Florian Bamberg, Autor bei FINANCE https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/gastautor/bamberg/ für kluge Finanzentscheidungen Thu, 05 May 2022 14:22:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Beate Uhse ist pleite https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/deutschland/beate-uhse-ist-pleite-35786/ Fri, 15 Dec 2017 10:13:01 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/beate-uhse-ist-pleite-35786/ CEO Michael Specht will Beate Uhse in Eigenverwaltung sanieren.

Der Erotikhändler Beate Uhse ist dabei gescheitert, seine Schulden neu zu sortieren. Jetzt geht die Firma in die Insolvenz. Den Weg aus der Misere will CEO Michael Specht selbst finden.

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CEO Michael Specht will Beate Uhse in Eigenverwaltung sanieren.

Der Erotikhändler Beate Uhse ist dabei gescheitert, seine Schulden neu zu sortieren. Jetzt geht die Firma in die Insolvenz. Den Weg aus der Misere will CEO Michael Specht selbst finden.

Beate Uhse geht in die Insolvenz. Der Erotikhändler plant, sich in Eigenverwaltung zu sanieren, hieß es am Freitagvormittag in einer Pressemitteilung. Dies werde er am heutigen Freitag beim zuständigen Gericht beantragen. Die wesentlichen Gläubiger würden diesen Kurs unterstützen.

Die Insolvenz kommt nicht überraschend. Ende Oktober hat der Erotikkonzern eine Gewinnwarnung herausgegeben, zuvor hatte er mehrfach die Vorlage des Geschäftsberichts verschoben, zuletzt auf den heutigen Tag.

Umschuldung der Mittelstandsanleihe gescheitert

Der Auslöser für die Pleite ist, dass die Umschuldung der Unternehmensanleihe gescheitert ist. Beate Uhse hatte 2014 eine Mittelstandsanleihe mit einem Volumen von 30 Millionen Euro begeben, die bis 2019 läuft.

Weil die Firma seit Längerem in einer Geldklemme steckt, hat CEO Michael Specht versucht, mit den Anleihegläubigern eine Restrukturierung der Schulden auszuhandeln. Das hat nicht funktioniert, sodass Beate Uhse letztlich unter der Last zusammengebrochen ist.

Für die leidgeplagten Gläubiger sind das bittere Nachrichten. Mit dem Mini-Bond von Beate Uhse hat der gebeutelte Markt für Mittelstandsanleihen einen weiteren Ausfall zu verzeichnen.

Der Verfall der Beate-Uhse-Anleihe

7,75% Beate Uhse AG 14/19 auf Festzins Anleihe

7,75% Beate Uhse AG 14/19 auf Festzins Anleihe Chart
Kursanbieter: L&S RT

Beate Uhse verkauft weiter

„Unser Ziel ist es, im Rahmen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung die operative und finanzielle Sanierung der Beate Uhse AG nachhaltig und zügig umzusetzen“, sagt Specht. „Wir haben damit einen Weg eingeschlagen, bei dem wir sehr zuversichtlich sind, die Unternehmensgruppe als Ganzes sanieren zu können.“ 

Von der Insolvenz betroffen sei nur die Beate Uhse AG als Holding. Damit würden die operativen Gesellschaften in Deutschland und den Niederlanden den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten. 

Beate Uhse: „Grobe Versäumnisse im Finanzbereich“

Das Unternehmen nutzt die Erklärung, um erneut auf die Fehler früherer Top-Manager hinzuweisen. Nach Spechts Antritt im April wurde „unverzüglich“ eine „schonungslose Bestandsaufnahme aller Unternehmensbereiche vorgenommen“. Dabei wurden „diverse grobe Versäumnisse der Vergangenheit im Finanzbereich“ erkannt und bereinigt.

Specht habe „detaillierte Aktionspläne“ für den Onlinehandel, das Filialgeschäft und die wesentlichen Produktbereiche Toys und Lingerie, heißt es weiter. Diese sollen nun während der Insolvenz in Eigenverwaltung umgesetzt werden.

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Mehr über die Leiden des Erotikkonzerns lesen Sie auf der Themenseite Beate Uhse.

Alles über das Mini-Bond-Segment steht auf der Themenseite Mittelstandsanleihen.

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CFO Simone Menne verlässt Boehringer Ingelheim https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/cfo-simone-menne-verlaesst-boehringer-ingelheim-35784/ Fri, 15 Dec 2017 09:03:12 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/cfo-simone-menne-verlaesst-boehringer-ingelheim-35784/ Simone Menne verlässt Boehringer Ingelheim. Für die Finanzchefin war es nur eine kurze Station bei dem Pharmakonzern.

Finanzchefin Simone Menne tritt beim Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim nach nur 16 Monaten ab. Sie konnte sich mit der Gründerfamilie nicht auf die Firmenstrategie einigen. Ihr Nachfolger steht schon fest.

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Simone Menne verlässt Boehringer Ingelheim. Für die Finanzchefin war es nur eine kurze Station bei dem Pharmakonzern.

Finanzchefin Simone Menne tritt beim Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim nach nur 16 Monaten ab. Sie konnte sich mit der Gründerfamilie nicht auf die Firmenstrategie einigen. Ihr Nachfolger steht schon fest.

In einem aufsehenerregenden Wechsel war die Ex-Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne im Sommer 2016 beim Familienunternehmen Boehringer Ingelheim angetreten. Jetzt geht sie schon wieder, wie Boehringer Ingelheim am Freitagvormittag in einer Pressemitteilung bekanntgab. Menne tritt demnach zum Ende des Jahres ab.

„Im Laufe des Jahres wurde in Gesprächen zur Strategie des Familienunternehmens offensichtlich, dass sich die Vorstellungen und Einschätzungen nicht immer zur Deckung bringen ließen“, heißt es in der Erklärung. „Simone Menne hat sich daher entschlossen, ihren beruflichen Weg außerhalb des Unternehmens weiter zu verfolgen.“

Menne wollte Boehringer für den Kapitalmarkt öffnen

Medienberichten zufolge lag die Finanzchefin mit Firmenerbe und CEO Hubertus von Baumbach vor allem in einem Punkt über Kreuz: Menne wollte Boehringer an den Kapitalmarkt führen, die Gründerfamilie hatte dafür nichts übrig. Dabei sagte sie im Juni noch im Interview mit FINANCE: „Ich wurde auch an Bord geholt, um ein gewisses Kapitalmarktdenken in die Firma zu bringen.“ Denkbar seien ein Corporate Bond oder ein Schuldschein, so die Finanzchefin damals. Wohin es Menne nun zieht, ist nicht bekannt.

Boehringer hat schon einen Nachfolger für Menne gefunden, und zwar den IT-Chef des Unternehmens Michael Schmelmer. CEO von Baumbach ordnet die Berufung Schmelmers zum Finanzchef im Zuge der Digitalisierung Boehringers ein: „Mit seiner breiten Kenntnis der digitalen Technologien sowie deren Anwendung wird Herr Schmelmer in einer Zeit des Umbruches, in dem sich die ganze Industrie befindet, umfassendes Wissen, Erfahrung und wichtige Impulse beisteuern.“

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Simone Menne, Boehringer Ingelheim GmbH & Co. KG

Menne startet 1987 in der Revisionsabteilung von ITT und wechselt 1989 als Revisorin zur Deutschen Lufthansa. Seitdem ist sie in diversen Positionen dort tätig gewesen. Ab 1992 leitet sie das Rechnungswesen für die Region Westafrika. Drei Jahre später wechselt Menne nach Deutschland zur Lufthansa Revenue Services und leitet bis 1999 die EDV, die Nutzerservices sowie ein Projekt zur Neuausrichtung der Erlös- und Leistungsrechnung des Geschäftsbereichs Lufthansa Passage. Darüber hinaus ist sie die Geschäftsführerin der Lufthansa Revenue Services.

Von 1999 bis 2004 verantwortet sie die kaufmännische Verwaltung sowie den Personalbereich, bis 2001 zunächst für die Region Südwesteuropa, später dann für Europa insgesamt. Von 2004 bis 2010 übernimmt Menne die Leitung des Finanz- und Rechnungswesens der Lufthansa Technik.

2010 wechselt Menne als CFO zur Fluggesellschaft British Midland, an der die Lufthansa beteiligt ist, bis sie 2012 zur Finanzchefin der Deutschen Lufthansa berufen wird. Neben ihrem CFO-Job beim Lufthansa-Konzern ist Menne Aufsichtsratsvorsitzende der Lufthansa Cargo AG, LSG Lufthansa Service Holding AG, Lufthansa Systems AG, sowie der Delvag Luftfahrtversicherungs AG. Außerdem ist sie Aufsichtsratsmitglied der Lufthansa Technik AG.

Im August 2016 verlässt sie auf eigenen Wunsch die Lufthansa, um sich "persönlich weterzuentwickeln". Sie geht als Finanzchefin zu dem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim. Im Dezember 2017 verlässt Simone Menne das Unternehmen wieder.

Menne bleibt weiterhin als Aufsichtsrätin für verschiedene Unternehmen tätig und widmet sich 2018 einem neuen Projekt: Sie eröffnet eine Kunstgalerie in ihrer Heimatstadt Kiel.

zum Profil

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Lesen Sie mehr über die Karriere von Boehringer-Ingelheim-CFO Simone Menne in Ihrem Profil bei FINANCE-Köpfe.

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Krauss Maffei soll in China an die Börse https://www.finance-magazin.de/deals/ma/krauss-maffei-soll-in-china-an-die-boerse-35750/ Tue, 12 Dec 2017 06:15:00 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/krauss-maffei-soll-in-china-an-die-boerse-35750/ Der Maschinenbauer Krauss Maffei geht an die Schanghaier Börse.

Der deutsche Maschinenbauer Krauss Maffei strebt an den chinesischen Kapitalmarkt. Es wäre eine Premiere.

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Der Maschinenbauer Krauss Maffei geht an die Schanghaier Börse.

Der deutsche Maschinenbauer Krauss Maffei strebt an den chinesischen Kapitalmarkt. Es wäre eine Premiere.

Der deutsche Maschinenbauer Krauss Maffei soll in Schanghai an die Börse gehen. Das ist der Plan des chinesischen Staatskonzerns Chemchina, der seit April 2016 die Mehrheit an Krauss Maffei hält. Es wäre der erste IPO eines deutschen Unternehmens in China. Mit dem Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann hat der Maschinenbauer nichts zu tun.

Chemchina plant, Krauss Maffei in eine börsennotierte Tochterfirma einzugliedern. Außerdem bringt der Staatskonzern drei eigene, in China liegende Werke in die Tochterfirma ein, in denen Maschinen rund um die Herstellung von Gummi und Reifen gebaut werden. Kraus Maffei soll „rund 85 Prozent des gelisteten Unternehmens darstellen“, sagte CEO Frank Stieler.

Krauss Maffei soll nach China-IPO wachsen

Durch den geplanten Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt werde Krauss Maffei „seinen Wachstumskurs mittelfristig weiter beschleunigen können“, heißt es in der Pressemitteilung. Chemchina bleibe auch nach dem IPO Mehrheitsaktionär. Krauss Maffei steuert sein China-Geschäft über eine dortige Dependance, alle übrigen Märkte werden aus Deutschland bearbeitet. Der Unternehmenssitz soll weiter in München bleiben.

Chemchina  hatte vor anderthalb Jahren zusammen mit zwei Finanzinvestoren 925 Millionen Euro für Krauss Maffei bezahlt. Im Zuge des geplanten Börsengangs werden Krauss Maffei sowie die drei Chemchina-Werke zusammen mit 844 Millionen Euro bewertet, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Bayern wollen in diesem Jahr etwas mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz erzielen.

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3 Thesen zu Private Equity im Jahr 2018 https://www.finance-magazin.de/deals/deutschland/3-thesen-zu-private-equity-im-jahr-2018-35748/ Tue, 12 Dec 2017 06:00:00 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/3-thesen-zu-private-equity-im-jahr-2018-35748/ FINANCE sagt drei Trends für das kommende Private-Equity-Jahr voraus.

Private Equity setzt auf Stabsstellen, es wird von thesengetriebenen Investments geredet, und Krawatten sind nirgends zu sehen: Diese drei Trends sagt FINANCE für das kommende Private-Equity-Jahr voraus.

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FINANCE sagt drei Trends für das kommende Private-Equity-Jahr voraus.

Private Equity setzt auf Stabsstellen, es wird von thesengetriebenen Investments geredet, und Krawatten sind nirgends zu sehen: Diese drei Trends sagt FINANCE für das kommende Private-Equity-Jahr voraus.

Ein Ende des Private-Equity-Booms ist einfach nicht in Sicht. Mögen die Investmentmanager noch so sehr über den nächsten Crash an den öffentlichen und damit auch an den privaten Märkten orakeln, so ist die Realität doch, dass ständig neue Höchststände erreicht werden. Sowohl, was die Menge an investiertem Kapital angeht, als auch, was die Kaufpreise betrifft. 

Auch wenn der Zustand des Sektors damit großflächig betrachtet gleich bleibt, wagt FINANCE drei neue Thesen über das PE-Jahr 2018 – und nimmt dafür sogar die Garderobe der Investmentmanager unter die Lupe.

1. Private-Equity-Investoren setzen auf Stabsstellen

Die Private-Equity-Branche professionalisiert sich, und die Finanzinvestoren richten mehr Stellen ein, die außerhalb des Investment Managements und der operativen Begleitung der Zielunternehmen liegen. Besonders stark stocken die Private-Equity-Häuser in der Finanzabteilung sowie in den Bereichen Dealsourcing, Compliance und Investor Relations auf. Fast alle Private-Equity-Häuser haben mittlerweile einen CFO, Aurelius hat seinen jüngst in den Vorstand gehoben

Inmitten des ungebrochenen Booms fließen den erfolgreicheren Häusern immer mehr Managementgebühren zu. Solange das so bleibt, dürften diese weiter in die eigene Infrastruktur investieren – und diesen Ausbau offensiv an tatsächliche und potenzielle Geldgeber herantragen. 

2. Mehr Sektorfokus, aber der Markt bleibt opportunistisch

Die Bewertungen von Firmen erreichen ständig neue Höchststände, weil im Niedrigzinsumfeld immer mehr Geld in Private Equity als vermeintlich rentable Assetklasse strömt. Doch wie können die PE-Häuser angesichts von Rekordpreisen jetzt noch die Überrenditen erzielen, für die die Branche lange Zeit bekannt war?

Eine Antwort lautet: Durch eine stärkere Beschränkung auf einzelne Sektoren. Finanzinvestoren wie Deutsche Private Equity und Waterland pflegen schon länger erfolgreich den Ansatz, von wirtschaftlichen Thesen Zielsektoren abzuleiten. So können sie die Firmen operativ besser begleiten als ein rein opportunistisch agierender Fonds, lautet das Argument. 

2018 dürften mehr Private-Equity-Häuser thesengetrieben und mit ausgeprägtem Sektorfokus argumentieren, sagt Daniel Boege, der den Bereich Buy-out bei dem Dachfonds Golding Capital Partners leitet. „Andererseits bin ich davon überzeugt, dass ein großer Teil des Markts opportunistisch bleiben wird.“ Schließlich können die Investmentmanager nur die Firmen kaufen, die auch zum Verkauf stehen. 

Thesengetriebenes Investieren kann also in der Praxis auch einfach bedeuten, traditionell opportunistisch zu investieren, und sich dazu eine passende Marketingstory rund um den angeblichen Sektorfokus auszudenken.

3. Die Krawatte wandert ins Private-Equity-Museum

Gut, diese These mag etwas überspitzt sein. Doch tatsächlich lassen Private-Equity-Manager das Symbol für Formalität selbst dann gern weg, wenn sie auf Branchentreffs als Sprecher im Rampenlicht stehen. 

Geht es um Treffen im kleineren Kreis, wird das Hemd gern bis zur Brust aufgeknöpft, und in München sollen bei Terminen schon Associates in modisch zerschlissenen Jeans gesichtet worden sein. Ein Leveraged-Finance-Banker kommentiert: „Die Private-Equity-Manager gefallen sich darin, wie Unternehmer und Start-up-Gründer aufzutreten – aber sie sind nun mal keine.“

Und was ist mit den Prognosen für 2017?

Drei Thesen hatte FINANCE gewagt: Den Vorstoß von Midcap-Investoren ins Smallcap-Segment, mehr langlaufende Fonds und das Ringen um Nachwuchskräfte. Der von FINANCE vorhergesagte Smallcap-Boom ist eingetreten. So hat mit Silverfleet ein weiteres Midmarket-Haus einen Fonds speziell für kleine Beteiligungen aufgelegt. IK Investment hat aus seinem Smallcap-Vehikel mehrere Firmen ge- und mit dem Brandschutzanbieter SVT schon die erste verkauft.

Langlaufende Fonds, ein weiterer ausgerufener Trend, dürften nach Meinung vieler Branchenvertreter zu einer dauerhaften Nische werden. 2018 neugegründete Langläufer sind FINANCE nicht bekannt, aber mehrere Häuser haben die Laufzeiten ihrer Vehikel Brancheninsidern zufolge im Nachhinein verlängert.

Und das Nachwuchsproblem? Die Private-Equity-Welt scheint zumindest noch nicht großflächig darauf zu reagieren, etwa, indem sie sich verstärkt um Uni-Absolventen bemüht. Solange es den Häusern gelingt, junge Leute mit ein bis drei Jahren Berufserfahrung von den Banken abzuwerben, ist offenbar der Leidensdruck nicht hoch genug. 

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KfW-Chef Schröder tritt ab https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/kfw-chef-schroeder-tritt-ab-35728/ Thu, 07 Dec 2017 15:39:07 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/kfw-chef-schroeder-tritt-ab-35728/ Ulrich Schröder tritt als Chef der KfW ab.

Die KfW verliert ihren Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schröder. Nach Angaben der Staatsbank stehen gesundheitliche Gründe dahinter. Schröders bisheriger Vize soll ihn ersetzen.

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Ulrich Schröder tritt als Chef der KfW ab.

Die KfW verliert ihren Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schröder. Nach Angaben der Staatsbank stehen gesundheitliche Gründe dahinter. Schröders bisheriger Vize soll ihn ersetzen.

Ulrich Schröder legt sein Mandat als Vorstandsvorsitzender der staatlichen Förderbank KfW nieder. Zum 31. Dezember tritt der 65-Jährige ab, und zwar aus gesundheitlichen Gründen. Das hat die KfW am Donnerstagnachmittag erklärt, nachdem mehrere Medien über den bevorstehenden Abgang berichtet hatten.

Die KfW will den Chefsessel mit Schröders bisherigem Vize Günther Bräunig besetzen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Der Entscheidung muss das Bundeskabinett zustimmen. Laut dem „Handelsblatt“ ist Bräunig der Favorit der Bundesregierung – insofern dürfte seiner Ernennung wenig im Wege stehen.

Schröder war fast zehn Jahre Chef der KfW

Ulrich Schröder war seit 2008 Vorstandsvorsitzender der KfW. Peter Altmaier, der als Bundesminister für besondere Aufgaben auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der KfW ist, lobte, die Staatsbank hätte unter Schröder „eine wichtige Rolle bei der Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise gespielt“. 

Schröder habe eine Beteiligungstochter für Wagniskapitalfinanzierungen innerhalb der KfW gegründet, lobte Altmaier weiter. Die KfW sei auch durch ihn „Vorbild für den Aufbau von Förderbanken in aller Welt“.

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Guy Wyser-Pratte macht bei OHB Kasse https://www.finance-magazin.de/deals/deutschland/guy-wyser-pratte-macht-bei-ohb-kasse-35724/ Thu, 07 Dec 2017 08:31:57 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/guy-wyser-pratte-macht-bei-ohb-kasse-35724/ Der Bremer Satellitenhersteller OHB ist den aufmüpfigen Investor Guy Wyser-Pratte los.

Der aktivistische Investor Guy Wyser-Pratte hat seinen Anteil am Bremer Satellitenhersteller OHB verkauft. Offensichtlich sah er keine Möglichkeit, das Familienunternehmen umzukrempeln.

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Der Bremer Satellitenhersteller OHB ist den aufmüpfigen Investor Guy Wyser-Pratte los.

Der aktivistische Investor Guy Wyser-Pratte hat seinen Anteil am Bremer Satellitenhersteller OHB verkauft. Offensichtlich sah er keine Möglichkeit, das Familienunternehmen umzukrempeln.

Das Bremer Familienunternehmen OHB kann aufatmen: Der aktivistische Investor Guy Wyser-Pratte hat sein Aktienpaket verkauft, wie er dem „Handelsblatt“ sagte. OHB-Chef Marco Fuchs kommentierte gegenüber FINANCE: „Natürlich freut es uns, wenn OHB-Investoren Gewinne erzielen. Darin liegt schließlich der Sinn des Aktienmarkts."

Der US-Amerikaner Wyser-Pratte hielt rund ein Prozent der Aktien an dem Satellitenhersteller. Das Paket soll ihn rund 3,5 Millionen Euro gekostet haben, der Verkauf brachte ihm mehr als das Doppelte ein. Unterm Strich steht für Wyser-Pratte laut Handelsblatt ein Gewinn von 120 Prozent.

Guy Wyser-Pratte war im Sommer bei OHB eingestiegen. Trotz seines geringen Anteils an der Firma mahnte er schon bald lautstark Änderungen bei den Bremern an. In zwei Briefen kritisierte er die Organisation des Familienunternehmens als ineffizient und nicht kapitalmarktgerecht.

Die OHB-Aktie legte im Jahresverlauf deutlich zu

Wyser-Pratte ging es um schnelle Kurssteigerungen

Schon im Oktober prognostizierte FINANCE, dass Wyser-Pratte es schwer haben dürfte, operative Verbesserungen und damit Margensteigerungen bei OHB in Gang zu setzen. Denn zum einen ist OHB zu 70 Prozent in Familienhand und kann es sich damit leisten, Kleinaktionäre zu ignorieren. Zum anderen muss das Unternehmen einen Großteil seines Geschäfts auf Subunternehmer auslagern, was die eigene Wertschöpfung begrenzt.

FINANCE hatte daraus geschlossen, dass Wyser-Pratte es bei OHB weniger auf Umbauten abgesehen hatte, die sich auf die Geschäftszahlen niederschlagen, und mehr darauf, die Aufmerksamkeit für die Aktie zu erhöhen, um den Kurs zu treiben. Das ist ihm gelungen: Vor seinem Einstieg stand die Aktie bei 20 Euro, jetzt bei 43.

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Mehr zu Wyser-Pratte, AOC und Cevian lesen Sie auf der Themenseite aktivistische Investoren.

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Sind neue Private-Equity-Fonds wirklich erfolgreicher? https://www.finance-magazin.de/deals/deutschland/sind-neue-private-equity-fonds-wirklich-erfolgreicher-35459/ Tue, 21 Nov 2017 06:15:00 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/sind-neue-private-equity-fonds-wirklich-erfolgreicher-35459/ Sind neue Private-Equity-Fonds wirklich erfolgreicher?

Immer mehr Private-Equity-Manager machen sich selbstständig. Statistiken suggerieren, dass die neuen Vehikel außerordentlich viel Geld abwerfen. Aber Zweifel sind angebracht.

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Sind neue Private-Equity-Fonds wirklich erfolgreicher?

Immer mehr Private-Equity-Manager machen sich selbstständig. Statistiken suggerieren, dass die neuen Vehikel außerordentlich viel Geld abwerfen. Aber Zweifel sind angebracht.

Die Sache scheint klar: Erstlingsfonds sind erfolgreicher als der Durchschnitt. Das belegen Zahlen. So geht etwa aus einer Statistik des Datendienstleisters Preqin hervor, dass die 2012 aufgelegten First-Time Funds bisher im Schnitt eine jährliche Rendite (IRR) von 24 Prozent einspielten. Die 2012 ins Leben gerufenen Nicht-Erstlinge dagegen warfen im Schnitt bislang nur 12 Prozent pro Jahr ab – ein gewaltiger Abstand.

Auch lässt sich der vermeintliche Erfolg der ersten Fonds der neu gegründeten Häuser, die zumeist von erfahrenen Investmentmanagern ins Leben gerufen werden, gut erklären: Es gibt kein Altportfolio, das auch noch Aufmerksamkeit verlangt. Und die Gründer wissen: Die Zukunft ihres neugegründeten Hauses hängt vom Erfolg des ersten Vehikels ab. 

Verzerrte Renditen neuer Private-Equity-Fonds

Dennoch sind Zweifel an den Zahlen angebracht. Wahrscheinlich ist, dass die Statistiken das Abschneiden von Erstlingsfonds verzerrt wiedergeben, weil die Investmentmanager eines erfolgreichen ersten Fonds eher dazu neigen, das Abschneiden des eigenen Vehikels an Datendienstleister wie etwa Preqin weiterzugeben. 

Ein Private-Equity-Haus, das beim ersten Mal erfolglos war, verschwindet dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder in der Versenkung und teilt die schmale Jahresrendite niemandem mit (anders als Finanzinvestoren, die zwischendrin einen erfolglosen Fonds hinnehmen müssen, denn diese bleiben meist dennoch für ein weiteres Vehikel am Markt). Statistiker haben ein Wort für diesen Fehlschluss: „Survivorship Bias“.

Erfolgreiche Private-Equity-Manager melden Zahlen eher

Diese Zweifel haben auch einen anonymen institutionellen Investor umgetrieben, der der Frage auf den Grund gehen wollte, ob sein Geld bei Erstlingsfonds tatsächlich besser aufgehoben ist. So hat der institutionelle Investor die von Preqin erhobenen durchschnittlichen jährlichen Renditen von Erstlingsfonds nach der Quelle der Angabe unterteilt. Einmal griff er dazu auf alle verfügbaren Quellen zurück und damit auf die gemeldeten Zahlen sowohl von Private-Equity-Managern als von institutionellen Investoren. Für eine zweite Erhebung verwendete er nur Angaben von institutionellen Investoren. 

Die Annahme hinter der Erhebung: Bei den Angaben der Private-Equity-Manager könnte es zu einer beschönigten Darstellung der Renditen der Erstlingsfonds kommen. Bei den institutionellen Investoren dagegen gibt es keine Dynamik, die begünstigen würde, dass sie das gute Abschneiden der von ihnen gehaltenen Fonds eher berichten als das schlechte. Ein hoher Unterschied zwischen den Angaben der beiden Gruppen wäre also ein Indiz für eine Verzerrung und damit für ein Vorliegen von Survivorship Bias.

Institutioneller Investor findet Belege für Verzerrung

Das Ergebnis: Die Performance der Erstlingsfonds ist im Schnitt geringer, wenn man nur die Zahlen der institutionellen Investoren heranzieht, verglichen mit der Performance, die sich ergibt, wenn man auch die Angaben der Investmentmanager berücksichtigt. „Die aktuellen Daten für Erstlingsfonds zeigen Belege für einen beträchtlichen Survivorship Bias“, schließt der institutionelle Investor in einem Dokument, das FINANCE vorliegt. 

Auch Preqin selbst erkennt an, dass die Zahlen verzerrt sein könnten. „Es ist unmöglich, zu sagen, dass in den Daten kein Survivorship Bias ist“, teilte ein Sprecher der Firma gegenüber FINANCE mit.

 „Die Daten zeigen Belege für einen Survivorship Bias“

Dokument eines institutionellen Investors

DPE-Chef: „First Timer sind Underperformer“

Für Marc Thiery kommt diese Erkenntnis wenig überraschend. „Insgesamt sind First-Time-Funds Underperformer, wenn man die erfolglosen Erstlinge mit einbezieht“, sagt der Co-Gründer des Mittelstandsinvestors Deutsche Private Equity gegenüber FINANCE. 

„Das macht meines Erachtens auch Sinn“, glaubt Thiery, der die Deutsche Private Equity im Jahr 2007 ins Leben rief und mittlerweile aus dem dritten Fonds investiert. „Es ist nicht einfach, eine Private-Equity-Firma zu etablieren, an die Deals heranzukommen, die Glaubwürdigkeit und Marktpräsenz zu bekommen und gutes Personal anzuziehen. Da kann man viel falsch machen.“ 

florian.bamberg[at]finance-magazin.de

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Marc Thiery hat mit FINANCE nicht nur über Erstlingsfonds gesprochen. Warum er glaubt, dass ein Crash gut für die Private-Equity-Branche wäre, erzählt er in der Print-Ausgabe November/Dezember

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„Aktivistische Investoren halten CFOs den Spiegel vor“ https://www.finance-magazin.de/deals/ma/aktivistische-investoren-halten-cfos-den-spiegel-vor-35609/ Mon, 20 Nov 2017 06:20:00 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/aktivistische-investoren-halten-cfos-den-spiegel-vor-35609/ Wenn der aktivistische Investor sich einschaltet, wird es für alteingesessene Konzernmanager oft ungemütlich.

Deutsche Bank, Stada, OHB: Aktivistische Investoren nehmen deutsche Firmen ins Visier. Activist-Experte Patrick Siebert von Alvarez & Marsal verrät, was die Lieblingsfrage der Investoren an den Finanzchef ist.

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Wenn der aktivistische Investor sich einschaltet, wird es für alteingesessene Konzernmanager oft ungemütlich.

Deutsche Bank, Stada, OHB: Aktivistische Investoren nehmen deutsche Firmen ins Visier. Activist-Experte Patrick Siebert von Alvarez & Marsal verrät, was die Lieblingsfrage der Investoren an den Finanzchef ist.

Wenn aktivistische Investoren sich in ein Unternehmen eingekauft haben, ist der Finanzchef oft der erste Ansprechpartner. Das sagte Patrick Siebert, Managing Director bei der Beratungsfirma Alvarez & Marsal, am Freitag vor Journalisten.

„Viele Unternehmen haben Respekt vor aktivistischen Investoren, weil sie sehr gut vorbereitet sind und den Finger in die Wunde legen“, so Siebert, der für Alvarez & Marsal das deutsche Geschäft rund um die Aktivisten-Angriffe leitet. „Aktivisten halten CFOs den Spiegel vor. In Teilen drehen sich die Vorwürfe darum, dass die Firmen zu viel Cash halten. Das bringt die Aktivisten zu der Frage, ob die Firmen nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, das Kapital gewinnbringend zu investieren.“

Cerberus ist bei Deutscher Bank eingestiegen

Aktivisten haben in Deutschland etwa den Generikahersteller Stada und den Satellitenbauer OHB in die Mangel genommen. Zuletzt ist Cerberus bei der Deutschen Bank eingestiegen, wobei hier noch unklar ist, ob der US-Investor eine aktivistische Agenda verfolgt, die auf eine Strategieänderung der Deutschen Bank abzielt.

Der verschwiegene Finanzinvestor hält zudem 5 Prozent an der Commerzbank. Das befeuert Spekulationen, nach denen Cerberus eine Fusion der beiden Banken anstrebt. Auch im Bieterprozess für die HSH Nordbank mischt Cerberus mit.

Aktivisten fordern oft Abspaltungen

Die Definition eines aktivistischen Investoren ist schwammig, doch Cerberus hat bei der österreichischen Bank Bawag seine Bereitschaft zu scharfen Kurskorrekturen und tiefgreifenden Sanierungen allemal unter Beweis gestellt. Dort haben die US-Amerikaner nach der Übernahme der Anteilsmehrheit die Kosten gesenkt, die Bilanz aufgeräumt und das Geschäftsmodell so weit fokussiert, dass die Rendite deutlich anstieg. Vor wenigen Wochen brachte Cerberus die Bawag an die Börse.

„Aktivisten sind bei vielen auf der Agenda, aber die wenigsten wissen bei einem Angriff, wie sie sich verhalten sollen“, warnt Siebert. Sein Hinweis: „Das Kapital kommt meistens aus dem angelsächsischen Raum. Darum drehen sich die Forderungen auch meist um Rezepte, die dort beliebt sind. Ganz oben auf der Liste steht die Abspaltung von Konzernteilen – Konglomerate sind zur Zeit eben sehr unbeliebt.“

florian.bamberg[at]finance-magazin.de

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AOC, Cevian und Co. werden auch in Deutschland immer stärker. Wen sie im Visier haben, lesen Sie auf der Themenseite aktivistische Investoren.

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Mysteriöser Aktienkauf bei der Deutschen Bank https://www.finance-magazin.de/banking-berater/firmenkundengeschaeft/mysterioeser-aktienkauf-bei-der-deutschen-bank-35588/ Wed, 15 Nov 2017 10:26:43 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/mysterioeser-aktienkauf-bei-der-deutschen-bank-35588/ Wer kauft sich bei der Deutschen Bank ein? Im Bild ein Telefon im Tradingsaal des Geldhauses.

Die Investmentbank Morgan Stanley hat gut 6 Prozent der Deutsche-Bank-Anteile übernommen. Wer steckt hinter dem Deal?

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Wer kauft sich bei der Deutschen Bank ein? Im Bild ein Telefon im Tradingsaal des Geldhauses.

Die Investmentbank Morgan Stanley hat gut 6 Prozent der Deutsche-Bank-Anteile übernommen. Wer steckt hinter dem Deal?

Man kann nicht behaupten, dass die Deutsche Bank ihren Investoren in den vergangenen Jahren viel Freude bereitet hätte. Von einem Kurs von fast 120 Euro in Vorkrisenzeiten ist der Wert auf gut 15 Euro pro Papier kollabiert. Und der viel herbeizitierte Turnaround wollte sich bisher nicht einstellen.

Inmitten dieser Großwetterlage hat jetzt ein unbekannter Investor seine Anteile an der größten deutschen Bank merklich aufgestockt: Über verschiedene Finanzinstrumente hat die Investmentbank Morgan Stanley laut einer Pflichtmitteilung rund 6,5 Prozent der Anteile an dem Geldhaus erworben. Da das US-Haus vorher schon knapp 0,5 Prozent der Anteile besaß, hält es jetzt in Summe knapp 7 Prozent.

Käufer kontrolliert 2 Milliarden Euro Deutsche-Bank-Kapital

Zu den gekauften Produkten zählen eine Call-Option sowie eine Wertpapierleihe. Die Instrumente sind laut Pflichtmitteilung jederzeit in Aktien umtauschbar. Betrachtet man den Wert der Aktien, die den Instrumenten zugrunde liegen, wäre der Anteilskauf knapp 2 Milliarden Euro schwer.

Meist handeln Investmentbanken in derartigen Fällen nicht auf eigene Rechnung, sondern auf die eines Kunden. Die Frage ist also, wer sich in derartigem Ausmaß bei der Deutschen Bank einkauft.

Steigt ein Aktivist bei der Deutschen Bank ein?

Das „Handelsblatt“ bringt in dem Zusammenhang Gerüchte ins Spiel, ein aktivistischer Investor könnte hinter dem Deal stecken. Tatsächlich haben die niedrigen Bewertungen europäischer Geldhäuser schon in einigen Fällen zu Einstiegen von aktivistisch orientierten Finanzinvestoren geführt.

So hält der öffentlichkeitsscheue US-Investor Cerberus mehr als 5 Prozent an der Commerzbank und ist damit der zweitgrößte Anteilseigner nach der Bundesrepublik Deutschland. Bei der Credit Suisse hat sich unterdessen der Hedgefonds RBR mit 0,2 Prozent eingekauft und ruft zur Aufspaltung des Schweizer Geldhauses auf.

Die Deutsche Bank und Morgan Stanley gaben auf FINANCE-Anfrage keinen Kommentar zum möglichen Käufer des Aktienpakets ab.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de

Update (15.11.17, 13:56 Uhr): In einer weiteren Stimmrechtsmitteilung wurde erklärt, dass Cerberus jetzt 3 Prozent an der Deutschen Bank hält. Ob es einen Zusammenhang zu dem Aktienkauf durch Morgan Stanley gibt, ist nicht bekannt.

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Staatsanwaltschaft durchsucht Büro von VW-CFO Witter https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-karriere/staatsanwaltschaft-durchsucht-buero-von-vw-cfo-witter-35584/ Wed, 15 Nov 2017 08:17:51 +0000 https://stage01.finance-magazin.de/allgemein/staatsanwaltschaft-durchsucht-buero-von-vw-cfo-witter-35584/ Volkswagen-CFO Frank Witter.

Der VW-Finanzchef Frank Witter hat die Aufmerksamkeit der Staatsanwaltschaft auf sich gezogen – ebenso wie andere Top-Manager des Autobauers. Dabei geht es wohl um die Bezüge des Betriebsratschefs.

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Volkswagen-CFO Frank Witter.

Der VW-Finanzchef Frank Witter hat die Aufmerksamkeit der Staatsanwaltschaft auf sich gezogen – ebenso wie andere Top-Manager des Autobauers. Dabei geht es wohl um die Bezüge des Betriebsratschefs.

Das Büro von VW-CFO Frank Witter wurde offenbar von der Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung durchsucht. Neben den Diensträumen Witters wurden auch diejenigen von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, Personalvorstand Karlheinz Blessing und Betriebsratschef Bernd Osterloh überprüft. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Konzernsprecher. VW war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Bei den Durchsuchungen seien Akten und Computer beschlagnahmt worden. Hintergrund der Ermittlungen „sind die angeblich überhöhten Zahlungen an Betriebsratschef Osterloh“, zitiert Reuters den VW-Sprecher. Im Mai hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig bekanntgegeben, dass sie gegen VW-Manager wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Osterloh steht offenbar nicht im Zentrum der Ermittlungen, sondern diejenigen, die dessen Bezüge genehmigten.

Hat der VW-Vorstand zu hohe Bezüge genehmigt?

Damals hatte Osterloh Medienberichten zufolge erklärt, bis zu 750.000 Euro im Jahr verdient zu haben. Aus dem Konzern und dem Betriebsrat hieß es, die Bezüge seien rechtskonform.

Reuters zitiert eine mit dem Vorgang vertraute Person mit der Einschätzung, die angeblich überhöhten Bezüge seien auch steuerrechtlich relevant: Wenn VW seinen Betriebsratschef tatsächlich zu hoch vergütet hätte, könnte der Konzern überhöhte Betriebsausgaben verrechnet haben. Das könnte das Unternehmen steuerlich über Gebühr entlastet haben.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de

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