Arrian Correns, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/correns-arrian/ für kluge Finanzentscheidungen Fri, 30 Aug 2024 06:47:24 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 BASF setzt auf Wind https://www.finance-magazin.de/green-finance/basf-setzt-auf-wind-189157/ Fri, 30 Aug 2024 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=189157 Der Offshore-Windpark Hollandse Kust Zuid, der sich im Besitz von Vattenfall, BASF und Allianz befindet, liegt vor der niederländischen Küste. Foto: BASF SE

Der Industriestandort Deutschland muss sich transformieren, weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien. BASF setzt dabei auf eigene Windparks. Warum sich das für den Chemieriesen lohnt.

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Der Offshore-Windpark Hollandse Kust Zuid, der sich im Besitz von Vattenfall, BASF und Allianz befindet, liegt vor der niederländischen Küste. Foto: BASF SE

Der Industriestandort Deutschland muss sich transformieren, weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien. BASF setzt dabei auf eigene Windparks. Warum sich das für den Chemieriesen lohnt.

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Was einen erfolgreichen CFO ausmacht https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-karriere/was-einen-erfolgreichen-cfo-ausmacht-169230/ Fri, 24 Nov 2023 07:30:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=169230 Welche Eigenschaften ein CFO heutzutage mitbringen muss, wollte die Personalberatung Heidrick & Struggles von 37 europäischen Finanzentscheidern wissen. Foto: bizvector – stock.adobe.com

Die Berufung zum Finanzchef eines Unternehmens stellt den Karrierehöhepunkt im Finanzbereich dar. Doch in der obersten Geschäftsführung sind mehr als nur reine Zahlennerds gefragt.

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Welche Eigenschaften ein CFO heutzutage mitbringen muss, wollte die Personalberatung Heidrick & Struggles von 37 europäischen Finanzentscheidern wissen. Foto: bizvector – stock.adobe.com

Die Berufung zum Finanzchef eines Unternehmens stellt den Karrierehöhepunkt im Finanzbereich dar. Doch in der obersten Geschäftsführung sind mehr als nur reine Zahlennerds gefragt.

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CFO-News: L’Osteria, Kempinski, OMV https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/cfo-news-losteria-kadewe-kempinski-167213/ Wed, 01 Nov 2023 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=167213 Bei der Restaurantkette L’Osteria verantwortet zukünftig Jürgen Wallmann die Finanzgeschicke. Foto: L’Osteria

L’Osteria macht Jürgen Wallmann zum neuen Finanzchef, OMV verlängert den Vertrag von CFO Reinhard Florey und bei Kempinski leitet nun ein Brite die Finanzgeschicke – die aktuellen CFO-News der Woche.

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Bei der Restaurantkette L’Osteria verantwortet zukünftig Jürgen Wallmann die Finanzgeschicke. Foto: L’Osteria

L’Osteria macht Jürgen Wallmann zum neuen Finanzchef, OMV verlängert den Vertrag von CFO Reinhard Florey und bei Kempinski leitet nun ein Brite die Finanzgeschicke – die aktuellen CFO-News der Woche.

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Verdane übernimmt fast komplettes Portfolio von HQ Equita https://www.finance-magazin.de/deals/private-equity/verdane-uebernimmt-fast-komplettes-portfolio-von-hq-equita-167105/ Tue, 31 Oct 2023 07:47:49 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=167105 Fünf Beteiligungen von HQ Equita wechseln den Besitzer. Nun hilft der Growth Investor Verdane dabei, die Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben. Foto: Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com – stock.adobe.com

HQ Equita verkauft fünf seiner sechs aktuellen Beteiligungen an das Private-Equity-Haus Verdane. Was steckt hinter diesem ungewöhnlichen Deal?

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Fünf Beteiligungen von HQ Equita wechseln den Besitzer. Nun hilft der Growth Investor Verdane dabei, die Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben. Foto: Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com – stock.adobe.com

HQ Equita verkauft fünf seiner sechs aktuellen Beteiligungen an das Private-Equity-Haus Verdane. Was steckt hinter diesem ungewöhnlichen Deal?

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ESG im Finanzbereich: Was nun zu tun ist https://www.finance-magazin.de/structured-finance/esg-im-finanzbereich-was-nun-zu-tun-ist-166471/ Mon, 23 Oct 2023 06:30:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=166471 Die zweite Podiumsdiskussion der 19. Structured FINANCE drehte sich um das Thema ESG im Finanzbereich. Fünf Experten haben Stellung bezogen. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/A. Varnhorn & B. Hartung

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer enormen Transformation. Finanzexperten diskutieren auf der 19. Structured FINANCE über die Herausforderungen – vom Reporting über Greenwashing bis hin zu neuen Chancen.

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Die zweite Podiumsdiskussion der 19. Structured FINANCE drehte sich um das Thema ESG im Finanzbereich. Fünf Experten haben Stellung bezogen. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/A. Varnhorn & B. Hartung

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer enormen Transformation. Finanzexperten diskutieren auf der 19. Structured FINANCE über die Herausforderungen – vom Reporting über Greenwashing bis hin zu neuen Chancen.

Nachhaltigkeit ist vom Nice-to-have zum Must-have avanciert. Angesichts des Klimawandels ist es längst klar, dass sich Unternehmen transformieren müssen. Wie dies am besten gelingt und auch der Austausch zwischen Banken- und Unternehmensseite erfolgreich wird, diskutierten fünf Experten auf der 19. „Structured FINANCE“ vergangenen Donnerstag.

Erfolgreiche ESG-Strategien fußen auf Datenpflege

Einig waren sich die Gesprächspartner darüber, dass sich die ESG-Thematik zwar schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen befinde. Viele Unternehmen haben bereits damit begonnen, Nachhaltigkeit in ihre Unternehmensstrategie zu integrieren. Dennoch stünde man noch am Anfang einer langjährigen Lernkurve, die sehr steil verlaufe. „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist ein gutes Datenmanagement und eine gute Datenanalyse“, hielt Joachim Erdle, der den Bereich Corporate Finance bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verantwortet und als Unternehmenskundenvorstand Karl Manfred Lochner nachfolgen wird, eingehend fest.

Matthias Herrmann, Geschäftsführer und CFO von Helrom, pflichtete ihm bei. „Das Datensammeln ist Teil unserer Unternehmens-DNA, das hilft zu wissen, wo wir stehen“. Sein Unternehmen ermöglicht die einfache Verladung von Lkw-Trailern auf die Schiene, wodurch sich CO2 einsparen lässt. Helrom erfasst alle Emissionen, die so eingespart werden. Und auch alle, die es selbst verursacht – bis hin zur Taxifahrt zum Messegelände der „Structured FINANCE“. Herrmanns Rat an andere Unternehmen: „Der erste Schritt Richtung Nachhaltigkeit ist, das eigene Geschäftsmodell neu zu beleuchten. Man muss sich fragen, welche Art der Transformation es braucht.“

„Reporting-Sammelsurium“ belastet Unternehmen

Die Runde diskutierte auch über die Herausforderungen, die die ESG-Reporting-Anforderungen mit sich bringen. „Derzeit herrscht ein Reporting-Sammelsurium“, betonte Eva Meyer, Chief Sustainability Officer und Head of Company Engagement Germany bei der BNP Paribas. Einig war sich die Runde allerdings darin, dass eine hohe Transparenz an Daten für alle Marktteilnehmer notwendig ist, um die notwendige Vergleichbarkeit und Messbarkeit herzustellen.

Erich Suess,Managing Director und Partner bei der Boston Consulting Group, sprach sich dabei für eine Fokussierung aus: „Banken und Unternehmen sollten sich im ersten Schritt auf E fokussieren, jedoch ohne S und G zu vergessen“. Die Rettung des Klimas bleibe weiterhin die größte Herausforderung bei der Transformation der Wirtschaft.

Kommunikation ist zwischen Playern entscheidend

Allgemein sind sich die Experten einig, dass die Kommunikation über Nachhaltigkeit zwischen Finanzinstituten und Unternehmen weiter verbessert werden muss. Das ESG-Reporting am Ende so verschrien ist wie das leidige KYC-Thema, gilt es zu vermeiden. „Viele Unternehmen wissen nicht, welche Daten von den Banken überhaupt für Finanzierungen benötigt werden“, beschrieb Tim Buchholz, Senior ESG Originator der DZ Bank, ein häufiges Problem.

„Wir müssen regulatorische Vorgaben an die Kunden weitergeben und dabei selbstkritisch die Effizienz der Prozesse im Verhältnis zu unseren Kunden im Auge behalten“, erläuterte LBBW-Banker Erdle. Parallel dazu richtete DZ-Banker Buchholz die Aufforderung an die Unternehmen, klar die eigenen Ziele anzugeben und sich in den offenen Dialog mit Partnern zu begeben. Die Tendenz zum sogenannten Green Hushing, also dem Verschweigen nachhaltiger Aktivitäten aus Angst vor Greenwashing-Vorwürfen, sieht die Runde mit Bedenken.

ESG: Preismechanismus wird sich herausbilden

Zum Schluss diskutierte das Panel über die Entwicklung eines Preismechanismus, der nachhaltige Unternehmen in der Finanzierung begünstigt. In einer Umfrage unter den anwesenden Treasurern und CFOs wurde deutlich, dass knapp über 50 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass sich die Finanzierungskosten für nicht nachhaltige Unternehmen leicht erhöhen werden. Rund 40 Prozent der Befragten gehen sogar von einem deutlichen Anstieg aus.

Helrom-CFO Herrmann sieht vor allem den Regulator am Zug, einen solchen Mechanismus zu entwickeln. Von Seiten der Banken war zu hören, dass die Geldinstitute schon intensiv daran arbeiten, ESG-Kriterien in ihre Risikomodelle aufzunehmen. „Wir sind als Banken gewohnt, in die Vergangenheit zu blicken, doch jetzt benötigt es neue Parameter und Gewichtungen. Ich hoffe, dass die CSRD bei der Vorwärtsbetrachtung durch das Aufzeigen von Transformationspfaden hilft,“ so BNP-Expertin Meyer.

Letzten Endes – da waren sich die Experten einig – muss beim Thema ESG vermehrt die positive Seite beleuchtet werden. Derzeit sehen viele CFOs und Treasurer vor allem die Belastungen. Durch die nachhaltige Transformation der Wirtschaft ergeben sich allerdings auch viele neue Geschäftschancen – für Banken und Unternehmen. Um diese zu ergreifen, sollten Unternehmen sich jetzt mit ihrer eigenen Transformation beschäftigen. Dafür auf eine ausgefeilte und finalisierte Regulatorik zu warten, wäre ein vertane Chance.

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Biontech zum „Treasury des Jahres 2023“ gekürt  https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/treasury/biontech-zum-treasury-des-jahres-2023-gekuert-166017/ Thu, 19 Oct 2023 08:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=166017 In diesem Jahr überzeugte Biontech mit Treasury-Chef Dirk Schreiber die Jury. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/A. Varnhorn & B. Hartung

Über die Auszeichnung „Treasury des Jahres“ kann sich diesmal das Treasury von Biontech freuen. Die Mainzer haben die Jury mit dem Aufbau eines professionellen Treasury in kürzester Zeit überzeugt.  

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In diesem Jahr überzeugte Biontech mit Treasury-Chef Dirk Schreiber die Jury. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/A. Varnhorn & B. Hartung

Über die Auszeichnung „Treasury des Jahres“ kann sich diesmal das Treasury von Biontech freuen. Die Mainzer haben die Jury mit dem Aufbau eines professionellen Treasury in kürzester Zeit überzeugt.  

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech erhält in diesem Jahr die Auszeichnung „Treasury des Jahres“. Der Preis, der erneut vom Supply-Chain-Fintech Traxpay gefördert wurde, ist auf der 19. „Structured FINANCE“ überreicht worden. Treasury-Chef Dirk Schreiber nahm die Auszeichnung stellvertretend für sein Team entgegen. Vorjahressiegerin Brigitta Kocherhans, die den Preis im Vorjahr gemeinsam mit dem Treasury-Team von Siemens Healthineers gewann, hielt die Laudatio. 

Das Treasury-Team von Biontech überzeugte die unabhängige Jury mit dem Aufbau einer professionellen Treasury-Abteilung in Windeseile. Das Mainzer Unternehmen war in der Corona-Pandemie durch die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs über Nacht bekannt geworden. Durch die enorme Nachfrage nach dem Impfstoff wurde die Finanzabteilung stark gefordert.  

Biontech musste IT-Struktur aufbauen 

Durch das Wachstum wurde der Aufbau einer eigenen Treasury-Funktion in Windeseile nötig. Biontech selbst spricht von dem Projekt als „Treasury Lightspeed“. Dirk Schreiber und sein Team mussten ein neues Treasury-Framework aufsetzen. Zudem wurde zunächst eine vorübergehende IT-Struktur aufgebaut, die Einführung eines langfristigen Treasury-Management-Systems ist in vollem Gange.  

Parallel musste das Team signifikante Transaktionen im Cash-, FX- und Asset-Management umsetzen, da der Corona-Impfstoff Milliarden in die Kassen gespült hatte. Das Team hat in Eigenregie ein milliardenschweres Anlageportfolio mit Geldmarkfonds und kurzfristigen Bankeinlagen aufgebaut. 

Die Shortlist für das Treasury des Jahres 

Ebenfalls auf die Shortlist geschafft hatten es in diesem Jahr das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck, der Automobilhersteller Porsche, das Energieunternehmen RWE und der Carbonfaserspezialist SGL Carbon.  

Auch in diesem Jahr hat eine unabhängige Jury darüber entschieden, wer sich über die Auszeichnung „Treasury des Jahres“ freuen darf.Der Jury gehörten an: Stephan Albers (About You), Andrej Ankerst (BNP Paribas Deutschland), Birka Benecke (BASF), Sigurd Dahrendorf (ehemals Knorr-Bremse), Klaus Gerdes (Grünenthal), Michael Hannig (Voith Finance), Boris Jendruschewitz (Venus), Christoph Koch (Hüttenes-Albertus), Brigitta Kocherhans (Siemens Healthineers), Markus Massouh (Audi), Michael Mattig (Nordex), Lars Schnidrig (ehemals Gröner Group), Michael Schütt (Fraport) und Klaus Wirbel (Rewe Group). 

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Urgestein Sascha Haghani verlässt Roland Berger https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/urgestein-sascha-haghani-verlaesst-roland-berger-166254/ Wed, 18 Oct 2023 15:09:44 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=166254 Das Roland-Berger-Urgestein Sascha Haghani verlässt demnächst die Beraterfirma. Foto: Roland Berger

Vor über dreißig Jahren begann er bei Roland Berger, nun heißt es für den Chef des Restrukturierungsgeschäfts, Sascha Haghani, bald Abschied. Der Abgang erfolgt in einer für die Branche spannenden Phase.

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Das Roland-Berger-Urgestein Sascha Haghani verlässt demnächst die Beraterfirma. Foto: Roland Berger

Vor über dreißig Jahren begann er bei Roland Berger, nun heißt es für den Chef des Restrukturierungsgeschäfts, Sascha Haghani, bald Abschied. Der Abgang erfolgt in einer für die Branche spannenden Phase.

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Deutsche Bahn steht wohl vor Verkauf von Arriva https://www.finance-magazin.de/deals/ma/deutsche-bahn-steht-wohl-vor-verkauf-von-arriva-165861/ Fri, 13 Oct 2023 11:01:36 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=165861 Die Deutsche Bahn will sich wohl endlich von ihrer ausländischen Reisesparte Arriva trennen. Foto: Mara Louvain - stock.adobe.com

Die Deutsche Bahn muss sich entschlacken und Schulden reduzieren. Nun steht der Konzern wohl kurz vor dem Verkauf der Transporttochter Arriva – und droht, dabei ein schlechtes Geschäft zu machen.

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Die Deutsche Bahn will sich wohl endlich von ihrer ausländischen Reisesparte Arriva trennen. Foto: Mara Louvain - stock.adobe.com

Die Deutsche Bahn muss sich entschlacken und Schulden reduzieren. Nun steht der Konzern wohl kurz vor dem Verkauf der Transporttochter Arriva – und droht, dabei ein schlechtes Geschäft zu machen.

Die Deutsche Bahn ist offenbar gerade dabei, einen neuen Anlauf für den Verkauf der UK-Tochter Arriva unter Dach und Fach zu bringen. Wie das „Manager Magazin“ unter Berufung auf Insider berichtet, soll Arriva an den US-amerikanischen Private-Equity-Investor I Squared Capital verkauft werden. Beide Parteien sollen bei einem Kaufpreis von 1,65 Milliarden Euro handelseinig geworden sein, schreibt das Magazin.

Arriva ist die größte Akquisition der Deutschen Bahn

Auf Nachfrage des FINANCE-Magazins wollte die Deutsche Bahn die Verkaufsgerüchte nicht weiter kommentieren. Das Unternehmen bestätigte lediglich, DB Arriva bis Ende 2024 verkaufen zu wollen. „Dieser Prozess läuft und wir sind in diesem und im letzten Jahr gut vorangekommen. Wir haben bereits mehrere Landesgesellschaften verkauft“, so eine Sprecherin der DB. Gemeint sind damit die Verkäufe der Arriva-Segmente in Dänemark, Polen und Serbien, die Ende vergangenen Jahres an Mutares verkauft wurden. Zuvor übernahm bereits der Logistikkonzern VR-Group den finnischen Ableger.

Arriva gehört seit 2010 zur Deutsche Bahn, es ist die damals größte Akquisition des Konzerns und kostete rund 2,8 Milliarden Euro, wovon bereits damals etwa ein Drittel auf Schulden entfielen. Der Transportdienstleister betreibt vor allem Bus- und Bahnlinien im Vereinigten Königreich und in mehreren Ländern Kontinentaleuropas.

Der ursprüngliche Plan mit dem Zukauf lautete Wachstum, doch letztlich hatte die Deutsche Bahn mit dem Investment wenig Freude. Zuletzt konnte Arriva nur magere Zahlen vorweisen: 2022 blieben bei 4,2 Milliarden Euro Umsatz lediglich 12 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) übrig. Das entspricht einer mauen Marge von gerade einmal 0,2 Prozent.

Bahn macht wohl Abstriche beim Arriva-Verkauf

Um die Deutsche Bahn gesundzuschrumpfen, wurde bereits 2019 ein Verkauf von Arriva beschlossen. Neben den französischen und britischen Eisenbahnunternehmen Transdev und Stagecoach zeigte damals wohl auch die australische Investmentbank Macquarie Interesse. Doch Bahn-Chef Richard Lutz soll mit einem Kaufpreis von bis zu 4 Milliarden Euro gerechnet haben – ein Preis, den wohl kein Interessent bereit war, auf den Tisch zu legen. Bitter für die Deutsche Bahn: Damalige Angebote sollen laut „Manager Magazin“ über dem nun vorgelegten Angebot gelegen haben.

Dass die DB sich damals nicht mit den Interessenten auf einen Deal einigen konnte, scheint sich damit nun zu rächen. Nicht wenige befürchten außerdem, dass der Arriva-Deal kein gutes Licht auf den ebenfalls bevorstehenden DB-Schenker-Verkauf werfen könnte: Nach dem Boom in der Pandemie sank der Marktwert der Logistiksparte zuletzt rapide ab und könnte nun weitaus weniger als gehofft beim Abbau des massiven Schuldenbergs behilflich sein. Dabei sollte das De-Leveraging – parallel zu Investitionen – eine der obersten Prioritäten für die Deutsche Bahn sein: Zum Ende des Jahres stand die DB mit Nettofinanzschulden von fast 29 Milliarden Euro in der Kreide, bis zum Ende des ersten Halbjahres 2023 stieg dieser Wert auf 30,2 Milliarden Euro.

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Trivago-CFO steigt in die CEO-Liga von Schalke auf https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/trivago-cfo-steigt-in-die-ceo-liga-von-schalke-auf-165526/ Tue, 10 Oct 2023 15:56:29 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=165526 Hotelsuchmaschine trifft Traditionsverein: Schalke 04 ernennt den bisherigen Trivago-CFO Matthias Tillmann zum Vorstandsvorsitzenden. Foto: yorgen67 – stock.adobe.com

Nachdem am Wochenende ein neuer Chef-Coach für Schalke 04 gefunden wurde, gibt es auch einen neuen Kapitän auf Managementebene: Trivago-CFO Matthias Tillmann wird ab Januar CEO auf Schalke.

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Hotelsuchmaschine trifft Traditionsverein: Schalke 04 ernennt den bisherigen Trivago-CFO Matthias Tillmann zum Vorstandsvorsitzenden. Foto: yorgen67 – stock.adobe.com

Nachdem am Wochenende ein neuer Chef-Coach für Schalke 04 gefunden wurde, gibt es auch einen neuen Kapitän auf Managementebene: Trivago-CFO Matthias Tillmann wird ab Januar CEO auf Schalke.

Management-Transfer bei Schalke 04: Mit Matthias Tillmann präsentierte der Aufsichtsrat des Fußballklubs einen Nachfolger für den im Juli entlassenen CEO Bernd Schröder. Tillmann bekleidet ab Januar die Position des Vorstandsvorsitzenden. Bei den Königsblauen trägt der 39-jährige Tillmann außerdem zukünftig die strategische Gesamtverantwortung für die Ressorts Vertrieb, Marketing, Kommunikation, Digitales, Fans & Nachhaltigkeit sowie Veranstaltungen & Sicherheit.

Tillmanns Karriere startete bei der Deutschen Bank

Die neue Tätigkeit geht für den Manager mit einem Branchenwechsel einher: Tillmann ist zurzeit noch CFO des Düsseldorfer Hotelsuchmaschinenbetreibers Trivago. Wie bereits in der vergangenen Woche bekanntwurde, legt er diesen Posten zum Jahresende nieder. Spätestens zum 1. April 2024 beerbt Robin Harries den zum Jahresende ausscheidenden Tillmanns als Finanzchef. „Seine Führung hat entscheidend dazu beigetragen, die Herausforderungen der Pandemie zu meistern und unsere finanzielle Stabilität zu erhalten“, bedankte sich Trivago-CEO Johannes Thomas bei Tillmann.

Seit 2016 war Tillmann in unterschiedlichen Führungspositionen bei Trivago tätig. Seine Karriere startete der studierte Mathematiker im Jahr 2009 als Analyst bei der Deutschen Bank, wo er bis zum Vice President Global Markets aufstieg. Vor dem Wechsel zu Trivago war er außerdem rund ein Jahr Senior Proprietary Trader bei der RWE-Sparte Supply and Trading.

„Er hat nicht nur tiefgehende Kenntnisse in den Bereichen Finanzen, Strategie und Marketing, sondern hat darüber hinaus internationale Sponsoringbudgets im zweistelligen Millionenbereich verantwortet“, lobt Axel Hefer, Vorsitzender des Schalke-Aufsichtsrats, den künftigen CEO. Das Trivago-Logo prangte unter anderem auf den Spieltrikots des VfL Bochum und auf den Aufwärmtrikots des FC Chelsea.

Tillmann will sich auf Sponsoring fokussieren

„Ein zentraler Fokus meiner Arbeit wird der Vertrieb und das Sponsoring sein“, stellt der neue Schalke-Chef in Aussicht, der zudem selbst seit 1995 Schalke-Mitglied ist. Dies sei dringend zur Erreichung des mittelfristigen Vereinsziels – die Rückkehr in die erste Liga – notwendig, für die Schalke eine stabile wirtschaftliche Basis benötige.

Dass Hefer, der neben seinen Aufgaben auf Schalke selbst CEO bei Trivago war und zuvor sogar Tillmanns CFO-Vorgänger bei der Hotelsuchmaschine war, einen alten Bekannten auf Schalke holt, stößt bereits auf ein gemischtes Echo. So finden sich unter dem offiziellen Linkedin-Post von Schalke 04 zu der Personalie Kommentare wie „Freundschaften könnt ihr woanders ausleben“ oder „kann mich einer kneifen?“.

Schafft Schalke die Rückkehr ins Plus?

Bei Tillmanns neuem Arbeitgeber ist die Situation unterdessen angespannt. Da wäre zum einen die sportliche Seite: Denn mit sieben Punkten nach sieben Spieltagen und damit Platz 16 in der zweiten Fußball-Bundesliga sieht es derzeit sportlich nicht rosig aus. Deswegen soll Karel Geraerts als neuer Trainer, parallel zu Tillmanns im Management, das Steuer auf Schalke rumreißen.

Und nicht nur in der Verteidigung (20 Gegentore) klaffen auf Schalke riesige Löcher. 2022 schrieben die Königsblauen das dritte Jahr in Folge rote Zahlen. Im März gab sich CFO Christina Rühl-Hamers aber noch kämpferisch: Man wolle 2023 wieder in die Gewinnzone aufrücken. Nach der Rückkehr in die zweite Liga scheint dieses Ziel nun jedoch wieder in weite Ferne gerückt zu sein.

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Uniper beginnt Verkauf des Fernwärmegeschäfts https://www.finance-magazin.de/deals/ma/uniper-beginnt-verkauf-des-fernwaermegeschaefts-165453/ Tue, 10 Oct 2023 11:42:46 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=165453 Auch der Verkauf des Kohlekraftwerks Datteln 4 ist eine kartellrechtliche Voraussetzung, die Uniper erfüllen muss. Foto: flightpixel – stock.adobe.com

Uniper startet anscheinend den Verkauf seines Fernwärmegeschäfts, das der Energiekonzern im Zuge der Verstaatlichung verkaufen muss. Auch an anderer Stelle kommen die Düsseldorfer voran.

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Auch der Verkauf des Kohlekraftwerks Datteln 4 ist eine kartellrechtliche Voraussetzung, die Uniper erfüllen muss. Foto: flightpixel – stock.adobe.com

Uniper startet anscheinend den Verkauf seines Fernwärmegeschäfts, das der Energiekonzern im Zuge der Verstaatlichung verkaufen muss. Auch an anderer Stelle kommen die Düsseldorfer voran.

Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper arbeitet laut einem Bericht des „Handelsblatts“, das sich auf Finanzkreise bezieht, an der Veräußerung seines Fernwärmegeschäfts. Dieses soll offenbar im Rahmen eines strukturieren M&A-Prozesses veräußert werden, den die Investmentbank Rothschild orchestrieren soll.

Steag wohl an Uniper-Sparte interessiert

Der Geschäftsbereich könnte dem Bericht zufolge mit 300 bis 400 Millionen Euro bewertet werden. Als Interessenten werden unter anderem der Stromerzeuger Steag, aber auch lokale Versorger und Infrastrukturinvestoren angeführt. Auf Nachfrage des FINANCE Magazins wollten die Düsseldorfer die Berichterstattung nicht kommentieren.

Uniper muss dabei gezwungenermaßen aus dem Fernwärmegeschäft aussteigen. Der Konzern geriet im Zuge des Angriffs Russlands auf die Ukraine in die Bredouille, weil er zur Erfüllung von Lieferverträgen zu horrenden Preisen Gas anderweitig einkaufen musste. Am Ende des Annus horribilis standen ein negatives Vorsteuerergebnis (Ebit) von rund 11 Milliarden Euro und ein bereinigter Konzernfehlbetrag von rund 7 Milliarden Euro in den Büchern. Schlussendlich rettete der Bund den Konzern – mit Erlaubnis der EU-Kommission und 34,5 Milliarden Euro aus der Staatskasse.

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Dies geschah jedoch unter der Bedingung der EU-Kommission, dass Uniper mehrere Unternehmenssparten, „die einen erheblichen Teil seines Ergebnisses darstellen“ bis Ende 2026 verkaufen muss. Konkret betrifft dies das Kohlekraftwerk Datteln 4, das Kraftwerk Gönyű in Ungarn und eine Reihe internationaler Tochtergesellschaften. Mit dem Verkauf der 20-prozentigen Beteiligung an der niederländischen BBL-Pipeline und der Rohölverarbeitungssparte Uniper Energy DMCC haben die Düsseldorfer einen Teil ihrer Pflichten bereits erfüllt.

Uniper kappte Verbindung zur russischen Tochter

Schon seit längerem steht zudem die russische Tochter Unipro auf dem Prüfstand. Zu dieser habe Uniper unterdessen alle Verbindungen gekappt. Ein klassischer Verkauf ist aber nicht leicht: „Die Suche nach einem Käufer ist aber unter den gegenwärtigen Bedingungen sehr schwierig“, erklärte Uniper-Chef Michael Lewis kürzlich gegenüber der „Rheinischen Post“.

Seit der Verstaatlichung und nicht zuletzt wegen des rasanten Verfalls der Gaspreise auf dem Weltmarkt konnte Uniper in der ersten Jahreshälfte 2023 wieder schwarze Zahlen schreiben. Der bereinigte Konzernüberschuss lag bei rund 2,5 Milliarden Euro, das bereinigte Ebit bei rund 1,5 Milliarden Euro. „Es ist mir dennoch wichtig darauf hinzuweisen, dass das Ergebnis zu einem großen Teil auf außerordentlichen Effekten beruht und sich so in den nächsten Jahren vermutlich nicht wiederholen wird“, ordnete die seit März amtierende Uniper-CFOJutta Dönges die Zahlen ein.

Und es gibt weitere positive Nachrichten: Uniper sieht sich offenbar dazu in der Lage, die KfW-Kreditlinie vollständig zurückzuzahlen. Von den 18 Milliarden Euro habe Uniper bislang 2 Milliarden Euro genutzt, diese will der Energiekonzern nun begleichen. Die Kreditlinie selbst soll als Liquiditätsreserve bestehen bleiben.

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