Lea Teckentrup https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/teckentrup/?mab_v3=245014 für kluge Finanzentscheidungen Tue, 16 Jun 2026 12:18:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Finanzierungen: Neura Robotics, K+S, Isar Aerospace https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-neura-robotics-ks-isar-aerospace-245014/ Mon, 15 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=245014 Neura Robotics: Das Metzinger Robotikunternehmen erhält bis zu 1,4 Milliarden Dollar von Investoren wie Nvidia, Amazon und Qualcomm. Foto: Neura Robotics

Neura Robotics gelingt eine Rekordfinanzierung, K+S begibt eine Wandelanleihe und Isar Aerospace sammelt 270 Millionen Euro für seine Spectrum-Rakete ein – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Neura Robotics: Das Metzinger Robotikunternehmen erhält bis zu 1,4 Milliarden Dollar von Investoren wie Nvidia, Amazon und Qualcomm. Foto: Neura Robotics

Neura Robotics gelingt eine Rekordfinanzierung, K+S begibt eine Wandelanleihe und Isar Aerospace sammelt 270 Millionen Euro für seine Spectrum-Rakete ein – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Neura Robotics sammelt bis zu 1,4 Milliarden Dollar ein

Das Robotikunternehmen Neura Robotics aus dem schwäbischen Metzingen hat in einer Series-C-Runde bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar (etwa 1,2 Milliarden Euro) eingesammelt. Das gab Neura Robotics am vergangenen Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt. An der Runde beteiligten sich vor allem US-Konzerne wie Tether, Qualcomm, Amazon und Nvidia, hinzu kommen unter anderem Imec Xpand, Bosch, Schaeffler, die Europäische Investitionsbank, Lingotto Horizon und Interalpen Partners. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Insider berichtet, steigt Neura Robotics mit der Finanzierung bei einer Bewertung von 7 Milliarden Dollar zum Einhorn auf.

Mit dem Kapital will Neura den Aufbau seiner Physical-AI-Plattform vorantreiben. Im Zentrum steht das sogenannte Neuraverse – eine gemeinsame Plattform, auf der kognitive und humanoide Roboter lernen, zusammenarbeiten und in realen Umgebungen agieren sollen. Geplant sind laut dem Start-up unter anderem der Ausbau der Serienproduktion, der globale Rollout der Neura Gyms als Trainingsumgebungen für kognitive Roboter sowie die Entwicklung der nächsten Generation von Physical-AI-Systemen. Der Auftragsbestand des Unternehmens liegt nach eigenen Angaben bereits bei über 1 Milliarde US-Dollar.

Firmengründer David Reger sieht Neura durch die Finanzierung im globalen Robotikrennen auf Augenhöhe mit der Spitze aus den USA und China. Die Zukunft der KI werde sich nicht auf Bildschirme beschränken, sondern künftig in der realen Welt stattfinden. Entscheidend sei daher die Frage, was KI physisch leisten könne.

K+S begibt Wandelanleihe über 300 Millionen Euro

Der Dünger- und Salzkonzern K+S hat eine Wandelanleihe über rund 320 Millionen Euro begeben. Das sind rund 20 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Grund sei eine starke Investorennachfrage gewesen, hieß es. Die unbesicherte und nicht nachrangige Anleihe läuft bis 2031 und wird mit 0,625 Prozent pro Jahr verzinst.

Wandelbar ist der Bond in bis zu 17,91 Millionen Aktien von K+S, das Bezugsrecht der bestehenden Aktionäre ist ausgeschlossen. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 17,9279 Euro, das sei eine Prämie von 35 Prozent auf den Referenzaktienkurs. Angeboten wurde die Anleihe im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA. Die Abwicklung ist für den 16. Juni 2026 vorgesehen, anschließend soll die Anleihe in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen werden.

Den Nettoerlös will K+S für die kürzlich angekündigte Übernahme des Salzgeschäfts von Qemetica sowie für allgemeine Geschäftszwecke verwenden und damit zugleich seine Finanzierungsstruktur optimieren.

Frische Millionen für Isar Aerospace

Beim Münchener Raumfahrt-Start-up IsarAerospace sind 270 Millionen Euro frisches Kapital von Investoren zusammengekommen. Die Mittel sind für die Weiterentwicklung der hauseigenen Spectrum-Rakete vorgesehen. An der Runde beteiligen sich unter anderem der US-Risikokapitalgeber Island Green Capital und das britische Haus Molten Ventures.

Vorrangig geht es dem Unternehmen darum, die geplante Serienfertigung von bis zu 40 Raketen jährlich vorzubereiten. Auf der Agenda steht außerdem ein zweiter Startplatz, der in Kanada entstehen soll. Transportieren soll die Spectrum-Rakete künftig bis zu einer Tonne Nutzlast – meist Satelliten – in erdnahe Umlaufbahnen.

Abgehoben ist die Rakete bislang nur ein einziges Mal, bei einem Testflug im Frühjahr 2025. Der zweite Start vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya hat sich mehrfach verschoben. Dennoch ist Isar Aerospace nach Angaben von Unternehmenschef Daniel Metzler ausgebucht.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Verpackungsanbieter Ifco hat seinen Term Loan B um 100 Millionen Euro auf 2,5 Milliarden Euro aufgestockt und zugleich die Zinsmarge um 50 Basispunkte auf 3 Prozent pro Jahr gesenkt. Das Darlehen läuft bis 2032. Nach Angaben von CFOJulian zu Putlitz verschafft die Aufstockung dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum für Investitionen in Wachstum. So will Ifco etwa in die Kundengewinnung in Europa und Nordamerika sowie in die Expansion in Südamerika und Asien investieren.

Der Automobilzulieferer Mahle hat seine bis 2032 laufende Anleihe um 200 Millionen Euro aufgestockt. Die neuen Schuldverschreibungen werden zu denselben Konditionen wie die im Juni 2025 begebenen 7,125-Prozent-Papiere ausgegeben, der Emissionspreis liegt bei 104,5 Prozent des Nennbetrags. Zugleich bietet Mahle den Inhabern ihrer bis 2028 laufenden Anleihe einen teilweisen Rückkauf von bis zu 250 Millionen Euro zu 98,8 Prozent des Nennbetrags an. Das Angebot soll voraussichtlich am 18. Juni 2026 enden.

Die RAG-Stiftung, größter Aktionär des Spezialchemiekonzerns Evonik, plant eine neue Umtauschanleihe über rund 375 Millionen Euro. Die nicht nachrangigen und unbesicherten Schuldverschreibungen laufen bis Dezember 2031 und sollen in bestehende Evonik-Stammaktien umtauschbar sein. Angeboten werden sie institutionellen Investoren außerhalb der USA im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens. Die Stiftung hält derzeit rund 44 Prozent der Evonik-Anteile. Bereits jetzt stehen drei Umtauschanleihen auf Evonik-Papiere über zusammen 1,4 Milliarden Euro aus – eine davon über 400 Millionen Euro läuft kommende Woche aus.

Das Rohstoffhandelsunternehmen HMS Bergbau plant eine Unternehmensanleihe in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro. Der Bond soll bis 2031 laufen und ist mit einem Kupon von 8 Prozent ausgestattet, zahlbar halbjährlich. Begeben werden soll die Anleihe in einer Preisspanne von 98 bis 100 Prozent, den endgültigen Preis will HMS am 17. Juni 2026 festlegen.

Den Erlös will der Konzern für die allgemeine Unternehmensfinanzierung und vor allem für Wachstumschancen im Rohstoffhandel nutzen. Unter anderem sollen die Nettoemissionserlöse der Finanzierung zur Volumensteigerung in den Bereichen Flüssigbrennstoffe und Schmierstoffe dienen, insbesondere in den Wachstumsmärkten China, Indien und der Asean-Region. Darüber hinaus sollen die Erlöse für die Produktionsvorfinanzierung zur Sicherung langfristiger Handelsvolumina im Bereich Kohle und Chromerz verwendet werden.

Rating-Meldungen

S&P hat Tele Columbus von „CCC+“ auf „CCC“ herabgestuft. Der Ausblick bleibt negativ.

S&P hat Phoenix Pharma von „BB+“ auf „BBB-“ heraufgestuft. Der Ausblick wurde von positiv auf stabil geändert.

Moody’s hat das „Aa3“-Rating von Siemens bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Moody’s hat das „Baa1“-Rating von Gea bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

]]> Finanzierungen: Scout24, SAP, Südzucker https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-scout24-sap-suedzucker-244648/ Mon, 08 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244648 Scout24 hat erstmals seit 2018 ein Schuldscheindarlehen abgeschlossen. Foto: piter2121 – stock.adobe.com

Exklusiv: Scout24 emittiert den ersten Schuldschein seit 2018, SAP kehrt an den Anleihemarkt zurück und Südzucker begibt ebenfalls einen neuen Bond – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

]]> Scout24 hat erstmals seit 2018 ein Schuldscheindarlehen abgeschlossen. Foto: piter2121 – stock.adobe.com

Exklusiv: Scout24 emittiert den ersten Schuldschein seit 2018, SAP kehrt an den Anleihemarkt zurück und Südzucker begibt ebenfalls einen neuen Bond – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Erster Scout24-Schuldschein seit 2018

Scout24 hat erstmals seit 2018 wieder ein Schuldscheindarlehen abgeschlossen, wie das Unternehmen FINANCE exklusiv mitteilte. Das neue Schuldscheindarlehen hat ein Volumen von 300 Millionen Euro und eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Bankenkreis für den privaten Club Deal besteht aus BayernLB, Commerzbank, DZ Bank, Helaba, LBBW und NordLB.

Die Mittel aus dem Schuldscheindarlehen sollen zur Finanzierung von Aktienrückkäufen und der bereits erfolgten Akquisition der spanischen Online-Immobilienplattformen Fotocasa und Habitaclia verwendet werden. Scout24 hatte die Plattformen im September 2025 von EQT erworben.

„Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Finanzierung stärken wir unsere Kapitalstruktur und schaffen zusätzliche finanzielle Flexibilität für die weitere Entwicklung von Scout24“, teilt Scout24-CFO Martin Mildner zur Transaktion mit. Die hohe Unterstützung der starken Bankpartner unterstreiche das Vertrauen in die Stabilität des Geschäftsmodells, die starke Cashflow-Generierung und die langfristige Wachstumsstrategie von Scout24.

SAP kehrt nach sechs Jahren an den Anleihemarkt zurück

Der Technologiekonzern SAP hat seine ersten Anleihen seit sechs Jahren am Kapitalmarkt platziert. Die Anleiheemission hat ein Gesamtvolumen von 3,5 Milliarden Euro, aufgeteilt auf vier Tranchen. Die erste Tranche im Volumen von 800 Millionen Euro wird variabel verzinst und läuft zwei Jahre. Die zweite Tranche in Höhe von 850 Millionen Euro hat einen Zinssatz von 3 Prozent und eine Laufzeit von drei Jahren.

Die dritte Tranche über ebenfalls 850 Millionen Euro wird bei einer Laufzeit von fünf Jahren mit 3,25 Prozent verzinst. Die vierte und größte Tranche in Höhe von 1 Milliarde Euro wird mit 3,5 Prozent verzinst und läuft bis 2033. Der Nettoerlös aus der Transaktion soll für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden, einschließlich der (Re-)Finanzierung von Akquisitionen. Linklaters hat das Bankenkonsortium bei der Anleiheemission beraten.

Südzucker mit neuer Anleihe

Der Mannheimer Zuckerkonzern Südzucker hat eine neue Anleihe in Höhe von 400 Millionen Euro platziert. Der Bond wird mit 4,375 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das Orderbuch der Transaktion lag bei 1,3 Milliarden Euro.

Der Emissionserlös soll für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden, unter anderem für die Refinanzierung einer im Oktober 2027 fälligen Nachhaltigkeitsanleihe über ebenfalls 400 Millionen Euro. Im Zusammenhang mit der Neuemission wurde am 26. Mai 2026 ein Rückkaufangebot für die ausstehende Nachhaltigkeitsanleihe gestartet.

Die Platzierung der Anleihe wurde von der Deutschen Bank, LBBW und Unicredit als Global Coordinators sowie als Dealer Managers für das Rückkaufangebot begleitet. Bank of America, DZ Bank und SEB fungierten als zusätzliche Joint Bookrunners für die Neuemission.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Das Münchener Batteriespeicher-Start-up Encosa hat sich eine Gesamtfinanzierung über 25 Millionen Euro gesichert. Ein Teil des Kapitals stammt aus einer Eigenkapitalfinanzierung, die von Realyze Ventures angeführt wird. Beteiligt sind außerdem Verve Ventures, Blum Ventures, Kopa Ventures und Bayern Kapital sowie bestehende Investoren und mehrere Business Angels. Parallel sicherte sich das Unternehmen eine skalierbare Debt-Facility von einem Fremdkapitalgeber. Mit dem Kapital wollen die Münchener ihr Portfolio an gewerblich und industriell genutzten Batteriespeichern weiter ausbauen. Mit den Speichern will Encosa vor allem Mittelständlern helfen, Energiekosten zu sparen.

Helios Solar, eine internationale Unternehmensgruppe im Bereich Photovoltaik-Lösungen mit Schwerpunkt Südostasien, plant einen Börsengang im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit dem Gang an die Börse will die Münchener Holding-Gesellschaft ihre Wachstumsstrategie, insbesondere die Expansion ihres Geschäfts in Europa, beschleunigen und die Finanzierung ihrer internationalen Solarprojekte stärken. Das geplante öffentliche Angebot umfasst bis zu 7,6 Millionen Aktien zu einem Angebotspreis von 4 Euro je Aktie. Die Angebotsfrist beginnt voraussichtlich am 22. Juni 2026 und endet am 6. Juli 2026. Der erste Handelstag ist für den 28. Juli 2026 geplant. Unter der Annahme einer vollständigen Platzierung aller angebotenen Aktien erwartet die Gesellschaft Nettoerlöse von rund 26,9 Millionen Euro.

Der Schweizer Reiseeinzelhändler Avolta hat eine neue Unternehmensanleihe in Höhe von 400 Millionen Euro platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen Kupon von 4,625 Prozent. Mit den Erlösen aus der Emission sollen ausstehende Anleihen des Unternehmens in Höhe von 750 Millionen Euro refinanziert werden, die 2027 fällig werden.

Berentzen hat die Refinanzierung einer bestehenden Finanzierung mit einem Volumen von 36 Millionen Euro abgeschlossen. Besonderheit der Transaktion war die Refinanzierung über ein neu zusammengestelltes Konsortium bestehend aus NordLB, Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft und Targobank. Der Kreditvertrag wurde bereits am 20. April 2026 unterzeichnet. Norton Rose Fullbright hat das Konsortium bei der Refinanzierung des Getränkekonzerns beraten.

Rating-Meldungen

Moody’s hat das „Baa1“-Rating von Siemens Energy bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv geändert.

Moody’s hat das „Baa2“-Rating von Sandoz bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv geändert.

Moody’s hat das „Ba2“-Rating von Mahle bestätigt. Der Ausblick wurde von negativ auf stabil geändert. Auch S&P hat das „BB–“-Rating von Mahle bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv geändert.

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Triton schnappt sich Flender im zweiten Anlauf https://www.finance-magazin.de/deals/private-equity/triton-schnappt-sich-flender-im-zweiten-anlauf-244521/ Wed, 03 Jun 2026 10:33:24 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244521 Der Bocholter Maschinenbauer Flender bekommt einen neuen Eigentümer. Foto: Flender

Carlyle verkauft den Maschinenbauer Flender an Triton. Das Private-Equity-Haus war bereits vor sechs Jahren an der ehemaligen Antriebssparte von Siemens interessiert.

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Der Bocholter Maschinenbauer Flender bekommt einen neuen Eigentümer. Foto: Flender

Carlyle verkauft den Maschinenbauer Flender an Triton. Das Private-Equity-Haus war bereits vor sechs Jahren an der ehemaligen Antriebssparte von Siemens interessiert.

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Triton schnappt sich Flender im zweiten Anlauf https://www.finance-magazin.de/finance-multiples/blog/ma-news/triton-schnappt-sich-flender-im-zweiten-anlauf-2-245156/ Wed, 03 Jun 2026 10:33:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=245156 Foto: Flender

Carlyle verkauft den Maschinenbauer Flender an Triton. Das Private-Equity-Haus war bereits vor sechs Jahren an der ehemaligen Antriebssparte von Siemens interessiert.

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Foto: Flender

Carlyle verkauft den Maschinenbauer Flender an Triton. Das Private-Equity-Haus war bereits vor sechs Jahren an der ehemaligen Antriebssparte von Siemens interessiert.

Triton Partners übernimmt den Maschinenbauer Flender von Carlyle. Das Private-Equity-Haus und der US-Investor haben eine Vereinbarung über den Verkauf des Bocholter Unternehmen abgeschlossen, wie die Investoren am heutigen Mittwoch in einer Pressemitteilung mitteilten. Zum Kaufpreis machten die Investoren keine Angaben. Der Abschluss des Deals wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

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Finanzierungen: Deutsche Lufthansa, Heidelberg Materials, Vetter Pharma https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-deutsche-lufthansa-heidelberg-materials-vetter-pharma-244272/ Mon, 01 Jun 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=244272 Die Deutsche Lufthansa hat erstmals seit 2024 wieder einen Senior Bond platziert. Foto: U. J. Alexander – stock.adobe.com

Die Deutsche Lufthansa und Heidelberg Materials zapfen den Euro-Anleihemarkt an, Vetter Pharma stockt seine Kreditlinie auf – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Die Deutsche Lufthansa hat erstmals seit 2024 wieder einen Senior Bond platziert. Foto: U. J. Alexander – stock.adobe.com

Die Deutsche Lufthansa und Heidelberg Materials zapfen den Euro-Anleihemarkt an, Vetter Pharma stockt seine Kreditlinie auf – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Deutsche Lufthansa platziert neuen Senior Bond

Die Deutsche Lufthansa hat erstmals seit 2024 wieder einen Senior Bond am Kapitalmarkt platziert. Die neue Anleihe hat ein Volumen von 750 Millionen Euro und wird mit 4,125 Prozent verzinst. Fällig wird das Papier im Januar 2032.

Die Fluggesellschaft beabsichtigt die Nettoerlöse der Schuldverschreibungen für allgemeine Unternehmenszwecke zu verwenden, einschließlich der Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten. Das Bankenkonsortium der Transaktion besteht aus Bank of China, BNP Paribas, Citigroup, DZ Bank, Erste Group, ING und LBBW. Beraten wurden die Banken von White & Case.

Heidelberg Materials sammelt 1,5 Milliarden Euro ein

Das Baustoffunternehmen Heidelberg Materials hat zwei neue Anleihetranchen im Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro platziert. Die erste Tranche hat ein Volumen von 900 Millionen Euro, wird mit 3,5 Prozent verzinst und läuft bis Oktober 2029. Die zweite Tranche in Höhe von 600 Millionen Euro läuft bis Juli 2035 und wird mit 4 Prozent verzinst. Das Bankenkonsortium für beide Tranchen bestand aus Bofa, Citigroup, Commerzbank, ING, SEB und Standard Chartered.

Vetter Pharma erhöht Kreditlinie auf 500 Millionen Euro

Der Pharmadienstleister Vetter Pharma hat seine syndizierte Kreditfazilität refinanziert und das Volumen von 275 Millionen auf 500 Millionen Euro erhöht, wie das Unternehmen bekannt gab. Die Laufzeit beträgt zunächst fünf Jahre. Sie kann jedoch zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Die Transaktion wurde über die Online-Syndizierungsplattform Vc Trade umgesetzt.

Mit der Refinanzierung will Vetter seine finanzielle Flexibilität erhöhen, um das laufende Investitionsprogramm und weiteres Wachstum zu unterstützen. Zum Bankenkonsortium gehören Commerzbank, DZ Bank, Helaba, LBBW und SEB. Rechtlich beraten wurde Vetter Pharma von Taylor Wessing, die Bankenseite wurde von White & Case begleitet.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Automobilkonzern BMW hat zwei neue Anleihen an zwei internationalen Kapitalmärkten platziert. Zum einen platzierte der Autobauer eine Anleihe über 300 Millionen britische Pfund (rund 346 Millionen Euro) mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent und einer Laufzeit bis November 2032. Zum anderen emittierte der Konzern eine weitere im Volumen von 1,5 Milliarden norwegischen Kronen (rund 139 Millionen Euro) mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent und einer Laufzeit bis Mai 2036.

Das hessische Fusionsenergie-Unternehmen Focused Energy hat 240 Millionen US-Dollar (rund 206 Millionen Euro) in einer Series-A-Finanzierungsrunde eingesammelt. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die bislang größte vollständig gesicherte Series-A-Runde in der globalen Fusionsindustrie. Zu den Investoren zählen RWE, die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND, der EIC Fund, Prime Movers Lab sowie weitere Geldgeber aus Deutschland, Europa, Asien und der Golfregion. Das Kapital soll fast vollständig in den früheren RWE-Standort Biblis fließen, an dem Focused Energy das nach eigenen Angaben erste Laserfusionskraftwerk der Welt aufbauen will.

Der Pharmadienstleister Siegfried hat neue Anleihen im Volumen von 200 Millionen Schweizer Franken (rund 219 Millionen Euro) platziert, wie das Unternehmen mitteilte. Die Bonds haben eine Laufzeit von vier Jahren und sind mit einem Kupon von 1,35 Prozent ausgestattet. Platziert wurden die Anleihen am Schweizer Markt unter gemeinsamer Führung von UBS und Zürcher Kantonalbank.

Das KI-Start-up Perceptic hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 12 Millionen US-Dollar (rund 10 Millionen Euro) eingesammelt, wie das „Handelsblatt“ berichtete. Das Unternehmen von drei ehemaligen Palantir-Führungskräften mit Sitz in London und Basel entwickelt eine KI-Plattform für Pharmaunternehmen, die die Wirkstoffforschung beschleunigen soll. Angeführt wurde die Runde demnach vom Venture-Capital-Investor Accel, zudem beteiligten sich Air Street Capital und Elder Gull.

Wacker Chemie hat seinen Anteil an Siltronic stärker reduziert als zunächst geplant. Wie der Spezialchemiekonzern am vergangenen Mittwoch mitteilte, platzierte Wacker 2,1 Millionen Siltronic-Aktien zu je 89,35 Euro und nahm damit brutto 188 Millionen Euro ein. Der Anteil an dem Waferhersteller sank durch die Platzierung von 31 auf 24 Prozent. Wacker bleibt nach eigenen Angaben dennoch größter Anteilseigner von Siltronic.

Rating-Meldungen

Fitch hat das „BBB-“-Rating von EEW bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Fitch hat das „BBB“-Rating von Grenke bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Fitch hat das „BBB-“-Rating von Hella bestätigt. Der Ausblick wurde von negativ auf stabil geändert.

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Übernahmekampf um Delivery Hero spitzt sich zu https://www.finance-magazin.de/deals/ma/uebernahmekampf-um-delivery-hero-spitzt-sich-zu-243966/ Tue, 26 May 2026 09:29:53 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=243966 Der Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero steht vor einer möglichen Übernahme durch den Konkurrenten Uber. Foto: Timon – stock.adobe.com

Seit rund einer Woche schwelt die mögliche Übernahme von Delivery Hero durch Uber. Nun soll ein weiterer Interessent aufgetaucht sein. Zudem könnte es zu einer möglichen Zerschlagung der Berliner kommen.

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Der Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero steht vor einer möglichen Übernahme durch den Konkurrenten Uber. Foto: Timon – stock.adobe.com

Seit rund einer Woche schwelt die mögliche Übernahme von Delivery Hero durch Uber. Nun soll ein weiterer Interessent aufgetaucht sein. Zudem könnte es zu einer möglichen Zerschlagung der Berliner kommen.

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Finanzierungen: Rheinmetall, AMS-Osram, Vonovia https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-rheinmetall-ams-osram-vonovia-243924/ Tue, 26 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=243924 Rheinmetall könnte nach 16 Jahren an den Anleihemarkt zurückkehren. Foto: Guntar Feldmann – stock.adobe.com

Rheinmetall plant wohl die Rückkehr an den Bondmarkt, AMS-Osram sammelt 1 Milliarde ein, und Vonovia war in gleich zwei Kapitalmärkten aktiv – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Rheinmetall könnte nach 16 Jahren an den Anleihemarkt zurückkehren. Foto: Guntar Feldmann – stock.adobe.com

Rheinmetall plant wohl die Rückkehr an den Bondmarkt, AMS-Osram sammelt 1 Milliarde ein, und Vonovia war in gleich zwei Kapitalmärkten aktiv – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Rheinmetall plant 500 Millionen Euro Anleihe

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall bereitet nach einem Bericht von Bloomberg seine erste öffentliche Anleihe seit fast 16 Jahren vor. So soll das Unternehmen die Platzierung einer Anleihe in Höhe von 500 Millionen Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren planen.

Rheinmetall äußerte sich dazu laut Bloomberg zunächst nicht offiziell. Allerdings gibt es eine Mitteilung von Moody’s, aus der hervorgeht, dass die Ratingagentur die geplante Emission mit einem Rating von „Baa1“ versehen hat. Die Erlöse sollen nach Einschätzung von Moody‘s für allgemeine Unternehmenszwecke sowie zur Refinanzierung anstehender Fälligkeiten verwendet werden. Begleitet wird die geplante Emission unter anderem von Unicredit, Commerzbank, Deutsche Bank und Société Générale.

AMS-Osram platziert Anleihe von 1 Milliarde Euro

Der Halbleiterkonzern AMS-Osram hat eine vorrangige unbesicherte Anleihe nach New Yorker Recht im Gesamtbetrag von 1 Milliarde Euro begeben. Wie das Unternehmen vergangene Woche mitteilte, läuft der Bond bis Mai 2032 und ist mit einem Kupon von 7,25 Prozent pro Jahr ausgestattet. Aufgrund der starken Nachfrage wurde das ursprünglich geplante Emissionsvolumen von 700 Millionen Euro aufgestockt. Der Vollzug der Transaktion ist für den 1. Juni 2026 vorgesehen.

Die Erlöse sollen zur vollständigen Rückzahlung der ausstehenden 750 Millionen US-Dollar schweren 12,25-Prozent-Anleihe sowie zur teilweisen Rückzahlung der 1,025 Milliarden Euro schweren 10,5-Prozent-Anleihe verwendet werden. Beide sind 2029 fällig. Nach Unternehmensangaben sinken die jährlichen Zinsaufwendungen durch die Transaktion um rund 40 Millionen Euro. Die Emission ist Teil des im April 2025 angekündigten Bilanzentschuldungsplans. Das Bankenkonsortium unter Führung von Deutsche Bank, HSBC und Morgan Stanley wurde von Skadden beraten.

Neben der Anleiheemission hat AMS-Osram zudem die bestehende revolvierende Kreditfazilität des Konzerns in Höhe von 600 Millionen Euro bis September 2028 verlängert. Die Linie enthält eine weitere Verlängerungsoption bis September 2030 vorbehaltlich bestimmter einzuhaltender Bedingungen.

Vonovia platziert Anleihen in Großbritannien und Australien

Der Bochumer Immobilienkonzern Vonovia hat zwei neue Anleihen an gleich zwei internationalen Kapitalmärkten platziert. Das gab das Unternehmen vergangene Woche bekannt. Es handelt sich um einen Bond über 400 Millionen britische Pfund (umgerechnet rund 460 Millionen Euro) sowie eine Anleihe mit einem Volumen von 300 Millionen australischen Dollar (185 Millionen Euro). Der GBP-Bond läuft zwölf Jahre und ist mit 6,375 Prozent verzinst, der „Kangaroo Bond“ hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Nach Unternehmensangaben waren die Anleihen rund 1,9- beziehungsweise 1,8-fach überzeichnet und sind gegen Währungsrisiken abgesichert. Der gewichtete Durchschnittszins liegt laut Vonovia bei 4,4 Prozent in Euro.

Für den Immobilienkonzern war es jeweils erst die zweite Anleiheemission im britischen und australischen Kapitalmarkt. Die Erlöse aus den beiden Emissionen sollen insbesondere für Refinanzierungen verwendet werden. Mit den Emissionen baut Vonovia die internationale Investorenbasis weiter aus: Zu den in den vergangenen Jahren neu erschlossenen Kapitalmärkten zählen neben Großbritannien und Australien auch die Schweiz und Norwegen. White & Case beriet das Bankenkonsortium bei der GBP-Emission.

Baker Tilly: Finanzierungsumfeld bleibt angespannt

Das Finanzierungsmarktumfeld hat sich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im ersten Quartal 2026 kaum verbessert. Das zeigt der aktuelle Finanzierungskompass von Baker Tilly. Die KfW-Ifo-Kredithürde liegt demnach für KMU und Großunternehmen weiterhin nur geringfügig unter ihren Höchststanden aus 2025 und 2024. Eine Kreditnachfrage auf unterdurchschnittlichem Niveau treffe weiter auf hohe Anforderungen der Banken. Während bei KMU nahezu alle Branchen von hohen Kredithürden betroffen sind, ist die Lage bei Großunternehmen vor allem im Einzelhandel, im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe angespannt.

Die Unternehmenskreditzinsen sind laut Baker Tilly zum Ende des ersten Quartals 2026 über alle Laufzeitbänder infolge des Iran-Kriegs deutlich angestiegen. Entgegen dem Trend der Vorquartale sei der Anstieg im kurz- und mittelfristigen Laufzeitband (≤ 3 Jahre) höher als im langfristigen Laufzeitband (> 5 Jahre). Insgesamt erwartet Baker Tilly auch für 2026 kurzfristig stabile Referenzzinssätze sowie stabile Kreditmargen für gute Bonitäten (Investment Grade). Für schwächere Bonitäten (Non-Investment Grade) rechnet das Beratungshaus mit leicht steigenden Kreditmargen und somit Unternehmenskreditzinssätzen.

Weitere Finanzierungsmeldungen

E.on hat zwei neue grüne Anleihetranchen im Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden Euro platziert. Die erste Tranche in Höhe von 650 Millionen Euro wird mit 3,475 Prozent verzinst und läuft bis Mai 2031. Die zweite Tranche hat ein Volumen von ebenfalls 650 Millionen Euro und wird bei einer Laufzeit bis Mai 2036 mit 4,053 Prozent verzinst. Commerzbank, Crédit Agricole, Goldman Sachs und JP Morgan bildeten das Bankenkonsortium bei der Transaktion.

Das Oldenburger Energie- und Telekommunikationsunternehmen EWE hat einen neuen Green Bond mit einem Volumen von 500 Millionen Euro platziert. Die Laufzeit beträgt acht Jahre, der Zinssatz liegt bei 3,875 Prozent. Es ist die zweite Green-Bond-Emission nach dem Debüt im Jahr 2021. Grundlage der Emission ist das im April 2026 aktualisierte Green Finance Framework von EWE. Die Mittel aus den Anleihen fließen laut EWE gezielt in EU-taxonomiekonforme Investitionen: in Stromverteilnetze, die Wasserstoffproduktion und -speicherung, Nah- und Fernwärmenetze sowie die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. An der Emission waren die Banken ABN Amro, BNP Paribas, Commerzbank, DZ Bank und Unicredit beteiligt.

Der Automobilkonzern BMW war ebenfalls am Kapitalmarkt aktiv und hat drei neue Anleihetranchen im Gesamtvolumen von 2,2 Milliarden Euro platziert. Die erste Tranche in Höhe von 900 Millionen Euro wird mit 3,25 Prozent verzinst und läuft bis Mai 2029. Die zweite Tranche hat ein Volumen von 650 Millionen Euro und ist bei einer Laufzeit bis Mai 2032 mit einem Zinssatz von 3,625 Prozent versehen. Die dritte Tranche hat ebenfalls ein Volumen von 650 Millionen Euro, wird mit 4 Prozent verzinst und läuft bis Mai 2036.

Adidas hat eine Anleihe in Höhe von 500 Millionen Euro mit Fälligkeit im Mai 2031 und einem Kupon von 3,5 Prozent platziert. Das Orderbuch war nach Angaben des Unternehmens in der Spitze mehr als vierfach überzeichnet. JP Morgan hat die Transaktion als Global Coordinator begleitet, zusammen mit BBVA, HSBC und Standard Chartered als Joint Active Bookrunners. Citigroup, DZ Bank und Unicredit waren als Passive Bookrunners beteiligt. Die Erlöse aus der Emission werden für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet, einschließlich der Refinanzierung bevorstehender Fälligkeiten, insbesondere einer Anleihe im Volumen von 400 Millionen Euro und mit einer Laufzeit bis Oktober 2026. Linklaters hat Adidas bei der Anleihe beraten.

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat zum ersten Mal den Schuldscheinmarkt betreten. Der Debüt-Schuldschein des Flughafenbetreibers hat ein Volumen von 300 Millionen Euro. Den Technical Lead bei der Transaktion und die Rolle als orderbuchführende Plattform übernahm Finpair. Als Co-MLAs waren BNP Paribas, DZ Bank sowie LBBW beteiligt. NordLB agiert als erster Darlehensgeber und Zahlstelle.

Rating-Meldungen

Moody’s hat das „A2“-Rating von Henkel bestätigt. Der Ausblick bleibt stabil.

Fitch hat das „B“-Rating von AMS-Osram bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv geändert.

S&P hat das „BBB-“-Rating von Südzucker bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf negativ geändert.

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Finanzierungen: Novartis, Bosch, Embat https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-novartis-bosch-embat-242831/ Mon, 18 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242831 Novartis hat neue Anleihen am Kapitalmarkt platziert. Foto: diy13 - stock.adobe.com

Novartis und Bosch platzieren jeweils mehr als 1 Milliarde Euro am Kapitalmarkt, und Embat erhält frisches Kapital von Investoren – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Novartis hat neue Anleihen am Kapitalmarkt platziert. Foto: diy13 - stock.adobe.com

Novartis und Bosch platzieren jeweils mehr als 1 Milliarde Euro am Kapitalmarkt, und Embat erhält frisches Kapital von Investoren – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Novartis platziert 1,7 Milliarden Euro

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat drei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,7 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Die erste Tranche in Höhe von 600 Millionen Euro ist mit 3,1 Prozent verzinst. Fällig wird sie im Januar 2032. Die zweite Tranche hat ebenfalls ein Volumen von 600 Millionen Euro. Verzinst wird sie mit 3,5 Prozent bei einer Laufzeit bis Mai 2035. Die dritte und kleinste Tranche in Höhe von 500 Millionen Euro ist erst im Mai 2041 zur Rückzahlung fällig. Der Zinssatz beträgt 4 Prozent. Die Orderbücher der Transaktion kamen zusammen auf ein Volumen von 3,2 Milliarden Euro.

Bosch mit neuem Benchmark-Bond

Der Stuttgarter Technologieriese Bosch hat 1,5 Milliarden Euro am Bondmarkt eingesammelt. Das gab das Unternehmen am vergangenen Mittwoch in einer Mitteilung bekannt. Eine erste Tranche umfasst 850 Millionen Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Zinssatz von 3,25 Prozent. Die zweite Tranche läuft zehn Jahre, hat ein Volumen von 650 Millionen Euro und einen Kupon von 4 Prozent.

Emittenten waren Robert Bosch Finance mit Sitz in Wilmington (USA) sowie die Robert Bosch GmbH in Gerlingen (Deutschland). Der Erlös der neuen Papiere dient als Anschlussfinanzierung für bestehende Verbindlichkeiten. Barclays, Crédit Agricole, HSBC, ING und Société Générale waren laut Informationen von Bloomberg Bookrunner bei der Transaktion.

Embat sammelt 30 Millionen Euro ein

Embat, ein auf KI-gestütztes Treasury Management spezialisiertes Fintech, hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde vom internationalen Investmentfonds Cathay Innovation. Auch die bisherigen Investoren Creandum, Samaipata, 4Founders und Venture Friends haben sich erneut beteiligt. Die Mittel der Series-B-Runde sollen laut Emabt in zwei zentrale Wachstumsbereiche fließen: die Expansion durch den weiteren Ausbau der Präsenz im DACH-Markt und die Produktentwicklung, um die Innovationsführerschaft im Bereich der agentenbasierten KI und neuer Technologien für das Corporate Treasury zu sichern.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Mercedes-Benz hat ebenfalls neue milliardenschwere Anleihen platziert. Die Stuttgarter emittierten zwei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro. Die erste Tranche im Volumen von 1 Milliarde Euro hat eine Laufzeit von drei Jahren bei einem Zinssatz von 3,2 Prozent. Die zweite Tranche in Höhe von 800 Millionen Euro wird mit 3,6 Prozent verzinst und läuft sechs Jahre. Die Orderbücher der beiden neuen Anleihen kommen zusammen auf 3,8 Milliarden Euro.

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany hat ein neues Commercial Paper Programm aufgelegt. Das Programm ermöglicht es Tennet, kurzfristige, unbesicherte Schuldverschreibungen in mehreren Währungen bis zu einem Gesamtnennbetrag von 6 Milliarden Euro zu begeben. Die Erlöse aus Emissionen im Rahmen des Programms verwendet der Netzbetreiber, um allgemeine Unternehmenszwecke zu finanzieren. Das CP-Programm trägt das STEP-Label (Short-Term European Paper) und wurde von der Commerzbank arrangiert. Zur Händlergruppe gehören ABN Amro, BayernLB, Commerzbank, Crédit Agricole, Deutsche Bank, DZ Bank, ING, Natwest, Rabobank und Société Générale. Die Commerzbank fungiert als Emissions- und Zahlstelle. Die rechtliche Beratung von Tennet erfolgte durch Linklaters.

Evotec hat neue Wandelanleihen mit Fälligkeit im Jahr 2033 platziert. Die Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von 116,1 Millionen Euro sind in neue sowie bestehende Inhaberaktien von Evotec wandelbar. Der Zinssatz für die Anleihen beträgt 2,625 Prozent. Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 6,5313 Euro und entspricht einer Wandlungsprämie von 37,5 Prozent gegenüber dem Referenzaktienkurs der Evotec-Aktie von 4,75 Euro. Evotec beabsichtigt, den Emissionserlös zur Finanzierung des Transformationsprogramms „Project Horizon” zu verwenden.

Die Schweizer Immobiliengesellschaft Intershop hat eine neue Anleihe über 125 Millionen Schweizer Franken (rund 136 Millionen Euro) platziert. Die Anleihe wird mit einem Coupon von 1,2175 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Den Nettoerlös hat das Unternehmen zur Rückzahlung eines am 29. Juni 2026 fälligen Green Bond, zur teilweisen Refinanzierung des Erwerbs des Gewerbe- und Industrieareals „The Valley und Motorworld Manufaktur Region Zürich“ in Kemptthal sowie für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen. UBS und Zürcher Kantonalbank waren als Joint Lead Managers an der Transkation beteiligt und Basler Kantonalbank als Co-Manager.

Telio, ein Anbieter von Kommunikationsdienstleistungen für den Justizvollzug, hat einen Nordic Bond über 250 Millionen Euro platziert. Die neue Anleihe läuft bis Mai 2030 und ist mit einem variablen Kupon ausgestattet. Dieser richtet sich nach dem Drei-Monats-Euribor zuzüglich einer Marge von 650 Basispunkten. Der Nettoemissionserlös soll der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie der Finanzierung allgemeiner Unternehmenszwecke der Telio-Gruppe dienen. Als Sole Bookrunner für die Emission fungierte Pareto Securities. A&O Shearman beriet bei der Transaktion Telio als Emittentin sowie Charterhouse Capital Partners als deren Mehrheitseigentümer. Pareto Securities mandatierte die Kanzlei Gernandt & Danielsson.

Rating-Meldungen

S&P hat das Rating der Deutschen Telekom von „BBB+“ auf „A-“ angehoben. Der Ausblick wurde von positiv auf stabil geändert.

S&P hat das Rating von Hellofresh von „BBB-“ auf „BB+“ herabgestuft. Der Ausblick wurde von negativ auf stabil geändert.

Moody’s hat das „B2“-Rating von Stepstone bestätigt. Der Ausblick wurde aus negativ geändert.

Moody’s hat das „A2“-Rating von BMW bestätigt. Der Ausblick bleibt stabil.

Moody’s hat das „A2“-Rating von Mercedes-Benz bestätigt. Der Ausblick bleibt stabil.

Fitch hat das „BBB+“-Rating von E.on bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

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Finanzierungen: Traton, Schaeffler, Waterdrop https://www.finance-magazin.de/allgemein/finanzierungen-traton-schaeffler-waterdrop-242544/ Mon, 11 May 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242544 Traton finanziert den Weg zu batterieelektrischen Nutzfahrzeugen. Foto: Traton

Traton platziert erstmals einen Green Bond, Schaeffler emittiert Anleihen im Volumen von 1 Milliarde Euro und Waterdrop sammelt frisches Kapital ein – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Traton finanziert den Weg zu batterieelektrischen Nutzfahrzeugen. Foto: Traton

Traton platziert erstmals einen Green Bond, Schaeffler emittiert Anleihen im Volumen von 1 Milliarde Euro und Waterdrop sammelt frisches Kapital ein – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Traton gibt grünes Debüt

Der Nutzfahrzeughersteller Traton hat gleich zwei neue grüne Finanzierungen begeben. Die Münchener haben sowohl ihre erste grüne Anleihe am Kapitalmarkt platziert als auch einen grünen bilateralen Kredit abgeschlossen. Beide Transaktionen haben ein Gesamtvolumen von 850 Millionen Euro.

Der Debüt-Green-Bond hat ein Volumen von 500 Millionen Euro und wird bei einer Laufzeit von fünfeinhalb Jahren mit 3,875 Prozent verzinst. Nach Angaben von Traton stieß die Anleihe auf hohe Nachfrage, sodass das Orderbuch rund 5,4-fach überzeichnet war. Der bilaterale grüne Kredit hat ein Volumen von 350 Millionen Euro. Bei dieser Finanzierung sind keine Details zu den Konditionen bekannt.

Schaeffler platziert Anleihen in Höhe von 1 Milliarde Euro

Schaeffler hat neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1 Milliarde Euro platziert. Die Transaktion setzt sich aus zwei Tranchen zusammen. Die erste in Höhe von 500 Millionen Euro wird mit 4,125 Prozent verzinst und ist im Mai 2029 fällig. Die zweite Tranche, ebenfalls im Volumen von 500 Millionen Euro, hat einen Kupon von 5 Prozent und läuft bis Mai 2033.

Aufgrund der hohen Investorennachfrage seien die Anleihen mehrfach überzeichnet gewesen, heißt es von Schaeffler in einer Mitteilung zur Transaktion. Die Emissionserlöse sollen für allgemeine Unternehmens- und Finanzierungszwecke verwendet werden. Christophe Hannequin, Vorstand Finanzen und IT von Schaeffler, teilte mit: „Mit der erfolgreichen Platzierung der Anleihen konnten wir frühzeitig anstehende Fälligkeiten zu vorteilhaften Konditionen refinanzieren.“

Bank of America, BNP Paribas, Citi und Deutsche Bank waren als Global Coordinators an der Transaktion beteiligt. Bayern LB und Standard Chartered als Active Joint Bookrunner.

Waterdrop sammelt mehr als 100 Millionen Euro ein

Das Wiener Scale-up Waterdrop hat in einer Finanzierungsrunde mehr als 100 Millionen Euro eingesammelt. Für das Unternehmen ist es die bislang größte Kapitalaufnahme. Als Investoren beteiligten sich Aspeya, ein Unternehmen im Besitz von Philip Morris International, Atlantic Grupa und der alpine Ski-Weltcup-Champion Aleksander Aamodt Kilde. Die drei neuen Partner schließen sich der bestehenden Gesellschafterbasis an, zu der Temasek, Döhler und Bitburger sowie eine Reihe internationaler Athleten gehören.

Die Investition soll nach Angaben von Waterdrop gezielt für die Expansion in Europa eingesetzt werden. Geplant sind der Ausbau des Retail-Geschäfts, die Stärkung lokaler Teams und die Skalierung der Direct-to-Consumer-Aktivitäten in zentralen Märkten. Parallel dazu werde die Produktentwicklung vorangetrieben.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Life-Science-Konzern Sartorius hat über seine niederländische Tochtergesellschaft Sartorius Finance B.V. eine Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro begeben. Diese stieß nach Angaben des Unternehmens auf starke Nachfrage und war vierfach überzeichnet. Verzinst wird die Anleihe jährlich mit einem Kupon von 3,75 Prozent. Das Unternehmen plant, den Nettoerlös aus der Emission für allgemeine Unternehmenszwecke zu verwenden. Dazu gehören die Refinanzierung anstehender Fälligkeiten, insbesondere die Rückzahlung einer Anleihe über 650 Millionen Euro mit einem Kupon von 4,25 Prozent, die im September 2026 ausläuft.

Der Bremer Satellitenkonzern OHB prüft eine milliardenschwere Aktienplatzierung samt Kapitalerhöhung, um Investitionen für Bundeswehraufträge zu finanzieren. Das berichtete die „Börsen-Zeitung“ in der vergangenen Woche. Vorstandschef Marco Fuchs bestätigte dem Blatt, dass der Konzern verschiedene Finanzierungsoptionen erwäge – darunter ausdrücklich eine Kapitalerhöhung in den kommenden Monaten. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg könnten durch diese und eine parallele Aktienplatzierung des Investors KKR bis zu 20 Prozent des Unternehmens verkauft und so an die 2 Milliarden Euro erlöst werden. Insidern zufolge wird OHB bei dem Vorhaben von Rothschild beraten. Die Transaktion soll demnach federführend von der Deutschen Bank, Goldman Sachs und JP Morgan organisiert werden.

Der bayerische Batteriespeicherspezialist CMBlu hat sich den Status als Einhorn gesichert. Bei Investoren sammelte das Unternehmen 50 Millionen Euro an frischem Kapital ein und erreichte damit die Bewertungsschwelle von 1 Milliarde Euro, wie CMBlu mitteilte. An der Serie-C-Finanzierungsrunde beteiligten sich Samsung Ventures sowie alle bestehenden Investoren, darunter auch Strabag. CMBlu ist der Erfinder einer neuen Klasse von lithiumfreien Langzeit-Energiespeichern, die für Anwendungen mit hohem Energiebedarf über mehrere Stunden hinweg entwickelt wurden. Geschlossen sei die Finanzierungsrunde noch nicht, man stehe im Kontakt mit weiteren Investoren, teilte das Unternehmen gegenüber dem „Handelsblatt“ mit. Der erste Abschluss der Serie-C-Finanzierungsrunde wird nun zunächst die Ausweitung der Produktion unterstützen und die ersten kommerziellen Einsätze in Europa und den Vereinigten Staaten beschleunigen.

VGreens, ein Deeptech-Unternehmen aus Essen, hat Kapital in Höhe von rund 2 Millionen Euro eingesammelt. Die Finanzierung wird von einem Konsortium bestehend aus Frutania, Dürr, Christ Capital sowie Vornvc getragen. VGreens ist ein Vertical-Farming-Start-up, das eine Technologiebasis entwickelt, die es Produzenten ermöglichen soll, Obst und Gemüse lokal, vorhersehbar und mit bis zu 30 Prozent höherer Effizienz datenbasiert anzubauen.

Rating-Meldungen

Moody’s hat das Rating von Peri von „Baa2“ auf „Baa3“ herabgesetzt. Der Ausblick wurde von negativ auf stabil geändert.

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Finanzierungen: Amprion, Freenet, Vonovia https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-amprion-freenet-vonovia-241702/ Mon, 27 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241702 Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat erstmals Hybridanleihen begeben. Foto: Amprion GmbH / Haslauer

Amprion platziert erstmals grüne Hybridanleihen, Freenet refinanziert den Kauf von Mobilezone Deutschland und Vonovia hat einen neuen Social Bond – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat erstmals Hybridanleihen begeben. Foto: Amprion GmbH / Haslauer

Amprion platziert erstmals grüne Hybridanleihen, Freenet refinanziert den Kauf von Mobilezone Deutschland und Vonovia hat einen neuen Social Bond – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Erstmals grüne Hybridanleihen von Amprion

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat erstmals zwei grüne Hybridanleihen im Gesamtvolumen von 1 Milliarde Euro am Kapitalmarkt platziert. Die Emissionserlöse der Debüttransaktion soll der Finanzierung von nachhaltigen Projekten zum Aus- und Umbau des Übertragungsnetzes dienen.

Die nachrangigen Anleihen wurden in zwei Tranchen zu je 500 Millionen Euro mit einer Laufzeit von je 30 Jahren emittiert. Die erste Tranche wird mit 4,25 verzinst. Erstmalig zurückgezahlt werden kann die Tranche im Jahr 2031. Die zweite Tranche hat einen Kupon von 4,75 Prozent mit einer ersten Rückzahlungsoption im Jahr 2034.

Nach Angaben von Amprion stießen die Debütanleihen auf eine sehr hohe Nachfrage bei einer breit gestreuten Zahl internationaler Investoren. Zusammen mit der Anleiheemission im Januar in Höhe von 2,6 Milliarden Euro habe Amprion nun bereits einen Großteil des diesjährigen über den Kapitalmarkt zu bedienenden Finanzierungsbedarfs gedeckt, heißt es in einer Mitteilung von Amprion. ING und Unicredit fungierten bei der Transaktion als globale Koordinatoren. Commerzbank, LBBW, MorganStanley und SEB agierten als Active Bookrunner. Linklaters hat Amprion bei der Transaktion beraten.

Freenet platziert neuen Schuldschein

Freenet hat ein Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 350 Millionen Euro platziert. Das Schuldscheindarlehen dient im Wesentlichen zur Ablösung einer Brückenfinanzierung, die das Unternehmen für den Erwerb von Mobilezone Deutschland aufgenommen hatte. Nach Angaben von Freenet war das Orderbuch des Schuldscheins mehrfach überzeichnet.

Das neue Schuldscheindarlehen besteht aus drei Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf und sieben Jahren. Die dreijährige Tranche über 104 Millionen Euro wird mit einer Marge von 1 Prozent verzinst, während die fünfjährige Tranche über 221 Millionen Euro mit einer Marge von 1,2 Prozent versehen ist. Die siebenjährige Tranche über 25 Millionen Euro wird mit 1,4 Prozent verzinst. Die Tranchenstruktur weist nach Angaben von Freenet eine annähernd hälftige Aufteilung zwischen fixer und variabler Verzinsung auf. Joint Lead Arrangeure der Transaktion waren BayernLB, LBBW und Unicredit.

Vonovia mit Social Bond und Schwedischen Kronen

Der Immobilienkonzern Vonovia hat zwei neue Anleihen am Kapitalmarkt platziert. Die Bochumer platzierten unter anderem einen neuen Social Bond in Höhe von 1 Milliarde Euro mit zweijähriger Laufzeit. Die Anleihe wird variabel verzinst. Die Emissionserlöse sollen in geeignete soziale Vermögenswerte gemäß des Sustainable Finance Framework von Vonovia fließen.

Darüber hinaus platzierte der Konzern eine Anleihe in Höhe von 750 Millionen Schwedischen Kronen (rund 69 Millionen Euro). Die Schuldverschreibungen werden ebenfalls variabel verzinst und werden so wie der Social Bond im Jahr 2028 zur Rückzahlung fällig.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Die IHO Verwaltungs GmbH, eine Tochtergesellschaft der IHO Holding, hat neue auf Euro und US-Dollar lautende Anleihen im Gegenwert von 1 Milliarde Euro platziert. Die IHO Holding ist die strategische Beteiligungsholding der IHO Gruppe, deren operatives Geschäft von Schaeffler, Continental, Aumovio und Atesteo betrieben wird. Die Emission umfasst eine Euro-Tranche mit einer Laufzeit von fünf Jahren und eine US-Dollar-Tranche mit einer Laufzeit von sieben Jahren. Die Euro-Tranche hat ein Volumen von 600 Millionen Euro und wird mit 5,625 Prozent verzinst. Die US-Dollar-Tranche in Höhe von 500 Millionen US-Dollar (rund 427 Millionen Euro) wird mit 7,375 Prozent verzinst. Die Nettoerlöse aus der Emission der neuen Anleihen sollen zur Rückzahlung bestehender Anleihen der Gesellschaft verwendet werden.

Die Industrieholding KAP hat sich mit ihren Kreditinstituten auf ein Refinanzierungskonzept geeinigt und den bestehenden Konsortialkredit verlängert. Die Vereinbarung hat ein Gesamtvolumen von 96 Millionen Euro und eine Laufzeit bis März 2029. Die Verzinsung des Kredits erfolgt auf Basis des Euribor zuzüglich einer Marge von 4,5 Prozent. Die Inanspruchnahme des Darlehens ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Dazu zählen insbesondere die Umsetzung der im IDW‑S6‑Gutachten benannten Maßnahmen, die Aufrechterhaltung bestehender Finanzierungsbausteine sowie die Ernennung eines Chief Restructuring Officer und eines Lenkungsausschusses. Zudem sei ein M&A-Prozess vorgesehen, mit dem Ziel, Vermögenswerte von KAP zu veräußern, um den Verkaufserlös als Pflichtsondertilgung des Konsortialkredites zu nutzen, heißt es in einer Mittteilung der Industrieholding. Im Rahmen der Verhandlungen wurde KAP von Herter & Co. als Debt Advisor sowie von Noerr beraten.

Das deutsch-französische Raumfahrtunternehmen Atmos Space Cargo hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 25,7 Millionen Euro eingesammelt. Die Runde wurde von Balnord und Expansion angeführt. Der Europäische Innovationsrat beteiligte sich über sein Accelerator-Programm mittels einer Mischfinanzierung, die Zuschüsse und Eigenkapitalkomponenten kombiniert. Zu den weiteren Investoren zählen Keen Defence and Security, OTB Ventures, der High-Tech Gründerfonds, Apex Ventures, Seraphim, Faber, E2MC, Kirch Ventures, Lennertz & Co., Mätch VC, MBG Baden-Württemberg und Tech Horizons. Das Start-up entwickelt wiederverwendbare Rückkehrkapseln mit innovativer aufblasbarer Hitzeschild-Technologie, die Fracht aus dem All zurück auf die Erde bringen kann.

Münch Energie hat die Gesamtfinanzierung für ein Batteriespeicherprojekt mit einer Leistung von 250 MW und einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 215 Millionen Euro abgeschlossen. Dicama, ein Investmenthaus für Mittelstands- und Projektfinanzierung, hat die Gesamtfinanzierung als Sole Lead Arranger strukturiert. Die Finanzierung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Drei Banken stellten Senior-Darlehen in Höhe von insgesamt 115 Millionen Euro bereit. Ergänzend dazu brachte Dicama ein strukturell nachrangiges Darlehen in Höhe von 79 Millionen Euro ein.

Rating-Meldungen

Moody’s hat das „B1“-Rating von Grünenthal bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv angehoben.

Moody’s hat das „Baa2“-Rating von Continental bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Fitch hat das „BBB+“-Rating von Holcim bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

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