Esra Laubach https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/esra-laubach/ für kluge Finanzentscheidungen Wed, 13 May 2026 09:30:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Lazard-Banker verstärkt Debt Advisory bei Rödl  https://www.finance-magazin.de/banking-berater/debt-advisory/lazard-banker-verstaerkt-debt-advisory-bei-roedl-242698/ Tue, 12 May 2026 09:22:03 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242698 Daniel Heinl bringt 13 Jahre Erfahrung bei Investmentbanken mit an seine neue Wirkungsstätte bei Rödl in Eschborn. Foto: Rödl/Montage: FINANCE

Das Beratungshaus Rödl holt Daniel Heinl ins Debt-Advisory-Team. Das hat die Next-Seven-Gesellschaft mit dem Lazard-Banker vor.

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Daniel Heinl bringt 13 Jahre Erfahrung bei Investmentbanken mit an seine neue Wirkungsstätte bei Rödl in Eschborn. Foto: Rödl/Montage: FINANCE

Das Beratungshaus Rödl holt Daniel Heinl ins Debt-Advisory-Team. Das hat die Next-Seven-Gesellschaft mit dem Lazard-Banker vor.

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Unicredit legt offizielles Übernahmeangebot für Commerzbank vor https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma/unicredit-legt-offizielles-uebernahmeangebot-fuer-commerzbank-vor-242233/ Tue, 05 May 2026 11:22:52 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=242233 Die Unicredit hat ihr offizielles Übernahmegebot für die Commerzbank vorgelegt. Es gibt einen Haken. Foto: Casimiro - stock.adobe.com

Die Italiener haben ihr offizielles Übernahmegebot für die Commerzbank vorgelegt. Der Preis ist kalkuliert, die Strategie klar und nun gibt es von Unicredit noch eine Aufforderung zum Dialog.

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Die Unicredit hat ihr offizielles Übernahmegebot für die Commerzbank vorgelegt. Es gibt einen Haken. Foto: Casimiro - stock.adobe.com

Die Italiener haben ihr offizielles Übernahmegebot für die Commerzbank vorgelegt. Der Preis ist kalkuliert, die Strategie klar und nun gibt es von Unicredit noch eine Aufforderung zum Dialog.

Es ist der nächste Zug im monatelangen Übernahmepoker: Unicredit hat ihr formelles Kaufangebot für die Commerzbank eingereicht. Die italienische Großbank, die bereits rund 30 Prozent der Anteile am Dax-Konzern hält – knapp 27 Prozent direkt, weitere knapp 6 Prozent über sogenannte Total Return Swaps –, will sich nun den Rest sichern. Das Angebot richte sich an sämtliche Commerzbank-Aktien, die Unicredit bislang noch nicht besitzt, teilten die Mailänder heute Vormittag mit.

Die Angebotsfrist läuft demnach bis zum 16. Juni. Die Konditionen: Für jeden Commerzbank-Anteilsschein bieten die Italiener 0,485 neue Unicredit-Aktien. Auf Basis eines Drei-Monats-Durchschnittskurses entspreche das einem Wert von 34,35 Euro je Aktie, rechnet Unicredit vor. Die Annahmefrist kann verlängert werden, etwa wenn ein konkurrierendes Angebot eingeht oder die Commerzbank in diesem Zeitraum eine Hauptversammlung einberuft.

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Trotz „Unlocked“, Orcel bietet Dialog an

In der Angebotsunterlage formuliert die Bank offen, dass sie das Verfahren nutzen will, „um in einen Dialog mit der Commerzbank-Gruppe einzutreten“ – und dabei ihre Sicht auf die Strategie der Frankfurter zu teilen. Konkret schlägt Unicredit die Bildung einer Arbeitsgruppe vor, die eine gemeinsame Vision und Strategie entwickeln soll.

Dabei hat Unicredit-CEO Andrea Orcel bereits eine Agenda für die Commerzbank formuliert. Er hat ihr sogar bereits einen Namen gegeben: „Unlocked“. Diese sieht vor, das Auslandsgeschäft der Commerzbank einzugrenzen, das Institut nach dem Modell der Unicredit und ihrer deutschen Tochter Hypovereinsbank (HVB) umzubauen – und die Kosten massiv zu drücken. Für das Geschäftsjahr 2028 kalkuliert Orcel mit Kosten von 4,7 bis 5,7 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 4,2 bis 5,1 Milliarden Euro. Die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, soll auf 40 bis 42 Prozent sinken.

Besonders interessant: Beim Thema Personal stellt Orcel die von der Commerzbank selbst geplanten 3.900 Stellenstreichungen in Deutschland den eigenen Effizienzplänen gegenüber. Personalkosten will er vor allem in Bereichen senken, die nicht zum Kerngeschäft gehören – also etwa in der Verwaltung.

Die entscheidende Schwäche: Angebot unter Marktpreis

Orcels Angebot hat einen strukturellen Haken. Eine Commerzbank-Aktie kostet an der Börse derzeit rund 35 Euro – und liegt damit über dem angebotenen Gegenwert von 34,35 Euro. Wer seine Commerzbank-Anteile also zum aktuellen Marktpreis verkaufen kann, hat wenig Anreiz, sie gegen UniCcredit-Aktien zu tauschen.

Unicredit selbst erwartet deshalb nicht, mit diesem Tauschangebot die Kontrollmehrheit zu erringen. Die Aktionärsstruktur macht deutlich, wie schwer das werden dürfte: Neben Unicredit halten institutionelle Investoren rund 31 Prozent der Anteile, Privatanleger etwa 20 Prozent, der Bund noch rund 12 Prozent und BlackRock knapp 5 Prozent.

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Commerzbank sah bislang keinen Dialoggrund

Auf der anderen Seite der Front gibt es bereits eine Reaktion. Die Commerzbank hat sich über eine Mitteilung geäußert: Sie nimmt die Angebotsunterlage der Unicredit „im Rahmen ihres unabgestimmten Übernahmeangebots zur Kenntnis.“ Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat werden die Angebotsunterlage sorgfältig prüfen und „ihre begründete Stellungnahme“ innerhalb der gesetzlichen Frist veröffentlichen, heißt es von den Frankfurtern.

Zusätzlich zu ihrem Quartalsergebnis will die Bank am 8. Mai ein Strategie-Update bekanntgeben und die aktualisierten Finanzziele bis 2030 vorstellen.

Management, Betriebsrat und Belegschaft der Commerzbank wehren sich seit Monaten gegen das, was sie als „feindliches“ Taktieren Orcels bezeichnen. Firmenkundenvorstand Michael Kotzbauer warnte in einem Interview mit der F.A.Z. eindringlich: Unicredits Plan werde die Commerzbank zerlegen. Anfang April ließ die Bank offiziell verlauten, sie sehe keine Grundlage für einen Dialog mit den Italienern.

Das Angebot liegt nun auf dem Tisch. Ob es die Commerzbank-Aktionäre überzeugt – oder ob Orcel am Ende doch an der eigenen Preisrechnung scheitert – wird sich bis zum 16. Juni entscheiden.

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Restrukturierungs-News: Alix Partners, Balver Zinn, Rofu Kinderland https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/restrukturierungs-news-alix-partners-balver-zinn-rofu-kinderland-241790/ Tue, 28 Apr 2026 06:02:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241790 Leere Kassen trotz Umsatzplus. Hohe Zinsen lassen den Unternehmen kaum Luft zum Atmen. Foto: aomas- stock.adobe.de

Alix Partners Debt Report: Der freie Cashflow stagniert seit 2019, Londoner AMC übernimmt Balver Zinn, erfahrener Investor kauft Rofu Kinderland – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Leere Kassen trotz Umsatzplus. Hohe Zinsen lassen den Unternehmen kaum Luft zum Atmen. Foto: aomas- stock.adobe.de

Alix Partners Debt Report: Der freie Cashflow stagniert seit 2019, Londoner AMC übernimmt Balver Zinn, erfahrener Investor kauft Rofu Kinderland – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

Alix Partners Debt Report: Freier Cashflow stagniert seit 2019

Unternehmen in der DACH-Region stehen vor einer massiven Refinanzierungsherausforderung. Laut dem aktuellen DACH Debt Report der Unternehmensberatung Alix Partners werden 2027 bei den rund 1.000 untersuchten Unternehmen Schulden in Höhe von insgesamt 151 Milliarden Euro fällig. Unternehmen ohne Investment-Grade-Rating sehen sich mit noch strengeren Bedingungen konfrontiert.

Die Ertragslage der untersuchten DACH-Unternehmen wirkt laut Studie auf den ersten Blick solide. Seit 2019 stiegen ihre Umsätze und ihr Ebitda um über 30 Prozent. Der freie Cashflow hingegen stagnierte, während sich gleichzeitig der absolute Zinsaufwand um knapp 90 Prozent erhöhte. Inzwischen werden fast 30 Prozent des freien Cashflows für Zinszahlungen verwendet. 2019 lag der Anteil lag noch bei der Hälfte. Für Investitionen in Digitalisierung, Dekarbonisierung und Innovation bleibe den Unternehmen damit zunehmend weniger Spielraum.

Besonders die Automobilbranche ist stark betroffen. Hier ist der freie Cashflow um fast 50 Prozent eingebrochen, während die Zinslast um 220 Prozent gestiegen ist und nun über 60 Prozent des Cashflows beansprucht. Die Nettoverschuldung hat sich ebenfalls erhöht, was den Druck auf die Branche weiter verstärkt.

Die Herausforderungen werden durch hohe Finanzierungskosten und den Rückgang von Private-Debt-Finanzierungen verschärft. Trotz einer Senkung des Leitzinses bleiben die Kosten hoch, und alternative Finanzierungsquellen verlieren an Verlässlichkeit. Unternehmen müssen sich auf die Cashflow-Generierung konzentrieren, um die nächste Refinanzierungsrunde erfolgreich zu meistern, raten die Experten von Alix Partners.

Londoner AMC übernimmt Balver Zinn

Die seit Februar insolvente Balver Zinn Gruppe, die Lötmittel anbietet, hat einen Investor gefunden. Im Rahmen eines strukturierten Prozesses während des Insolvenzverfahrens übernahm die Amalgamated Metal Corporation (AMC) den Geschäftsbetrieb. AMC ist ein international tätiges Industrieunternehmen mit Sitz in London und will Balver Zinn in seine Metall- und Recyclingorganisation integrieren. Dies soll AMCs europäische Präsenz im Bereich Zinnlegierungen und Metallrecycling stärken.

Die Übernahme, rechtlich begleitet von den Görg-Partnern Michael Schaumann und Christopher Schiller, sichert die Fortführung an allen Balver-Zinn-Standorten in Deutschland, den Niederlanden und den USA. Die wesentlichen Vermögensgegenstände und operativen Geschäftsbetriebe wurden im Zuge der Sanierung übertragen. Die Gruppe musste aufgrund finanzieller Engpässe und Materialbeschaffungsproblemen, die zu einer angespannten Liquidität führten, Insolvenz anmelden.

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Galeria: Wieder am Rand des Kollapses

FINANCE+Ein neuer Anfang, ein alter Befund: Galeria ringt erneut um Luft. Der frische Kredit verschafft Zeit, aber dürfte kaum reichen, um das Grundproblem zu lösen.

Erfahrener Investor kauft Rofu Kinderland

Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat im Eigenverwaltungsverfahren einen entscheidenden Schritt gemacht. Nur drei Monate nach dem Insolvenzantrag wurde eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding abgeschlossen. Ziel sei es, Rofu finanziell zu stabilisieren und wirtschaftlich erfolgreich zu machen. Marcus Katholing (Pluta) leitet die Sanierung, unterstützt von Daniela Jeske und Stefan Warmuth (Pluta). Annemarie Dhonau (Schiebe und Collegen) überwacht als Sachwalterin das Verfahren. Ein Insolvenzplan wird erstellt, um den Gläubigern eine Lösung anzubieten.

Die Vereinbarung sichert den Fortbestand von 77 Filialen und 1.120 Arbeitsplätzen. Dennoch: 27 Standorte werden geschlossen. Der Personalabbau soll auch die Zentrale und das Außenlager betreffen. Die Investorenlösung ermöglicht Rofu, ab August eigenständig zu agieren.

Industrieholding KAP restrukturiert ihre Verbindlichkeiten

Die Industrieholding KAP hat ihre finanziellen Verbindlichkeiten restrukturiert. Die börsennotierte Industrieholding fokussiert sich mit 18 Standorten und rund 1.550 Mitarbeitenden in zehn Ländern auf die Segmente Flexible Films, Engineered Products und Surface Technologies.

Die Vereinbarung, die von der Advisory-Boutique Herter & Co. begleitet wurde, umfasst ein Volumen von 96 Millionen Euro und verlängert den Konsortialkredit bis März 2029. Diese neue Finanzierungsstruktur bietet KAP eine stabile Basis, um notwendige Restrukturierungsmaßnahmen gemäß dem IDW-S6-Gutachten umzusetzen. Angesichts der schwachen Nachfrage in wichtigen Abnehmerbranchen sichert die Vereinbarung die Liquidität und reduziert das Risiko für Kreditgeber.

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IDW-S6 gibt Surteco Impuls für Finanzierungsverlängerung

Die Surteco Group, ein Hersteller von dekorativen Oberflächenmaterialien, hat sich mit ihren Banken und Schuldscheininhabern auf eine Verlängerung der Finanzierung bis Ende 2029 geeinigt. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung hervor. Basierend auf einem Gutachten nach IDW-S6 Standard wurden Maßnahmen zur Stärkung der Finanzlage beschlossen, darunter die Aussetzung von Dividenden und die Einhaltung eines Mindestliquiditätsrahmens. Sicherheiten umfassen erstrangige und zweitrangige Anteilsverpfändungen. Eine mögliche Veräußerung der Bereiche Profiles und Edgebands wird geprüft, um Finanzverbindlichkeiten zu reduzieren.

Automobilzulieferer Plastic Manufacturing findet Investor

Der Insolvenzverwalter des Automobilzulieferers Plastic Manufacturing Group, Volker Böhm (Schultze & Braun), hat eine Einigung mit einem strategischen Investor erzielt, die die Fortführung wesentlicher Teile der Gruppe ermöglicht. Die Standorte in Diepersdorf und Lüdenscheid werden übernommen, wobei rund 350 Arbeitsplätze gesichert werden sollen. Die Kartellbehörde muss noch zustimmen. Der Standort Oberlungwitz wird hingegen abgewickelt. In Diepersdorf kommt es zu einem Stellenabbau. Eine Transfergesellschaft unterstützt die betroffenen Mitarbeiter. Die Plastic Manufacturing Group gehört zum US-amerikanischen Konzern First Brands Group und hatte im November 2025 Insolvenz anmelden müssen.

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Wilhelm Gronbach geht in die Eigenverwaltung

Der Metall- und Kunststoffverarbeiter Wilhelm Gronbach in Wasserburg am Inn hat ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet, um die Restrukturierung abzuschließen. Unterstützt wird die Geschäftsführung von Markus Fauser und Johannes Chrocziel (Anchor) als Sanierungsexperten. Internationale Standorte in Österreich, Italien und der Slowakei sind nicht betroffen. Volker Böhm (Schultze & Braun) begleitet das Verfahren als vorläufiger Sachwalter. Die Gronbach Gruppe reagiert damit auf Marktveränderungen und Kostensteigerungen.

Erich Jaeger stellt Insolvenzantrag

Der Automobilzulieferer Erich Jaeger hat Insolvenz angemeldet. Jan Markus Plathner (Brinkmann & Partner) fungiert als vorläufiger Insolvenzverwalter. Mit 1.000 Beschäftigten an elf internationalen Standorten bleibt die Produktion von Steckverbindungssystemen für verschiedene Industriezweige stabil. Plathner und sein Team streben eine Investorenlösung an. Erste Gespräche mit Kunden und Lieferanten laufen, um die operative Stabilität zu gewährleisten und eine nachhaltige Sanierung zu ermöglichen.

Domo-Chemiewerk in Leuna gerettet

Die drohende Stilllegung des Chemiewerks Domo Caproleuna ist abgewendet. Insolvenzverwalter Lucas Flöther (Flöther & Wissing) hat das Werk an eine von Infraleuna und Leuna-Harze gegründete Auffanggesellschaft übertragen, wodurch 436 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Das Insolvenzverfahren für die drei deutschen Domo-Unternehmen wurde eröffnet. Die neue Gesellschaft, Leuna-Polyamid, übernimmt den Standort und die Immobilie. Ein Interessenausgleich mit Sozialplan wurde vereinbart, 39 Beschäftigte mussten betriebsbedingt gekündigt werden.

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Neue RTL-CFO muss Millionenintegration von Sky anführen https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/neue-rtl-cfo-muss-millionenintegration-von-sky-anfuehren-241651/ Fri, 24 Apr 2026 10:11:26 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241651 Julia Kloke wechselt nach 24 Jahren bei Bertelsmann zu RTL Deutschland und wird ab Mai die CFO-Position besetzen. Foto: RTL

Die Bertelsmann-Managerin Julia Kloke wechselt zum Mai als CFO zum Medienhaus RTL nach Köln. Die erfahrene Finanzmanagerin steht vor einer Mammutaufgabe – sie muss die Sky-Integration anführen.

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Julia Kloke wechselt nach 24 Jahren bei Bertelsmann zu RTL Deutschland und wird ab Mai die CFO-Position besetzen. Foto: RTL

Die Bertelsmann-Managerin Julia Kloke wechselt zum Mai als CFO zum Medienhaus RTL nach Köln. Die erfahrene Finanzmanagerin steht vor einer Mammutaufgabe – sie muss die Sky-Integration anführen.

Der Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky Deutschland ist besiegelt. Zwei Tage später gibt die RTL Group die neue Geschäftsführung bekannt – auch die CFO-Position wird umbesetzt. Zum Mai tritt Julia Kloke die Nachfolge der bisherigen CFO Ingrid Heisserer an. Die 46-jährige Kloke kommt vom Bertelsmann-Finanzdienstleister Riverty und kennt den Konzern seit mehr als zwei Jahrzehnten aus verschiedenen Finanzpositionen. Zuletzt war sie CFO bei Riverty.

Die scheidende CFO Heisserer wird das Medienhaus auf eigenen Wunsch verlassen, heißt es in der Mitteilung. Der Wechsel an der Finanzspitze erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Die EU-Kommission hatte am Mittwochabend die Sky-Übernahme ohne Auflagen genehmigt – der Deal soll bereits zum Juni abgeschlossen werden.

Neue Geschäftsführung vereint RTL und Sky

Die neue RTL-Geschäftsführung setzt sich strategisch aus Vertretern beider Unternehmen zusammen: Elke Walthelm, derzeit Chief Operating Officer von Sky Deutschland, übernimmt als Personalchefin die zentrale Rolle bei der Integration der beiden Unternehmen. Michael Radelsberger, aktuell Geschäftsführer von Sky Austria und Sky Media, wird für das Pay-Geschäft mit rund 12,3 Millionen zahlenden Abonnenten von RTL+, Sky und Wow verantwortlich sein.

RTL-CEO Stephan Schmitter bleibt wie angekündigt Chef von RTL Deutschland. „Die Zusammenstellung der neuen Geschäftsführung unterstreicht unseren klaren Fokus, die gemeinsame Organisation konsequent auf die Zukunft des Fernsehens – insbesondere auf das Streaming-Geschäft – auszurichten“, betonte der CEO. Das Ziel: RTL in Deutschland näher an die großen US-Wettbewerber Netflix, Disney und Amazon Prime heranbringen.

RTL will Synergien von 250 Millionen Euro heben

Auf CFO Julia Kloke wartet in dem Zusammenhang eine herausfordernde Aufgabe: RTL-Mutterkonzern-Chef Thomas Rabe kündigte an, innerhalb von drei Jahren jährliche Synergien von rund 250 Millionen Euro realisieren zu wollen. Der Zusammenschluss dürfte zu einem spürbaren Abbau von Jobs führen, weil RTL Doppelarbeit vermeiden will. Laut Insidern der Nachrichtenagentur Reuters soll eine dreistellige Zahl an Arbeitsplätzen wegfallen.

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Kloke war 24 Jahre bei Bertelsmann

RTLs künftige Finanzchefin bringt umfangreiche Konzernexpertise mit: Kloke kam 2002 zum Bertelsmann-Unternehmensbereich Arvato und arbeitete sich durch verschiedene Finanzfunktionen hoch. 2016 wechselte sie ins Corporate Center von Bertelsmann, zuletzt agierte sie dort als Senior Vice President für Divisional Management Reporting im Bereich Corporate Financial Reporting. Seit Januar 2023 war sie CFO bei Riverty, dem Fintech-Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns.

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Neuer Job für Ex-Porsche-CFO Lutz Meschke https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/neuer-job-fuer-ex-porsche-cfo-lutz-meschke-241291/ Mon, 20 Apr 2026 08:51:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241291 Ex-Porsche-CFO Lutz Meschke gibt sein Engagement bei dem Family Office Wealthgate bekannt, mit welchem er bereits seit einigen Jahren Verbindungen pflegt. Foto: Wealthgate

Während Lutz Meschke im Vorstand der Sportwagenhersteller Porsche saß, engagierte sich der ehemalige CFO bereits anderswo. Was er seit 2018 im Hintergrund aufgebaut hat, macht er nun erstmals öffentlich.

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Ex-Porsche-CFO Lutz Meschke gibt sein Engagement bei dem Family Office Wealthgate bekannt, mit welchem er bereits seit einigen Jahren Verbindungen pflegt. Foto: Wealthgate

Während Lutz Meschke im Vorstand der Sportwagenhersteller Porsche saß, engagierte sich der ehemalige CFO bereits anderswo. Was er seit 2018 im Hintergrund aufgebaut hat, macht er nun erstmals öffentlich.

Fast zwei Jahrzehnte lang prägte Lutz Meschke als CFO und stellvertretender Vorstandsvorsitzender den renommierten Automobilkonzern Porsche. Nachdem er Anfang 2025 bereits seinen CFO-Posten bei der Porsche AG geräumt hatte, schied er Ende des vergangenen Jahres auch als Beteiligungsvorstand bei der börsennotierten Familienholding aus. Nun wird bekannt: Meschke ist bereits seit 2018 bei dem Multi-Family-Office Wealthgate engagiert. Das gab der Vermögensverwalter am heutigen Montag bekannt.

Seit Beginn: Meschke ist Gesellschafter bei Wealthgate

Während Meschke noch im Porsche-Vorstand saß, beteiligte sich der Finanzvorstand seit der Gründung von Wealthgate im Jahr 2018 als Gesellschafter an dem unabhängigen Family Office mit Stammsitz in Schwäbisch Hall. Nun macht er diese Funktion erstmals öffentlich.

Meschkes Engagement bei dem Vermögensverwalter ist nicht operativer Natur. Der Finanzmanager gestalte die langfristige strategische Ausrichtung mit und unterstütze den Ausbau des Netzwerks, heißt es in der Mitteilung. Er selbst kommentiert: „Wealthgate steht für einen außergewöhnlich ganzheitlichen Ansatz, der weit über klassische Vermögensverwaltung hinausgeht. Diese unternehmerische Perspektive hat mich von Beginn an überzeugt.“

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Wealthgate profitiert von Meschkes Netzwerk

Der Vermögensverwalter verwaltet eigenen Angaben zufolge ein Vermögen von knapp einer Milliarde Euro. Das Unternehmen richtet sich an vermögende Privatpersonen, Familien und Unternehmer und versteht sich nicht als klassischer Vermögensverwalter, sondern als ganzheitlicher Begleiter: Das Angebot umfasse neben der generationsübergreifenden Vermögensverwaltung auch Finanzierungen, Risikoabsicherungen und Serviceleistungen für die jeweiligen Familien. Neben dem Hauptsitz in Schwäbisch Hall ist Wealthgate in München, Stuttgart und Düsseldorf vertreten.

Christian Sammet, CEO und Gründer von Wealthgate verspricht sich von Meschkes Engagement, die Bandbreite und Kompetenz des Vermögensverwalters „deutlich zu erweitern“ und betont: „Von seiner unternehmerischen Expertise und Erfahrung als unser Gesellschafter profitieren alle unsere Kunden.“

Meschkes Netzwerk in der deutschen und internationalen Finanz- und Unternehmenslandschaft dürfte für das wachsende Unternehmen kaum weniger wertvoll sein als seine fachliche Expertise.

Meschke war seit 2001 bei Porsche

Das Ende von Meschkes Porsche-Karriere verlief alles andere als geräuschlos. Insider berichteten damals von einem Machtkampf zwischen Meschke und Johannes Lattwein, dem CFO der Holding. Eine eindeutige Dementi-Erklärung des Unternehmens blieb damals aus. Mit dem Abgang Meschkes schien der Konflikt zugunsten Lattweins entschieden. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche SE, dankte Meschke in knapper Formel für seinen „maßgeblichen Beitrag“ – und ließ damit offen, was hinter den Kulissen geschehen war.

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Mit 2001 als Eintrittsjahr hatte Meschke fast ein Vierteljahrhundert im Porsche-Kosmos verbracht: erst in der Bilanzierungsabteilung, dann im Controlling, 2009 stieg er zum CFO auf und war seit 2015 in der Doppelrolle als stellvertretender Vorstandsvorsitzender tätig. Sein prägendstes Projekt: der Porsche-IPO im September 2022, bei dem der Sportwagenhersteller mit 75 Milliarden Euro bewertet wurde – der größte Börsengang in Deutschland seit der Deutschen Telekom 1996.

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Kanzlei-News: Freshfields, McDermott, White & Case https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kanzleien/kanzlei-news-freshfields-mcdermott-white-case-241038/ Thu, 16 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241038 Freshfields hat die Spitze ihrer globalen Transaktionspraxis neu besetzt. Einer der beiden Co-Heads ist der Hamburger M&A-Partner Patrick Cichy. Foto: Freshfields/Montage: FINANCE

Ein Hamburger an der Spitze der globalen Transaktionspraxis von Freshfields, M&A-Abgänge bei McDermott und ein Taylor-Wessing-Partner, der zu White & Case geht: Die News aus den Wirtschaftskanzleien.

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Freshfields hat die Spitze ihrer globalen Transaktionspraxis neu besetzt. Einer der beiden Co-Heads ist der Hamburger M&A-Partner Patrick Cichy. Foto: Freshfields/Montage: FINANCE

Ein Hamburger an der Spitze der globalen Transaktionspraxis von Freshfields, M&A-Abgänge bei McDermott und ein Taylor-Wessing-Partner, der zu White & Case geht: Die News aus den Wirtschaftskanzleien.

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Exklusiv: EY-Parthenon holt neue Partner von KPMG, Deloitte und PwC https://www.finance-magazin.de/banking-berater/big-four/exklusiv-ey-parthenon-holt-neue-partner-von-kpmg-deloitte-und-pwc-239803/ Wed, 01 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239803 Mit Jens Marth (v.l.n.r.), Kristin Kriemann und Tim Romer starten gleich drei Partner von der Konkurrenz in die Partnerschaft von EY-Parthenon. Foto: EY-Parthenon

EY-Parthenon verstärkt drei seiner Kernteams mit erfahrenen Neuzugängen. Diese hat die Strategieberatung bei Konkurrenten abgeworben – und setzt damit die eigene Wachstumsstrategie fort.

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Mit Jens Marth (v.l.n.r.), Kristin Kriemann und Tim Romer starten gleich drei Partner von der Konkurrenz in die Partnerschaft von EY-Parthenon. Foto: EY-Parthenon

EY-Parthenon verstärkt drei seiner Kernteams mit erfahrenen Neuzugängen. Diese hat die Strategieberatung bei Konkurrenten abgeworben – und setzt damit die eigene Wachstumsstrategie fort.

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Restrukturierungs-News: Meyer Burger, Rhenser Mineralbrunnen, Röbbig https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/restrukturierungs-news-meyer-burger-rhenser-mineralbrunnen-roebbig-239371/ Thu, 26 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239371 Der US-Investor Swift Solar hat Anlagen und Patente des insolventen Solarunternehmens Meyer Burger erworben. Foto: hayate - stock.adobe.com

Swift Solar erwirbt Anlagen und Patente von Meyer Burger, Rhenser Mineralbrunnen sucht Investor und Röbbig-Kunst wird bei Sotheby‘s versteigert – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Der US-Investor Swift Solar hat Anlagen und Patente des insolventen Solarunternehmens Meyer Burger erworben. Foto: hayate - stock.adobe.com

Swift Solar erwirbt Anlagen und Patente von Meyer Burger, Rhenser Mineralbrunnen sucht Investor und Röbbig-Kunst wird bei Sotheby‘s versteigert – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

Investor erwirbt Anlagen und Patente von Meyer Burger

Die Insolvenzverwalter der deutschen Meyer-Burger-Standorte haben wesentliche Vermögenswerte an Swift Solar, einem US-Unternehmen im Bereich der Perowskit-Silizium-Tandemtechnologie, verkauft. Der Deal umfasst eine Solarzellen-Produktionsstraße in Bitterfeld-Wolfen sowie eine Fertigungsanlage in Hohenstein-Ernstthal. Beide Anlagen verfügen über eine Produktionskapazität im Gigawatt-Bereich. Zudem erwarb Swift Solar ein globales Patentportfolio, das für die Herstellung weiterer Produktionssysteme erforderlich ist. Die Gläubigerausschüsse stimmten dem Verkauf zu, dieser wurde bereits vollzogen.

Die deutschen Meyer-Burger-Gesellschaften hatten im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Die Insolvenzverwalter Lucas Flöther und Reinhard Klose (beide Flöther & Wissing) suchten weltweit nach Investoren, um die Standorte zu erhalten. Trotz anfänglichem Interesse internationaler Investoren war eine vollständige Fortführung beider Standorte nicht möglich. Mit Swift Solar wurde jedoch ein Käufer gefunden, der die Technologie weiterentwickeln kann. KPMG begleitete die Transaktion als Financial Advisor.

Mineralwasserhersteller sucht Investor

Der insolvente Mineralwasserhersteller Rhenser Mineralbrunnen hat einen Investorenprozess gestartet. Mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters Alexander Jüchser (Lieser) hat Geschäftsführer Holger Sieck die Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner mit der Begleitung des M&A-Prozesses beauftragt. Ziel sei es laut den M&A-Beratern einen Investor zu finden, der den Geschäftsbetrieb der Marken Rhenser, Silvetta und Wasserglück fortführt sowie die Zukunft des Traditionsunternehmens mit derzeit 140 Mitarbeitenden sichert. Erste Interessenten sollen bereits Interesse bekundet haben.

Röbbig-Kunst wird bei Sotheby‘s-Auktionen versteigert

Die Verwertung des umfangreichen Kunstbestands von Röbbig München, ehemals Händler für Meißener Porzellan, nimmt Fahrt auf. Nach Zustimmung der Gläubigerversammlung zum Verwertungskonzept von Insolvenzverwalter Dino Straub (Jaffé) werden die mehr als 700 Kunstgegenstände im Sommer und Herbst bei Sotheby’s in Paris und Köln versteigert. Die Bestandsaufnahme umfasste Objekte an acht Standorten in Europa, darunter Porzellan und Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts.

Bislang wurden Forderungen von 17 Millionen Euro im Insolvenzverfahren angemeldet, wovon 2,8 Millionen Euro anerkannt sind. Röbbig München, seit 1976 im gehobenen Kunsthandel etabliert, kämpfte seit 2022 mit rückläufigen Umsätzen und hohen Steuerschulden.

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60-Prozent-Quote für Töpfer-Gläubiger

Positive Nachrichten für die Gläubiger des Bio-Babynahrungsherstellers Töpfer: Knapp zwei Jahre nach Beginn des Eigenverwaltungsverfahrens erhielten sie eine finale Ausschüttung, 60 Prozent beträgt die Insolvenzquote. Töpfer hatte im April 2024 das Verfahren zur Neuaufstellung beantragt, unterstützt von einem Sanierungsteam von Pluta. Die erste Planzahlung im Sommer 2025 betrug 43 Prozent, ergänzt durch einen Besserungsschein. Die Betriebsfortführung und eine Investorenlösung trugen maßgeblich dazu bei.

Les Lunes geht mit Taylor Wessing an Snocks

Der Basic-Wear-Händler Snocks hat die Vermögensgegenstände der insolventen Bekleidungsmarke Les Lunes erworben. Das gibt die rechtsberatende Kanzlei von Snocks, Taylor Wessing, bekannt. Unter der Leitung von Mark Hoenike unterstützte die Kanzlei den Basic Wear-Händler, der bereits im Mai 2025 bei der Übernahme der insolventen Femtis von der Kanzlei begleitet wurde. Snocks, 2016 in Mannheim gegründet, ist auf  Basisgarderobe spezialisiert und erzielte 2023 einen Umsatz von 70 Millionen Euro. Die 2011 in Berlin gegründete Marke Les Lunes fokussierte sich auf nachhaltige Damenbekleidung und beantragte im Oktober 2025 ein Eigenverwaltungsverfahren.

Carsten Paris wird neuer Partner bei EIP

Die Transformations- und Restrukturierungsberatung Executive Interim Partners in München erweitert ihr Team mit Carsten Paris, einem erfahrenen Turnaround-Manager. Paris bringt mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung in Wirtschaftsprüfung, Private Equity und operativer Restrukturierung mit. Er hat in führenden Rollen bei Unternehmen wie der Hauck Gruppe und der Küpper Gruppe gearbeitet. Seine Erfahrung soll besonders in den Bereichen Retail und Automotive einfließen, um Unternehmen in Sondersituationen zu stabilisieren und neu auszurichten.

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FINANCE+Gerresheimer droht der Covenant-Bruch – nicht nur wegen des verschobenen Jahresabschlusses, sondern möglicherweise auch wegen der hohen Verschuldung. Die FINANCE-Analyse.

Partnerschaft von TMP wächst mit Restrukturierungsexperten

Auch Turnaround Management Partners hat sein Partner-Team erweitert. Hans-Christoph Daase und Markus Pöferlein verstärken die Beratung seit Mitte Januar an den Standorten Hamburg und München. Daase bringt umfassende Expertise in den Bereichen Restrukturierung, Transformation und Refinanzierung mit. Er war mehr als zehn Jahre bei PwC im Bereich Business Recovery Services tätig und berät seit 2022 als Interim Manager, insbesondere in der Automobil- und Immobilienbranche. Seine Schwerpunkte liegen in komplexen Restrukturierungsprojekten, einschließlich Schutzschirmverfahren und Sanierungen nach dem Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz.

Pöferlein verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Finanzen, Restrukturierung und Distressed M&A. Nach seiner Tätigkeit bei PwC wechselte er zur BMW Group, wo er als Krisenmanager im internationalen Lieferantenrisikomanagement arbeitete. 2020 trat zog es ihn in den Private-Equity-Bereich und er übernahm die Rolle des Interim-CFO bei einem Automobilzulieferer. Seit 2022 berät Pöferlein Unternehmen bei Restrukturierungs- und Turnaround-Initiativen und leitet den Münchener Standort von Turnaround Management Partners.

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Mit Family-Office-Kapital: Benelux-Prüfer drängt auf deutschen Markt https://www.finance-magazin.de/banking-berater/wirtschaftspruefer/mit-family-office-kapital-benelux-pruefer-draengt-auf-deutschen-markt-239176/ Mon, 23 Mar 2026 11:22:30 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239176 Berthold Beeker (v.l.n.r.), Partner bei LADM, Steven Brouckaert, Gründer und Chairman bei der Pia Group, Klaus Ayman, ebenfalls Partner bei LADM und Ewout Brouwers, Co-Gründer der Pia Group im Gespräch. Foto: Pia Group

Die belgische PIA Group startet in Deutschland und will mit Unterstützung des belgischen Family Office Baltisse bis 2027 rasant wachsen.

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Berthold Beeker (v.l.n.r.), Partner bei LADM, Steven Brouckaert, Gründer und Chairman bei der Pia Group, Klaus Ayman, ebenfalls Partner bei LADM und Ewout Brouwers, Co-Gründer der Pia Group im Gespräch. Foto: Pia Group

Die belgische PIA Group startet in Deutschland und will mit Unterstützung des belgischen Family Office Baltisse bis 2027 rasant wachsen.

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FINANCE Transformation 2026: Kein Zurück zum „New Normal“ https://www.finance-magazin.de/nachrichten-ressort/restrukturierung/finance-transformation-2026-kein-zurueck-zum-new-normal-238549/ Mon, 16 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=238549 Tobias Braun, CFO von Benteler. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Exklusive Einblicke von Benteler, Varta und Deutz, dazu Impulse zu Geopolitik und KI: Die FINANCE Transformation zeigte, was CFOs bewegt – und dass es kein Zurück zur alten Normalität gibt.

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Tobias Braun, CFO von Benteler. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Exklusive Einblicke von Benteler, Varta und Deutz, dazu Impulse zu Geopolitik und KI: Die FINANCE Transformation zeigte, was CFOs bewegt – und dass es kein Zurück zur alten Normalität gibt.

Wer am 5. März 2026 den F.A.Z. Tower in Frankfurt betrat, spürte schnell, dass dieser Tag anders ist. Die dritte FINANCE Transformation versammelte rund 70 Branchenexpertinnen und -experten – und sie alle hatten eines gemeinsam: die Bereitschaft, unbequeme Wahrheiten nicht nur zu hören, sondern auch zu handeln.

Geopolitische Verwerfungen, Cyber-Bedrohungen, volatile Märkte, der Druck zur KI-Adoption und fundamentale Fragen der Unternehmensresilienz – die Agenda der FINANCE Transformation war eine Landkarte der Herausforderungen, vor denen Finanzverantwortliche heute stehen. Und sie zeigte: Diese Themen sind keine getrennten Baustellen. Sie bedingen und verstärken einander.

Christian Mölling: Sicherheit als neue Unternehmensrealität

Sicherheitsexperte Christian Mölling. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Selten beginnt eine Finanzkonferenz mit einem Vortrag über Kriegsszenarien und Sicherheitsgesetze. Doch Christian Mölling, ausgewiesener Sicherheitsexperte, lieferte genau das – und traf damit den Nerv des Tages. Seine Botschaft war so klar wie unbequem: Die geopolitische Instabilität ist kein vorübergehender Zustand, der sich wieder normalisiert. Sie ist die neue Baseline.

Mölling zeichnete eine Welt, in der Unternehmen längst Gegenstand politischer Konflikte geworden sind. Die Ökonomie werde politisch instrumentalisiert, um geopolitische Ziele durchzusetzen – mit direkten Auswirkungen auf Lieferketten, Personalplanung und Risikoexposition. Sein Appell an die Finanzentscheider im Saal: Sicherheitsgesetze im Blick behalten, bevor sie zur Pflicht werden. Sonst wird der IT-Leiter als Reservist eingezogen oder der Lkw-Fahrer aus Litauen muss nach Hause, sobald dort die Mobilmachungsgesetze greifen. Das klingt abstrakt – bis es passiert.

„Leben Sie mit dem Risiko. Es wird nicht mehr so werden wie es war.“

Christian Mölling, Sicherheitsexperte

Das Dreieck aus Risiko, Resilienz und Rendite, so Mölling, muss neu ausbalanciert werden. Maximale Risikovermeidung sei keine Option mehr – es gehe um optimale Risikoaufnahme. Ein Paradigmenwechsel, der viele CFOs noch beschäftigen wird.

Benteler, Varta, Deutz: Drei Transformationen, eine Botschaft

Teil der Veranstaltung waren auch drei Praxisberichte – mit einer gemeinsamen Lektion: Transformation gelingt nur, wenn man aufhört, sie zu verwalten, und anfängt, sie wirklich zu wollen.

Tobias Braun, CFO von Benteler, lieferte den vielleicht direktesten Beitrag des Tages. Der Automobilzulieferer hatte über Jahre mit Feigenblatt-Programmen auf sich ändernde Marktbedingungen reagiert – mit begrenztem Erfolg. Der Kurswechsel kam mit einer radikalen Restrukturierung: Standortschließungen, konsequente Einkaufsoptimierung, kein Schonen mehr. Das Credo: keine Ausreden, keine Ausnahmen. Das Ergebnis: ein dauerhaft verdoppeltes Ebitda.

KI-Implementierung beginnt bei Varta mit Kulturwandel

Sebastian Rudow, CTRO von Varta. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Varta-CTRO Sebastian Rudow rückte das Thema KI in ein realistisches Licht. Nicht als Wundermittel, sondern als Transformationsaufgabe, die tief in die Unternehmenskultur hineinreicht. Um KI wirklich produktiv zu machen, braucht es mehr als Technologie: angepasste Strukturen, neue Rollen, veränderte Prozesse. Aus dem Sachbearbeiter wird der KI-Controller – mit Kompetenzen in Prompting, Prozessdenken und Datenverständnis. Dieser Kulturwandel, so Rudow, ist die eigentliche Herausforderung – und sie beginnt, lange bevor die ersten messbaren Effekte sichtbar werden.

Oliver Neu, CFO von Deutz. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Oliver Neu, Finanzvorstand bei Deutz, erzählte schließlich die Geschichte eines Unternehmens, das sich neu erfinden muss: von einem klassischen Dieselmotorenhersteller zu einem Systemanbieter für nachhaltige Mobilitäts- und Energielösungen. Die Expansion in neue Segmente wie Service, New Technology, Energy und Defence erfordere nicht nur strategisches Denken, sondern ebenfalls kulturellen Wandel, Mut und vor allem: einen langen Plan. Sein Fazit: Ohne klare Werte ist selbst der beste Finanzplan am Ende nichts wert.

Carve-outs, Treuhand und die Kunst des Neuanfangs

Bernd Richter von Pluta. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Wer transformiert, kommt um das Thema Restrukturierung nicht herum. Bernd Richter von Pluta stellte ein Instrument vor, das in der Praxis nach wie vor unterschätzt wird: die Sanierungstreuhand als strategisches Werkzeug. Die temporäre Übernahme von Gesellschafterstellungen durch einen Treuhänder eröffnet in komplexen Restrukturierungssituationen Handlungsspielräume, die ohne dieses Instrument verloren gingen.

Alexandra Schluck-Amend von CMS. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Alexandra Schluck-Amend von CMS vertiefte das Thema mit einem Blick auf eines der komplexeren Sanierungsinstrumente: den Carve-out. Als Leiterin des Geschäftsbereichs Restrukturierung und Insolvenz kennt sie die Fallstricke – und sie nannte sie offen. Carve-outs sind kein Selbstläufer, aber in der richtigen Situation ein mächtiges Mittel zur Werterhaltung und strategischen Neuausrichtung.

Die menschliche Seite der Transformation

Stefan Bauerreis von Mann + Hummel (r.) und Julian Drellmann von FTI-Andersch. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

In den parallel stattfindenden Sessions zeigte die FINANCE Transformation, dass Transformation nie nur eine Frage der Zahlen ist. Stefan Bauerreis von Mann + Hummel und Julian Drellmann von FTI-Andersch diskutierten, was einen gelungenen CFO-Start wirklich ausmacht: klares Priorisieren in den ersten 100 Tagen, frühes Vertrauen – intern wie extern – und die Fähigkeit, typische Krisenmuster zu erkennen, bevor sie eskalieren.

Die Personal-Branding-Expertin Marina Zayats. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Die Personal-Branding-Expertin Marina Zayats von Schaffensgeist öffnete einen weiteren Blickwinkel: Wirkung und Glaubwürdigkeit als Führungsinstrument. In Zeiten der Unsicherheit entscheide nicht nur, was ein CFO sagt – sondern wie es wirkt. Authentische Kommunikation sei keine Soft-Skill-Übung, sondern ein strategisches Mittel, um in turbulenten Phasen Orientierung zu geben.

Resilienz ist kein Krisenreflex, sondern Wettbewerbsvorteil

Die Diskussionsrunde am Nachmittag vereinte Franziska Biehl von der ING, Sebastian Rudow von Varta, den Chief Restructuring Officer Robert Simon und Natalie Venc von Eurazeo. Sie vertraten eine gemeinsame These: Resilienz ist kein reaktiver Zustand, der in der Krise aktiviert wird – sie ist eine dauerhafte strategische Kapazität, die täglich aufgebaut werden muss.

Die Diskussionsrunde mit Sebastian Rudow, CTRO bei Varta (v.l.n.r.), CRO Robert Simon, Managing Director Natalie Venc von Eurazeo und Volkswirtin Franziska Biehl von der ING. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

An die Finanzentscheider im Saal richteten die Podiumsteilnehmenden eine klare Botschaft: „Schauen Sie auf die Qualität des Planungssystems!“ Wer nur Vergangenheitswerte fortschreibe, habe keine Vorstellung davon, was morgen kommen könnte.

KI als strategische Priorität

Den Abschluss übernahm Hamidreza Hosseini, Gründer und CEO von Ecodynamics, mit einer Keynote, die die Ereignisse des Tages in eine strategische Perspektive setzte. Generative KI, so Hosseini, ist kein IT-Thema, das delegiert werden kann. Sie verändert Geschäftsmodelle und Wettbewerbsdynamiken in einem Tempo, das viele Unternehmen noch immer unterschätzen.

Hamidreza Hosseini von Ecodynamics. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Sein Appell war unmissverständlich: CFOs, die KI an die Technikabteilung abgeben, riskieren, in drei bis fünf Jahren vor vollendeten Tatsachen zu stehen. Die Chancen sind real, die Risiken bekannt – und die nächsten Schritte der digitalen Transformation werden über Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren entscheiden. Wer heute nicht investiert, zahlt morgen einen deutlich höheren Preis.

Networking: Das Gespräch jenseits der Agenda

Networking außerhalb der Sessions. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Zwischen den Sessions entstand das, was keine Agenda erzwingen kann: ehrliche Gespräche unter Peers. Die FINANCE Transformation schuf Raum für den direkten Austausch zwischen CFOs und Entscheidern, die alle mit denselben Fragen ringen: Wie viel Risiko ist tragbar? Wo beginnt echte Resilienz? Und wie führt man in einer Welt, die sich nicht mehr beruhigt?

Organisiertes Speed Networking. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Die FINANCE Transformation 2026 hat eines eindrucksvoll demonstriert: Wer als CFO heute Wirkung entfalten will, muss weit über die klassische Finanzbrille hinausschauen. Sicherheitspolitik, Resilienz und technologischer Wandel sind keine getrennten Agendapunkte – und der Kompass für die Arbeit der nächsten Jahre.

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