Raphael Arnold https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/arnold/ für kluge Finanzentscheidungen Wed, 06 May 2026 10:51:21 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Für neue Jungheinrich-CFO Wulff ist nach wenigen Monaten Schluss https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/fuer-neue-jungheinrich-cfo-wulff-ist-nach-wenigen-monaten-schluss-242306/ Wed, 06 May 2026 10:23:04 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242306 Jungheinrich und die neue CFO Heike Wulff gehen nach wenigen Monaten getrennte Wege. Foto: Jungheinrich AG

Trotz langen Vorlaufs gehen Jungheinrich und seine CFO Heike Wulff schon wieder getrennte Wege. In die kurze Amtszeit fielen schlechte Jahreszahlen, der Rückzug aus Russland und ein langwieriger Streik.

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Jungheinrich und die neue CFO Heike Wulff gehen nach wenigen Monaten getrennte Wege. Foto: Jungheinrich AG

Trotz langen Vorlaufs gehen Jungheinrich und seine CFO Heike Wulff schon wieder getrennte Wege. In die kurze Amtszeit fielen schlechte Jahreszahlen, der Rückzug aus Russland und ein langwieriger Streik.

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Neue ZEB-Doppelspitze: „Wir sind Lotsen durch den Dschungel“ https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/neue-zeb-spitze-sieht-veraenderungsbedarf-in-gesamter-finanzbranche-241971/ Mon, 04 May 2026 15:05:29 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241971 Thorsten Helbig und Sven Krämer leiten gemeinsam das Consultingunternehmen ZEB aus Münster. Foto: ZEB

ZEB hat seit Januar eine Doppelspitze. In der Zukunft setzt der Consulting-Spezialist für die Finanzbranche auf die Digitalisierung und die Beratung großer europäischer Banken.

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Thorsten Helbig und Sven Krämer leiten gemeinsam das Consultingunternehmen ZEB aus Münster. Foto: ZEB

ZEB hat seit Januar eine Doppelspitze. In der Zukunft setzt der Consulting-Spezialist für die Finanzbranche auf die Digitalisierung und die Beratung großer europäischer Banken.

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Offerte für die Commerzbank: Das sind die nächsten Schritte https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma/offerte-fuer-die-commerzbank-das-sind-die-naechsten-schritte-241875/ Thu, 30 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241875 Beim Übernahmeversuch stehen für die Unicredit und ihr Target Commerzbank in den kommenden Wochen wichtige Termine an. Foto: Commerzbank AG

Unicredit legt voraussichtlich ihr Übernahmeangebot für die Commerzbank vor, die Frankfurter präsentieren ihre aktualisierte Strategie – das hält der Übernahmekrimi für die kommenden Wochen bereit.

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Beim Übernahmeversuch stehen für die Unicredit und ihr Target Commerzbank in den kommenden Wochen wichtige Termine an. Foto: Commerzbank AG

Unicredit legt voraussichtlich ihr Übernahmeangebot für die Commerzbank vor, die Frankfurter präsentieren ihre aktualisierte Strategie – das hält der Übernahmekrimi für die kommenden Wochen bereit.

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BCG gründet neues Team für Interim Management https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/boston-consulting-verspricht-mit-interim-managern-schnelle-liquiditaet-241492/ Thu, 23 Apr 2026 04:03:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241492 Boston Consulting startet in Deutschland ein Team von Interim Managern und verspricht, die Liquidität von Unternehmen schnell zu verbessern. Foto: JHVEPhoto – stock.adobe.com

BCG mischt künftig im Interim Management mit. Das neue Team in Deutschland soll auf bis zu 100 Personen anwachsen – und Cash und Kosten bei Private-Equity-Unternehmen verbessern.

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Boston Consulting startet in Deutschland ein Team von Interim Managern und verspricht, die Liquidität von Unternehmen schnell zu verbessern. Foto: JHVEPhoto – stock.adobe.com

BCG mischt künftig im Interim Management mit. Das neue Team in Deutschland soll auf bis zu 100 Personen anwachsen – und Cash und Kosten bei Private-Equity-Unternehmen verbessern.

Die Boston Consulting Group (BCG) hebt ein neues Team aus der Taufe, das sich auf Interim Management in Vorstands- oder Geschäftsführungsrollen spezialisiert. Ziel der Unternehmensberatung ist es, schnelle und umsetzungsorientierte Ergebnis- und Liquiditätsverbesserungen anzubieten. Das neue Angebot „Rapid Value & Cash“ (RVC) richtet sich vornehmlich an Private Equity-Portfoliounternehmen und mittelständische Betriebe.

BCG startet mit der neuen Gruppe zunächst in Deutschland. Sie umfasst zum Start rund ein Dutzend Beraterinnen und Berater – Manager mit konkreter Erfahrung in Unternehmen und BCG-Experten, die stark mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten sollen. Das Team ist in der Praxisgruppe Transform angesiedelt, die in der BCG-Region Zentraleuropa der Senior Partner Jochen Schönfelder leitet.

BCG will schnelle Verbesserung der Finanzlage

Das neue Interim Management-Angebot ist darauf ausgerichtet, innerhalb von sechs bis neun Monaten die Finanzlage eines Unternehmens zu verbessern, sagte Schönfelder bei einem Pressetermin: „Wir wollen sehr schnell an Cash, Sach- und Personalkosten ran.“ Als Beispiel nannte Michael Birgl, Chef von BCG in Zentraleuropa, Projekte, in denen eine Beteiligungsgesellschaft den Ausstieg aus einem Portfoliounternehmen anstrebt.

Dagegen richte sich RVC bewusst nicht an Unternehmen, denen eine Restrukturierung ins Haus steht, und stelle keine Chief Restructuring Officer (CRO), erklärte Schönfelder weiter. Er strebt mittelfristig an, das Team auf rund 100 Beraterinnen und Berater auszubauen. Nach dem Start in Deutschland will BCG mit dem Interim Management als nächstes in Frankreich an den Markt zu gehen.

BCG wächst in Deutschland deutlich

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte BCG weltweit einen Umsatz von 14,4 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 12,3 Milliarden Euro). Das ist ein Plus von rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 33.500. Der Umsatz in Deutschland legte ebenfalls zu, Michael Birgl sprach von einem Zuwachs im hohen einstelligen Bereich. Als Wachstumstreiber im globalen Beratungsgeschäft führte das Consulting-Haus Tech- und KI-Projekte an. Auf sie entfielen nach Unternehmensangaben mehr als 40 Prozent des Umsatzes. Allein das Geschäft mit KI-Transformation sei 2025 um ein Viertel gewachsen.

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Commerzbank: Orcel-Pläne laufen auf Restrukturierung hinaus https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/commerzbank-orcel-plaene-laufen-auf-restrukturierung-hinaus-241381/ Tue, 21 Apr 2026 08:35:32 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241381 CEO Bettina Orlopp verteidigt die Strategie der Commerzbank. Anfang Mai stellt sie die Pläne bis 2030 vor. Foto: Commerzbank AG

Die Commerzbank bewertet die Pläne von Unicredit-Chef Andrea Orcel als „Restrukturierungsvorschlag“. Ihre eigene Strategie will sie Anfang Mai bis 2030 fortschreiben.

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CEO Bettina Orlopp verteidigt die Strategie der Commerzbank. Anfang Mai stellt sie die Pläne bis 2030 vor. Foto: Commerzbank AG

Die Commerzbank bewertet die Pläne von Unicredit-Chef Andrea Orcel als „Restrukturierungsvorschlag“. Ihre eigene Strategie will sie Anfang Mai bis 2030 fortschreiben.

Im Übernahmeversuch durch die Unicredit setzt die Commerzbank unverändert auf ihr unabhängiges Modell. Ihre Strategie und ihre Finanzziele bis 2030 will die Frankfurter Großbank am 8. Mai gemeinsam mit den Zahlen für das erste Quartal 2026 präsentieren. Der aktuelle Strategieplan unter dem Titel „Momentum“ läuft bis 2028. Zu dem Zeitpunkt wird das konkrete Übernahmeangebot der Unicredit voraussichtlich vorliegen.

Unicredit-CEO Andrea Orcel hatte die operative Leistung der Commerzbank von 2021 bis 2025 und den Plan am Montagmorgen in einer Telefonkonferenz mit Analysten scharf angegriffen: „,Momentum‘ bedeutet fortgesetzte, unzureichende Ergebnisse“, sagte Orcel. Außerdem sehe der Plan keinerlei Schritte vor, um die Commerzbank strukturell wettbewerbsfähig zu machen.

Die Commerzbank stufte Orcels Äußerungen in einer Mitteilung am Montagabend als „feindliches Vorgehen“ ein. Es handle sich um einen „Restrukturierungsvorschlag“ und einen „Versuch, das erfolgreiche Geschäftsmodell der Commerzbank aufzubrechen“.

Die Mitteilung zitiert CEO Bettina Orlopp mit der Einschätzung: „Was Unicredit präsentiert hat, ist kein wertschaffender Unternehmenszusammenschluss. Es handelt sich um einen Restrukturierungsvorschlag, der sich mit unserer bestehenden Strategie messen lassen muss.“ Die Frankfurter Bank vermisst in dem Unicredit-Plan jedenfalls Details zu konkreten Maßnahmen, zu notwendigen Umsetzungskosten und zum Zeitplan.

Darüber hinaus findet Commerzbank-Chefin Orlopp deutliche Worte: „Es ist erstaunlich, dass Unicredit über 18 Monate benötigt hat, um einen unabgestimmten Plan vorzulegen, der trotz regelmäßiger Investorenmeetings in diesem Zeitraum ein grundlegendes Verständnis für die Treiber unseres Geschäftsmodells vermissen lässt.“

Commerzbank sieht Folgen im Firmenkundengeschäft

So bewertet die Commerzbank den Vorschlag von Unicredit auch als einen Eingriff „in die Wertschöpfungskette des deutschen Mittelstands“, besonders im internationalen Geschäft und im Außenhandel. Er beinhalte unter anderem eine Neuausrichtung im Firmenkundengeschäft weg vom Mittelstand, „das elementarer Bestandteil des Geschäftsmodells der Commerzbank ist“.

Unicredit hatte die Commerzbank in Orcels Präsentation direkt mit der deutschen Tochter HVB verglichen. Im Firmenkundengeschäft würden sich die beiden Banken ergänzen: Den Marktanteil bei Corporates in Deutschland bezifferte die Mailänder Bank auf rund 4 Prozent für die HVB und auf mehr als 4,5 Prozent für die Commerzbank. Der Anteil der deutschen Kunden liege bei 40 Prozent für die HVB, bei 28 Prozent für den gelben Wettbewerber. Aus Sicht der Commerzbank unterschlägt diese Übersicht jedoch deren Geschäft mit kleineren Unternehmenskunden mit einem Umsatz von unter 15 Millionen Euro.

Das Commerzbank-Management kreidete dem Unicredit-Vorschlag außerdem an, dass er keinerlei Aufschlag für die Aktionäre der Frankfurter Bank vorsieht. Jedes Übernahmeangebot müsse „eine marktübliche Prämie enthalten“. Orcel hatte am Montagmorgen unter anderem hervorgehoben, dass der aktuelle Kurs der Commerzbank-Aktie nicht durch Fundamentaldaten gedeckt sei, sondern auf den Einstieg seines Hauses zurückgehe.

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Commerzbank-Offerte: Unicredit schlägt schärfere Töne an https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kapitalmarkt/commerzbank-offerte-unicredit-schlaegt-schaerfere-toene-an-241303/ Mon, 20 Apr 2026 09:34:03 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241303 Unicredit-CEO Andrea Orcel hat die Strategie der Commerzbank bis 2028 angegriffen. Foto: Unicredit

Unicredit-Chef Andrea Orcel hat seine Pläne für die Commerzbank vorgestellt. Mit dem Frankfurter Geldhaus und dessen Management ging er hart ins Gericht.

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Unicredit-CEO Andrea Orcel hat die Strategie der Commerzbank bis 2028 angegriffen. Foto: Unicredit

Unicredit-Chef Andrea Orcel hat seine Pläne für die Commerzbank vorgestellt. Mit dem Frankfurter Geldhaus und dessen Management ging er hart ins Gericht.

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Schuldscheinmarkt startet mit kleineren Emissionen https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/schuldscheine/schuldscheinmarkt-startet-mit-kleineren-emissionen-241164/ Mon, 20 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241164 Lidl begab im März einen Schuldschein über 850 Millionen Euro – mit Abstand das höchste Volumen im ersten Quartal. Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com

Der Schuldscheinmarkt ist im Jahr 2026 schwach angelaufen, Leuchtturmemissionen in Milliardenhöhe fehlten. Der Ausblick bleibt zunächst aber stabil.

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Lidl begab im März einen Schuldschein über 850 Millionen Euro – mit Abstand das höchste Volumen im ersten Quartal. Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com

Der Schuldscheinmarkt ist im Jahr 2026 schwach angelaufen, Leuchtturmemissionen in Milliardenhöhe fehlten. Der Ausblick bleibt zunächst aber stabil.

Der Schuldscheinmarkt ist im ersten Quartal 2026 noch schwächer gestartet als im Vorjahr. Das Volumen zwischen Januar und März lag bei knapp 2,4 Milliarden Euro, nochmals 6 Prozent weniger als schon im Vorjahreszeitraum. Damals kamen Schuldscheine in Höhe von etwas mehr 2,5 Milliarden Euro auf den Markt. Dies geht aus dem neuen Schuldschein-Update hervor, welches das Datenanalysehaus LSEG exklusiv für FINANCE aufbereitet.

Die Zahl der Emissionen lag im ersten Quartal 2026 dagegen etwas höher: 14 Unternehmen nutzten das Finanzierungsinstrument, während es vor einem Jahr nur 12 waren. In der Konsequenz ging das durchschnittliche Emissionsvolumen etwas zurück. Für Karl-Heinz Bühner, Co-Head of Debt Capital Markets der LBBW, ist deshalb klar: „Das erste Quartal war hinsichtlich des Transaktionsaufkommens eher ruhig.“

Leuchtturm-Emissionen mit einem Volumen von mehr als 1 Milliarde Euro fehlten im ersten Quartal 2026 gänzlich. An der Spitze der LSEG-Übersicht steht der Schuldschein des Lebensmitteldiscounters Lidl in Höhe von 850 Millionen Euro; dieser führte das Ranking auch vor einem Jahr an, damals mit einem Schuldschein in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Schon deutlich kleiner fielen die Schuldscheine des Baumaschinenherstellers Liebherr mit gut 344,5 Millionen Euro und des österreichischen Holzverarbeiters Egger mit 275 Millionen Euro aus.

Deloitte besorgte sich 50 Millionen Euro

Als eher außergewöhnlicher Emittent fällt außerdem das Big-Four-Wirtschaftsprüfungs- und Beratungshaus Deloitte auf, das sich 50 Millionen Euro über einen Schuldschein besorgte. „Die Investitionsbereitschaft in bonitätsstarke Adressen hält an“, schließt der LBBW-Banker Bühner aus dem breiten Mix an Branchen, aus denen die Emittenten stammen: „Diesen Trend sehen wir ganz unabhängig von den unterschiedlichen globalen Krisenherden.“

Im Ranking der Bookrunner steht im ersten Quartal die LBBW an der Spitze. Sie war in sechs Transaktionen tätig, die auf ein Volumen von knapp 658 Millionen Euro kamen, und erreichte damit einen Marktanteil von knapp 29 Prozent. An zweiter Stelle steht nach Größe der Emissionen gemessen die BayernLB, nach Anzahl der Deals die Finanzierungsplattform Finpair aus Hannover.

Trotz des verhaltenen Starts von Schuldscheinemissionen geht Bühner für 2026 von einem Gesamtvolumen auf Höhe des Vorjahrs aus, als der Markt auf 21,8 Milliarden Euro kam: „Wir erwarten für das aktuelle Jahr weiterhin ein Marktvolumen von 21 Milliarden Euro“, sagt der LBBW-Mann. Dafür muss sich der Schuldscheinmarkt im Laufe des Jahres allerdings noch deutlich beleben.

Info

Hier können Sie das neue FINANCE-Schuldschein-Update herunterladen.

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Linklaters streicht in Hamburg die Segel https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kanzleien/linklaters-streicht-in-hamburg-die-segel-241212/ Fri, 17 Apr 2026 09:36:14 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241212 Die Großkanzlei Linklaters schließt Ende 2026 ihr Büro in Hamburg. Foto: thorabeti – stock.adobe.com

Linklaters verabschiedet sich Ende 2026 aus der Elbmetropole. An den verbleibenden vier Standorten erweitert die internationale Großkanzlei aber zum Mai ihre Partnerschaft.

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Die Großkanzlei Linklaters schließt Ende 2026 ihr Büro in Hamburg. Foto: thorabeti – stock.adobe.com

Linklaters verabschiedet sich Ende 2026 aus der Elbmetropole. An den verbleibenden vier Standorten erweitert die internationale Großkanzlei aber zum Mai ihre Partnerschaft.

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In nur 18 Minuten: Hacker gelangt auf Datenplattform von Bain https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/in-nur-18-minuten-hacker-gelangt-auf-datenplattform-von-bain-240992/ Tue, 14 Apr 2026 15:03:52 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=240992 Ein Londoner Hacker verschaffte sich im März auch Zugriff auf die Datenplattform "Pyxis" von Bain & Company. Foto: kittyfly - stock.adobe.com

Drei Berater, drei Lücken: Nach McKinsey und Boston Consulting hat ein Londoner Hacker Sicherheitslücken bei einer Datenplattform von Bain aufgedeckt.

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Ein Londoner Hacker verschaffte sich im März auch Zugriff auf die Datenplattform "Pyxis" von Bain & Company. Foto: kittyfly - stock.adobe.com

Drei Berater, drei Lücken: Nach McKinsey und Boston Consulting hat ein Londoner Hacker Sicherheitslücken bei einer Datenplattform von Bain aufgedeckt.

Bei dem internationalen Consulting-Haus Bain & Company hat ein Hacker eine Lücke in der Datenplattform „Pyxis“ aufgedeckt. Dort bereitet Bain Marktinformationen unter anderem mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) auf. Zugriff auf das System verschaffte sich der Hacker Paul Price innerhalb von 18 Minuten mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Das teilte er über sein Londoner Unternehmen Codewall selbst mit.

Price nahm sich die IT-Systeme von Bain ab dem 12. März vor und nutzte dazu einen KI-Agenten. Dieser stellte fest, dass vor allem die Plattform Pyxis verwundbar war und konnte sich über einen Fehler in einer Javascript-Anwendung Zugang zu dem System verschaffen. Am 17. März kontaktierte Price das Team für IT-Sicherheit bei Bain mit seinen Ergebnissen, das Beratungshaus schloss die Sicherheitslücke nach seinen Angaben umgehend. Das bestätigte Bain gegenüber FINANCE.

Bain hat Sicherheitslücke geschlossen

Die Unternehmensberatung wies darauf hin, dass auf Pyxis lediglich Daten von Drittanbietern zusammengefasst seien. Das System sei unabhängig vom zentralen Kundensystem und halte keine firmeneigenen Daten vor: „In Hinblick auf die Art der Plattform und den Umfang des Vorfalls widersprechen wir ausdrücklich der Darstellung von Codewall“, so das Beratungshaus weiter. 

Zuvor hatte Price bereits bei den Wettbewerbern McKinsey & Company und Boston Consulting Group (BCG) Sicherheitslücken aufgedeckt. Bei McKinsey gelang es Codewall, auf die interne KI-Plattform „Lilli“ zuzugreifen, bei BCG erlangte Price ebenfalls Zugriff auf interne Systeme. Beide Unternehmensberatungen schlossen die Sicherheitslücken noch Mitte März.

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Berater-News: Horváth, Teneo, Erste Group Bank https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/berater-news-horvath-teneo-erste-group-bank-240633/ Thu, 09 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=240633 Zum April bei Horváth zu Partnern ernannt: Adrian Bötz (links) und Georg Mrusek. Fotos: Horváth & Partners

Horváth ernennt vier neue Partner in der DACH-Region, Teneo und Felix Schönauer gehen getrennte Wege, und die Erste Group Bank holt einen Corporate-Banker von ihrer neuen polnischen Tochter.

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Zum April bei Horváth zu Partnern ernannt: Adrian Bötz (links) und Georg Mrusek. Fotos: Horváth & Partners

Horváth ernennt vier neue Partner in der DACH-Region, Teneo und Felix Schönauer gehen getrennte Wege, und die Erste Group Bank holt einen Corporate-Banker von ihrer neuen polnischen Tochter.

Horváth hat vier neue Partner ernannt

Die Managementberatung Horváth & Partners hat zum neuen Geschäftsjahr im April vier neue Partner ernannt, davon zwei in Deutschland und je einen in Wien und in Zürich. Der deutsche Neupartner Adrian Bötz (35) ist auf das Beratungsfeld Risk & Compliance spezialisiert, insbesondere digitale Identitäten als Schlüssel zur digitalen Transformation, Cybersicherheit und aufsichtsrechtlichen Compliance. Am Standort Stuttgart ernannte Horváth den Automotive-Spezialisten Georg Mrusek (37) zum Partner, der auf die Beratung zu Strategien, Vertrieb und After Sales ausgerichtet ist.

In Wien machte Horváth Stefan Leber zum Partner. Der 43-Jährige ist auf Performance Management & Controlling spezialisiert und seit 2017 für die Managementberatung tätig. Inhaltlich liegen seine Schwerpunkte in den Bereichen CFO-Strategie, Organisation, Kosten- und Performance-Optimierung sowie in der strategischen Positionierung von Horváth in Österreich, insbesondere im Kontext von Künstlicher Intelligenz (KI) und digitaler Transformation. In der Schweiz ist Ralf Noffke (46) zum Partner aufgestiegen, er ist im Bereich Controlling & Finance auf Finanzen, Abschluss- und Konsolidierungsprozesse sowie externes Reporting spezialisiert.

Teneo und Felix Schönauer gehen getrennte Wege

Der Deutschland-Chef von Teneo, Felix Schönauer, verlässt die Managementberatung. Er hatte das Geschäft von Teneo hierzulande ab 2021 gestartet und als Kommunikations- und Transaktionsberatung etabliert. Auch der Aufbau der Sparten Forensics und die Integration der Financial-Advisory-Einheit von Herter & Co fiel in seine Amtszeit. Inzwischen beschäftigt Teneo in Deutschland rund 70 Mitarbeiter, als Senior Advisor schloss sich im Herbst 2025 der frühere Bundesfinanzminister Christian Lindner dem Unternehmen an, das unter anderem für die italienische Großbank Unicredit tätig ist.

Weltweit beschäftigt Teneo rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinter dem Unternehmen steht mehrheitlich der Finanzinvestor CVC Partners, beim Einstieg von LGT Capital Partners im August 2025 lag die Bewertung bei rund 2,3 Milliarden Euro.  

Erste Group hat neuen Executive Director Corporates

Juan de Porras Aguirre, Erste Group Bank. Foto: Marlene König
Juan de Porras Aguirre, Erste Group Bank. Foto: Marlene König

Die Erste Group Bank hat Anfang April Juan de Porras Aguirre als Executive Director Corporate ins Haus geholt. Er kommt von der Santander Bank Polska und berichtet direkt an den Erste-CEO Peter Bosek. De Porras arbeitete seit 2007 bei der spanischen Großbank, zuerst in Madrid, ab 2011 dann in Polen, wo er die Entwicklung der Sparte Corporate & Investment Banking mit vorantrieb.

Erst im Januar hatte das Spitzeninstitut der österreichischen Sparkassen den Erwerb beherrschender Anteile an der Santander Bank Polska abgeschlossen. Durch den 7 Milliarden Euro teuren Deal erwarb die Erste Group Bank die Kontrolle über die gemessen an den Vermögenswerten drittgrößte Bank Polens.

EY Österreich setzt auf KI-Lösungen in der Fertigung

EY Österreich hat im Februar und März zwei Experten für Künstliche Intelligenz an Bord geholt, Gerhard Schagerl und Nikolaus Keuth. Beide kamen vom Grazer Mobilitäts- und Technologiespezialisten AVL List. Schagerl war dort zuletzt für KI- und datengetriebene Software-Lösungen zuständig, Keuth verantwortete unter anderem die Produktstrategie für ein weltweites Portfolio an Anwendungen zur Datenanalyse.

Innerhalb des European Industrials AI Innovation Hub von EY in Stuttgart übernimmt die österreichische Einheit außerdem eine stärkere inhaltliche Rolle. Sie soll mit ihrer umfassenden Erfahrung mit Projekten in der industriellen Fertigung die Entwicklung und Operationalisierung von KI-Lösungen für die Industrie vorantreiben.

WTW schafft neue Strukturen in der Versicherungsberatung

Die Unternehmensberatung Willis Towers Watson (WTW) gründet für die Versicherungssparten Schaden- und Unfallversicherung (P&C) sowie Lebensversicherung je eigenständige Strukturen in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA). „Unser Ziel ist es, Ressourcen länderübergreifend einzusetzen und jederzeit das beste Team aus europäischen Experten zur Verfügung zu stellen“, so Frank Schepers, Global Leader der Versicherungsberatung bei WTW in einer Mitteilung. Zum Leiter des Bereichs P&C macht das Beratungshaus Tim Rourke, den Bereich Leben übernimmt Michael Klüttgens. Die bisherige Leiterin der Versicherer-Beratung, Tammy Richardson, übernimmt eine neue Rolle dabei, die globale KI-Strategie des Geschäftsbereichs umzusetzen.

Hendricks gründet Maklergruppe für Finanzindustrie

Der Spezialversicherungsmakler Hendricks gründet zum 15. April einen neuen Bereich, der auf betriebliche Vermögensschäden bei Finanzinstitutionen ausgerichtet ist. Dazu holt die Tochter des internationalen Versicherungsvermittlers Howden zwei Spezialisten aus dem Sektor öffentlicher Banken an Bord: Regina Brune und Harald Kayser. Beide kommen von VÖB-Service, einer Tochter des Bundesverbands öffentlicher Banken, die Dienstleistungen und Software für die Branche anbietet.

AAM2Core öffnet ESG-Beratung für Dritte

Thomas Woschech, AAM2Green Advisory. Foto: AAM2Core
Thomas Woschech, AAM2Green Advisory. Foto: AAM2Core

Der auf Immobilien spezialisierte Investment-Manager AAM2Core hat eine Tochtergesellschaft für ESG-Beratung aus der Taufe gehoben. Sein eigenes Know-how gliederte der Vermögensverwalter damit in die AAM2Green Advisory, die nun auch Aufträge von Dritten übernimmt. An der Spitze der neuen Tochter steht Thomas Worschech, der bereits seit Anfang 2023 bei der Gruppe im Bereich Nachhaltigkeit tätig ist.  

AAM2Core ist spezialisiert auf Wohn-, Büro-, Logistik- und Light-Industrial-Objekte in Deutschland und Österreich und beschäftigt rund 110 Mitarbeitende. Die Tochtergesellschaft AAM2Core Service erwirbt und verwaltet für die Gruppe Büroimmobilien für (semi-)professionelle Anleger in Direktmandaten und sieben Spezialfonds. Das Investmentvermögen beläuft sich auf rund 3,5 Milliarden Euro und eine Fläche von ca. 1,95 Millionen Quadratmeter.

EY-Parthenon holt neuen Berater für KI

EY-Parthenon hat seinen Bereich Corporate Venturing ausgebaut und dazu den Tech-Partner Nils Melcher an Bord geholt. Er soll unter anderem Unternehmen dabei beraten, mit Hilfe neurosymbolischer Künstlicher Intelligenz Wachstumschancen zu nutzen. Der Wirtschaftsinformatiker kommt von Boston Consulting, wo er gut zehn Jahre lang zu digitalen Geschäftsmodellen und Plattformen mit generativer KI beriet. Zuvor war er unter anderem bei Aeria Games, einer Tochter von ProSiebenSat.1 Media, und bei Booz & Co tätig.

Anders & Ganz kauft Wiener Digitalisierungsberater

Der Aachener IT-Dienstleister Anders & Ganz hat den österreichischen Digitalisierungsberater Tesofy unter seine Fittiche genommen. Ziel ist es, „historisch gewachsene Systemlandschaften zu konsolidieren“, so Anders & Ganz in einer Mitteilung. Das Unternehmen plant, Projektentwickler, Bestandshalter und institutionelle Investoren aus der Immobilienwirtschaft bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer IT- und Prozesslandschaften zu beraten. Die Geschäftsführung in Wien übernehmen Juliane Bachl und der ehemalige Signa-CIO Franz Hildebrand, der 2024 zum Gründungsteam von Tesofy gehörte.

Forma Strategia sperrt auf

Nach einem Jahrzehnt unter der Flagge Guendl Brands & Strategies haben Mario Gündl und Lukas Mantsch das neue Beratungshaus Forma Strategia ins Leben gerufen. Im Zentrum der Beratung sollen die Arbeitsfelder strategische Neuausrichtung, Markengestaltung, Kulturwandel und zielorientierte Kommunikation bei M&A, Krisen und Veränderungsprozessen stehen. Die Branchenschwerpunkte der neuen Einheit aus Wien liegen in den Sektoren Banking & Finance, Industrie, Gesundheit und Pflege sowie Immobilienwirtschaft.

BDU erwartet stärkeres Wachstum als im Vorjahr

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) rechnet für 2026 mit einem Wachstum von rund 4,5 Prozent und einem Branchenumsatz von gut 51 Milliarden Euro. Das gab der Verband Ende März bekannt. Mit einem besonders positiven Trend rechnet der BDU bei Strategie- und IT-Beratungen, die jeweils um rund 5 Prozent wachsen dürften.

Künstliche Intelligenz entwickelte sich nach Angaben des BDU zu einem Wachstumstreiber in der Branche: „Viele Beratungen sehen KI und Automatisierung als zwei Seiten einer Medaille – als Treiber der kundenseitigen Marktbedürfnisse und ebenso als Treiber der eigenen internen Transformation“, so BDU-Präsidentin Iris Grewe in einer Mitteilung.

Zu den Branchen mit dem größten Umsatzwachstum gehören 2026 voraussichtlich erneut die Energie- und Versorgungswirtschaft mit einem Plus von 6,5 Prozent und der Sektor Public & Non-Profit mit 6,1 Prozent. Beide hatten auch 2025 verstärk Aufträge vergeben. Rückläufig waren dagegen Mandate aus den Branchen Bauindustrie und Immobilie (-6,7 Prozent) sowie Fahrzeugbau (-5,6 Prozent).

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