Frederic Haupt, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/hfreddy/ für kluge Finanzentscheidungen Fri, 21 Aug 2026 08:06:21 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.4 M&A-Deals: Telekom, Münchener Rueck, Trumpf https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-telekom-muenchener-rueck-trumpf-249437/ Fri, 21 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=249437 Die Deutsche Telekom will die polnische Tochter T‑Mobile Polska zu einem  vollintegrierten Telekommunikationskonzern transformieren. Foto: Tobias Arhelger - adobe.stock.com 

Telekom schlägt in Polen zu, die Münchener Rück kauft den Cyber-Versicherer At-Bay, und Trumpf sichert sich den Laserspezialisten Cutlite: die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

]]>
Die Deutsche Telekom will die polnische Tochter T‑Mobile Polska zu einem  vollintegrierten Telekommunikationskonzern transformieren. Foto: Tobias Arhelger - adobe.stock.com 

Telekom schlägt in Polen zu, die Münchener Rück kauft den Cyber-Versicherer At-Bay, und Trumpf sichert sich den Laserspezialisten Cutlite: die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Deutsche Telekom greift nach polnischer Glasfaser

Die Deutsche Telekom übernimmt die polnischen Unternehmen Fiberhost und Inea von dem Vermögensverwalter Macquarie Asset Management zu einem Unternehmenswert von rund einer Milliarde Euro. Fiberhost betreibt ein Glasfasernetz, das rund 1,4 Millionen Haushalte erreicht. Inea bringt als Breitband- und TV-Anbieter mehr als 300.000 Kunden mit. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt polnischer Wettbewerbsgenehmigungen.

Die beiden Unternehmen sollen den geplanten Strategiewechsel von T-Mobile Polska vorantreiben. Die Telekom-Tochter soll dabei vom reinen Mobilfunkanbieter zum vollintegrierten Telekommunikationskonzern mit eigenem Festnetz transformiert werden. Ein eigenes Glasfasernetz soll das Unternehmen künftig unabhängiger von Drittanbietern machen und ein breiteres konvergentes Produktangebot für Privat- und Geschäftskunden ermöglichen.

Münchener Rück kauft Cyber-Versicherer At-Bay

Die Münchener Rückversicherungsgesellschaft schlägt in den USA zu und übernimmt das Insurtech At-Bay. Die Münchener lassen sich den Deal knapp 500 Millionen Euro kosten. Das 2017 gegründete Unternehmen versichert kleine und mittelgroße Firmen gegen Cyberangriffe und erzielte 2025 Brutto-Beitragseinnahmen von 278 Millionen US-Dollar. Nach eigenen Angaben zählt At-Bay damit zu den zehn größten Cyber-Versicherern in den USA. Das Unternehmen beschäftigt 280 Mitarbeiter an Standorten in den USA und Israel. At-Bay bietet seinen Versicherungsnehmern neben dem Schutz auch Sicherheitslösungen zur Abwehr von Angriffen an. Damit unterscheidet sich das Modell von klassischen Cyber-Policen.

Mit dem Zukauf bauen die Münchener das Spezialversicherungsgeschäft aus. Angesichts sinkender Preise in der Rückversicherung setzt der Konzern verstärkt auf das Direktversicherungsgeschäft, in dem eigene Kunden direkt versichert werden, statt Erstversicherern Risiken abzunehmen. At-Bay kooperiert bereits mit der Münchener-Rück-Tochter Hartford Steam Boiler, die das Insurtech künftig steuern soll. Kleine und mittelgroße Unternehmen gelten in der Cyber-Sparte als attraktive Kunden, weil Klumpenrisiken dort in der Regel ausbleiben.

Trumpf kauft Laserspezialisten Cutlite

Trumpf übernimmt die Mehrheit an dem italienischen Laserspezialisten Cutlite. Das Unternehmen aus Prato beschäftigt rund 190 Mitarbeiter und entwickelt seit 34 Jahren maßgeschneiderte Hochleistungs-Laserschneidsysteme, darunter großformatige Anlagen mit Laserleistungen von 30 bis 60 Kilowatt sowie Maschinen für großformatige Rohre. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.

Mit dem Zukauf schließt Trumpf laut eigenen Aussagen eine Lücke im Produktportfolio: Der Bereich großformatiger Laserschneidanlagen war bislang nicht abgedeckt. Cutlite soll als eigenständige Marke mit eigenen Fertigungs-, Vertriebs- und Servicestrukturen erhalten bleiben. Zudem plant Trumpf die Kompetenzen von Cutlite weiter auszubauen, um das gesamte Spektrum der Blechbearbeitung abzudecken. Die KanzleiCMS hat Trumpf bei der Transaktion beraten.

Fresenius reduziert Fresenius-Medical-Care-Beteiligung

Frisches Geld für den Konzernumbau: Fresenius verkauft weitere Anteile an Fresenius Medical Care und nimmt dabei 300 Millionen Euro ein. Das Paket umfasst 7,8 Millionen Aktien, rund 2,9 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals. Nach der Transaktion hält Fresenius noch etwa 25 Prozent und bleibt damit größter Einzelaktionär. Für die verbleibenden Anteile gilt eine Sperrfrist von bis zu 45 Tagen. Ein Buchgewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich soll im dritten Quartal 2026 als Sondereinfluss ausgewiesen werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Schritt ist Teil des Konzernumbaus unter dem Programm Future Fresenius. Seit der Entkonsolidierung von Fresenius Medical Care im Jahr 2023 behandelt Fresenius die Beteiligung als reine Finanzinvestition. Eine erste größere Veräußerung im März 2025 hatte bereits rund 1,1 Milliarden Euro brutto eingebracht. Mit den freiwerdenden Mitteln will Fresenius die Nettoverschuldung senken und Kapital in die eigenen Wachstumsplattformen Kabi und Helios umschichten.

Weitere M&A-Deals

Holcim übernimmt Fermacell, einen europäischen Anbieter von Wand- und Bodenlösungen, für 840 Millionen Euro von dem australischen Baustoffhersteller James Hardie. Fermacell hat seinen Sitz in Düsseldorf, beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter und ist in 13 europäischen Märkten aktiv. Der prognostizierte Umsatz für 2026 liegt bei rund 430 Millionen Euro. Mit dem Zukauf baut Holcim sein Baustoffportfolio in Europa aus und rechnet ab dem dritten Jahr mit Synergien von rund 22 Millionen Euro. Der Abschluss ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.

Daimler Truck reduziert seine Beteiligung an dem Lkw-Hersteller Archion von rund 40 auf 25 Prozent und nimmt dabei rund 600 Millionen Euro ein. Archion ist eine gemeinsame Holding von Daimler Truck und Toyota, unter der die Töchter Mitsubishi Fuso und Hino gebündelt sind. Mit dem Schritt erreiche Daimler Truck einen wichtigen strategischen Meilenstein, erklärte Finanzvorständin Eva Scherer.

Der US-Konzern Madison Air übernimmt den deutschen Ventilations- und Motorenspezialisten EBM-Papst von den Gesellschafterfamilien zu einem Unternehmenswert von 5,1 Milliarden Euro. Mit dem Zukauf verschafft sich Madison Air Zugang zur europäischen Lufttechnologie und baut sein Geschäft außerhalb Nordamerikas aus. EBM-Papst gewinnt einen neuen Eigentümer mit globalem Vertriebsnetz. Der Vollzug ist für den Jahreswechsel geplant, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Hengeler Mueller beriet Madison Air bei dem Deal, Milbank die Verkäuferfamilien.

M&A-Berater-News

Marco Superina übernimmt bei Lazard in Zürich die Leitung des Investment Banking für die Schweiz. Er kommt von UBS, wo er als Head of Global Banking Switzerland tätig war. Zuvor bekleidete er mehrere Führungspositionen bei Credit Suisse, darunter Head of M&A Switzerland und Head of M&A Northern Europe. Superina bringt fast 30 Jahre M&A-Erfahrung mit und stärkt Lazards DACH-Präsenz unter der regionalen Führung von Marcus Schenck.

Deals in Verhandlung

Henkels geplante Übernahme der Klebstoffmarke Liquid Nails ist vorerst gescheitert: Ein US-Bundesgericht gab vergangenen Freitag einer Klage der Kartellbehörde FTC statt und erließ eine dauerhafte Verfügung gegen die Transaktion. Das Gericht sah im geplanten Zusammenschluss einen Verstoß gegen amerikanisches Kartellrecht. Die FTC hatte im Dezember geklagt und argumentiert, eine Fusion der beiden Marken würde den Wettbewerb im US-Markt für Bau- und Montageklebstoffe erheblich einschränken. Henkel besitzt mit Loctite den größten direkten Wettbewerber von Liquid Nails. Das Unternehmen erklärte, die Entscheidung zu prüfen. Ob Henkel Rechtsmittel einlegen will, ließ ein Sprecher offen. Die Feststellungen der zuständigen Richterin bleiben vorerst unter Verschluss, bis beide Parteien weitere Stellungnahmen eingereicht haben. Ein mögliches Berufungsverfahren ist damit nicht ausgeschlossen.

M&A-Gerüchteküche

Porsche plant die Übernahme des Allgäuer Tuningunternehmens RUF Automobile, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtete. Die Gespräche mit Eigentümer Alois Ruf sollen demnach weit fortgeschritten sein, ein Abschluss sei nicht mehr fern. Der Zukauf hätte strategische Bedeutung: RUF besitzt eine eigene Zulassung als Automobilhersteller und veredelt Verbrenner-Modelle von Porsche.

Porsche-Chef Michael Leiters will den Konzern zur reinen Sportwagenschmiede umbauen und das Angebot individuell konfigurierter Hochpreisverbrenner ausweiten, nachdem das Elektrogeschäft schwächelt. RUF könnte dabei die Fertigung solcher Fahrzeuge übernehmen. Ursprünglich soll Leiters den kalifornischen Tuner Singer als Übernahmeziel anvisiert haben, dort aber auf Ablehnung gestoßen sein, so das Magazin unter Berufung auf Insider.

Zeitgleich soll Porsche vor einem Verkauf des Beratungsunternehmens MHP stehen. Wie die „Börsen-Zeitung“ berichtete, soll eine Transaktion noch bis Ende August vereinbart werden. Als potentielle Käufer sollen sowohl Private-Equity-Investoren als auch strategische Bieter im Rennen sein. Porsche hatte MHP 2024 vollständig übernommen, die Beteiligung aber schon kurz darauf auf den Prüfstand gestellt.

MHP berät rund 300 Kunden in den Bereichen Automotive, Manufacturing, Aerospace sowie Public und Defense bei Strategie- und IT-Transformationsthemen. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 743 Millionen Euro. Der Verkauf fügt sich in die laufende Portfolioüberprüfung des VW-Konzerns ein, der Beteiligungen verstärkt auf Kapitalbindung und strategische Relevanz prüft.

Info

Sie haben auch von Deals, Personalien oder sonstigen spannenden Gerüchten aus der deutschen M&A-Szene gehört? Dann schreiben Sie uns gerne an frederic.haupt[at]finance-magazin.de

]]>
BofA-Banker Christof Bechtel: mit langem Atem an die Spitze https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma-berater/bofa-banker-christof-bechtel-mit-holistischem-ansatz-und-langem-atem-an-die-spitze-248629/ Wed, 12 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248629 Christof Bechtel leitet das Investment Banking der Bank of America in Deutschland und Österreich. Foto: Bank of America; Montage: FINANCE

Christof Bechtel ist einer der erfahrensten M&A-Banker Deutschlands. Warum Tennis für ihn die perfekte Analogie für das M&A-Geschäft ist und was ihn antreibt – Teil 2 der Top-Dealmaker-Serie.

]]>
Christof Bechtel leitet das Investment Banking der Bank of America in Deutschland und Österreich. Foto: Bank of America; Montage: FINANCE

Christof Bechtel ist einer der erfahrensten M&A-Banker Deutschlands. Warum Tennis für ihn die perfekte Analogie für das M&A-Geschäft ist und was ihn antreibt – Teil 2 der Top-Dealmaker-Serie.

]]>
M&A-Deals: EnBW, Rebuy, Brenntag https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-enbw-rebuy-brenntag-248724/ Fri, 07 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248724 EnBW verkauft sein Contracting-Portfolio an Rheinenergie. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

EnBW trennt sich von seinem Contracting-Portfolio, Rebuy übernimmt Zeercle und Brenntag kauft in Südkorea zu: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

]]>
EnBW verkauft sein Contracting-Portfolio an Rheinenergie. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

EnBW trennt sich von seinem Contracting-Portfolio, Rebuy übernimmt Zeercle und Brenntag kauft in Südkorea zu: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

EnBW trennt sich von Contracting-Portfolio

EnBW verkauft sein bundesweites Contracting-Geschäft an den Kölner Energieversorger Rheinenergie. Das Portfolio umfasst rund 200 Anlagen deutschlandweit. Etwa 150 Mitarbeitende wechseln im Zuge der Transaktion zu Rheinenergie, die den Stuttgarter Standort erhält und betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2029 ausschließt. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt der Kommunalaufsicht sowie kartellrechtlicher Genehmigungen und wird für Anfang 2027 erwartet.

Für EnBW ist der Verkauf ein strategischer Zug. Der Konzern plant bis 2030, bis zu 50 Milliarden Euro in Netze, erneuerbare Energien, wasserstofffähige Gaskraftwerke und Elektromobilität zu investieren, und schärft sein Portfolio konsequent auf diese Kernfelder. Das Contracting-Geschäft biete zwar Wachstumspotential, gehöre aber nicht zum unmittelbaren strategischen Kern, heißt es dazu. Von dem Kauf profitiert Rheinenergie: Das Portfolio des Kölner Versorgers wächst auf rund 800 Anlagen und 1.100 MW installierte Leistung und zählt damit künftig zu den drei größten Anbietern komplexer Energiedienstleistungen in Deutschland. Das Big-Four-Haus PwC beriet EnBW bei dem Deal.

Rebuy übernimmt Zeercle

Rebuy kauft in Frankreich zu. Die Berliner übernehmen mit Zeercle einen Anbieter für Rückkauflösungen für den stationären Buchhandel. Mit der Transaktion betritt Rebuy erstmals den stationären Handel als Ankaufskanal außerhalb seiner bestehenden Online-Infrastruktur. Zeercle bringt ein erprobtes Buy-back-Modell sowie bestehende Partnerschaften mit Buchhandelsketten mit, darunter Hugendubel in Deutschland, Mondadori in Italien, Cultura in Frankreich und Bruna in den Niederlanden. Durch den Deal erwartet Rebuy eine jährliche Umsatzsteigerung im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

Für die Berliner schließt die Übernahme laut eigenen Aussagen eine strukturelle Lücke im Ankaufsmodell. Bisher läuft der Zufluss gebrauchter Waren fast ausschließlich über Online-Kanäle. Mit Zeercles Infrastruktur könne das Unternehmen Verbraucher künftig direkt am Point of Sale ansprechen und gleichzeitig die Internationalisierung beschleunigen. Über die integrierten Partnerschaften erhält das Unternehmen zudem Zugang zu einem etablierten Filialnetz in drei weiteren europäischen Märkten. Zum Start liegt der Fokus auf Medien wie Büchern, Filmen, Musik und Konsolenspielen. Perspektivisch soll das Modell auf weitere Kategorien wie Smartphones und Unterhaltungselektronik ausgeweitet werden.

Brenntag übernimmt südkoreanischen Beauty-Distributor

Brenntag schlägt in Südkorea zu: Die Essener übernehmen Woojin Trading, einen Distributeur von Spezialinhaltsstoffen für die Beauty- und Körperpflegebranche mit Sitz im südkoreanischen Anyang. Das 1999 gegründete Unternehmen verfügt über ein eigenes Labor, ein technisches Team und ein gewachsenes Netzwerk globaler Lieferanten. Neben dem südkoreanischen Kernmarkt hat Woojin einen wachsenden Kundenstamm in ganz Asien aufgebaut. Der Abschluss der Transaktion ist für das vierte Quartal 2026 geplant, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.

Mit dem Deal steigt Brenntag in den südkoreanischen Markt für Beauty-Inhaltsstoffe ein. Die übernommene Plattform soll als Ausgangspunkt dienen, um das Geschäft im Beauty- und Personal-Care-Segment sowie in angrenzenden Märkten in Südkorea auszubauen. Südkorea gilt in der Branche als zentraler Markt für Beautyformulierungen mit globaler Reichweite.

Weitere M&A-Deals

Die Allianz kauft in Singapur zu. Die Vermögensverwaltungstochter Allianz Global Investors (AllianzGI) übernimmt die Fondssparte der singapurischen Großbank UOB Group. Für umgerechnet 376 Millionen Euro geht der Deal über den Tisch. Die UOB Group verwaltet ein Vermögen von insgesamt 28 Milliarden Euro und ist in mehreren Ländern Südostasiens aktiv. Mit dem Zukauf verdoppelt die AllianzGI das Singapur-Geschäft und zahlt auf die Wachstumsstrategie der Allianztochter in Asien ein.

 

Mehr zum Thema

Allianz schlägt erneut in Singapur zu

Die Allianz macht Ernst mit ihrer Asien-Offensive: Der Versicherer übernimmt die Fondssparte der United Overseas Bank für 376 Millionen Euro und verdoppelt damit sein Singapur-Geschäft.

Holcim trennt sich von seinem Philippinen-Geschäft. Der Schweizer Baustoffkonzern verkauft zunächst eine Mehrheitsbeteiligung von rund 68 Prozent an den chinesischen Baustoffhersteller Huaxin Building Materials für 527 Millionen US-Dollar. Der Verkauf der verbleibenden rund 31 Prozent soll innerhalb von drei bis fünf Jahren zu einem Mindestpreis von 280 Millionen US-Dollar folgen, was einer Gesamtbewertung von 807 Millionen US-Dollar entspricht. Der Vollzug ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.

Der hessische Nutzfahrzeughersteller Jost Werke plant den Verkauf des indischen Kipperaubaugeschäfts der Tochtergesellschaft Hyva für rund 5 Millionen Euro an den indischen Automobilzulieferer Belrise Industries. Jost hatte Hyva im Februar 2025 übernommen. Der Verkauf des Kipperaufbaugeschäfts folgt nun, da die Neu-Isenburger planen, das Portfolio von Hyva weiter auf Kippzylinder, Hydraulikkomponenten und digitale Kippsysteme auszurichten. Der Verkauf ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Die deutsche Baader Bank baut ihr Kryptogeschäft weiter aus und übernimmt 9,9 Prozent der Anteile am Münchener Krypto-Fintech Hyphe. Bereits seit 2023 kooperiert die Baader Bank mit Hyphe, das als Market Maker auf der Trading-Plattform der Bank Kryptokurse bereitstellt. Beide Unternehmen kündigten in einer Pressemitteilung an, ihre Beziehung in Zukunft weiter intensivieren zu wollen.

Jungheinrich kauft in Australien zu: Der Hamburger Flurförderzeug-Hersteller übernimmt All Lift Forklifts, einen Staplervermieter und -händler mit Sitz in Sydney und sechs Standorten im Land. Das familiengeführte Unternehmen soll nach der Übernahme unter eigenem Namen weiteroperieren. Mit dem Deal stärkt Jungheinrich seine Präsenz in einem der größten Material-Handling-Märkte der Asien-Pazifik-Region und baut das Miet- und Servicegeschäft als Teil seiner Wachstumsstrategie weiter aus.

Mehr zum Thema

Jungheinrich kauft in Australien zu

Jungheinrich übernimmt die australische All Lift Forklifts und treibt seine Wachstumsstrategie konsequent voran, während der Konzern zu Hause unter Druck steht.

M&A-Berater-News

Jens Gerlach wechselt zu PwC Deutschland. Der M&A-Berater ist im August als Partner im Healthcare-M&A-Team am Frankfurter Standort eingestiegen. Zuletzt war Gerlach sechs Jahre als Director Healthcare bei Lincoln International tätig, davor unter anderem bei Raymond James und Citi im Investmentbanking. Er bringt Erfahrung in Buy-side- und Sell-side-Transaktionen im Gesundheitssektor mit. Gemeinsam mit ihm stößt Julian Knirim zum PwC-Team. Knirim bringt ebenfalls umfassende M&A-Erfahrung mit. Zuvor war er wie Gerlach bei Lincoln als Director Healthcare tätig.

Info

Sie haben auch von Deals, Personalien oder sonstigen spannenden Gerüchten aus der deutschen M&A-Szene gehört? Dann schreiben Sie uns gerne an frederic.haupt[at]finance-magazin.de

]]>
Jungheinrich kauft in Australien zu https://www.finance-magazin.de/deals/ma/jungheinrich-kauft-in-australien-zu-248682/ Thu, 06 Aug 2026 08:56:06 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248682 Nach dem Deal mit EP Equipment ist die Übernahme von All Lift Forklifts die zweite Transaktion von Jungheinrich in der Asien-Pazifik-Region innerhalb kürzester Zeit. Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com 

Jungheinrich übernimmt die australische All Lift Forklifts und treibt seine Wachstumsstrategie konsequent voran, während der Konzern zu Hause unter Druck steht.

]]>
Nach dem Deal mit EP Equipment ist die Übernahme von All Lift Forklifts die zweite Transaktion von Jungheinrich in der Asien-Pazifik-Region innerhalb kürzester Zeit. Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com 

Jungheinrich übernimmt die australische All Lift Forklifts und treibt seine Wachstumsstrategie konsequent voran, während der Konzern zu Hause unter Druck steht.

Jungheinrich setzt auf Down Under: Die Hamburger kaufen den australischen Staplervermieter und Händler All Lift Forklifts. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Sydney und sechs Standorten in Australien verfügt über eine Mietflotte an Flurföderzeugen und bedient Kunden aus verschiedenen Branchen. Auch nach der Übernahme soll All Lift unter eigenem Namen am Markt auftreten.

Mit dem Deal will Jungheinrich seine Position in Australien stärken, einem der größten Material-Handling-Märkte der Asien-Pazifik-Region. Zugleich baut der Konzern mit dem Mietgeschäft ein Segment aus, das nach Einschätzung der Hamburger an strategischer Bedeutung gewinnt.

Jungheinrich setzt auf Wachstum außerhalb Europas

Der Deal fügt sich in die Strategie 2030+ ein, mit der Jungheinrich seine internationale Präsenz gezielt ausbauen will – insbesondere in Wachstumsmärkten außerhalb des Heimatmarktes Europa. Neben der geografischen Expansion gehört der Ausbau des Miet- und Servicegeschäfts zu den Kernelementen der Agenda.

Ebenfalls im Rahmen dieser Strategie erwarb Jungheinrich zuletzt eine Minderheitsbeteiligung von knapp 5 Prozent am chinesischen Flurförderzeughersteller EP Equipment. Die Transaktion vertieft eine strategische Partnerschaft, die beide Unternehmen bereits im Mai 2025 vereinbart hatten. EP Equipment produziert schon jetzt Teile des Jungheinrich-Portfolios unter der Marke AntOn, die auf standardisierte Geräte im Mid-Tech-Segment zielt.

Jungheinrich unter Druck

Die strategische Neuausrichtung fällt dabei in eine Phase des Umbruchs bei den Hamburgern. Der operative Gewinn brach zuletzt deutlich ein – im ersten Quartal 2026 lag das Ebit bei nur noch 56,5 Millionen Euro, nach 104,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Zölle, starke Konkurrenz aus China und ein laufendes Transformationsprogramm belasten das Ergebnis. Hinzu kommt Unruhe auf der Führungsebene: CFO Heike Wulff verließ das Unternehmen nach nur wenigen Monaten im Amt, CEO Lars Brzoska führt die Finanzen seither interimistisch.

]]>
Neue EU-Rechtsform könnte Buy-and-Build-Strategien vereinfachen https://www.finance-magazin.de/deals/private-equity/neue-eu-rechtsform-koennte-buy-and-build-strategien-vereinfachen-248264/ Thu, 06 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248264 Die EU Inc. könnte PE-Investoren künftig dabei unterstützen, einfacher Buy-and-Build-Strategien zu verfolgen. Foto: Captured Moments - stock.adobe.com

Die EU Inc. zielt auf Start-ups, könnte aber auch M&A-Prozesse und Buy-and-Build-Strategien vereinfachen. Was Investoren über die neue Rechtsform wissen sollten.

]]>
Die EU Inc. könnte PE-Investoren künftig dabei unterstützen, einfacher Buy-and-Build-Strategien zu verfolgen. Foto: Captured Moments - stock.adobe.com

Die EU Inc. zielt auf Start-ups, könnte aber auch M&A-Prozesse und Buy-and-Build-Strategien vereinfachen. Was Investoren über die neue Rechtsform wissen sollten.

]]>
Allianz schlägt erneut in Singapur zu https://www.finance-magazin.de/deals/ma/allianz-schlaegt-erneut-in-singapur-zu-248620/ Wed, 05 Aug 2026 08:56:28 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248620 Die Allianz macht nach dem Deal um die HSBC Life Singapore-Übernahme den nächsten Zukauf in dem Stadtstaat klar. Foto: kittyfly - stock.adobe.com

Die Allianz macht Ernst mit ihrer Asien-Offensive: Der Versicherer übernimmt die Fondssparte der United Overseas Bank für 376 Millionen Euro und verdoppelt damit sein Singapur-Geschäft.

]]>
Die Allianz macht nach dem Deal um die HSBC Life Singapore-Übernahme den nächsten Zukauf in dem Stadtstaat klar. Foto: kittyfly - stock.adobe.com

Die Allianz macht Ernst mit ihrer Asien-Offensive: Der Versicherer übernimmt die Fondssparte der United Overseas Bank für 376 Millionen Euro und verdoppelt damit sein Singapur-Geschäft.

Es ist bereits der zweite Zukauf innerhalb von zwei Wochen in Singapur: Die Allianz übernimmt mit ihrer Vermögensverwaltungs-Tochter Allianz Global Investors (AllianzGI) die Fondssparte der United Overseas Bank für umgerechnet 376 Millionen Euro (555 Millionen Singapur-Dollar), wie beide Unternehmen am heutigen Mittwoch mitteilten.

UOB Asset Management verwaltet ein Vermögen von 28 Milliarden Euro und ist neben dem Hauptsitz in Singapur in sieben weiteren Märkten präsent, darunter Thailand, Malaysia, Indonesien, Taiwan, Japan, Vietnam und Brunei. Mit der Übernahme will Allianz Global Investors das verwaltete Vermögen in Singapur verdoppeln und kommt in der Asien-Pazifik-Region auf mehr als 170 Milliarden Euro Assets under Management. Der Abschluss ist für 2027 geplant, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.

Die Transaktion folgt auf den Deal rund um die Übernahme von HSBC Life Singapore, den die Münchener vor zwei Wochen für rund 2,0 Milliarden Euro angekündigt hatten. Beide sind Teil der angekündigten Offensive der Allianz, in Asien wachsen zu wollen.

Warum Asien: Die Zahlen hinter der Allianz-Offensive

Denn laut dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Bäte komme schon jetzt jeder vierte Euro, der weltweit für Versicherungen ausgegeben wird, aus Asien. Bei Lebensversicherungen sei es bereits jeder dritte Euro. Die Hälfte des globalen Wachstums auf dem Lebensversicherungsmarkt entstamme der Region. 30 Prozent des Wachstums im Gewinnpotenzial der Vermögensverwaltung ebenfalls. Für Allianz-Chef Bäte ist Singapur dabei der strategische Dreh- und Angelpunkt im asiatisch-pazifischen Raum.

Den asiatischen Stadtstaat hatten die Münchener dabei bereits vor zwei Jahren als zentralen Baustein der Expansion in Asien ausgemacht. Damals scheiterte die geplante Übernahme von Income Insurance in Singapur noch am politischen Widerstand der dortigen Regierung.

]]>
Private-Equity-News: Ardian, CPE, Fortino Capital https://www.finance-magazin.de/deals/private-equity/private-equity-news-ardian-cpe-fortino-capital-248511/ Tue, 04 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248511 Ardian schnappt sich den Batteriespezialisten Munich Electrification. Foto: lersan – stock.adobe.com

Ardian schnappt sich Munich Electrification, Mammut wird vom chinesischen Investor CPE übernommen und Fortino Capital kauft Operations1: die spannendsten News aus der Private-Equity-Szene.

]]>
Ardian schnappt sich den Batteriespezialisten Munich Electrification. Foto: lersan – stock.adobe.com

Ardian schnappt sich Munich Electrification, Mammut wird vom chinesischen Investor CPE übernommen und Fortino Capital kauft Operations1: die spannendsten News aus der Private-Equity-Szene.

]]>
M&A-Deals: Knorr-Bremse, Trixie, Jungheinrich https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-knorr-bremse-trixie-jungheinrich-248338/ Fri, 31 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248338 Knorr-Bremse fokussiert sein Portfolio und verkauft das Tochterunternehmen Merak. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Knorr-Bremse trennt sich von einer spanischen Tochtergesellschaft, Trixie wird in die USA verkauft, und Jungheinrich setzt jetzt auf China: die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

]]>
Knorr-Bremse fokussiert sein Portfolio und verkauft das Tochterunternehmen Merak. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Knorr-Bremse trennt sich von einer spanischen Tochtergesellschaft, Trixie wird in die USA verkauft, und Jungheinrich setzt jetzt auf China: die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Knorr-Bremse veräußert Merak an Opengate Capital

Der Bremssystemspezialist Knorr-Bremse hat den Verkauf seines spanischen Geschäftsbereichs Merak vereinbart. Die Spanier stellen Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme her. Käufer ist die Private-Equity-Gesellschaft Opengate Capital. Mit dem Deal wollen die Münchener ihr Portfolio straffen und sich künftig stärker auf ihre technologischen Kernkompetenzen konzentrieren.

Merak entstand 1963 und gehört seit 2005 zu Knorr-Bremse. Der Umsatz des Systemherstellers soll im Geschäftsjahr 2026 rund 360 Millionen Euro betragen. Der Vollzug der Transaktion ist für Ende dieses Jahres geplant. Hengeler Müller und Perella Weinberg Partners haben die Verkäuferseite bei dem Deal beraten.

Central kauft Trixie für 350 Millionen Euro

Nach 52 Jahren als Familienunternehmen: Der US-amerikanische Produzent von Haustierprodukten, Central Garden & Pet, erwirbt 80 Prozent der Anteile am Heimtierbedarfanbieter Trixie vom Gründer Bonnik Hansen. Central zahlt dafür 400 Millionen Dollar (rund 350 Millionen Euro). Hansen hatte seinen Anteil zuvor in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht. Minderheitsgesellschafter bleiben die Geschäftsführer Volker Haak, Dirk Jessen und Burkhard Friedrichsen. Der Vollzug der Transaktion ist für Anfang 2027 geplant.

Für Central ist Trixie der Einstieg in den europäischen Markt. Das börsennotierte Familienunternehmen aus Walnut Creek, Kalifornien, kommt auf einen Nettoumsatz von 3,1 Milliarden Dollar und ist damit etwa zehnmal so groß wie Trixie, das zuletzt rund 266 Millionen Euro umsetzte. Trixie beliefert 30.000 Fachhändler in Deutschland und Europa und soll zur Plattform für die weitere Expansion von Central in Europa werden.

Wachstumspotenzial sieht Central vor allem im Snack-Segment, das bereits 30 Prozent des Trixie-Umsatzes ausmacht. Mittelfristig schließen die neuen Eigentümer auch Zukäufe nicht aus. Die KanzleienFlick Gocke Schaumburg und Gibson Dunn berieten die Verkäuferseite bei der Transaktion.

Jungheinrich steigt bei EP Equipment ein

Jungheinrich erwirbt eine Minderheitsbeteiligung von knapp 5 Prozent am chinesischen Flurförderzeughersteller EP Equipment. Die Transaktion vertieft eine strategische Partnerschaft, die beide Unternehmen bereits im Mai 2025 eingingen. Damals hatten Jungheinrich und EP Equipment die Partnerschaft vereinbart, um ihre Kompetenzen in der Intralogistik zu bündeln. 

Der Zukauf fügt sich in die Strategie 2030+ des Hamburger Unternehmens ein. EP Equipment produziert bereits Teile des Jungheinrich-Portfolios unter der Marke AntOn, die auf standardisierte Flurförderzeuge im Mid-Tech-Segment zielt. Mit der Beteiligung will Jungheinrich die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette weiter ausbauen.

Weitere M&A-Deals

Gerresheimer trennt sich von zwei Unternehmensteilen: Der angeschlagene Pharmaverpackungshersteller verkauft sein globales Primary-Packaging-Plastics-Geschäft sowie die Centor US Holding an den Finanzinvestor Apax Partners. Der kombinierte Unternehmenswert beider Einheiten liegt bei 1,5 Milliarden Euro. Den Erlös will Gerresheimer vor allem zum Schuldenabbau nutzen und damit die Finanzierungsstruktur des Konzerns stabilisieren. Der Centor-Verkauf soll bis Ende des Geschäftsjahres 2026 abgeschlossen sein, das Plastics-Geschäft wechselt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 den Eigentümer. Latham & Watkins berät Gerresheimer rund um die Transaktion.

Mehr zum Thema

1,5 Milliarden Euro für Centor: Ist das Gerresheimers Rettung?

FINANCE+Milliarden-Deal bei Gerresheimer: Der Verpackungshersteller verkauft Centor für 1,5 Milliarden Euro an Apax. Der Deal verschafft dringend benötigten Spielraum – löst aber nicht alle Probleme.

Toyota erwirbt Anteile an Cellcentric, einem Hersteller von Brennstoffzellen. Toyota übernimmt die Anteile von den bisherigen Eigentümern Daimler Truck und Volvo; künfitg ist der japanische Autobauer mit einem Drittel gleichberechtigt an dem Joint Venture beteiligt. Mit der Transaktion planen die Partner, die Brennstoffzellentechnologie für schwere Nutzfahrzeuge sowie die Wasserstoffversorgung weiter auszubauen. Der Deal soll zum kommenden Jahreswechsel vollzogen werden.   

Die Dalli Group setzt auf Italien: Der Stolberger Hygienemittelproduzent hat Farmol akquiriert. Farmol stellt Aerosol- und Flüssigprodukte für die Bereiche Personal Care und Home Care her und beschäftigt international rund 1.000 Mitarbeitende. Mit dem Erwerb des italienischen Unternehmens stärkt die Gruppe laut eigenen Aussagen ihr Contract-Manufacturing-Geschäft. 

Symrise greift in Grasse zu: Der Aromastoffhersteller hat eine Put-Option zur Übernahme von 100 Prozent der Anteile an Floral Concept unterzeichnet, einem Hersteller natürlicher Duftstoffzutaten im französischen Pays de Grasse. Mit dem Zukauf bündelt Symrise die Aktivitäten von Floral Concept mit seiner bestehenden Einheit Maison Lautier 1795 zu einem Naturals Cluster für Parfümanwendungen. Der Vollzug ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

M&A-Berater-News

Verstärkung für die Transaktionsberatung in Deutschland: Alvarez & Marsal holt Silvio Ritz als Managing Director in die Global Transaction Advisory Group nach Düsseldorf. Ritz kommt von Deloitte, wo er knapp zehneinhalb Jahre im Bereich M&A Transaction Services Unternehmens- und Private-Equity-Kunden auf Käufer- und Verkäuferseite begleitete. Den Einstieg in die Transaktionsberatung fand Ritz bei PwC, wo er rund sieben Jahre arbeitete. Insgesamt bringt er knapp 20 Jahre mit. Sein Branchenfokus liegt auf Einzelhandel, E-Commerce und konsumnahen Dienstleistungen. Bei A&M soll er nun den Ausbau der Mid-Market-Transaktionsberatung in Deutschland vorantreiben.

Deals in Verhandlung

Die Raiffeisen Bank International setzt sich im Bieterkampf um die Addiko Bank durch: Nach Ablauf der Annahmefrist haben 56,16 Prozent der Aktionäre das Angebot von 26,50 Euro je Aktie angenommen und damit die gesetzte Mindestquote von 55 Prozent überschritten. Der slowenische Konkurrent Nova Ljubljanska Banka scheiterte trotz eines deutlich höheren Angebots von 37,00 Euro. Ausschlaggebend dürfte eine vorab vereinbarte Andienung durch den serbischen Großaktionär Alta Group gewesen sein, dem rund 30 Prozent der Addiko-Anteile zugerechnet werden. Nach der Übernahme will RBI nur das Geschäft in Kroatien, Slowenien und Österreich behalten und die übrigen Märkte abstoßen.

Der geplante Erwerb von 202 Tegut-Filialen durch Edeka von der Schweizer Migros droht zu scheitern. Das Bundeskartellamt habe den Beteiligten mitgeteilt, dass es die Übernahme nach derzeitigem Stand der Ermittlungen untersagen werde, wie die Lebensmittelzeitung unter Berufung auf einen Behördensprecher berichtet. In 37 lokalen Absatzmärkten mit insgesamt 38 Tegut-Filialen sieht die Behörde erhebliche Wettbewerbsbeeinträchtigungen. Bei neun Standorten würde Edekas Marktanteil nach der Übernahme die kritische Schwelle von 40 Prozent überschreiten.

Edeka hat dem Kartellamt dem Bericht zufolge bereits einen Lösungsvorschlag unterbreitet: Der Händler will demnach auf den Erwerb der neun kritischen Standorte für zwei Jahre verzichten. Durch das Zusagenangebot verlängert sich die Entscheidungsfrist der Behörde um einen Monat auf den 23. September. Scheitert eine Einigung, steht Edeka der Klageweg vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf offen. Keine Einwände hat das Kartellamt hingegen dem Bericht zufolge gegen die Übernahme der 41 Teo-Märkte, der Firmenzentrale sowie der Bäckerei Herzberger.

M&A-Gerüchteküche

Die Finanzinvestoren SquaredCapital und Infravia Capital Partners planen, beim Kölner Werbekonzern Ströer einzusteigen. Das berichtet das „Manager Magazin“. Gründersohn Dirk Ströer soll sein gesamtes Paket von 20 Prozent abgeben und CEO Udo Müller einen Teil seiner 24 Prozent. Müller soll als CEO an Bord bleiben, so der Bericht, der sich auf Insider beruft.

Der gebotene Preis liege zwischen 44 und 45 Euro je Aktie, was Ströer mit rund 2,5 Milliarden Euro bewerten würde. Das wären gut 20 Prozent mehr als der Börsenschlusskurs vom Dienstag. Sollten die Investoren mit einem öffentlichen Übernahmeangebot einen Anteil von zwei Dritteln erreichen, planen sie ein Delisting, wie das Magazin mit Verweis auf Insider schreibt. Laut dem Bericht berät JP Morgan Ströer bei dem Deal, während Skadden Squared Capital zur Seite steht. Die Finanzierung sollen die Deutsche Bank und Goldman Sachs übernehmen.

]]>
1,5 Milliarden Euro für Centor: Ist das Gerresheimers Rettung? https://www.finance-magazin.de/deals/ma/15-milliarden-euro-fuer-centor-ist-das-gerresheimers-rettung-248240/ Wed, 29 Jul 2026 09:07:18 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248240 Der Verkauf von Centor und des PPP-Geschäfts könnte Gerresheimer den nötigen finanziellen Freiraum schaffen. Foto: Mojahid Mottakin - stock.adobe.com

Milliarden-Deal bei Gerresheimer: Der Verpackungshersteller verkauft Centor für 1,5 Milliarden Euro an Apax. Der Deal verschafft dringend benötigten Spielraum – löst aber nicht alle Probleme.

]]>
Der Verkauf von Centor und des PPP-Geschäfts könnte Gerresheimer den nötigen finanziellen Freiraum schaffen. Foto: Mojahid Mottakin - stock.adobe.com

Milliarden-Deal bei Gerresheimer: Der Verpackungshersteller verkauft Centor für 1,5 Milliarden Euro an Apax. Der Deal verschafft dringend benötigten Spielraum – löst aber nicht alle Probleme.

]]>
Neue EU-Fusionsregeln: Das könnte sich für Dealmaker ändern  https://www.finance-magazin.de/deals/private-equity/neue-eu-fusionsregeln-das-koennte-sich-fuer-dealmaker-aendern-247884/ Mon, 27 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=247884 Die neuen EU-Fusionsregelungen könnten einiges für Deutschlands Dealmaker ändern. Doch überwiegt das Positive oder das Negative? Foto: respiro888 - stock.adobe.com 

Nach fast 20 Jahren plant die EU eine grundlegende Reform der Fusionskontrolle. Sie soll europäische Champions stärken, gibt Wettbewerbshütern aber auch schärfere Werkzeuge an die Hand.

]]>
Die neuen EU-Fusionsregelungen könnten einiges für Deutschlands Dealmaker ändern. Doch überwiegt das Positive oder das Negative? Foto: respiro888 - stock.adobe.com 

Nach fast 20 Jahren plant die EU eine grundlegende Reform der Fusionskontrolle. Sie soll europäische Champions stärken, gibt Wettbewerbshütern aber auch schärfere Werkzeuge an die Hand.

]]>