Esra Laubach https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/esra-laubach/?mab_v3=237020 für kluge Finanzentscheidungen Thu, 19 Feb 2026 07:37:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 FINANCE Podcast & TV – Strategien, Insider-Tipps, Erfolgsstorys https://www.finance-magazin.de/finance-podcast-tv-strategien-insider-tipps-erfolgsstorys-237020/ Thu, 19 Feb 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=237020 Ob im Auto, beim Sport oder zwischen zwei Meetings: FINANCE Podcast & TV. Foto: Jannis Triebkorn

In eigener Sache: Wir haben die FINANCE Podcast- und TV-Welt auf ein neues Level gehoben! Ob Marktanalysen oder Karrieretipps – mit unseren Formaten zum Anschauen und Anhören bleiben Sie up-to-date.

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Ob im Auto, beim Sport oder zwischen zwei Meetings: FINANCE Podcast & TV. Foto: Jannis Triebkorn

In eigener Sache: Wir haben die FINANCE Podcast- und TV-Welt auf ein neues Level gehoben! Ob Marktanalysen oder Karrieretipps – mit unseren Formaten zum Anschauen und Anhören bleiben Sie up-to-date.

Wie führt man sein Unternehmen durch die Krise? Wie verändert KI die Jobs in der Finanzabteilung? Was macht einen guten CFO aus? Und wie entwickelt sich das Börsenjahr? Das und vieles, vieles mehr sind Fragen, die die Corporate-Finance-Welt umtreiben.

Und genau hier setzt FINANCE Podcast und TV an. Mit vier spezialisierten Formaten bietet die FINANCE-Redaktion eine umfassende Audio- und Video-Welt für alle, die in der Unternehmenswelt erfolgreich sein wollen – zugeschnitten auf unterschiedliche Karrierestufen und Themenschwerpunkte.

Die FINANCE Podcast- und TV-Welt ist damit eine einzigartige Kombination aus aktuellen Marktanalysen, exklusiven Insights und konkreten Karriereratschlägen von den führenden Köpfen der Branche – alles aus einer Hand und mit journalistischer Sorgfalt ausgewählt.

Ob im Auto, beim Sport oder zwischen zwei Meetings: Die Formate zum Zuhören und Anschauen liefern die Informationen, die Corporate-Finance-Experten wirklich brauchen, um in ihrem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich zu sein.

FINANCE TV

Seit über 15 Jahren gibt es FINANCE TV – nun haben wir unserem etablierten Interviewformat ein frisches Aussehen verpasst! Schauen Sie doch einmal in unser neues TV-Studio rein und geben Sie uns gerne ein Feedback, wie es Ihnen gefällt. Ebenfalls neu: Den TV Talk können Sie nicht mehr nur als Video ansehen, sondern auch auf Spotify und Apple Podcasts anhören – FINANCE TV kurz und bündig für unterwegs!

Bei FINANCE TV erwarten Sie jede Woche exklusive Interviews mit CFOs, führenden Bankern und Experten der Finanzwelt. Wir sprechen über alles, was für Entscheidungsträger in der Finanzbranche wichtig ist: von M&A und Finanzierung bis hin zu Private Equity, Wirtschaftsprüfung, Karriere, Gehalt und aktuellen Finanzskandalen.

Jüngst sprachen wir etwa mit CFO Jan-Dirk Henrich über die neue Exasol-Strategie nach der misslungenen US-Expansion oder mit Headhunterin Daniela Nienstedt von Russel Reynolds darüber, wie Private-Equity-Investoren die besten CFOs finden können.

Future CFO – Karrierewege und Leadership-Skills

Wie wird man eigentlich CFO? Und wie gestaltet man eine erfolgreiche Karriere in Zeiten fortschreitender Digitalisierung und andauernder Transformationen? Moderator Jakob Eich, Chef vom Dienst des FINANCE Magazins, und Co-Host Paul Taaffe, ehemaliger langjähriger CFO und Gründer von Finance People Solutions, gehen diesen Fragen nach. Im Podcast „Future CFO“ geben Top-CFOs exklusive Einblicke in ihre Karrierewege, die entscheidenden Wendepunkte, die größten Herausforderungen und die wichtigsten Learnings.

HSV-CFO Arnd Wellbrock erzählte zuletzt, wie man einen Traditionsverein in der zweiten Liga saniert. Die scheidende Ionos-Finanzchefin Britta Schmidt gibt Einblicke in ihre Börsenerfahrung. Die Gespräche gehen dorthin, wo es spannend wird: Kann man den Aufstieg zum CFO wirklich planen? Wie führen Top-CFOs ihre Teams durch Transformation und Krisen? Welche Lehren haben sie für die eigene Laufbahn gezogen?

Im Fokus – Expertise zu den entscheidenden Themen

Von ESG über M&A bis Private Equity: Im Podcast „Im Fokus“ spricht die FINANCE-Redaktion Top-Experten über aktuelle Herausforderungen und Chancen im Corporate Finance. Denn Wissen entscheidet über Erfolg und Misserfolg.

Heiner Thorborg etwa, einer der renommiertesten Headhunter Deutschlands, diskutiert strategische Karriereentscheidungen und die wichtigsten Fähigkeiten von CFOs in Krisenzeiten. Jürgen Zapf, Managing Director bei Alvarez & Marsal, erklärte jüngst das neue „Playbook“ für Private-Equity-Investoren in Zeiten von Volatilität und steigenden Zinsen.

Gemeinsam mit Partnern aus Beratung, Investment Banking und Private Equity liefert „Im Fokus“ kompakte Analysen und Einblicke aus erster Hand – fundiert, praxisnah und immer auf den Punkt.

Future FINANCE – Für den Nachwuchs von morgen

Karrieretipps und Strategien für Finance-Aufsteiger: Praxisnah und über den Tellerrand hinaus geben Top-Branchenpioniere im Podcast „Future FINANCE“ ihre Erfolgsstrategien, Fehler und Geheimnisse preis. Was muss man heute tun, um morgen ganz vorne dabei zu sein?

Der ehemalige Deutsche-Bank-CFO und heutige Lazard-Co-Head Marcus Schenck berichtet über Karriere im Investmentbanking. Die Personal-Branding-Expertin Marina Zayats erklärt kleinteilig und praxisnah, wie man Linkedin als Karriere-Booster nutzt. Und der Business Coach sowie langjährige Finance-Manager Jens Alsleben gibt konkrete Antworten auf die Frage, wie man als High Performer Stress meistert.

Partnerpodcast: What’s up, Corporate Finance?

Ergänzend zur FINANCE Podcast-Familie bietet der Partnerpodcast „What’s up, Corporate Finance?“ regelmäßige Analysen zu Private Equity, Private Debt, Banking & Consulting. Die Finanzjournalisten Bastian Frien, Isabella-Alessa Bauer und Michael Hedtstück werfen zusammen mit spannenden Persönlichkeiten ein analytisches und unterhaltsames Schlaglicht auf den Corporate- und Leveraged-Finance-Markt.

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Milliarden-Deal: Hapag-Lloyd übernimmt Reederei ZIM https://www.finance-magazin.de/deals/ma/milliarden-deal-hapag-lloyd-uebernimmt-reederei-zim-236864/ Mon, 16 Feb 2026 16:39:27 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=236864 Hapag-Lloyd will sich mit einem Zukauf seine Marktstellung sichern. Foto: be free - stock.adobe.com

Die Nummer 5 übernimmt die Nummer 10 für 4,2 Milliarden US-Dollar. Hapag-Lloyd kauft die israelische Reederei ZIM und festigt damit die Position im hart umkämpften Logistikmarkt.

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Hapag-Lloyd will sich mit einem Zukauf seine Marktstellung sichern. Foto: be free - stock.adobe.com

Die Nummer 5 übernimmt die Nummer 10 für 4,2 Milliarden US-Dollar. Hapag-Lloyd kauft die israelische Reederei ZIM und festigt damit die Position im hart umkämpften Logistikmarkt.

Gestern die Bestätigung, M&A-Verhandlungen zu führen, heute schon die Einigung: Die größte deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd will die israelische Reederei ZIM Integrated Shipping Services übernehmen. Das gab das Unternehmen am heutigen Montagnachmittag bekannt. Der Deal soll Hapag-Lloyd der Mitteilung zufolge 4,2 Milliarden Dollar kosten.

ZIM wurde 1945 gegründet, ist an der New Yorker Börse notiert und bedient laut Mitteilung rund 33.000 Kunden in über 300 Häfen weltweit. Hapag-Lloyd will 100 Prozent der ZIM-Aktien für 35 Dollar je Anteilsschein in bar kaufen. Die Containerreederei wurde von Hengeler Mueller in Kooperation mit Cravath, Swaine & Moore LLP aus New York sowie Herzog Fox & Neeman aus Tel Aviv beraten.

Private Equity übernimmt Golden Share

Allerdings gibt es eine Besonderheit: Der Staat Israel hat bei ZIM umfangreiche Sonderrechte für Notfälle. Für den sogenannten ‚Golden Share‘, den Staatsanteil des Staates Israel, ist deshalb eine Sonderlösung geplant. Hierfür wird eine neue Containerreederei mit Fimi Opportunity Funds, einem israelischen Private-Equity-Fonds, als Eigentümer gegründet.

Die von Fimi kontrollierte neue Gesellschaft beheimatet 16 Schiffe und soll für den Golden Share sowie die Marke ZIM verantwortlich sein. Der Abschluss der beabsichtigten Transaktionen steht unter anderem unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre von ZIM sowie der zuständigen Aufsichtsbehörden. Pikant an dem Deal: Der Staatsfonds von Katar hält zwölf Prozent, der Staatsfonds von Saudi Arabien hält zehn Prozent der Anteile an Hapag-Lloyd. Katar gilt als einer der Hauptfinanziers der israelfeindlichen Terrororganisation Hamas.

Hapag-Lloyd auf Wachstumskurs

Mit dem Deal will Hapag-Lloyd sich die Position als fünftgrößte Reederei weltweit sichern. Die Kapazitäten lägen damit laut Hapag-Lloyd bei 400 Schiffen, einer Containerkapazität von mehr als 3 Millionen TEU und einem jährlichen Transportvolumen von mehr als 18 Millionen TEU.

Derzeit verfügt die Reederei eigenen Angaben zufolge über eine Flotte von 305 Containerschiffen und einer Gesamttransportkapazität von 2,5 Millionen TEU und bedient mehr als 600 Häfen weltweit.

Hapag-Lloyd-CEO, Rolf Habben Jansen verspricht sich viel von dem Deal: „Kunden können von einem deutlich stärkeren Netzwerk in den Fahrtgebieten Transpazifik-, Intra-Asien, Atlantik, Lateinamerika und Östliches Mittelmeer profitieren.“

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Kampf um Top-Talente: Heuking holt Fünferteam von Norton Rose Fulbright https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kanzleien/kampf-um-top-talente-heuking-holt-fuenferteam-von-norton-rose-fulbright-236759/ Mon, 16 Feb 2026 10:35:43 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=236759 Das eingespielte Team, bestehend aus Karsten Alex (v.l.n.r.), Tobias Block, Malte Meyer, Patrick Narr und Sebastian Sievers, wechselt von Norton Rose Fulbright zu Heuking. Foto: Heuking

Heuking verstärkt sich mit einem eingespielten Team, angeführt von dem erfahrenen Partner Patrick Narr. Im umkämpften Kanzleimarkt setzen Einheiten verstärkt auf Team-Akquisitionen statt Einzelrekrutierung.

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Das eingespielte Team, bestehend aus Karsten Alex (v.l.n.r.), Tobias Block, Malte Meyer, Patrick Narr und Sebastian Sievers, wechselt von Norton Rose Fulbright zu Heuking. Foto: Heuking

Heuking verstärkt sich mit einem eingespielten Team, angeführt von dem erfahrenen Partner Patrick Narr. Im umkämpften Kanzleimarkt setzen Einheiten verstärkt auf Team-Akquisitionen statt Einzelrekrutierung.

Anwaltsrochade im Hamburger Rechtsmarkt: Die mittelständische Kanzlei Heuking gewinnt gleich fünf Anwälte von der Großkanzlei Norton Rose Fulbright. Mit Patrick Narr und Karsten Alex steigen am heutigen Montag zwei neue Equity Partner bei Heuking ein und verstärken die Bereiche Gesellschaftsrecht/M&A und Immobilienrecht.

Die beiden Partner werden begleitet von Tobias Block als Senior Counsel, Malte Meyer als Salaried Partner und Sebastian Sievers als Senior Associate. Der Clou: Das Quintett hat bereits bei Norton Rose Fulbright eng zusammengearbeitet und bringt nun gemeinsame Mandatsbeziehungen und abgestimmte Arbeitsabläufe mit.

Patrick Narr war 16 Jahre bei White & Case

Patrick Narr war über neun Jahre bei Norton Rose Fulbright als Partner tätig. Seine Karriere geprägt hat die Kanzlei White & Case bei der er einst als Referendar eingestiegen war. Dort hielt es ihn über 16 Jahre am Hamburger Standort, wo er seit 2011 als Partner aktiv war.

Narr ist spezialisiert auf die Bereiche M&A/Corporate und Real Estate. Er berät zu Unternehmens- und Immobilientransaktionen, gesellschaftsrechtlichen Strukturen und komplexen Gesellschaftsstreitigkeiten. Zu seinem Mandantenportfolio zählt etwa Strabag Real Estate, Amundi Immobilier oder die Beteiligungsgesellschaft CEE Management.

Karsten Alex war ebenfalls neun Jahre bei Norton Rose Fulbright tätig, seit April 2022 als Counsel. Alex berät schwerpunktmäßig bei Gesellschaftsrecht/M&A-Transaktionen aus dem Technologie-/Software-Sektor und dem Bereich Aviation und begleitet Joint-Venture-Strukturen.

„Der Wechsel dieses eingespielten Teams ist ein echter Gewinn für unseren Standort Hamburg“, erklärt Boris Dürr, Managing Partner von Heuking. Besonders betont er die „wertvollen rechtsbereichsübergreifenden Synergieeffekte.“

Heuking hat Nachfolge im Blick

Für Heuking markiert der Zuwachs auch eine bewusste Stärkung des Hamburger Standorts. Dürr hebt explizit hervor, dass die Neuankömmlinge „sehr gut in unsere Altersstruktur“ passen und die „nachhaltige Weiterentwicklung“ unterstützen.

Der Hamburger Transfer ist nicht der erste seiner Art für Heuking. Bereits im Juli 2025 gelang der Kanzlei ein ähnlicher Schachzug: Ein größeres Team von Taylor Wessing wechselte nach München, um dort den Bereich Life Sciences zu verstärken. Heuking setzt auf gezielte Team-Akquisitionen in Wachstumsbereichen.

Heuking zählt an seinen acht deutschen Standorten etwa 450 Rechtsanwälte, Steuerberater und Notare. Zum Januar hat die Wirtschaftskanzlei sechs Anwältinnen und Anwälte aus den eigenen Reihen in die Equity-Partnerschaft aufgenommen – in den Bereichen Infrastruktur, Investmentsfonds, Arbeitsrecht, Immobilienrecht und Corporate/M&A. Darüber hinaus wurden zwei Senior Counsel ernannt, und je vier Salaried Partner und vier Counsel.

Strategische Entwicklung im Kanzleimarkt

Im Wettbewerb um spezialisierte Rechtsexperten setzen Kanzleien zunehmend auf die Abwerbung kompletter Teams. Der prominenteste Wechsel ereignete sich Mitte Dezember, als Latham & Watkins sich vier renommierte Anwälte von Freshfields sicherte, zuletzt baute die Münchner Kanzlei Lark einen neuen Geschäftsbereich auf und holte dafür ein Restrukturierungsteam von Kirkland & Ellis oder Friedrich Graf von Westphalen & Partner holte vier Partner von Advant Beiten.

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Nach Cinven-Einstieg: Grant Thornton holt Private-Equity-erfahrenen CFO https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/nach-cinven-einstieg-grant-thornton-holt-private-equity-erfahrenen-cfo-236203/ Mon, 09 Feb 2026 11:02:36 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=236203 Der ehemalige Software-AG-CFO Martin Biegel bekleidet die neu eingeführte CFO-Position bei Grant Thornton. Foto: Grant Thornton

Grant Thonton baut nach dem Cinven-Einstieg die Führungsstruktur aus und beruft mit Martin Biegel erstmals einen Finanzchef. Der ehemalige Software-AG-CFO weiß, wie Private Equity tickt.

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Der ehemalige Software-AG-CFO Martin Biegel bekleidet die neu eingeführte CFO-Position bei Grant Thornton. Foto: Grant Thornton

Grant Thonton baut nach dem Cinven-Einstieg die Führungsstruktur aus und beruft mit Martin Biegel erstmals einen Finanzchef. Der ehemalige Software-AG-CFO weiß, wie Private Equity tickt.

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IMAP verstärkt Distressed-M&A-Beratung mit Top-Banker von Stifel https://www.finance-magazin.de/banking-berater/distressed-ma/imap-verstaerkt-distressed-ma-beratung-mit-top-banker-von-stifel-236119/ Fri, 06 Feb 2026 10:59:30 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=236119 Nicolas Bächstädt, ehemaliger Head of Recovery DACH bei Stifel, leitet künftig bei IMAP den Bereich Distressed M&A. Foto: IMAP

IMAP reagiert auf die steigende Nachfrage nach Restrukturierungsberatung und baut den Bereich Distressed M&A aus. Der erfahrene Stifel-Banker Nicolas Bächstädt übernimmt künftig die Leitung.

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Nicolas Bächstädt, ehemaliger Head of Recovery DACH bei Stifel, leitet künftig bei IMAP den Bereich Distressed M&A. Foto: IMAP

IMAP reagiert auf die steigende Nachfrage nach Restrukturierungsberatung und baut den Bereich Distressed M&A aus. Der erfahrene Stifel-Banker Nicolas Bächstädt übernimmt künftig die Leitung.

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KI-Revolution in Kanzleien: Diese neuen Berufe entstehen für Juristen https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kanzleien/ki-revolution-in-kanzleien-diese-neuen-berufe-entstehen-fuer-juristen-235542/ Thu, 05 Feb 2026 07:02:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=235542 Die Kollaboration zwischen Rechtsberatenden und künstlicher Intelligenz wird künftig unabdingbar. Inwieweit verändert das den Beruf der Anwälte? Foto: Sergei - adobe.stock.de (KI-generiert)

Legal Technologists, AI Engineers, Product Manager: In Kanzleien entstehen neue Jobprofile. Wie KI die Karrierewege von Juristen verändert – und warum klassische Kompetenzprofile nicht mehr ausreichen.

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Die Kollaboration zwischen Rechtsberatenden und künstlicher Intelligenz wird künftig unabdingbar. Inwieweit verändert das den Beruf der Anwälte? Foto: Sergei - adobe.stock.de (KI-generiert)

Legal Technologists, AI Engineers, Product Manager: In Kanzleien entstehen neue Jobprofile. Wie KI die Karrierewege von Juristen verändert – und warum klassische Kompetenzprofile nicht mehr ausreichen.

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Restrukturierungs-News: EY-Parthenon, SZA, Pluta https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/restrukturierungs-news-ey-parthenon-sza-pluta-236047/ Thu, 05 Feb 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=236047 Jens-Sören Schröder wechselte zu Pluta, Florian Kaiser verstärkt EY-Parthenon und Dietmar Schulz kehrt DLA Piper den Rücken zu. Fotos: Pluta, EY-Parthenon, SZA/Montage: FINANCE

EY-Parthenon stärkt das Reshaping-Results-Team, DLA-Partner wechselt zu SZA, Pluta verstärkt sich mit 9-köpfigem Team – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Jens-Sören Schröder wechselte zu Pluta, Florian Kaiser verstärkt EY-Parthenon und Dietmar Schulz kehrt DLA Piper den Rücken zu. Fotos: Pluta, EY-Parthenon, SZA/Montage: FINANCE

EY-Parthenon stärkt das Reshaping-Results-Team, DLA-Partner wechselt zu SZA, Pluta verstärkt sich mit 9-köpfigem Team – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

EY-Parthenon stärkt das Reshaping-Results-Team

Florian Kaiser. Foto: EY-Parthenon
Florian Kaiser. Foto: EY-Parthenon

EY-Parthenon stärkt den Bereich Reshaping Results. Zum Februar ist der Wirtschaftsingenieur Florian Kaiser zur Strategieberatung des Big-Four-Hauses in München dazugestoßen. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in Strategie-Entwicklung, Transformation und Performance-Optimierung und bringt umfassende Kenntnisse aus der Bauzulieferindustrie, Elektroindustrie und dem Infrastruktursektor mit.

Leon Naumann. Foto: EY-Parthenon
Leon Naumann. Foto: EY-Parthenon

Zuvor war Kaiser rund drei Jahre Managing Partner bei L.E.K. Consulting und sammelte davor über 16 Jahre Erfahrungen bei der Restrukturierungsberatung Dr. Wieselhuber & Partner. Seine Karriere startete er bei der auf Marktstrategie, Vertrieb und Pricing spezialisierten Beratung Homburg & Partner in Mannheim, die 2021 von der IT-Beratung Accenture übernommen wurde.

Neben Kaiser hat sich EY-Parthenon auch mit Leon Naumann verstärkt. Naumann kommt von Monitor Deloitte und wird den Bereich Power & Utilities erweitern. Er bringt umfassende Erfahrung in der strategischen Beratung von Energieversorgern mit. Die strategische Erweiterung ist Teil der Wachstumsagenda von EY-Parthenon, die bis 2030 eine Umsatzverdopplung anstrebt.

DLA-Partner wechselt zu SZA

Dietmar Schulz. Foto: SZA Schilling Zutt Anschütz
Dietmar Schulz. Foto: SZA Schilling Zutt Anschütz

Der langjährige DLA Piper-Partner, Dietmar Schulz, ist zum Februar zu SZA Schilling, Zutt & Anschütz gewechselt. Er wird als Partner den Bereich Restrukturierung und Sanierung erweitern. Schulz verfügt über umfassende Erfahrung in der Beratung von Unternehmen, Geschäftsleitern und Investoren in Krisensituationen. Zuletzt leitete er die Restrukturierungspraxis von DLA Piper, wo er über 13 Jahre beratend tätig war.

Er ist spezialisiert auf komplexe außergerichtliche Restrukturierungen, Insolvenzpläne und die Strukturierung von Finanzierungsmodellen. Seine Expertise in NPL-Transaktionen und Distressed M&A erweitert das Beratungsspektrum von SZA Schilling, Zutt & Anschütz erheblich, teilt die Sozietät mit. Schulz wird an den Standorten München und Frankfurt tätig sein und eng mit dem bestehenden Team zusammenarbeiten. 

Pluta verstärkt sich mit 9-köpfigem Team

Pluta stärkt seine Präsenz in Hamburg durch den Wechsel von Jens-Sören Schröder und seinem achtköpfigen Team, darunter die Rechtsanwältin Birte Jensen und der Rechtsanwalt Markus Lüdtke. Schröder wird Gesellschafter und Geschäftsführer und wird die neue Niederlassung im Brahmskontor gemeinsam mit Bernd Richter leiten.

Jens-Sören Schröder. Foto: Pluta
Jens-Sören Schröder. Foto: Pluta

Schröder war zuvor Partner bei der Kanzlei Johlke Niethammer und wird seit über 25 Jahren von Gerichten in Norddeutschland zum Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt. Er bringt umfangreiche Erfahrung in Insolvenzverwaltung aber auch in Restrukturierung mit und hat bereits prominente Verfahren wie UfA-Kinokette, Max Bahr und Rickmers Reederei Holding als Insolvenzverwalter begleitet. Birte Jensen und Markus Lüdtke sind seit über 15 Jahren als Insolvenzverwalter tätig und verfügen über langjährige Erfahrung in Insolvenzverfahren unterschiedlicher Branchen und Größen.

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Oliver Sutter kehrt Norton Rose Fulbright den Rücken

FINANCE+Nach knapp 16 Jahren bei Norton Rose Fulbright wechselt Oliver Sutter zu McDermott Will & Schulte. Dort soll der neue Partner den Bereich Banking & Finance mit ausbauen.

93 Prozent der Maschinenbauer erwarten China-Eintritt

Die deutsche Maschinenbauindustrie steht vor erheblichen Herausforderungen. Eine aktuelle Allensbach-Studie zeigt, dass 53 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer den Verlust der Technologieführerschaft an ausländische Konkurrenten, insbesondere aus China und den USA, befürchten. Diese Entwicklung könnte nach Einschätzung der Befragten für 70 Prozent der Unternehmen gravierende Auswirkungen haben. Zudem sehen 93 Prozent der Befragten einen Markteintritt chinesischer Hersteller in Europa als wahrscheinlich an. Ein weiteres Problem stellt die Abwanderung von Wartungs- und Serviceleistungen zu Drittanbietern dar, was bei 29 Prozent der Unternehmen finanzielle Nachteile verursacht.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen viele Unternehmen auf strategische Anpassungen. 86 Prozent investieren in den Ausbau eigener Software- und IT-Kompetenzen, während 73 Prozent ihre Innovationszyklen beschleunigen. Zudem verlagern 72 Prozent Produktionsschritte in kostengünstigere Regionen. Nur 14 Prozent haben bisher Technologiepartnerschaften mit US- oder asiatischen Unternehmen aufgebaut, doch 21 Prozent planen solche Kooperationen. Die Branche steht vor der Aufgabe, ihre Geschäftsmodelle an die neuen Wettbewerbsbedingungen anzupassen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Für den German Economic Pulse 2025 hat das Institut für DemoskopieAllensbach im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch insgesamt 169 deutsche Industrieunternehmen aus der energieintensiven Industrie, dem Maschinen- und Anlagenbau und Automobilunternehmen befragt.

Europäische Football-Liga wird saniert

Die European League of Football hat beim Amtsgericht Hamburg ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet, um sich wirtschaftlich neu auszurichten. Das Gericht hat dem Antrag bereits zugestimmt. Ziel sei es , die Liga finanziell zu stärken und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, heißt es in einer Mitteilung. Ein umfassendes Sanierungskonzept wurde erarbeitet und werde nun umgesetzt. Auch Gespräche mit Investoren sollen bereits laufen. Der Spielbetrieb für die kommende Saison bleibt bestehen, der Spielplan werde bald veröffentlicht.

Thorsten Petersen (Wallner Weiß) übernimmt als Generalhandlungsbevollmächtigter die Leitung des Verfahrens, während Andreas Romey (Eckert Rechtsanwälte) als vorläufiger Sachwalter fungiert. Die Sanierung wurde notwendig, da geplante Kapitalmaßnahmen nicht umgesetzt werden konnten.

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Pleiten, Pech und Baywa 

FINANCE+Es ist ein Sanierungsfall, der immer mehr aus dem Ruder läuft: Die Krise bei Baywa spitzt sich dramatisch zu. Steht der Konzern vor dem endgültigen Absturz?

Rofu Kinderland muss sich sanieren

Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hat das vorläufige Verfahren eingeleitet, wobei der Geschäftsbetrieb in den 104 Filialen weiterläuft. Gründe für den Antrag sind laut Mitteilung ein schwaches Weihnachtsgeschäft, Konsumzurückhaltung und gestiegene Kosten. Rofu plant eine strategische Neuausrichtung mit Fokus auf den stationären Handel und Omnichannel-Integration. Ziel sei es, die Effizienz zu steigern und die Zusammenarbeit mit Lieferanten zu intensivieren. Derzeit sind rund 1.970 Beschäftigte bei dem Spielwarenhändler angestellt.

Das Management bleibt während der Eigenverwaltung im Amt und wird von Marcus Katholing (Pluta Management) als Chief Restructuring Officer sowie Daniela Jeske unterstützt. Die insolvenzrechtliche Beratung erfolgt durch Stefan Warmuth (Pluta Rechtsanwalts). Annemarie Dhonau (Schiebe und Collegen) wurde zur vorläufigen Sachwalterin bestellt.

Wormland schließt endgültig

Die Modekette Wormland muss nach der erneuten Insolvenz Anfang November des vergangenen Jahres endgültig schließen. Das Modehaus hatte sich nach der ersten Insolvenz im September 2024 nicht nachhaltig erholt. Trotz eines intensiven Investorenprozesses, geleitet von Stephan Michels (Michels-Anwälte) und unterstützt durch Dr. Wieselhuber & Partner, scheiterten Übernahmeverhandlungen an ungelösten Mietfragen. Die Gläubiger entschieden sich daher für die Schließung, da die Angebote der Interessenten mit hohen Risiken verbunden waren. Rund 250 Mitarbeitende verlieren ihre Jobs, während die Filialen in Hannover und Oberhausen zur Abwicklung genutzt werden.

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Signa-Ticker: Benkos U-Haft erneut verlängert

Die Untersuchungshaft von René Benko wurde wegen Tagbegehungsgefahr um zwei weitere Monate verlängert. Die aktuellen Entwicklungen im Signa-Ticker.

Fachmarktkette Hammer Raumstylisten ist insolvent

Der traditionsreiche Raumgestalter Hammer Raumstylisten, der rund 1.100 Mitarbeitende beschäftigt, ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Bielefeld hat die vorläufige Insolvenzverwaltung für das Unternehmen angeordnet und Stefan Meyer (Pluta) als Verwalter eingesetzt. Grund für die Antragstellung sind laut Geschäftsführung Anlaufverzögerungen in der Warenversorgung nach der Neugründung des Unternehmens im Oktober 2025 aus der Insolvenz, die insbesondere durch technische Probleme verursacht wurden. Das führte zu Umsatzausfällen und schließlich einer Liquiditätskrise. Diese Probleme seien inzwischen weitgehend behoben.

Der Betrieb der 87 Filialen in Nord-, Ost- und Mitteldeutschland läuft weiter. Meyer und sein Team arbeiten an der Stabilisierung und Analyse der finanziellen Lage. Unterstützt von AderholdUnternehmensberatung unter Kristian Klüppelberg, werden Verhandlungen mit Gläubigern und Investoren geführt, um eine langfristige Lösung zu finden.

ABC Land- und Baumaschinen geht in Eigenverwaltung

Die August Bruns Landmaschinen, bekannt als ABC Land- und Baumaschinen, hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu sichern. Die Auftragslage ist laut Mitteilung nach einem Pandemie-Boom eingebrochen, und viele bestehende wie künftige Kunden leiden unter gestiegenen Kreditkosten, was dazu führt, dass Anschaffungen verschoben oder ganz gecancelt werden. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von gut 73 Millionen Euro. 170 Mitarbeitende sind von der Sanierung betroffen. Diese wird von Moritz Sponagel (Dr. Sponagel) als vorläufigem Sachwalter vorangetrieben.

Info

Sie haben eine interessante News, die in unserem nächsten Restrukturierungsticker nicht fehlen sollte? Dann schreiben Sie uns an esra.laubach[at]finance-magazin.de

Die wichtigsten Nachrichten aus der Welt der Restrukturierung finden Sie in unserem Themen-Hub FINANCE-Transformation sowie regelmäßig auch im zugehörigen Newsletter.

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AMS-Osram treibt Entschuldung voran: Geschäftsbereich verkauft https://www.finance-magazin.de/deals/ma/ams-osram-treibt-entschuldung-voran-geschaeftsbereich-verkauft-235993/ Wed, 04 Feb 2026 12:06:08 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=235993 Mit dem Verkauf des nicht-optisches Sensorgeschäft vollzieht AMS-Osram einen Strategieschwenk. Foto: Ardan Fuessmann - stock.adobe.com

AMS-Osram setzt den Entschuldungskurs fort und verkauft das Geschäft mit nicht-optischen Sensoren. Infineon zahlt mehr als eine halbe Milliarde Euro für den Geschäftsbereich.

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Mit dem Verkauf des nicht-optisches Sensorgeschäft vollzieht AMS-Osram einen Strategieschwenk. Foto: Ardan Fuessmann - stock.adobe.com

AMS-Osram setzt den Entschuldungskurs fort und verkauft das Geschäft mit nicht-optischen Sensoren. Infineon zahlt mehr als eine halbe Milliarde Euro für den Geschäftsbereich.

Der österreichisch-deutsche Halbleiterkonzern AMS-Osram führt den Schuldenabbau fort. Am gestrigen Montagabend gab der hochverschuldete Konzern bekannt, sein lukratives nicht-optisches Sensorgeschäft an Infineon zu verkaufen.

Der Halbleiterhersteller Infineon zahlt für den Geschäftsbereich 570 Millionen Euro in bar. Das Closing ist für das zweite Quartal geplant. Dass dieser Deal ins Haus steht, machte bereits seit einigen Wochen die Runde.

AMS-Osram wurde bei dem Deal rechtlich von Linklaters und in Österreich von bpv Hügel beraten, Infineon mandatierte die Kanzlei Gleiss Lutz. Morgan Stanley fungierte als finanzieller Berater.

Warum der Verkauf nötig wurde

Der Konzern steckt bereits seit Jahren in der finanziellen Krise. Auslöser war der Bau eines Werks in Malaysia und dessen Ausbau im Jahr 2024 in Erwartung eines Großauftrags, der dann aber nicht kam. Die Folge waren Abschreibungen im dreistelligen Millionenbereich und ein in die Höhe schießender Schuldenstand. 

Die Zahlen zeigen, wie notwendig die Entschuldung ist: Zum Jahresende 2025 türmten sich 2,02 Milliarden Euro Nettoverschuldung auf – bei einem vorläufigen bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) von nur 600 Millionen Euro.

Die Bemühungen, die Schulden abzubauen wurden in den vergangenen Monaten sichtbar: Im Juli 2025 verkaufte AMS-Osram bereits das Unterhaltungs- und Industrielampengeschäft an Ushio für 114 Millionen Euro. Im Januar hat der Konzern, der an der Schweizer Börse notiert ist, einen Teilrückkauf seiner Wandelanleihe umgesetzt. Der Verschuldungsgrad lag vor den Verkäufen bei 3,3. Mit den Verkäufen sinkt er pro forma auf 2,5.

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Rainer Irle von AMS-Osram: CFO mit Mandat zum Schuldenabbau

FINANCE+Rainer Irles Hauptaufgabe als CFO bei AMS-Osram ist es, den Schuldenberg des Technologiekonzerns abzutragen. Im Januar gelang mit dem Teilrückkauf einer Wandelanleihe ein Schritt – unser CFO des Monats.Mehr lesen

Was Infineon bekommt – und was nicht

Das veräußerte Geschäft erwirtschaftete 2025 rund 220 Millionen Euro Umsatz und 60 Millionen Euro bereinigtes operativen Ergebnis. Es umfasst nicht-optische Analog- und Mixed-Signal-Sensoren für Automotive, Industrie und Medizin. Rund 230 Mitarbeiter wechseln zu Infineon, überwiegend an vier Standorten.

Produktionsstätten sind nicht Teil des Deals. Stattdessen: AMS-Osram wird Infineon über mehrere Jahre Fertigungsdienstleistungen bereitstellen. Ein Detail mit Brisanz: Der Verkauf betrifft auch Gesellschaften, die rund 130 Millionen Euro an Vermögenswerten halten, welche Wandelanleihen und Senior Notes des Konzerns besichern. Diese Erlöse sollen direkt in den anteiligen Rückkauf dieser Instrumente fließen.

AMS-Osram mit Strategieschwenk

Mit dem Verkauf vollzieht AMS-Osram zudem einen Strategieschwenk. Das Unternehmen will zum fokussierten Digital-Photonics-Anbieter werden, einem Bereich, der für die Digitalisierung von Lichtemission und optischer Sensorik steht. Aldo Kamper, CEO von AMS-Osram sieht den Konzern mit der Verschlankung „optimal positioniert, um von entscheidenden Marktdurchbrüchen in Digital Photonics zu profitieren – in der Automobilindustrie, bei Augmented-Reality Brillen, in der Biosensorik, in der Robotik, bei optischen Datenverbindungen für KI-Rechenzentren und vielleicht sogar in visionären Anwendungen wie der lasergestützten Kernfusion.“

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AMS-Osram

Um Osram gab es 2019 einen spektakulären Bieterwettkampf. In einem zweiten Versuch konnte das österreichische Unternehmen AMS sich schließlich gegen PE-Investoren durchsetzen. Nun steckt der fusionierte Konzern in einer Restrukturierung und muss Milliarden refinanzieren. 

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Konkret geht es um Sensoren und intelligente Elektronik für Fahrassistenzsysteme, AR-Brillen, KI-Rechenzentren und Robotik. Das Herzstück der Strategie ist die Eviyos-Technologie. Kamper sieht noch größeres Potential: Mit kleineren Pixeln könnte die Technologie zum Mikro-Projektor für AR-Brillen werden. Langfristig soll sie in optischen Datenverbindungen für KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen – ein Markt, der boomt.

Wo das Geld herkommen soll

Stetigen Geldfluss gewinnt der Halbleiterkonzern durch das traditionelle Automotive-Lampen- und Ersatzteilgeschäft. Dieses bleibe im Konzern, heißt es in der Mitteilung. Mit einer bereinigten Ebitda-Marge von 13 bis 15 Prozent und einem jährlichen Cashflow von rund 90 Millionen Euro soll es die Transformation finanzieren und zum Schuldenabbau beitragen. Die Strategie: Das stabile, aber wenig wachsende Geschäft stützt die risikoreichen Zukunftsinvestitionen.

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AMS-Osram strebt Ebitda-Marge von 25 Prozentan

Für 2030 peilt AMS-Osram ein mittleres bis hohes einstelliges Umsatzwachstum im Halbleitergeschäft an. Die bereinigte Ebitda-Marge soll mindestens 25 Prozent erreichen. Auf Konzernebene strebt das Unternehmen einen Free Cashflow von über 200 Millionen Euro und einen Verschuldungsgrad unter 2 an.

Doch der Weg dorthin ist steinig. 2026 wird das bereinigte operative Ergebnis vorübergehend niedriger ausfallen – wegen der Veräußerungen und eines zeitweisen Kostenüberhangs. Die jährlichen Finanzierungskosten errechnet der Konzern derzeit bei 250 bis 300 Millionen Euro. Erst 2028 sollen sie durch Refinanzierung auf unter 150 Millionen Euro pro Jahr sinken. Bis dahin bleibt die Luft dünn.

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Kanzlei-News: White & Case, Dentons, HSF Kramer https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kanzleien/kanzlei-news-white-case-dentons-hsf-kramer-235435/ Thu, 29 Jan 2026 07:02:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=235435 Oliver Dreher (v.l.n.r.) leitet künftig das Frankfurter Dentons Büro, Marco Buschmann kehrt zu White & Case zurück und Hannah Eckhoff wird Partnerin bei HSF Kramer. Foto: Dentons, White & Case, HSF Kramer/Montage: FINANCE

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Milliarden-Deal: Chinesische Anta Sports kauft sich bei Puma ein https://www.finance-magazin.de/deals/ma/milliarden-deal-chinesische-anta-sports-kauft-sich-bei-puma-ein-235294/ Tue, 27 Jan 2026 10:28:29 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=235294 Der Sportartikelhersteller Puma aus Herzogenaurach bekommt in der Restrukturierung eine wichtige Finanzspritze von Anta Sports. Foto: Christoph Maderer

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