FINANCE

25.11.15
Wirtschaft

11. Structured FINANCE: Mehr als 2.000 Finanzexperten besuchen rund 90 Workshops

In neuer Location, mit neuen interaktiven Workshops und einem neuen Besucherrekord treffen sich auf der 11. Structured FINANCE mehr als 2.000 Finanzexperten und nutzen die Messe für Unternehmensfinanzierung dazu, interessante Vorträge zu hören und Networking zu betreiben.

Heute Morgen um neun Uhr fiel der Startschuss für die 11. Structured FINANCE. Doch nicht wie in den vergangenen Jahre in Karlsruhe, sondern im ICS Congresscenter in Stuttgart. Der Grund: Mehr als 2.000 angekündigte Besucher waren einfach zu viel für die Karlsruher Räume – schließlich ist die Teilnehmerzahl mit mehr als 20 Prozent über dem Vorjahreswert ein neuer Besucherrekord.

Die Structured FINANCE bleibt eine Messe für Unternehmensvertreter, die auch dieses Jahr rund 60 Prozent aller Teilnehmer ausmachen. Für die Finanzexperten der Unternehmen bietet die Structured FINANCE damit zum einen eine ideale Plattform, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen. Gleichzeitig bieten 94 Aussteller die Möglichkeit, Kontakt zu Finanzierern und Beratern aufzunehmen. „Die Structured FINANCE ermöglicht es uns Ausstellern, mit den deutschen Mittelständlern ins Gespräch zu kommen. Wir nutzen die Structured FINANCE sowohl als Kontaktbörse als auch Feedbackmöglichkeit“, sagt ein Finanzierungsberater.

11. Structured FINANCE: Themen, die CFOs bewegen

Auch die fachliche Weiterbildung kommt bei der Structured FINANCE nicht zu kurz: Bei sieben Sessions und fast 90 Roundtables ist für jeden Finanzexperten etwas dabei. Ein Blick in das diesjährige Programm zeigt, was die Unternehmenswelt derzeit umtreibt: Vor allem dem Cash Management und der Finanzierung in China, der Digitalisierung und der IT und auch dem internen und externen Unternehmensrating wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Der große Vorteil von Stuttgart: Alle Roundtables und Workshops befinden sich kompakt auf einer Etage.

In der traditionellen CFO-Podiumsdiskussion debattierte FINANCE-Chefredakteur Markus Dentz mit Martin Bellin (Geschäftsführer Bellin), Michael Bücker (Vorstandsmitglied BayernLB), Bernd Hirsch (CFO Symrise) und Peter Radtke (Head of Corporate Finance & Treasury bei Kuka) über den aktuell boomenden Schuldscheinmarkt, aber vor allem über das historisch niedrige Zinsumfeld sowie die vielen geopolitischen Krisenherde und deren Auswirkungen auf das Geschäftsleben der CFOs.

Bernd Hirsch  warnte vor allem vor dem billigen Geld der EZB: „Ich sehe darin die Gefahr, dass man zu kurzfristig denkt und annimmt, dass die Situation so bleibt. Das billige Geld ist verführerisch, Disziplin ist jetzt wichtiger denn je“. Und auch der Bayerische Landesbanker Michael Bücker warnt davor, sich an das aktuelle Zinsumfeld zu gewöhnen: „Ich gehe davon aus, dass die US-Notenbank noch im Dezember die Zinsen leicht um zehn Basispunkte erhöhen wird“.  Morgen findet dann ein ergänzendes On-Stage-Interview mit Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion Die Linke, statt. Im Mittelpunkt: „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus – Brauchen wir eine neue Finanzordnung?“

Vieles ist neu bei der 11. Structured FINANCE

Neu sind bei der 11. Structured FINANCE neben dem Veranstaltungsort auch einige interaktive Workshops. Teilnehmer haben über die SF App die Möglichkeit, während dem Vortrag und der Diskussionsrunde anonym Fragen zu stellen, die der Moderator über ein Tablet erhält und in die Diskussion einbauen kann. Außerdem enthält die App einen Meeting- und Konferenzplaner.

Überdies stehen den Besuchern insgesamt vier Experten zur Verfügung, mit denen Teilnehmer nach Terminvereinbarung auf der Structured FINANCE ein kurzes persönliches Gespräch unter vier Augen führen können. Den Weg zum Flughafen begleitet anschließend der kostenlose Fahrservice von Porsche.

Gala-Abend: Kür des „CFO des Jahres“ und des „Treasury des Jahres“

Das Highlight der Messe kommt heute Abend: Auf der Galaveranstaltung kürt FINANCE zum 11. Mal den „CFO des Jahres“. Im Jubiläumsjahr sicherte sich Fresenius-CFO Stephan Sturm die Trophäe, indem er durch eine ehrgeizige M&A-Agenda die Unternehmenszahlen nach oben schraubte.

Der Abend enthüllt außerdem das 6. „Treasury des Jahres“. Auf die diesjährige Shortlist haben es insgesamt sechs Treasury-Teams geschafft: der Telekommunikationskonzern Deutsche Telekom, das Immobilienunternehmen Vonovia, der Pharmakonzern Merck, der Softwarehersteller SAP, das Industrieunternehmen Kaefer Isoliertechnik und der Hersteller von Verbindungstechnik Norma.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de