Frederic Haupt, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/hfreddy/ für kluge Finanzentscheidungen Tue, 05 May 2026 12:15:16 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Wenn KI die Juniorarbeit übernimmt: Die neue Realität im M&A-Einstieg https://www.finance-magazin.de/deals/ma/die-pyramide-broeckelt-wie-ki-den-ma-einstieg-neu-definiert-241761/ Mon, 04 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241761 Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr typische Juniorarbeit im M&A-Business. Foto: LadadikArt - adobe.stock.com

KI übernimmt die Aufgaben, an denen Berufseinsteiger früher ihr Handwerk lernten. Was das für den M&A-Einstieg bedeutet und welche Skills jetzt wirklich zählen.

]]>
Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr typische Juniorarbeit im M&A-Business. Foto: LadadikArt - adobe.stock.com

KI übernimmt die Aufgaben, an denen Berufseinsteiger früher ihr Handwerk lernten. Was das für den M&A-Einstieg bedeutet und welche Skills jetzt wirklich zählen.

]]>
HCOB ernennt neuen Leiter Project Finance & Corporates https://www.finance-magazin.de/banking-berater/banker-wechsel/hcob-ernennt-neuen-leiter-project-finance-corporates-242036/ Thu, 30 Apr 2026 09:23:27 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242036 Nach mehr als 30 Jahren bei der Unicredit wechselt Herbert Woisetschläger zur HCOB. Foto: HCOB

Die HCOB verstärkt ihr Firmenkundengeschäft und holt Herbert Woisetschläger als Leiter Project Finance & Corporates an Bord. Er folgt auf Jens Thiele, der den Posten interimistisch innehatte.

]]>
Nach mehr als 30 Jahren bei der Unicredit wechselt Herbert Woisetschläger zur HCOB. Foto: HCOB

Die HCOB verstärkt ihr Firmenkundengeschäft und holt Herbert Woisetschläger als Leiter Project Finance & Corporates an Bord. Er folgt auf Jens Thiele, der den Posten interimistisch innehatte.

Die Hamburg Commercial Bank (HCOB) stellt ihre Führung im Firmenkundengeschäft neu auf und holt dafür einen neuen Leiter für den Bereich Project Finance & Corporates an Bord. Herbert Woisetschläger übernimmt den Posten zum 1. Mai, wie das Hamburger Finanzinstitut am heutigen Donnerstag mitteilte. Er folgt auf Chief Investment Officer Jens Thiele, der die Geschäftsfelder seit August 2021 leitet und diese nach seinem Eintritt in den Vorstand im vergangenen Oktober interimistisch weitergeführt hat.

Nach mehr als 30 Jahren bei der Unicredit wechselt Herbert Woisetschläger zur HCOB. Foto: HCOB

Sein Nachfolger Woisetschläger bringt langjährige Erfahrung mit. Der 55-Jährige war rund 30 Jahre für die Unicredit und deren Vorgängerinstitute tätig. In dieser Zeit bekleidete er verschiedenste Rollen. So war er unter anderem als Co-Head of Leveraged-, Project-, Aircraft- & Commodity Finance sowie als Head of PPM Germany aktiv. Zuletzt verantwortete Woisetschläger als Head of Large Credit Underwriting das Großkundenportfolio der Unicredit. Im März 2026 schied er bei der italienischen Großbank aus.

HCOB setzt auf das Firmenkundengeschäft

Woisetschläger übernimmt bei der HCOB einen gut aufgestellten Geschäftsbereich. Die Bank hatte sich im vergangenen Jahr dazu entschieden, einen größeren Fokus auf deutsche und europäische Unternehmenskunden, Projekt- und Schiffsfinanzierungen in Europa sowie das Immobiliengeschäft in Deutschland zu legen. Aus den Bereichen International Real Estate, Global Aviation sowie Teilen des Structured-Finance-Geschäfts wollen sich die Hanseaten derweil zurückziehen. Das verkündete die HCOB im vergangenen August verlauten ließ.  

Das hat sich zuletzt auch in der Bilanz der Bank bemerkbar gemacht. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete die HCOB einen Gesamtertrag von 743 Millionen Euro – rund 40 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Als Hauptgrund nennt das Institut das bewusst reduzierte Bilanzvolumen. Auf den Bereich Project Finance entfielen dabei 125 Millionen Euro (Vorjahr: 107 Millionen Euro). Im Firmenkundengeschäft verzeichnete die HCOB hingegen einen leichten Rückgang von 239 Millionen Euro auf 231 Millionen Euro.

]]>
M&A-Deals: Bertelsmann, Personio, TK Elevator https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-bertelsmann-personio-tk-elevator-241951/ Thu, 30 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241951 Die Musiktochter BMG von Bertelsmann fusioniert mit dem US-Rivalen Concord. Foto: nmann77 -stock.adobe.com

Bertelsmann baut sein Musikgeschäft aus, Personio kauft KI-Expertise ein und Kone will im zweiten Anlauf TK Elevator übernehmen: die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

]]>
Die Musiktochter BMG von Bertelsmann fusioniert mit dem US-Rivalen Concord. Foto: nmann77 -stock.adobe.com

Bertelsmann baut sein Musikgeschäft aus, Personio kauft KI-Expertise ein und Kone will im zweiten Anlauf TK Elevator übernehmen: die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Bertelsmann formt Musik-Champion mit Concord

Der nächste Milliarden-Deal mit deutscher Beteiligung bahnt sich an: Bertelsmann plant, seine Musiktochter BMG mit dem US-Rivalen Concord zu fusionieren. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen BMG. Die bisherigen Concord-Eigner unter dem Dach von Great Mountain Partners übernehmen 33 Prozent und erhalten zusätzlich eine einmalige Barzahlung von 1,16 Milliarden US-Dollar. Als Pro-forma-Zahlen für die fusionierten Musikgeschäfte nennen die Partner für 2026 einen Jahresumsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar und ein Ebitda von 730 Millionen US-Dollar.

Bertelsmann verankert damit ein weiteres Standbein neben seinen Geschäftsbereichen TV, Buch, Services und Bildung. Strategisch setzt der Konzern auf Skaleneffekte und IP-getriebene Geschäftsmodelle: BMG und Concord bündeln Kataloge, Verwaltung sowie Vermarktung und sollen sich als große Independent-Plattform zwischen Major-Labels und Nischenanbietern positionieren. Hauptsitz soll Nashville werden, europäischer Hub bleibt Berlin.

Für Bertelsmann zahlt der Deal zudem direkt auf die Wachstumsagenda ein. Der Konzern stärkt damit seine Präsenz im wichtigsten Musikmarkt USA und erhöht den Anteil wiederkehrender, katalogbasierter Erlöse. Mittelfristig peilt Bertelsmann für das kombinierte Musikgeschäft ein Ebitda von 1,2 Milliarden US-Dollar an.

Personio schnappt sich Recruiting-KI von Aurio

Personio übernimmt das Münchner Recruiting-KI-Startup Aurio und baut damit seine KI-Funktionen im Recruiting aus. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Das Aurio-Team wechselt in die Produkt-, Engineering- und Design-Organisation von Personio. Aurio liefert agentenbasierte KI für zentrale Recruiting-Workflows, vor allem für Kandidatensuche und Vorauswahl: Profile sollen automatisch identifiziert, Bewerbungen bewertet und priorisiert werden. Erste Funktionen aus der Integration will Personio noch im laufenden Jahr ausspielen.

Der Zukauf fällt in eine Phase, in der Personio den Fokus auf Effizienz und Profitabilität legt. Das Unternehmen meldet sein erstes profitables Quartal und verweist auf 16.000 Kunden mit 1,5 Millionen Mitarbeitenden.

Kone greift nach TK Elevator

Eignerwechsel bei TK Elevator (TKE): Der finnische Aufzughersteller Kone übernimmt von einem Konsortium unter Führung der Private-Equity-Gesellschaften Advent und Cinven den deutschen Mitbewerber TKE. Die Gegenleistung soll aus Cash und Kone-Aktien bestehen. Die Vereinbarung impliziert für TKE eine Unternehmensbewertung von 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden. Auf Pro-forma-Basis käme das kombinierte Unternehmen auf rund 20,5 Milliarden Euro Umsatz, ein bereinigtes Ebit von mehr als 2,7 Milliarden Euro und einen Wartungsbestand von rund 3,2 Millionen Einheiten. Das Closing erwartet Kone frühestens im zweiten Quartal 2027, vorbehaltlich behördlicher Freigaben und der Zustimmung der Kone-Aktionäre.

Kone und TKE kombinieren komplementäre regionale Aufstellungen und planen, Service und Modernisierung weiter in den Mittelpunkt zu rücken. Rund 65 Prozent des Pro-forma-Umsatzes stammen aus Service und Modernisierung. Die Parteien stellen jährliche Synergien von rund 700 Millionen Euro in Aussicht. Hebel sollen eine höhere Dichte der Servicenetzwerke, eine stärkere gemeinsame F&E, Plattform-Optimierung, Einkauf sowie Einsparungen bei Vertrieb und Verwaltung sein. Advent und Cinven sichern sich über ihre Holding das Recht, nach Closing zwei Board-Mitglieder zu benennen, darunter den stellvertretenden Vorsitzenden.

Mehr zum Thema

Kone greift erneut nach Aufzugbauer TK Elevator

FINANCE+Der finnische Aufzugkonzern Kone will seinen deutschen Rivalen TK Elevator für 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden übernehmen. Es ist bereits der zweite Anlauf.Mehr lesen

Weitere M&A-Deals

Dem Zalando-Gründer Christoph Gerber gelingt ein erneuter Millionenexit: Der niederländische Paymentanbieter Adyen übernimmt für 750 Millionen Euro 100 Prozent der Anteile an der Berliner Plattform Talon.One für Kundenbindung und Incentives. Die Talon.One-Gründer Christoph Gerber und Sebastian Haas reinvestieren einen signifikanten Teil ihrer Erlöse in Adyen-Aktien. Der Zahlungsdienstleister baut damit sein Angebot rund um datengetriebene Commerce-Funktionen aus und will Händler stärker an die eigene Plattform binden. Beraten wurde Adyen von Hengeler Mueller im integrierten Team mit De Brauw Blackstone Westbroek.

Betzemeier Automotive Software kauft die IT-Tochter Midata Service von der zur Santander-Gruppe gehörenden MCE Bank. Der Käufer erweitert damit sein Portfolio um ein etabliertes Dealer-Management-System sowie IT-Dienstleistungen für Autohäuser und Werkstätten. Midata soll eigenständig bleiben und vom bestehenden Management weitergeführt werden. Die MCE Bank ließ sich von Dentons beraten.

Das britische Verteidigungs-Startup Kraken Technology Group hat ein Joint Venture mit dem Schiffbauunternehmen NVL Group geschlossen, das seit März zum Rüstungskonzern Rheinmetall gehört. Ziel der Partnerschaft ist der Ausbau des Plattformportfolios für militärische und zivile Anwendungen. Die Briten wurden bei dem Deal rechtlich von Clifford Chance beraten.

Die Boettger Gruppe, ein Lieferant für die Lebensmittelindustrie, hat BG Labs, einen kolumbianischen Produkthersteller von medizinischem Cannabis, an einen amerikanischen Investor veräußert. Die Unternehmensgruppe hat sich dazu entschieden, dieses Geschäftsfeld nicht weiterzuentwickeln, weshalb man sich für einen Verkauf entschieden hat. Boettger wurde bei der Transaktion von Proventis Partners beraten.

Blick in den M&A-Markt

Handelskonflikte setzen dem DACH-M&A-Markt stärker zu als Zinsen und Konjunktur. Das zeigt die dritte Ausgabe des „Dealcircle M&A Pulse”, einer regelmäßigen Umfrage unter M&A-Professionals aus Beratung, Private Equity und dem strategischen Käuferumfeld im deutschsprachigen Raum. 66 Prozent der Befragten nennen internationale Handels- und Zollkonflikte als größten Belastungsfaktor – besonders in exportlastigen Branchen wie Automotive, Maschinenbau und Chemie. Gleichzeitig bleiben „Broken Deals“ ein Thema: 58 Prozent verweisen auf Ergebnisabweichungen als häufigsten Abbruchgrund, 54 Prozent auf anhaltende Kaufpreislücken.

Strukturell bleibt das Angebot robust, 91 Prozent der Teilnehmer nennen Nachfolge als zentralen Verkaufsgrund. Auf der Käuferseite dominieren strategische Käufer aus Deutschland mit 63,5 Prozent, während Private-Equity-Investoren durch langen Exit-Stau und gebundenes Kapital ausgebremst werden. Der Engpass bleibt die Finanzierung: Nur 3 Prozent erwarten eine steigende Bereitschaft der Banken, 90 Prozent der Deals werden laut Umfrage mit maximal dem vierfachen Ebitda finanziert. Trotz hoher Risikoaversion (70 Prozent) rechnet eine Mehrheit mit einer Belebung: 62,2 Prozent erwarten steigende Transaktionszahlen in den nächsten zwölf Monaten.

Info

Sie haben auch von Deals, Personalien oder sonstigen spannenden Gerüchten aus der deutschen M&A-Szene gehört? Dann schreiben Sie uns gerne an frederic.haupt[at]finance-magazin.de

]]>
Investor Relations von Dax-Konzernen versagen im KI-Stresstest https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/investor-relations/investor-relations-von-dax-konzernen-versagen-im-ki-stresstest-241716/ Wed, 29 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241716 Kein Treffer: Deutschlands börsennotierte Unternehmen verfehlen im KI-Readiness-Test die Zielmarke. Foto: Diki - stock.adobe.com

Für Menschen gut lesbar, für Maschinen unsichtbar: Deutschlands IR-Webseiten haben ein strukturelles Problem. Was bedeutet das für CFOs und wie lässt sich das Problem lösen?

]]>
Kein Treffer: Deutschlands börsennotierte Unternehmen verfehlen im KI-Readiness-Test die Zielmarke. Foto: Diki - stock.adobe.com

Für Menschen gut lesbar, für Maschinen unsichtbar: Deutschlands IR-Webseiten haben ein strukturelles Problem. Was bedeutet das für CFOs und wie lässt sich das Problem lösen?

]]>
Das plant Bridgepoint mit IC Consult https://www.finance-magazin.de/deals/private-equity/das-plant-bridgepoint-mit-ic-consult-241824/ Tue, 28 Apr 2026 09:05:37 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241824 Vom Frankfurter Standort aus hat Bridgepoint den Deal um IC Consult eingetütet und stellt nun die Weichen für die Zukunft des Cybersecurity-Unternehmens. Foto: helmutvogler - stock.adobe.com 

Unter Carlyle wurde IC Consult vom DACH-Spezialisten zum globalen Marktführer. Jetzt schnappt sich Bridgepoint die Münchener und will das Wachstumstempo von 20 Prozent pro Jahr halten.

]]>
Vom Frankfurter Standort aus hat Bridgepoint den Deal um IC Consult eingetütet und stellt nun die Weichen für die Zukunft des Cybersecurity-Unternehmens. Foto: helmutvogler - stock.adobe.com 

Unter Carlyle wurde IC Consult vom DACH-Spezialisten zum globalen Marktführer. Jetzt schnappt sich Bridgepoint die Münchener und will das Wachstumstempo von 20 Prozent pro Jahr halten.

]]>
Das plant Bridgepoint mit IC Consult https://www.finance-magazin.de/finance-multiples/blog/ma-news/das-plant-bridgepoint-mit-ic-consult-2-242247/ Tue, 28 Apr 2026 09:05:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242247 Foto: helmutvogler - stock.adobe.com

Unter Carlyle wurde IC Consult vom DACH-Spezialisten zum globalen Marktführer. Jetzt schnappt sich Bridgepoint die Münchener und will das Wachstumstempo von 20 Prozent pro Jahr halten.

]]>
Foto: helmutvogler - stock.adobe.com

Unter Carlyle wurde IC Consult vom DACH-Spezialisten zum globalen Marktführer. Jetzt schnappt sich Bridgepoint die Münchener und will das Wachstumstempo von 20 Prozent pro Jahr halten.

Bridgepoint baut sein Cybersecurity-Portfolio weiter aus: Der Finanzinvestor beteiligt sich mehrheitlich an IC Consult, einem herstellerunabhängigen Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Identity Security mit Hauptsitz in München. Verkäufer ist das US-amerikanische-Private-Equity-Haus Carlyle, das damit einen Exit vollzieht.

]]>
Bank of America stellt neuen Deutschlandchef vor https://www.finance-magazin.de/banking-berater/banker-wechsel/bank-of-america-stellt-neuen-deutschlandchef-241753/ Mon, 27 Apr 2026 09:25:39 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241753 Mit Peter Kollmann kehrt ein alter Bekannter an die Spitze des Deutschlandsgeschäfts der Bank of America zurück. Foto:  Verbund / Josef M. Fallnhauser

Die Bank of America hat einen Nachfolger für Armin von Falkenhayn gefunden – und dabei gleich zwei neue Rollen geschaffen. Der Neue ist ein alter Bekannter.

]]>
Mit Peter Kollmann kehrt ein alter Bekannter an die Spitze des Deutschlandsgeschäfts der Bank of America zurück. Foto:  Verbund / Josef M. Fallnhauser

Die Bank of America hat einen Nachfolger für Armin von Falkenhayn gefunden – und dabei gleich zwei neue Rollen geschaffen. Der Neue ist ein alter Bekannter.

]]>
Buchhalter gefragt: Digitale Skills treiben Karriere https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/gehalt/buchhalter-gefragt-digitale-skills-treiben-karriere-238189/ Fri, 24 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=238189 Aufgrund von Tools, die repetitive Aufgaben übernehmen, werden analytische Fertigkeiten bei Buchhaltern immer wichtiger. Foto: Charlie's - adobe.stock.com

Accountants sind das Rückgrat jeder Finanzabteilung, und ihre Aufgaben entwickeln sich aufgrund der Digitalisierung kontinuierlich weiter. Das schlägt sich jedoch nicht immer in ihrem Gehalt nieder.

]]>
Aufgrund von Tools, die repetitive Aufgaben übernehmen, werden analytische Fertigkeiten bei Buchhaltern immer wichtiger. Foto: Charlie's - adobe.stock.com

Accountants sind das Rückgrat jeder Finanzabteilung, und ihre Aufgaben entwickeln sich aufgrund der Digitalisierung kontinuierlich weiter. Das schlägt sich jedoch nicht immer in ihrem Gehalt nieder.

Gratis zugreifen mit Ihrem FINANCE- Nutzerkonto

FINANCE-Nutzerkonto

Kostenlos

Registrieren Sie sich für Ihr kostenloses FINANCE-Nutzerkonto und erhalten Sie vollen Zugriff auf diesen Artikel sowie alle weiteren Artikel aus dem aktuellen Gehaltsreport.

Jetzt registrierenKostenlos registrieren

Sie haben bereits ein Nutzerkonto? Hier einloggen.

]]>
M&A-Deals: Aleph Alpha, ProSiebenSat.1, Schaeffler https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-aleph-alpha-prosiebensat-1-schaeffler-241595/ Fri, 24 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241595 Mit dem fusionierten Unternehmen aus  Aleph Alpha und Cohere soll ein transatlantischer KI-Champion entstehen. Foto: nerminmuminovic - stock.adobe.com

Aleph Alpha fusioniert mit Cohere, ProSiebenSat.1 räumt in den USA auf und Schaeffler treibt Humanoid-Robotik mit zwei Partnern voran: Die spannendsten M&A-News der Woche im FINANCE-Rückblick.

]]>
Mit dem fusionierten Unternehmen aus  Aleph Alpha und Cohere soll ein transatlantischer KI-Champion entstehen. Foto: nerminmuminovic - stock.adobe.com

Aleph Alpha fusioniert mit Cohere, ProSiebenSat.1 räumt in den USA auf und Schaeffler treibt Humanoid-Robotik mit zwei Partnern voran: Die spannendsten M&A-News der Woche im FINANCE-Rückblick.

Aleph Alpha fusioniert mit Cohere

Die beiden KI-Anbieter Aleph Alpha und Cohere aus Kanada fusionieren. Das kündigten beide Unternehmen gemeinsam mit dem deutschen Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und dem kanadischen Minister für Künstliche Intelligenz und digitale Innovation der Regierung, Evan Solomon, bei einer Pressekonferenz in Berlin am heutigen Freitag an. Die transatlantische KI-Allianz soll den Unternehmen zufolge eine europäisch verankerte Alternative zu US-Anbietern wie Open AI, Anthropic, Google oder Microsoft bilden.

Strategisch zielen die Partner auf den Markt für „vertrauenswürdige KI“ in regulierten Branchen, vor allem im öffentlichen Sektor. „Was hier entsteht, ist ein deutsch-kanadisches KI-Modell: sicher, souverän, wettbewerbsfähig“, sagte Wildberger. Deutschland benötige eigene Entwicklungen, auf „die wir uns verlassen können“. Zudem solle das neue Unternehmen ein Ort sein, der Talente in Deutschland hält und einen „Brain Drain“ ins Ausland verhindern solle.

Die Kräfteverhältnisse der beiden Partner sind dabei ungleich, Cohere ist deutlich größer als Aleph Alpha. Cohere sammelte insgesamt 1,6 Milliarden Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) ein und wurde zuletzt mit 6,8 Milliarden Dollar (rund 5,2 Milliarden Euro) bewertet. Aleph Alpha kam in der vergangenen Finanzierungrunde vor rund zweieinhalb Jahren auf eine Bewertung von knapp 450 Millionen Euro. Entsprechend sollen die Anteilseigner von Cohere im kombinierten Unternehmen den größeren Anteil halten. Ein zentraler Baustein kommt von Schwarz Digits: Deren Cloud Stackit soll als Infrastruktur dienen. Schwarz plant zudem, Cohere im Rahmen einer anstehenden Finanzierungsrunde mit einer strukturierten Finanzierung weitere 600 Millionen Dollar (rund 513 Millionen Euro) bereitzustellen.

ProSiebenSat.1 verkauft Studio71 US

Das Creator-Business von ProSiebenSat.1 hat einen neuen Besitzer in den USA. Das Medienunternehmen hat die Marke Studio71US an Fixated veräußert, ein in Los Angeles ansässiges Unternehmen mit Schwerpunkt auf Creator Economy. Mit dem Verkauf treiben die Bayern ihre geplante Portfoliofokussierung voran.

Der Deal umfasst die gesamte US-Unternehmensgruppe von Studio71, die seit 2015 zu dem Unterföhringer Unternehmen gehört. Das operative Geschäft in Deutschland bleibt ProSiebenSat.1 erhalten. Neben einem breiten Netzwerk an Content-Creatorn spezialisiert sich Studio71 auf den Podcast-Bereich und gehört laut Angaben von ProSiebenSat.1 zu den zehn führenden Anbietern in den USA.

Mit Fixated übernimmt nun ein Unternehmen, das sich auf die Bedürfnisse moderner Creators ausgerichtet hat. Der LA-Spezialist begleitet digitale Talente von der Produktion bis zur Vermarktung. Über den Verkaufspreis machten die beteiligten Unternehmen keine Angaben.

Schaeffler geht zwei strategische Partnerschaften ein

Schaeffler setzt auf humanoide Robotik. Dafür geht der Automobilzulieferer zwei strategische Partnerschaften ein, wie das Unternehmen mitteilte. Mit dem Schweizer Anbieter Hexagon Robotics vereinbarte der Motion-Technology-Konzern eine Zusammenarbeit zur Entwicklung und Lieferung hochpräziser Wellgetriebe- und Planetenradaktoren aus der Aktoren-Plattform von Schaeffler. Parallel dazu baut Schaeffler mit Vindynamics aus der vietnamesischen Vingroup eine Partnerschaft im asiatischen Raum auf. Im Zentrum stehen dort Planetenradgetriebe als Schlüsselkomponenten für Aktoren.

Schaeffler will sich damit als Zulieferer für zentrale Gelenk-Komponenten humanoider Systeme und als industrieller Anwender positionieren. In den kommenden sieben Jahren will das Unternehmen rund 1.000 humanoide Roboter von Hexagon Robotics in seinem globalen Produktionsnetzwerk einsetzen. Ziel: Automatisierungsschritte beschleunigen, Effizienz heben und die Integration künstlicher Intelligenz in physische Systeme skalieren.

Houlihan Lokey befördert Adrian Nowitzki und Lukas Schmitt

Houlihan Lokey zieht zwei Investmentbanker in die erste Reihe: Adrian Nowitzki und Lukas Schmitt steigen zu Managing Directors auf, wie die Investmentbank mitteilte. Nowitzki arbeitet im Capital Solutions Team, Schmitt ist M&A-Spezialist in der Industrials Group. Beide kamen Ende 2021 im Zuge des Zusammenschlusses mit GCA Altium zu Houlihan Lokey.

Nowitzki bringt 13 Jahre Erfahrung im Capital-Solutions-Geschäft mit – zunächst bei Altium, danach bei GCA Altium und seit Ende 2021 bei Houlihan Lokey. Als Debt-Advisory-Spezialist berät er vor allem Private-Equity-Kunden und gilt intern als prägender Gestalter des Teams.

Schmitt wechselte 2021 zu GCA Altium und ging noch im selben Jahr mit der Fusion zu Houlihan Lokey. Zuvor arbeitete er bei Alantra in den USA und Deutschland. Bei Houlihan Lokey berät er im Industrials-Team Transaktionen im europäischen Industrial-Technology-Sektor.

Mit den Beförderungen setzt Houlihan Lokey in Deutschland auf mehr Seniorität in zwei wichtigen Sektoren für die Investmentbank: Debt Advisory für Sponsor-Deals und Industrials-M&A, wo Käufer zunehmend sektor- und technologiegetriebene Expertise verlangen.

Weitere M&A-Deals

Porsche verkauft seine Anteile am Joint Venture Bugatti Rimac sowie an der Rimac Group an ein Erwerber-Konsortium unter Führung von HOF Capital. Käuferseitig ist Blue Five Capital größter Investor, ergänzt um institutionelle Investoren aus den USA und der EU. Zum Preis der Transaktion machte Porsche keine genaueren Angaben. Nach Closing will die Rimac Group die Kontrolle über Bugatti Rimac übernehmen und mit HOF Capital und Blue Five Capital eine strategische Partnerschaft für weiteres Wachstum etablieren. Dieses wird abhängig von Freigaben im Jahresverlauf 2026 erwartet.

Der Münchener Inspektions-, Prüf- und Analysedienstleister Certania hat das italienische Unternehmen Labortest übernommen. Dieses konzentriert sich auf Prüfungen und Inspektionen im Bauwesen – etwa von Tunneln, Brücken, Gebäuden und weiteren Infrastrukturbauten. Mit dem Zusammenschluss plant Certania, das Produktportfolio in Italien zu erweitern. Beraten wurden die Münchener von Baker Tilly.

Dunapack Packaging, die zur österreichischen Prinzhorn Group gehört, übernimmt die deutschen Wellpappverpackungswerke von Stora Enso. Die Übernahme umfasst die Unternehmen Gaster Wellpappe, Wellpappe Sausenheim und PTI samt Standorten in Südwestdeutschland. Von der Transaktion erhofft sich Dunapack Packaging, seine Präsenz in Deutschland auszubauen. Baker Tilly hat die Österreicher bei dem Deal beraten, der noch im Laufe dieses Jahres vollzogen werden soll.

Der Sicherheitsanbieter Scutum breitet sich in Norddeutschland aus: Mit dem Erwerb von Alarm- und Sicherheitstechnik B.W. plant die Gruppe aus Bad Soden am Taunus, ihre Präsenz im Norden auszubauen und technische Kompetenzen sowie ihr Dienstleistungsportfolio zu stärken. Die Transaktion wurde von Deloitte Legal begleitet.

Forterro baut sein Softwarepaket für Fenster- und Türenhersteller aus und plant die Übernahme von Klaes, einem deutschen Spezialisten für ERP- und Konfigurationslösungen für Fenster, Türen, Fassaden und Wintergärten. Strategisch ergänzt Forterro damit seine jüngsten Zukäufe Orgadata und BM Group. Klaes soll die Plattform entlang der Wertschöpfungskette verbreitern. Die Kanzlei Goodwin beriet Forterro bei dem Deal.

M&A-Berater-News

Drei Neuzugänge im Transaktionsteam von RSM Ebner Stolz: Zum 1. April sind Sergey Pankratz als neuer Director sowie Tanja Hanser und Qusai Almhaisen als Manager Transaction Services bei der Beratungsgesellschaft eingestiegen. Das neue Team um Pankratz wechselte vom Big-Four-Haus PwC und baut fortan das Dienstleistungsangebot in den Bereichen Financial Modelling und Model Review bei M&A-Transaktionen und Projektfinanzierungen aus.

Alexander Rieger wird neuer Managing Partner bei Latham & Watkins. Er folgt auf Burc Hesse, der die deutsche Praxis seit 2020 führte, wie die Kanzlei mitteilt. Rieger ist seit Mai 2023 Teil von Latham & Watkins. Zuvor bekleidete er in mehr als 20 Jahren verschiedene Rollen bei Hogan Lovells. „Wir verfügen über ein einzigartiges Set-up und sind bestens aufgestellt, um die komplexesten Mandate in Deutschland zu begleiten. Mit Blick nach vorn verfolgen wir ambitionierte Ziele, um unsere Position in diesem wichtigen Markt weiter auszubauen“, kommentiert Rieger seine neue Rolle.

M&A-Gerüchteküche

Die deutsche Telekom könnte bald mit der US-Tochter T-Mobile fusionieren. Diskutiert werde demnach ein Modell, bei dem eine neue Holdinggesellschaft Gebote für Aktien beider Unternehmen abgibt, wie „Bloomberg“ berichtet. Eine Vereinbarung sei laut den mit der Angelegenheit vertrauten Personen nicht sicher. Die Gespräche könnten auch scheitern. T-Mobile sprach von Spekulationen, die Deutsche Telekom äußerte sich dem Bericht zufolge bislang nicht. Politisch und regulatorisch wäre das Vorhaben sensibel: Der Bund hält rund 14 Prozent an der Deutschen Telekom, weitere Anteile liegen bei der KfW. Zudem wären Bundesnetzagentur und US-Behörden involviert.

Info

Sie haben auch von Deals, Personalien oder sonstigen spannenden Gerüchten aus der deutschen M&A-Szene gehört? Dann schreiben Sie uns gerne an frederic.haupt[at]finance-magazin.de

]]>
Evonik macht Michael Rauch zum CFO-Nachfolger von Maike Schuh https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/evonik-macht-michael-rauch-zum-cfo-nachfolger-von-maike-schuh-241260/ Fri, 17 Apr 2026 15:02:19 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241260 Michael Rauch wird neuer Finanzvorstand beim Spezialchemiekonzern Evonik. Foto: Evonik

Nach dem Weggang von Maike Schuh im vergangenen Herbst hat Evonik die vakante CFO-Position mit Michael Rauch besetzt. Der neue Mann bringt Erfahrung in Umbruchssituationen mit.

]]>
Michael Rauch wird neuer Finanzvorstand beim Spezialchemiekonzern Evonik. Foto: Evonik

Nach dem Weggang von Maike Schuh im vergangenen Herbst hat Evonik die vakante CFO-Position mit Michael Rauch besetzt. Der neue Mann bringt Erfahrung in Umbruchssituationen mit.

Evonik hat einen CFO-Nachfolger für Maike Schuh gefunden. Michael Rauch wird zum 1. Mai übernehmen, wie der Spezialchemiekonzern mitteilte. Zuletzt lag das Amt bei Vorstandschef Christian Kullmann, der die Position seit Schuhs Weggang im September vergangenen Jahres interimistisch bekleidete. Im Zuge der gleichen Mitteilung teilte Evonik zudem mit, dass der Konzern den Vertrag mit Kullmann bis 2030 verlängert.

Maike Schuh arbeitete insgesamt zehn Jahre bei Evonik und hatte die Rolle der CFO von April 2023 bis September 2025 inne. Sie verließ den Konzern damals auf eigenen Wunsch hin.

Mehr zum Thema

Millionenabfindung für Ex-Evonik-CFO Maike Schuh

FINANCE+Maike Schuh hat im Herbst ihr Amt als Evonik-CFO überraschend niedergelegt. Für den vorzeitigen Abgang erhält sie 2,68 Millionen Euro – und verdoppelt damit ihre Vergütung.Mehr lesen

Michael Rauch bringt Erfahrung als CFO mit

Ihr Nachfolger Rauch blickt auf eine vielseitige Karriere zurück. Den Grundstein seiner Laufbahn legte der 54-Jährige bei Henkel, wo er 16 Jahre lang in verschiedenen Strategie- und Finanzpositionen tätig war – unter anderem in Deutschland, Schweden und China. Anschließend sammelte er bei der Parfümeriekette Douglas zwei Jahre Erfahrung als Finanzvorstand, bevor er fünf Jahre bei der Compugroup Medical wirkte, zunächst als CFO, später als Vorstandsvorsitzender. Zuletzt führte er als Interim-Manager den Schweizer Automatenbetreiber Selecta.

Aufsichtsratschef Bernd Tönjes betonte die Eignung Rauchs für das herausfordernde Marktumfeld: „Mit Michael Rauch hat Evonik einen CFO gefunden, der viel Erfahrung in Umbruchsituationen mitbringt.“ Er sei überzeugt, dass Rauch Evonik durch eine resiliente Finanzführung noch wetterfester machen werde.

Auch CEO Kullmann ist überzeugt: „Wir haben große Herausforderungen zu bewältigen und brauchen einen krisenfesten, robusten Manager wie ihn.“ Kullmann nutzte zudem die Gelegenheit, um sich ausdrücklich bei Claus Rettig zu bedanken, der seit September die operativen Aufgaben im Finanzressort übernommen hatte. Rettig werde sich künftig wieder vollständig seiner Rolle als Chef der Region Asien-Pazifik widmen.

]]>