Vivien Steinhübl, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/steinhbl/ für kluge Finanzentscheidungen Wed, 20 Apr 2022 10:04:38 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.4 „Eine breite Sourcing-Strategie ist essentiell“ https://www.finance-magazin.de/deals/ma/eine-breite-sourcing-strategie-ist-essentiell-105312/ Mon, 20 Dec 2021 07:15:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=105312 Wie findet man gute Deals, wenn persönliche Netzwerke immer weniger hergeben? Und was können M&A-Plattformen leisten? Die Berlin Brands Group und DealCircle berichten.

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Wie findet man gute Deals, wenn persönliche Netzwerke immer weniger hergeben? Und was können M&A-Plattformen leisten? Die Berlin Brands Group und DealCircle berichten.

Die Berlin Brands Group ist ein umtriebiger Käufer von e-Commerce-Unternehmen. Von über 1.000 Mitarbeitern weltweit arbeiten mehr als 70 allein in der M&A-Abteilung. Im Doppelinterview mit Kai Hesselmann, Gründer und Geschäftsführer der M&A-Plattform DealCircle, beschreibt Malte Karstan, Head of Acquisition Europe bei der Berlin Brands Group, warum er sich für das anorganische Wachstum längst nicht mehr nur auf persönliche Netzwerke und Off-market-Deals verlässt.

Herr Hesselmann, wir durchleben gerade wieder sehr unruhige Zeiten. Wie sehen Sie den M&A-Markt aktuell?

Hesselmann: Der Markt ist weiterhin sehr robust und aktiv. Die Unsicherheit im Zuge der diversen Corona-Wellen schlägt sich ohne Frage auf so manche Bewertung am Aktienmarkt nieder, auf die Aktivitäten am M&A-Markt dagegen hat sie bislang praktisch keine Auswirkungen. Strategische Investoren halten sich vielleicht hier und da etwas stärker zurück, dafür ist bei Finanzinvestoren der Anlagedruck und damit die Gesamtmenge an Transaktionen weiterhin hoch. Was man allerdings sehen kann, ist, dass gerade bei Finanzinvestoren die Renditeerwartungen teilweise deutlich sinken.

Herr Karstan, Sie leiten bei dem e-Commerce-Unternehmen Berlin Brands Group den M&A-Bereich in Europa. Wie erleben Sie die Situation aktuell?

Karstan: Unsere zahlreichen e-Commerce-Marken profitieren von der aktuellen Situation, auch wenn wir alle uns auf makro-ökonomischer Ebene und auch aus persönlicher Sicht wieder weniger Unsicherheit und weniger Einschränkungen wünschen würden. Unser M&A-Team beispielsweise arbeitet mit 70 Personen in drei Bereichen – Target-Identifikation, Due Diligence und Integration – weitgehend remote. Das geht, aber es wird auch wieder Zeit für mehr persönlichen Austausch.

Berlin Brands Group stellt klare Bedingungen

Belastet das die M&A-Aktivitäten selbst?

Karstan: Nein. Wir haben in der Tat ein ziemliches Polster an vielversprechenden Targets aufgebaut, das wir auch jetzt abarbeiten und parallel neu aufbauen. Hier zahlt sich aus, dass wir uns als Käufer über die Jahre ein klares Profil und eine enorme Reputation aufgebaut haben. Wir kennen das Direct-to-Customer-Geschäft (D2C) in- und auswendig und haben eine weltweite Skalierungsmaschine für e-Commerce aufgebaut, die gerade jungen D2C-Unternehmen enorme Wachstumsmöglichkeiten bietet. Allerdings: Wer unter unser Dach will, muss sich voll integrieren lassen. Wir machen ausschließlich 100-Prozent-Akquisitionen. Das ist für viele Unternehmerinnen und Unternehmer ein schwieriger Findungsprozess, bis sie sich darauf einlassen – aber anders funktioniert unser Modell nicht.

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DealCircle ist ein Kooperationspartner von FINANCE. Mehr über die Zusammenarbeit erfahren Sie hier.

Wie stoßen Sie auf vielversprechende Targets?

Karstan: In der e-Commerce-Welt sind wir schlichtweg bekannt. Wer in diesem Umfeld ein Unternehmen verkaufen möchte, kommt an uns als potentiellem Käufer eigentlich nicht vorbei. Darüber hinaus nutzen wir aber auch aktive Sourcing-Ansätze, um unseren Blick auf den Markt zu erweitern.

Hesselmann: Eine breite Sourcing-Strategie ist in der Tat essentiell. Für Off-market-Deals, die nie offiziell mandatiert werden, braucht man eine Reputation und Bekanntheit als Käufer. Für On-market-Deals wiederum muss man bedenken, dass auch mandatierte M&A-Berater sich notgedrungen nicht in allen Branchen gleichermaßen auskennen und ebenfalls darauf angewiesen sind, aktive Käufer effizient und sicher zu identifizieren. Bei diesem Matching von Verkaufsmandaten und Käufern kann eine digitale Lösung wie DealCircle die Effizienz und Abschlusswahrscheinlichkeit enorm erhöhen.

Aktives Deal-Sourcing wird wichtiger

Umkehrt wollen nur wenige ihr Unternehmen wie einen Gebrauchtwagen auf einer Plattform öffentlich zum Verkauf anbieten.

Hesselmann: Daher ist DealCircle erstens eine geschlossene Plattform mit ausschließlich registrierten und von uns verifizierten Nutzern. Zweitens – und noch wichtiger – agieren auf Verkäuferseite nur mandatierte M&A-Berater. Diese können einerseits anonymisierte Exposees auf der Plattform einstellen, andererseits aber – und auch das ist wiederum deutlich wichtiger – erhalten sie von DealCircle ihrerseits Vorschläge für mögliche Käufer. Diese können sie dann individuell bewerten, bevor sie ein anonymes Exposee zur Verfügung stellen – auch vollkommen abseits der Plattform und ausschließlich in der direkten und persönlichen Ansprache. Die Vertraulichkeit ist also genau dieselbe, wie bei einem traditionellen M&A-Prozess, nur der Marktüberblick ist für beide Seiten ungleich umfangreicher und effizienter.

Karstan: Man muss dazu sagen, dass selbst in unserer Branche, die strukturell von eher jungen Unternehmen geprägt ist, wirkliche Off-market-Deals aus dem persönlichen Netzwerk immer seltener und aktives Sourcing und institutionalisierte Sichtbarkeit als Käufer entsprechend immer wichtiger werden. Gerade auch aufgrund unserer klaren Haltung zur Dealstruktur ist es für uns immer hilfreich, wenn ein Unternehmer oder eine Gründerin die Implikationen eines Verkaufs schon mit einem M&A-Berater durchgegangen ist. Das nimmt viele emotionale Themen in den Verhandlungen vom Tisch und die Transaktionswahrscheinlichkeit steigt enorm.

armin.haeberle[at]faz-bm.de

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M&A-Deals: Jenoptik, VTG, Börsenmedien AG https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-jenoptik-vtg-boersenmedien-ag-103846/ Fri, 03 Dec 2021 07:15:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=103846 Jenoptik findet endlich einen Käufer für Vincorion, Morgan Stanley prüft M&A-Optionen für VTG und die Börsenmedien AG schluckt den Finanzen Verlag: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

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Jenoptik findet endlich einen Käufer für Vincorion, Morgan Stanley prüft M&A-Optionen für VTG und die Börsenmedien AG schluckt den Finanzen Verlag: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Jenoptik verkauft Militärtechniksparte Vincorion

Nachdem der Mitte 2019 eingeleitete M&A-Prozess zunächst auf Eis gelegt wurde, hat Jenoptik nun endlich einen Käufer für Vincorion gefunden: Die Militärtechniksparte der Jenaer geht für einen Unternehmenswert von 130 Millionen Euro an den britischen Finanzinvestor Star Capital. Vincorion ist auf die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von mechatronischen Produkten spezialisiert, die vor allem im Sicherheits- und Verteidigungsbereich, aber auch in der Luftfahrt zur Anwendung kommen. Die Sparte beschäftigt rund 800 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 152 Millionen Euro sowie eine Ebitda-Marge von 11 Prozent.

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Jenoptiks nächster Schlag am M&A-Markt

FINANCE+Jenoptik setzt auf den Trioptics-Deal aus dem Vorjahr noch einen drauf und zahlt 300 Millionen Euro für Teile von Berliner Glas. Was hat der Hightech-Konzern vor, und welcher Deal könnte als nächstes kommen? Die FINANCE-Dealanalyse.Mehr lesen

Der Eigenkapitalwert liegt laut Jenoptik im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dazu kommen unter anderem Ansprüche und Verpflichtungen, die sich ebenfalls auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen. Ebenfalls Teil des Deals ist eine Earn-out-Komponente. Die Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Mit dem Closing rechnet Jenoptik in der zweiten Jahreshälfte 2022. Jenoptik ließ sich beim Verkauf von White & Case (Federführung: Carola Glasauer) beraten. Star Capital erhielt Unterstützung von King & Wood Mallesons (Federführung: Markus Herz).

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M&A-Deals: Sika, Clark, Heidelcement https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-sika-clark-heidelcement-101251/ Fri, 12 Nov 2021 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=101251 Sika kauft das Ex-BASF-Bauchemie-Geschäft, Clark steigt durch einen Deal zum Einhorn auf und Heidelbergcement trennt sich von weiteren Geschäftsbereichen: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

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Sika kauft das Ex-BASF-Bauchemie-Geschäft, Clark steigt durch einen Deal zum Einhorn auf und Heidelbergcement trennt sich von weiteren Geschäftsbereichen: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Sika beglückt Private Equity mit Übernahme

M&A-Deal in der Baubranche: Sika kauft das ehemalige Bauchemiegeschäft von BASF von dem Private-Equity-Investor Lone Star. Die MBCC Group (Masters Builders Construction Chemicals) mit Sitz in Mannheim geht für 5,5 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet rund 5,2 Milliarden Euro) an den neuen Eigentümer – das entspricht einem Bewertungs-Multiple von 8,5x Ebitda nach Synergien, die sich laut Sika bis 2025 auf jährlich 160 bis 180 Millionen Schweizer Franken belaufen sollen. Auf Basis des pro-forma-Ebitdas für 2022 steigt das Multiple auf 11,5x Ebitda.

Die Geschäftsbereiche der beiden Firmen seien „hochkomplementär“ und ergänzten sich gut, begründet Sika die Transaktion. Zudem solle die Transformation zu einem nachhaltigen Bauunternehmen beschleunigt werden. Für die Finanzierung des Deals hat Sika eine Brückenfinanzierung arrangiert. Die Transaktion soll das Investmentgrade-Rating nicht beeinflussen.

Für den Verkäufer, den Finanzinvestor Lone Star, ist es ein guter Deal: Lone Star hatte das Geschäft von BASF Ende 2019 für 3,17 Milliarden Euro übernommen. Während der Haltedauer hat der Finanzinvestor damit eine Rendite von über 60 Prozent erzielt – in nur etwas mehr als einem Jahr.

Die Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Den Deal will Sika in der zweiten Jahreshälfte 2022 abschließen. MBCC beschäftigt nach eigenen Angaben 7.500 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Nettoumsatz von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro. Baker McKenzie (Federführung: Florian Kästle) hat Sika bei der Übernahme beraten.

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M&A-Deals: Jenoptik, Flixmobility, Siemens https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-jenoptik-flixmobility-siemens-97223/ Fri, 22 Oct 2021 06:15:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=97223 Jenoptik schlägt wieder am M&A-Markt zu, Flixmobility erwirbt Greyhound und Siemens bereitet die Trennung vom Geschäft mit großen Antrieben vor: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

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Jenoptik schlägt wieder am M&A-Markt zu, Flixmobility erwirbt Greyhound und Siemens bereitet die Trennung vom Geschäft mit großen Antrieben vor: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Jenoptik schnappt sich Teile von Berliner Glas für 300 Millionen Euro

Jenoptik schlägt wieder am M&A-Markt zu: Nach der 220 Millionen Euro schweren Übernahme von Trioptics im Juli 2020 kauft das Unternehmen nun einen großen Teil des Photonik-Spezialisten Berliner Glas. Teil der Transaktion sind die Firmen BG Medical Applications sowie Swissoptic. Der Kaufpreis für beide Einheiten beträgt 300 Millionen Euro – gemessen am Jahresumsatz von Jenoptik, der bei 800 Millionen Euro rangiert, ist die aktuelle Transaktion ein echtes Schwergewicht für die Jenaer.

Durch die Akquisition erweitert Jenoptik das Produktionsnetzwerk und auch die Reinraumkapazitäten. Darüber hinaus soll der Deal Einsparmöglichkeiten in der Beschaffung sowie eine breitere Nutzung von Forschungsergebnissen bringen. Bereits für das kommende Jahr rechnet Jenoptik durch die Deals mit einem Umsatzbeitrag von rund 130 Millionen Euro. Zudem erhofft sich das Unternehmen eine Wachstumsrate im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sowie ein „attraktives Margenprofil“, machte jedoch keine konkreten Angaben dazu.

Der Jenoptik-Aufsichtsrat hat der Transaktion bereits zugestimmt, das Bundeskartellamt muss noch grünes Licht geben. Mit dem Closing rechnet Jenoptik im Dezember 2021. Der bisherige Eigentümer, der niederländische Chipausrüster ASML, hatte Berliner Glas im vergangenen Jahr übernommen. Bereits damals wurde spekuliert, dass sich die Niederländer von dem für sie strategisch nicht bedeutenden Teil der Einheit trennen könnten.

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Maredo, Neckermann & Co: Was gilt beim Kauf insolventer Marken? https://www.finance-magazin.de/distressed-ma/maredo-neckermann-co-was-gilt-beim-kauf-insolventer-marken-96604/ Wed, 20 Oct 2021 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=96604 Wenn ein Unternehmen insolvent ist, muss das nicht heißen, dass auch die zugehörige Marke für immer von der Bildfläche verschwindet, wie das Beispiel von Maredo zeigt. Doch worauf müssen Käufer und Verkäufer bei Marken-Deals achten?

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Wenn ein Unternehmen insolvent ist, muss das nicht heißen, dass auch die zugehörige Marke für immer von der Bildfläche verschwindet, wie das Beispiel von Maredo zeigt. Doch worauf müssen Käufer und Verkäufer bei Marken-Deals achten?

Mehrere Monate hatte die Steakhauskette Maredo während der Coronakrise noch gekämpft, doch Anfang dieses Jahres kam das Aus: Die Restaurants stellten den Betrieb ein. Dennoch ist der Name Maredo nicht dauerhaft aus den deutschen Fußgängerzonen verschwunden. Rund ein halbes Jahr später verkaufte Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis die Markenrechte und wesentliche Vermögenswerte der insolventen Steakkette an eine Investorengruppe. Auch Traditionsmarken wie Quelle und Neckermann verschwanden nach den Insolvenzen nicht – beide Marken und die zugehörigen Internet-Domains sicherte sich die Otto-Gruppe.

Eingeführte Marken können gerade bei Distressed M&A ein wesentlicher Wertfaktor sein. Doch wie bepreist man eine bekannte Marke richtig? „Bei etablierten Marken sind deren Bekanntheit und das Image am Markt entscheidend“, sagt Michael Rozijn, Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht bei Schultze & Braun. Diese Werte werden in der Regel durch spezialisierte Marktforschungsunternehmen erhoben, beispielsweise anhand von Interviews und statistischen Erhebungen bei Marktteilnehmern.

Markenrechte: wann schlägt man zu?

Steht eine Marke zum Verkauf, kommt es beim Timing auch darauf an, was der Kaufinteressent mit der Marke plant. Soll eine am Markt eingeführte Restaurantmarke auch künftig für ein gastronomisches Angebot genutzt werden, ist Tempo gefragt. „Sonst droht ein längerer Stillstand während einer Insolvenz, und dies könnte die Marke beschädigen oder entwerten, etwa, wenn die Restaurants geschlossen werden müssen und die Marke damit vom Markt verschwindet“, warnt Rozijn.

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Doch es gibt auch andere Fälle: „Will man als Käufer den Markennamen erhalten, ihn aber künftig für ein ganz anderes Produkt oder Dienstleistungsangebot nutzen, dann ist ein zügiger Vertragsabschluss weniger entscheidend“, erklärt der Jurist. Kommt es dem Käufer auf das bisherige Produkt der Marke nicht an, kann bei einem länger andauernden Verfahren der Vorteil eines sinkenden Preises nutzbar gemacht werden.

Rechtliche Fallstricke beim Markenkauf

In jedem Fall sollten Kaufinteressenten sich darüber im Klaren sein, dass die rechtlichen Risiken bei Marken-Transaktionen vergleichsweise hoch sind, mahnt Rozijn. Der Hauptgrund dafür: Es gibt kein Register, aus dem eindeutig hervorgeht, wer welche Rechte an einer Marke hält und damit auch verkaufen darf. Zwar bildet das Markenregister die Basis jeder Recherche, doch der dort eingetragene Eigentümer kann die Marke zwischenzeitlich abgetreten haben, ohne dass dies aus dem Eintrag hervorgeht. Dritte können über Lizenzvereinbarungen das Recht zur Nutzung der Marke erworben haben, und auch dies ist aus dem Markenregister nicht zu erkennen. So können Markenrechte beispielsweise als Sicherheit bei Kreditgebern hinterlegt sein – diese Maßnahmen sind aber im Markenregister nicht zwingend erfasst.

Wer eine Marke rechtssicher erwerben will, muss daher recherchieren, ob es weitere Rechteinhaber gibt, die den M&A-Prozess stören oder Ansprüche geltend machen könnten.

Daher müssen mitunter auch Dritte beim Verkauf von Markenrechten eingebunden werden. Auch der Insolvenzverwalter kann zumeist nur nach Aktenlage vorgehen und entscheiden – ohne garantieren zu können, dass er aus den Unterlagen ein vollständiges Bild erhält. „Eine gewisse Unsicherheit bleibt immer“, sagt Rozijn. Immaterielle Vermögenswerte wie Markenrechte würden daher in der Praxis der Insolvenzverwaltung auch grundsätzlich ohne Gewährleistung verkauft.

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Auch Lizenzverträge können den Kauf von Marken beeinflussen. Ein Blick in die erteilten Lizenzen und deren rechtliche Rahmenbedingungen sollte für Kaufinteressenten daher zwingend Teil der Due Diligence sein, rät Rozijn.

Zudem sollten Kaufinteressenten prüfen, ob Widerspruch gegen die Markeneintragung eingelegt wurde oder ob der Verdacht besteht, dass die Marke gegen Rechte Dritter verstößt. „Das Patent- und Markenamt prüft die Marke bei ihrer Eintragung nicht auf Ähnlichkeiten mit anderen Marken oder gar auf Plagiate“, erklärt der Experte. Zu einer guten Recherche gehöre daher für Kaufinteressenten zwingend auch eine Marktanalyse, ob es ähnliche oder identische Marken gibt, gegen die die zum Verkauf stehende Markeneintragung verstoßen könnte oder mit denen es einen Konflikt geben könnte. Sonst drohen dem Käufer später rechtliche Schwierigkeiten, wenn möglicherweise die Inhaber bevorrechtigter Marken Widersprüche gegen die gekaufte Marke erheben.

Diese Regeln gelten international und im Internet

Soll die Marke auch international genutzt werden, hilft das Deutsche Patent- und Markenregister nicht mehr weiter: Europaweiten Schutz genießt eine Marke nur mit der Eintragung im EU-Markenregister. Außerhalb der EU müssen Schutzrechte in den einzelnen Ländern, in denen der Schutz gelten soll, eingetragen sein.

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Besondere Regelungen greifen auch, wenn die Internet-Domain einer Marke mit verkauft werden soll. Einer der häufigsten Denkfehler: „Man darf nicht davon ausgehen, dass die Internet-Domain, die den Markennamen trägt, automatisch zur Marke dazugehört und denselben Schutz genießt wie die Marke“, erklärt Rozijn.

Die Domain nutze zwar die Marke, aber die Domainregistrierung ist etwas gänzlich anderes als die Markenregistrierung. Die Internet-Domain einer Marke könne durchaus einen anderen Inhaber haben als die Marke selbst – und dieser wiederum wäre dann für einen Kaufinteressenten der richtige Ansprechpartner, um die Domain zu erwerben. Um die Domain zu nutzen, muss der Käufer also zum einen das Recht zur Nutzung der Marke erhalten und zum anderen vom Domain-Inhaber die Domain erwerben und über die Domainregistrierungsstelle umschreiben lassen. Eine davon ist zum Beispiel der Denic eG.

Zudem sollten Kaufinteressenten sich vergewissern, dass die Marke auch aktiv genutzt wird – sonst droht der Markenschutz zu verfallen. „Dieser erlischt nach fünf Jahren und einem Tag, wenn die Marke nicht genutzt wird“, erklärt Experte Rozijn. Wer die Risiken beim Markenkauf minimieren will, sollte sich daher auf etwas Recherchearbeit einstellen.

vivien.steinhuebl[at]finance-magazin.de

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CFO Sebastian Schulte macht nicht nur bei Deutz Druck https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-interviews/cfo-sebastian-schulte-macht-nicht-nur-bei-deutz-druck-95978/ Fri, 15 Oct 2021 06:15:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=95978 Deutz-CFO Sebastian Schulte war Ruderweltmeister und stieß erst spät auf die Option einer CFO-Karriere. Dann startete er durch. Wie es dazu kam, verrät er im neuen FINANCE-Karriere-Podcast „Future CFO“.

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Deutz-CFO Sebastian Schulte war Ruderweltmeister und stieß erst spät auf die Option einer CFO-Karriere. Dann startete er durch. Wie es dazu kam, verrät er im neuen FINANCE-Karriere-Podcast „Future CFO“.

Seit Januar diesen Jahres ist Sebastian Schulte CFO bei Deutz. Der Motorenbauer aus Köln hat Standorte in 130 Ländern, beschäftigt 4.600 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro. Doch Schulte ist weniger auf Karriere fixiert als auf das, was ihm Spaß macht – und das hat ihm erst einen Weltmeistertitel im Rudern und nun einen Vorstandsposten im SDax gebracht. Im FINANCE-Podcast „Future CFO“ erzählt er, wie es ihm gelungen ist, neben einer Laufbahn als Leistungssportler auch noch eine erfolgreiche CFO-Karriere einzuschlagen.

Sebastian Schulte ist zu Gast im Future-CFO-Podcast. Foto: Deutz

Sebastian Schultewar Ruderweltmeister 2006

Das vielleicht Bemerkenswerteste an Schultes ungewöhnlicher Laufbahn: Er hatte nie geplant, CFO zu werden, wie er im Gespräch verrät. Von 2001 bis 2007 zählte er zur Stammbesetzung des Deutschland-Achters im Rudern, 2006 wurde er Weltmeister. Das Flaggschiff des deutschen Ruderverbands scheint ein gutes Sprungbrett für die Corporate-Finance-Welt zu sein; schließlich hat auch Eckhard Schulz zuerst im Achter gekeult (mit dem Olympiasieg 1988 als Highlight) und dann als CFO reüssiert, zum Beispiel bei LEG Immobilien.

Der Leistungssport war „mein erster Karrierepfad“, gibt Schulte zu. Doch dann kam er bei ThyssenKrupp in Kontakt mit CFO-Themen und sah darin eine attraktive Berufsperspektive: „Ich dachte mir: Was die Jungs dort machen, könnte Spaß machen“, sagt er im Podcast. 

Doppelrolle: CFO und Personalvorstand

Schulte gibt zu, dass er vor dem Sprung an die Spitze des Finanzressorts von Deutz „anfangs etwas eingeschüchtert“ gewesen sei, trotz seiner vielfältigen Erfahrungen nicht zuletzt als CFO bei der krisengebeutelten ThyssenKrupp-Tochter in Brasilien zwischen 2014 und 2017: „Ich muss sagen, ich hatte etwas Bammel vor der neuen Rolle.“ Kein Wunder, steht er nun nicht nur direkt im Rampenlicht des Kapitalmarktes, sondern hat in Doppelfunktion zusätzlich auch noch eine gänzlich neue Rolle als Personalvorstand angenommen. Das Lampenfieber währte aber nicht lange; dafür hat Schulte lange genug gelernt, auch unter Druck Leistung abzuliefern.

Schulte schätzt Personen, die Besonderes leisten, statt sich durchmogeln zu wollen – ob auf der Ruderstrecke, an der Universität Cambridge oder im Beruf. Dieser Respekt vor der Leistung anderer prägt auch seinen Managementstil: Die Fähigkeit zur Selbstkritik nennt er im Podcast als wichtige Tugend in seiner Rolle als Finanzchef. Und Schulte hat sich den ungewöhnlichen Blickwinkel des Seiteneinsteigers bewahrt: Sieht er Jobanwärter, die ein Hobby intensiv verfolgen, vielleicht, aber nicht notwendigerweise im Leistungssport, „beginnt mich diese Person zu interessieren“, verrät der CFO.

Wie genau es Sebastian Schulte vom Ruderweltmeister zum Finanzvorstand geschafft hat und wie er heute in seiner Doppelrolle im SDax-Konzern agiert, hören Sie hier in unserer neusten Ausgabe von „Future CFO – der FINANCE-Karriere-Podcast“. Außerdem finden Sie den Podcast bei Spotify, Apple Podcast und Audible.

vivien.steinhuebl[at]frankfurt-bm.de

Info

Diese und weitere Folgen des Podcasts „Future CFO“ finden Sie hier. In den bisherigen Folgen waren Matthias Zieschang, Tanja Dreilich und Eckhard Schultz zu Gast. Abonnieren Sie gerne unseren Podcast, damit Sie keine Folge mehr verpassen!


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M&A-Deals: Delivery Hero, New York Pizza, Zeitfracht https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ma-deals-delivery-hero-new-york-pizza-zeitfracht-96032/ Fri, 15 Oct 2021 06:15:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=96032 Delivery Hero hisst die Segel in Richtung Karibik, New York Pizza schlägt gleich zwei Mal am M&A-Markt zu und Zeitfracht steigt beim Flughafen Rostock ein: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

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Delivery Hero hisst die Segel in Richtung Karibik, New York Pizza schlägt gleich zwei Mal am M&A-Markt zu und Zeitfracht steigt beim Flughafen Rostock ein: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Delivery Hero steigt bei karibischer Food-App Hugo ein

Delivery Hero baut die Präsenz in Zentralamerika mit einem M&A-Deal aus: Wie die Berliner mitteilten, haben sie mit der Lieferdienst-App Hugo eine Vereinbarung zur Übernahme der Restaurant- und Lebensmittellieferdienste in Mittelamerika und der Karibik geschlossen. Durch die Transaktion stärkt Delivery Hero vor allem die Präsenz in Jamaika.

Hugo wurde 2017 gegründet und ist derzeit nach eigenen Angaben in über 40 Städten in den sechs Ländern Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Jamaika sowie in der Dominikanischen Republik aktiv. Das Unternehmen beschäftigt über 800 Mitarbeiter und zählt rund 1,3 Millionen Nutzer auf der eigenen Plattform, die Lebensmittellieferungen, Apothekenzustellungen, E-Commerce und On-Demand-Finanzdienstleistungen anbietet.

Einen konkreten Kaufpreis gab der Dax-Konzern nicht bekannt. Die Transaktion bewerten die Berliner auf der Basis eines Run-Rate-GMV (vermitteltes Umsatzvolumen) von über 150 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 129 Millionen Euro), der gezahlte Multiplikator sei „marktbasiert“ und „mit denen von Delivery Hero und anderen vorangegangen Transaktionen vergleichbar“. In der Lieferdienstbranche rangieren die Multiples im Schnitt zwischen 5x und 9x Umsatz. Den M&A-Deal will Delivery Hero voraussichtlich im ersten Quartal 2022 abschließen, er unterliegt noch den entsprechenden behördlichen Genehmigungen.

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M&A-Deals: Zooplus, Leoni, Wella https://www.finance-magazin.de/finance-plus/ma/ma-deals-leoni-coty-dws-95172/ Fri, 08 Oct 2021 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=95172 Hellman & Friedman erhöht das Zooplus-Angebot schon wieder, Leonis Fabrikautomationsgeschäft geht an BizLink und Coty veräußert Anteile an Wella: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

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Hellman & Friedman erhöht das Zooplus-Angebot schon wieder, Leonis Fabrikautomationsgeschäft geht an BizLink und Coty veräußert Anteile an Wella: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Hellman & Friedman legt bei Zooplus schon wieder nach

Hellman & Friedman lässt nicht locker: Wie der Finanzinvestor am gestrigen Donnerstagabend mitteilte, zieht er mit dem Zooplus-Übernahmeangebot des Mitbieters EQT nach. Somit bietet Hellman & Friedman aktuell ebenfalls 470 Euro je Zooplus-Aktie. Beide Finanzinvestoren bewerten Zooplus nun mit 3,6 Milliarden Euro. Die vorherige Offerte betrug 460 Euro je Papier. Durch die Änderung der Angebotsbedingungen verlängert sich die Annahmefrist für die Offerte bis zum 3. November. Die Zooplus-Aktie rutschte am heutigen Freitagvormittag leicht ins Minus und notiert derzeit bei rund 480 Euro.

Jüngst hatte EQT das Übernahmeangebot von Hellman & Friedman um 10 Euro überboten, nachdem Hellman & Friedman das eigene Angebot bereits drastisch aufgestockt hatte, um die Konkurrenz aus dem Rennen zu schicken. KKR, zu der Zeit noch Teil des Bieterwettstreits, verabschiedete sich daraufhin aus dem M&A-Prozess. Zuallererst für Zooplus geboten hatte Hellman & Friedman im August dieses Jahres. Das ursprüngliche Übernahmeangebot lag bei 390 Euro je Aktie.

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Oaklins holt Corporate-Finance-Chef der HCOB https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma-berater/oaklins-holt-corporate-finance-chef-der-hcob-94502/ Tue, 05 Oct 2021 09:27:15 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=94502 Der Hamburger M&A-Berater Oaklins verstärkt sich mit Karsten Maschler, dem bisherigen M&A- und Corporate-Finance-Chef der HCOB. Dort wird Maschlers Geschäftsbereich gerade geschliffen.

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Der Hamburger M&A-Berater Oaklins verstärkt sich mit Karsten Maschler, dem bisherigen M&A- und Corporate-Finance-Chef der HCOB. Dort wird Maschlers Geschäftsbereich gerade geschliffen.

Neuzugang bei Oaklins: Der M&A-Berater Karsten Maschler ist als Managing Director an Bord gekommen. Maschler bringt rund 20 Jahre Erfahrung in der M&A- und Corporate Finance-Beratung mit und berät schwerpunktmäßig im Konsumgüterbereich und der Food-Logistik. Auch an Deals in der Textilindustrie hat Maschler schon gearbeitet.

Maschler kommt von der HCOB. Bevor er M&A-Chef bei der HCOB wurde, leitete er dort das Sektorteam für Konsumgüter-Deals. Zuletzt trug er die Verantwortung für die komplette Corporate-Finance-Beratung, die auch bei komplexen Finanzierungen nach Mandaten suchte. Sein Weggang von der früheren HSH Nordbank dürfte mit den Einschnitten zu tun haben, die die ehemalige Landesbank in ihrer Corporate-Finance-Beratung gerade ansetzt.

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Christian Zorn wird neuer Deutschlandchef von Greenhill https://www.finance-magazin.de/banking-berater/banker-wechsel/christian-zorn-wird-neuer-deutschlandchef-von-greenhill-93507/ Tue, 28 Sep 2021 06:15:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=93507 Nachdem Greenhill zuletzt hochkarätige Abgänge verkraften musste, hat sich die Investmentbank Christian Zorn an Bord geholt. Der ehemalige Leiter des Investmentbankings von Morgan Stanley wird neuer Chef der DACH-Region.

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Nachdem Greenhill zuletzt hochkarätige Abgänge verkraften musste, hat sich die Investmentbank Christian Zorn an Bord geholt. Der ehemalige Leiter des Investmentbankings von Morgan Stanley wird neuer Chef der DACH-Region.

Bei der US-amerikanischen Investmentbank Greenhill übernimmt Christian Zorn das Ruder im deutschsprachigen Geschäft: Zorn ist neuer Managing Director und Head der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) von Greenhill. Zorn bringt 27 Jahre Berufserfahrung mit. Er arbeitet vom Frankfurter Büro aus. Die Bank ist bereits seit 21 Jahren am Standort Frankfurt vertreten.

Christian Zorn war bei BDT und Morgan Stanley

Der Investmentbanker ist kein Unbekannter. Zuletzt war Zorn bei der Handelsbank BDT & Company tätig. Am Standort Frankfurt hatte er seit Frühjahr 2017 die Position des Partners inne, er war vor allem für den Ausbau des Geschäfts in Deutschland und Europa tätig. Die Bank berät reiche Unternehmerfamilien, zu den prominentesten Kunden gehörte etwa US-Investor Warren Buffett.

Christian Zorn ist neuer Managing Director und Head der DACH-Region bei der Investmenbank Greenhill. Foto: Greenhill.

Vor seiner Station bei BDT war Zorn 19 Jahre lang bei Morgan Stanley tätig. Er arbeitete abwechselnd von den Standorten London und Frankfurt aus. Zorn leitete das Investmentbanking in Deutschland und war Mitglied des Vorstandes von Morgan Stanley. In seiner Zeit hatte er einige namhafte Transaktionen betreut, etwa den Börsengang der Postbank oder den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank. Seine Karriere startete Christian Zorn bei JP Morgan in London.

Greenhill verlor Andreas Bienert und Anthony Samengo-Turner

Bei Greenhill kommt Zorn nun für Philip Meyer-Horn, welcher im selben Zug zum Chairman der DACH-Region berufen wurde. In seiner neuen Rolle wird Meyer-Horn den Fokus auf die langfristigsten Kundenbeziehungen legen, so Greenhill.

Bei der Investmentbank gab es vor Kurzem aber auch hochrangige Abgänge. Andreas Bienert, der bei Greenhill 15 Jahre lang für grenzüberschreitende M&A-Transaktionen verantwortlich war, verließ die Bank Richtung Lincoln, wie Juni bekannt wurde. Und schon im April verlor Greenhill einen langjährigen Experten: Nach ebenfalls 15 Jahren wechselte Anthony Samengo-Turner zu Barclays, wo er seit September als M&A-Chef für die DACH-Region arbeitet. Bei Greenhill hatte er die Position des M&A-Co-Chefs der DACH-Region inne.

vivien.steinhuebel[at]finance-magazin.de


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