Esra Laubach https://www.finance-magazin.de/ueber-uns/redaktion/esra-laubach/ für kluge Finanzentscheidungen Tue, 01 Sep 2026 09:27:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Ex-Roland-Berger-Partner wird Geschäftsführer bei Bickel & Company https://www.finance-magazin.de/banking-berater/business-transformation/ex-roland-berger-partner-wird-geschaeftsfuehrer-bei-bickel-company-250093/ Tue, 01 Sep 2026 08:57:30 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=250093 Stefan Treiber (v.l.n.r.), Walter Bickel und Johann Spanner bilden das neue Führungstrio der Transformationsboutique Bickel & Company. Foto: Bickel & Company

Stefan Treiber wechselt von Roland Berger zur Transformationsboutique Bickel & Company. Als Teil der Geschäftsführung soll er die nächste Wachstumsphase vorantreiben.

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Stefan Treiber (v.l.n.r.), Walter Bickel und Johann Spanner bilden das neue Führungstrio der Transformationsboutique Bickel & Company. Foto: Bickel & Company

Stefan Treiber wechselt von Roland Berger zur Transformationsboutique Bickel & Company. Als Teil der Geschäftsführung soll er die nächste Wachstumsphase vorantreiben.

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Restrukturierungs-News: Depot, Görg, Geopolitik belastet Margen https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/restrukturierungs-news-depot-goerg-geopolitik-belastet-margen-250069/ Tue, 01 Sep 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=250069 Piero Sansone (links) und Mark Boddenberg erweitern die Restrukturierungspraxis bei Görg. Fotos: Görg/Montage: FINANCE

Depot schließt endgültig, Görg verstärkt sich mit zwei Partnern, und die geopolitische Instabilität wirkt wie Brennglas – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Piero Sansone (links) und Mark Boddenberg erweitern die Restrukturierungspraxis bei Görg. Fotos: Görg/Montage: FINANCE

Depot schließt endgültig, Görg verstärkt sich mit zwei Partnern, und die geopolitische Instabilität wirkt wie Brennglas – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

Depot schließt endgültig

Die Deko-Kette Depot steht vor dem Aus – zumindest vorerst. Die GDC Deutschland, das Unternehmen hinter Depot, hat angekündigt Ende September den Geschäftsbetrieb aller Filialen einzustellen. Sämtliche Arbeitsverhältnisse und Mietverträge werden gekündigt, was etwa 730 Beschäftigte betrifft. Dem Vernehmen nach sollen die Restrukturierer Alexander Höpfner und Sven Tischendorf (ACT Legal) die operative Sanierung begleiten. Thomas Rittmeister (Reimer), der bereits im Mai die Eigenverwaltung der Einzelhandelskette als vorläufiger Sachwalter begleitet hat, soll dies erneut tun.

Trotz der Insolvenz plant Inhaber Christian Gries, die Marke zu erhalten. Er sehe Potenzial für eine Fortführung der Marke in einer neuen Gesellschaft und verhandele derzeit über neue Mietverträge, um einige Filialen weiterzuführen.

Bereits im Juni hatte Depot die Schließung von 66 Filialen angekündigt, gefolgt von weiteren 30 bis August. Die vollständige Kündigung aller Verträge wird mit Masseunzulänglichkeit begründet.

Bereits 2024 hatte das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, was in der Folge zu einem drastischen Filialabbau führte. Der Einzelhandel in Deutschland leidet unter schwacher Konsumstimmung und wachsendem Onlinehandel. Neben Depot haben auch andere Einzelhändler wie Kodi, Mäc Geiz und Hellweg Insolvenz angemeldet.

Görg verstärkt sich mit zwei Partnern

Zum September wächst die Restrukturierungsberatung bei der Kanzlei Görg um zwei renommierte Partner. Der erfahrene Insolvenzverwalter Mark Boddenberg wechselt mit seinem Team von Eckert Rechtsanwälte. Der Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht ist spezialisiert auf Krankenhausinsolvenzen sowie Restrukturierungen von Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen. Das Team soll Görg in diesem Bereich neue Schlagkraft verschaffen.

Darüber hinaus kehrt Piero Sansone als Partner zu Görg in Köln zurück und verstärkt das Team auch ab September. Nach mehr als sieben Jahren bei Seitz, wo er seit Januar 2023 ebenfalls Partner war, bringt Sansone seine Expertise an der Schnittstelle zwischen Arbeitsrecht, Restrukturierung und Insolvenzrecht zurück zu Görg. Seine Karriere startete er 2013 bei derselben Kanzlei, wo er mehr als fünf Jahre tätig war.

Zu seinen Schwerpunkten zählen die arbeitsrechtliche Begleitung von großen Restrukturierungs- und Transformationsprojekten sowie Eigenverwaltungs- und Insolvenzverfahren. Darüber hinaus ist er erfahren in Betriebsverfassungs-, Tarif- und Arbeitskampfrecht sowie in komplexen arbeitsgerichtlichen Verfahren. Er wird Teil der Fachgruppe „Arbeitsrechtliche Restrukturierung“ in Köln.

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Kann man Krankenhäuser restrukturieren?

Jeder dritten Klinik droht das Aus, warnen Branchenvertreter. Der Sanierer Maximilian Pluta sagt, wie er die Lage einschätzt – und warum Insolvenzverfahren auch bei vielen Kliniken nicht das Ende bedeuten. Mehr lesen

Geopolitische Instabilität wirkt wie ein Brennglas

Die geopolitische Instabilität im Nahen Osten verschärft die Unternehmenskrisen in Europa und der Region weiter. Der aktuelle Distress Alert von Alvarez & Marsal zeigt, dass vor allem sinkende Gewinne der Haupttreiber der Krisen sind. In Deutschland und Frankreich ist die Konzentration betrieblicher Schwierigkeiten besonders hoch. Fast 15 Prozent der Unternehmen berichten von schwächerer Geschäftsentwicklung, geopolitische Spannungen und volatile Energiemärkte belasten zudem die Margen. Damit bleibt auch die finanzielle Stabilität ein kritisches Thema: 28 Prozent der befragten Unternehmen weisen weiterhin anfällige Bilanzen auf.

„Der Nahostkonflikt verschärft die Belastung durch höhere Energie- und Lieferkettenkosten und hat die Stabilisierung des vergangenen Jahres weitgehend zunichtegemacht. Gleichzeitig setzt die schwächere Nachfrage viele Unternehmen zusätzlich unter Druck“, kommentiert Volker Gross, Managing Director bei A&M Deutschland.

Besonders stark betroffen ist der Modeeinzelhandel. Rund 14 Prozent der Unternehmen befinden sich in finanzieller Schieflage. Es folgen die Chemieindustrie mit 12 Prozent sowie der Medien-, Unterhaltungs- und Mediendienstleistungssektor mit 11,7 Prozent. In Letzterem kämpft zudem fast jedes fünfte Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten, unter anderem infolge des tiefgreifenden Wandels durch KI in Werbung, Marketing und Content-Produktion.

Die deutlichste Verschlechterung im Jahresvergleich verzeichnete die Automobilindustrie. Der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen in der Branche stieg von 9 Prozent auf 11,2 Prozent. Ursachen sind die schleppende Nachfrage, anhaltender Kostendruck und der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Hersteller.

Für die Studie wurden Daten von über 15.000 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen Euro in 33 europäischen und nahöstlichen Ländern analysiert. Diese haben durchgängig Daten für alle Geschäftsjahre von 2022 bis 2025 bereitgestellt.

Bäckerei-Bauer Korte will sich neu aufstellen

Der Bäckerei-Ladenbauer Korte Einrichtungen hat ein eigenverwaltetes Sanierungsverfahren beantragt. Florian Bandrack (Baker Tilly) verstärkt die Geschäftsleitung als Generalbevollmächtigter und unterstützt die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Hintergründe der Krise sind laut Kanzlei der hohe Kostendruck bei Handwerksbäckereien und deutlich verlängerte Genehmigungsprozesse, die zu einer spürbaren Investitionszurückhaltung und rückläufigen Nachfrage nach Neu- und Umbauprojekten geführt habe. Korte plane, seine Marktposition durch innovative Konzepte für Bäckereifilialen zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

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BGH-Beschluss zum Starug: Das sind die Grenzen 

FINANCE+Mit einem wackeligen Starug-Konzept wollte eine Düsseldorfer Holding einer drohenden Insolvenz entkommen. Das war nicht rechtens, urteilte nun der BGH. Das sind die Folgen des Beschlusses.

Spedition Betz geht an Aventra

Der Logistikdienstleister Aventra aus der Region Stuttgart übernimmt das insolvente Speditionsunternehmen Betz International aus Sonnenbühl. Aventra wurde eigens für diesen Kauf gegründet und sichert damit die Mehrheit der 140 Arbeitsplätze der ehemaligen Tochterfirma der Willi-Betz-Gruppe. Der Insolvenzverwalter Dirk Poff (Walter, Rieger & Partner) betont, dass die Transaktion die Kontinuität der Kundenbeziehungen zur Automobilindustrie, Präzisionsfertigung und Logistik gewährleiste. Betz International hatte im April 2026 Insolvenz angemeldet, bedingt durch gestiegene Kosten und intensiven Wettbewerb.

Senator geht in Pagani Pens auf

Der angeschlagene Hersteller für Schreibgeräte und Werbeartikel, Senator, wird von dem Schweizer Konzern Pagani Pens übernommen. Die Übernahme erfolgt durch einen Asset Deal, wobei alle Mitarbeiter am Standort in Groß-Bieberau übernommen werden. Über den Verbleib der Mitarbeitenden an den Standorten in Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien sind keine Informationen bekannt.

Den Verkauf an die internationale Industriegruppe, die in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Schreibgeräten tätig ist, hat seitens Senator Baker Tilly begleitet. Die Insolvenz von Senator wurde im März angeordnet, mit Julia Kappel-Gnirs (hww) als Insolvenzverwalterin.

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Gläubiger wollen Spielzeughersteller Schleich übernehmen

FINANCE+Bei Schleich werden wohl bald die Finanzgläubiger das Ruder übernehmen. Der Private-Equity-Investor Partners Group verliert damit die Kontrolle über den angeschlagenen Spielzeughersteller.

Dorma-Glas findet Investoren

Eine Investorenlösung sichert auch die Zukunft von Dorma-Glas in Bad Salzuflen. Die Eigentümer von Schlossstein Capital und Roberts Land Limited haben für die Übernahme des Glastürenherstellers DS-Glas gegründet und damit den Geschäftsbetrieb sowie den Grundbesitz übernommen. Der operative Geschäftsbetrieb wird ohne Unterbrechung fortgeführt und die Mehrzahl der 210 Arbeitsplätze solle erhalten bleiben. Die Transaktion erfolgte als übertragende Sanierung. Stephan Michels (Michels Vorast Insolvenzverwaltung) agierte als Sachwalter, während Gerrit Hölzle (Görg) die Eigenverwaltung leitete.

Baumaschinenhersteller Atlas wird kanadisch

Der Baumaschinenhersteller Atlas Gruppe wird von dem kanadischen Landmaschinenhersteller Buhler Versatile übernommen. Mit der offiziellen Übernahme zum September bleiben mehr als 200 Arbeitsplätze bei Atlas erhalten – wenngleich mit dem Betriebsrat Entlassungslösungen für rund 150 Mitarbeitende gefunden wurden, teilte das Unternehmen mit. Die Sanierung in Eigenverwaltung begann im Februar 2026, unterstützt von Malte Köster und Hans-Joachim Berner (Kösterberner) sowie Hendrik Gittermann (Reimer) als vorläufigem Sachwalter. Der Investorenprozess wurde von PwC unter Timo Klees und Julius Karp geleitet. Buhler Versatile gehört zur Asko Group, die weltweit in der Land- und Baumaschinenbranche tätig ist.

Info

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SIG-CFO Ann-Kristin Erkens: Die Finanzexpertin mit CEO-Gen https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-des-monats/sig-cfo-ann-kristin-erkens-die-finanzexpertin-mit-ceo-gen-249977/ Mon, 31 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=249977 Ann-Kristin Erkens soll das über 170 Jahre alte Unternehmen SIG Group als CEO und CFO zu neuer Stärke führen. Foto: Michael Derrer Fuchs - stock.adobe.com; SIG Group

Zweimal sprang Ann-Kristin Erkens ein, jetzt übernimmt sie dauerhaft die SIG-Spitze. Inmitten von Personalwechseln und Kapitalmarktdruck wird unsere CFO des Monats zur Hoffnungsträgerin der Schweizer.

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Ann-Kristin Erkens soll das über 170 Jahre alte Unternehmen SIG Group als CEO und CFO zu neuer Stärke führen. Foto: Michael Derrer Fuchs - stock.adobe.com; SIG Group

Zweimal sprang Ann-Kristin Erkens ein, jetzt übernimmt sie dauerhaft die SIG-Spitze. Inmitten von Personalwechseln und Kapitalmarktdruck wird unsere CFO des Monats zur Hoffnungsträgerin der Schweizer.

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Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist verstorben https://www.finance-magazin.de/allgemein/deutschland/unternehmer-klaus-michael-kuehne-ist-verstorben-249588/ Mon, 24 Aug 2026 09:09:37 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=249588 Klaus-Michael Kühne gehörte zu den reichsten und einflussreichsten Unternehmern Deutschlands. Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

Der Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne ist in der Nacht auf Montag im Alter von 89 Jahren verstorben. Mit ihm verliert Deutschland einen seiner mächtigsten Unternehmer.

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Klaus-Michael Kühne gehörte zu den reichsten und einflussreichsten Unternehmern Deutschlands. Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

Der Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne ist in der Nacht auf Montag im Alter von 89 Jahren verstorben. Mit ihm verliert Deutschland einen seiner mächtigsten Unternehmer.

Er war einer der einflussreichsten und reichsten Unternehmer Deutschlands. Nun ist Klaus-Michael Kühne in der Nacht auf Montag im Alter von 89 Jahren verstorben. Zuerst hatte das „Manager Magazin“ darüber berichtet und berief sich auf seinen familiären Umkreis. Am Montagnachmittag hat die Kühne-Stiftung den Tod Kühnes offiziell bestätigt.

Vom Hamburger Erbe zum zweitreichsten Deutschen

Kühne wurde 1937 in Hamburg geboren, dort legte er das Fundament seiner Familiendynastie. Sein Großvater August hatte das Unternehmen Kühne + Nagel bereits 1890 in Bremen als Seefrachtvermittler gegründet. Kühne nutzte dieses Erbe geschickt und baute darauf einen weltumspannenden Logistikkonzern.

Mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 30 Milliarden Euro galt Kühne zuletzt als zweitreichster Deutscher. Übertroffen wird er nur von Kaufland-Gründer Dieter Schwarz.

Kühne schaffte ein Logistik-Imperium

Das Herzstück seines Firmenreichs war Kühne + Nagel. 53 Prozent des weltgrößten Unternehmens für Luft- und Seefracht hielt er über seine Kühne Holding, die weit über die deutschen Grenzen hinweg bekannt ist.

Darüber hinaus baut er über Jahre sein Beteiligungsportfolio konsequent aus: 30 Prozent der Anteile an der Traditionsreederei Hapag-Lloyd zählten dazu. Zudem beteiligte sich seine Kühne Holding an dem Chemielogistiker Brenntag oder etwa am Bus- und Bahn-Unternehmen Flix. Den vielleicht aufsehenerregendsten Schritt machte Kühne jedoch 2022, als er zum größten Einzelaktionär der Lufthansa aufstieg. Noch im Mai dieses Jahres stockte seine Holding den Anteil am Airline-Konzern auf mehr als 20 Prozent auf – zuvor hatte er bei 15,01 Prozent gelegen.

Eine Stiftung übernimmt die Kontrolle

Was passiert nun mit dem gigantischen Erbe? Da Kühne keine Nachfahren hat, hatte er frühzeitig vorgesorgt. Den Großteil seines Vermögens brachte er bereits vor einigen Jahren in die Kühne-Stiftung ein, die wiederum Inhaberin der Kühne Holding in Schindellegi, seinem Wohnort in der Schweiz, ist. Eine Konstruktion, die das Unternehmen vor Zersplitterung und feindlichen Übernahmen schützen sollte.

Durch Kühnes Tod wird die Stiftung nun zur alles beherrschenden Institution im Firmengeflecht. Als Nachfolger des Gründer-Enkels im Präsidentenamt ist bereits seit mehr als einem Jahr der Baseler Anwalt Thomas Staehelin vorgesehen, der bislang als Vizepräsident amtierte. Im mächtigen Stiftungsrat sitzen neben Kühnes Ehefrau Christine auch der langjährige Vertraute Karl Gernandt sowie Kühne-Holding-Verwaltungsrat Jörg Wolle.

Mit Klaus-Michael Kühne verliert die deutsche Wirtschaft eine der letzten großen Unternehmerpersönlichkeiten alter Prägung – einen Mann, der ein über Generationen gewachsenes Erbe nicht nur bewahrte, sondern zu einer der bedeutendsten Beteiligungsstrukturen Europas ausbaute.

]]> Christoph Burkhard soll als neuer CFO Heidelberg Druck transformieren https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/christoph-burkhard-soll-als-neuer-cfo-heidelberg-druck-transformieren-249272/ Tue, 18 Aug 2026 10:21:15 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=249272 Der erfahrene Maschinenbau-CFO Christoph Burkhard wird neuer CFO bei Heidelberger Druckmaschinen. Foto: Wacker Neuson; Montage: FINANCE

Wacker-Neuson-CFO Christoph Burkhard wird Finanzchef bei Heidelberg Druck. Er übernimmt das Amt zu einem für den Konzern kritischen Zeitpunkt.

]]> Der erfahrene Maschinenbau-CFO Christoph Burkhard wird neuer CFO bei Heidelberger Druckmaschinen. Foto: Wacker Neuson; Montage: FINANCE

Wacker-Neuson-CFO Christoph Burkhard wird Finanzchef bei Heidelberg Druck. Er übernimmt das Amt zu einem für den Konzern kritischen Zeitpunkt.

Bei dem Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druckmaschinen steht erneut ein Führungswechsel im Finanzbereich bevor. Wie das Unternehmen bekannt gab, hat der Aufsichtsrat Christoph Burkhard zum Oktober zum CFO bestellt.

Er wird das Amt von Volker Herdin übernehmen, der Ende September in den Ruhestand tritt. Bis zu seinem Ausscheiden wird Herdin die Übergabe begleiten. Auf Burkhard wartet eine große Aufgabe: Er soll den Konzern sanieren und das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückgewinnen.  

Christoph Burkhard: Erfahrener Maschinenbau-CFO

Burkhard ist kein Unbekannter in der deutschen Industrielandschaft. Bis Ende August ist der 1964 geborene Diplom-Kaufmann noch als Finanzvorstand beim börsennotierten Baumaschinenhersteller Wacker Neuson tätig. Davor leitete er als CFO die Finanzen des Hamburger Windturbinenbauers Nordex – ebenfalls ein börsennotiertes, international aufgestelltes Maschinenbauunternehmen. Seine Karriere startete er bei der Wind Power Division von Siemens, wo er im Laufe seiner über 17-jährigen Karriere diverse CFO-Position innehatte.

Mit Burkhard habe Heidelberger Druckmaschinen einen im internationalen Umfeld sehr erfahrenen CFO gewonnen, erklärte Martin Sonnenschein, Aufsichtsratsvorsitzender von Heidelberger Druckmaschinen.

Er betonte vor allem Burkhardts „Fähigkeit zur erfolgreichen und nachhaltigen Cashflow-Generierung bei zwei börsennotierten internationalen Maschinenbauunternehmen“. Dies sei auch für den Druckmaschinenhersteller aus Heidelberg ein wichtiges Thema.

Breites Ressort: Von Finanzen bis Informationssicherheit

In seiner neuen Rolle wird Burkhard ein umfangreiches Aufgabenfeld verantworten: Neben den klassischen Bereichen Finanzen, Controlling und Rechnungswesen fallen auch Investor Relations, M&A, Recht und Steuern sowie die Informationssicherheit in seinen Zuständigkeitsbereich. Das verdeutlicht, welche strategische Bedeutung dem Finanzvorstand im laufenden Transformationsprozess des Konzerns zukommt.

In den vergangenen Jahren war es unruhig in der Finanzabteilung bei Heidelberg Druck. Ende März 2025 verließ die damalige CFO, Tania von der Goltz, das Unternehmen nach zwei Jahren auf eigenen Wunsch. Auf sie folgte Volker Herdin, der im Mai 2025 zu Heidelberg Druck dazustieß, um den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Otto als Vertrauter aus gemeinsamen Brose-Zeiten kaufmännisch zu unterstützen.

Heidelberg in der Krise: Marge unter Druck, Aktie im Keller

Heidelberger Druckmaschinen kämpft seit Jahren mit dem Strukturwandel im Druckgeschäft: rückläufige Investitionsnachfrage, schwieriges Währungsumfeld und eine Aktie, die seit 2022 im 1-Euro-Bereich notiert.

Die Zahlen des jüngsten Geschäftsjahres 2025/2026 illustrieren die Lage: Der Umsatz stieg nur minimal auf 2,29 Milliarden Euro, nach 2,28 Milliarden Euro im Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge sank auf 6,6 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent).

CEO Jürgen Otto, der seit 2024 an der Spitze des Unternehmens steht, verfolgt einen klassischen Sanierungsansatz: Effizienzsteigerung, Kostenabbau – und eine konsequente Diversifizierung jenseits des stagnierenden Kerngeschäfts.

Drohnenabwehr statt Druckmaschinen? 

Wie weit die Transformation bereits reicht, zeigt ein Blick auf die jüngsten strategischen Weichenstellungen. Im März ging Heidelberg über seine Tochtergesellschaft HD Advanced Technologies ein Joint Venture mit dem US-amerikanischen Unternehmen Ondas Autonomous Systems ein. Das gemeinsame Unternehmen Onberg Autonomous Systems soll in Europa einen One-Stop-Shop für autonome Drohnenabwehrsysteme aufbauen.

Burkhard wird mutmaßlich künftig nicht nur ausschließlich das Kerngeschäft stabilisieren, sondern auch den finanziellen Rahmen für eine strategische Neuausrichtung schaffen, die das Unternehmen fundamental verändern könnte.

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Shell verkauft Sonnen – Aurelius soll sanieren https://www.finance-magazin.de/deals/ma/shell-verkauft-sonnen-aurelius-soll-sanieren-249076/ Thu, 13 Aug 2026 10:52:31 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=249076 Shell setzt seine Abkehr von Erneuerbaren Energien fort und verkauft den Solarspeicherhersteller Sonnen. Foto: Anselm - stock.adobe.comy

Einst Hoffnungsträger, nun als Sanierungsfall verkauft: Shell trennt sich vom Solarunternehmen Sonnen. Sanieren soll das Unternehmen der Turnaround Investor Aurelius, doch Eigentümer ist jemand anderes.

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Shell setzt seine Abkehr von Erneuerbaren Energien fort und verkauft den Solarspeicherhersteller Sonnen. Foto: Anselm - stock.adobe.comy

Einst Hoffnungsträger, nun als Sanierungsfall verkauft: Shell trennt sich vom Solarunternehmen Sonnen. Sanieren soll das Unternehmen der Turnaround Investor Aurelius, doch Eigentümer ist jemand anderes.

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BGH-Beschluss zum Starug: Das sind die Grenzen  https://www.finance-magazin.de/transformation/restrukturierung/bgh-beschluss-zum-starug-das-sind-die-grenzen-248875/ Thu, 13 Aug 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248875 Der BGH hat erstmals höchstrichterlich klargestellt, wo das Starug endet. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Mit einem wackeligen Starug-Konzept wollte eine Düsseldorfer Holding einer drohenden Insolvenz entkommen. Das war nicht rechtens, urteilte nun der BGH. Das sind die Folgen des Beschlusses.

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Der BGH hat erstmals höchstrichterlich klargestellt, wo das Starug endet. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Mit einem wackeligen Starug-Konzept wollte eine Düsseldorfer Holding einer drohenden Insolvenz entkommen. Das war nicht rechtens, urteilte nun der BGH. Das sind die Folgen des Beschlusses.

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Christian Sailer beendet seine Interim-CFO-Rolle bei P&C Wien https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/christian-sailer-beendet-seine-interim-cfo-rolle-bei-pc-wien-248930/ Tue, 11 Aug 2026 09:17:12 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248930 Christian Sailer (links) übergibt das Amt des CFO bei Peek & Cloppenburg Österreich und CEE an Radu Stoica. Foto: Galeria; Michael Schuster/Montage: FINANCE

Nach vier Monaten in interimistischer Rolle gibt Christian Sailer seine Position als Finanzchef bei Peek & Cloppenburg Wien an einen einzelhandelserfahrenen CFO ab. So geht es für den Ex-Galeria-CFO weiter.

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Christian Sailer (links) übergibt das Amt des CFO bei Peek & Cloppenburg Österreich und CEE an Radu Stoica. Foto: Galeria; Michael Schuster/Montage: FINANCE

Nach vier Monaten in interimistischer Rolle gibt Christian Sailer seine Position als Finanzchef bei Peek & Cloppenburg Wien an einen einzelhandelserfahrenen CFO ab. So geht es für den Ex-Galeria-CFO weiter.

Nach einer kurzen Übergangszeit ernennt Peek & Cloppenburg (P&C) Wien zum September einen neuen CFO. Radu Stoica soll die Rolle des Managing Director Finance von Christian Sailer übernehmen. Dieser hatte die Position interimistisch ausgefüllt, als die ehemalige Finanzchefin des Retail-Unternehmens, Martina Dutzler, das Unternehmen im Mai nach zwei Jahren verlassen hatte.

CFO Radu leitete Finanzressorts der Schwarz Gruppe

Der neue Finanzchef Stoica kommt von dem Schuhhändler Deichmann, wo er zuletzt als Managing Director CEE tätig war. In dieser Rolle verantwortete er das operative Geschäft sowie den Finanzbereich in zehn Ländern mit mehr als 770 Filialen. Über zwölf Jahre war er bei Deichmann tätig.

In seiner mehr als zwanzigjährigen Karriere bekleidete er unter anderem die CFO-Position bei Baumax Rumänien, wo er die Transformation im Zuge der Übernahme durch Leroy Merlin begleitete sowie über acht Jahre hinweg verschiedene leitende Finanzpositionen bei der Schwarz Gruppe (Lidl und Kaufland). 

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P&C holt Ex-Galeria-CFO Christian Sailer nach Wien

FINANCE+Christian Sailer steigt als CFO bei Peek & Cloppenburg in Wien ein. Anders als bei dem kriselnden Kaufhauskonzern Galeria ist er dort für die Finanzen der Wachstumsmärkte in Zentral- und Osteuropa zuständig. Mehr lesen

Christian Sailer bleibt vorerst bei P&C Wien

Sein Vorgänger, Christian Sailer, bleibt dem Bekleidungshändler vorerst erhalten. Er soll Radu laut P&C Wien beim Onboarding unterstützen. Darüber hinaus soll er an verschiedenen internen Projekten mitwirken, heißt es.

FINANCE Köpfe

Christian Sailer

Peek & Cloppenburg B.V. & Co. KG, WienMehr lesen

Der erfahrene Handelsmanager war in seiner interimistischen Funktion bei P&C für das Zahlenwerk in Österreich sowie in Zentral- und Osteuropa zuständig. Zusätzlich verantwortete er die Bereiche IT, Legal und Einkauf. Er sollte Projekte in den Bereichen Finanzen und IT anstoßen und den Wachstumskurs in Zentral- und Osteuropa finanziell unterstützen.

In seinen vorherigen Posten bei Galeria, Weltbild und Auto-Teile Unger war Sailer jeweils in Sanierungen und Restrukturierungen eingebunden. Sein Engagement bei dem kriselnden Kaufhauskonzern Galeria endete im Januar 2026, als ihn die Eigentümer abberiefen.

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Restrukturierungs-News: Sanicare, Mitteldeutsche Flughafen AG, Kodi https://www.finance-magazin.de/nachrichten-ressort/restrukturierung/restrukturierungs-news-sanicare-mitteldeutsche-flughafen-ag-kodi-248244/ Thu, 30 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248244 Die Versandapotheke Sanicare will sich im Eigenverwaltungsverfahren sanieren. Foto: Михаил Решетников - stock.adobe.com

Versandapotheke Sanicare ist insolvent, Mitteldeutsche Flughafen AG beendet Restrukturierung und auch Kodi geht erneut in die Insolvenz – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

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Die Versandapotheke Sanicare will sich im Eigenverwaltungsverfahren sanieren. Foto: Михаил Решетников - stock.adobe.com

Versandapotheke Sanicare ist insolvent, Mitteldeutsche Flughafen AG beendet Restrukturierung und auch Kodi geht erneut in die Insolvenz – die aktuellen Restrukturierungs-News im Überblick.

Versandapotheke Sanicare ist insolvent

Die BS-Apotheken, Betreiber der Sanicare-Versandapotheke, haben Mitte Juli Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Die finanzielle Schieflage resultiert der Sanierungsberatung BBR Buchalik Brömmekamp zufolge aus rückläufigen Umsätzen und hohen Investitionen. Ziel sei es nun, die Kosten zu straffen und die Ertragslage zu verbessern. Ein Sanierungskonzept werde in den kommenden Wochen finalisiert, unterstützt von der Unternehmensberatung Plenovia. Es ist bereits die zweite Insolvenz. Die erste durchlief das Unternehmen 2012. Sanicare beschäftigt nach eigenen Angaben 74 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro.

Jasper Stahlschmidt und Hans-Georg Fritsche (beide BBR Buchalik Brömmekamp) agieren als Generalbevollmächtigte. Heinrich Fritz Stellmach (Stellmach & Bröckers) wurde als vorläufiger Sachwalter bestellt. Die Maßnahmen sollen die Liquidität stärken und das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen.

Mitteldeutsche Flughafen AG beendet Restrukturierung

Die Mitteldeutsche Flughafen AG hat ihre Sanierung rund sechs Monate früher als geplant abgeschlossen und startet nun in die Transformationsphase, hat das Unternehmen mitgeteilt. Nun liegt der Fokus auf der wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Standorte Leipzig/Halle und Dresden sowie der Erschließung neuer Wachstums- und Ertragspotenziale.

Der wirtschaftliche Turnaround der Unternehmensgruppe zeigt sich auch im positiven Konzernergebnis von 10,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 und einem Umsatz von über 200 Millionen Euro. Die Finanzierung ist bis 2038 gesichert. Das Bankenkonsortium wurde von Noerr beraten. Mit dem Abschluss der Sanierung endet zudem das Mandat von Chief Restructuring Officer Michael Hengstmann planmäßig.

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Bei Knaus Tabbert zeigen sich „erste grüne Sprossen“

FINANCE+Ende 2024 stand Knaus Tabbert wirtschaftlich am Rande des Abgrunds, seither folgten harte Verhandlungen mit den Banken. CFO Radim Ševčík erklärt, wie der Reisemobilhersteller zurück auf Kurs kommen soll.

Kodi stellt erneut Insolvenzantrag

Der Discounter Kodi hat erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, um seinen Fortbestand zu sichern. Erwartet wird Unternehmensangaben zufolge die Schließung von rund 50 der 150 Filialen. Zuerst hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet. Die Herausforderungen umfassen schwache Konsumstimmung, digitalen Wettbewerbsdruck, hohe Energiekosten und steigende Mietkosten. Lucas Flöther (Flöther & Wissing) wurde als vorläufiger Sachwalter bestellt.

Bereits 2024 hatte Kodi ein Schutzschirmverfahren durchlaufen, bei dem die Filialanzahl von 240 auf 150 reduziert wurde. Die Muttergesellschaft übernahm im Februar den Non-Food-Discounter Mäc Geiz, der ebenfalls im Mai ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragte.

Yeans Halle erneut unter Schutzschirm

Ein ähnliches Schicksal wie Kodi ereilte nun auch Yeans Halle. Der Modehändler steht ebenfalls erneut vor einer Herausforderung: Der Mutterkonzern Trender Jeansmode reagiert auf die anhaltend schwierigen Bedingungen im stationären Modehandel und eröffnete für Yeans Halle ein Eigenverwaltungsverfahren, um sich erneut neu aufzustellen. Bereits 2024 folgte das Unternehmen einem Sanierungsverfahren. Steffen Beck (Pluta) übernimmt erneut die Rolle des CRO. Das Amtsgericht hat Tibor Daniel Braun (IBK Illig Braun Kirschnek) als vorläufigen Sachwalter bestellt. Ziel sei es, die Kostenstruktur zu optimieren und das Unternehmen effizienter aufzustellen, um eine nachhaltige Fortführung zu sichern. Ein Hackerangriff im Jahr 2025 und das schwierige wirtschaftliche Umfeld belasten zusätzlich. In den 13 Filialen sind rund 200 Mitarbeitende beschäftigt.

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Cybercrime

Ob Hacker-Attacke oder Angriff mit Schadsoftware: Finanzabteilungen sind regelmäßig von Cybercrime bedroht. FINANCE hat zusammengetragen, welche Strategien die Angreifer nutzen und wie CFOs ihre Daten vor Attacken schützen können.

Aluminium-Hersteller schließt zwei Fabriken

Die Aluminium Rheinfelden Gruppe schickt zwei ihrer drei Fabriken in Eigenverwaltung und beantragt, die beiden Fabriken Aluminium Rheinfelden Alloys sowie Rheinfelden Semis zu schließen. Rund 185 Beschäftigte sind betroffen. Verhandlungen mit dem Betriebsrat seien sofort begonnen worden, heißt es in einer Mitteilung des Sanierungsberaters Schultze & Braun. Rheinfelden Carbon Products bleibt unberührt und setzt ihre Produktion für die metallurgische Industrie fort. Die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, steigende Energiepreise und schwache Nachfrage machten eine Fortführung der Aluminiumverarbeitung unmöglich.

Frank Walz- und Schmiedetechnik nutzt Eigenverwaltung

Die Frank Walz- und Schmiedetechnik, ein Hersteller von verschleißfesten Walz‑ und Schmiedeteile in der Landtechnik, hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Markus Mertens (Montag & Montag) und die Berater der KanzleiGörg unterstützen den Prozess. Der Geschäftsbetrieb läuft mit den rund 160 Mitarbeitenden als den Standorten Hatzfeld und Brehna weiter, während die Standorte in der Ukraine, Ungarn und den USA nicht betroffen sind. Carsten Koch (Westhelle und Partner) wurde als vorläufiger Sachwalter bestellt.

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Restrukturierer soll Warsteiner-Gruppe aus der Krise führen

FINANCE+Die deutschen Bierbrauer stecken in einer Absatzkrise. Der Warsteiner-Hersteller Haus Cramer Gruppe hat nun einen Chief Restructuring Officer an die Unternehmensspitze gesetzt. So ernst ist die Lage.

Swissplast übernimmt Durotherm

Die Swissplast Gruppe, die auf außergewöhnliche Kunststoffteile spezialisiert ist, hat den in Schieflage geratenen Kunststoffverarbeiter Durotherm übernommen. Im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens wurden die Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten von Durotherm übernommen und in einer Nachfolgegesellschaft fortgeführt. Die Standorte Haiterbach und Lindlar bleiben durch den Distressed-M&A-Prozess bestehen, Kundenbeziehungen werden fortgeführt und viele Arbeitsplätze gesichert. Holger Rhode und Raul Taras (Görg) als Chief Insolvency Officer sowie Frederik Wittop (Montag & Montag) als CRO spielten zentrale Rollen in diesem Prozess. Als vorläufiger Sachwalter war Martin Mucha (Grub Brugger) bestellt.

Sanierungsverfahren für Profilator

Der Hersteller für Präzisions-Werkzeugmaschinen aus Wuppertal, Profilator, setzt auf eine betriebliche Neuaufstellung in Eigenregie, um seine Position im globalen Markt zu stärken. Die Produktion von Präzisions-Werkzeugmaschinen für die Verzahnungstechnik läuft weiter, während Schultze & Braun das Unternehmen bei der Sanierung unterstützt. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und das Unternehmen nachhaltig neu aufzustellen. Thomas Ellrich (Voigt Salus) beaufsichtigt das Verfahren als vorläufiger Sachwalter.

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Varta muss Insolvenz anmelden

FINANCE+Vartas Sanierung ist fehlgeschlagen. Der kriselnde Batteriehersteller hat Insolvenz angemeldet. Dieser Schritt hatte sich abgezeichnet.

MBO bei J.G. Weisser Söhne

Der Geschäftsbetrieb von J.G. Weisser Söhne ist gerettet. Ein Management-Buy-out durch vier langjährige Führungskräfte sichert die Zukunft des Maschinenbauunternehmens, das nun als J.G. Weisser firmiert. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten infolge der Coronavirus-Pandemie und der Insolvenz der US-Muttergesellschaft Hardinge wurde im September 2024 ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Marc-Philippe Hornung (SZA Schilling, Zutt & Anschütz) überwachte den Prozess, der 156 Arbeitsplätze in St. Georgen langfristig sichert.

Übertragene Sanierung rettet De Crignis

Die Beteiligungsgesellschaft LSL Capital Group und der Investor Soseco haben den Augsburger Metallverarbeiter De Crignis in einer übertragenden Sanierung übernommen, um ihre Buy and Build-Strategie in der Metallverarbeitung fortzusetzen. Das Unternehmen firmiert nun als De Crignis Metall und fokussiert sich eigenen Angaben zufolge auf hochwertige Metallverarbeitung für die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Andreas Bonnard, geschäftsführender Gesellschafter der LSL Capital, und Udo Ehrlinger, Geschäftsführer der De Crignis, übernehmen die Geschäftsführung. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Darüber hinaus seien Investitionen in moderne Technologien und Digitalisierung geplant, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Marktpotenziale zu erschließen.

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Exklusiv: Restrukturierer Keppel heuert bei bekanntem Autozulieferer an 

FINANCE+Michael Keppel von Alix Partners hat die Rolle des CRO bei Fritz Winter übernommen. Er soll die Eisengießerei mit dem neuen CFO Klaus J. Rudolph durch eine der schwierigsten Phasen der Geschichte führen.

Investorenprozess für kriselnde SMB International gestartet

Der Lagersysteme-Hersteller SMB International aus Quickborn hat ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt, um Liquiditätsschwierigkeiten zu bewältigen, die aufgrund von drei durch die aktuelle Marktveränderung und durch Lieferengpässe unrentabel gewordene Projekte entstanden sind. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und wird durch Katharina Hansen und Matthias Wolgast (Münzel & Böhm) unterstützt. Jennie Best (Reimer) wurde zur vorläufigen Sachwalterin ernannt. Ein Investorenprozess wird gestartet, um die nachhaltige Sanierung des Unternehmens zu sichern.

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Christian Vogel: Der stille Dealmaker von Clifford Chance https://www.finance-magazin.de/banking-berater/ma/christian-vogel-der-stille-dealmaker-von-clifford-chance-248019/ Wed, 29 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.finance-magazin.de/?p=248019 Christian Vogel, Partner der Wirtschaftskanzlei Clifford Chance, führt das Ranking der Top-M&A-Anwälte 2025 an. Foto: Clifford Chance; Montage: FINANCE

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