Lena Scherer, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/lscherer/ für kluge Finanzentscheidungen Tue, 31 Mar 2026 10:00:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Nach Millionenabschreibungen: Six holt Ex-UBS-Banker als CFO https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/nach-millionenabschreibungen-six-holt-ex-ubs-banker-als-cfo-239747/ Tue, 31 Mar 2026 08:53:24 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239747 Markus Habbel löst Daniel Schmucki als CFO von Six ab. Foto: Six

Der Schweizer Börsenbetreiber Six hat einen Nachfolger für Noch-CFO Daniel Schmucki gefunden. Der künftige Finanzchef Markus Habbel ist beim Six-Großanteilseigner UBS kein Unbekannter.

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Markus Habbel löst Daniel Schmucki als CFO von Six ab. Foto: Six

Der Schweizer Börsenbetreiber Six hat einen Nachfolger für Noch-CFO Daniel Schmucki gefunden. Der künftige Finanzchef Markus Habbel ist beim Six-Großanteilseigner UBS kein Unbekannter.

Markus Habbel wird neuer CFO und Mitglied der Konzernleitung der Six Group. Er werde sein Amt bei dem Schweizer Börsenbetreiber zum 1. Juni antreten, teilte das Unternehmen am Dienstagmorgen mit.

Six hat als Dienstleister und Infrastrukturbetreiber eine zentrale Rolle am eidgenössischen Finanzplatz und gehört weit überwiegend den Schweizer Banken. Seit der Übernahme der Credit Suisse entfällt mehr als ein Drittel der Anteile auf die UBS.

Markus Habbel löst Daniel Schmucki als Six-CFO ab

Habbel löst bei Six den langjährigen CFO Daniel Schmucki ab. Im Januar war bekannt geworden, dass dieser das Unternehmen nach neun Jahren im Amt Ende Juli verlassen wird. Der künftige Finanzchef kommt von der Unternehmensberatung Bain & Company, wo er seit März 2021 als Senior Partner und globaler Leiter für die Bereiche Wealth & Asset Management sowie Financial Services Market Infrastructure tätig war. Als solcher beriet er europäische FMIs und Vermögensverwalter in den Bereichen Strategie, technologische Transformation und M&A.

Bevor er zu Bain wechselte, war Habbel bei der UBS in Zürich als CFO der UBS Group EMEA sowie als CFO Global Wealth Management tätig. Im Dezember 2020 verließ er die Bank, bei der er seit 2012 aktiv war. In dieser Zeit war er unter anderem an der Errichtung eines Post-Brexit-Hubs für die Bank in Frankfurt beteiligt. Frühere Karrierestationen des Bankenspezialisten waren McKinsey & Company, wo er als Partner und Leiter des Bereichs Corporate Finance tätig war, sowie die Investmentbank Morgan Stanley.

Six kämpfte zuletzt mit Abschreibungen in Millionenhöhe

Six-CEO Bjørn Sibbern hebt in einer Mitteilung Habbels bisherige Erfolgsbilanz hervor. „Seine umfassende Expertise in den Bereichen Finanzen, Strategie und Transformation wird entscheidend dazu beitragen, dass wir unsere Wachstumsziele weiter umsetzen können“, ist der Unternehmenschef überzeugt.

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Allerdings: Schon seit drei Jahren hat Six wiederkehrende, millionenschwere Abschreibungen als Knüppel zwischen den Beinen. Zuletzt musste das Unternehmen den Wert seiner 10,5-Prozent-Beteiligung an dem französischen Zahlungsdienstleister Worldline um 560,9 Millionen Schweizer Franken berichtigen. Das drückte dann auch trotz eines Rekordbetriebsergebnisses das Konzernergebnis im Jahr 2025 mit 313,7 Millionen Schweizer Franken tief ins Minus.

An der von Worldline angekündigten Kapitalerhöhung will sich Six nicht beteiligen, wodurch die aktuelle Beteiligung auf etwa 1,3 Prozent verwässert wird. Nach Medienberichten stehen zudem auch Verkäufe einzelner Geschäftsbereiche im Raum.

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Datagroup bekommt nach KKR-Einstieg wieder einen CFO https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/datagroup-bekommt-nach-kkr-einstieg-wieder-einen-cfo-239363/ Wed, 25 Mar 2026 09:45:22 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239363 Das IT-Serviceunternehmen Datagroup hat Niels Ackermann als CFO verpflichtet. Foto: Datagroup

Niels Ackermann wird neuer CFO der Datagroup. Er soll nach dem Einstieg von KKR und dem Delisting die Buy-and-Build-Strategie des IT-Dienstleisters vorantreiben.

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Das IT-Serviceunternehmen Datagroup hat Niels Ackermann als CFO verpflichtet. Foto: Datagroup

Niels Ackermann wird neuer CFO der Datagroup. Er soll nach dem Einstieg von KKR und dem Delisting die Buy-and-Build-Strategie des IT-Dienstleisters vorantreiben.

Der IT-Dienstleister Datagroup bekommt wieder einen dedizierten Finanzchef: Niels Ackermann wird zum 1. Juni 2026 als CFO in den Vorstand berufen. Bislang hatte der Vorstandsvorsitzende Andreas Baresel die Aufgaben des Finanzressorts mit übernommen, nachdem der damalige CFO Oliver Thome im Frühjahr 2024 das Unternehmen verlassen hatte.

Die Wiedereinrichtung einer eigenständigen CFO-Position kommt für Datagroup zu einem neuralgischen Zeitpunkt: Im vergangenen November war der Private-Equity-Investor KKR bei dem IT-Dienstleister eingestiegen. KKR schaffte es bis zum Ablauf der Annahmefrist zwar nicht, alle Datagroup-Aktionäre davon zu überzeugen, ihre Anteile anzudienen. Über das Investment-Vehikel Dante Beteiligungen SE sicherte man sich letztlich aber rund 67 Prozent der ausstehenden Aktien.

Datagroup wird von der Börse genommen

Hinter Dante Beteiligungen steht neben KKR auch der Datagroup-Gründer Max H.-H. Schaber über seine Familienholding HHS. Er hatte bei dem Deal seinen Datagroup-Anteil von 54,4 Prozent an Dante Beteiligungen übertragen. Als indirekte 50:50-Gesellschafter von Dante Beteiligungen kontrollieren KKR und Schaber nun gemeinsam Datagroup. Derzeit sind sie dabei, das Unternehmen von der Börse zu nehmen.

Mit der neuen Gesellschafterstruktur soll Datagroup seinen Wachstumskurs beschleunigen. Im Fokus stehen die schnellere Skalierung der KI– und Automatisierungsstrategie, der Ausbau von Security und Cloud Services sowie Buy and Build.

CFO Ackermann bringt PE- und M&A-Erfahrung mit

Niels Ackermann tritt den CFO-Posten bei Datagroup zum 1. Juni 2026 an. Foto: Alexander Fischer

Der künftige CFO Niels Ackermann soll in dieser Umbruchphase mit anpacken. Er bringt mehr als 25 Jahre internationale Führungs- und Managementerfahrung in CFO- und CEO-Positionen in privaten und börsennotierten Unternehmen mit. „Zu seinen Schwerpunkten zählen der Aufbau und die Weiterentwicklung Private-Equity-finanzierter Organisationen sowie die Umsetzung von Buy-and-Build-Strategien“, betonte Datagroup in einer Mitteilung zur Personalie.

Ackermann war zuvor in der Gesundheits- und Pharmaindustrie sowie in mittelständischen Industrieunternehmen tätig, zuletzt beim Radiologen Evidia, bei dem EQT investiert ist. Bei seinen früheren Stationen verantwortete er unter anderem Finanzen und Rechnungswesen, Controlling, Treasury, M&A, IT, HR sowie Recht und Compliance. Er bringt Erfahrung in Kapitalmarkttransaktionen, LBO-Strukturen sowie M&A-Prozessen mit. Seine Karriere begann Ackermann als Investmentbanker bei Goldman Sachs.

Datagroup übernimmt regelmäßig kleine IT-Dienstleister

Bei Datagroup soll er mit dem Managementteam das organische Wachstum und die Buy-and-Build-Strategie im deutschen und europäischen Markt vorantreiben. Seit dem Börsengang 2006 hat Datagroup knapp 40 Unternehmen zugekauft.

Im Fokus stehen laut eigenen Angaben kleine IT-Serviceunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und einem Jahresumsatz zwischen 5 Millionen und 50 Millionen Euro, die im Mittelstand aktiv sind und hohe wiederkehrende Umsätze haben. Zuletzt wurde im November 2025 der Kölner SAP-Berater Clavis übernommen.

Der Umsatz der Gruppe legte im Geschäftsjahr 2024/2025 (30.09.) um sieben Prozent auf 566 Millionen Euro zu. Er wird im Wesentlichen mit Dienstleistungen erzielt. Der Jahresüberschuss lag bei 21,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg wegen eines restriktiven Cash Managements zuletzt wieder über die 30-Prozent-Marke, während die Finanzverbindlichkeiten nahezu unverändert waren und zum Bilanzstichtag mit 203 Millionen Euro ausgewiesen wurden.

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Commerzbank: Unicredit-CEO Orcel sagt das eine – und macht das andere https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma/commerzbank-unicredit-ceo-orcel-sagt-das-eine-und-macht-das-andere-239033/ Fri, 20 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239033 Die italienische Unicredit hat ein freiwilliges Übernahmeangebot für die Commerzbank angekündigt. Foto: UMB-O - stock.adobe.com

Die italienische Unicredit macht ein Übernahmeangebot für die Commerzbank. Warum die freiwillige Offerte von Unicredit-Chef Andrea Orcel nur ein taktisches Manöver ist und dennoch Risiken birgt.

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Die italienische Unicredit hat ein freiwilliges Übernahmeangebot für die Commerzbank angekündigt. Foto: UMB-O - stock.adobe.com

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Continental und Aumovio: Nach der Trennung erfolgreicher? https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/continental-und-aumovio-nach-der-trennung-erfolgreicher-239065/ Fri, 20 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239065 Continental hat im September 2025 sein Automotive-Geschäft abgespalten und als Aumovio an die Börse gebracht. Fotos: Continental AG, Aumovio

Mit dem Spin-off von Aumovio im vergangenen Herbst hat sich Continental in nahezu gleich große Hälften aufgespalten. Was hat es gebracht? Ein erstes Fazit für beide Seiten nach der Trennung.

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Continental hat im September 2025 sein Automotive-Geschäft abgespalten und als Aumovio an die Börse gebracht. Fotos: Continental AG, Aumovio

Mit dem Spin-off von Aumovio im vergangenen Herbst hat sich Continental in nahezu gleich große Hälften aufgespalten. Was hat es gebracht? Ein erstes Fazit für beide Seiten nach der Trennung.

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Kadewe, Globus und Co.: Signa ist weg, die Probleme sind es nicht https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/kadewe-globus-und-co-signa-ist-weg-die-probleme-sind-es-nicht-238506/ Wed, 18 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=238506 Das Berliner Luxuskaufhaus Kadewe gehört seit 2024 komplett der thailändischen Central Group. Foto: PixelBiss - stock.adobe.com

Die Kadewe-Gruppe wurde nach der Insolvenz schnell aus dem Signa-Griff gerettet. Die Central Group sicherte sich auch andere Assets aus dem Signa-Kosmos. Doch der Turnaround lässt offenbar auf sich warten.

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Das Berliner Luxuskaufhaus Kadewe gehört seit 2024 komplett der thailändischen Central Group. Foto: PixelBiss - stock.adobe.com

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Baywa-Sanierung steht auf der Kippe https://www.finance-magazin.de/transformation/baywa-sanierung-steht-auf-der-kippe-2-238439/ Wed, 11 Mar 2026 16:09:57 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=238439 Baywa gilt als der komplexeste Sanierungsfall seit Jahren. Jetzt muss das Sanierungskonzept angepasst werden. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Die Sanierung von Baywa wackelt. Die jüngste Hiobsbotschaft betrifft die Energietochter Baywa Re. Wie kann es weitergehen und wie lange spielen Banken und Eigner noch mit? Eine FINANCE-Recherche.

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Baywa gilt als der komplexeste Sanierungsfall seit Jahren. Jetzt muss das Sanierungskonzept angepasst werden. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

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Ex-HCOB-Firmenkundenchef Jakob wechselt zum Bankhaus Bodensee https://www.finance-magazin.de/banking-berater/banker-wechsel/ex-hcob-firmenkundenchef-jakob-wechselt-zum-bankhaus-bodensee-238204/ Mon, 09 Mar 2026 16:45:17 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=238204 Duo auf Zeit: IBB-Vorstand Stephan Waiblinger (Foto l.) und sein Interims-Co-Vorstand Thomas Jakob. Foto: IBB

Das Bankhaus Bodensee hat Thomas Jakob als Interimsvorstand verpflichtet. Das sind die Hintergründe der Wachablösung.

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Duo auf Zeit: IBB-Vorstand Stephan Waiblinger (Foto l.) und sein Interims-Co-Vorstand Thomas Jakob. Foto: IBB

Das Bankhaus Bodensee hat Thomas Jakob als Interimsvorstand verpflichtet. Das sind die Hintergründe der Wachablösung.

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CFO Remko Rijnders soll neuer Ceconomy-Chef werden https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/cfo-remko-rijnders-soll-neuer-ceconomy-chef-werden-238060/ Fri, 06 Mar 2026 11:27:59 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=238060 Finanzchef Remko Rijnders soll neuer CEO von Ceconomy werden. Foto: Ceconomy

Ceconomy-Finanzchef Remko Rijnders soll kurzfristig zum CEO aufsteigen. Zuvor hatte CEO Kai-Ulrich Deissner seinen Rückzug angekündigt. Das sind die Hintergründe.

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Finanzchef Remko Rijnders soll neuer CEO von Ceconomy werden. Foto: Ceconomy

Ceconomy-Finanzchef Remko Rijnders soll kurzfristig zum CEO aufsteigen. Zuvor hatte CEO Kai-Ulrich Deissner seinen Rückzug angekündigt. Das sind die Hintergründe.

CFO Remko Rijnders soll neuer Vorstandsvorsitzender von Ceconomy werden. Über die Personalie im Mutterkonzern der Elektronikhändler Mediamarkt und Saturn hatte zunächst das „Manager Magazin“ berichtet. Ceconomy hat mittlerweile bestätigt, dass Rijnders auf den CEO-Posten rücken soll.

Der Finanzvorstand wird damit Nachfolger von Kai-Ulrich Deissner, der zuvor angekündigt hatte, sein Mandat im Laufe des Jahres aus persönlichen Gründen abgeben zu wollen. Der Aufsichtsrat von Ceconomy soll am 12. März über den personellen Wechsel an der Spitze abstimmen. Wer für Remko Rijnders auf den Posten als Finanzchef rücken soll, ist unbekannt.

Info

Update am 13.03.2026: 

CFO Remko Rijnders ist vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Juli zum neuen Vorstandsvorsitzenden von Ceconomy ernannt worden. Wer seine Nachfolge als CFO antritt, soll zeitnah entschieden werden, heißt es in einer aktuellen Mitteilung von Ceconomy.

Zugleich wird der Vorstand um einen Chief Customer Officer erweitert. Jan Niclas Brandt wird dieses Amt zum 1. April übernehmen. Aktuell führt er die Landesgesellschaften in Österreich und der Schweiz.

Ceconomy-CEO Deissner geht aus persönlichen Gründen

„Es ist Zeit für mich, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen, um Prioritäten neu zu ordnen“, lässt sich Noch-CEO Deissner in einer Mitteilung von Ceconomy zitieren. Der 57-Jährige war im Februar 2023 von der Deutschen Telekom als CFO zu dem Elektronikeinzelhändler gekommen. Im Mai 2025 übernahm er dann den CEO-Posten von Karsten Wildberger, der als Minister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung ins Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz wechselte.

In dem Zuge wurde dann Remko Rijnders Finanzvorstand von Ceconomy. Der 47-jährige Niederländer, der einen Master in Betriebswirtschaft hat, kennt den Mediamarkt-Saturn-Kosmos von der Pike auf. 2008 war er zunächst Marktleiter bei Media Markt Niederlande. Danach folgten verschiedene Managementpositionen in Ländergesellschaften. So war er von 2018 bis 2020 Chief Commercial Officer (CCO) von Media Markt Saturn Deutschland. Später wurde er Geschäftsführer von Media Markt Benelux (Belgien, Niederlande, Luxemburg) und schließlich 2023 COO der Media Markt Saturn Handelsgruppe, bevor er zum Ceconomy-CFO aufstieg.

Ceconomy steht vor der Übernahme durch JD.com

Kai-Ulrich Deissner will Ceconomy verlassen. Er war dort ab 2023 zunächst CFO, 2025 stieg er zum CEO auf. Foto: Ceconomy

Noch-CEO Kai-Ulrich Deissner sieht Ceconomy nach mauen Jahren der Transformation mittlerweile „hervorragend aufgestellt“. Man habe Mediamarkt und Saturn vom stationären Einzelhändler zu einer Omnichannel-Plattform umgebaut. Der Online-Umsatzanteil inklusive Marktplatzgeschäft hatte zuletzt 26 Prozent erreicht.

„Nach drei Jahren kontinuierlicher Ergebnissteigerung sind wir auf dem besten Weg, unsere strategischen Ziele zu erreichen, und die Weichen für die nächste Phase sind durch die angekündigte Kooperation mit JD.com gestellt“, so Deissner. Im Geschäftsjahr 2024/25 war der Konzernumsatz auf 23,1 Milliarden Euro angewachsen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag bei 378 Millionen Euro. Dadurch verbesserte sich auch die Liquidität: Der Free Cashflow stieg um 218 Millionen Euro auf 337 Millionen Euro.

Für Noch-CFO und Bald-CEO Remko Rijnders wird es trotz dieser operativen Fortschritte kein ruhiges Jahr: Die Transformation geht weiter, und Ceconomy steht auch kurz vor der Übernahme durch den chinesischen Techkonzern JD.com. Nach dem Abschluss des Deals soll das Unternehmen von der Börse genommen werden.

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Neue Vorwürfe: Bilanzaffäre bei Gerresheimer weitet sich aus https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/bilanzierung/neue-vorwuerfe-bilanzaffaere-bei-gerresheimer-weitet-sich-aus-237419/ Thu, 26 Feb 2026 10:31:29 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=237419 Die Bafin will ihre Bilanzprüfung bei Gerresheimer wegen neuer Verdachtspunkte ausweiten. Foto: Mojahid Mottakin - stock.adobe.com

Die Bafin nimmt bei Gerresheimer nun auch Leasingverbindlichkeiten, Entwicklungskosten und womöglich ausgebliebene Wertminderungen in den Blick. Die DSW prüft derweil Schadensersatzansprüche.

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Die Bafin will ihre Bilanzprüfung bei Gerresheimer wegen neuer Verdachtspunkte ausweiten. Foto: Mojahid Mottakin - stock.adobe.com

Die Bafin nimmt bei Gerresheimer nun auch Leasingverbindlichkeiten, Entwicklungskosten und womöglich ausgebliebene Wertminderungen in den Blick. Die DSW prüft derweil Schadensersatzansprüche.

Gerresheimer kommt nicht zur Ruhe: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) will ihre Bilanzkontrolle bei Gerresheimer ausweiten. Das teilte der Hersteller von Glas- und Kunststoffverpackungen für die Pharma- und Kosmetikindustrie am gestrigen Mittwochabend nach Börsenschluss ad-hoc mit.

Demnach hat die Bafin angekündigt, die im vergangenen Herbst eingeleitete Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2023/2024  auszuweiten und zusätzlich den Halbjahresbericht des Geschäftsjahres 2024/2025 in den Blick zu nehmen.

Ursprünglich wollte die Bafin nur prüfen, ob die 2023/2024 erfassten Bill-and-Hold-Umsätze korrekt verbucht wurden. Gerresheimer räumte dabei später Fehler ein und kündigte kurz vor Weihnachten an, sämtliche Bill-and-Hold-Umsätze in Höhe von 28 Millionen Euro im Konzernabschluss 2023/2024 zu korrigieren und künftig auf solche Vereinbarungen zu verzichten. 

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Bafin prüft weitere Teile des Gerresheimer-Abschlusses

Nun wollen die Bafin-Aufseher drei weiteren möglichen Bilanzverstößen nachgehen, für die sie konkrete Anhaltspunkte sehen. Demnach sind die Leasingverbindlichkeiten von 65,5 Millionen Euro und/oder die im Anhang angegebenen, mit den Leasingverbindlichkeiten korrespondierenden nicht diskontierten Zahlungsverpflichtungen möglicherweise fehlerhaft.

Der zweite Punkt betrifft die aktivierten Entwicklungskosten, die einen Buchwert von 29,4 Millionen Euro haben. Hier wurden womöglich die Nutzungsdauern falsch ausgewiesen.

Betroffen sind drittens auch Vermögenswerte des Segments Advanced Technologies, die in der Bilanz mit einem Buchwert von 196,5 Millionen Euro ausgewiesen sind. Es steht der Verdacht im Raum, dass sie eventuell im Wert gemindert waren, Gerresheimer das aber nicht erfasst hat.

Konkret geht es hierbei um Abschreibungen bei der Sensile Medical AG. Gerresheimer hatte am 10. Februar 2026 für den Konzernabschluss 2025 Wertminderungen in Höhe von 220 bis 240 Millionen Euro angekündigt. Neben Sensile Medical betreffen sie unter anderem auch Vermögenswerte der Gerresheimer Moulded Glass Chicago Inc.

Wurden Risiken nach Bormioli-Kauf falsch eingeschätzt?

Die Bafin will zudem den Halbjahresbericht für das Geschäftsjahr 2024/2025 (1.12.2024 bis 31.05.2025) prüfen. Auch hier geht es um eventuell falsch erfasste Umsatzerlöse und -kosten bei Bill-and-Hold-Vereinbarungen und nicht erfolgte Wertminderungen von Vermögenswerten.

Zu allem Überfluss ist Gerresheimers Risikobeurteilung ebenfalls ins Visier der Finanzdienstleistungsaufsicht gerückt: Demnach sieht die Bafin konkrete Anhaltspunkte dafür, dass bestimmte Risikoeinschätzungen wegen der Finanzierung der Bormioli-Pharma-Übernahme nicht mehr korrekt waren. Der Kauf wurde vollständig in bar bezahlt und durch einen Bridge Loan mit zweijähriger Laufzeit finanziert. Gerresheimer hatte später im Halbjahresfinanzbericht 2025 die Risiken aus Akquisitionen, Desinvestitionen und Kooperationen sowie das Liquiditätsrisiko weiterhin als gering eingestuft.

DSW will Schadensersatzansprüche prüfen

Die Anlegerschützer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) haben infolge der jüngsten Nachrichten angekündigt, mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu wollen. Demnach hat sich die Schutzvereinigung bereits in den vergangenen Monaten mit der Verantwortlichkeit der Organe – konkret des ehemaligen Vorstandes sowie der Mitglieder des Aufsichtsrates, insbesondere des Prüfungsausschusses – auseinandergesetzt und hierzu auch ein Gutachten eingeholt.

„Mit der nun angekündigten Ausweitung der Bafin-Prüfung auf weitere Sachverhalte sieht die DSW nunmehr ein Maß erreicht, das eine koordinierte Prüfung und Geltendmachung möglicher Schadensersatzansprüche im Interesse betroffener Aktionäre erforderlich erscheinen lässt“, sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

Die Gerresheimer-Aktie hat am heutigen Donnerstagvormittag nach Bekanntwerden der erweiterten Bilanzprüfung erneut zweistellig verloren. Auf Jahressicht ist das Papier um rund 80 Prozent eingebrochen. MWB Research hat die Aktie mittlerweile auf „Sell“ gesetzt. Auch UBS hatte das vor wenigen Tagen getan.

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CFOs setzen in turbulenten Zeiten aufs Controlling https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/controlling/cfos-setzen-in-turbulenten-zeiten-aufs-controlling-237223/ Mon, 23 Feb 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=237223 Experten diskutierten an der Frankfurt School of Finance & Management, wie Transformation gelingt und welche Rolle das Controlling dabei spielt. Foto: Stefan Wildhirt

Controller sollen ihre Unternehmen durch unruhige Zeiten steuern – müssen sich dafür aber neu aufstellen. Wie das gelingt, diskutierten Experten unter anderem von Tui, Schülke & Mayr und ZF in Frankfurt.

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Experten diskutierten an der Frankfurt School of Finance & Management, wie Transformation gelingt und welche Rolle das Controlling dabei spielt. Foto: Stefan Wildhirt

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