Philipp Hafner, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/hafner/ für kluge Finanzentscheidungen Mon, 04 May 2026 06:57:00 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Finanzierungen: Deutsche Telekom, Electrovac, Bachem https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-deutsche-telekom-electrovac-bachem-242119/ Mon, 04 May 2026 05:57:51 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242119 Die Deutsche Telekom hat neue Anleihen emittiert. Foto: doganmesut – stock.adobe.com

Die Telekom begibt milliardenschwere Bonds, dem Rüstungszulieferer Electrovac gelingt der IPO und Bachem sichert sich eine RCF – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Die Deutsche Telekom hat neue Anleihen emittiert. Foto: doganmesut – stock.adobe.com

Die Telekom begibt milliardenschwere Bonds, dem Rüstungszulieferer Electrovac gelingt der IPO und Bachem sichert sich eine RCF – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Deutsche Telekom sammelt 1,5 Milliarden Euro ein

Die Deutsche Telekom hat zwei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro platziert. Die erste Tranche über 750 Millionen Euro hat eine siebenjährige Laufzeit und wird mit 3,375 Prozent verzinst. Die zweite Tranche ist ebenfalls 750 Millionen Euro schwer, läuft bis 2038 und trägt einen Kupon in Höhe von 3,875 Prozent. Für beide Tranchen mussten die Bonner eine Neuemissionsprämie von 10 Basispunkten zahlen.

Rüstungszulieferer Electrovac geht an die Börse

Der nächste deutsche Börsengang ist vollzogen: Seit dem 30. April notiert die Aktie von Electrovac, ein Spezialist für hermetische Gehäuse aus Bayern, im Prime Standard der Frankfurter Börse. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf Basis des Ausgabepreises von 7,80 Euro auf rund 125 Millionen Euro. Der Erstkurs der Aktie lag mit 7,50 Euro leicht unter dem Ausgabepreis. Electrovac beliefert mit seinen Produkten auch die Rüstungsindustrie.

Chemiekonzern Bachem schließt RCF ab

Das Schweizer Chemieunternehmen Bachem hat sich eine revolvierende Kreditfazilität über 500 Millionen Schweizer Franken gesichert. Der Revolver hat eine Laufzeit von fünf Jahren und eine Option zur Aufstockung um 150 Millionen Schweizer Franken. Die UBS Switzerland fungierte als Lead Arranger und Agent, das Konsortium besteht aus nicht näher genannten in- und ausländischen Banken. Mit der syndizierten Kreditfazilität refinanziert Bachem seine bestehenden bilateralen Kreditlinien.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Das Berliner Immobilienunternehmen Howoge Wohnungsbaugesellschaft hat sich von der Europäischen Investitionsbank (EIB) eine Finanzierung gesichert. Es handelt sich um einen unbesicherten Kreditrahmen über 500 Millionen Euro, die für den Neubau von rund 3.200 Wohneinheiten bis zum Jahr 2029 in Berlin vorgesehen sind.

Neue Wendung im Finanzierungskrimi Baywa: Der kriselnde Agrarkonzern soll vor einem Schuldenschnitt stehen. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, sollen die Gläubigerbanken dabei auf Forderungen in Höhe von rund 1 Milliarde Euro verzichten. Dem Bericht zufolge könnten dabei auch Besserungsscheine zum Einsatz kommen. Baywas Gesamtverbindlichkeiten liegen aktuell bei mehreren Milliarden Euro, wovon 4 Milliarden Euro bis 2028 fällig werden.

Mbiomics, ein Pharma-Startup aus München, hat sich in einer Serie-A-Finanzierungsrunde insgesamt 30 Millionen Euro gesichert. An der Runde beteiligten sich mehrere Bestandsinvestoren, darunter die MIG Fonds und Bayern Kapital. Mit den Geldern will das Unternehmen seine Therapeutika für schwere und chronische Erkrankungen weiterentwickeln.

Das Stuttgarter Robotik-Start-up Sereact hat in einer neuen Finanzierungsrunde 110 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen ist auf KI-Lösungen für autonome Lager- und Produktionshallen spezialisiert und will nun in die USA expandieren.

Ratingmeldungen

Scope hat das Rating BBB- der Deutschen Lufthansa bestätigt, auch der Ausblick ist unverändert stabil.

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So ergeht es CFOs als Fulltime-Aufsichtsräte https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-karriere/so-ergeht-es-cfos-als-fulltime-aufsichtsraete-241487/ Mon, 27 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241487 Das Leben als CFO ist stark durchgetaktet. Wer selbstbestimmter arbeiten will, könnte als Fulltime-Aufsichtsrat glücklich werden. Foto: Sergey Nivens -stock.adobe.com

Kathrin Dahnke, Jan Kemper und Karin Sonnenmoser: Das sind drei CFOs, die der Finanzabteilung im besten Alter den Rücken gekehrt haben und nun als Aufsichtsräte aktiv sind. Warum?

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Das Leben als CFO ist stark durchgetaktet. Wer selbstbestimmter arbeiten will, könnte als Fulltime-Aufsichtsrat glücklich werden. Foto: Sergey Nivens -stock.adobe.com

Kathrin Dahnke, Jan Kemper und Karin Sonnenmoser: Das sind drei CFOs, die der Finanzabteilung im besten Alter den Rücken gekehrt haben und nun als Aufsichtsräte aktiv sind. Warum?

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Paradigmenwechsel in der Finanzabteilung von Mercedes-Benz https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/treasury/paradigmenwechsel-in-der-finanzabteilung-von-mercedes-benz-239304/ Tue, 07 Apr 2026 05:58:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239304 Mercedes-Stern bei Mondaufgang: Die Stuttgarter hoffen auf eine Trendwende. Foto: Trygve -stock.adobe.com

Mercedes-CFO Harald Wilhelm hat die Machtverhältnisse im strategisch wichtigen Treasury-Ressort neu verteilt. Das steckt dahinter.

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Mercedes-Stern bei Mondaufgang: Die Stuttgarter hoffen auf eine Trendwende. Foto: Trygve -stock.adobe.com

Mercedes-CFO Harald Wilhelm hat die Machtverhältnisse im strategisch wichtigen Treasury-Ressort neu verteilt. Das steckt dahinter.

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Finanzierungen: DHL Deutsche Post, Dash0, BMW https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-dhl-deutsche-post-dash0-bmw-239588/ Mon, 30 Mar 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239588 Die Deutsche Post hat zwei neue Anleihetranchen platziert. Foto: ArtmannWitte – stock.adobe.com

Die Deutsche Post ist wieder am Bondmarkt aktiv, Dash0 ist das zweite deutsche Einhorn 2026 und BMW platziert Milliarden in den USA – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Die Deutsche Post hat zwei neue Anleihetranchen platziert. Foto: ArtmannWitte – stock.adobe.com

Die Deutsche Post ist wieder am Bondmarkt aktiv, Dash0 ist das zweite deutsche Einhorn 2026 und BMW platziert Milliarden in den USA – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Deutsche Post platziert neue Anleihen

Die Deutsche Post hat zwei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,25 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Die erste Tranche hat ein Volumen von 750 Millionen Euro, wird mit 3,25 Prozent verzinst und läuft bis Dezember 2030. Die zweite Tranche in Höhe von 500 Millionen Euro hat eine Laufzeit bis Dezember 2034 und einen Zinssatz von 3,75 Prozent.

Für beide Tranchen konnte die Deutsche Post eine leicht negative Emissionsprämie von minus 4 Basispunkten erzielen. Das Orderbuch der größeren Tranche war mit 1,9 Milliarden Euro mehr als zweieinhalbfach überzeichnet. Das Orderbuch der zweiten Tranche lag bei 1,5 Milliarden Euro und war damit dreifach überzeichnet.

Dash0 ist das zweite deutsche Einhorn 2026

Das erst 2023 in Deutschland gegründete Start-up Dash0 hat eine Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 110 Millionen US-Dollar (rund 95 Millionen Euro) abgeschlossen. Damit erreicht das Unternehmen eine Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar und steigt damit als zweites deutsches Start-up in diesem Jahr in die Riege der Einhörner auf.

Die Finanzierungsrunde wurde von Balderton Capital angeführt. Weitere neue Investoren sind DTCP Growth sowie bestehende Geldgeber wie Accel, Cherry Ventures und DIG Ventures. Auch strategische Partner wie July Fund und die Deutsche Telekom über T.Capital beteiligen sich an der Runde.

Mit dem frischen Kapital steigt die Gesamtfinanzierung von Dash0 auf 155 Millionen US-Dollar. Das Start-up, das seinen Hauptsitz mittlerweile nach New York verlegt hat, hat eine KI-native Observability-Plattform entwickelt. Die Plattform ist darauf spezialisiert, die Überwachung von Cloud-Anwendungen, Infrastrukturen und Microservices zu vereinfachen. Mit dem Kapital aus der Finanzierungsrunde will Dash0 nun seine Plattform zur nächsten Evolutionsstufe von Observability-Systemen weiterentwickeln.

BMW platziert Milliarden in den USA

Der Automobilkonzern BMW hat über seine US-Gesellschaft BMW US Capital fünf neue Anleihetranchen in den USA platziert. Das Gesamtvolumen der Emission beläuft sich auf 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,2 Milliarden Euro). Die Laufzeiten der Tranchen liegen zwischen zwei und sieben Jahren.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Paul Tech, ein Spezialist für digitale Gebäudetechnik und eine Beteiligung des Private-Equity-Investors Hannover Finanz, hat eine Kreditfazilität über 40 Millionen Euro mit einem internationalen Finanzinvestor abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt zweieinhalb Jahre. Die Mittel sollen das Unternehmenswachstum fördern und zur Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten genutzt werden. Das Closing der Transaktion stehe noch unter aufschiebenden Bedingungen, teile Paul Tech am vergangenen Dienstag mit. Zudem plane die Gesellschaft, im Laufe des Jahres eine Kapitalerhöhung zur Rückzahlung der ausstehenden Unternehmensanleihe in Höhe von 35 Millionen Euro durchzuführen.

Die Münchener Tengelmann-Gruppe holt laut einem Bericht der „Financial Times“ frühere Pläne für einen Börsengang ihrer Einzelhandelstöchter Obi und Kik wieder aus der Schublade. Für die beiden Unternehmen stehe eine kombinierte Bewertung von 2 Milliarden US-Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) im Raum, berichtete die Zeitung am vergangenen Mittwoch unter Berufung auf zwei mit der Situation vertraute Personen. Tengelmann habe demnach bereits Banken damit beauftragt, Pläne auszuarbeiten, die bereits in diesem Jahr eine Ausgliederung von Einzelhandelsaktiva wie dem Baumarkt Obi und der Discounterkette Kik vorsehen könnten. Tengelmann teilte gegenüber der „Financial Times“ mit, sich grundsätzlich nicht zu Spekulationen zu äußern.

Das Bochumer Industrial-AI-Startup Deeplify hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 2 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist D11Z Ventures. Deeplify ist auf KI-Software für sicherheitskritische Inspektionen in den Sektoren Energie, Chemie und Industrie spezialisiert.

Rating-Meldungen

S&P hat erstmals ein Rating für Tennet Germany vergeben. Die Agentur bewertet das Unternehmen mit „BBB+“ und stabilem Ausblick.

Moody’s hat das „Baa1“-Rating von Rheinmetall bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv geändert.

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Finanzierungen: ZF Friedrichshafen, Infineon, Quantum Systems https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-zf-friedrichshafen-infineon-quantum-systems-236716/ Mon, 16 Feb 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=236716 Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat 1 Milliarde Euro am Anleihemarkt eingesammelt. Foto: VanderWolf Images – stock.adobe.com

ZF Friedrichshafen beschafft sich frisches Geld, Infineon refinanziert zwei M&A-Deals und Quantum Systems wird von Deutscher Bank und Commerzbank finanziert. Der wöchentliche Finanzierungsticker.

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Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat 1 Milliarde Euro am Anleihemarkt eingesammelt. Foto: VanderWolf Images – stock.adobe.com

ZF Friedrichshafen beschafft sich frisches Geld, Infineon refinanziert zwei M&A-Deals und Quantum Systems wird von Deutscher Bank und Commerzbank finanziert. Der wöchentliche Finanzierungsticker.

ZF sammelt 1 Milliarde Euro ein

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat eine neue Anleihe im Volumen von 1 Milliarde Euro und einer Laufzeit von sechs Jahren emittiert. Das Orderbuch lag in der Spitze bei rund 3,3 Milliarden Euro, wie ZF-CFO Michael Frick auf Linkedin mitteilte. Der Bond trägt einen Kupon von 5,5 Prozent, eine Neuemissionsprämie musste ZF nicht zahlen.

Laut Frick stellt sich ZF mit dem neuen Kupon um 1,5 Prozentpunkte besser im Vergleich zur vorherigen Euro-Anleihe des Unternehmens. Insgesamt wertet der CFO die erfolgreiche Emission als positives Signal für den schwer kriselnden Autozulieferer.

Infineon refinanziert M&A-Deals Marvell & AMS Osram

Der Münchener Halbleiterhersteller Infineon hat neue Unternehmensanleihen im Volumen von 2 Milliarden Euro platziert. Die Emission besteht aus drei festverzinslichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten: eine fünfjährige Tranche über 750 Millionen Euro mit einem Kupon von 3 Prozent, eine achtjährige Tranche über 750 Millionen Euro zu 3,5 Prozent sowie eine elfjährige Tranche über 500 Millionen Euro, die mit 3,75 Prozent verzinst wird.

Mit den frischen Geldern refinanziert Infineon zum einen anstehende Fälligkeiten im laufenden Jahr, zum anderen die Euro-Bankkredite, die die Münchener im Zuge der M&ADeals des Automotive-Ethernet-Geschäfts von Marvell und der geplanten Übernahme des nicht-optischen Geschäfts von AMS Osram aufgenommen haben.

Deutsche und Commerzbank finanzieren Quantum Systems

Der bayerische Drohnenhersteller Quantum Systems hat erstmals eine Finanzierung unter Beteiligung mehrerer Geschäftsbanken abgeschlossen. Die Kreditlinie in Höhe von 150 Millionen Euro wird von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der Deutschen Bank, der Commerzbank sowie der KfW bereitgestellt. Rund die Hälfte des Volumens kommt von der EIB, die Quantum Systems bereits 2021 eine Tranche über 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Münchener Apothekendienstleister Noventi hat seinen Konsortialkredit in Höhe von 1,2 Milliarden Euro refinanziert. Das Bankenkonsortium wird von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank geführt. CFC Corporate Finance Contor war beratend tätig. Noventi hat sich in den vergangenen Jahren umfassend saniert und nach eigenen Angaben nun den Turnaround geschafft.

Das Kosmetikunternehmen LR Health & Beauty hat sich mit den Investoren seines 2024 emittierten Nordic Bonds auf eine Restrukturierung der Anleihe geeignet. Der Deal sieht eine frische Kapitalzufuhr von 20 Millionen Euro für das Ahlener Unternehmen vor. Im Gegenzug soll die Schuldenstruktur der Gesellschaft erheblich reduziert und restrukturiert werden.

Rating-Meldung

Fitch hat das Rating A+ von Siemens bestätigt, der Ausblick ist unverändert stabil.

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Endspurt hievt Schuldscheinmarkt über 20-Milliarden-Euro-Marke https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/schuldscheine/endspurt-hievt-schuldscheinmarkt-ueber-20-milliarden-euro-marke-233973/ Mon, 12 Jan 2026 07:01:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=233973 Die Supermarktkette Edeka hat neben Asklepios Kliniken den größten Schuldschein im vierten Quartal 2025 platziert. Foto: Schneestarre – stock.adobe.com

Trotz boomender Anleihemärkte setzten überraschend viele Corporates 2025 auf den Schuldschein. Im vierten Quartal gaben gleich vier deutsche Emittenten den Ton an.

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Die Supermarktkette Edeka hat neben Asklepios Kliniken den größten Schuldschein im vierten Quartal 2025 platziert. Foto: Schneestarre – stock.adobe.com

Trotz boomender Anleihemärkte setzten überraschend viele Corporates 2025 auf den Schuldschein. Im vierten Quartal gaben gleich vier deutsche Emittenten den Ton an.

Wer hätte das gedacht? Nach einem sehr schwachen Auftaktquartal 2025 hat sich der Schuldscheinmarkt im Jahresverlauf noch berappelt: Am Ende lag das insgesamt emittierte Volumen mit 21,77 Milliarden Euro rund 10 Prozent über dem Vorjahresniveau in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro. Dies geht aus dem neuen FINANCE-Schuldschein-Update hervor, das das Datenanalysehaus LSEG exklusiv für FINANCE aufbereitet.

Dazu trug ein lebhaftes viertes Quartal bei: So wurden in den Monaten Oktober bis Dezember Schuldscheine über insgesamt knapp 7 Milliarden Euro neu platziert, was in etwa dem Niveau des Vorquartals entspricht. Die größten Transaktionen stammten von der Zentralgesellschaft der Edeka-Gruppe sowie dem Klinikbetreiber Asklepios mit jeweils 600 Millionen Euro, gefolgt von Deutscher Telekom (517 Millionen Euro) und Springer Nature, die mit 500 Millionen Euro die größte Debüttransaktion 2025 auflegten.

„Der Schuldscheinmarkt hat die Erwartungen übertreffen können“, sagt Klaus Pahle, Head of Schuldschein-Syndicate der ING in Deutschland. Trotz einer spürbaren Zurückhaltung zum Jahresbeginn aufgrund von politischen Unsicherheiten sowie einer schwachen Konjunktur, insbesondere in Deutschland, habe die Emissionstätigkeit ab Mitte des Jahres und zum Jahresende 2025 deutlich angezogen, so Pahle.

Gutes Schuldscheinjahr trotz Anleihe-Boom

Das Ergebnis ist auch deshalb bemerkenswert, da der europäische Corporate-Bondmarkt 2025 mit rund 550 Milliarden Euro einen neuen Emissionsrekord verzeichnete. Der bisherige Höchststand hatte bei etwa 500 Milliarden Euro im Corona-Jahr 2020 gelegen. „Die nachhaltig stabilen Anleihemärkte boten Emittenten, die mit einem expliziten Investmentgrade-Rating aufwarten konnten, durchgehend günstigere Finanzierungskosten als der Schuldscheinmarkt“, ordnet Carsten Lohle, Co-Leiter DCM in der Unternehmensbank der Deutschen Bank, ein. Mit wenigen Ausnahmen hat es solche Adressen demzufolge 2025 nicht in den Schuldscheinmarkt gezogen.

Laut ING-Banker Pahle seien Anleihen für Unternehmen im BBB-Bereich zeitweise im Schnitt bis zu 40 Basispunkte attraktiver bepreist gewesen als Schuldscheine. Bei Letzteren habe es konditionsseitig im vergangenen Jahr übrigens kaum Bewegung gegeben: „Das Spread-Niveau blieb über das Jahr 2025 betrachtet stabil und zeigte keine größeren Schwankungen“, sagt Lohle. So habe das Pricing für Unternehmen mit einem angenommenen BBB-Rating für einen fünfjährigen Schuldschein im Schnitt bei Mid Swap plus 150 Basispunkte gelegen.

Lidl und Porsche mit größten Schuldscheinen 2025

Gemessen am Volumen war der Einzelhandel der aktivste Sektor am Schuldscheinmarkt 2025. Das Segment zeichnete laut Helaba Research für rund 18 Prozent des Volumens verantwortlich, darunter auch den größten Deal des Jahres: Der Discount-Riese Lidl emittierte im März einen Schuldschein über 1,3 Milliarden Euro, gefolgt von der Porsche Holding (950 Millionen Euro) und dem Luxemburger Stahlkonzern Arcelormittal (700 Millionen Euro). Insgesamt wurden laut LSEG im vergangenen Jahr 98 neue Schuldscheine platziert, 2024 waren es 93.

„Neben der regen Aktivität von Emittenten aus der DACH-Region nutzten insbesondere Emittenten aus Frankreich und Italien den Schuldscheinmarkt für (Re-)Finanzierungszwecke“, ergänzt Lohle von der Deutschen Bank. Laut Helaba-Daten wurde 2025 knapp ein Drittel des gesamten Platzierungsvolumens von nicht-deutschen Corporates getätigt. Erneut rückläufig waren hingegen ESG-Transaktionen, deren Anteil sich laut ING-Banker Pahle angebotsseitig auf unter 10 Prozent belief und die somit nur noch einen Nischenplatz einnahmen.

Optimistischer Ausblick für das Schuldscheinjahr 2026

Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet Deutschbanker Lohle, dass der Schuldscheinmarkt für traditionelle Mid-Cap-Namen eine verlässliche und aufnahmefähige Finanzierungsquelle bleibt: „Ein potentieller Treiber der Emissionstätigkeit könnte neben den anstehenden Fälligkeiten der erwartete Anstieg der Aktivitäten im M&A-Markt mit den entsprechenden Finanzierungsbedarfen sein.“

Nach Einschätzung von Klaus Pahle wird der Schuldschein 2026 im Wachstumsmodus bleiben: „Volumentechnisch erwarten wir einen Anstieg auf über 25 Milliarden Euro, insbesondere getrieben durch die Internationalisierung der Emittentenbasis.“

Bookrunners: LBBW, Helaba und Commerzbank vorne

Bei den Bookrunners im Schuldscheinmarkt führte auch 2025 kein Weg an der LBBW vorbei. Mit einem Marktanteil von knapp 24 Prozent (46 Deals) liegt sie mit großem Abstand auf Platz 1.

Das Verfolgerfeld wird mit der Helaba (11 Prozent/27 Deals) ebenfalls von einer Landesbank angeführt. Auf Rang 3 folgt die Commerzbank, knapp dahinter liegen Unicredit, DZ Bank, BNP Paribas und BayernLB.

Info

Hier können Sie das neue FINANCE-Schuldschein-Update herunterladen.

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Finanzierungen: Henkel, Traton, Amprion https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-henkel-traton-amprion-233948/ Mon, 12 Jan 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=233948 Henkel goes China: Die Düsseldorfer haben ihren ersten Panda Bond emittiert. Foto: HJBC – stock.adobe.com

Henkel emittiert erstmals einen Panda Bond, Traton eröffnet den Anleihemarkt 2026 und Amprion emittiert milliardenschwere Green Bonds – der wöchentliche Finanzierungsticker.

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Henkel goes China: Die Düsseldorfer haben ihren ersten Panda Bond emittiert. Foto: HJBC – stock.adobe.com

Henkel emittiert erstmals einen Panda Bond, Traton eröffnet den Anleihemarkt 2026 und Amprion emittiert milliardenschwere Green Bonds – der wöchentliche Finanzierungsticker.

Henkel begibt ersten Panda Bond

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel hat Anfang Januar zum ersten Mal den chinesischen Anleihemarkt angezapft. Der Panda Bond hat ein Volumen in Höhe von 1,5 Milliarden Renminbi, was rund 200 Millionen Euro entspricht. Die Laufzeit beträgt drei Jahre. Insgesamt hat das Panda-Anleiheprogramm von Henkel ein Gesamtvolumen von 15 Milliarden Renminbi (rund 1,85 Milliarden Euro). Begleitet wurde die Debüttransaktion von Deutscher Bank, Bank of China und Standard Chartered.

Traton eröffnet Bondmarkt 2026

Der Nutzfahrzeug- und Bushersteller Traton hat am 5. Januar den europäischen Corporate-Bondmarkt mit einer Benchmark-Emission ins Rollen gebracht. Die Münchener sammelten 750 Millionen Euro ein, ursprünglich war nur ein Volumen von 500 Millionen Euro geplant. Das Orderbuch habe in der Spitze bei über 3,2 Milliarden Euro gelegen, teilte Traton auf Anfrage der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer mit. Der Bond, der drei Jahre und vier Monate läuft, wird mit 3,25 Prozent verzinst. Lead Manager waren BNP Paribas, Bank of America und LBBW.

Amprion emittiert milliardenschwere Green Bonds

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat Green Bonds über insgesamt 2,6 Milliarden Euro begeben. Das Volumen verteilt sich auf drei Tranchen: Die erste Tranche mit einem Volumen von 700 Millionen Euro hat eine Laufzeit von fünf Jahren und trägt einen Zinskupon von 3,162 Prozent, die zweite ist 1 Milliarde Euro schwer, läuft zwölf Jahre und wird mit 4,072 Prozent verzinst, während die dritte ein Volumen von 900 Millionen Euro, eine Laufzeit bis 2031 sowie einen Kupon von 4,58 Prozent aufweist.

Die Anleihen wurden im Rahmen des 25 Milliarden Euro umfassenden Anleihe-Emissions-Programms von Amprion emittiert. Es handelt sich um die bis dato größte Transaktion in der Unternehmensgeschichte der Dortmunder.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Münchener Triebwerksspezialist MTU Aero Engines hat eine neue Wandelanleihe im Volumen von 600 Millionen Euro platziert. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre und sechs Monate, die Papiere werden nicht verzinst. Das Volumen verteilt sich auf 6.000 Wandelschuldverschreibungen mit einem Nennwert von je 100.000 Euro. Die Anleihen sind wandelbar in neue sowie bestehende Stammaktien von MTU Aero Engines. Die anfängliche Wandlungsprämie wurde auf 47,5 Prozent festgelegt. Investoren, die die Wandelanleihe bis zum Laufzeitende halten, bekommen 105 Prozent des Nennbetrags zurückgezahlt, was einer Rendite von 0,651 Prozent entspricht. 

Das Energie- und Infrastrukturunternehmen Wemag hat von der Europäischen Investitionsbank (EIB) ein Darlehen in Höhe von 220 Millionen Euro gewährt bekommen. Damit kann das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mehr als ein Drittel der für die kommenden vier Jahre geplanten Netzinvestitionen von Wemag in Mecklenburg-Vorpommern finanzieren.

Der Schweizer Immobilienkonzern Mobimo hat einen Green Bond im Volumen von 155 Millionen Schweizer Franken (rund 166 Millionen Euro) platziert. Das Papier wird mit einem fixen Kupon von 1,35 Prozent verzinst und läuft bis März 2034. Raiffeisen Schweiz, UBS Investment Bank und Zürcher Kantonalbank fungierten als Joint Lead Managers für Mobimo.

Die auf Modehandel spezialisierte B2B-Plattform Smatch hat im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 7,3 Millionen Euro eingesammelt. Es beteiligten sich diverse Investoren aus der Modebranche, darunter Noel Kinder, ehemaliger CSO von Nike, sowie Nigel Griffiths, ehemaliger SVP Global Sales bei Adidas.

Rating-Meldungen

Scope hat Mercedes-Benz von „A+“ auf „A“ heruntergestuft. Den Ausblick hob die Ratingagentur von negativ auf stabil an.

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So hat CFO Stephan Grunwald den DFB finanziell saniert https://www.finance-magazin.de/cfo/fussball-finanzen/so-hat-sich-der-cfo-stephan-grunwald-den-dfb-finanziell-saniert-232503/ Mon, 15 Dec 2025 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=232503 Stephan Grunwald blickt auf eine intensive erste Amtszeit als DFB-CFO zurück. Foto: Thomas Boecker/DFB

Der DFB hat sich nach schwierigen Jahren unter CFO Stephan Grunwald finanziell neu aufgestellt. Wer ist der Mann, der die Finanzen des weltweit größten Sportverbandes leitet?

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Stephan Grunwald blickt auf eine intensive erste Amtszeit als DFB-CFO zurück. Foto: Thomas Boecker/DFB

Der DFB hat sich nach schwierigen Jahren unter CFO Stephan Grunwald finanziell neu aufgestellt. Wer ist der Mann, der die Finanzen des weltweit größten Sportverbandes leitet?

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Deutsche Bank setzt sich im Corporate Banking hohe Ziele https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/deutsche-bank-setzt-sich-im-corporate-banking-hohe-ziele-231209/ Mon, 17 Nov 2025 16:11:12 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=231209 Die Deutsche Bank setzt mit ihrem neuen Firmenkunden-Führungsduo Michael Diederich und Ole Matthiessen auf Angriff. Foto: Anselm – stock.adobe.com

25 Prozent mehr Einnahmen in drei Jahren: Die Deutsche Bank legt für das Führungsduo im Firmenkundengeschäft ehrgeizige Ziele fest. Bei der Umsetzung setzt sie auch auf das Fiskalpaket der Bundesregierung.

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Die Deutsche Bank setzt mit ihrem neuen Firmenkunden-Führungsduo Michael Diederich und Ole Matthiessen auf Angriff. Foto: Anselm – stock.adobe.com

25 Prozent mehr Einnahmen in drei Jahren: Die Deutsche Bank legt für das Führungsduo im Firmenkundengeschäft ehrgeizige Ziele fest. Bei der Umsetzung setzt sie auch auf das Fiskalpaket der Bundesregierung.

Die Deutsche Bank hat bei ihrem Investorentag am heutigen Montag die Wachstumsziele für die nächsten drei Jahre ausgerufen. Bis 2028 will das Geldhaus seine Gesamterträge von derzeit 32 Milliarden Euro auf rund 37 Milliarden Euro jährlich steigern. Die Eigenkapitalrendite soll sich im selben Zeitraum von 10 auf mehr als 13 Prozent erhöhen. Dagegen sollen die Kosten gemessen an der Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) von knapp 65 auf unter 60 Prozent fallen. Zudem will die Bank bereits ab 2026 die Ausschüttungsquote an Aktionäre von bislang 50 auf 60 Prozent steigern.

Ehrgeizig sind die Pläne auch mit Blick auf das Corporate Banking: In der Präsentation von Vorstand Fabrizio Campelli ist die Rede davon, bis 2028 ein europäisches „Cross-border Powerhouse“ zu schaffen. Dafür sollen bis 2028 die Umsätze mit Firmenkunden, die sich 2025 voraussichtlich auf rund 7,4 Milliarden Euro belaufen dürften, um jährlich 8 Prozent wachsen. Im Geschäft mit Fintechs und Finanzinstituten außerhalb des Banksektors will der deutsche Branchenprimus die Einnahmen um 15 Prozent steigern. Im Business Banking plant das Geldhaus, 200.000 neue Kunden zu gewinnen.

Deutsche Bank will von Fiskalpaket des Bundes profitieren

Für das deutsche Firmenkundengeschäft strebt die Deutsche Bank ein Wachstum von 25 Prozent bis 2028 an. Profitieren will sie vor allem von den geplanten Fiskalimpulsen der Bundesregierung in den Bereichen Infrastruktur und Rüstung. Campelli sieht die Bank auf diesen Feldern als eine der Top-Adressen unter den Geldhäusern. Von den bis 2028 insgesamt erwarteten zusätzlichen Erträgen in Höhe von rund 5 Milliarden Euro plant sie, etwa 2 Milliarden Euro auf dem deutschen Heimatmarkt zu erzielen.

Außerdem setzt Campelli, als Vorstand zuständig für die Bereiche Corporate Bank und Investment Bank, auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen beiden Segmenten. Unter anderem soll das Devisengeschäft der Investmentbank allen Kunden der Corporate Bank zur Verfügung stehen. Auch ein einheitliches „Client-Relationship-Management“-System soll die bestehenden zehn getrennten ersetzen. Die CIR soll in beiden Bereichen unter Campellis Führung auf unter 55 Prozent sinken.

Profitieren könnte die Deutsche Bank potentiell auch durch einen Zusammenschluss von Commerzbank und Unicredit. Dadurch könnte sie neue Kunden gewinnen und weiteres Kredit- und Provisionsgeschäft anziehen. Ob und wann es zu einer Fusion kommt, ist derzeit aber völlig unklar.

Diederich und Matthiessen: Neues Führungsduo muss liefern

Die neue Wachstumsstrategie folgt nur wenige Tage, nachdem die Deutsche Bank die Führung ihres Firmenkundengeschäfts neu geordnet hat: Ole Matthiessen wurde zum 1. Januar zum Co-Leiter der Unternehmensbank ernannt. Der bisherige Chef des globalen Cash Managements folgt dann auf David Lynne, der nach 30 Jahren bei der Bank in den Ruhestand geht.

Erst zum Oktober hat Ex-FC-Bayern-CFO Michael Diederich seine Position als Co-Leiter der Unternehmensbank angetreten. Das neue Führungsduo wird künftig gemeinsam von Frankfurt aus agieren, was als Zeichen der Rückkehr der Bank zu ihren Wurzeln interpretiert werden kann.

Vorstand Campelli hob diese Personalien als Beispiel für den verstärkten Fokus auf das deutsche Firmenkundengeschäft hervor. Dieses unerwartete Duo muss also schnell die Ärmel hochkrempeln. Denn es sieht sich mit neuen Zielen in dem eigentlich saturierten Markt des Corporate Bankings konfrontiert.

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Finanzierungen: Tennet Germany, TKMS, Bertelsmann https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-tennet-germany-tkms-bertelsmann-229261/ Mon, 27 Oct 2025 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=229261 Tennet Deutschland hat eine milliardenschwere Bankfinanzierung abgeschlossen. Foto: TenneT TSO GmbH

Milliardenschwere RCF für Tennet Germany, IPO der Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS und eine neue Benchmark-Anleihe von Bertelsmann – der wöchentliche Finanzierungsticker.

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Tennet Deutschland hat eine milliardenschwere Bankfinanzierung abgeschlossen. Foto: TenneT TSO GmbH

Milliardenschwere RCF für Tennet Germany, IPO der Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS und eine neue Benchmark-Anleihe von Bertelsmann – der wöchentliche Finanzierungsticker.

Tennet Germany sichert sich RCF über 12 Milliarden Euro

Der Bayreuther Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany hat die Syndizierung einer revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 12 Milliarden Euro abgeschlossen. Das bereits im September mit BNP Paribas, Deutsche Bank, ING und Unicredit aufgesetzte Bankenkonsortium wurde um 17 weitere internationale Banken erweitert. Insgesamt sind somit nun 21 Banken aus Europa, Japan und den USA beteiligt.

Die Kreditfazilität hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die Finanzierung dient Tennet Deutschland als Standby-Backup-Liquiditätsreserve und soll die finanzielle Flexibilität des Unternehmens erhöhen.

Börsendebüt der Thyssenkrupp-Tochter TKMS glückt

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp hat seine Marinesparte Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht. Im Zuge der Abspaltung wurden 49 Prozent der Kommanditaktien der TKMS AG & Co. KGaA an die bestehenden Aktionäre der Thyssenkrupp AG übertragen. Die Thyssenkrupp AG behält eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent.

Bislang ist die TKMS-Börsenstory ein Erfolg: Seit dem IPO am 20. Oktober hat die Aktie rund 20 Prozent zugelegt. Die Verselbstständigung von TKMS ist Teil des für die kommenden Jahre geplanten Konzernumbaus von Thyssenkrupp.

Bertelsmann emittiert 750 Millionen Euro schweren Bond

Der Medienkonzern Bertelsmann hat eine neue Anleihe im Volumen von 750 Millionen Euro emittiert. Die Laufzeit beträgt acht Jahre, der fixe Kupon liegt bei 3,375 Prozent. Der Erlös dient den Güterslohern allgemeinen Unternehmenszwecken, einschließlich der Finanzierung eines Rückkaufangebots für eine bestehende Hybridanleihe über 600 Millionen Euro. Letztere ist mit einem Kupon von 3,5 Prozent ausgestattet und kann im Jahr 2027 erstmals gekündigt werden.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Die All for One Group hat ein neues Schuldscheindarlehen platziert. Das geplante Platzierungsvolumen wurde infolge guter Nachfrage von 30 auf 56,5 Millionen Euro erhöht. Die Verzinsung der Tranchen liege am unteren Ende der Vermarktungsspanne, teilte der Filderstädter IT-Dienstleister mit. LBBW und Helaba begleiteten die Schuldscheinplatzierung.

Der Online-Apotheker Docmorris hat eine neue Wandelanleihe im Volumen von 49,6 Millionen Schweizer Franken emittiert. Der Bond wird 2028 fällig, der Kupon liegt bei 3 Prozent und ist halbjährlich zahlbar. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 6,54 Schweizer Franken, was einer Prämie von 20 Prozent gegenüber dem Referenzpreis entspricht. Mit der Transaktion will Docmorris eine im kommenden Jahr fällig werdende Wandelanleihe refinanzieren. Letztere hat ein Volumen von 95 Millionen Schweizer Franken, wovon mit 87,6 Millionen Franken der Löwenanteil noch ausstehend ist.

Der Konzertveranstalter Deag hat eine neue Anleihe im Volumen von 75 Millionen Euro emittiert. Das Papier läuft bis 2029 und wird mit einem festen jährlichen Zinssatz von 7,75 Prozent verzinst. Mit den Erlösen refinanziert Deag eine 2023 begebene Unternehmensanleihe, die im nächsten Jahr fällig wird.

Der österreichische Online-Marktplatzbetreiber Refurbed hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 50 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wurde von Alex Zubillaga und der Investitionsplattform Orilla angeführt. Bestehende Investoren wie Evli Growth Partners, Bonsai, Almaz, C4 Ventures und Speedinvest beteiligten sich ebenfalls. Die Investmentbank Stifel Europe begleitete die Transaktion.

Die Hochwald Gruppe hat ein neues Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Millionen Euro emittiert. Das Darlehen wurde von der Landesbank Hessen-Thüringen, der Coöperatieve Rabobank sowie der Raiffeisen Bank International arrangiert. Die Transaktion dient dem rheinland-pfälzischen Hersteller von Milchprodukten unter anderem zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten.

Die Lanserhof Group, ein europaweit aktiver Betreiber von Gesundheitsressorts, hat eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von 95 Millionen Euro, bereitgestellt bekommen. Geldgeber sind die Finanzinvestoren Altamar und King Street. Das Kapital soll den internationalen Wachstumskurs von Lanserhof unterstützen, der bereits mit der Entwicklung eines neuen Standorts in Marbella, Spanien, begonnen hat. Die Eröffnung ist für Anfang 2027 geplant.

Das oberbayerische Biotech-Unternehmen Tubulis hat eine Serie-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 308 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor war Venrock Healthcare Capital Partners. Darüber hinaus beteiligten sich unter anderem Wellington Management und Ascenta Capital an der Finanzierung. Auch Bestandsinvestoren wie Nextech Invest, EQT Life Sciences und Bayern Kapital beteiligten sich an der Runde.

Die Versicherungsgesellschaft Viridium hat erstmals eine nachrangige Tier-2-Anleihe in Höhe von 850 Millionen Euro emittiert. Der Bond hat eine Laufzeit von 10,1 Jahren und einen fixen Kupon von 4,375 Prozent.

Der Energieversorger Abo Energy hat sich eine KfW-Finanzierung für elf neue Umspannwerke gesichert. Den Konsortialkredit über 45 Millionen Euro hat die IKB Deutsche Industriebank als Bookrunner und Konsortialführer arrangiert. Zudem haben sich die Frankfurter Sparkasse sowie die Taunus Sparkasse an dem Konsortium beteiligt. Das Investitionsvolumen für die elf Umspannwerke beläuft sich auf rund 71 Millionen Euro.

Das Biotech-Unternehmen Smartbax hat in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde 4,7 Millionen Euro eingeworben. Die Runde wurde von Anobis Asset und Bayern Kapital angeführt, mit Beteiligung von Unternehmer-TUM Funding for Innovators sowie den bestehenden Investoren HTGF und Boehringer Ingelheim Venture Fund.

Die Deutsche Rohstoff AG plant die Emission einer neuen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 50 Millionen Euro. Die Laufzeit des neuen Bonds beträgt 5 Jahre, der jährliche Zinssatz beläuft sich auf 6 Prozent und wird nachträglich halbjährlich ausgezahlt. Gezeichnet werden kann die Anleihe vom 27. Oktober bis 10. November.

Die Beteiligungsplattform Chapters Group hat eine Unternehmensanleihe um 40 Millionen Euro auf nunmehr 72 Millionen Euro aufgestockt. Der Bond läuft bis 2030, ist nicht besichert und wird mit einem festen Zinssatz von 7 Prozent pro Jahr verzinst.

Rating-Meldung

Moody’s hat den Ausblick für das Rating B3 von Xella von stabil auf positiv hochgesetzt.

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