sorgte für Vartas Aufstieg und Fall

Mit dem Verlust des Kunden Apple endet eine Geschäftsbeziehung, die einerseits maßgeblich für Vartas Höhenflug an der Börse bis 2021 verantwortlich war, aber gleichzeitig auch den jähen Absturz verursacht hatte, der das Unternehmen fast in die Insolvenz geführt hatte.

Binnen weniger Jahre steigerte der Batteriehersteller aus dem baden-württembergischen Ellwangen den Umsatz auf mehr als 900 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2021, der Gewinn kletterte von knapp 10 Millionen Euro auf fast 120 Millionen Euro. Auf dem Höhepunkt des Booms, im Jahr 2021, notierte die Aktie auf einem Allzeithoch von 181 Euro.  

Varta baute den Standort Nördlingen aus und erhöhte massiv die Produktionskapazitäten auf 250 Millionen Lithium-Ion-Zellen pro Jahr, obwohl selbst im Aufschwung nie mehr als 135 Millionen Stück pro Jahr produziert wurden. Doch statt des erwarteten Booms musste Varta ein knappes Jahr nach Eröffnung des neuen Fabrikgebäudes in Nördlingen eine erste Gewinnwarnung aussprechen, weitere fünf sollten folgen. Apple hatte eine neue Generation an Airpods auf den Markt gebracht und schnell wurde deutlich, dass Varta den Technikkonzern aus Cupertino nicht mehr exklusiv beliefert. Der Aktienkurs liegt inzwischen nur noch bei rund 1,60 Euro.

Das Unternehmen schlitterte in eine existenzbedrohliche Krise, die durch einen Cyberangriff und weitere unglückliche Management-Entscheidungen verschärft wurde. Ein Starug-Verfahren und der Einstieg Porsches als weiterer Anteilseigner folgten.

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Cum-ex-Deals: Angriff auf den Rechtsstaat im Nadelstreifen https://www.finance-magazin.de/banking-berater/deutschland/cum-ex-deals-angriff-auf-den-rechtsstaat-im-nadelstreifen-243071/ Tue, 19 May 2026 10:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=243071 Anne Brorhilker sprach über Cum-Ex, Cum-Cum und die Macht der Finanzlobby. Foto: picture alliance / teutopress

100 Milliarden Euro Geldwäsche pro Jahr, immense Steuerverluste durch Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte – und ein Staat, der laut Anne Brorhilker überfordert wirkt und nicht entschlossen genug handelt.

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Anne Brorhilker sprach über Cum-Ex, Cum-Cum und die Macht der Finanzlobby. Foto: picture alliance / teutopress

100 Milliarden Euro Geldwäsche pro Jahr, immense Steuerverluste durch Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte – und ein Staat, der laut Anne Brorhilker überfordert wirkt und nicht entschlossen genug handelt.

Wenn Anne Brorhilker über Wirtschaftskriminalität spricht, hört der Finanzplatz aufmerksam zu. Kaum eine andere Juristin steht in Deutschland so sehr für die juristische Aufarbeitung der Cum-Ex- und Cum-Cum-Skandale wie die frühere Oberstaatsanwältin aus Köln. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch ihre Ermittlungen gegen Banken, Investoren und Finanzakteure, die den Staat mit hochkomplexen Aktiendeals um Milliarden brachten. 

In ihrem Vortrag vor Finanz- und Wirtschaftsjournalisten im Frankfurter Presse-Club machte Brorhilker deutlich: Die Dimension organisierter Finanzkriminalität werde bis heute massiv unterschätzt. Die Dunkelziffer liege nach ihrer Einschätzung bei mindestens 1:10. Gleichzeitig kursierten Schätzungen von rund 100 Milliarden Euro Geldwäsche pro Jahr allein in Deutschland. Zwar seien solche Zahlen naturgemäß schwer exakt zu belegen – doch gerade das sei typisch für Wirtschaftskriminalität: Ihre wahre Größenordnung bleibe oft im Verborgenen. 

„Es war kein Versehen – es war ein Geschäftsmodell“ 

Besonders deutlich widersprach Brorhilker der langen Zeit verbreiteten Erzählung, Cum-Ex-Geschäfte seien lediglich das Ergebnis einer „Gesetzeslücke“ gewesen. Tatsächlich, so ihre Argumentation, habe sich weltweit ein professionelles System sogenannter „Tax Trades“ etabliert – also Finanzgeschäfte mit dem Ziel, Steuern zu vermeiden oder sich mehrfach erstatten zu lassen. 

Cum-Ex und Cum-Cum seien dabei keine Randphänomene gewesen, sondern fest etablierte Geschäftsmodelle internationaler Finanzakteure. Während Cum-Ex vor allem über Finanzplätze wie London organisiert worden sei, habe Cum-Cum in Deutschland besonders tiefe Wurzeln geschlagen. 

Brorhilker betonte dabei einen entscheidenden Punkt: Cum-Cum-Geschäfte seien ihrer Auffassung nach nie legal gewesen. Dennoch habe sich die Branche über Jahre darauf verlassen können, dass politische und regulatorische Reaktionen entweder zu spät oder zu schwach ausfielen. 

Bereits in den 1990er-Jahren hätten erste Warnzeichen existiert, doch weder Börsenaufsicht noch Finanzverwaltung hätten das Ausmaß erkannt. Hinzu gekommen sei ein massiver Einfluss der Bankenlobby. Allein in Berlin seien hunderte Lobbyisten im Finanzsektor aktiv. Die Nähe zwischen Politik und Finanzbranche sei ein strukturelles Problem. 

Wenn der Staat gegen sich selbst arbeitet 

Besonders kritisch äußerte sich Brorhilker über den Umgang staatlicher Stellen mit Transparenz und Aufklärung. Teilweise seien Informationen unter Verweis auf mögliche „Imageschäden“ für Banken oder Institutionen zurückgehalten worden. Ein bemerkenswertes Staatsverständnis, so der implizite Vorwurf: Der Schutz des Bankensektors erscheine wichtiger als die Interessen der Steuerzahler. 

Auch innerhalb der Behörden sieht Brorhilker erhebliche strukturelle Defizite. Ermittlungen gegen internationale Finanznetzwerke seien im „Normalbetrieb“ deutscher Behörden kaum zu bewältigen. Sie seien nicht dafür aufgestellt, Wirtschafts- und Finanzkriminalität wirksam zu bekämpfen. Unklare Zuständigkeiten und eine mangelnde Kommunikation zwischen den Behörden, führten dazu, dass Wissen nicht geteilt werde.

Erschwert würde dies noch durch den Föderalismus und Parallelstrukturen in den einzelnen Bundesländern sowie eine Verwaltungskultur, der mehr an der Einhaltung fester Hierarchien und Gepflogenheiten gelegen sei statt einer Bekämpfung der Kriminalität. Es fehle zudem an Spezialisierung, Personal und Ausstattung sowie technischer Expertise.  

Die Folge: ein verschwindend geringes Entdeckungsrisiko bei gleichzeitig enormen Gewinnmöglichkeiten. Gerade deshalb seien Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte so attraktiv gewesen. Die Profite seien über Banken, Börsen und internationale Strukturen verteilt worden und hätten sich oft unauffällig in regulären Betriebsprüfungen verborgen. 

„Follow the Money“ – aber mit welchen Strukturen? 

Brorhilker plädierte deshalb für einen grundlegenden Umbau der Finanzkriminalitätsbekämpfung. Ihr Vorschlag: zentralisierte und hochspezialisierte Ermittlungsstrukturen ohne regionale Abhängigkeiten. Als Vorbilder nannte sie unter anderem die italienische Guardia di Finanza, in der Zoll-, Steuer- und Polizeikompetenzen gebündelt sind. 

Positiv bewertet sie die geplante europäische Geldwäschebehörde AMLA sowie Ansätze einer stärkeren Zentralisierung beim Zoll. Gleichzeitig warnte sie davor, Wirtschaftskriminalität weiterhin als Nebenschauplatz zu behandeln. 

Denn organisierte Finanzkriminalität funktioniere hochprofessionell, international vernetzt und mit enormer fachlicher Expertise. Staatliche Behörden hingegen seien häufig durch Hierarchien, Personalrotation und mangelnde Spezialisierung gelähmt. 

Besonders kritisch sieht Brorhilker Führungsebenen ohne ausreichende Fachkompetenz. In komplexen Verfahren entscheide oft nicht die operative Ebene aus Steuerfahndern oder Ermittlern über den Erfolg, sondern Managementstrukturen darüber, die Verfahren ausbremsten oder Risiken scheuten. 

Die Rolle der Öffentlichkeit 

Auffällig war Brorhilkers wiederholter Hinweis auf die Bedeutung öffentlicher Aufmerksamkeit. Medien und gesellschaftlicher Druck seien entscheidend gewesen, um die Ermittlungen gegen Cum-Ex-Netzwerke überhaupt dauerhaft voranzutreiben. „Kontrolle durch Öffentlichkeit nervt mehr, als man denkt“, ließ sie durchblicken. 

Gleichzeitig warnte sie davor, Wirtschaftskriminalität als abstraktes Delikt ohne unmittelbare Opfer zu betrachten. Die Schäden seien real – für Steuerzahler, für staatliche Handlungsfähigkeit und letztlich für das Vertrauen in demokratische Institutionen. Denn wenn milliardenschwere Steuertricks trotz klarer Warnsignale jahrelang möglich bleiben, entstehe ein gefährlicher Eindruck: dass Regeln nicht für alle gleichermaßen gelten. 

Cum-Cum: Der nächste große Konflikt 

Während viele Cum-Ex-Verfahren inzwischen juristisch aufgearbeitet werden, sieht Brorhilker bei Cum-Cum noch erheblich größeren Widerstand. Der Kreis der beteiligten Akteure sei breiter: Neben Banken seien teilweise auch Stiftungen, kommunale Institute oder andere institutionelle Anleger involviert gewesen. Genau deshalb sei die politische und wirtschaftliche Brisanz besonders hoch. 

Der Vortrag machte deutlich: Die Aufarbeitung von Cum-Ex war möglicherweise erst der Anfang. Die eigentliche Belastungsprobe für Politik, Finanzaufsicht und Justiz könnte erst noch bevorstehen. Und genau darin lag die eigentliche Sprengkraft dieses Abends. 

]]> Tax- und Audit-News: WPK setzt Private Equity Grenzen https://www.finance-magazin.de/banking-berater/big-four/tax-und-audit-news-wpk-setzt-private-equity-grenzen-242830/ Tue, 19 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242830 Die wichtigsten Tax- und Audit-News. Foto: ntinai - stock.adobe.com

Die Wirtschaftsprüferkammer setzt Finanzinvestoren klare Grenzen, das IDW fordert Nachbesserungen an der CSRD-Umsetzung und KI erobert die Steuerfunktion – die wichtigsten Tax- und Audit-News.

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Die Wirtschaftsprüferkammer setzt Finanzinvestoren klare Grenzen, das IDW fordert Nachbesserungen an der CSRD-Umsetzung und KI erobert die Steuerfunktion – die wichtigsten Tax- und Audit-News.

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BDO knackt halbe Milliarde Euro Umsatz https://www.finance-magazin.de/banking-berater/next-seven/bdo-knackt-halbe-milliarde-euro-umsatz-242983/ Mon, 18 May 2026 13:52:20 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242983 BDO hat einen Rekordumsatz erzielt und stellt sich auf schwierige Jahre ein. Foto: JHVEPhoto - stock..adobe.com

Das Next-Seven-Haus BDO wächst in allen Geschäftsbereichen und erzielt erstmals mehr als 500 Millionen Euro Umsatz. Doch hat es gereicht, um RSM Ebner Stolz als erster Verfolger der Big Four abzulösen?

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BDO hat einen Rekordumsatz erzielt und stellt sich auf schwierige Jahre ein. Foto: JHVEPhoto - stock..adobe.com

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Steuerberater: Diese Beteiligungsalternativen hat Private Equity https://www.finance-magazin.de/banking-berater/private-equity/steuerberater-diese-beteiligungsalternativen-hat-private-equity-242547/ Tue, 12 May 2026 07:28:05 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242547 Private Equity bieten sich Beteiligungsalternative zu den mittelbaren Beteiligungen. Foto: WoGi - stock.adobe.com

Selbst wenn das Fremdbesitzverbot doch noch verschärft werden sollte, gibt es für Private Equity weiterhin Möglichkeiten, legal bei Steuerberatungen einzusteigen. Zwei Alternativen kristallisieren sich heraus.

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Private Equity bieten sich Beteiligungsalternative zu den mittelbaren Beteiligungen. Foto: WoGi - stock.adobe.com

Selbst wenn das Fremdbesitzverbot doch noch verschärft werden sollte, gibt es für Private Equity weiterhin Möglichkeiten, legal bei Steuerberatungen einzusteigen. Zwei Alternativen kristallisieren sich heraus.

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PE bei Steuerberatern: Ein Verbot wäre ohnehin ins Leere gelaufen https://www.finance-magazin.de/banking-berater/private-equity/pe-bei-steuerberatern-ein-verbot-waere-ohnehin-ins-leere-gelaufen-242652/ Tue, 12 May 2026 07:26:59 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242652 Die Ablehnung der Änderung des Steuerberatergesetzes verschafft eine Atempause, die für die Kompromissfindung genutzt werden sollte. Foto: Webnique - stock.abobe.com

Das Vorhaben, Investoren aus dem Steuerberatermarkt fernzuhalten, ist gescheitert – vorerst. Die Beteiligten sollten die Atempause jetzt dringend nutzen, um einen wirksamen Regulierungsrahmen zu schaffen.

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Die Ablehnung der Änderung des Steuerberatergesetzes verschafft eine Atempause, die für die Kompromissfindung genutzt werden sollte. Foto: Webnique - stock.abobe.com

Das Vorhaben, Investoren aus dem Steuerberatermarkt fernzuhalten, ist gescheitert – vorerst. Die Beteiligten sollten die Atempause jetzt dringend nutzen, um einen wirksamen Regulierungsrahmen zu schaffen.

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Private Equity darf weiter bei Steuerberatern einsteigen – vorerst https://www.finance-magazin.de/banking-berater/private-equity/private-equity-darf-weiter-bei-steuerberatern-einsteigen-vorerst-242627/ Mon, 11 May 2026 13:36:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242627 Der Bundesrat lehnt eine Änderung des Steuerberatungsgesetzes ab. Bild: Ardan Fuessmann - stock.adobe.com

Der Bundesrat lehnt die Änderung des Steuerberatungsgesetzes ab. Grund dafür ist die Entlastungsprämie für Arbeitnehmer. Finanzinvestoren dürfen sich weiterhin an Steuerberatungen beteiligen.

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Der Bundesrat lehnt eine Änderung des Steuerberatungsgesetzes ab. Bild: Ardan Fuessmann - stock.adobe.com

Der Bundesrat lehnt die Änderung des Steuerberatungsgesetzes ab. Grund dafür ist die Entlastungsprämie für Arbeitnehmer. Finanzinvestoren dürfen sich weiterhin an Steuerberatungen beteiligen.

Die geplante Verschärfung des Fremdbesitzverbots für Steuerberatungen kommt vorerst nicht. Der Bundesrat hat die Änderung des Steuerberatungsgesetzes in seiner Sitzung am Freitag abgelehnt. Private Equity kann sich damit weiterhin über mittelbare Beteiligungen bei Steuerkanzleien einkaufen.

Grund für den Sinneswandel ist allerdings keine neuentdeckte Zuneigung der Länderkammer für Investoren, sondern die Entlastungsprämie von 1.000 Euro für Arbeitnehmer, die vom Bundestag mit Blick auf die durch den Irankonflikt gestiegenen Lebenshaltungskosten noch kurzfristig in den Gesetzentwurf aufgenommen worden war. Die fehlende Gegenfinanzierung hätte für Länder und Kommunen aber geringere Steuereinnahmen bedeutet, weshalb sie das Gesetz schließlich doch ablehnten.

Einjährige Diskussion ging dem Gesetz voraus

Der Entscheidung des Bundesrates war eine fast einjährige Diskussion um das Fremdbesitzverbot vorausgegangen. Das Bundesfinanzministerium war für eine Verschärfung und hatte einen entsprechenden Passus in den Gesetzesentwurf aufgenommen. Das Bundeswirtschaftsministerium lehnte sie ab. Nach langen Diskussionen innerhalb der Koalition entschied sich die Bundesregierung schließlich gegen eine Verschärfung des Fremdbesitzverbots bei Steuerberatungen.

Der Bundesrat sah das anders und plädierte dafür. Dieser Antrag fand dann im Finanzausschuss des Bundestags eine Mehrheit und so stimmte der Bundestag am 24. April schließlich für den Entwurf und damit für einen Ausschluss von Finanzinvestoren. Aufgrund der kurzfristig eingefügten Entlastungsprämie lehnte der Bundesrat das Gesetz schließlich doch ab.

Um das Vorhaben doch noch umzusetzen, können Bundesregierung und Bundestag nun den Vermittlungsausschuss anrufen. Er hat die Aufgabe, bei Differenzen zwischen Bundestag und Bundesrat einen Kompromiss zu finden. Eine Verschärfung des Fremdbesitzverbots bei Steuerberatungen und damit der Ausschluss von Private Equity ist damit noch nicht endgültig vom Tisch, aber er verzögert sich.

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