FAQ: Definition & Methodik

Das FAQ zur Definition & Methodik erklärt, was die FINANCE Multiples sind, wie sie berechnet werden und wie sie Unternehmensbewertungen unterstützen.

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Die FINANCE Multiples basieren auf Markteinschätzungen von Professionals aus mehr als 20 verschiedenen M&A-Beratungshäusern – dem FINANCE Multiples-Partnernetzwerk. Dabei werden Korridore für Ebit-, Ebitda- und Umsatz-Multiples von insgesamt 20 Branchen abgefragt. Anschließend berechnet die FINANCE-Redaktion jeweils den Medianwert aus diesen Einschätzungen.

Das Partnernetzwerk überblickt jährlich mehrere Tausend Transaktionen und liefert so eine umfassende, praxisnahe Datenbasis. Dabei werden die Multiples nicht nur nach Branchen, sondern auch nach Unternehmensgrößen (Micro-Cap, Small-Cap, Mid-Cap und Large-Cap) differenziert erhoben, um realistische Bewertungsbenchmarks zu ermöglichen.

Die FINANCE Multiples werden sechs Mal jährlich, also alle zwei Monate, im Rahmen eines Daten-Updates aktualisiert. Dabei steht jeweils eine neue Branche im Fokus, der sogenannte Branchenfokus, die besonders detailliert analysiert wird. Der Branchenfokus wird analog zum Daten-Update veröffentlicht.

Die FINANCE Multiples wurden speziell für M&A-Experten, Private-Equity-Investoren, CFOs und Corporate-Finance-Berater entwickelt, die eine schnelle, realistische und datenbasierte Orientierung bei der Unternehmensbewertung benötigen. Sie eignen sich ideal zur Einordnung von Unternehmenswerten im Vergleich zu Peer-Gruppen auf Basis von tatsächlich abgeschlossenen Transaktionen in der DACH-Region. Ob Kaufpreisindikation, Due-Diligence-Vorbereitung, strategische Bewertung oder Marktanalyse – die FINANCE Multiples bieten fundierte Benchmarks für Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größenklassen.

Die FINANCE Multiples basieren speziell auf den Kennzahlen Ebit, Ebitda und Umsatz, die im M&A-Kontext am weitesten verbreitet sind. Die Anwendung auf andere Gewinngrößen ist nicht vorgesehen und kann zu ungenauen Bewertungen führen, da diese Kennzahlen unterschiedliche Aspekte der Unternehmensleistung abbilden.

Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass das Unternehmen eine höhere Profitabilität als die betrachteten Vergleichsunternehmen hat. Ist das Verhältnis umgekehrt, kann dies als Indiz für ein weniger profitables Unternehmen angesehen werden.

Unternehmensbewertungen erfolgen meist anhand dreier Verfahren:

  • Vergleichswertverfahren: basierend auf Peer-Gruppen und Transaktionsdaten, schnell und praxisnah.
  • Einzelwertverfahren: Bewertung der einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gut für Substanzwerte.
  • Gesamtwertverfahren: zukunftsorientierte Verfahren wie Ertragswert- oder Discounted-Cashflow-Methode (DCF), besonders detailliert und prognosebasiert.

Die FINANCE Multiples unterstützen vor allem das Vergleichswertverfahren als schnelle und zuverlässige Orientierung.

Erfahren Sie hier im Wissenspool-Eintrag mehr über Unternehmensbewertungen, ihre Rolle in M&A-Prozessen und die verschiedenen Arten sie zu ermitteln.

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