Unicredit baut Aktienanteil an Commerzbank aus
Die Unicredit hat ihren Aktienanteil an der Commerzbank leicht erhöht. Aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Donnerstag ist ersichtlich, dass dieser von 26,04 Prozent auf 26,77 Prozent stieg. Auch ihren Bestand an Derivaten weitete die Mailänder Großbank aus. Dieser liegt nun bei 5,87 Prozent.
Derweil sprach sich der italienische Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti (Lega Nord) nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch gegen eine mögliche Verlegung des Hauptsitzes oder zentraler Funktionen der Unicredit nach Frankfurt aus: „Selbstverständlich wären wir nicht dafür“, sagte der Minister in Rom. Die Pläne zum Ausbau des Geschäfts in Deutschland bewertete er jedoch grundsätzlich positiv.
Commerzbank: Orcel-Pläne laufen auf Restrukturierung hinaus
Im Übernahmeversuch durch die Unicredit setzt die Commerzbank unverändert auf ihr unabhängiges Modell und ihren Strategieplan „Momentum“, der bis 2028 läuft.
Unicredit-CEO Andrea Orcel hatte die operative Leistung der Commerzbank von 2021 bis 2025 und den Plan in einer Telefonkonferenz mit Analysten scharf angegriffen: „,Momentum‘ bedeutet fortgesetzte, unzureichende Ergebnisse“, sagte Orcel. Außerdem sehe der Plan keinerlei Schritte vor, um die Commerzbank strukturell wettbewerbsfähig zu machen.
Unicredit kündigt Übernahmeangebot für Commerzbank an
Unicredit hat ein freiwilliges Angebot für die Commerzbank angekündigt. Bezahlen will die italienische Großbank den Erwerb mit eigenen Aktien, wie das Institut mitteilte. Demnach sollen die Aktionäre pro Wertpapier 0,485 neue Unicredit-Aktien im Tausch erhalten – umgerechnet also etwa 30,80 Euro pro Commerzbank-Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 4 Prozent zum Schlusskurs vom vergangenen Freitag.
Commerzbank dank Tochter MBank weiter auf Rekordkurs
Die Commerzbank hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Rekord beim operativen Ergebnis abgeschlossen. Die Frankfurter Großbank kam auf 4,5 Milliarden Euro, ein Plus von 18 Prozent. Dabei profitierte das Geldhaus vor allem vom guten Geschäftsverlauf bei der polnischen Tochter Mbank, die ihre Erträge um 37 Prozent steigerte, sowie von einem Zuwachs beim Provisionsüberschuss.
Mit diesem Trick könnte Unicredit die Commerzbank übernehmen
Noch 2025 war der heute wichtigste Aktionär, die Unicredit, bei der Commerzbank-Hauptversammlung gar nicht vertreten. Das war damals überraschend, hatte die Mailänder Großbank in den vorangegangenen Monaten doch Schritt für Schritt ihren Anteil an den Frankfurtern ausgebaut. Aktuell hält sie rund 26 Prozent der Anteile als Aktien, weitere 3 Prozent über Finanzinstrumente.
In diesem Jahr lohnt der Blick zur kommenden Hauptversammlung nach Wiesbaden. Denn dort könnte es zu einer Art M&A-Showdown kommen. Unicredit könnte die Kontrolle an der gelben Bank anstreben, indem sie über eine Abstimmung auf der Hauptversammlung sämtliche Anteile an der Hypovereinsbank (HVB) einbringt und gleichzeitig die Bezugsrechte der weiteren Commerzbank-Aktionäre ausschließt.
Mögliche Commerzbank-Übernahme: CFOs und Treasurer skeptisch
CFOs und Treasurer schauen weiterhin skeptisch auf eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch Unicredit, zeigt eine neue Umfrage von FINANCE. 72 Prozent der Befragten, die eine Einschätzung abgegeben haben, bewerten eine Übernahme der Commerzbank aus Sicht ihres Unternehmens als negativ. Im Herbst 2024 lag diese ablehnende Haltung ebenfalls bei rund 70 Prozent.
EZB lässt Unicredit-Anteil von knapp 30 Prozent zu
Die EZB hat der Unicredit grünes Licht gegeben, ihren Anteil an der Commerzbank auf 29,9 Prozent aufzustocken. Das teilte die italienische Großbank am Freitag mit. Allerdings stehen noch weitere behördliche Freigaben aus, darunter des Bundeskartellamtes. Gleichzeitig treibt die italienische Großbank zwei weitere M&A-Projekte voran: die Übernahme des italienischen Wettbewerbers Banco BPM und der belgischen Aion Bank inklusive des polnischen Banking-as-a-Service-Anbieters Vodeno.
Unicredit stockt Commerzbank-Anteil weiter auf
Seit September tobt der Übernahmekrimi um die Commerzbank, Unicredit-Chef Andrea Orcel hat den Einsatz nun erhöht. Wie die Mailänder am frühen Mittwochmorgen mitteilten, haben sie sich über Finanzinstrumente weitere 7 Prozent der Anteile an dem Frankfurter Geldhaus gesichert.
„Die Gesamtposition von Unicredit beläuft sich nun auf circa 28 Prozent, wovon 9,5 Prozent auf eine direkte Beteiligung und circa 18,5 Prozent auf derivative Instrumente entfallen“, heißt es dazu aus Mailand. Darüber hinaus habe Unicredit bereits die erforderlichen regulatorischen Anträge eingereicht, um die Beteiligung an der Commerzbank über 10 Prozent hinaus auf bis zu 29,9 Prozent erhöhen zu können.
Unicredit setzt mit Übernahmeplänen auf Größe
Die italienische Großbank Unicredit überraschte im Herbst mit zwei großen, öffentlichen Deals: dem Einstieg bei der Commerzbank und dem Übernahmeangebot für die italienische Konkurrentin Banco BPM – beides binnen weniger Wochen. Ein Blick auf das Umfeld und die Zahlen der Unicredit zeigt, dass der Antrieb in beiden Fällen unterschiedlich gelagert, das Ziel jedoch ist identisch sein dürfte: Die Bank will sich im europäischen Wettbewerb weiter stärken.
Schon zum Monatsende: CFO Bettina Orlopp wird Commerzbank-Chefin
Finanzvorständin Bettina Orlopp steht künftig an der Spitze der Commerzbank. Der Aufsichtsrat von Deutschlands zweitgrößter Privatbank hat die 54-Jährige zum Oktober zur neuen Vorstandsvorsitzenden und damit zur Nachfolgerin von Manfred Knof bestellt.
Bund will vorerst keine weiteren Commerzbank-Anteile verkaufen
Das Bundesfinanzministerium hat dementiert, weitere Anteile des Bundes an der Commerzbank verkaufen zu wollen. „Die Bundesregierung wird die entstandene Lage gründlich analysieren und zu gegebener Zeit Entscheidungen über das weitere Vorgehen treffen“, teilte das Ministerium auf FINANCE-Nachfrage mit.
Unicredit-Chef Orcel will aktiver Commerzbank-Aktionär sein
Nach Bekanntwerden der Pläne zur Übernahme der Commerzbank hat sich nun erstmals Unicredit-CEO Andrea Orcel zu den Zukunftsplänen der Italiener geäußert: Eine Fusion zwischen Unicredit und Commerzbank sei das erklärte Ziel. Sie könne die Commerzbank voranbringen und die Wettbewerbsfähigkeit im Firmenkundengeschäft auf dem deutschen Markt stärken – gerade gegenüber den Sparkassen und Genossenschaftsbanken.
Unicredit übernimmt 9 Prozent an Commerzbank
Paukenschlag in der Bankenbranche: Die italienische Großbank Unicredit hat 9 Prozent an der Commerzbank übernommen. Davon stammen 4,49 Prozent aus dem Besitz des Bundes, die restlichen Anteile wurden am freien Markt zugekauft.
Welche Strategie hinter dem Anteilserwerb steckt, ist noch nicht bekannt. „Der Erwerb der Beteiligung an der Commerzbank AG steht in Einklang mit der Strategie der Unicredit und den Parametern für jede ihrer Investments“, so die Mailänder. Der Griff nach der Mittelstandsbank könnte sich durchaus lohnen, zeigt unsere Analyse.
Zudem wurde bekannt, dass CEO Manfred Knof das Geldinstitut verlassen wird, als Nachfolgerin soll CFO Bettina Orlopp die Position an der Spitze der Commerzbank übernehmen.
Bund will nach 16 Jahren raus aus der Commerzbank
Der Staat will bei der Commerzbank raus. 16 Jahre nach der Finanzkrise sei die Bank „wieder ein stabiles und ertragsstarkes Institut“, heißt es. Konkret liegen die Anteile des Bundes an der Commerzbank derzeit noch bei 16,49 Prozent, womit der deutsche Staat nach wie vor größter Einzelaktionär ist. Dem Steuerzahler steht jedoch ein Milliardenverlust ins Haus.