Katharina Kleint, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/kleint/ für kluge Finanzentscheidungen Mon, 01 Jun 2026 12:08:16 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 KI als Wachstumstreiber: WTS holt sich Tech-Profi ins Management https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kuenstliche-intelligenz/ki-als-wachstumstreiber-wts-holt-sich-tech-profi-in-den-vorstand-244306/ Mon, 01 Jun 2026 10:00:23 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244306 Alexander Post wird neuer Chief Technology & Product Officer beim Steuerberater und Financial Advisor WTS. Foto: WTS/Collage FINANCE

WTS besetzt erstmals einen Chief Technology & Product Officer und holt dafür einen Manager aus der Software-Industrie. Damit treibt die Steuerberatung ihren technologischen Umbau weiter voran.

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Alexander Post wird neuer Chief Technology & Product Officer beim Steuerberater und Financial Advisor WTS. Foto: WTS/Collage FINANCE

WTS besetzt erstmals einen Chief Technology & Product Officer und holt dafür einen Manager aus der Software-Industrie. Damit treibt die Steuerberatung ihren technologischen Umbau weiter voran.

Mit einer neu geschaffenen Führungsposition macht WTS den nächsten Schritt in der KI-Strategie: Die Steuer- und Unternehmensberatung besetzt den erstmals eingerichteten Posten des Chief Technology & Product Officer (CTPO) mit Alexander Post. Der Manager soll den Ausbau KI-gestützter Lösungen und Plattformen als Teil der laufenden Wachstumsagenda vorantreiben, wie das Unternehmen  mitteilte. Er ist direkt an den Vorstand in der Berichtslinie angebunden.

Post kommt aus der Softwarebranche. Zuletzt verantwortete er als Chief Product Officer beim Cyber-Intelligence-Unternehmen Maltego Technologies die gesamte Produktstrategie. Davor leitete er bei Teamviewer das Kerngeschäft mit den Bereichen Enterprise, Internet of Things und Künstliche Intelligenz. Insgesamt verfügt er laut WTS über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Skalierung von Software-as-a-Service-Plattformen, davon mehr als 15 Jahre in Führungspositionen.

Post soll bei WTS bereichsübergreifend arbeiten

In seiner neuen Rolle soll Post nun abteilungsübergreifend arbeiten: Er wird eng mit den Fachabteilungen aller Geschäftsbereiche sowie den bestehenden Digital- und KI-Teams zusammenarbeiten, technologische Lösungen weiterentwickeln und eine passende Infrastruktur aufbauen, teilte die Beratung mit. Zudem übernimmt er die Verantwortung für die inhaltliche und organisatorische Umsetzung der technologischen Produkt-Roadmap des Unternehmens.

Der Schritt folgt auf eine strategische Weichenstellung aus dem vergangenen Jahr. 2025 ging WTS eine langfristige Partnerschaft mit dem Private-Equity-Investor EQT ein, mit dem erklärten Ziel, einen europäischen Champion in der Steuerberatungsbranche zu formen. Ein zentraler Bestandteil dieser Partnerschaft ist laut WTS die gezielte Investition in Künstliche Intelligenz und Technologie.

WTS verfolgt eine ambitionierte KI-Strategie

Die Wurzeln der KI-Ambitionen reichen allerdings noch weiter zurück. Bereits 2023 gründete WTS gemeinsam mit der Münchener Kanzlei Peters, Schönberger & Partner (PSP Partner) ein Joint Venture namens WTS PSP AI. Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte AI Playground – eine eigens entwickelte Plattform, die verschiedene KI-Anwendungen bündelt und Steuerverantwortlichen den Zugang zu KI-Tools ermöglichen soll. Die Plattform soll Steuerabteilungen entlasten.

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Finanzierungen: Deutsche Lufthansa, Heidelberg Materials, Vetter Pharma https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-deutsche-lufthansa-heidelberg-materials-vetter-pharma-244272/ Mon, 01 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244272 Die Deutsche Lufthansa hat erstmals seit 2024 wieder einen Senior Bond platziert. Foto: U. J. Alexander – stock.adobe.com

Die Deutsche Lufthansa und Heidelberg Materials zapfen den Euro-Anleihemarkt an, Vetter Pharma stockt seine Kreditlinie auf – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Die Deutsche Lufthansa hat erstmals seit 2024 wieder einen Senior Bond platziert. Foto: U. J. Alexander – stock.adobe.com

Die Deutsche Lufthansa und Heidelberg Materials zapfen den Euro-Anleihemarkt an, Vetter Pharma stockt seine Kreditlinie auf – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Deutsche Lufthansa platziert neuen Senior Bond

Die Deutsche Lufthansa hat erstmals seit 2024 wieder einen Senior Bond am Kapitalmarkt platziert. Die neue Anleihe hat ein Volumen von 750 Millionen Euro und wird mit 4,125 Prozent verzinst. Fällig wird das Papier im Januar 2032.

Die Fluggesellschaft beabsichtigt die Nettoerlöse der Schuldverschreibungen für allgemeine Unternehmenszwecke zu verwenden, einschließlich der Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten. Das Bankenkonsortium der Transaktion besteht aus Bank of China, BNP Paribas, Citigroup, DZ Bank, Erste Group, ING und LBBW. Beraten wurden die Banken von White & Case.

Heidelberg Materials sammelt 1,5 Milliarden Euro ein

Das Baustoffunternehmen Heidelberg Materials hat zwei neue Anleihetranchen im Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro platziert. Die erste Tranche hat ein Volumen von 900 Millionen Euro, wird mit 3,5 Prozent verzinst und läuft bis Oktober 2029. Die zweite Tranche in Höhe von 600 Millionen Euro läuft bis Juli 2035 und wird mit 4 Prozent verzinst. Das Bankenkonsortium für beide Tranchen bestand aus Bofa, Citigroup, Commerzbank, ING, SEB und Standard Chartered.

Vetter Pharma erhöht Kreditlinie auf 500 Millionen Euro

Der Pharmadienstleister Vetter Pharma hat seine syndizierte Kreditfazilität refinanziert und das Volumen von 275 Millionen auf 500 Millionen Euro erhöht, wie das Unternehmen bekannt gab. Die Laufzeit beträgt zunächst fünf Jahre. Sie kann jedoch zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Die Transaktion wurde über die Online-Syndizierungsplattform Vc Trade umgesetzt.

Mit der Refinanzierung will Vetter seine finanzielle Flexibilität erhöhen, um das laufende Investitionsprogramm und weiteres Wachstum zu unterstützen. Zum Bankenkonsortium gehören Commerzbank, DZ Bank, Helaba, LBBW und SEB. Rechtlich beraten wurde Vetter Pharma von Taylor Wessing, die Bankenseite wurde von White & Case begleitet.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Automobilkonzern BMW hat zwei neue Anleihen an zwei internationalen Kapitalmärkten platziert. Zum einen platzierte der Autobauer eine Anleihe über 300 Millionen britische Pfund (rund 346 Millionen Euro) mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent und einer Laufzeit bis November 2032. Zum anderen emittierte der Konzern eine weitere im Volumen von 1,5 Milliarden norwegischen Kronen (rund 139 Millionen Euro) mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent und einer Laufzeit bis Mai 2036.

Das hessische Fusionsenergie-Unternehmen Focused Energy hat 240 Millionen US-Dollar (rund 206 Millionen Euro) in einer Series-A-Finanzierungsrunde eingesammelt. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die bislang größte vollständig gesicherte Series-A-Runde in der globalen Fusionsindustrie. Zu den Investoren zählen RWE, die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND, der EIC Fund, Prime Movers Lab sowie weitere Geldgeber aus Deutschland, Europa, Asien und der Golfregion. Das Kapital soll fast vollständig in den früheren RWE-Standort Biblis fließen, an dem Focused Energy das nach eigenen Angaben erste Laserfusionskraftwerk der Welt aufbauen will.

Der Pharmadienstleister Siegfried hat neue Anleihen im Volumen von 200 Millionen Schweizer Franken (rund 219 Millionen Euro) platziert, wie das Unternehmen mitteilte. Die Bonds haben eine Laufzeit von vier Jahren und sind mit einem Kupon von 1,35 Prozent ausgestattet. Platziert wurden die Anleihen am Schweizer Markt unter gemeinsamer Führung von UBS und Zürcher Kantonalbank.

Das KI-Start-up Perceptic hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 12 Millionen US-Dollar (rund 10 Millionen Euro) eingesammelt, wie das „Handelsblatt“ berichtete. Das Unternehmen von drei ehemaligen Palantir-Führungskräften mit Sitz in London und Basel entwickelt eine KI-Plattform für Pharmaunternehmen, die die Wirkstoffforschung beschleunigen soll. Angeführt wurde die Runde demnach vom Venture-Capital-Investor Accel, zudem beteiligten sich Air Street Capital und Elder Gull.

Wacker Chemie hat seinen Anteil an Siltronic stärker reduziert als zunächst geplant. Wie der Spezialchemiekonzern am vergangenen Mittwoch mitteilte, platzierte Wacker 2,1 Millionen Siltronic-Aktien zu je 89,35 Euro und nahm damit brutto 188 Millionen Euro ein. Der Anteil an dem Waferhersteller sank durch die Platzierung von 31 auf 24 Prozent. Wacker bleibt nach eigenen Angaben dennoch größter Anteilseigner von Siltronic.

Rating-Meldungen

Fitch hat das „BBB-“-Rating von EEW bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Fitch hat das „BBB“-Rating von Grenke bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Fitch hat das „BBB-“-Rating von Hella bestätigt. Der Ausblick wurde von negativ auf stabil geändert.

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Neuer Job für Springer-Nature-CFO Dambeck https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/neuer-job-fuer-springer-nature-cfo-dambeck-243830/ Thu, 21 May 2026 13:03:22 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=243830 CFO Alexandra Dambeck wechselt im November von Springer Nature zu Dürr. Foto: Springer Nature

Nach dem angekündigten Abschied von Springer Nature ist Alexandra Dambecks nächster Schritt klar. Die CFO zieht es zu einem namhaften Maschinenbauer.

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CFO Alexandra Dambeck wechselt im November von Springer Nature zu Dürr. Foto: Springer Nature

Nach dem angekündigten Abschied von Springer Nature ist Alexandra Dambecks nächster Schritt klar. Die CFO zieht es zu einem namhaften Maschinenbauer.

Alexandra Dambeck hat ihren nächsten CFO-Posten: Die Finanzvorständin von Springer Nature wechselt zum Anlagenbauer Dürr. Das hat das Unternehmen heute bekannt gegeben. Damit ist nun klar, wohin es die 55-Jährige zieht, nachdem im April bekannt geworden war, dass sie Springer Nature verlassen wird, um eine neue externe Aufgabe anzunehmen.

Dürr erweitert CFO-Rolle für Alexandra Dambeck

Der Aufsichtsrat der Dürr-Gruppe hat Dambeck für den 15. November als neue Finanzchefin berufen. Sie folgt dort auf CFO Dietmar Heinrich, der Ende September planmäßig aus Altersgründen ausscheidet.

Bei Dürr übernimmt Dambeck ein breites Aufgabenportfolio: Neben den Finanzen soll sie künftig auch die Ressorts Investor Relations, Recht, Nachhaltigkeit und Informationstechnik verantworten. Dambeck selbst betont vor allem den industriellen Reiz ihrer neuen Aufgabe. Sie freue sich darauf, ihre Erfahrung im Finanz- und Technologiebereich bei Dürr einzubringen und gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitenden die nächste Wachstumsphase mitzugestalten, erklärt sie in der Mitteilung des Unternehmens.

Dambeck hat IPO bei Springer Nature begleitet

Für Dambeck ist der Wechsel ein Sprung von der Welt des wissenschaftlichen Publizierens in die Industrie. Seit Januar 2024 gehört sie dem Vorstand von Springer Nature an und spielte dort unter anderem eine zentrale Rolle beim Börsengang des Wissenschaftsverlags. Nun verlässt sie die Position nach fast drei Jahren.

Dambeck hatte Ulrich Vest abgelöst, der zuvor mehr als 20 Jahre für die Verlagsgruppe tätig war, seit 2015 als CFO.

Zwei Jahrzehnte als CFO bei Fresenius Medical Care

Vor ihrem Wechsel zu Springer Nature war die Finanzchefin rund zwanzig Jahre für Fresenius Medical Care tätig. Bei dem Dialysekonzern hatte sie verschiedene Führungspositionen inne, unter anderem als CFO für die globale Forschung und Entwicklung sowie für die globale Produktion und Supply-Chain-Organisation. Zuletzt verantwortete sie als Executive Vice President das Corporate Controlling und Corporate Accounting.

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Aufstieg an die Wall Street: Dorothee Blessing rückt bei JP Morgan auf https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma/aufstieg-an-die-wall-street-dorothee-blessing-rueckt-bei-jp-morgan-auf-242895/ Fri, 15 May 2026 10:20:39 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242895 Befördert zur Co-Chefin: Dorothee Blessing gehört zur neuen Dreierspitze im globalen Investmentbanking von JP Morgan. Foto: JP Morgan

Dorothee Blessing rückt als Co-Chefin der Investmentbank in den engsten Führungszirkel von JP Morgan auf. Was die neue Rolle bedeutet.

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Befördert zur Co-Chefin: Dorothee Blessing gehört zur neuen Dreierspitze im globalen Investmentbanking von JP Morgan. Foto: JP Morgan

Dorothee Blessing rückt als Co-Chefin der Investmentbank in den engsten Führungszirkel von JP Morgan auf. Was die neue Rolle bedeutet.

Dorothee Blessing rückt an die Spitze des gobalen Investmentbankings von JP Morgan: Die deutsche Bankerin teilt sich die Leitung künftig mit zwei Kollegen und wird damit zur ranghöchsten Deutschen bei einer großen Wall-Street-Bank. Für ihren neuen Posten verlegt sie ihren Arbeitsplatz von London nach New York, wie JP Morgan gegenüber FINANCE bestätigte. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet.

Neben Blessing rücken laut der Investmentbank Kevin Foley und Jared Kaye in die neue Co-Funktion. Das Trio berichtet an John Simmons und Filippo Gori, die gemeinsam die globale Banking-Sparte des Konzerns führen.

Mehrere Führungspositionen bei JP Morgan

Bislang verantwortete Blessing als Global Head of Investment Banking Coverage die Industriegruppen sowie die regionalen Führungsteams im Investmentbanking. In dieser Rolle steuerte sie die Kundenbeziehungen quer durch alle Branchen. Mit dem Aufstieg kommen nun das M&A-Geschäft, Equity und Debt Capital Markets sowie die Betreuung von Finanzinvestoren dazu.

Die Wall-Street-Spitze hat Blessing in mehreren Etappen erklommen. Bei JP Morgan startete sie im Juli 2014 als Leiterin des Investmentbankings für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Von dort arbeitete sie sich weiter nach oben: erst von 2015 bis 2020 als Deutschlandchefin mit Sitz in Frankfurt, dann gemeinsam mit dem Iren Conor Hillery als Europachefin an die Spitze des EMEA-Geschäfts, was sie von Frankfurt nach London führte. Im April 2024 wechselte sie auf die globale Bühne, übernahm zunächst als Co-Head die Verantwortung für das Coverage-Geschäft und leitete es zuletzt allein.

Blessing startete ihre Karriere bei Goldman Sachs

Ihre Karriere im Investmentbanking begann Blessing bei der Konkurrenz. Über zwei Jahrzehnte arbeitete sie für Goldman Sachs, wo sie 1992 nach einem BWL-Studium in St. Gallen und Paris als Finanzanalystin einstieg. Bei der US-Bank stieg sie zur Partnerin und schließlich zur Co-Leiterin des Investmentbankings im deutschsprachigen Raum auf.

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„Die Einsamkeit des CFO ist real, aber sie ist überwindbar“ https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-interviews/die-einsamkeit-des-cfo-ist-real-aber-sie-ist-ueberwindbar-242768/ Fri, 15 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242768 Allein an der Spitze: CFOs berichten von einem Gefühl der Isolation. Foto: Innovated Captures - stock.adobe.de

Sie treffen harte Entscheidungen, müssen sensible Informationen hüten – und haben oft niemanden zum Reden: Einsamkeit gehört für viele CFOs zum Alltag. Wie kann man einen Umgang damit finden?

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Allein an der Spitze: CFOs berichten von einem Gefühl der Isolation. Foto: Innovated Captures - stock.adobe.de

Sie treffen harte Entscheidungen, müssen sensible Informationen hüten – und haben oft niemanden zum Reden: Einsamkeit gehört für viele CFOs zum Alltag. Wie kann man einen Umgang damit finden?

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Wenn der CFO ein Deepfake ist https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kuenstliche-intelligenz/wenn-der-cfo-ein-deepfake-ist-242711/ Wed, 13 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242711 Künstliche Intelligenz ermöglicht es Cyberkriminellen, immer glaubwürdigere Deepfakes zu erstellen. Foto: terovesalainen – stock.adobe.de

Künstliche Intelligenz befähigt Cyberkriminelle zu immer raffinierteren Angriffen. Vor welchen Bedrohungen Unternehmen konkret stehen – und worauf sie künftig achten sollten.

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Künstliche Intelligenz ermöglicht es Cyberkriminellen, immer glaubwürdigere Deepfakes zu erstellen. Foto: terovesalainen – stock.adobe.de

Künstliche Intelligenz befähigt Cyberkriminelle zu immer raffinierteren Angriffen. Vor welchen Bedrohungen Unternehmen konkret stehen – und worauf sie künftig achten sollten.

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Mann+Hummel setzt dauerhaft auf Helena Hofer als CFO https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/mannhummel-setzt-dauerhaft-auf-helena-hofer-als-cfo-242160/ Mon, 04 May 2026 09:33:59 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242160 Helena Hofer ist neue Finanzchefin des Filterspezialisten Mann+Hummel. Foto: Mann+Hummel

Nach dem frühzeitigen Abgang ihrer Vorgängerin hatte Helena Hofer die Finanzen bei Mann+Hummel zunächst interimistisch übernommen. Nun macht der Aufsichtsrat die Lösung dauerhaft.

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Helena Hofer ist neue Finanzchefin des Filterspezialisten Mann+Hummel. Foto: Mann+Hummel

Nach dem frühzeitigen Abgang ihrer Vorgängerin hatte Helena Hofer die Finanzen bei Mann+Hummel zunächst interimistisch übernommen. Nun macht der Aufsichtsrat die Lösung dauerhaft.

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Kone greift erneut nach Aufzugbauer TK Elevator https://www.finance-magazin.de/deals/ma/kone-greift-erneut-nach-aufzugbauer-tk-elevator-241940/ Wed, 29 Apr 2026 10:06:37 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241940 Der Aufzugbauer Kone will seinen Rivalen TK Elevator schlucken. Foto: Kybele – stock.adobe.com

Der finnische Aufzugkonzern Kone will seinen deutschen Rivalen TK Elevator für 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden übernehmen. Es ist bereits der zweite Anlauf.

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Der Aufzugbauer Kone will seinen Rivalen TK Elevator schlucken. Foto: Kybele – stock.adobe.com

Der finnische Aufzugkonzern Kone will seinen deutschen Rivalen TK Elevator für 29,4 Milliarden Euro inklusive Schulden übernehmen. Es ist bereits der zweite Anlauf.

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Private Equity im Defence-Dilemma: Das war die 23. Deutsche Investorenkonferenz https://www.finance-magazin.de/deals/private-equity/private-equity-im-defence-dilemma-das-war-die-23-deutsche-investorenkonferenz-241867/ Wed, 29 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241867 Moderatorin Olivia Harder (links) sprach in der Midmarket-Diskussionsrunde mit fünf Private-Equity-Profis darüber, wo sich jetzt die besten Deals machen lassen. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/A. Varnhorn

Private Equity will Europas Reindustrialisierung mitfinanzieren und den Defence-Boom nutzen. Die 23. Deutsche Investorenkonferenz zeigt, wo dabei Chancen und Risiken liegen.

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Moderatorin Olivia Harder (links) sprach in der Midmarket-Diskussionsrunde mit fünf Private-Equity-Profis darüber, wo sich jetzt die besten Deals machen lassen. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/A. Varnhorn

Private Equity will Europas Reindustrialisierung mitfinanzieren und den Defence-Boom nutzen. Die 23. Deutsche Investorenkonferenz zeigt, wo dabei Chancen und Risiken liegen.

Am 22. April war es wieder so weit und der Frankfurter Westhafen Pier öffnete seine Türen für die deutschsprachige Midmarket-Private-Equity-Community. Mehr als 250 PE-Professionals kamen zusammen, um die drängendsten Fragen der Branche zu diskutieren. Und die lagen in diesem Jahr auf der Hand: Wie positioniert sich Private Equity in einem Europa, das sich wirtschaftlich und militärisch neu erfinden muss? Und kann die Branche ihren Stau aus stockenden Exits lösen?

Private Equity als Motor der Reindustrialisierung

Den Auftakt machte Simon Pex von Carlyle mit einer Keynote zur geopolitischen Lage Europas. Der Kontinent reagiere auf verschiedene Herausforderungen wie den russischen Angriffskrieg oder Verschiebungen der transatlantischen Verhältnisse mit dem größten Investitionsprogramm seit Jahrzehnten, auch Deutschland investiere Milliardenbeträge in Verteidigung und Resilienz. Für Pex ist klar, wer diesen Wandel unterstützen und damit zur Reindustrialisierung beitragen soll: Private Equity. Der Staat habe schließlich große Ambitionen, welche durch schnelles und flexibles Kapital komplementiert und weiter beschleunigt werden können. „Europa wird sich neu erfinden. Die Frage ist nicht ob, sondern wie schnell“, so Pex.    

Defence lockt, doch die Hürden bleiben

Das Thema Defence zog sich durch die gesamte Konferenz – und blieb zwiespältig. Generalleutnant a.D. Peter Bohrer, der gemeinsam mit Strategy&-Partner Dominik Roland über die Chancen und Grenzen von Defence-Investments diskutierte, zeichnete ein klares Lagebild: Russland stelle die größte Bedrohung dar, hybride Kriegsführung präge den Alltag, und auf die USA als verlässlichen Partner könne Europa nicht mehr zählen. Drohnen, Munition und unbemannte Systeme hätten enormen Nachholbedarf und böten damit echtes Investitionspotential für Private Equity.

Doch die Umsetzung ist komplizierter, als die Euphorie vermuten lässt. Große Waffensysteme etwa seien fragmentiert und für PE-Fonds schwer zugänglich, meint wiederum Roland. Ein Ausweg dafür könnten Dual-Use-Technologien sein – also Komponenten und Systeme, die sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden können. So lasse sich laut den Gesprächspartnern beispielsweise am Rüstungsboom partizipieren, ohne direkt in Waffen zu investieren.

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22. Deutsche Investorenkonferenz: So rüstet sich Private Equity

In einem von Unsicherheiten geprägten Markt bleibt Private Equity wichtig für Fortschritt und Wertschöpfung. Dennoch muss sich die Branche an einigen Stellen neu erfinden. Mehr lesen

Dealflow ja, aber mit Geduld

In der Midmarket-Runde wurde deutlich, wie sehr der demografische Wandel den Markt verändert. Viele Familienunternehmer suchen gerade Nachfolger und seien mitunter dadurch offener für Private Equity als je zuvor. Es gebe außerdem wieder mehr Versuche, Exits zu machen und der Dealflow im Lower Midmarket sei attraktiv. Entscheidend sei bei einem Investment die operative Nähe zum Unternehmen, so der Tenor der Runde.

PE-Häuser, die fehlende Funktionen – vom CFO bis zum Vertriebsleiter – aktiv einbringen und mit ihnen eng zusammenarbeiten, verschafften sich einen klaren Vorteil. Isabella Eichler von Altor Equity Partners betonte überdies, dass insbesondere darauf geachtet werden müsse, ob ein Unternehmen wirklich langfristig wachsen und Geld verdienen könne: Nicht die Frage, wie das Unternehmen in drei Jahren aussehen könnte, sei entscheidend – sondern wie in zwanzig.

LPs werden selektiver

Den Abschluss der Investorenkonferenz machte die LP-Diskussionsrunde. Deutlich wurde auch hier: die Geldgeber hinter den Fonds, also Pensionskassen, Dachfonds und Family Offices, schauen kritischer auf den Markt als noch vor einigen Jahren. Danial Krüger von HQ Capital warnte etwa vor blindem Vertrauen in jene Megatrends, die auf der Konferenz kontrovers diskutiert wurden. Wer in Defence, KI oder Healthcare investiere, müsse beweisen, dass er dort wirklich Wert schöpfen kann und nicht nur auf der Welle reitet.

Oskar Volkland von Astorius etwa stellte klar, dass Investoren in der Führung ihrer Beteiligungsunternehmen bereits vor dem Aufkommen von ESG-Trends und -Labels auf nachhaltiges Agieren geachtet haben, um im Exit Spitzenbewertungen zu erzielen: keine offenen Rechtsstreitigkeiten, keine Umweltskandale und stattdessen eine glaubwürdige Unternehmens- und Mitarbeiterführung. Nur wer diese Anforderungen erfülle, könne in einer Transaktion Höchstpreise erzielen. Trendthemen seien in der langfristigen Allokationsstrategie grundsätzlich zu hinterfragen, insbesondere wenn einige Impact-orientierte Investoren von vor vier bis fünf Jahren heutzutage gezielt nach Rüstungsfonds suchen.

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BCG wächst mit KI-Rückenwind – aber nur einstellig https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/bcg-waechst-mit-ki-rueckenwind-aber-nur-einstellig-241566/ Thu, 23 Apr 2026 10:43:16 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241566 Die BCG macht durch KI weltweit 14,4 Milliarden Dollar Umsatz. Foto: JHVEPhoto - stock.adobe.com

Künstliche Intelligenz ist der zentrale Wachstumstreiber der Boston Consulting Group. Trotzdem lag das weltweite Umsatzwachstum mit 7 Prozent unter dem Vorjahr.

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Die BCG macht durch KI weltweit 14,4 Milliarden Dollar Umsatz. Foto: JHVEPhoto - stock.adobe.com

Künstliche Intelligenz ist der zentrale Wachstumstreiber der Boston Consulting Group. Trotzdem lag das weltweite Umsatzwachstum mit 7 Prozent unter dem Vorjahr.

Die Boston Consulting Group (BCG) hat ihren Umsatz 2025 weltweit auf 14,4 Milliarden Dollar gesteigert – ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte die Beratungsgesellschaft heute mit. Insgesamt ist das Wachstum damit allerdings schwächer als im Vorjahr, als BCG 2024 um 10 Prozent wuchs. In den beiden Jahren davor lag das Wachstum mit jeweils 5 Prozent allerdings auch unter dem letzten Geschäftsjahr.

Zahlen für Deutschland legt BCG nicht vor. Es heißt lediglich, Deutschland habe „einen maßgeblichen Anteil am globalen Geschäft: der Umsatz mit KI-Projekten hat sich im Jahresvergleich verdoppelt, gegenüber 2023 sogar versechsfacht. Das Geschäft mit den Kunden in Deutschland legte dabei um einen hohen einstelligen Prozentsatz zu“.

Auch international war das KI-Geschäft ein zentraler Wachstumstreiber: Beratungsleistungen rund um KI-Transformationen legten im Jahresvergleich um 25 Prozent zu, mehr als 40 Prozent des globalen Umsatzes stammen bereits aus Tech- und KI-Projekten. „Der frühe Fokus auf Künstliche Intelligenz zahlt sich aus“, sagt BCG-Weltchef Christoph Schweizer.

BCG investiert deutlich in KI

Dabei ist BCG selbst mitten in der tiefgreifendsten Neuaufstellung seiner Geschichte. Als einer der großen Platzhirsche der Branche neben McKinsey und Bain will BCG künftig auch als führende Technologieberatung punkten und hat dafür eigenen Angaben zufolge bereits 5 Milliarden Dollar in KI investiert. Rund 4.000 Mitarbeitende entwickeln intern eigenständig KI-Workflows und Automatisierungslösungen. „BCG durchläuft gerade die größte Transformation seiner Firmengeschichte. “, sagt Michael Brigl, Senior Partner und Leiter der Geschäftsregion Zentraleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa).  

Neben KI sorgt auch die gestiegene Rüstungsnachfrage für Rückenwind. Geopolitische Spannungen und wachsende Verteidigungsbudgets hätten den Beratungsbedarf spürbar erhöht, erklärt BCG-Partner Daniel Zepter. Die Beratung unterstützt Behörden, Rüstungsunternehmen, Mittelständler und Investoren – etwa bei Vergabeverfahren und der Umsetzung von Verteidigungsprogrammen.

BCG setzt auf neues Beratungsteam

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, baut BCG sein Angebot aus: Mit „Rapid Value & Cash“ startet ein neues Team in Deutschland, das sich auf Interim Management in Vorstands- und Geschäftsführungsrollen spezialisiert. Das Angebot richtet sich vorrangig an Private-Equity-Portfoliounternehmen und Mittelständler und ist in der Praxisgruppe Transform angesiedelt. Zum Start umfasst das Team rund ein Dutzend Beraterinnen und Berater, die stark mit Künstlicher Intelligenz arbeiten sollen.

Auch als Arbeitgeber bleibt BCG gefragt. Die Beratung zählt unter Bewerberinnen und Bewerbern zu den begehrtesten Adressen im Strategieberatungsmarkt – und wächst entsprechend. Weltweit stieg die Belegschaft auf 33.500 Mitarbeitende, in Zentraleuropa wurden im Geschäftsjahr 2025 in knapp vierstelliger Höhe eingestellt.

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