Chefredakteur FINANCE-Print https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/dentz/ für kluge Finanzentscheidungen Wed, 21 Oct 2026 07:21:28 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.7 Commerzbank: Jetzt muss Unicredit eine Charmeoffensive starten https://www.finance-magazin.de/kommentar/firmenkundengeschaeft/commerzbank-jetzt-muss-unicredit-eine-charmeoffensive-starten-256416/ Wed, 21 Oct 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=256416 Die Commerzbank-Übernahme war von Anfang an konfrontativ. Orcel muss umsteuern, sonst verliert die Commerzbank ihre größte Stärke. Foto: Unicredit

Die Übernahme der Commerzbank ist von Anfang an konfrontativ verlaufen. Will Orcel die Commerzbank nicht ihrer größten Stärke berauben, muss er seinen Kurs ändern.

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Die Commerzbank-Übernahme war von Anfang an konfrontativ. Orcel muss umsteuern, sonst verliert die Commerzbank ihre größte Stärke. Foto: Unicredit

Die Übernahme der Commerzbank ist von Anfang an konfrontativ verlaufen. Will Orcel die Commerzbank nicht ihrer größten Stärke berauben, muss er seinen Kurs ändern.

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Michael Diederich zur Commerzbank? Das wäre ein irres Wechselspiel https://www.finance-magazin.de/banking-berater/banker-wechsel/michael-diederich-zur-commerzbank-das-waere-ein-irres-wechselspiel-252378/ Fri, 09 Oct 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=252378 Rund um die Commerzbank-Übernahme wird derweil auch über Personalfragen spekuliert, darunter über Michael Diederich als möglichen Nachfolger von Vorstandschefin Bettina Orlopp. Foto: Deutsche Bank

Rund um die Commerzbank-Übernahme kursiert ein Name, der die Deutsche Bank in Erklärungsnot bringen würde: Michael Diederich. Eine Geschichte über Ehrgeiz, Loyalität und ein beispielloses Personalchaos.

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Rund um die Commerzbank-Übernahme wird derweil auch über Personalfragen spekuliert, darunter über Michael Diederich als möglichen Nachfolger von Vorstandschefin Bettina Orlopp. Foto: Deutsche Bank

Rund um die Commerzbank-Übernahme kursiert ein Name, der die Deutsche Bank in Erklärungsnot bringen würde: Michael Diederich. Eine Geschichte über Ehrgeiz, Loyalität und ein beispielloses Personalchaos.

Rund um die bevorstehende Übernahme der Commerzbank durch Unicredit schießen die Gerüchte ins Kraut. Fest eingeplant scheint bereits die Demission von Vorstandschefin Bettina Orlopp und Aufsichtsratschef Jens Weidemann. Über das Wann und Wie der Nachfolge wird in den Medien derweil wild spekuliert. 

Dabei ins Visier geraten ist Michael Diederich. Er wurde in Medienberichten zwischenzeitlich als neuer Commerzbank-Chef gehandelt. Der ehemalige HVB-Chef und FC-Bayern-CFO hat bekanntlich vor ziemlich genau einem Jahr bei der Deutschen Bank als Co-Chef der Corporate Bank angeheuert.  

Was folgte, war eine fast beispiellose Rochade: Zunächst wurde bekannt, dass Co-Chef David Lynne die Bank in die Rente verlässt. Sein Nachfolger Ole Matthiessen räumte den Posten, kaum dass er ihn angetreten hatte, im März dieses Jahres wieder – und hat inzwischen bei Standard Chartered angedockt. Mehr oder weniger im selben Atemzug kündigte Jan-Philipp Gillmann als wichtiges Gesicht für den deutschen Markt seinen Abgang an; er leitet nun bei BNP Paribas als Co-CEO das hiesige Corporate and Institutional Banking (CIB). 

Halbwegs stabilisiert hat sich die Lage bei der Deutschen Bank offenbar erst mit dem neuen Führungsduo aus Michael Diederich und Gerald Podobnik, dem früheren CFO der Unternehmensbank. Über die Gründe für das Personalkarussell wird gemunkelt. Klar ist: Bei der Deutschen Bank werden solche rasanten Quereinsteiger wie Diederich intern nicht unbedingt mit Begeisterung empfangen – zu viele hatten sich selbst Hoffnungen auf den Posten gemacht. 

Umso bizarrer wäre es gewesen, wenn nun auch Diederich nach nur einem Jahr die Bank wieder verlassen hätte. Dass es nicht dazu kommen soll, will die F.A.Z. dieser Tage aus Finanzkreisen erfahren haben.

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Ein Wechsel Diederichs hätte Sinn ergeben 

Vorstellbar wäre das Szenario allemal gewesen. Diederich hat als ehemaliger HVB-CEO mit Unicredit-Chef Andrea Orcel bereits eng zusammengearbeitet. Die Aussicht, die wohl spannendste Bankenfusion des deutschen Markts maßgeblich zu gestalten, dürfte auch für den als ehrgeizig bekannten Diederich höchst verlockend gewesen sein – ein krönender Karrierehöhepunkt für den 61-Jährigen. 

Zugleich hätte ein erneuter Abgang seiner Reputation kaum gutgetan, und an der Deutschen Bank wäre ein ordentlicher Makel hängen geblieben. Denn kaum ein CFO hätte nachvollziehen können, was es mit dem beispiellosen Wechselspiel in der Unternehmensbank auf sich hat. 

So darf weiter munter spekuliert werden, wer von Andrea Orcels Gnaden die neue Commerzbank führen darf. Ganz aus den Augen verlieren sollte man Diederich dabei allerdings nicht.  

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Galeria: Die überraschende, nicht überraschende Insolvenz https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/galeria-die-ueberraschende-nicht-ueberraschende-insolvenz-252004/ Mon, 05 Oct 2026 08:47:30 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=252004 Galeria muss erneut Insolvenz anmelden. Das kommt wenig überraschend, findet FINANCE-Chefredakteur Markus Dentz. Foto: gehapromo - stock.adobe.com

Galeria muss erneut Insolvenz anmelden. Angesichts der dramatischen Kassenlage kommt das nicht überraschend. Die Rolle der Eigentümer und Finanzierer wirft Fragen auf.

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Galeria muss erneut Insolvenz anmelden. Das kommt wenig überraschend, findet FINANCE-Chefredakteur Markus Dentz. Foto: gehapromo - stock.adobe.com

Galeria muss erneut Insolvenz anmelden. Angesichts der dramatischen Kassenlage kommt das nicht überraschend. Die Rolle der Eigentümer und Finanzierer wirft Fragen auf.

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Exklusiv: Diese acht Filialen könnte Galeria schließen  https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/exklusiv-diese-acht-filialen-koennte-galeria-schliessen-251862/ Thu, 01 Oct 2026 10:12:54 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=251862 Die Galeria-Filiale am Münchener Rotkreuzplatz soll von der Schließung bedroht sein. Foto: picture alliance/CHROMORANGE|Sandra Alkado

Bei Galeria spitzt sich die Lage offenbar erneut zu. Nach FINANCE-Informationen stehen acht Filialen auf der Kippe. Brisant: Abfindungs- und Rückbaukosten sind offenbar bislang nicht zurückgestellt.

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Die Galeria-Filiale am Münchener Rotkreuzplatz soll von der Schließung bedroht sein. Foto: picture alliance/CHROMORANGE|Sandra Alkado

Bei Galeria spitzt sich die Lage offenbar erneut zu. Nach FINANCE-Informationen stehen acht Filialen auf der Kippe. Brisant: Abfindungs- und Rückbaukosten sind offenbar bislang nicht zurückgestellt.

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Galerias Zukunft hängt weiter am seidenen Faden https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/galerias-zukunft-haengt-weiter-am-seidenen-faden-251651/ Tue, 29 Sep 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=251651 Galeria hat weiterhin Finanzierungsprobleme. Foto: Comofoto – stock.adobe.com

Der Rettungskredit von Gordon Brothers sollte Galeria Luft verschaffen. Doch nur wenige Wochen später ist die Liquidität offenbar schon wieder äußerst knapp. Nach Informationen von FINANCE reicht das Geld kaum für den laufenden Betrieb.

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Galeria hat weiterhin Finanzierungsprobleme. Foto: Comofoto – stock.adobe.com

Der Rettungskredit von Gordon Brothers sollte Galeria Luft verschaffen. Doch nur wenige Wochen später ist die Liquidität offenbar schon wieder äußerst knapp. Nach Informationen von FINANCE reicht das Geld kaum für den laufenden Betrieb.

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Der Fall Berenberg und das stille Sterben der Privatbanken https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/der-fall-berenberg-und-das-stille-sterben-der-privatbanken-250501/ Tue, 08 Sep 2026 06:30:42 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=250501 Die Zahl der Privatbanken wie Berenberg hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen. Foto: nmann77 – stock.adobe.com

Berenberg steht unter Druck – doch dahinter steckt ein viel größeres Problem. Stirbt gerade eine deutsche Banktradition aus?

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Die Zahl der Privatbanken wie Berenberg hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen. Foto: nmann77 – stock.adobe.com

Berenberg steht unter Druck – doch dahinter steckt ein viel größeres Problem. Stirbt gerade eine deutsche Banktradition aus?

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Die AfD, Christian Sewing und Deutschland https://www.finance-magazin.de/banking-berater/deutschland/die-afd-christian-sewing-und-deutschland-250318/ Fri, 04 Sep 2026 08:33:01 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=250318 Christian Sewing warnt vor den Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt. Foto: picture alliance/dpa | Florian Wiegand

Noch nie war die AfD einem Wahlsieg so nah. Warum Deutsche-Bank-Chef Sewing vor Folgen für den Standort Deutschland warnt und warum die Bundesregierung mitverantwortlich ist, kommentiert Markus Dentz.

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Christian Sewing warnt vor den Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt. Foto: picture alliance/dpa | Florian Wiegand

Noch nie war die AfD einem Wahlsieg so nah. Warum Deutsche-Bank-Chef Sewing vor Folgen für den Standort Deutschland warnt und warum die Bundesregierung mitverantwortlich ist, kommentiert Markus Dentz.

Am kommenden Wochenende richtet sich der Blick nach Sachsen-Anhalt. Dort könnte die AfD einen historischen Erfolg feiern. In den Umfragen liegt sie seit Wochen stabil bei mehr als 40 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sein Amt verliert, ist deshalb hoch. Ob und wie die AfD anschließend tatsächlich eine Regierung bilden könnte, ist allerdings offen. Eine absolute Mehrheit ist nicht zwingend nötig. Auch ein von anderen Parteien geduldetes Minderheitskonstrukt wäre denkbar.

Noch nie war die AfD einem Wahlsieg so nah. Und noch nie trat sie dabei so bürgerlich auf. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gibt sich volksnah, fährt mit der Simson durch das Land und pflegt das Image des freundlichen Politikers von nebenan. Doch hinter dieser Fassade stehen Kräfte, die deutlich weiter rechts stehen. Hans-Thomas Tillschneider etwa sorgte zuletzt für Irritationen, als bei einem Interview mit „Bild“-Journalist Paul Ronzheimer eine Tasse mit dem Symbol der russischen Armee in seinem Büro zu sehen war. In Zeiten des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist das mindestens ein bemerkenswertes Signal.

Wie problematisch wäre also ein AfD-Sieg für Deutschland – und insbesondere für die Wirtschaft?

Deutsche-Bank-Chef Sewing sieht AfD-Sieg kritisch

Christian Sewing hat darauf zuletzt eine bemerkenswert klare Antwort gegeben. Beim Bankengipfel des „Handelsblatts“ sagte der Deutsche-Bank-Chef sinngemäß, dass internationale Investoren bei einem weiteren Erstarken der AfD ihre Investitionsentscheidungen in Deutschland hinterfragen könnten. Ein möglicher Austritt aus dem Euro, den Teile der AfD seit jeher fordern, wäre wirtschaftlich ein Schock. Die zunehmende Nähe zu Russland wäre angesichts des Angriffskriegs auf die Ukraine und der hybriden Aktivitäten Moskaus in Deutschlands ebenfalls hochproblematisch. Und eine Politik, die sich demonstrativ gegen Zuwanderung richtet, könnte ausländische Fachkräfte abschrecken – ausgerechnet jene Menschen, auf die viele deutsche Unternehmen angesichts des demografischen Wandels dringend angewiesen sind.

Sewing wollte sich nicht in den sachsen-anhaltischen Wahlkampf einmischen. Doch seine Botschaft war eindeutig: Die Stärke des Wirtschaftsstandorts Deutschland könne verspielt werden.

Regierung Merz gibt derzeit kein gutes Bild ab

Damit ist allerdings nur die halbe Wahrheit erzählt. Auch der CDU-nahe Sewing weiß, dass sich die Bundesregierung fragen sollte, warum die AfD so stark geworden ist. Die Regierung Merz liefert bislang ein durchwachsenes Bild. Reformen kommen mühsam voran, politische Kompromisse werden schon innerhalb der Koalition zerredet. Das Rentenpaket ist dafür nur das jüngste Beispiel. Wo die Bundesregierung eigentlich Tatkraft demonstrieren müsste, entsteht allzu häufig der Eindruck von Zögern und Streit. Das ist Wasser auf die Mühlen der AfD.

Die CDU kann deshalb nicht einfach darauf hoffen, dass sich die AfD an der Macht selbst entzaubert. Wahrscheinlicher ist: Eine Partei, die in der Opposition mit einfachen Antworten punkten kann, bekommt in der Regierung nicht automatisch weniger Zulauf. Sie bekommt vielmehr die Chance, ihre Politik tatsächlich umzusetzen – und damit Institutionen, Unternehmen und Investoren vor neue Unsicherheiten zu stellen.

Natürlich muss man differenzieren. Ein AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt würde Deutschland nicht über Nacht wirtschaftlich ins Chaos stürzen. Die Bundesrepublik ist institutionell robust, Sachsen-Anhalt ist nicht Deutschland – und eine Landesregierung verfügt über deutlich weniger Gestaltungsmacht als der Bund. Aber darum geht es auch nicht.

Deutschland befindet sich in schwieriger Lage

Es geht um das Signal. Deutschland befindet sich wirtschaftlich und geopolitisch ohnehin in einer schwierigen Lage. In dieser Situation ist jeder weitere Zweifel an der politischen Stabilität, an der europäischen Einbindung und an der Verlässlichkeit des Standorts ein Problem.

Deshalb sollte man einen möglichen AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt weder dramatisieren noch verharmlosen. Er wäre kein Beweis dafür, dass Deutschland vor dem Abgrund steht. Aber er wäre ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass viele Menschen der etablierten Politik nicht mehr zutrauen, ihre Probleme zu lösen.

Und genau hier liegt die eigentliche Verantwortung der Bundesregierung. Wer die AfD politisch zurückdrängen will, muss nicht nur vor ihr warnen. Er muss besser regieren.

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Berenbergs Absturz, der Kampf der Prüfer und das Ende alter PE-Rezepte  https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/berenbergs-absturz-der-kampf-der-pruefer-und-das-ende-alter-pe-rezepte-250151/ Thu, 03 Sep 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=250151 Berenberg ist in die Krise gerutscht. Wie konnte es so weit kommen und wie geht es jetzt weiter? Foto:picture alliance / Sipa USA | SOPA Images

Das neue FINANCE-Magazin ist da! Unsere Titelgeschichte blickt hinter die Kulissen der Krise bei Berenberg: Wie konnte es so weit kommen? Was sind die Ursachen und wie sieht die Zukunft von Berenberg aus?

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Berenberg ist in die Krise gerutscht. Wie konnte es so weit kommen und wie geht es jetzt weiter? Foto:picture alliance / Sipa USA | SOPA Images

Das neue FINANCE-Magazin ist da! Unsere Titelgeschichte blickt hinter die Kulissen der Krise bei Berenberg: Wie konnte es so weit kommen? Was sind die Ursachen und wie sieht die Zukunft von Berenberg aus?

Lange schien das Geschäft von Berenberg nur einen Weg zu kennen: nach oben. Während links und rechts Traditionshäuser ihre Eigenständigkeit verloren, ging die Hamburger Traditionsbank einen eigenen Weg. Sal. Oppenheim landete nach Milliardenverlusten im Handelsgeschäft bereits 2010 bei der Deutschen Bank. Trinkaus & Burkhardt gehörte seit Jahrzehnten zum HSBC-Konzern und ist inzwischen Teil von BNP Paribas. Hauck & Aufhäuser wurde zunächst von Fosun übernommen, schluckte das Bankhaus Lampe – und landete 2025 selbst bei der niederländischen ABN Amro. 

Berenberg hingegen blieb unabhängig und setzte in Hamburg konsequent auf Investmentbanking, Eigenkapital und Börsengänge – und führte zahlreiche Mid Caps aufs Parkett. Ob deren Kurse sich danach immer so vorteilhaft entwickelten, ist eine andere Frage. Aber vieles lief an der Alster sicherlich gut. Ein zentraler Architekt des Erfolgs war der ehemalige Bankchef Hendrik Riehmer. 

Daher kam es Mitte Juni sehr überraschend, dass die Bafin wegen bilanzieller Ungereimtheiten eingriff. Riehmer, einst auch als „Wolf of Jungfernstieg“ tituliert, ist seither Geschichte und hat sogar seine Anteile an der Bank abgegeben. Was geschehen ist, wie tief die Krise reicht und was sie für das (Firmen-)Kundengeschäft bedeutet, zeigt die Titelgeschichte unserer druckfrischen Ausgabe. Diese ist heute schon als E-Paper verfügbar. 

Was wird aus den Big Four? 

Unser zweiter Schwerpunkt widmet sich den Wirtschaftsprüfern. Wir haben uns in diesem Jahr die Großen ebenso vorgenommen wie ihre Herausforderer. Bei den Dax-Mandaten liegen die Big-Four-Häuser PwC, KPMG, EY und Deloitte klar vorn, doch zunehmend kristallisieren sich sogar die Big Two heraus. Die Prüferrotation sorgt für bizarre Verhältnisse.  

Gleichzeitig bringen sich die Verfolger in Stellung: RSM Ebner Stolz, BDO, Rödl, Forvis Mazars, Baker Tilly und Grant Thornton. Alle gehören jeweils einem eigenen globalen Netzwerk an, alle versprechen internationale Betreuung nach denselben Qualitäts- und Prüfungsstandards wie die Großen. Kurz: Sie haben denselben Anspruch wie die Big Four, nur mit deutlich geringeren Umsätzen zwischen 260 Millionen und mehr als 500 Millionen Euro. In der Regel beraten sie jedoch eher mittelständische Unternehmen. Wir haben analysiert, wie die Next Six wachsen wollen. Spoiler: Private Equity spielt dabei keineswegs immer eine Rolle. 

Private Equity muss sich neu erfinden 

Die Private-Equity-Branche selbst steckt derweil mitten in einer Transformation. Die alten Rezepte des Financial Engineering mit günstigen Krediten und Buy and Build funktionieren nicht mehr. Selbst etablierte Anbieter legen deshalb teilweise keine neuen Fonds mehr auf. Warum sich nun die Spreu vom Weizen trennt – und was PE-Fonds ändern müssen, um unter den neuen Bedingungen erfolgreich zu sein –, lesen Sie in der neuen Ausgabe. 

Und zum Schluss noch ein Termin: Die Corporate-Finance-Branche trifft sich im September in Oberursel bei der diesjährigen Dealsourcing. Auch zahlreiche FINANCE-Redakteure sind als Moderatoren vor Ort. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit uns und anderen Marktteilnehmern über die Entwicklungen rund um Value Creation, Deals und Restrukturierungen. 

Info

Wie die Zinswende Vonovia unter Druck setzt, wie Miele seine Transformation gemeistert hat und welche SDax-CFOs am meisten verdienen – diese und viele weitere spannende Themen finden Sie in der neuen Ausgabe des FINANCE-Magazins, die ab sofort als E-Paper erhältlich ist. 

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Die Jagd auf Commerzbank-Kunden hat begonnen  https://www.finance-magazin.de/kommentar/firmenkundengeschaeft/die-jagd-auf-commerzbank-kunden-hat-begonnen-249477/ Fri, 21 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=249477 Im Firmenkundengeschäft wächst der Druck auf die Commerzbank. Foto: Comofoto - stock.adobe.com

Die Übernahme der Commerzbank ist noch nicht vollzogen, doch im Firmenkundengeschäft hat die Jagd längst begonnen. Gelingt der Deutschen Bank die Neuauflage eines legendären Projekts?

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Im Firmenkundengeschäft wächst der Druck auf die Commerzbank. Foto: Comofoto - stock.adobe.com

Die Übernahme der Commerzbank ist noch nicht vollzogen, doch im Firmenkundengeschäft hat die Jagd längst begonnen. Gelingt der Deutschen Bank die Neuauflage eines legendären Projekts?

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Commerzbank: Berlin beugt sich der Macht des Faktischen https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/commerzbank-berlin-beugt-sich-der-macht-des-faktischen-248489/ Tue, 04 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248489 Die Bundesregierung um Friedrich Merz und Lars Klingbeil sehen bei der Caus Commerzbank hilflos aus. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Der Kampf um die Commerzbank ist entschieden: Berlin kapituliert vor Unicredit. Das hat gravierende Folgen für den Bankenmarkt, den Mittelstand und die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung.

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Die Bundesregierung um Friedrich Merz und Lars Klingbeil sehen bei der Caus Commerzbank hilflos aus. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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