Philipp Hafner, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/kleint/?mab_v3=247564 für kluge Finanzentscheidungen Tue, 21 Jul 2026 11:43:19 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Finanzierungen: Ista, Sixt, Smag https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-ista-sixt-smag-247564/ Mon, 20 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=247564 Ista ist auf die Abrechnung von Energiekosten spezialisiert. Foto: nmann77 – stock.adobe.com

Ista hat sich ein Rating von S&P besorgt, Sixt erzielt seine bislang besten Konditionen am Bondmarkt und das Smag erlebt einen schwachen Börsenstart – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Ista ist auf die Abrechnung von Energiekosten spezialisiert. Foto: nmann77 – stock.adobe.com

Ista hat sich ein Rating von S&P besorgt, Sixt erzielt seine bislang besten Konditionen am Bondmarkt und das Smag erlebt einen schwachen Börsenstart – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Ista refinanziert Term Loan B und besorgt sich S&P-Rating

Der Essener Energiedienstleister Ista hat seine syndizierte Kreditfazilität refinanziert. Die neu abgeschlossene Linie hat ein Gesamtvolumen von 1,55 Milliarden Euro, wie Ista auf Anfrage von DerTreasurer mitteilte. Laut einem Report der Ratingagentur Moody’s sollen gut zwei Drittel des Volumens auf einen Term Loan B entfallen, der Rest auf eine Revolving Credit Facility (RCF). Damit refinanzieren die Essener unter anderem einen Term Loan B in Höhe von rund 750 Millionen Euro, der 2027 zur Fälligkeit steht. 

Anlässlich des neuen syndizierten Kredits hat S&P der Trionista SE, der Holdinggesellschaft hinter der Ista Gruppe, erstmals ein langfristiges Investment-Grade-Rating von „BBB“ mit stabilem Ausblick zugewiesen.  

Sixt mit neuer Bestmarke bei Benchmark-Anleihe

Sixt hat eine neue Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Millionen Euro begeben. Das Papier hat eine Laufzeit bis Januar 2031 und trägt einen Kupon von 3,75 Prozent. Laut Unternehmensangaben betrug der Spread bei Zuteilung 90 Basispunkte, was die bislang günstigsten Konditionen in der Sixt-Geschichte seien. Das Orderbuch war mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro mehr als dreifach überzeichnet. Die Ratingagentur S&P bewertet die Anleihe mit „BBB“, was dem unteren Bereich des Investment-Grade-Spektrums entspricht. 

Die Erlöse will der Münchener Mobilitätsdienstleister vor allem in den Ausbau der Fahrzeugflotte, die Erweiterung des internationalen Standortnetzes sowie in Technologieinvestitionen stecken. Als Joint Lead Manager der Emission fungierten BayernLB, Commerzbank, Deutsche Bank, ING sowie Unicredit. 

Rüstungsunternehmen Smag stolpert an die Börse

Smag Mobile Antenna Masts ist Anfang vergangener Woche an die Frankfurter Börse gegangen und wird dort in dem KMU-Segment Scale gelistet. Das Unternehmen aus Salzgitter ist ein Hersteller von mobilen Mastsystemen für Militär- und Verteidigungsanwendungen. Der Ausgabepreis der Aktie betrug 46 Euro und spülte Smag rund 30 Millionen Euro brutto in die Kasse.  

Das Papier geriet allerdings gleich zu Beginn massiv unter Druck: Allein am ersten Handelstag fiel der Preis um rund 40 Prozent. Zum Ende der Woche betrug das Kursminus immer noch knapp 10 Prozent. 

Weitere Finanzierungsmeldungen

Europäische Rüstungs-Start-ups sammeln weiter große Summen ein: Helsing hat eine neue Series-E-Runde über 1,8 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, was umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro entspricht. Die Bewertung des 2021 gegründeten Münchener Drohnen- und Softwareherstellers steigt damit auf 18 Milliarden US-Dollar (etwa 15,7 Milliarden Euro). Zu den Investoren zählen unter anderem Growth Equity at Goldman Sachs Alternatives, JP Morgan Chase und Stepstone. Die Finanzierungsrunde folgt wenige Monate nach dem Amtsantritt von CFO Anita Szarek. 

Der Online-Autoteilehändler Autodoc hat sich erstmals auf den institutionellen Kreditmarkt begeben und ein Finanzierungspaket von insgesamt 580 Millionen Euro gesichert. Das Kernstück bildet ein Term Loan B über 530 Millionen Euro mit siebenjähriger Laufzeit und einem Zinssatz von 3,5 Prozent. Ergänzend wurde eine revolvierende Kreditfazilität (RCF) über 50 Millionen Euro zu 3 Prozent mit einer Laufzeit von sechseinhalb Jahren vereinbart. Mit dem frischen Kapital aus dem Term Loan B will Autodoc den Rückkauf von Aktien der Autodoc SE finanzieren, die zurzeit noch vom Private-Equity-Investor Apollo gehalten werden,sowie zur Begleichung der mit der Transaktion verbundenen Gebühren und Aufwendungen. Die Transaktion dient der Neustrukturierung der Gruppe: Mit dem Kapital wurde die Autodoc Holding SE als neue Konzernmutter gegründet. Alleinige Eigentümerin der Holding ist Autotech, die Investmentgesellschaft der drei Autodoc-Gründer.

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aton hat erstmals einen Schuldschein begeben. Das Unternehmen sammelte dabei 87 Millionen Euro. Das angestrebte Volumen habe aufgrund hohen Investoreninteresses übertroffen werden können, teilte Aton mit.  

Der Erdölkonzern OMV hat sich eine Finanzierung bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) gesichert. Die Fazilität hat ein Volumen in Höhe von 450 Millionen Euro und dient dem Bau einer neuen Produktionsstätte von grünem Wasserstoff südlich von Wien. 

Eurogrid, die Muttergesellschaft des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz, hat einen EU Green Bond mit Fälligkeit 2040 um 104 Millionen Euro aufgestockt.Die zusätzlichen Mittel sollen für Investitionen in die Stromnetzinfrastruktur genutzt werden. Der ursprüngliche Bond wurde im Herbst 2025 als Teil der ersten Emission eines EU Green Bond nach dem neuen europäischen Standard durch ein deutsches Unternehmen begeben. Das Volumen lag damals bei 1,1 Milliarden Euro. 

Der Münchner Hersteller von Quantensensoren Forschungsingenieur QuantumDiamonds hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 91 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Die Eigenkapitalrunde von 15 Millionen Euro wurde von dem Climate-Tech-Investor World Fund angeführt, während unter anderem IQ Capital als Co-Investor beteiligt war. Zusätzlich stellen das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Freistaat Bayern 76 Millionen Euro an nicht-dilutiven Fördermitteln bereit. Mit dem frischen Kapital plant das im Jahr 2022 gegründete Start-up, seine auf Quantensensoren basierende Inspektionstechnologie für Halbleiter auszubauen. Taylor Wessing hat in diesem Zusammenhang IQ Capital rechtlich beraten. 

Das auf Quantencomputing spezialisierte Unternehmen Aqarios ist an die Börse gegangen. Das Unternehmen wählte dafür eine Spac-Transaktion, bei der die Fonterelli SPAC 4 AG als Mantelgesellschaft fungierte. Aqarios wurde 2021 als Spin-off der Ludwig-Maximilians Universität München (LMU) gegründet.  

Das auf Immobiliensoftware spezialisierte Startup Nestermind aus Zürich hat eine Seed-Finanzierungsrunde im siebenstelligen Bereich abgeschlossen. Getragen wurde diese von nicht näher genannten Investoren aus der Schweizer Immobilienbranche. Das frische Kapital fließt in die Produktentwicklung und den Ausbau des Teams. 

Rating-Meldungen

Fitch hat das Rating „BBB“ von Bayer bestätigt, der Ausblick ist unverändert negativ.  

S&P hat denAusblick für die Bonität der Commerzbank von positiv auf stabil gesenkt, das Rating liegt weiter bei „A“. 

S&P hat Trionista, der Holdinggesellschaft des Energiedienstleisters Ista, ein initiales Rating „BBB” mit stabilem Ausblick gegeben.   

]]> Tennet-CFO: „Wir werden zu den Top-3 am Euro-Anleihemarkt gehören“ https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-interviews/tennet-cfo-wir-werden-zu-den-top-3-am-euro-anleihemarkt-gehoeren-247097/ Mon, 13 Jul 2026 07:03:21 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=247097 Markus Binder ist seit Mai 2025 CFO bei Tennet Germany. Foto: Tennet Germany

Ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro, vier Tranchen und Orders von mehr als 22 Milliarden Euro: Das Anleihedebüt von Tennet Germany ist ambitioniert. Doch CFO Markus Binder will noch mehr.

]]> Markus Binder ist seit Mai 2025 CFO bei Tennet Germany. Foto: Tennet Germany

Ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro, vier Tranchen und Orders von mehr als 22 Milliarden Euro: Das Anleihedebüt von Tennet Germany ist ambitioniert. Doch CFO Markus Binder will noch mehr.

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Schuldscheinmarkt: Viel Liquidität trifft auf knappes Angebot https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/schuldscheine/schuldscheinmarkt-viel-liquiditaet-trifft-auf-knappes-angebot-246920/ Thu, 09 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=246920 Der Süßwarenspezialist Ferrero hat den einzigen Milliarden-Schuldschein im ersten Halbjahr 2026 platziert. Foto: monticellllo – stock.adobe.com

Am Schuldscheinmarkt geht es im zweiten Quartal bergauf, allerdings ist das Segment weiter mit angezogener Handbremse unterwegs. Der größte Deal kommt diesmal aus Luxemburg.

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Der Süßwarenspezialist Ferrero hat den einzigen Milliarden-Schuldschein im ersten Halbjahr 2026 platziert. Foto: monticellllo – stock.adobe.com

Am Schuldscheinmarkt geht es im zweiten Quartal bergauf, allerdings ist das Segment weiter mit angezogener Handbremse unterwegs. Der größte Deal kommt diesmal aus Luxemburg.

Am Schuldscheinmarkt wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 8,5 Milliarden Euro platziert. Damit liegt das Volumen knapp 10 Prozent über dem Niveau der ersten sechs Monate 2025. Auch die Anzahl der Deals lag mit 45 über den 37 aus dem Vorjahreszeitraum. Dies geht aus dem neuen Schuldschein-Update hervor, das das Datenanalysehaus LSEG exklusiv für FINANCE aufbereitet.

Deutlich lebhafter ging es im zurückliegenden zweiten Quartal zu, in dem 28 neue Schuldscheine im Gesamtvolumen von rund 5,9 Milliarden Euro begeben wurden. Die größte Transaktion stammte von der Luxemburger Dachgesellschaft des italienischen Süßwarenherstellers Ferrero, der im Mai 1,2 Milliarden Euro einsammelte.

Ferrero mit einzigem Milliarden-Schuldschein

Trotz der zuletzt gesteigerten Aktivitäten sehen Experten noch Luft nach oben. „Der Markt ist nach wie vor von einem anhaltendem Unterangebot gekennzeichnet“, sagt Klaus Pahle, Head of Schuldschein-Syndicate der ING in Deutschland. Die gute Nachricht sei, dass dieses Unterangebot auf eine sehr robuste Nachfrage treffe. „Das zeigt sich in deutlich überzeichneten Orderbüchern sowie in oftmals nach oben angepassten Platzierungsvolumina“, berichtet Pahle.

Neben Ferrero waren im ersten Halbjahr noch diverse weitere Unternehmen aus dem Einzelhandel mit Großtransaktionen am Markt aktiv, darunter der Discounter Lidl (850 Millionen Euro), der italienische Papierspezialist Sofidel (800 Millionen Euro) oder die Düsseldorfer Intersnack Group (700 Millionen Euro). Der Trend, wonach der Schuldschein auch bei nicht-deutschen Emittenten immer häufiger genutzt werde, sei intakt. „Wir sehen weiter viele europäische Unternehmen, die den Markt regelmäßig anzapfen beziehungsweise neu für sich entdecken, vor allem aus Frankreich, Italien, Spanien und der Schweiz“, so Pahle.

E.on und Telekom platzieren private Schuldscheine

Von den zehn größten Deals aus dem ersten Halbjahr stammen gleichwohl noch immer acht aus Deutschland. Darunter befanden sich mit E.on und Deutsche Telekom auch zwei Dax-Adressen, die ihre Schuldscheine jeweils via Private Placement platzierten. Solche Privatplatzierungen sind laut Pahle relativ selten, dennoch hätten sie in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. „Das kann für beide Seiten Sinn machen, vor allem da die Standarddokumentation eines Schuldscheins dafür ebenfalls genutzt werden kann.“

Auffallend ist laut Pahle zudem, dass mehrere deutsche Flughafenbetreiber den Markt zuletzt für sich entdeckt hätten. So haben nach Fraport und München in diesem Jahr auch die Flughafenbetreiber BER und Köln-Bonn ihre Debüts gefeiert. „Das sind Infrastrukturanbieter mit stabilen Cashflows, was gut zum Schuldschein passt“, sagt Pahle. So gut wie keine Rolle spielten momentan hingegen unverändert die herausfordernden Sektoren Immobilien und Automotive. Laut Marktteilnehmern befindet sich Dräxlmaier aktuell als Zulieferer in der Vermarktung für einen neuen Schuldschein befinde.

Bookrunner: Helaba verdrängt LBBW

Für das Gesamtjahr erwartet Pahle, dass sich der Markt über dem Vorjahresniveau bei rund 25 Milliarden Euro einpendeln wird.

Bei den Bookrunnern gibt erstmals seit längerem wieder einen Wechsel an der Spitze zu vermelden. Die Helaba hat – gemessen am Marktanteil – mit 24,3 Prozent den Platzhirsch LBBW (18 Prozent) von Platz 1 verdrängt. Nimmt man hingegen die absolute Anzahl der Deals, so geben die Stuttgarter mit 19 weiter die Richtung vor der Helaba (14 Deals) an.

Info

Hier können Sie das neue FINANCE-Schuldschein-Update herunterladen.

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So geht der Dax-Neuling Scout24 Aktienrückkäufe an https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/investor-relations/so-geht-der-dax-neuling-scout24-aktienrueckkaeufe-an-245083/ Tue, 16 Jun 2026 06:01:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=245083 Scout24 hat aktuell bereits sein neuntes Aktienrückkaufprogramm laufen. Foto: Scout24

Aktienrückkaufe liegen bei deutschen Konzernen voll im Trend. Doch die Programme sind kein Selbstläufer. Scout24-Treasurer Max-Georg Weishaupt hat sechs Tipps.

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Scout24 hat aktuell bereits sein neuntes Aktienrückkaufprogramm laufen. Foto: Scout24

Aktienrückkaufe liegen bei deutschen Konzernen voll im Trend. Doch die Programme sind kein Selbstläufer. Scout24-Treasurer Max-Georg Weishaupt hat sechs Tipps.

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Finanzierungen: Deutsche Telekom, Electrovac, Bachem https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-deutsche-telekom-electrovac-bachem-242119/ Mon, 04 May 2026 05:57:51 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242119 Die Deutsche Telekom hat neue Anleihen emittiert. Foto: doganmesut – stock.adobe.com

Die Telekom begibt milliardenschwere Bonds, dem Rüstungszulieferer Electrovac gelingt der IPO und Bachem sichert sich eine RCF – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Die Deutsche Telekom hat neue Anleihen emittiert. Foto: doganmesut – stock.adobe.com

Die Telekom begibt milliardenschwere Bonds, dem Rüstungszulieferer Electrovac gelingt der IPO und Bachem sichert sich eine RCF – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Deutsche Telekom sammelt 1,5 Milliarden Euro ein

Die Deutsche Telekom hat zwei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro platziert. Die erste Tranche über 750 Millionen Euro hat eine siebenjährige Laufzeit und wird mit 3,375 Prozent verzinst. Die zweite Tranche ist ebenfalls 750 Millionen Euro schwer, läuft bis 2038 und trägt einen Kupon in Höhe von 3,875 Prozent. Für beide Tranchen mussten die Bonner eine Neuemissionsprämie von 10 Basispunkten zahlen.

Rüstungszulieferer Electrovac geht an die Börse

Der nächste deutsche Börsengang ist vollzogen: Seit dem 30. April notiert die Aktie von Electrovac, ein Spezialist für hermetische Gehäuse aus Bayern, im Prime Standard der Frankfurter Börse. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf Basis des Ausgabepreises von 7,80 Euro auf rund 125 Millionen Euro. Der Erstkurs der Aktie lag mit 7,50 Euro leicht unter dem Ausgabepreis. Electrovac beliefert mit seinen Produkten auch die Rüstungsindustrie.

Chemiekonzern Bachem schließt RCF ab

Das Schweizer Chemieunternehmen Bachem hat sich eine revolvierende Kreditfazilität über 500 Millionen Schweizer Franken gesichert. Der Revolver hat eine Laufzeit von fünf Jahren und eine Option zur Aufstockung um 150 Millionen Schweizer Franken. Die UBS Switzerland fungierte als Lead Arranger und Agent, das Konsortium besteht aus nicht näher genannten in- und ausländischen Banken. Mit der syndizierten Kreditfazilität refinanziert Bachem seine bestehenden bilateralen Kreditlinien.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Das Berliner Immobilienunternehmen Howoge Wohnungsbaugesellschaft hat sich von der Europäischen Investitionsbank (EIB) eine Finanzierung gesichert. Es handelt sich um einen unbesicherten Kreditrahmen über 500 Millionen Euro, die für den Neubau von rund 3.200 Wohneinheiten bis zum Jahr 2029 in Berlin vorgesehen sind.

Neue Wendung im Finanzierungskrimi Baywa: Der kriselnde Agrarkonzern soll vor einem Schuldenschnitt stehen. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, sollen die Gläubigerbanken dabei auf Forderungen in Höhe von rund 1 Milliarde Euro verzichten. Dem Bericht zufolge könnten dabei auch Besserungsscheine zum Einsatz kommen. Baywas Gesamtverbindlichkeiten liegen aktuell bei mehreren Milliarden Euro, wovon 4 Milliarden Euro bis 2028 fällig werden.

Mbiomics, ein Pharma-Startup aus München, hat sich in einer Serie-A-Finanzierungsrunde insgesamt 30 Millionen Euro gesichert. An der Runde beteiligten sich mehrere Bestandsinvestoren, darunter die MIG Fonds und Bayern Kapital. Mit den Geldern will das Unternehmen seine Therapeutika für schwere und chronische Erkrankungen weiterentwickeln.

Das Stuttgarter Robotik-Start-up Sereact hat in einer neuen Finanzierungsrunde 110 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen ist auf KI-Lösungen für autonome Lager- und Produktionshallen spezialisiert und will nun in die USA expandieren.

Ratingmeldungen

Scope hat das Rating BBB- der Deutschen Lufthansa bestätigt, auch der Ausblick ist unverändert stabil.

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So ergeht es CFOs als Fulltime-Aufsichtsräte https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-karriere/so-ergeht-es-cfos-als-fulltime-aufsichtsraete-241487/ Mon, 27 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241487 Das Leben als CFO ist stark durchgetaktet. Wer selbstbestimmter arbeiten will, könnte als Fulltime-Aufsichtsrat glücklich werden. Foto: Sergey Nivens -stock.adobe.com

Kathrin Dahnke, Jan Kemper und Karin Sonnenmoser: Das sind drei CFOs, die der Finanzabteilung im besten Alter den Rücken gekehrt haben und nun als Aufsichtsräte aktiv sind. Warum?

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Das Leben als CFO ist stark durchgetaktet. Wer selbstbestimmter arbeiten will, könnte als Fulltime-Aufsichtsrat glücklich werden. Foto: Sergey Nivens -stock.adobe.com

Kathrin Dahnke, Jan Kemper und Karin Sonnenmoser: Das sind drei CFOs, die der Finanzabteilung im besten Alter den Rücken gekehrt haben und nun als Aufsichtsräte aktiv sind. Warum?

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Paradigmenwechsel in der Finanzabteilung von Mercedes-Benz https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/treasury/paradigmenwechsel-in-der-finanzabteilung-von-mercedes-benz-239304/ Tue, 07 Apr 2026 05:58:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239304 Mercedes-Stern bei Mondaufgang: Die Stuttgarter hoffen auf eine Trendwende. Foto: Trygve -stock.adobe.com

Mercedes-CFO Harald Wilhelm hat die Machtverhältnisse im strategisch wichtigen Treasury-Ressort neu verteilt. Das steckt dahinter.

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Mercedes-Stern bei Mondaufgang: Die Stuttgarter hoffen auf eine Trendwende. Foto: Trygve -stock.adobe.com

Mercedes-CFO Harald Wilhelm hat die Machtverhältnisse im strategisch wichtigen Treasury-Ressort neu verteilt. Das steckt dahinter.

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Finanzierungen: DHL Deutsche Post, Dash0, BMW https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-dhl-deutsche-post-dash0-bmw-239588/ Mon, 30 Mar 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239588 Die Deutsche Post hat zwei neue Anleihetranchen platziert. Foto: ArtmannWitte – stock.adobe.com

Die Deutsche Post ist wieder am Bondmarkt aktiv, Dash0 ist das zweite deutsche Einhorn 2026 und BMW platziert Milliarden in den USA – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

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Die Deutsche Post hat zwei neue Anleihetranchen platziert. Foto: ArtmannWitte – stock.adobe.com

Die Deutsche Post ist wieder am Bondmarkt aktiv, Dash0 ist das zweite deutsche Einhorn 2026 und BMW platziert Milliarden in den USA – die wöchentlichen Finanzierungs-News.

Deutsche Post platziert neue Anleihen

Die Deutsche Post hat zwei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,25 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Die erste Tranche hat ein Volumen von 750 Millionen Euro, wird mit 3,25 Prozent verzinst und läuft bis Dezember 2030. Die zweite Tranche in Höhe von 500 Millionen Euro hat eine Laufzeit bis Dezember 2034 und einen Zinssatz von 3,75 Prozent.

Für beide Tranchen konnte die Deutsche Post eine leicht negative Emissionsprämie von minus 4 Basispunkten erzielen. Das Orderbuch der größeren Tranche war mit 1,9 Milliarden Euro mehr als zweieinhalbfach überzeichnet. Das Orderbuch der zweiten Tranche lag bei 1,5 Milliarden Euro und war damit dreifach überzeichnet.

Dash0 ist das zweite deutsche Einhorn 2026

Das erst 2023 in Deutschland gegründete Start-up Dash0 hat eine Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 110 Millionen US-Dollar (rund 95 Millionen Euro) abgeschlossen. Damit erreicht das Unternehmen eine Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar und steigt damit als zweites deutsches Start-up in diesem Jahr in die Riege der Einhörner auf.

Die Finanzierungsrunde wurde von Balderton Capital angeführt. Weitere neue Investoren sind DTCP Growth sowie bestehende Geldgeber wie Accel, Cherry Ventures und DIG Ventures. Auch strategische Partner wie July Fund und die Deutsche Telekom über T.Capital beteiligen sich an der Runde.

Mit dem frischen Kapital steigt die Gesamtfinanzierung von Dash0 auf 155 Millionen US-Dollar. Das Start-up, das seinen Hauptsitz mittlerweile nach New York verlegt hat, hat eine KI-native Observability-Plattform entwickelt. Die Plattform ist darauf spezialisiert, die Überwachung von Cloud-Anwendungen, Infrastrukturen und Microservices zu vereinfachen. Mit dem Kapital aus der Finanzierungsrunde will Dash0 nun seine Plattform zur nächsten Evolutionsstufe von Observability-Systemen weiterentwickeln.

BMW platziert Milliarden in den USA

Der Automobilkonzern BMW hat über seine US-Gesellschaft BMW US Capital fünf neue Anleihetranchen in den USA platziert. Das Gesamtvolumen der Emission beläuft sich auf 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,2 Milliarden Euro). Die Laufzeiten der Tranchen liegen zwischen zwei und sieben Jahren.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Paul Tech, ein Spezialist für digitale Gebäudetechnik und eine Beteiligung des Private-Equity-Investors Hannover Finanz, hat eine Kreditfazilität über 40 Millionen Euro mit einem internationalen Finanzinvestor abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt zweieinhalb Jahre. Die Mittel sollen das Unternehmenswachstum fördern und zur Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten genutzt werden. Das Closing der Transaktion stehe noch unter aufschiebenden Bedingungen, teile Paul Tech am vergangenen Dienstag mit. Zudem plane die Gesellschaft, im Laufe des Jahres eine Kapitalerhöhung zur Rückzahlung der ausstehenden Unternehmensanleihe in Höhe von 35 Millionen Euro durchzuführen.

Die Münchener Tengelmann-Gruppe holt laut einem Bericht der „Financial Times“ frühere Pläne für einen Börsengang ihrer Einzelhandelstöchter Obi und Kik wieder aus der Schublade. Für die beiden Unternehmen stehe eine kombinierte Bewertung von 2 Milliarden US-Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) im Raum, berichtete die Zeitung am vergangenen Mittwoch unter Berufung auf zwei mit der Situation vertraute Personen. Tengelmann habe demnach bereits Banken damit beauftragt, Pläne auszuarbeiten, die bereits in diesem Jahr eine Ausgliederung von Einzelhandelsaktiva wie dem Baumarkt Obi und der Discounterkette Kik vorsehen könnten. Tengelmann teilte gegenüber der „Financial Times“ mit, sich grundsätzlich nicht zu Spekulationen zu äußern.

Das Bochumer Industrial-AI-Startup Deeplify hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 2 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist D11Z Ventures. Deeplify ist auf KI-Software für sicherheitskritische Inspektionen in den Sektoren Energie, Chemie und Industrie spezialisiert.

Rating-Meldungen

S&P hat erstmals ein Rating für Tennet Germany vergeben. Die Agentur bewertet das Unternehmen mit „BBB+“ und stabilem Ausblick.

Moody’s hat das „Baa1“-Rating von Rheinmetall bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv geändert.

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Finanzierungen: ZF Friedrichshafen, Infineon, Quantum Systems https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/finanzierungsticker/finanzierungen-zf-friedrichshafen-infineon-quantum-systems-236716/ Mon, 16 Feb 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=236716 Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat 1 Milliarde Euro am Anleihemarkt eingesammelt. Foto: VanderWolf Images – stock.adobe.com

ZF Friedrichshafen beschafft sich frisches Geld, Infineon refinanziert zwei M&A-Deals und Quantum Systems wird von Deutscher Bank und Commerzbank finanziert. Der wöchentliche Finanzierungsticker.

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Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat 1 Milliarde Euro am Anleihemarkt eingesammelt. Foto: VanderWolf Images – stock.adobe.com

ZF Friedrichshafen beschafft sich frisches Geld, Infineon refinanziert zwei M&A-Deals und Quantum Systems wird von Deutscher Bank und Commerzbank finanziert. Der wöchentliche Finanzierungsticker.

ZF sammelt 1 Milliarde Euro ein

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat eine neue Anleihe im Volumen von 1 Milliarde Euro und einer Laufzeit von sechs Jahren emittiert. Das Orderbuch lag in der Spitze bei rund 3,3 Milliarden Euro, wie ZF-CFO Michael Frick auf Linkedin mitteilte. Der Bond trägt einen Kupon von 5,5 Prozent, eine Neuemissionsprämie musste ZF nicht zahlen.

Laut Frick stellt sich ZF mit dem neuen Kupon um 1,5 Prozentpunkte besser im Vergleich zur vorherigen Euro-Anleihe des Unternehmens. Insgesamt wertet der CFO die erfolgreiche Emission als positives Signal für den schwer kriselnden Autozulieferer.

Infineon refinanziert M&A-Deals Marvell & AMS Osram

Der Münchener Halbleiterhersteller Infineon hat neue Unternehmensanleihen im Volumen von 2 Milliarden Euro platziert. Die Emission besteht aus drei festverzinslichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten: eine fünfjährige Tranche über 750 Millionen Euro mit einem Kupon von 3 Prozent, eine achtjährige Tranche über 750 Millionen Euro zu 3,5 Prozent sowie eine elfjährige Tranche über 500 Millionen Euro, die mit 3,75 Prozent verzinst wird.

Mit den frischen Geldern refinanziert Infineon zum einen anstehende Fälligkeiten im laufenden Jahr, zum anderen die Euro-Bankkredite, die die Münchener im Zuge der M&ADeals des Automotive-Ethernet-Geschäfts von Marvell und der geplanten Übernahme des nicht-optischen Geschäfts von AMS Osram aufgenommen haben.

Deutsche und Commerzbank finanzieren Quantum Systems

Der bayerische Drohnenhersteller Quantum Systems hat erstmals eine Finanzierung unter Beteiligung mehrerer Geschäftsbanken abgeschlossen. Die Kreditlinie in Höhe von 150 Millionen Euro wird von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der Deutschen Bank, der Commerzbank sowie der KfW bereitgestellt. Rund die Hälfte des Volumens kommt von der EIB, die Quantum Systems bereits 2021 eine Tranche über 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Münchener Apothekendienstleister Noventi hat seinen Konsortialkredit in Höhe von 1,2 Milliarden Euro refinanziert. Das Bankenkonsortium wird von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank geführt. CFC Corporate Finance Contor war beratend tätig. Noventi hat sich in den vergangenen Jahren umfassend saniert und nach eigenen Angaben nun den Turnaround geschafft.

Das Kosmetikunternehmen LR Health & Beauty hat sich mit den Investoren seines 2024 emittierten Nordic Bonds auf eine Restrukturierung der Anleihe geeignet. Der Deal sieht eine frische Kapitalzufuhr von 20 Millionen Euro für das Ahlener Unternehmen vor. Im Gegenzug soll die Schuldenstruktur der Gesellschaft erheblich reduziert und restrukturiert werden.

Rating-Meldung

Fitch hat das Rating A+ von Siemens bestätigt, der Ausblick ist unverändert stabil.

]]> Endspurt hievt Schuldscheinmarkt über 20-Milliarden-Euro-Marke https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/schuldscheine/endspurt-hievt-schuldscheinmarkt-ueber-20-milliarden-euro-marke-233973/ Mon, 12 Jan 2026 07:01:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=233973 Die Supermarktkette Edeka hat neben Asklepios Kliniken den größten Schuldschein im vierten Quartal 2025 platziert. Foto: Schneestarre – stock.adobe.com

Trotz boomender Anleihemärkte setzten überraschend viele Corporates 2025 auf den Schuldschein. Im vierten Quartal gaben gleich vier deutsche Emittenten den Ton an.

]]> Die Supermarktkette Edeka hat neben Asklepios Kliniken den größten Schuldschein im vierten Quartal 2025 platziert. Foto: Schneestarre – stock.adobe.com

Trotz boomender Anleihemärkte setzten überraschend viele Corporates 2025 auf den Schuldschein. Im vierten Quartal gaben gleich vier deutsche Emittenten den Ton an.

Wer hätte das gedacht? Nach einem sehr schwachen Auftaktquartal 2025 hat sich der Schuldscheinmarkt im Jahresverlauf noch berappelt: Am Ende lag das insgesamt emittierte Volumen mit 21,77 Milliarden Euro rund 10 Prozent über dem Vorjahresniveau in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro. Dies geht aus dem neuen FINANCE-Schuldschein-Update hervor, das das Datenanalysehaus LSEG exklusiv für FINANCE aufbereitet.

Dazu trug ein lebhaftes viertes Quartal bei: So wurden in den Monaten Oktober bis Dezember Schuldscheine über insgesamt knapp 7 Milliarden Euro neu platziert, was in etwa dem Niveau des Vorquartals entspricht. Die größten Transaktionen stammten von der Zentralgesellschaft der Edeka-Gruppe sowie dem Klinikbetreiber Asklepios mit jeweils 600 Millionen Euro, gefolgt von Deutscher Telekom (517 Millionen Euro) und Springer Nature, die mit 500 Millionen Euro die größte Debüttransaktion 2025 auflegten.

„Der Schuldscheinmarkt hat die Erwartungen übertreffen können“, sagt Klaus Pahle, Head of Schuldschein-Syndicate der ING in Deutschland. Trotz einer spürbaren Zurückhaltung zum Jahresbeginn aufgrund von politischen Unsicherheiten sowie einer schwachen Konjunktur, insbesondere in Deutschland, habe die Emissionstätigkeit ab Mitte des Jahres und zum Jahresende 2025 deutlich angezogen, so Pahle.

Gutes Schuldscheinjahr trotz Anleihe-Boom

Das Ergebnis ist auch deshalb bemerkenswert, da der europäische Corporate-Bondmarkt 2025 mit rund 550 Milliarden Euro einen neuen Emissionsrekord verzeichnete. Der bisherige Höchststand hatte bei etwa 500 Milliarden Euro im Corona-Jahr 2020 gelegen. „Die nachhaltig stabilen Anleihemärkte boten Emittenten, die mit einem expliziten Investmentgrade-Rating aufwarten konnten, durchgehend günstigere Finanzierungskosten als der Schuldscheinmarkt“, ordnet Carsten Lohle, Co-Leiter DCM in der Unternehmensbank der Deutschen Bank, ein. Mit wenigen Ausnahmen hat es solche Adressen demzufolge 2025 nicht in den Schuldscheinmarkt gezogen.

Laut ING-Banker Pahle seien Anleihen für Unternehmen im BBB-Bereich zeitweise im Schnitt bis zu 40 Basispunkte attraktiver bepreist gewesen als Schuldscheine. Bei Letzteren habe es konditionsseitig im vergangenen Jahr übrigens kaum Bewegung gegeben: „Das Spread-Niveau blieb über das Jahr 2025 betrachtet stabil und zeigte keine größeren Schwankungen“, sagt Lohle. So habe das Pricing für Unternehmen mit einem angenommenen BBB-Rating für einen fünfjährigen Schuldschein im Schnitt bei Mid Swap plus 150 Basispunkte gelegen.

Lidl und Porsche mit größten Schuldscheinen 2025

Gemessen am Volumen war der Einzelhandel der aktivste Sektor am Schuldscheinmarkt 2025. Das Segment zeichnete laut Helaba Research für rund 18 Prozent des Volumens verantwortlich, darunter auch den größten Deal des Jahres: Der Discount-Riese Lidl emittierte im März einen Schuldschein über 1,3 Milliarden Euro, gefolgt von der Porsche Holding (950 Millionen Euro) und dem Luxemburger Stahlkonzern Arcelormittal (700 Millionen Euro). Insgesamt wurden laut LSEG im vergangenen Jahr 98 neue Schuldscheine platziert, 2024 waren es 93.

„Neben der regen Aktivität von Emittenten aus der DACH-Region nutzten insbesondere Emittenten aus Frankreich und Italien den Schuldscheinmarkt für (Re-)Finanzierungszwecke“, ergänzt Lohle von der Deutschen Bank. Laut Helaba-Daten wurde 2025 knapp ein Drittel des gesamten Platzierungsvolumens von nicht-deutschen Corporates getätigt. Erneut rückläufig waren hingegen ESG-Transaktionen, deren Anteil sich laut ING-Banker Pahle angebotsseitig auf unter 10 Prozent belief und die somit nur noch einen Nischenplatz einnahmen.

Optimistischer Ausblick für das Schuldscheinjahr 2026

Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet Deutschbanker Lohle, dass der Schuldscheinmarkt für traditionelle Mid-Cap-Namen eine verlässliche und aufnahmefähige Finanzierungsquelle bleibt: „Ein potentieller Treiber der Emissionstätigkeit könnte neben den anstehenden Fälligkeiten der erwartete Anstieg der Aktivitäten im M&A-Markt mit den entsprechenden Finanzierungsbedarfen sein.“

Nach Einschätzung von Klaus Pahle wird der Schuldschein 2026 im Wachstumsmodus bleiben: „Volumentechnisch erwarten wir einen Anstieg auf über 25 Milliarden Euro, insbesondere getrieben durch die Internationalisierung der Emittentenbasis.“

Bookrunners: LBBW, Helaba und Commerzbank vorne

Bei den Bookrunners im Schuldscheinmarkt führte auch 2025 kein Weg an der LBBW vorbei. Mit einem Marktanteil von knapp 24 Prozent (46 Deals) liegt sie mit großem Abstand auf Platz 1.

Das Verfolgerfeld wird mit der Helaba (11 Prozent/27 Deals) ebenfalls von einer Landesbank angeführt. Auf Rang 3 folgt die Commerzbank, knapp dahinter liegen Unicredit, DZ Bank, BNP Paribas und BayernLB.

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