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09.08.19
Wirtschaft

Börsenstreit mit der Schweiz verschiebt den Aktienhandel

Der Streit schwelt seit Monaten, seit Anfang Juli ist es Realität: Die Schweizer Börse wird von der EU nicht mehr als gleichwertig angesehen. Die Eidgenossen haben reagiert – mit Folgen.

Die Auseinandersetzung zwischen der EU und der Schweiz über den Börsenhandel läuft schon seit Monaten, seit Kurzem hat der Streit nun reale Konsequenzen für die europäische Kapitalmarktlandschaft. Seit dem 1. Juli erteilt die EU der Schweiz keine Börsenäquivalenz mehr. Zuvor sorgte diese Äquivalenz dafür, dass alle Händler sowohl in der Schweiz als auch in der EU mit sämtlichen Schweizer Aktien handeln konnten.

Das ist jetzt nicht mehr so: In der EU ansässige Händler können nicht mehr ohne weiteres an der Schweizer Börse handeln. Sie müssen zunächst prüfen, ob sie die Papiere nicht auch über einen europäischen Handelsplatz kaufen oder verkaufen könnten.

Handel mit Schweizer Aktien in der EU verboten

Der Zwischenschritt ist allerdings nur noch theoretisch möglich, denn die Schweizer haben die Entscheidung der EU nicht einfach auf sich sitzen lassen: Sie haben ihrerseits verboten, dass Schweizer Aktien an Börsen und Handelsplätzen in der EU gehandelt werden. Das hat zu einer deutlichen Verlagerung der Handelsaktivitäten geführt.

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antonia.koegler[at]finance-magazin.de