Esra Laubach https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/esra-laubach/ für kluge Finanzentscheidungen Thu, 13 Aug 2026 13:19:53 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.4 Shell verkauft Sonnen – Aurelius soll sanieren https://www.finance-magazin.de/deals/ma/shell-verkauft-sonnen-aurelius-soll-sanieren-249076/ Thu, 13 Aug 2026 10:52:31 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=249076 Shell setzt seine Abkehr von Erneuerbaren Energien fort und verkauft den Solarspeicherhersteller Sonnen. Foto: Anselm - stock.adobe.comy

Einst Hoffnungsträger, nun als Sanierungsfall verkauft: Shell trennt sich vom Solarunternehmen Sonnen. Sanieren soll das Unternehmen der Turnaround Investor Aurelius, doch Eigentümer ist jemand anderes.

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Shell setzt seine Abkehr von Erneuerbaren Energien fort und verkauft den Solarspeicherhersteller Sonnen. Foto: Anselm - stock.adobe.comy

Einst Hoffnungsträger, nun als Sanierungsfall verkauft: Shell trennt sich vom Solarunternehmen Sonnen. Sanieren soll das Unternehmen der Turnaround Investor Aurelius, doch Eigentümer ist jemand anderes.

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BGH-Beschluss zum Starug: Das sind die Grenzen  https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/bgh-beschluss-zum-starug-das-sind-die-grenzen-248875/ Thu, 13 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248875 Der BGH hat erstmals höchstrichterlich klargestellt, wo das Starug endet. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Mit einem wackeligen Starug-Konzept wollte eine Düsseldorfer Holding einer drohenden Insolvenz entkommen. Das war nicht rechtens, urteilte nun der BGH. Das sind die Folgen des Beschlusses.

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Der BGH hat erstmals höchstrichterlich klargestellt, wo das Starug endet. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Mit einem wackeligen Starug-Konzept wollte eine Düsseldorfer Holding einer drohenden Insolvenz entkommen. Das war nicht rechtens, urteilte nun der BGH. Das sind die Folgen des Beschlusses.

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Christian Sailer beendet seine Interim-CFO-Rolle bei P&C Wien https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/christian-sailer-beendet-seine-interim-cfo-rolle-bei-pc-wien-248930/ Tue, 11 Aug 2026 09:17:12 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248930 Christian Sailer (links) übergibt das Amt des CFO bei Peek & Cloppenburg Österreich und CEE an Radu Stoica. Foto: Galeria; Michael Schuster/Montage: FINANCE

Nach vier Monaten in interimistischer Rolle gibt Christian Sailer seine Position als Finanzchef bei Peek & Cloppenburg Wien an einen einzelhandelserfahrenen CFO ab. So geht es für den Ex-Galeria-CFO weiter.

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Christian Sailer (links) übergibt das Amt des CFO bei Peek & Cloppenburg Österreich und CEE an Radu Stoica. Foto: Galeria; Michael Schuster/Montage: FINANCE

Nach vier Monaten in interimistischer Rolle gibt Christian Sailer seine Position als Finanzchef bei Peek & Cloppenburg Wien an einen einzelhandelserfahrenen CFO ab. So geht es für den Ex-Galeria-CFO weiter.

Nach einer kurzen Übergangszeit ernennt Peek & Cloppenburg (P&C) Wien zum September einen neuen CFO. Radu Stoica soll die Rolle des Managing Director Finance von Christian Sailer übernehmen. Dieser hatte die Position interimistisch ausgefüllt, als die ehemalige Finanzchefin des Retail-Unternehmens, Martina Dutzler, das Unternehmen im Mai nach zwei Jahren verlassen hatte.

CFO Radu leitete Finanzressorts der Schwarz Gruppe

Der neue Finanzchef Stoica kommt von dem Schuhhändler Deichmann, wo er zuletzt als Managing Director CEE tätig war. In dieser Rolle verantwortete er das operative Geschäft sowie den Finanzbereich in zehn Ländern mit mehr als 770 Filialen. Über zwölf Jahre war er bei Deichmann tätig.

In seiner mehr als zwanzigjährigen Karriere bekleidete er unter anderem die CFO-Position bei Baumax Rumänien, wo er die Transformation im Zuge der Übernahme durch Leroy Merlin begleitete sowie über acht Jahre hinweg verschiedene leitende Finanzpositionen bei der Schwarz Gruppe (Lidl und Kaufland). 

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P&C holt Ex-Galeria-CFO Christian Sailer nach Wien

FINANCE+Christian Sailer steigt als CFO bei Peek & Cloppenburg in Wien ein. Anders als bei dem kriselnden Kaufhauskonzern Galeria ist er dort für die Finanzen der Wachstumsmärkte in Zentral- und Osteuropa zuständig. Mehr lesen

Christian Sailer bleibt vorerst bei P&C Wien

Sein Vorgänger, Christian Sailer, bleibt dem Bekleidungshändler vorerst erhalten. Er soll Radu laut P&C Wien beim Onboarding unterstützen. Darüber hinaus soll er an verschiedenen internen Projekten mitwirken, heißt es.

FINANCE Köpfe

Christian Sailer

Peek & Cloppenburg B.V. & Co. KG, WienMehr lesen

Der erfahrene Handelsmanager war in seiner interimistischen Funktion bei P&C für das Zahlenwerk in Österreich sowie in Zentral- und Osteuropa zuständig. Zusätzlich verantwortete er die Bereiche IT, Legal und Einkauf. Er sollte Projekte in den Bereichen Finanzen und IT anstoßen und den Wachstumskurs in Zentral- und Osteuropa finanziell unterstützen.

In seinen vorherigen Posten bei Galeria, Weltbild und Auto-Teile Unger war Sailer jeweils in Sanierungen und Restrukturierungen eingebunden. Sein Engagement bei dem kriselnden Kaufhauskonzern Galeria endete im Januar 2026, als ihn die Eigentümer abberiefen.

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Restrukturierungs-News: Sanicare, Mitteldeutsche Flughafen AG, Kodi https://www.finance-magazin.de/nachrichten-ressort/restrukturierung/restrukturierungs-news-sanicare-mitteldeutsche-flughafen-ag-kodi-248244/ Thu, 30 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248244 Die Versandapotheke Sanicare will sich im Eigenverwaltungsverfahren sanieren. Foto: Михаил Решетников - stock.adobe.com

Versandapotheke Sanicare ist insolvent, Mitteldeutsche Flughafen AG beendet Restrukturierung und auch Kodi geht erneut in die Insolvenz – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Die Versandapotheke Sanicare will sich im Eigenverwaltungsverfahren sanieren. Foto: Михаил Решетников - stock.adobe.com

Versandapotheke Sanicare ist insolvent, Mitteldeutsche Flughafen AG beendet Restrukturierung und auch Kodi geht erneut in die Insolvenz – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

Versandapotheke Sanicare ist insolvent

Die BS-Apotheken, Betreiber der Sanicare-Versandapotheke, haben Mitte Juli Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Die finanzielle Schieflage resultiert der Sanierungsberatung BBR Buchalik Brömmekamp zufolge aus rückläufigen Umsätzen und hohen Investitionen. Ziel sei es nun, die Kosten zu straffen und die Ertragslage zu verbessern. Ein Sanierungskonzept werde in den kommenden Wochen finalisiert, unterstützt von der Unternehmensberatung Plenovia. Es ist bereits die zweite Insolvenz. Die erste durchlief das Unternehmen 2012. Sanicare beschäftigt nach eigenen Angaben 74 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro.

Jasper Stahlschmidt und Hans-Georg Fritsche (beide BBR Buchalik Brömmekamp) agieren als Generalbevollmächtigte. Heinrich Fritz Stellmach (Stellmach & Bröckers) wurde als vorläufiger Sachwalter bestellt. Die Maßnahmen sollen die Liquidität stärken und das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen.

Mitteldeutsche Flughafen AG beendet Restrukturierung

Die Mitteldeutsche Flughafen AG hat ihre Sanierung rund sechs Monate früher als geplant abgeschlossen und startet nun in die Transformationsphase, hat das Unternehmen mitgeteilt. Nun liegt der Fokus auf der wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Standorte Leipzig/Halle und Dresden sowie der Erschließung neuer Wachstums- und Ertragspotenziale.

Der wirtschaftliche Turnaround der Unternehmensgruppe zeigt sich auch im positiven Konzernergebnis von 10,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 und einem Umsatz von über 200 Millionen Euro. Die Finanzierung ist bis 2038 gesichert. Das Bankenkonsortium wurde von Noerr beraten. Mit dem Abschluss der Sanierung endet zudem das Mandat von Chief Restructuring Officer Michael Hengstmann planmäßig.

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Bei Knaus Tabbert zeigen sich „erste grüne Sprossen“

FINANCE+Ende 2024 stand Knaus Tabbert wirtschaftlich am Rande des Abgrunds, seither folgten harte Verhandlungen mit den Banken. CFO Radim Ševčík erklärt, wie der Reisemobilhersteller zurück auf Kurs kommen soll.

Kodi stellt erneut Insolvenzantrag

Der Discounter Kodi hat erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, um seinen Fortbestand zu sichern. Erwartet wird Unternehmensangaben zufolge die Schließung von rund 50 der 150 Filialen. Zuerst hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet. Die Herausforderungen umfassen schwache Konsumstimmung, digitalen Wettbewerbsdruck, hohe Energiekosten und steigende Mietkosten. Lucas Flöther (Flöther & Wissing) wurde als vorläufiger Sachwalter bestellt.

Bereits 2024 hatte Kodi ein Schutzschirmverfahren durchlaufen, bei dem die Filialanzahl von 240 auf 150 reduziert wurde. Die Muttergesellschaft übernahm im Februar den Non-Food-Discounter Mäc Geiz, der ebenfalls im Mai ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragte.

Yeans Halle erneut unter Schutzschirm

Ein ähnliches Schicksal wie Kodi ereilte nun auch Yeans Halle. Der Modehändler steht ebenfalls erneut vor einer Herausforderung: Der Mutterkonzern Trender Jeansmode reagiert auf die anhaltend schwierigen Bedingungen im stationären Modehandel und eröffnete für Yeans Halle ein Eigenverwaltungsverfahren, um sich erneut neu aufzustellen. Bereits 2024 folgte das Unternehmen einem Sanierungsverfahren. Steffen Beck (Pluta) übernimmt erneut die Rolle des CRO. Das Amtsgericht hat Tibor Daniel Braun (IBK Illig Braun Kirschnek) als vorläufigen Sachwalter bestellt. Ziel sei es, die Kostenstruktur zu optimieren und das Unternehmen effizienter aufzustellen, um eine nachhaltige Fortführung zu sichern. Ein Hackerangriff im Jahr 2025 und das schwierige wirtschaftliche Umfeld belasten zusätzlich. In den 13 Filialen sind rund 200 Mitarbeitende beschäftigt.

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Cybercrime

Ob Hacker-Attacke oder Angriff mit Schadsoftware: Finanzabteilungen sind regelmäßig von Cybercrime bedroht. FINANCE hat zusammengetragen, welche Strategien die Angreifer nutzen und wie CFOs ihre Daten vor Attacken schützen können.

Aluminium-Hersteller schließt zwei Fabriken

Die Aluminium Rheinfelden Gruppe schickt zwei ihrer drei Fabriken in Eigenverwaltung und beantragt, die beiden Fabriken Aluminium Rheinfelden Alloys sowie Rheinfelden Semis zu schließen. Rund 185 Beschäftigte sind betroffen. Verhandlungen mit dem Betriebsrat seien sofort begonnen worden, heißt es in einer Mitteilung des Sanierungsberaters Schultze & Braun. Rheinfelden Carbon Products bleibt unberührt und setzt ihre Produktion für die metallurgische Industrie fort. Die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, steigende Energiepreise und schwache Nachfrage machten eine Fortführung der Aluminiumverarbeitung unmöglich.

Frank Walz- und Schmiedetechnik nutzt Eigenverwaltung

Die Frank Walz- und Schmiedetechnik, ein Hersteller von verschleißfesten Walz‑ und Schmiedeteile in der Landtechnik, hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Markus Mertens (Montag & Montag) und die Berater der KanzleiGörg unterstützen den Prozess. Der Geschäftsbetrieb läuft mit den rund 160 Mitarbeitenden als den Standorten Hatzfeld und Brehna weiter, während die Standorte in der Ukraine, Ungarn und den USA nicht betroffen sind. Carsten Koch (Westhelle und Partner) wurde als vorläufiger Sachwalter bestellt.

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Restrukturierer soll Warsteiner-Gruppe aus der Krise führen

FINANCE+Die deutschen Bierbrauer stecken in einer Absatzkrise. Der Warsteiner-Hersteller Haus Cramer Gruppe hat nun einen Chief Restructuring Officer an die Unternehmensspitze gesetzt. So ernst ist die Lage.

Swissplast übernimmt Durotherm

Die Swissplast Gruppe, die auf außergewöhnliche Kunststoffteile spezialisiert ist, hat den in Schieflage geratenen Kunststoffverarbeiter Durotherm übernommen. Im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens wurden die Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten von Durotherm übernommen und in einer Nachfolgegesellschaft fortgeführt. Die Standorte Haiterbach und Lindlar bleiben durch den Distressed-M&A-Prozess bestehen, Kundenbeziehungen werden fortgeführt und viele Arbeitsplätze gesichert. Holger Rhode und Raul Taras (Görg) als Chief Insolvency Officer sowie Frederik Wittop (Montag & Montag) als CRO spielten zentrale Rollen in diesem Prozess. Als vorläufiger Sachwalter war Martin Mucha (Grub Brugger) bestellt.

Sanierungsverfahren für Profilator

Der Hersteller für Präzisions-Werkzeugmaschinen aus Wuppertal, Profilator, setzt auf eine betriebliche Neuaufstellung in Eigenregie, um seine Position im globalen Markt zu stärken. Die Produktion von Präzisions-Werkzeugmaschinen für die Verzahnungstechnik läuft weiter, während Schultze & Braun das Unternehmen bei der Sanierung unterstützt. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und das Unternehmen nachhaltig neu aufzustellen. Thomas Ellrich (Voigt Salus) beaufsichtigt das Verfahren als vorläufiger Sachwalter.

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Varta muss Insolvenz anmelden

FINANCE+Vartas Sanierung ist fehlgeschlagen. Der kriselnde Batteriehersteller hat Insolvenz angemeldet. Dieser Schritt hatte sich abgezeichnet.

MBO bei J.G. Weisser Söhne

Der Geschäftsbetrieb von J.G. Weisser Söhne ist gerettet. Ein Management-Buy-out durch vier langjährige Führungskräfte sichert die Zukunft des Maschinenbauunternehmens, das nun als J.G. Weisser firmiert. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten infolge der Coronavirus-Pandemie und der Insolvenz der US-Muttergesellschaft Hardinge wurde im September 2024 ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Marc-Philippe Hornung (SZA Schilling, Zutt & Anschütz) überwachte den Prozess, der 156 Arbeitsplätze in St. Georgen langfristig sichert.

Übertragene Sanierung rettet De Crignis

Die Beteiligungsgesellschaft LSL Capital Group und der Investor Soseco haben den Augsburger Metallverarbeiter De Crignis in einer übertragenden Sanierung übernommen, um ihre Buy and Build-Strategie in der Metallverarbeitung fortzusetzen. Das Unternehmen firmiert nun als De Crignis Metall und fokussiert sich eigenen Angaben zufolge auf hochwertige Metallverarbeitung für die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Andreas Bonnard, geschäftsführender Gesellschafter der LSL Capital, und Udo Ehrlinger, Geschäftsführer der De Crignis, übernehmen die Geschäftsführung. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Darüber hinaus seien Investitionen in moderne Technologien und Digitalisierung geplant, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Marktpotenziale zu erschließen.

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Exklusiv: Restrukturierer Keppel heuert bei bekanntem Autozulieferer an 

FINANCE+Michael Keppel von Alix Partners hat die Rolle des CRO bei Fritz Winter übernommen. Er soll die Eisengießerei mit dem neuen CFO Klaus J. Rudolph durch eine der schwierigsten Phasen der Geschichte führen.

Investorenprozess für kriselnde SMB International gestartet

Der Lagersysteme-Hersteller SMB International aus Quickborn hat ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt, um Liquiditätsschwierigkeiten zu bewältigen, die aufgrund von drei durch die aktuelle Marktveränderung und durch Lieferengpässe unrentabel gewordene Projekte entstanden sind. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und wird durch Katharina Hansen und Matthias Wolgast (Münzel & Böhm) unterstützt. Jennie Best (Reimer) wurde zur vorläufigen Sachwalterin ernannt. Ein Investorenprozess wird gestartet, um die nachhaltige Sanierung des Unternehmens zu sichern.

Info

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Christian Vogel: Der stille Dealmaker von Clifford Chance https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma/christian-vogel-der-stille-dealmaker-von-clifford-chance-248019/ Wed, 29 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248019 Christian Vogel, Partner der Wirtschaftskanzlei Clifford Chance, führt das Ranking der Top-M&A-Anwälte 2025 an. Foto: Clifford Chance; Montage: FINANCE

Zwei Jahrzehnte, ein Gebäude, immer Clifford Chance – und jetzt Platz eins im deutschen M&A-Ranking. Wie Christian Vogel mit Beständigkeit an die Spitze kam. Teil 1 der Dealmaker-Serie.

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Christian Vogel, Partner der Wirtschaftskanzlei Clifford Chance, führt das Ranking der Top-M&A-Anwälte 2025 an. Foto: Clifford Chance; Montage: FINANCE

Zwei Jahrzehnte, ein Gebäude, immer Clifford Chance – und jetzt Platz eins im deutschen M&A-Ranking. Wie Christian Vogel mit Beständigkeit an die Spitze kam. Teil 1 der Dealmaker-Serie.

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Doppelspitze im Investment Banking: JP Morgan besetzt M&A-Führung neu https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma/doppelspitze-im-investment-banking-jp-morgan-besetzt-ma-fuehrung-neu-247681/ Mon, 20 Jul 2026 15:58:39 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=247681 Simon Schneider (links) und Henrik Jansen wurden bei JP Morgan zu neuen Co-Leitern des M&A-Geschäfts in Deutschland und Österreich ernannt. Foto: Linkedin/JP Morgan; Montage: FINANCE

JP Morgan setzt auf zwei erfahrene Dealmaker an der Spitze seines M&A-Geschäfts in Deutschland und Österreich. Henrik Jansen wird befördert, Simon Schneider soll von der Deutschen Bank kommen.

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Simon Schneider (links) und Henrik Jansen wurden bei JP Morgan zu neuen Co-Leitern des M&A-Geschäfts in Deutschland und Österreich ernannt. Foto: Linkedin/JP Morgan; Montage: FINANCE

JP Morgan setzt auf zwei erfahrene Dealmaker an der Spitze seines M&A-Geschäfts in Deutschland und Österreich. Henrik Jansen wird befördert, Simon Schneider soll von der Deutschen Bank kommen.

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Benchmark statt Bauchgefühl: Warum CFOs Kennzahlen vergleichen sollten https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/business-transformation/benchmark-statt-bauchgefuehl-warum-cfos-kennzahlen-vergleichen-sollten-246511/ Tue, 07 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=246511 7 Tage: So viel länger braucht der deutsche Mittelstand heute durchschnittlich, um investiertes Kapital zurückzuverwandeln. Die Benchmark-Studie von RSM Ebner Stolz zeigt, worauf es ankommt. Foto: HONGWEI-stock.adobe.com

Viele Mittelständler glauben, sie haben ein Marktproblem. Ein Benchmark-Vergleich zeigt oft anderes. Warum Verschuldungsgrad, Ebitda-Marge und Cash Conversion Cycle ohne Branchenkontext wertlos sind.

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7 Tage: So viel länger braucht der deutsche Mittelstand heute durchschnittlich, um investiertes Kapital zurückzuverwandeln. Die Benchmark-Studie von RSM Ebner Stolz zeigt, worauf es ankommt. Foto: HONGWEI-stock.adobe.com

Viele Mittelständler glauben, sie haben ein Marktproblem. Ein Benchmark-Vergleich zeigt oft anderes. Warum Verschuldungsgrad, Ebitda-Marge und Cash Conversion Cycle ohne Branchenkontext wertlos sind.

„Viele Unternehmen haben kein Marktproblem, sondern ein Steuerungsproblem“, davon ist Florian Seizer, Partner und Chartered Financial Analyst bei RSM Ebner Stolz, überzeugt. Er hat mit seinem Team Verschuldungsgrad, Cash Conversion Cycle, Ebitda-Marge und den Nettoverschuldungsgrad von über 1.800 mittelständischen Unternehmen mit Jahresumsätzen bis 250 Millionen Euro über vier Jahre hinweg ausgewertet – und die Daten stützen seine Aussage.

Entschuldung beim Mittelstand im Trend

Blende zurück ins Jahr 2022. Der Median-Verschuldungsgrad des deutschen Mittelstands erreicht mit 187 Prozent seinen Höchststand, hat RSM Ebner Stolz ermittelt. Viele CFOs hatten die Niedrigzinsphase genutzt, um Liquiditätspuffer aufzubauen, Investitionen vorzuziehen und sich gegen erwartete Kostensteigerungen abzusichern.

Die Entschuldungsdynamik hat in den darauffolgenden Jahren an Fahrt aufgenommen. Bis 2025 ist der branchenübergreifende Median laut Daten des Beratungshauses auf 154 Prozent gesunken. Das ist ein Rückgang um rund 33 Prozentpunkte.

Die eindrücklichste Bewegung zeigt die Automobilwirtschaft. Sie baute über die vergangenen vier Jahre 264 Prozentpunkte ab, der Maschinen- und Anlagenbau 101 Prozentpunkte. Diese Richtung schlagen nicht alle Branchen ein.

Baugewerbe, IT und Verkehr & Transport gehen den entgegengesetzten Weg. Bei ihnen steigen die Verschuldungsquoten, getrieben durch Transformationsinvestitionen, Kostendruck und schwächere Nachfrage.

Auch ein Größeneffekt ist laut der Analyseergebnisse ablesbar: Unternehmen unter 50 Millionen Euro Umsatz reagieren schneller auf externe Schocks, sehen sich zugleich aber restriktiveren Kreditvergabekriterien gegenüber.

Florian Seizer, CFA, ist seit 2025 Partner bei RSM Ebner Stolz und analysierte mit seinem Team über vier Jahre einschlägige Finanzkennzahlen von Mittelständlern, die nun Unternehmen Aufschluss über deren Positionierung im Branchenvergleich geben. Foto: RSM Ebner Stolz

Maschinenbau mit höchstem Cash Conversion Cycle

Von 54 Tagen im Jahr 2022 auf 61 Tage im Jahr 2025. Ganze sieben Tage sind über die vergangenen vier Jahre obendrauf gekommen, um investiertes Umlaufvermögen in liquide Mittel zurückzuverwandeln. So zeigt es die Studie im Durchschnitt. Was heißt das konkret? Seizer erklärt: „Bei einem Unternehmen mit 100 Millionen Euro Umsatz entspricht ein Anstieg von sieben Tagen circa 2 Millionen Euro, die mehr im Kapital gebunden sind. Das Geld ist zwar nicht weg, aber es steht auch nicht zur Verfügung. Der Unterschied zwischen Vollgas und Handbremse“, erklärt der Finanzanalyst im RSM Ebner Stolz Podcast „Mittelstandstalk“.

Besonders massiv hat sich der Cash Conversion Cycle (CCC) in zwei Branchen ausgedehnt: Im Maschinen- und Anlagenbau steigt der CCC um 52 Tage, in der Metall- und Elektroindustrie um 40 Tage. Haupttreiber sei das gestiegene Days Inventory Outstanding, also ein strategischer Lageraufbau als Absicherung gegen Lieferkettenprobleme. Dieser hat längst ausgedient, steht aber in vielen Bilanzen noch. Dazu kommt eine breite Verschlechterung der Zahlungsmoral, meint Seizer.

So kontrollieren CFOs ihren Cash Conversion Cycle

Der Finanzanalyst weiß, wo man in diesem Falle ansetzt: nicht beim Lager, auch wenn es in absoluten Werten oft der größte Posten ist. Die Hebelwirkung liegt woanders, nämlich im Forderungsmanagement. Welche Schlüsselkunden zahlen zu spät, warum, und wie kommt man ins Gespräch? Anschließend sollten Unternehmen Zahlungsziele bei Lieferanten systematisch ausreizen, ohne die Beziehungen zu gefährden. Eine effiziente Lagerhaltung erfordert tiefere operative Eingriffe in Disposition und Produktionsplanung.

Zur Einordnung empfiehlt Seizer ein einfaches Ampelsystem: Grün, wenn der eigene CCC auf der Branchen-Benchmark liegt und stabil ist. Gelb, wenn er deutlich darüber liegt, aber nicht weiter steigt. Rot, wenn er über der Benchmark liegt und weiterwächst – dann herrscht sofortiger Handlungsbedarf. Die Faustregel: Man sollte spätestens dann aktiv werden, wenn der CCC schneller steigt als der Umsatz.

„Am Kapitalmarkt ist es selbstverständlich, jede Zahl sofort zu benchmarken.“

Florian Seizer, Partner bei RSM Ebner Stolz

Ebitda-Marge: Was Margen-Champions anders machen

Von allen vier Kennzahlen ist die Ebitda-Marge die, die Geschäftsführer am unmittelbarsten spüren. Sie ist über den Studienzeitraum hinweg um rund 1 Prozentpunkt zurückgegangen, konkret von 6,2 auf 5,0 Prozent. Das liest sich zunächst harmlos. In absoluten Zahlen könnte dies für ein Unternehmen mit niedrigerer Ausgangsmarge jedoch einen Ergebnisrückgang von 10 oder gar 20 Prozent zur Folge haben. Dann fehlt gemäß Seizer Kapital „um Investitionen zu tätigen, Tilgungen durchzuführen oder einen Sicherheitspuffer aufzubauen“.

Was machen Margen-Champions anders? Laut Seizer überraschend wenig Neues – aber konsequenter und früher. Drei Muster stechen heraus. Erstens: Preiserhöhungen ohne Zögern, sobald sich die Kostenseite bewegt; keine Gießkanne, sondern differenziert nach Kunde und Produkt. Zweitens: kein Volumenwachstum auf Kosten der Profitabilität. Und drittens, der am meisten unterschätzte Faktor, interne Transparenz. Wer nicht weiß, mit welchen Kunden, Projekten und Produkten er Geld verdient, steuert blind. Margen-Champions haben diese Transparenz. Deshalb können sie schnell reagieren, wenn sich Marktgegebenheiten ändern.

CFOs müssen die richtigen Fragen stellen

Benchmarking trennt makroökonomischen Gegenwind von unternehmenseigenem Versagen. Das ist die Voraussetzung dafür, die richtigen Stellschrauben zu finden – im laufenden Controlling, im Finanzierungsdialog, im Transaktionsprozess. „Am Kapitalmarkt ist es selbstverständlich, jede Zahl sofort zu benchmarken“, sagt Seizer. „Diese Möglichkeit wollen wir mit der Studie auch mittelständischen Unternehmen geben.“ Der Einstieg muss kein großes Projekt sein.

Seizers Empfehlung: Unternehmer sollten den Cash Conversion Cycle aus dem letzten Jahresabschluss berechnen, gegen die Branchen-Benchmark stellen und vergleichen wie man im Branchendurchschnitt abschneidet. „Warum bin ich besser als der Wettbewerb? Warum bin ich schlechter als der Wettbewerb? Warum ist mein Cash Conversion Cycle gestiegen oder gesunken? Und mit diesen Fragen auch auf das Controlling zugehen, um Entscheidungen abzuleiten.“ Dafür braucht es weder ein teures Tool, noch viele Berater oder eine umfassende Vorbereitung.

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Neuer CVC-Fonds um fast 70 Prozent überzeichnet https://www.finance-magazin.de/deals/private-equity/neuer-cvc-fonds-um-fast-70-prozent-ueberzeichnet-246504/ Mon, 06 Jul 2026 10:39:46 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=246504 Investoren setzen auf den europäischen Mittelstand und überzeichnen Mid-Market-Fonds von CVC. Foto: L.S.-stock.adobe.com

Erfolgreiches Fundraising für CVC: Der Private-Equity-Investor sammelt für seinen neuen europäischen Mid-Market Fonds Catalyst III rund 3 Milliarden Euro ein. Die ersten Investments wurden schon getätigt.

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Investoren setzen auf den europäischen Mittelstand und überzeichnen Mid-Market-Fonds von CVC. Foto: L.S.-stock.adobe.com

Erfolgreiches Fundraising für CVC: Der Private-Equity-Investor sammelt für seinen neuen europäischen Mid-Market Fonds Catalyst III rund 3 Milliarden Euro ein. Die ersten Investments wurden schon getätigt.

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Platform Group: Aktionäre sagen Nein zum Abschlussprüfer https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/wirtschaftspruefer/platform-group-aktionaere-sagen-nein-zum-abschlusspruefer-246397/ Fri, 03 Jul 2026 10:42:22 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=246397 Auf Anraten der DSW haben die Aktionäre von The Platform Group gegen die Wiederwahl des Wirtschaftsprüfers gestimmt. Foto: kebox - stock.adobe.com

Mit 71,68 Prozent der Stimmen lehnten die Aktionäre der Platform Group auf der Hauptversammlung die Wahl des Abschlussprüfers ab. Derweil kämpft das Unternehmen an mehreren Fronten gleichzeitig.

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Auf Anraten der DSW haben die Aktionäre von The Platform Group gegen die Wiederwahl des Wirtschaftsprüfers gestimmt. Foto: kebox - stock.adobe.com

Mit 71,68 Prozent der Stimmen lehnten die Aktionäre der Platform Group auf der Hauptversammlung die Wahl des Abschlussprüfers ab. Derweil kämpft das Unternehmen an mehreren Fronten gleichzeitig.

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Restrukturierungs-News: EY Restructuring Pulse, Hellweg Österreich, EIP https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/restrukturierungs-news-ey-restructuring-pulse-hellweg-oesterreich-eip-246237/ Thu, 02 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=246237 Dass Restrukturierungen zunehmen, hat laut dem Restructuring Pulse Survey von EY nicht mehr mit Umsatzproblemen zutun. Foto: Andrii - stock.adobe.de

Restrukturierungen haben Strukturprobleme, Hellweg saniert sich in Österreich in Eigenverwaltung und der frühere Metro-Geschäftsführer heuert bei EIP an – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Dass Restrukturierungen zunehmen, hat laut dem Restructuring Pulse Survey von EY nicht mehr mit Umsatzproblemen zutun. Foto: Andrii - stock.adobe.de

Restrukturierungen haben Strukturprobleme, Hellweg saniert sich in Österreich in Eigenverwaltung und der frühere Metro-Geschäftsführer heuert bei EIP an – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

Restrukturierungen haben ein Strukturproblem

Für die Restructuring Pulse Survey 2026 hat EY Workout-Banker führender europäischer Banken befragt. Sie zeichnen ein klares Bild: Während laut Survey in der Vergangenheit Umsatzrückgänge als Haupttreiber für Restrukturierungssituationen dominierten, rücken nun makroökonomische und geopolitische Faktoren in den Vordergrund. Die Konjunkturabschwächung (24 Prozent), geopolitische Unsicherheiten (20 Prozent) und steigende Energie- und Rohstoffkosten (17 Prozent) treiben heute außerdem die Restrukturierungsagenda.

Der Automotive-Sektor führt die Rangliste der Restrukturierungsaktivität mit 30 Prozent deutlich an – geprägt von Elektrifizierungsdruck, chinesischer Konkurrenz und hohen Fixkosten entlang der Lieferkette. Das verarbeitende Gewerbe (15 Prozent) folgt mit wachsendem Druck durch Standortnachteile gegenüber Asien und den USA. Energie und Versorgung sind zunehmend belastet (8 Prozent), da der Transformationsdruck der Energiewende auf Cashflows und Finanzierungsstrukturen drückt.

Banken werden laut Survey insgesamt selektiver und vorsichtiger. Bei 73 Prozent der neu verhandelten Covenants wurden die Bedingungen zugunsten der Kreditgeber verschärft. Die wichtigsten Faktoren, nach denen Workout-Banker ihre Unterstützung ausrichten, seien aktive Gesellschafterunterstützung und ein glaubwürdiger Businessplan mit realistischen, datenbasierten Annahmen. Die Finanzierung von Restrukturierungen bleibe zwar primär bankgeprägt (bestehende Kreditgeber: 31 Prozent), doch das Bild diversifiziere sich spürbar. Eigentümer sind zunehmend gefordert, eigenes Kapital einzubringen (28 Prozent). Daneben spielen neue Investoren und Private-Equity-Fonds eine wachsende Rolle.

Der Trend gehe klar weg vom klassischen operativen Turnaround hin zu strategischen Maßnahmen: Verkäufe von Assets, beschleunigte M&A-Prozesse und Kapitalzuführungen durch Gesellschafter gewinnen an Bedeutung. Unternehmen, die sich bisher mit operativen Anpassungen über Wasser gehalten haben, müssen nun fundamentalere Entscheidungen treffen.

Hellweg saniert sich auch in Österreich in Eigenverwaltung

Hellweg hat nun auch in Österreich einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Zum Sanierungsverwalter wurde Peter Shamiyeh (Shamiyeh Reiser Rechtsanwälte) bestellt. Zwei Wochen zuvor hat die Dortmunder Baumarktkette in Deutschland Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Laut der „Lebensmittelzeitung“ soll Hellweg seinen Warenkreditversicherer verloren haben. Das Unternehmen kämpft schon seit mehreren Jahren mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die unter anderem auf schwache Nachfrage, höhere Preise im Einkauf und steigende Mieten zurückgehen.

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Hellweg-Gruppe beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

FINANCE+Die Baumarkbetreiber Hellweg und Baywa Bau- und Gartenmärkte gehen nach Jahren der Krise in die Insolvenz. Die Baywa AG hat ihre Kredite an die frühere Tochter bereits abgeschrieben.

Früherer Metro-Geschäftsführer heuert bei EIP an

Martin Schumacher. Foto: EIP
Martin Schumacher. Foto: EIP

Der Retail- und Restrukturierungsexperte Martin Schumacher ist seit Juni bei der Restrukturierungsberatung Executive Interim Partners (EIP) tätig. Schumacher bringt über 25 Jahre internationale Führungserfahrung mit, unter anderem als Geschäftsführer bei Metro in Deutschland, Russland und der Ukraine. Dort leitete er Transformationsprojekte und trieb die digitale und Multichannel-Entwicklung voran. Seine Expertise in der Restrukturierung sammelte er bei Alix Partners in New York, wo er Mandate im Großhandel und Einzelhandel betreute. Zuletzt war er als Co-CEO bei The Container Store tätig, wo er die Sanierung des Unternehmens leitete.

Bei EIP soll Schumacher Handels- und Konsumgüterunternehmen bei der operativen Stabilisierung und Restrukturierung unterstützen. Seine umfassende Erfahrung in der Konzernführung und Restrukturierungsberatung soll den Ausbau der Partnerschaft vorantreiben.

Horváth verpflichtet Geschäftsführer von CMS Advisory

Tobias Fusten verstärkt seit Ende Juni das Team Performance Improvement, Restructuring & Transactions bei Horváth.

Tobias Fustern Foto: Horváth
Tobias Fustern Foto: Horváth

Fusten bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Restrukturierungsberatung und im Turnaround-Management mit. Zuletzt war er als Geschäftsführer von CMS Advisory tätig und begleitete Unternehmen bei der Bewältigung von Krisensituationen. Sein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Umsetzung komplexer Sanierungs- und Transformationskonzepte.

Bei Horváth soll er gemeinsam mit Patrick Heurich, der das Performance-Team leitet, den Ausbau der finanzwirtschaftlichen Restrukturierung sowie die Erstellung und Umsetzung von IDW-S6-Sanierungsgutachten vorantreiben. Zugleich soll Fusten als Ansprechpartner für Workout-Units, CROs und CFOs in Krisensituationen fungieren.

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Houlihan Lokey sucht Nachfolger für Restrukturierungs-Urgestein Lerche

FINANCE+Bei Houlihan Lokey steht ein wichtiger Führungswechsel an: Restrukturierungschef Niklas Lerche soll nach FINANCE-Informationen in den Ruhestand gehen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft offenbar bereits.

Buhler Versatile kauft Anteile von Atlas

Der kanadische Hersteller von Landmaschinen Buhler Versatile hat Mitte Juni die Vermögenswerte des Baumaschinenherstellers Atlas Gruppe abgeschlossen. Diese umfasst die Atlas GmbH, Atlas Spare Parts, Atlas Group Services, Atlas Kompakt sowie Anteile an Atlas Cranes UK. Die Transaktion, die unter anderem die Genehmigung nach dem Außenwirtschaftsgesetz erfordert, soll den Geschäftsbetrieb und einen Großteil der Beschäftigten sichern. Buhler Versatile, Teil der global agierenden Asko Group, erweitert durch diesen strategischen Schritt die Präsenz in Europa.

RSM Ebner Stolz hat Buhler Versatile bei der Übernahme beraten. Die Atlas Gruppe befindet sich in Eigenverwaltung und wird durch die Sanierungsexperten Malte Köster und Hans-Joachim Berner (Kösterberner) unterstützt. Hendrik Gittermann (Reimer) fungiert als Sachwalter. Die KanzleienTaylor Wessing und Mishcon de Reya sowie RSM UK unterstützten bei den rechtlichen Aspekten in Deutschland und Großbritannien.

US-Investor übernimmt insolventen PVC-Hersteller Vynova

Der insolvente PVC-Hersteller Vynova in Wilhelmshaven wurde erfolgreich vom US-Investor WestlakeVinnolit übernommen. Die Transaktion erforderte unter anderem eine Neuverhandlung wesentlicher Verträge aufgrund der speziellen Standortbedingungen und konzernrechtlichen Verflechtungen. Das Chemieunternehmen Vynova Wilhelmshaven musste im Dezember einen Insolvenzantrag stellen. Gründe dafür waren laut Insolvenzverwalter vor allem die schwache Konjunktur und die hohen Energiepreise. Görg beriet den Insolvenzverwalter Christian Kaufmann (Pluta) bei dem Verkauf. SZA Schilling, Zutt & Anschütz haben Westlake Vinnolit bei der Distressed-M&A-Transaktion beraten.

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Neuer Plan, alte Zweifel: Baywa will Kerngeschäft retten

FINANCE+Kerngeschäft schützen, Schuldenschnitt, Aktien-Treuhand, Herauslösung von Baywa Re: Baywa präsentiert seinen neuen Sanierungsplan – mit vielen Fragezeichen.

Polstermöbelfirma Himolla saniert sich unter Schutzschirm

Der Polstermöbelhersteller Himolla hat ein Schutzschirmverfahren eingeleitet, um eigenen Angaben zufolge seine Wettbewerbsfähigkeit angesichts rückläufiger Märkte zu stärken. Trotz stabiler Marktanteile konnten bisherige Restrukturierungsmaßnahmen die Umsatzeinbußen nicht kompensieren. Alle Aufträge werden weiterhin umgesetzt. Tillmann Peeters (Falkensteg) unterstützt als Sanierungsgeschäftsführer, während Thomas Reissmann (DMR Legal) insolvenzrechtlich berät. Tochterunternehmen in Osteuropa sind nicht betroffen. Der Sofahersteller erwirtschaftete mit rund 2.000 Beschäftigten in Europa zuletzt einen Jahresumsatz von rund 190 Millionen Euro. Himolla gehört seit Juli 2025 mehrheitlich der Conzima-Gruppe des Unternehmers Manfred Ziegler. Die Conzima-Gruppe beschreibt sich selbst als Spezialist für Unternehmen mit Ertrags-, Struktur- und Existenzproblemen.

Chinesischer Investor übernimmt Perlon

Die Zukunft der Perlon-Gruppe, einem führenden Hersteller synthetischer Filamente, ist gesichert. Nach intensiven Verhandlungen im Eigenverwaltungsverfahren wurde die Gruppe erfolgreich restrukturiert. Wuxi Yinda Nylon aus China setzte sich im globalen Investorenprozess durch, der von Falkensteg gesteuert wurde. Die operative Stabilität während des Verfahrens war entscheidend. Rund 450 der knapp 510 Arbeitsplätze in Deutschland bleiben erhalten. Die Transaktion wurde von dem Sachwalter Max Liebig (Liebig) begleitet. Wuxi Yinda Nylon wurde von der Kanzlei Taylor Wessing beraten, Markus Mairgünther und Christian Plail (beide SGP Schneider Geiwitz) haben als Generalhandlungsbevollmächtigte das Management beraten.

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