Der Vermögensverwalter Blackrock streicht Stellen. Auch Deutschland soll betroffen sein.

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14.01.19
Wirtschaft

Blackrock will Stellen streichen

Die Vermögensverwalter sind in Aufruhr: Branchenprimus Blackrock hat einen weltweiten Stellenabbau angekündigt. Auch in Deutschland soll es Kürzungen geben.

Schlechte Neuigkeiten für die Mitarbeiter des weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock: Der Branchenprimus will insgesamt drei Prozent der Arbeitsplätze abbauen. Laut einem internen Memorandum des Blackrock-Präsidenten Rob Kapito, das FINANCE vorliegt, sollen weltweit insgesamt 500 Kollegen von dem Stellenabbau betroffen sein. Sie sollen das Unternehmen „in den kommenden Wochen“ verlassen.

Blackrock baut in Deutschland und Schweiz ab

FINANCE-Informationen zufolge ist auch in Deutschland ein Stellenabbau geplant, allerdings soll dieser etwas moderater ausfallen als im weltweiten Durchschnitt. Zurzeit arbeiten rund 160 Mitarbeiter für Blackrock in Deutschland. Seit dem vergangenen Jahr ist Dirk Schmitz für die Geschäfte in Deutschland, Österreich und Osteuropa verantwortlich. Schmitz leitete zuvor das Kapitalmarktgeschäft der Deutschen Bank. 


Auch die Blackrock-Kollegen in der Schweiz müssen sich auf einen Stellenabbau einstellen. Wie das Schweizer Portal „finews.ch“ berichtet, sollen die Kündigungen am Standort in Zürich proportional zum internationalen Abbau ausfallen. Blackrock beschäftigt in der Schweiz gut 100 Mitarbeiter, entsprechend geht es bei einem weltweiten Schnitt von 3 Prozent um Stellenstreichungen im einstelligen Bereich. 

Blackrock hat in Europa harte Konkurrenz

Dem Portal „finanzen.net“ zufolge musste Blackrock zuletzt auf dem europäischen Markt Federn lassen. Demnach verlor Blackrock seine Position als beliebtester Fonds in Europa an die UBS Asset Management. Auch Natixis Investment Managers und Allianz Global Investors seien in Europa an Blackrock vorbeigezogen. 


Blackrock-Präsident Kapito zufolge sollen die Stellenstreichungen den Weg für Investitionen in Wachstumsbereiche freimachen, heißt es in dem Memo. Im Fokus sollen Lösungen für die Altersvorsorge stehen, etwa ETFs, zudem will Blackrock sich für den Branchenwandel wappnen, in Technologie investieren und Vertriebskapazitäten in Wachstumsmärkten ausbauen. Blackrock betont, auch nach den nun verkündeten Entlassungen liege die Zahl der Mitarbeiter noch um vier Prozent über dem Vorjahreswert.