Esra Laubach https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/esra-laubach/ für kluge Finanzentscheidungen Mon, 20 Apr 2026 09:08:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Neuer Job für Ex-Porsche-CFO Lutz Meschke https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/neuer-job-fuer-ex-porsche-cfo-lutz-meschke-241291/ Mon, 20 Apr 2026 08:51:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241291 Ex-Porsche-CFO Lutz Meschke gibt sein Engagement bei dem Family Office Wealthgate bekannt, mit welchem er bereits seit einigen Jahren Verbindungen pflegt. Foto: Wealthgate

Während Lutz Meschke im Vorstand der Sportwagenhersteller Porsche saß, engagierte sich der ehemalige CFO bereits anderswo. Was er seit 2018 im Hintergrund aufgebaut hat, macht er nun erstmals öffentlich.

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Ex-Porsche-CFO Lutz Meschke gibt sein Engagement bei dem Family Office Wealthgate bekannt, mit welchem er bereits seit einigen Jahren Verbindungen pflegt. Foto: Wealthgate

Während Lutz Meschke im Vorstand der Sportwagenhersteller Porsche saß, engagierte sich der ehemalige CFO bereits anderswo. Was er seit 2018 im Hintergrund aufgebaut hat, macht er nun erstmals öffentlich.

Fast zwei Jahrzehnte lang prägte Lutz Meschke als CFO und stellvertretender Vorstandsvorsitzender den renommierten Automobilkonzern Porsche. Nachdem er Anfang 2025 bereits seinen CFO-Posten bei der Porsche AG geräumt hatte, schied er Ende des vergangenen Jahres auch als Beteiligungsvorstand bei der börsennotierten Familienholding aus. Nun wird bekannt: Meschke ist bereits seit 2018 bei dem Multi-Family-Office Wealthgate engagiert. Das gab der Vermögensverwalter am heutigen Montag bekannt.

Seit Beginn: Meschke ist Gesellschafter bei Wealthgate

Während Meschke noch im Porsche-Vorstand saß, beteiligte sich der Finanzvorstand seit der Gründung von Wealthgate im Jahr 2018 als Gesellschafter an dem unabhängigen Family Office mit Stammsitz in Schwäbisch Hall. Nun macht er diese Funktion erstmals öffentlich.

Meschkes Engagement bei dem Vermögensverwalter ist nicht operativer Natur. Der Finanzmanager gestalte die langfristige strategische Ausrichtung mit und unterstütze den Ausbau des Netzwerks, heißt es in der Mitteilung. Er selbst kommentiert: „Wealthgate steht für einen außergewöhnlich ganzheitlichen Ansatz, der weit über klassische Vermögensverwaltung hinausgeht. Diese unternehmerische Perspektive hat mich von Beginn an überzeugt.“

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Wealthgate profitiert von Meschkes Netzwerk

Der Vermögensverwalter verwaltet eigenen Angaben zufolge ein Vermögen von knapp einer Milliarde Euro. Das Unternehmen richtet sich an vermögende Privatpersonen, Familien und Unternehmer und versteht sich nicht als klassischer Vermögensverwalter, sondern als ganzheitlicher Begleiter: Das Angebot umfasse neben der generationsübergreifenden Vermögensverwaltung auch Finanzierungen, Risikoabsicherungen und Serviceleistungen für die jeweiligen Familien. Neben dem Hauptsitz in Schwäbisch Hall ist Wealthgate in München, Stuttgart und Düsseldorf vertreten.

Christian Sammet, CEO und Gründer von Wealthgate verspricht sich von Meschkes Engagement, die Bandbreite und Kompetenz des Vermögensverwalters „deutlich zu erweitern“ und betont: „Von seiner unternehmerischen Expertise und Erfahrung als unser Gesellschafter profitieren alle unsere Kunden.“

Meschkes Netzwerk in der deutschen und internationalen Finanz- und Unternehmenslandschaft dürfte für das wachsende Unternehmen kaum weniger wertvoll sein als seine fachliche Expertise.

Meschke war seit 2001 bei Porsche

Das Ende von Meschkes Porsche-Karriere verlief alles andere als geräuschlos. Insider berichteten damals von einem Machtkampf zwischen Meschke und Johannes Lattwein, dem CFO der Holding. Eine eindeutige Dementi-Erklärung des Unternehmens blieb damals aus. Mit dem Abgang Meschkes schien der Konflikt zugunsten Lattweins entschieden. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche SE, dankte Meschke in knapper Formel für seinen „maßgeblichen Beitrag“ – und ließ damit offen, was hinter den Kulissen geschehen war.

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Mit 2001 als Eintrittsjahr hatte Meschke fast ein Vierteljahrhundert im Porsche-Kosmos verbracht: erst in der Bilanzierungsabteilung, dann im Controlling, 2009 stieg er zum CFO auf und war seit 2015 in der Doppelrolle als stellvertretender Vorstandsvorsitzender tätig. Sein prägendstes Projekt: der Porsche-IPO im September 2022, bei dem der Sportwagenhersteller mit 75 Milliarden Euro bewertet wurde – der größte Börsengang in Deutschland seit der Deutschen Telekom 1996.

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Kanzlei-News: Freshfields, McDermott, White & Case https://www.finance-magazin.de/banking-berater/kanzleien/kanzlei-news-freshfields-mcdermott-white-case-241038/ Thu, 16 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=241038 Freshfields hat die Spitze ihrer globalen Transaktionspraxis neu besetzt. Einer der beiden Co-Heads ist der Hamburger M&A-Partner Patrick Cichy. Foto: Freshfields/Montage: FINANCE

Ein Hamburger an der Spitze der globalen Transaktionspraxis von Freshfields, M&A-Abgänge bei McDermott und ein Taylor-Wessing-Partner, der zu White & Case geht: Die News aus den Wirtschaftskanzleien.

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Freshfields hat die Spitze ihrer globalen Transaktionspraxis neu besetzt. Einer der beiden Co-Heads ist der Hamburger M&A-Partner Patrick Cichy. Foto: Freshfields/Montage: FINANCE

Ein Hamburger an der Spitze der globalen Transaktionspraxis von Freshfields, M&A-Abgänge bei McDermott und ein Taylor-Wessing-Partner, der zu White & Case geht: Die News aus den Wirtschaftskanzleien.

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Exklusiv: EY-Parthenon holt neue Partner von KPMG, Deloitte und PwC https://www.finance-magazin.de/banking-berater/big-four/exklusiv-ey-parthenon-holt-neue-partner-von-kpmg-deloitte-und-pwc-239803/ Wed, 01 Apr 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239803 Mit Jens Marth (v.l.n.r.), Kristin Kriemann und Tim Romer starten gleich drei Partner von der Konkurrenz in die Partnerschaft von EY-Parthenon. Foto: EY-Parthenon

EY-Parthenon verstärkt drei seiner Kernteams mit erfahrenen Neuzugängen. Diese hat die Strategieberatung bei Konkurrenten abgeworben – und setzt damit die eigene Wachstumsstrategie fort.

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Mit Jens Marth (v.l.n.r.), Kristin Kriemann und Tim Romer starten gleich drei Partner von der Konkurrenz in die Partnerschaft von EY-Parthenon. Foto: EY-Parthenon

EY-Parthenon verstärkt drei seiner Kernteams mit erfahrenen Neuzugängen. Diese hat die Strategieberatung bei Konkurrenten abgeworben – und setzt damit die eigene Wachstumsstrategie fort.

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Restrukturierungs-News: Meyer Burger, Rhenser Mineralbrunnen, Röbbig https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/restrukturierungs-news-meyer-burger-rhenser-mineralbrunnen-roebbig-239371/ Thu, 26 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239371 Der US-Investor Swift Solar hat Anlagen und Patente des insolventen Solarunternehmens Meyer Burger erworben. Foto: hayate - stock.adobe.com

Swift Solar erwirbt Anlagen und Patente von Meyer Burger, Rhenser Mineralbrunnen sucht Investor und Röbbig-Kunst wird bei Sotheby‘s versteigert – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Der US-Investor Swift Solar hat Anlagen und Patente des insolventen Solarunternehmens Meyer Burger erworben. Foto: hayate - stock.adobe.com

Swift Solar erwirbt Anlagen und Patente von Meyer Burger, Rhenser Mineralbrunnen sucht Investor und Röbbig-Kunst wird bei Sotheby‘s versteigert – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

Investor erwirbt Anlagen und Patente von Meyer Burger

Die Insolvenzverwalter der deutschen Meyer-Burger-Standorte haben wesentliche Vermögenswerte an Swift Solar, einem US-Unternehmen im Bereich der Perowskit-Silizium-Tandemtechnologie, verkauft. Der Deal umfasst eine Solarzellen-Produktionsstraße in Bitterfeld-Wolfen sowie eine Fertigungsanlage in Hohenstein-Ernstthal. Beide Anlagen verfügen über eine Produktionskapazität im Gigawatt-Bereich. Zudem erwarb Swift Solar ein globales Patentportfolio, das für die Herstellung weiterer Produktionssysteme erforderlich ist. Die Gläubigerausschüsse stimmten dem Verkauf zu, dieser wurde bereits vollzogen.

Die deutschen Meyer-Burger-Gesellschaften hatten im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Die Insolvenzverwalter Lucas Flöther und Reinhard Klose (beide Flöther & Wissing) suchten weltweit nach Investoren, um die Standorte zu erhalten. Trotz anfänglichem Interesse internationaler Investoren war eine vollständige Fortführung beider Standorte nicht möglich. Mit Swift Solar wurde jedoch ein Käufer gefunden, der die Technologie weiterentwickeln kann. KPMG begleitete die Transaktion als Financial Advisor.

Mineralwasserhersteller sucht Investor

Der insolvente Mineralwasserhersteller Rhenser Mineralbrunnen hat einen Investorenprozess gestartet. Mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters Alexander Jüchser (Lieser) hat Geschäftsführer Holger Sieck die Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner mit der Begleitung des M&A-Prozesses beauftragt. Ziel sei es laut den M&A-Beratern einen Investor zu finden, der den Geschäftsbetrieb der Marken Rhenser, Silvetta und Wasserglück fortführt sowie die Zukunft des Traditionsunternehmens mit derzeit 140 Mitarbeitenden sichert. Erste Interessenten sollen bereits Interesse bekundet haben.

Röbbig-Kunst wird bei Sotheby‘s-Auktionen versteigert

Die Verwertung des umfangreichen Kunstbestands von Röbbig München, ehemals Händler für Meißener Porzellan, nimmt Fahrt auf. Nach Zustimmung der Gläubigerversammlung zum Verwertungskonzept von Insolvenzverwalter Dino Straub (Jaffé) werden die mehr als 700 Kunstgegenstände im Sommer und Herbst bei Sotheby’s in Paris und Köln versteigert. Die Bestandsaufnahme umfasste Objekte an acht Standorten in Europa, darunter Porzellan und Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts.

Bislang wurden Forderungen von 17 Millionen Euro im Insolvenzverfahren angemeldet, wovon 2,8 Millionen Euro anerkannt sind. Röbbig München, seit 1976 im gehobenen Kunsthandel etabliert, kämpfte seit 2022 mit rückläufigen Umsätzen und hohen Steuerschulden.

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60-Prozent-Quote für Töpfer-Gläubiger

Positive Nachrichten für die Gläubiger des Bio-Babynahrungsherstellers Töpfer: Knapp zwei Jahre nach Beginn des Eigenverwaltungsverfahrens erhielten sie eine finale Ausschüttung, 60 Prozent beträgt die Insolvenzquote. Töpfer hatte im April 2024 das Verfahren zur Neuaufstellung beantragt, unterstützt von einem Sanierungsteam von Pluta. Die erste Planzahlung im Sommer 2025 betrug 43 Prozent, ergänzt durch einen Besserungsschein. Die Betriebsfortführung und eine Investorenlösung trugen maßgeblich dazu bei.

Les Lunes geht mit Taylor Wessing an Snocks

Der Basic-Wear-Händler Snocks hat die Vermögensgegenstände der insolventen Bekleidungsmarke Les Lunes erworben. Das gibt die rechtsberatende Kanzlei von Snocks, Taylor Wessing, bekannt. Unter der Leitung von Mark Hoenike unterstützte die Kanzlei den Basic Wear-Händler, der bereits im Mai 2025 bei der Übernahme der insolventen Femtis von der Kanzlei begleitet wurde. Snocks, 2016 in Mannheim gegründet, ist auf  Basisgarderobe spezialisiert und erzielte 2023 einen Umsatz von 70 Millionen Euro. Die 2011 in Berlin gegründete Marke Les Lunes fokussierte sich auf nachhaltige Damenbekleidung und beantragte im Oktober 2025 ein Eigenverwaltungsverfahren.

Carsten Paris wird neuer Partner bei EIP

Die Transformations- und Restrukturierungsberatung Executive Interim Partners in München erweitert ihr Team mit Carsten Paris, einem erfahrenen Turnaround-Manager. Paris bringt mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung in Wirtschaftsprüfung, Private Equity und operativer Restrukturierung mit. Er hat in führenden Rollen bei Unternehmen wie der Hauck Gruppe und der Küpper Gruppe gearbeitet. Seine Erfahrung soll besonders in den Bereichen Retail und Automotive einfließen, um Unternehmen in Sondersituationen zu stabilisieren und neu auszurichten.

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Hat Gerresheimer die Covenants schon gerissen?

FINANCE+Gerresheimer droht der Covenant-Bruch – nicht nur wegen des verschobenen Jahresabschlusses, sondern möglicherweise auch wegen der hohen Verschuldung. Die FINANCE-Analyse.

Partnerschaft von TMP wächst mit Restrukturierungsexperten

Auch Turnaround Management Partners hat sein Partner-Team erweitert. Hans-Christoph Daase und Markus Pöferlein verstärken die Beratung seit Mitte Januar an den Standorten Hamburg und München. Daase bringt umfassende Expertise in den Bereichen Restrukturierung, Transformation und Refinanzierung mit. Er war mehr als zehn Jahre bei PwC im Bereich Business Recovery Services tätig und berät seit 2022 als Interim Manager, insbesondere in der Automobil- und Immobilienbranche. Seine Schwerpunkte liegen in komplexen Restrukturierungsprojekten, einschließlich Schutzschirmverfahren und Sanierungen nach dem Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz.

Pöferlein verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Finanzen, Restrukturierung und Distressed M&A. Nach seiner Tätigkeit bei PwC wechselte er zur BMW Group, wo er als Krisenmanager im internationalen Lieferantenrisikomanagement arbeitete. 2020 trat zog es ihn in den Private-Equity-Bereich und er übernahm die Rolle des Interim-CFO bei einem Automobilzulieferer. Seit 2022 berät Pöferlein Unternehmen bei Restrukturierungs- und Turnaround-Initiativen und leitet den Münchener Standort von Turnaround Management Partners.

Info

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Mit Family-Office-Kapital: Benelux-Prüfer drängt auf deutschen Markt https://www.finance-magazin.de/banking-berater/wirtschaftspruefer/mit-family-office-kapital-benelux-pruefer-draengt-auf-deutschen-markt-239176/ Mon, 23 Mar 2026 11:22:30 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=239176 Berthold Beeker (v.l.n.r.), Partner bei LADM, Steven Brouckaert, Gründer und Chairman bei der Pia Group, Klaus Ayman, ebenfalls Partner bei LADM und Ewout Brouwers, Co-Gründer der Pia Group im Gespräch. Foto: Pia Group

Die belgische PIA Group startet in Deutschland und will mit Unterstützung des belgischen Family Office Baltisse bis 2027 rasant wachsen.

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Berthold Beeker (v.l.n.r.), Partner bei LADM, Steven Brouckaert, Gründer und Chairman bei der Pia Group, Klaus Ayman, ebenfalls Partner bei LADM und Ewout Brouwers, Co-Gründer der Pia Group im Gespräch. Foto: Pia Group

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FINANCE Transformation 2026: Kein Zurück zum „New Normal“ https://www.finance-magazin.de/nachrichten-ressort/restrukturierung/finance-transformation-2026-kein-zurueck-zum-new-normal-238549/ Mon, 16 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=238549 Tobias Braun, CFO von Benteler. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Exklusive Einblicke von Benteler, Varta und Deutz, dazu Impulse zu Geopolitik und KI: Die FINANCE Transformation zeigte, was CFOs bewegt – und dass es kein Zurück zur alten Normalität gibt.

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Tobias Braun, CFO von Benteler. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Exklusive Einblicke von Benteler, Varta und Deutz, dazu Impulse zu Geopolitik und KI: Die FINANCE Transformation zeigte, was CFOs bewegt – und dass es kein Zurück zur alten Normalität gibt.

Wer am 5. März 2026 den F.A.Z. Tower in Frankfurt betrat, spürte schnell, dass dieser Tag anders ist. Die dritte FINANCE Transformation versammelte rund 70 Branchenexpertinnen und -experten – und sie alle hatten eines gemeinsam: die Bereitschaft, unbequeme Wahrheiten nicht nur zu hören, sondern auch zu handeln.

Geopolitische Verwerfungen, Cyber-Bedrohungen, volatile Märkte, der Druck zur KI-Adoption und fundamentale Fragen der Unternehmensresilienz – die Agenda der FINANCE Transformation war eine Landkarte der Herausforderungen, vor denen Finanzverantwortliche heute stehen. Und sie zeigte: Diese Themen sind keine getrennten Baustellen. Sie bedingen und verstärken einander.

Christian Mölling: Sicherheit als neue Unternehmensrealität

Sicherheitsexperte Christian Mölling. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Selten beginnt eine Finanzkonferenz mit einem Vortrag über Kriegsszenarien und Sicherheitsgesetze. Doch Christian Mölling, ausgewiesener Sicherheitsexperte, lieferte genau das – und traf damit den Nerv des Tages. Seine Botschaft war so klar wie unbequem: Die geopolitische Instabilität ist kein vorübergehender Zustand, der sich wieder normalisiert. Sie ist die neue Baseline.

Mölling zeichnete eine Welt, in der Unternehmen längst Gegenstand politischer Konflikte geworden sind. Die Ökonomie werde politisch instrumentalisiert, um geopolitische Ziele durchzusetzen – mit direkten Auswirkungen auf Lieferketten, Personalplanung und Risikoexposition. Sein Appell an die Finanzentscheider im Saal: Sicherheitsgesetze im Blick behalten, bevor sie zur Pflicht werden. Sonst wird der IT-Leiter als Reservist eingezogen oder der Lkw-Fahrer aus Litauen muss nach Hause, sobald dort die Mobilmachungsgesetze greifen. Das klingt abstrakt – bis es passiert.

„Leben Sie mit dem Risiko. Es wird nicht mehr so werden wie es war.“

Christian Mölling, Sicherheitsexperte

Das Dreieck aus Risiko, Resilienz und Rendite, so Mölling, muss neu ausbalanciert werden. Maximale Risikovermeidung sei keine Option mehr – es gehe um optimale Risikoaufnahme. Ein Paradigmenwechsel, der viele CFOs noch beschäftigen wird.

Benteler, Varta, Deutz: Drei Transformationen, eine Botschaft

Teil der Veranstaltung waren auch drei Praxisberichte – mit einer gemeinsamen Lektion: Transformation gelingt nur, wenn man aufhört, sie zu verwalten, und anfängt, sie wirklich zu wollen.

Tobias Braun, CFO von Benteler, lieferte den vielleicht direktesten Beitrag des Tages. Der Automobilzulieferer hatte über Jahre mit Feigenblatt-Programmen auf sich ändernde Marktbedingungen reagiert – mit begrenztem Erfolg. Der Kurswechsel kam mit einer radikalen Restrukturierung: Standortschließungen, konsequente Einkaufsoptimierung, kein Schonen mehr. Das Credo: keine Ausreden, keine Ausnahmen. Das Ergebnis: ein dauerhaft verdoppeltes Ebitda.

KI-Implementierung beginnt bei Varta mit Kulturwandel

Sebastian Rudow, CTRO von Varta. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Varta-CTRO Sebastian Rudow rückte das Thema KI in ein realistisches Licht. Nicht als Wundermittel, sondern als Transformationsaufgabe, die tief in die Unternehmenskultur hineinreicht. Um KI wirklich produktiv zu machen, braucht es mehr als Technologie: angepasste Strukturen, neue Rollen, veränderte Prozesse. Aus dem Sachbearbeiter wird der KI-Controller – mit Kompetenzen in Prompting, Prozessdenken und Datenverständnis. Dieser Kulturwandel, so Rudow, ist die eigentliche Herausforderung – und sie beginnt, lange bevor die ersten messbaren Effekte sichtbar werden.

Oliver Neu, CFO von Deutz. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Oliver Neu, Finanzvorstand bei Deutz, erzählte schließlich die Geschichte eines Unternehmens, das sich neu erfinden muss: von einem klassischen Dieselmotorenhersteller zu einem Systemanbieter für nachhaltige Mobilitäts- und Energielösungen. Die Expansion in neue Segmente wie Service, New Technology, Energy und Defence erfordere nicht nur strategisches Denken, sondern ebenfalls kulturellen Wandel, Mut und vor allem: einen langen Plan. Sein Fazit: Ohne klare Werte ist selbst der beste Finanzplan am Ende nichts wert.

Carve-outs, Treuhand und die Kunst des Neuanfangs

Bernd Richter von Pluta. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Wer transformiert, kommt um das Thema Restrukturierung nicht herum. Bernd Richter von Pluta stellte ein Instrument vor, das in der Praxis nach wie vor unterschätzt wird: die Sanierungstreuhand als strategisches Werkzeug. Die temporäre Übernahme von Gesellschafterstellungen durch einen Treuhänder eröffnet in komplexen Restrukturierungssituationen Handlungsspielräume, die ohne dieses Instrument verloren gingen.

Alexandra Schluck-Amend von CMS. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Alexandra Schluck-Amend von CMS vertiefte das Thema mit einem Blick auf eines der komplexeren Sanierungsinstrumente: den Carve-out. Als Leiterin des Geschäftsbereichs Restrukturierung und Insolvenz kennt sie die Fallstricke – und sie nannte sie offen. Carve-outs sind kein Selbstläufer, aber in der richtigen Situation ein mächtiges Mittel zur Werterhaltung und strategischen Neuausrichtung.

Die menschliche Seite der Transformation

Stefan Bauerreis von Mann + Hummel (r.) und Julian Drellmann von FTI-Andersch. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

In den parallel stattfindenden Sessions zeigte die FINANCE Transformation, dass Transformation nie nur eine Frage der Zahlen ist. Stefan Bauerreis von Mann + Hummel und Julian Drellmann von FTI-Andersch diskutierten, was einen gelungenen CFO-Start wirklich ausmacht: klares Priorisieren in den ersten 100 Tagen, frühes Vertrauen – intern wie extern – und die Fähigkeit, typische Krisenmuster zu erkennen, bevor sie eskalieren.

Die Personal-Branding-Expertin Marina Zayats. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Die Personal-Branding-Expertin Marina Zayats von Schaffensgeist öffnete einen weiteren Blickwinkel: Wirkung und Glaubwürdigkeit als Führungsinstrument. In Zeiten der Unsicherheit entscheide nicht nur, was ein CFO sagt – sondern wie es wirkt. Authentische Kommunikation sei keine Soft-Skill-Übung, sondern ein strategisches Mittel, um in turbulenten Phasen Orientierung zu geben.

Resilienz ist kein Krisenreflex, sondern Wettbewerbsvorteil

Die Diskussionsrunde am Nachmittag vereinte Franziska Biehl von der ING, Sebastian Rudow von Varta, den Chief Restructuring Officer Robert Simon und Natalie Venc von Eurazeo. Sie vertraten eine gemeinsame These: Resilienz ist kein reaktiver Zustand, der in der Krise aktiviert wird – sie ist eine dauerhafte strategische Kapazität, die täglich aufgebaut werden muss.

Die Diskussionsrunde mit Sebastian Rudow, CTRO bei Varta (v.l.n.r.), CRO Robert Simon, Managing Director Natalie Venc von Eurazeo und Volkswirtin Franziska Biehl von der ING. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

An die Finanzentscheider im Saal richteten die Podiumsteilnehmenden eine klare Botschaft: „Schauen Sie auf die Qualität des Planungssystems!“ Wer nur Vergangenheitswerte fortschreibe, habe keine Vorstellung davon, was morgen kommen könnte.

KI als strategische Priorität

Den Abschluss übernahm Hamidreza Hosseini, Gründer und CEO von Ecodynamics, mit einer Keynote, die die Ereignisse des Tages in eine strategische Perspektive setzte. Generative KI, so Hosseini, ist kein IT-Thema, das delegiert werden kann. Sie verändert Geschäftsmodelle und Wettbewerbsdynamiken in einem Tempo, das viele Unternehmen noch immer unterschätzen.

Hamidreza Hosseini von Ecodynamics. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Sein Appell war unmissverständlich: CFOs, die KI an die Technikabteilung abgeben, riskieren, in drei bis fünf Jahren vor vollendeten Tatsachen zu stehen. Die Chancen sind real, die Risiken bekannt – und die nächsten Schritte der digitalen Transformation werden über Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren entscheiden. Wer heute nicht investiert, zahlt morgen einen deutlich höheren Preis.

Networking: Das Gespräch jenseits der Agenda

Networking außerhalb der Sessions. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Zwischen den Sessions entstand das, was keine Agenda erzwingen kann: ehrliche Gespräche unter Peers. Die FINANCE Transformation schuf Raum für den direkten Austausch zwischen CFOs und Entscheidern, die alle mit denselben Fragen ringen: Wie viel Risiko ist tragbar? Wo beginnt echte Resilienz? Und wie führt man in einer Welt, die sich nicht mehr beruhigt?

Organisiertes Speed Networking. Foto: F.A.Z. Business Media GmbH/Dirk Beichert BusinessPhoto

Die FINANCE Transformation 2026 hat eines eindrucksvoll demonstriert: Wer als CFO heute Wirkung entfalten will, muss weit über die klassische Finanzbrille hinausschauen. Sicherheitspolitik, Resilienz und technologischer Wandel sind keine getrennten Agendapunkte – und der Kompass für die Arbeit der nächsten Jahre.

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Hapag-Lloyd-CFO Mark Frese: Vom Kaufhaus auf die Weltmeere https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-des-monats/hapag-lloyd-cfo-mark-frese-vom-kaufhaus-auf-die-weltmeere-237639/ Tue, 03 Mar 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=237639 Mark Frese ist CFO der Reederei Hapag-Lloyd und unser CFO des Monats Februar. Foto: Hapag-Lloyd

Mark Frese manövriert Hapag-Lloyd derzeit durch schwieriges Fahrwasser. Und mittendrin: ein Milliarden-Zukauf zur eigenen Existenzsicherung. Wer ist der Mann, der diesen Deal rechnet und verantwortet?

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Forvis Mazars festigt Position mit zweistelligem Wachstum https://www.finance-magazin.de/banking-berater/next-seven/forvis-mazars-festigt-position-mit-zweistelligem-wachstum-237449/ Thu, 26 Feb 2026 13:22:52 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=237449 In einem schwierigen Marktumfeld wächst Forvis Mazars weiter dynamisch. Foto: HJBC - stock.adobe.com

Forvis Mazars ist die erste Next-Seven-Gesellschaft, die Zahlen für 2025 vorlegt. Besonders die Wirtschaftsprüfung und die Steuerberatung trieben den Umsatz nach oben.

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In einem schwierigen Marktumfeld wächst Forvis Mazars weiter dynamisch. Foto: HJBC - stock.adobe.com

Forvis Mazars ist die erste Next-Seven-Gesellschaft, die Zahlen für 2025 vorlegt. Besonders die Wirtschaftsprüfung und die Steuerberatung trieben den Umsatz nach oben.

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Restrukturierungs-News: Pepco, Ultinon Motion, Mafo Systemtechnik https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/restrukturierungs-news-pepco-ultinon-motion-mafo-systemtechnik-237376/ Thu, 26 Feb 2026 07:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=237376 Der Discounter Pepco hat sich in Rekordzeit restrukturiert. Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com

Pepco beendet die Restrukturierung, der Autozulieferer Ultinon Motion restrukturiert sich und der Metallbauer Mafo Systemtechnik ist insolvent – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Der Discounter Pepco hat sich in Rekordzeit restrukturiert. Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com

Pepco beendet die Restrukturierung, der Autozulieferer Ultinon Motion restrukturiert sich und der Metallbauer Mafo Systemtechnik ist insolvent – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

Pepco beendet Restrukturierung

Pepco Germany hat seine Restrukturierung in Rekordzeit abgeschlossen. Ein halbes Jahr nach Beginn des Eigenverwaltungsverfahrens stimmte die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan einstimmig zu, wie es in der Mitteilung der Sanierer heißt. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg bestätigte den Plan, sodass das Verfahren zum 28. Februar endet. Operativ wurde das Filialnetz des Discounters von 64 auf 36 Standorte reduziert und demnach die Mitarbeiterzahl von 500 auf 350 verkleinert, um eine solide Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen.

Nach Abschluss des Verfahrens beendet Sanierungsgeschäftsführer Christian Stoffler (Gerloff Liebler Rechtsanwälte) sein Mandat. Als Sachwalter agierte Gordon Geiser (Greenberg Traurig).

Die Pepco Group betreibt über 4.000 Filialen in 18 Ländern und wird an der Warschauer Börse gehandelt. Seit 2022 ist sie in Deutschland aktiv und betreibt Geschäfte hauptsächlich in Ostdeutschland. Die Kette verkauft vorwiegend Kleidung, aber auch Spielzeug und Deko-Artikel.

Autozulieferer Ultinon Motion restrukturiert sich

Ultinon Motion Germany, ehemals Lumileds Lampen & Accessoires, hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet, das Anfang Februar bestätigt wurde. Das Aachener Unternehmen produziert Fahrzeuglampen und beschäftigt über 1.700 Mitarbeitende in über 30 Ländern. Grund für die Krise sei die angespannte Lage im Automotive-Sektor und die Belastung durch das Insolvenzverfahren der US-Mutter First Brands Group, heißt es in der Unternehmungsmitteilung. Gespräche mit Konzerngesellschaften seien Teil der Fortführungsstrategie.

Wolfgang Piroth (Husemann) wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Sein Ziel ist es, ein zukunftsfähiges Konzept zu entwickeln, das dem Unternehmen langfristige Perspektiven bietet.

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Metallbauer Mafo Systemtechnik ist insolvent

Mafo Systemtechnik ist insolvent. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche in der Industrie haben vor allem die erheblichen Preissteigerungen bei den laufenden Betriebskosten die Liquidität des Unternehmens belastet. Zudem führte ein Sanierungsverfahren bei einem vormaligen Hauptkunden zu einem signifikanten Umsatzrückgang, da dieser wesentliche Geschäftsaktivitäten ins Ausland verlagert hatte. In der Folge musste der Metallbauer im Geschäftsjahr 2025 nach über 20 Jahren erstmals einen Verlust ausweisen, heißt es in der Mitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters, Michael Verken (Anchor).

Der Metallbauer beschäftigt 97 Mitarbeitende, darunter neun Auszubildende, die den Geschäftsbetrieb derzeit aufrechterhalten. Der Insolvenzverwalter sucht für das auf Metallverarbeitung und Sondermaschinenbau spezialisierte Traditionsunternehmen im Rahmen eines strukturierten M&A-Prozesses nach einem strategischen Investor, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Investorensuche für SFS Personalservice

Ein unerwarteter Auftragsverlust bei einem Großkunden machte bei dem Erfurter Personaldienstleister SFS Personalservice eine Insolvenz unumgänglich. Die dadurch entstandene Liquiditätslücke konnte nicht schnell genug durch Neuaufträge und Personal- und Restrukturierungsmaßnahmen geschlossen werden. Das gab der Insolvenzverwalter der Erfurter, Christoph Rothämel (Schultze & Braun), bekannt. Rothämel begibt sich nun auf Investorensuche.  Ziel sei es, einen Käufer zu finden, um möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.

Bereits mehrere Interessenten haben sich gemeldet, und Gespräche im Rahmen eines geordneten M&A-Prozesses laufen. Die Turnaround- und Transaktionsspezialisten Daniel W. Flade und Alexander Riwosch (Exnet-Gruppe) begleiten den Prozess. SFS ist seit 2005 in der Arbeitnehmerüberlassung und im Sicherheitsgewerbe tätig. Aktuell sind rund 120 Personen beschäftigt. Aufgrund des Auftragsverlusts mussten Arbeitsverhältnisse von etwa 60 Beschäftigten auslaufen.

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun auch gegen den ehemaligen österreichischen Kanzler Alfred Gusenbauer. Die aktuellen Entwicklungen im Signa-Ticker.

Webesan unter Druck des Fachkräftemangels

Der Spezialist für Sanierung von Brand- und Wasserschäden Webesan ist insolvent. Susanne Berner (Dr. Berner & Partner) wurde zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Das geht aus einer Mitteilung der Kanzlei hervor. Hintergrund des Insolvenzantrags sind interne Umstrukturierungen und der Fachkräftemangel, der die Branche belastet. Das bundesweit tätige Familienunternehmen, das zudem auf die Beseitigung von Schadstoffen und Schimmelpilzbefall an Gebäuden spezialisiert ist, beschäftigt rund 260 Mitarbeitende an elf Standorten. Berner bereitet derzeit einen strukturierten Investorenprozess vor, um einen Investor zu finden, der das Unternehmen weiterentwickelt.

Atlas stellt sich in Eigenverwaltung neu auf

Der Baumaschinenhersteller Atlas geht in die Eigenverwaltung. Die Marktschwäche in der Baumaschinenbranche führte bei dem seit 1919 tätigen Unternehmen zu Liquiditätsengpässen, trotz vorheriger Maßnahmen. Ein Investorenprozess soll laut Mitteilung des Unternehmens zusätzliche Optionen eröffnen. Die Geschäftsführung wird unterstützt von den Sanierungsexperten Malte Köster und Hans-Joachim Berner (Köster Berner). Hendrik Gittermann (Reimer) überwacht als vorläufiger Sachwalter die Sanierung. Atlas beschäftigt rund 400 Mitarbeitende und setzte zuletzt Unternehmensangaben zufolge 150 Millionen Euro um.

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Automobilzulieferer Teknia geht in Insolvenz

Der Stuttgarter Automobilzulieferer Teknia hat Anfang Februar ein Insolvenzverfahren eröffnet. Ilkin Bananyarli (Pluta) wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Teknia Stuttgart ist mit rund 100 Mitarbeitenden spezialisiert auf hochpräzise Fahrwerks- und Lenkungskomponenten. Das Team um Bananyarli arbeitet laut Mitteilung an einer langfristigen Lösung und wird von SGP Schneider Geiwitz Corporate Finance beim Investorenprozess unterstützt. Seit 1992 gehören die Stuttgarter zur spanischen Teknia Gruppe. Der Insolvenzantrag gilt allerdings nur für die deutsche Gesellschaft.

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