Hört zum Jahresende bei Euler Hermes auf: Wilfried Verstraete

Euler Hermes

FINANCE+ 01.10.20
Wirtschaft

Chef-Wechsel bei Euler Hermes in schwieriger Zeit

Wilfried Verstraete, der globale Chef von Euler Hermes, zieht sich zurück. Der Zeitpunkt dafür könnte kaum ungünstiger sein.

Diese Nachricht kommt überraschend: Wilfried Verstraete, CEO von Euler Hermes, kündigt seinen Abschied zum Jahresende an. Die Entscheidung sei ihm nach zwölf Jahren bei Euler Hermes schwergefallen, schreibt er in einem Brief an Geschäftspartner, der FINANCE vorliegt. Mit 61 habe Verstraete ein Alter erreicht, in dem im Allianz-Konzern üblicherweise die Managerkarrieren enden, heißt es aus dem Unternehmen.

Seine Nachfolge soll ab Anfang Januar 2021 Clarisse Kopff übernehmen. Die Managerin kennt den Kreditversicherer gut, weil sie bereits 16 Jahre für Euler Hermes gearbeitet hatte, bevor sie 2018 zu Allianz France wechselte. Die französische Tochter des deutschen Versicherungskonzerns ist die Muttergesellschaft von Euler Hermes. Verstraete soll auf Wunsch des Eigentümers die neue Chefin Kopff aber noch eine Weile beraten. 

„Fehlendes Kundenverständnis“ bei Euler Hermes?

Auch wenn Euler Hermes bei dem Wechsel auf Kontinuität setzt, fällt er in eine schwierige Phase. Die Coronakrise setzt dem Warenkreditversicherer zu. Verstraete selbst vergleicht die jetzige Phase in seinem Brief mit der Zeit seines Antritts im Jahr 2009, als die Weltfinanzkrise tobte. In seinem Brief erinnert er auch an seinen damaligen Aufruf, trotz der Umstände „kundenzentriert“ zu arbeiten. Fehlendes Kundenverständnis wird Euler Hermes aber ausgerechnet jetzt vorgehalten.

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