Philipp Hafner, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/hafner/ für kluge Finanzentscheidungen Mon, 16 Feb 2026 07:44:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Finanzierungen: ZF Friedrichshafen, Infineon, Quantum Systems https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-zf-friedrichshafen-infineon-quantum-systems-236716/ Mon, 16 Feb 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=236716 Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat 1 Milliarde Euro am Anleihemarkt eingesammelt. Foto: VanderWolf Images – stock.adobe.com

ZF Friedrichshafen beschafft sich frisches Geld, Infineon refinanziert zwei M&A-Deals und Quantum Systems wird von Deutscher Bank und Commerzbank finanziert. Der wöchentliche Finanzierungsticker.

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Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat 1 Milliarde Euro am Anleihemarkt eingesammelt. Foto: VanderWolf Images – stock.adobe.com

ZF Friedrichshafen beschafft sich frisches Geld, Infineon refinanziert zwei M&A-Deals und Quantum Systems wird von Deutscher Bank und Commerzbank finanziert. Der wöchentliche Finanzierungsticker.

ZF sammelt 1 Milliarde Euro ein

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat eine neue Anleihe im Volumen von 1 Milliarde Euro und einer Laufzeit von sechs Jahren emittiert. Das Orderbuch lag in der Spitze bei rund 3,3 Milliarden Euro, wie ZF-CFO Michael Frick auf Linkedin mitteilte. Der Bond trägt einen Kupon von 5,5 Prozent, eine Neuemissionsprämie musste ZF nicht zahlen.

Laut Frick stellt sich ZF mit dem neuen Kupon um 1,5 Prozentpunkte besser im Vergleich zur vorherigen Euro-Anleihe des Unternehmens. Insgesamt wertet der CFO die erfolgreiche Emission als positives Signal für den schwer kriselnden Autozulieferer.

Infineon refinanziert M&A-Deals Marvell & AMS Osram

Der Münchener Halbleiterhersteller Infineon hat neue Unternehmensanleihen im Volumen von 2 Milliarden Euro platziert. Die Emission besteht aus drei festverzinslichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten: eine fünfjährige Tranche über 750 Millionen Euro mit einem Kupon von 3 Prozent, eine achtjährige Tranche über 750 Millionen Euro zu 3,5 Prozent sowie eine elfjährige Tranche über 500 Millionen Euro, die mit 3,75 Prozent verzinst wird.

Mit den frischen Geldern refinanziert Infineon zum einen anstehende Fälligkeiten im laufenden Jahr, zum anderen die Euro-Bankkredite, die die Münchener im Zuge der M&ADeals des Automotive-Ethernet-Geschäfts von Marvell und der geplanten Übernahme des nicht-optischen Geschäfts von AMS Osram aufgenommen haben.

Deutsche und Commerzbank finanzieren Quantum Systems

Der bayerische Drohnenhersteller Quantum Systems hat erstmals eine Finanzierung unter Beteiligung mehrerer Geschäftsbanken abgeschlossen. Die Kreditlinie in Höhe von 150 Millionen Euro wird von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der Deutschen Bank, der Commerzbank sowie der KfW bereitgestellt. Rund die Hälfte des Volumens kommt von der EIB, die Quantum Systems bereits 2021 eine Tranche über 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Münchener Apothekendienstleister Noventi hat seinen Konsortialkredit in Höhe von 1,2 Milliarden Euro refinanziert. Das Bankenkonsortium wird von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank geführt. CFC Corporate Finance Contor war beratend tätig. Noventi hat sich in den vergangenen Jahren umfassend saniert und nach eigenen Angaben nun den Turnaround geschafft.

Das Kosmetikunternehmen LR Health & Beauty hat sich mit den Investoren seines 2024 emittierten Nordic Bonds auf eine Restrukturierung der Anleihe geeignet. Der Deal sieht eine frische Kapitalzufuhr von 20 Millionen Euro für das Ahlener Unternehmen vor. Im Gegenzug soll die Schuldenstruktur der Gesellschaft erheblich reduziert und restrukturiert werden.

Rating-Meldung

Fitch hat das Rating A+ von Siemens bestätigt, der Ausblick ist unverändert stabil.

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Endspurt hievt Schuldscheinmarkt über 20-Milliarden-Euro-Marke https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/schuldscheine/endspurt-hievt-schuldscheinmarkt-ueber-20-milliarden-euro-marke-233973/ Mon, 12 Jan 2026 07:01:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=233973 Die Supermarktkette Edeka hat neben Asklepios Kliniken den größten Schuldschein im vierten Quartal 2025 platziert. Foto: Schneestarre – stock.adobe.com

Trotz boomender Anleihemärkte setzten überraschend viele Corporates 2025 auf den Schuldschein. Im vierten Quartal gaben gleich vier deutsche Emittenten den Ton an.

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Die Supermarktkette Edeka hat neben Asklepios Kliniken den größten Schuldschein im vierten Quartal 2025 platziert. Foto: Schneestarre – stock.adobe.com

Trotz boomender Anleihemärkte setzten überraschend viele Corporates 2025 auf den Schuldschein. Im vierten Quartal gaben gleich vier deutsche Emittenten den Ton an.

Wer hätte das gedacht? Nach einem sehr schwachen Auftaktquartal 2025 hat sich der Schuldscheinmarkt im Jahresverlauf noch berappelt: Am Ende lag das insgesamt emittierte Volumen mit 21,77 Milliarden Euro rund 10 Prozent über dem Vorjahresniveau in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro. Dies geht aus dem neuen FINANCE-Schuldschein-Update hervor, das das Datenanalysehaus LSEG exklusiv für FINANCE aufbereitet.

Dazu trug ein lebhaftes viertes Quartal bei: So wurden in den Monaten Oktober bis Dezember Schuldscheine über insgesamt knapp 7 Milliarden Euro neu platziert, was in etwa dem Niveau des Vorquartals entspricht. Die größten Transaktionen stammten von der Zentralgesellschaft der Edeka-Gruppe sowie dem Klinikbetreiber Asklepios mit jeweils 600 Millionen Euro, gefolgt von Deutscher Telekom (517 Millionen Euro) und Springer Nature, die mit 500 Millionen Euro die größte Debüttransaktion 2025 auflegten.

„Der Schuldscheinmarkt hat die Erwartungen übertreffen können“, sagt Klaus Pahle, Head of Schuldschein-Syndicate der ING in Deutschland. Trotz einer spürbaren Zurückhaltung zum Jahresbeginn aufgrund von politischen Unsicherheiten sowie einer schwachen Konjunktur, insbesondere in Deutschland, habe die Emissionstätigkeit ab Mitte des Jahres und zum Jahresende 2025 deutlich angezogen, so Pahle.

Gutes Schuldscheinjahr trotz Anleihe-Boom

Das Ergebnis ist auch deshalb bemerkenswert, da der europäische Corporate-Bondmarkt 2025 mit rund 550 Milliarden Euro einen neuen Emissionsrekord verzeichnete. Der bisherige Höchststand hatte bei etwa 500 Milliarden Euro im Corona-Jahr 2020 gelegen. „Die nachhaltig stabilen Anleihemärkte boten Emittenten, die mit einem expliziten Investmentgrade-Rating aufwarten konnten, durchgehend günstigere Finanzierungskosten als der Schuldscheinmarkt“, ordnet Carsten Lohle, Co-Leiter DCM in der Unternehmensbank der Deutschen Bank, ein. Mit wenigen Ausnahmen hat es solche Adressen demzufolge 2025 nicht in den Schuldscheinmarkt gezogen.

Laut ING-Banker Pahle seien Anleihen für Unternehmen im BBB-Bereich zeitweise im Schnitt bis zu 40 Basispunkte attraktiver bepreist gewesen als Schuldscheine. Bei Letzteren habe es konditionsseitig im vergangenen Jahr übrigens kaum Bewegung gegeben: „Das Spread-Niveau blieb über das Jahr 2025 betrachtet stabil und zeigte keine größeren Schwankungen“, sagt Lohle. So habe das Pricing für Unternehmen mit einem angenommenen BBB-Rating für einen fünfjährigen Schuldschein im Schnitt bei Mid Swap plus 150 Basispunkte gelegen.

Lidl und Porsche mit größten Schuldscheinen 2025

Gemessen am Volumen war der Einzelhandel der aktivste Sektor am Schuldscheinmarkt 2025. Das Segment zeichnete laut Helaba Research für rund 18 Prozent des Volumens verantwortlich, darunter auch den größten Deal des Jahres: Der Discount-Riese Lidl emittierte im März einen Schuldschein über 1,3 Milliarden Euro, gefolgt von der Porsche Holding (950 Millionen Euro) und dem Luxemburger Stahlkonzern Arcelormittal (700 Millionen Euro). Insgesamt wurden laut LSEG im vergangenen Jahr 98 neue Schuldscheine platziert, 2024 waren es 93.

„Neben der regen Aktivität von Emittenten aus der DACH-Region nutzten insbesondere Emittenten aus Frankreich und Italien den Schuldscheinmarkt für (Re-)Finanzierungszwecke“, ergänzt Lohle von der Deutschen Bank. Laut Helaba-Daten wurde 2025 knapp ein Drittel des gesamten Platzierungsvolumens von nicht-deutschen Corporates getätigt. Erneut rückläufig waren hingegen ESG-Transaktionen, deren Anteil sich laut ING-Banker Pahle angebotsseitig auf unter 10 Prozent belief und die somit nur noch einen Nischenplatz einnahmen.

Optimistischer Ausblick für das Schuldscheinjahr 2026

Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet Deutschbanker Lohle, dass der Schuldscheinmarkt für traditionelle Mid-Cap-Namen eine verlässliche und aufnahmefähige Finanzierungsquelle bleibt: „Ein potentieller Treiber der Emissionstätigkeit könnte neben den anstehenden Fälligkeiten der erwartete Anstieg der Aktivitäten im M&A-Markt mit den entsprechenden Finanzierungsbedarfen sein.“

Nach Einschätzung von Klaus Pahle wird der Schuldschein 2026 im Wachstumsmodus bleiben: „Volumentechnisch erwarten wir einen Anstieg auf über 25 Milliarden Euro, insbesondere getrieben durch die Internationalisierung der Emittentenbasis.“

Bookrunners: LBBW, Helaba und Commerzbank vorne

Bei den Bookrunners im Schuldscheinmarkt führte auch 2025 kein Weg an der LBBW vorbei. Mit einem Marktanteil von knapp 24 Prozent (46 Deals) liegt sie mit großem Abstand auf Platz 1.

Das Verfolgerfeld wird mit der Helaba (11 Prozent/27 Deals) ebenfalls von einer Landesbank angeführt. Auf Rang 3 folgt die Commerzbank, knapp dahinter liegen Unicredit, DZ Bank, BNP Paribas und BayernLB.

Info

Hier können Sie das neue FINANCE-Schuldschein-Update herunterladen.

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Finanzierungen: Henkel, Traton, Amprion https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-henkel-traton-amprion-233948/ Mon, 12 Jan 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=233948 Henkel goes China: Die Düsseldorfer haben ihren ersten Panda Bond emittiert. Foto: HJBC – stock.adobe.com

Henkel emittiert erstmals einen Panda Bond, Traton eröffnet den Anleihemarkt 2026 und Amprion emittiert milliardenschwere Green Bonds – der wöchentliche Finanzierungsticker.

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Henkel goes China: Die Düsseldorfer haben ihren ersten Panda Bond emittiert. Foto: HJBC – stock.adobe.com

Henkel emittiert erstmals einen Panda Bond, Traton eröffnet den Anleihemarkt 2026 und Amprion emittiert milliardenschwere Green Bonds – der wöchentliche Finanzierungsticker.

Henkel begibt ersten Panda Bond

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel hat Anfang Januar zum ersten Mal den chinesischen Anleihemarkt angezapft. Der Panda Bond hat ein Volumen in Höhe von 1,5 Milliarden Renminbi, was rund 200 Millionen Euro entspricht. Die Laufzeit beträgt drei Jahre. Insgesamt hat das Panda-Anleiheprogramm von Henkel ein Gesamtvolumen von 15 Milliarden Renminbi (rund 1,85 Milliarden Euro). Begleitet wurde die Debüttransaktion von Deutscher Bank, Bank of China und Standard Chartered.

Traton eröffnet Bondmarkt 2026

Der Nutzfahrzeug- und Bushersteller Traton hat am 5. Januar den europäischen Corporate-Bondmarkt mit einer Benchmark-Emission ins Rollen gebracht. Die Münchener sammelten 750 Millionen Euro ein, ursprünglich war nur ein Volumen von 500 Millionen Euro geplant. Das Orderbuch habe in der Spitze bei über 3,2 Milliarden Euro gelegen, teilte Traton auf Anfrage der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer mit. Der Bond, der drei Jahre und vier Monate läuft, wird mit 3,25 Prozent verzinst. Lead Manager waren BNP Paribas, Bank of America und LBBW.

Amprion emittiert milliardenschwere Green Bonds

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat Green Bonds über insgesamt 2,6 Milliarden Euro begeben. Das Volumen verteilt sich auf drei Tranchen: Die erste Tranche mit einem Volumen von 700 Millionen Euro hat eine Laufzeit von fünf Jahren und trägt einen Zinskupon von 3,162 Prozent, die zweite ist 1 Milliarde Euro schwer, läuft zwölf Jahre und wird mit 4,072 Prozent verzinst, während die dritte ein Volumen von 900 Millionen Euro, eine Laufzeit bis 2031 sowie einen Kupon von 4,58 Prozent aufweist.

Die Anleihen wurden im Rahmen des 25 Milliarden Euro umfassenden Anleihe-Emissions-Programms von Amprion emittiert. Es handelt sich um die bis dato größte Transaktion in der Unternehmensgeschichte der Dortmunder.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Münchener Triebwerksspezialist MTU Aero Engines hat eine neue Wandelanleihe im Volumen von 600 Millionen Euro platziert. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre und sechs Monate, die Papiere werden nicht verzinst. Das Volumen verteilt sich auf 6.000 Wandelschuldverschreibungen mit einem Nennwert von je 100.000 Euro. Die Anleihen sind wandelbar in neue sowie bestehende Stammaktien von MTU Aero Engines. Die anfängliche Wandlungsprämie wurde auf 47,5 Prozent festgelegt. Investoren, die die Wandelanleihe bis zum Laufzeitende halten, bekommen 105 Prozent des Nennbetrags zurückgezahlt, was einer Rendite von 0,651 Prozent entspricht. 

Das Energie- und Infrastrukturunternehmen Wemag hat von der Europäischen Investitionsbank (EIB) ein Darlehen in Höhe von 220 Millionen Euro gewährt bekommen. Damit kann das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mehr als ein Drittel der für die kommenden vier Jahre geplanten Netzinvestitionen von Wemag in Mecklenburg-Vorpommern finanzieren.

Der Schweizer Immobilienkonzern Mobimo hat einen Green Bond im Volumen von 155 Millionen Schweizer Franken (rund 166 Millionen Euro) platziert. Das Papier wird mit einem fixen Kupon von 1,35 Prozent verzinst und läuft bis März 2034. Raiffeisen Schweiz, UBS Investment Bank und Zürcher Kantonalbank fungierten als Joint Lead Managers für Mobimo.

Die auf Modehandel spezialisierte B2B-Plattform Smatch hat im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 7,3 Millionen Euro eingesammelt. Es beteiligten sich diverse Investoren aus der Modebranche, darunter Noel Kinder, ehemaliger CSO von Nike, sowie Nigel Griffiths, ehemaliger SVP Global Sales bei Adidas.

Rating-Meldungen

Scope hat Mercedes-Benz von „A+“ auf „A“ heruntergestuft. Den Ausblick hob die Ratingagentur von negativ auf stabil an.

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So hat CFO Stephan Grunwald den DFB finanziell saniert https://www.finance-magazin.de/cfo/fussball-finanzen/so-hat-sich-der-cfo-stephan-grunwald-den-dfb-finanziell-saniert-232503/ Mon, 15 Dec 2025 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=232503 Stephan Grunwald blickt auf eine intensive erste Amtszeit als DFB-CFO zurück. Foto: Thomas Boecker/DFB

Der DFB hat sich nach schwierigen Jahren unter CFO Stephan Grunwald finanziell neu aufgestellt. Wer ist der Mann, der die Finanzen des weltweit größten Sportverbandes leitet?

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Stephan Grunwald blickt auf eine intensive erste Amtszeit als DFB-CFO zurück. Foto: Thomas Boecker/DFB

Der DFB hat sich nach schwierigen Jahren unter CFO Stephan Grunwald finanziell neu aufgestellt. Wer ist der Mann, der die Finanzen des weltweit größten Sportverbandes leitet?

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Deutsche Bank setzt sich im Corporate Banking hohe Ziele https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/deutsche-bank-setzt-sich-im-corporate-banking-hohe-ziele-231209/ Mon, 17 Nov 2025 16:11:12 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=231209 Die Deutsche Bank setzt mit ihrem neuen Firmenkunden-Führungsduo Michael Diederich und Ole Matthiessen auf Angriff. Foto: Anselm – stock.adobe.com

25 Prozent mehr Einnahmen in drei Jahren: Die Deutsche Bank legt für das Führungsduo im Firmenkundengeschäft ehrgeizige Ziele fest. Bei der Umsetzung setzt sie auch auf das Fiskalpaket der Bundesregierung.

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Die Deutsche Bank setzt mit ihrem neuen Firmenkunden-Führungsduo Michael Diederich und Ole Matthiessen auf Angriff. Foto: Anselm – stock.adobe.com

25 Prozent mehr Einnahmen in drei Jahren: Die Deutsche Bank legt für das Führungsduo im Firmenkundengeschäft ehrgeizige Ziele fest. Bei der Umsetzung setzt sie auch auf das Fiskalpaket der Bundesregierung.

Die Deutsche Bank hat bei ihrem Investorentag am heutigen Montag die Wachstumsziele für die nächsten drei Jahre ausgerufen. Bis 2028 will das Geldhaus seine Gesamterträge von derzeit 32 Milliarden Euro auf rund 37 Milliarden Euro jährlich steigern. Die Eigenkapitalrendite soll sich im selben Zeitraum von 10 auf mehr als 13 Prozent erhöhen. Dagegen sollen die Kosten gemessen an der Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) von knapp 65 auf unter 60 Prozent fallen. Zudem will die Bank bereits ab 2026 die Ausschüttungsquote an Aktionäre von bislang 50 auf 60 Prozent steigern.

Ehrgeizig sind die Pläne auch mit Blick auf das Corporate Banking: In der Präsentation von Vorstand Fabrizio Campelli ist die Rede davon, bis 2028 ein europäisches „Cross-border Powerhouse“ zu schaffen. Dafür sollen bis 2028 die Umsätze mit Firmenkunden, die sich 2025 voraussichtlich auf rund 7,4 Milliarden Euro belaufen dürften, um jährlich 8 Prozent wachsen. Im Geschäft mit Fintechs und Finanzinstituten außerhalb des Banksektors will der deutsche Branchenprimus die Einnahmen um 15 Prozent steigern. Im Business Banking plant das Geldhaus, 200.000 neue Kunden zu gewinnen.

Deutsche Bank will von Fiskalpaket des Bundes profitieren

Für das deutsche Firmenkundengeschäft strebt die Deutsche Bank ein Wachstum von 25 Prozent bis 2028 an. Profitieren will sie vor allem von den geplanten Fiskalimpulsen der Bundesregierung in den Bereichen Infrastruktur und Rüstung. Campelli sieht die Bank auf diesen Feldern als eine der Top-Adressen unter den Geldhäusern. Von den bis 2028 insgesamt erwarteten zusätzlichen Erträgen in Höhe von rund 5 Milliarden Euro plant sie, etwa 2 Milliarden Euro auf dem deutschen Heimatmarkt zu erzielen.

Außerdem setzt Campelli, als Vorstand zuständig für die Bereiche Corporate Bank und Investment Bank, auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen beiden Segmenten. Unter anderem soll das Devisengeschäft der Investmentbank allen Kunden der Corporate Bank zur Verfügung stehen. Auch ein einheitliches „Client-Relationship-Management“-System soll die bestehenden zehn getrennten ersetzen. Die CIR soll in beiden Bereichen unter Campellis Führung auf unter 55 Prozent sinken.

Profitieren könnte die Deutsche Bank potentiell auch durch einen Zusammenschluss von Commerzbank und Unicredit. Dadurch könnte sie neue Kunden gewinnen und weiteres Kredit- und Provisionsgeschäft anziehen. Ob und wann es zu einer Fusion kommt, ist derzeit aber völlig unklar.

Diederich und Matthiessen: Neues Führungsduo muss liefern

Die neue Wachstumsstrategie folgt nur wenige Tage, nachdem die Deutsche Bank die Führung ihres Firmenkundengeschäfts neu geordnet hat: Ole Matthiessen wurde zum 1. Januar zum Co-Leiter der Unternehmensbank ernannt. Der bisherige Chef des globalen Cash Managements folgt dann auf David Lynne, der nach 30 Jahren bei der Bank in den Ruhestand geht.

Erst zum Oktober hat Ex-FC-Bayern-CFO Michael Diederich seine Position als Co-Leiter der Unternehmensbank angetreten. Das neue Führungsduo wird künftig gemeinsam von Frankfurt aus agieren, was als Zeichen der Rückkehr der Bank zu ihren Wurzeln interpretiert werden kann.

Vorstand Campelli hob diese Personalien als Beispiel für den verstärkten Fokus auf das deutsche Firmenkundengeschäft hervor. Dieses unerwartete Duo muss also schnell die Ärmel hochkrempeln. Denn es sieht sich mit neuen Zielen in dem eigentlich saturierten Markt des Corporate Bankings konfrontiert.

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Finanzierungen: Tennet Germany, TKMS, Bertelsmann https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-tennet-germany-tkms-bertelsmann-229261/ Mon, 27 Oct 2025 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=229261 Tennet Deutschland hat eine milliardenschwere Bankfinanzierung abgeschlossen. Foto: TenneT TSO GmbH

Milliardenschwere RCF für Tennet Germany, IPO der Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS und eine neue Benchmark-Anleihe von Bertelsmann – der wöchentliche Finanzierungsticker.

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Tennet Deutschland hat eine milliardenschwere Bankfinanzierung abgeschlossen. Foto: TenneT TSO GmbH

Milliardenschwere RCF für Tennet Germany, IPO der Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS und eine neue Benchmark-Anleihe von Bertelsmann – der wöchentliche Finanzierungsticker.

Tennet Germany sichert sich RCF über 12 Milliarden Euro

Der Bayreuther Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany hat die Syndizierung einer revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 12 Milliarden Euro abgeschlossen. Das bereits im September mit BNP Paribas, Deutsche Bank, ING und Unicredit aufgesetzte Bankenkonsortium wurde um 17 weitere internationale Banken erweitert. Insgesamt sind somit nun 21 Banken aus Europa, Japan und den USA beteiligt.

Die Kreditfazilität hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die Finanzierung dient Tennet Deutschland als Standby-Backup-Liquiditätsreserve und soll die finanzielle Flexibilität des Unternehmens erhöhen.

Börsendebüt der Thyssenkrupp-Tochter TKMS glückt

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp hat seine Marinesparte Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht. Im Zuge der Abspaltung wurden 49 Prozent der Kommanditaktien der TKMS AG & Co. KGaA an die bestehenden Aktionäre der Thyssenkrupp AG übertragen. Die Thyssenkrupp AG behält eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent.

Bislang ist die TKMS-Börsenstory ein Erfolg: Seit dem IPO am 20. Oktober hat die Aktie rund 20 Prozent zugelegt. Die Verselbstständigung von TKMS ist Teil des für die kommenden Jahre geplanten Konzernumbaus von Thyssenkrupp.

Bertelsmann emittiert 750 Millionen Euro schweren Bond

Der Medienkonzern Bertelsmann hat eine neue Anleihe im Volumen von 750 Millionen Euro emittiert. Die Laufzeit beträgt acht Jahre, der fixe Kupon liegt bei 3,375 Prozent. Der Erlös dient den Güterslohern allgemeinen Unternehmenszwecken, einschließlich der Finanzierung eines Rückkaufangebots für eine bestehende Hybridanleihe über 600 Millionen Euro. Letztere ist mit einem Kupon von 3,5 Prozent ausgestattet und kann im Jahr 2027 erstmals gekündigt werden.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Die All for One Group hat ein neues Schuldscheindarlehen platziert. Das geplante Platzierungsvolumen wurde infolge guter Nachfrage von 30 auf 56,5 Millionen Euro erhöht. Die Verzinsung der Tranchen liege am unteren Ende der Vermarktungsspanne, teilte der Filderstädter IT-Dienstleister mit. LBBW und Helaba begleiteten die Schuldscheinplatzierung.

Der Online-Apotheker Docmorris hat eine neue Wandelanleihe im Volumen von 49,6 Millionen Schweizer Franken emittiert. Der Bond wird 2028 fällig, der Kupon liegt bei 3 Prozent und ist halbjährlich zahlbar. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 6,54 Schweizer Franken, was einer Prämie von 20 Prozent gegenüber dem Referenzpreis entspricht. Mit der Transaktion will Docmorris eine im kommenden Jahr fällig werdende Wandelanleihe refinanzieren. Letztere hat ein Volumen von 95 Millionen Schweizer Franken, wovon mit 87,6 Millionen Franken der Löwenanteil noch ausstehend ist.

Der Konzertveranstalter Deag hat eine neue Anleihe im Volumen von 75 Millionen Euro emittiert. Das Papier läuft bis 2029 und wird mit einem festen jährlichen Zinssatz von 7,75 Prozent verzinst. Mit den Erlösen refinanziert Deag eine 2023 begebene Unternehmensanleihe, die im nächsten Jahr fällig wird.

Der österreichische Online-Marktplatzbetreiber Refurbed hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 50 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wurde von Alex Zubillaga und der Investitionsplattform Orilla angeführt. Bestehende Investoren wie Evli Growth Partners, Bonsai, Almaz, C4 Ventures und Speedinvest beteiligten sich ebenfalls. Die Investmentbank Stifel Europe begleitete die Transaktion.

Die Hochwald Gruppe hat ein neues Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Millionen Euro emittiert. Das Darlehen wurde von der Landesbank Hessen-Thüringen, der Coöperatieve Rabobank sowie der Raiffeisen Bank International arrangiert. Die Transaktion dient dem rheinland-pfälzischen Hersteller von Milchprodukten unter anderem zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten.

Die Lanserhof Group, ein europaweit aktiver Betreiber von Gesundheitsressorts, hat eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von 95 Millionen Euro, bereitgestellt bekommen. Geldgeber sind die Finanzinvestoren Altamar und King Street. Das Kapital soll den internationalen Wachstumskurs von Lanserhof unterstützen, der bereits mit der Entwicklung eines neuen Standorts in Marbella, Spanien, begonnen hat. Die Eröffnung ist für Anfang 2027 geplant.

Das oberbayerische Biotech-Unternehmen Tubulis hat eine Serie-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 308 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor war Venrock Healthcare Capital Partners. Darüber hinaus beteiligten sich unter anderem Wellington Management und Ascenta Capital an der Finanzierung. Auch Bestandsinvestoren wie Nextech Invest, EQT Life Sciences und Bayern Kapital beteiligten sich an der Runde.

Die Versicherungsgesellschaft Viridium hat erstmals eine nachrangige Tier-2-Anleihe in Höhe von 850 Millionen Euro emittiert. Der Bond hat eine Laufzeit von 10,1 Jahren und einen fixen Kupon von 4,375 Prozent.

Der Energieversorger Abo Energy hat sich eine KfW-Finanzierung für elf neue Umspannwerke gesichert. Den Konsortialkredit über 45 Millionen Euro hat die IKB Deutsche Industriebank als Bookrunner und Konsortialführer arrangiert. Zudem haben sich die Frankfurter Sparkasse sowie die Taunus Sparkasse an dem Konsortium beteiligt. Das Investitionsvolumen für die elf Umspannwerke beläuft sich auf rund 71 Millionen Euro.

Das Biotech-Unternehmen Smartbax hat in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde 4,7 Millionen Euro eingeworben. Die Runde wurde von Anobis Asset und Bayern Kapital angeführt, mit Beteiligung von Unternehmer-TUM Funding for Innovators sowie den bestehenden Investoren HTGF und Boehringer Ingelheim Venture Fund.

Die Deutsche Rohstoff AG plant die Emission einer neuen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 50 Millionen Euro. Die Laufzeit des neuen Bonds beträgt 5 Jahre, der jährliche Zinssatz beläuft sich auf 6 Prozent und wird nachträglich halbjährlich ausgezahlt. Gezeichnet werden kann die Anleihe vom 27. Oktober bis 10. November.

Die Beteiligungsplattform Chapters Group hat eine Unternehmensanleihe um 40 Millionen Euro auf nunmehr 72 Millionen Euro aufgestockt. Der Bond läuft bis 2030, ist nicht besichert und wird mit einem festen Zinssatz von 7 Prozent pro Jahr verzinst.

Rating-Meldung

Moody’s hat den Ausblick für das Rating B3 von Xella von stabil auf positiv hochgesetzt.

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Schwungvolles drittes Quartal am Schuldscheinmarkt https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/schuldscheine/schwungvolles-drittes-quartal-am-schuldscheinmarkt-228170/ Wed, 08 Oct 2025 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=228170 Die Porsche SE sorgt für ein weiteres Highlight am Schuldscheinmarkt. Foto: Xristoforov – stock.adobe.com

Mit knapp 7 Milliarden Euro blickt der Schuldscheinmarkt auf ein ordentliches drittes Quartal zurück. Emittenten und Investoren sind aber weiter vorsichtig unterwegs. Das sind die Gründe.

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Die Porsche SE sorgt für ein weiteres Highlight am Schuldscheinmarkt. Foto: Xristoforov – stock.adobe.com

Mit knapp 7 Milliarden Euro blickt der Schuldscheinmarkt auf ein ordentliches drittes Quartal zurück. Emittenten und Investoren sind aber weiter vorsichtig unterwegs. Das sind die Gründe.

Am Schuldscheinmarkt sind im dritten Quartal rund 6,8 Milliarden Euro platziert worden. Damit liegt das Volumen fast 15 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Es handelt sich zugleich um das stärkste dritte Quartal seit 2019, als rund 8,8 Milliarden Euro emittiert wurden. Die Anzahl der Deals lag bei 31, im Vorjahreszeitraum waren es 25.

Dies geht aus dem neuen FINANCE-Schuldschein-Update hervor, das das Datenanalysehaus LSEG exklusiv für FINANCE aufbereitet. Auf Neunmonatssicht liegt der Markt damit aber noch immer leicht unter dem Vorjahr: Laut LSEG summiert sich das Volumen von Januar bis September 2025 auf 14,7 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 15,2 Milliarden Euro rund 3 Prozent mehr gewesen.

Porsche SE emittiert weiteren XXL-Schuldschein

Größter Treiber im zurückliegenden dritten Quartal war die Porsche Automobil Holding (Porsche SE), die insgesamt 1,5 Milliarden Euro einsammelte. Die Stuttgarter refinanzieren damit teilweise ihren Schuldschein aus dem Jahr 2023, der mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Euro weiter das Allzeithoch markiert.

Es handelt sich zugleich um den bislang größten Schuldschein des laufenden Jahres. In der Übersichtstabelle von LSEG ist allerdings der Lidl-Schuldschein aus dem März als größte Transaktion gelistet. Grund dafür sind zwei verschiedene Settlement-Tage des Porsche-Schuldscheins, aufgrund derer LSEG das Volumen auf zwei Transaktionen verteilt hat.

Weitere nennenswerte Transaktionen im Berichtszeitraum stammten von dem österreichischen Verkehrsunternehmen ÖBB (650 Millionen Euro), dem italienischen Schiffsbauer Fincantieri (395 Millionen Euro), dem deutschen Autozulieferer SAF Holland (330 Millionen Euro) sowie dem deutschen Rüstungskonzern Hensoldt (300 Millionen Euro).

Dank solcher Transaktionen ist das durchschnittliche Emissionsvolumen im bisherigen Jahresverlauf auf über 260 Millionen Euro gestiegen, erklärt Pierre Marc Heinrich, Vice President Schuldschein Desk bei BNP Paribas Corporate & Institutional Banking. 2024 bewegte sich der Wert noch zwischen 220 und 240 Millionen Euro.

Emittenten und -investoren bleiben vorsichtig

„Wir haben einen aufnahmefähigen Markt, insbesondere für sehr gute Bonitäten. Investoren investieren aber weiterhin nur sehr selektiv“, ordnet Jana Schuler, Director Schuldschein Syndikat HypoVereinsbank/UniCredit, das Marktgeschehen ein. Christian Link, Head of Schuldschein-Origination DACH bei der Commerzbank, beschreibt den Markt aktuell als „sehr liquide“, gleichwohl sei auch auf der Emittentenseite weiterhin eine gewisse Zurückhaltung zu beobachten. „Ein überwiegender Anteil der Transaktionen dient der Refinanzierung. Transaktionen, die ‚neues Geld‘ einsammeln, sind sehr selten zu sehen“, so der Banker.

Hemmnis für viele Emittenten seien die anhaltend schwierige Konjunktur in Deutschland und Europa sowie die geopolitischen Unsicherheiten. Hinzu komme ein starker Wettbewerb durch alternative Finanzierungsformen. „Grundsätzlich können sich Emittenten mit externem Rating derzeit günstiger am Anleihemarkt refinanzieren“, sagt HVB-Bankerin Schuler. Der Schuldschein bleibe aber gerade in Zeiten hoher Volatilität an den Märkten eine Alternative für diese Unternehmen. „So haben wir insbesondere im April und Mai wieder verstärkt Anleiheemittenten am Schuldscheinmarkt gesehen.“

Laut Heinrich könne der Schuldscheinmarkt für Emittenten mit den Ratings „BBB“ und „BBB-“ weiterhin attraktiv sein kann. Derzeit würden Schuldscheine für beide Ratings aber etwa 30 Basispunkte höher gepreist.

Die aktivsten Branchen sind in diesem Jahr laut Schuler bislang Consumer Retail und Technology/Telecommunication. Automotive kann dank der Porsche-SE-Transaktion zwar den größten Deal am Schuldscheinmarkt für sich beanspruchen, davon abgesehen sei der Sektor aber weiterhin schwierig.

Die momentan aktivsten Investoren sind nach Angaben von BNP-Banker Heinrich internationale Investoren, wobei insbesondere asiatische und europäische Investoren sehr aktiv bei soliden Namen agierten und höhere Tickets investierten. „Diese Investoren treiben weiterhin die Orderbücher an, während deutsche Sparkassen im Vergleich zu früheren Jahren eher inaktiv sind.“

ESG-linked und grüne Schuldscheine weiter rückläufig

Transaktionen mit einem Volumen von weniger als 75 Millionen Euro sind laut Commerzbanker Link zurzeit selten zu sehen, da sich die Marktteilnehmer in diesem Bereich eher zurückhielten. „Große private Banken fokussieren sich auf höhere Volumina und sorgen so für größere Deals im Markt“, berichtet Link. Bei den Laufzeiten liege der Fokus unverändert bei drei und fünf Jahren, ergänzt Schuler. „Bei sehr guten Bonitäten sehen wir aber auch Nachfrage für siebenjährige Laufzeiten und länger.“

Weiter rückläufig ist derweil der Anteil an ESG-linked beziehungsweise grünen Schuldscheinen, so Link: „Investoren fokussieren sich zwar weiterhin auf die ESG-Strategien der Unternehmen, aber wir sehen nicht, dass diese Schuldscheine mehr Nachfrage generieren. Zudem gibt es weiterhin keinen finanziellen Vorteil für die Unternehmen bei Emission.“

Bookrunners: Unicredit schiebt sich hinter LBBW

Alle drei befragten Schuldscheinexperten erwarten, dass der Markt zum Jahresende in etwa auf dem Niveau von 2024 liegen wird. Dies entspräche einem Emissionsvolumen von rund 20 Milliarden Euro. „Es sieht nicht danach aus, dass das vierte Quartal 2025 übermäßig aktiv wird“, sagt Schuler.

Bei den Bookrunners im Schuldscheinmarkt bleibt die LBBW das Maß aller Dinge. Mit einem Marktanteil von 20 Prozent (29 Deals) führt sie den League Table nach neun Monaten mit großem Vorsprung an. Auf Rang 2 kann sich die Unicredit mit 10,9 Prozent (14 Deals) verbessern, gefolgt von Commerzbank und BNP Paribas.

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Cheplapharm-CFO: „Das Lehrbuch nennt das auch Wachstumsschmerzen“ https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-interviews/cheplapharm-cfo-das-lehrbuch-nennt-das-auch-wachstumsschmerzen-227456/ Thu, 25 Sep 2025 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=227456 CFO Kia Parssanedjad will mit Cheplapharm schnell zurück in die Erfolgsspur. Foto: Cheplapharm

Schneller, höher, weiter – das war für Cheplapharm lange die einzige Devise. Doch nun ist Sand ins Getriebe gekommen. Wie der Turnaround des Pharmakonzerns gelingen soll, berichtet CFO Kia Parssanedjad.

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CFO Kia Parssanedjad will mit Cheplapharm schnell zurück in die Erfolgsspur. Foto: Cheplapharm

Schneller, höher, weiter – das war für Cheplapharm lange die einzige Devise. Doch nun ist Sand ins Getriebe gekommen. Wie der Turnaround des Pharmakonzerns gelingen soll, berichtet CFO Kia Parssanedjad.

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Das sind die mächtigsten CFO-Aufsichtsräte 2025 https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-karriere/das-sind-die-maechtigsten-cfo-aufsichtsraete-im-dax-2025-226801/ Mon, 15 Sep 2025 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=226801 Sie gehören aktuell zu den mächtigsten Aufsichtsräten mit CFO-Background. Fotos (von links oben nach rechts unten): Hans Dieter Pötsch (Bild: Volkswagen), Marianne Heiß (Foto: BBDO), Ute Wolf (Foto: Evonik), Joe Kaeser (Foto: Siemens), Kathrin Dahnke (Foto: Osram)

Der Einfluss von CFOs in den Kontrollgremien der Dax-Familie steigt weiter. Vor allem an einem Ex-VW-CFO führt kein Weg vorbei.

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Sie gehören aktuell zu den mächtigsten Aufsichtsräten mit CFO-Background. Fotos (von links oben nach rechts unten): Hans Dieter Pötsch (Bild: Volkswagen), Marianne Heiß (Foto: BBDO), Ute Wolf (Foto: Evonik), Joe Kaeser (Foto: Siemens), Kathrin Dahnke (Foto: Osram)

Der Einfluss von CFOs in den Kontrollgremien der Dax-Familie steigt weiter. Vor allem an einem Ex-VW-CFO führt kein Weg vorbei.

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Big Four: PwC schnappt sich lukratives Bayer-Prüfmandat https://www.finance-magazin.de/banking-berater/big-four/big-four-pwc-schnappt-sich-lukratives-bayer-pruefmandat-226574/ Tue, 09 Sep 2025 14:50:29 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=226574 Bayer ist auf der Suche nach einem neuen Abschlussprüfer fündig geworden. Foto: uslatar – stock.adobe.com

2015 hatte PwC das Bayer-Mandat an Deloitte verloren. Jetzt wandert es zurück: Ab 2027 ist wieder PwC für die Abschlussprüfung des Chemiegiganten zuständig.

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Bayer ist auf der Suche nach einem neuen Abschlussprüfer fündig geworden. Foto: uslatar – stock.adobe.com

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