Restrukturierungs-News: Dr. Wieselhuber & Partner, Falkensteg, Alix Partners

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Maximilian Schneider (v.l.n.r.) wird Partner bei Falkensteg, Fabian Hammer steigt in die Geschäftsleitung bei Dr. Wieselhuber & Partner ein und Valentin Röttger wird in die Partnerschaft von Auricon aufgenommen. Foto: Falkensteg, Dr. Wieselhuber & Partner, Auricon/Montage: FINANCE
Maximilian Schneider (v.l.n.r.) wird Partner bei Falkensteg, Fabian Hammer steigt in die Geschäftsleitung bei Dr. Wieselhuber & Partner ein und Valentin Röttger wird in die Partnerschaft von Auricon aufgenommen. Foto: Falkensteg, Dr. Wieselhuber & Partner, Auricon/Montage: FINANCE

Falkensteg-Director wechselt zu Dr. Wieselhuber & Partner

Fabian Hammer verstärkt seit Januar die Geschäftsleitung der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner. Er kommt von Falkensteg, wo er zuletzt als Director tätig war. Bei Wieselhuber leitet er künftig aus Hamburg heraus den Bereich Distressed M&A Real Estate. Vor seiner Zeit bei Falkensteg war Hammer unter anderem bei Enomyc in den Bereichen Digital Transformation sowie M&A aktiv. Sein Fokus liegt auf der strukturierten Vermarktung von Immobilien, der Bewertung von Portfolios und auf strategischen Lösungen in Sondersituationen.

Maximilian Schneider wird Partner bei Falkensteg

Nach über acht Jahren bei der Corporate-Finance- und Restrukturierungsberatung Falkensteg ist Maximilian Schneider im Januar zum Partner im Bereich Restrukturierung ernannt worden. Er ist vom Berliner Standort aus tätig und konzentriert sich auf die Begleitung von Unternehmen in der Transformation, insbesondere in Nord- und Ostdeutschland. Aktuell ist der studierte Betriebswirt als Interimsmanager bei Bohai Trimet aktiv und berät die Groschen Märkte betriebswirtschaftlich. Seine Expertise umfasst Unternehmens- und Liquiditätsplanungen sowie die Begleitung in Eigenverwaltungsverfahren.

Alix Partners und Berylls haben sieben Berater befördert

Alix Partners und die auf die Automobilindustrie spezialisierte Beratung Berylls by Alix Partners haben in Deutschland sieben Berater zu Partnern und zusätzlich Managing Directors ernannt. Die neuen Führungskräfte bringen Transformationskompetenz und Branchenexpertise in Schlüsselindustrien wie Automobil, Industrie, Einzelhandel, Technologie und Private Equity mit. Drei der neuen Partner stammen aus der auf die Automobilindustrie spezialisierten Beratung Berylls by Alix Partners.

Die Ernennungen bei Alix Partners umfassen den auf Turnaround und Restrukturierung spezialisierten Alban Baiker aus Düsseldorf, den Performance-Improvement-Experten Johannes Kraemer, den auf Corporate Transformation spezialisierten Philipp Meske aus München sowie den Berater für Operational Restructuring, Jan Schlichenmaier, aus Düsseldorf. Bei Berylls wurden Christian Grimmelt, Fritz Metzger und Peter Trögel, allesamt aus München, zu Partnern & Managing Directors ernannt.

Willmerköster ist passé

Mit Jahresbeginn hat sich die auf Sanierungsrecht spezialisierte Kanzlei Willmerköster umfirmiert. Sie agiert nun unter dem neuen Namen Kösterberner. Die Umfirmierung läutet eine neue Generation ein: „Die Umbenennung ist Ausdruck der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Kanzlei, die wir auch in Zukunft mit durchgängiger Digitalisierung und hocheffizienten Prozessen vorantreiben werden“, kommentiert Namenspartner Malte Köster die Umfirmierung.

Kösterberner bleibt mit über 100 Mitarbeitenden an zwölf Standorten in Deutschland bestehen. Der neue Namenspartner Hans-Joachim Berner ist seit 2021 Partner der Kanzlei und zählt zu den erfahrensten Insolvenzverwaltern der jüngeren Generation in Deutschland.

FTI-Andersch erweitert Vorstand

FTI-Andersch stärkt zum Jahresbeginn ebenfalls seine Führungsebene: Gero Güllmeister wird in den Vorstand berufen, während Christopher Weiß und Philipp Oemler zu Senior Managing Directors aufsteigen. Diese Beförderungen zielten darauf ab, die operative und finanzielle Stabilität mit Transformations- und transaktionsnahen Themen zu verknüpfen, heißt es in der Mitteilung. Güllmeister fokussiert sich auf die Integration von Business Transformation und Restrukturierung, während Weiß und Oemler ihre Expertise in Carve-outs und Effizienzprogrammen einbringen.

Beratungsboutique Auricon erweitert die Partnerschaft

Die Beratungsboutique Auricon startet das neue Jahr mit einer strategischen Erweiterung ihrer Partnerschaft: Valentin Röttger verstärkt die Partnerschaft im Bereich Restrukturierung, in welchem er bereits seit über acht Jahren für Auricon in Düsseldorf tätig ist. Er hat umfassende Erfahrung in der Beratung von Unternehmen in komplexen Transformations- und Sondersituationen.

Heiterblick wird nach Polen verkauft

Der insolvente Straßenbahnhersteller Heiterblick aus Leipzig wird von dem polnischen Hersteller für Schienenfahrzeuge, Pesa Bydgoszcz, übernommen. Das gaben die Beteiligten Berater in einer Mitteilung bekannt. Eine Investorenvereinbarung wurde unterzeichnet, und der Gesellschafterwechsel soll Ende des ersten Quartals 2026 im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens erfolgen.

Heiterblick produziert mit rund 250 Mitarbeitenden Straßenbahnen für deutsche Großstädte. Pesa, einer der führenden europäischen Schienenfahrzeughersteller mit 3.700 Mitarbeitern, plant, den Standort Leipzig auszubauen und als Ausgangspunkt für das westeuropäische Geschäft zu nutzen. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Die Übernahme folgt auf ein eigenverwaltetes Insolvenzverfahren, begleitet von der Transformationsberatung Falkensteg, die Tillmann Peeters als Generalbevollmächtigten stellte, einem Team um Adrian Bölingen von Baker Tilly und dem Sachwalter Andreas Kleinschmidt von der Kanzlei White & Case.

Gemeinsam wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, das durch die Unterstützung von Kunden und Finanzierern ermöglicht wurde. Das aktuelle Auftragsvolumen beträgt über 350 Millionen Euro. Der M&A-Prozess wurde von Sigma Corporate Finance geleitet.

Fenneberg geht mit 3.000 Mitarbeitenden unter Schutzschirm

Feneberg Lebensmittel, einer der größten selbstständigen Lebensmittelhändler Deutschlands, hat ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich wirtschaftlich neu aufzustellen.

Unterstützt wird das Unternehmen von Frank Schäffler und Jochen Sedlitz (Grub Brugger), während Stephan Leibold die operative Sanierung leitet. Martin Hörmann (Anchor) ist als vorläufiger Sachwalter bestellt. Ziel ist die Stabilisierung des Unternehmens, wobei das Filialnetz überprüft und mögliche Investorenlösungen gesucht werden. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter, und die Löhne sind gesichert.

Domo Chemicals geht in den Notbetrieb

Die deutschen Tochterunternehmen der Domo Chemicals-Gruppe stehen kurz vor dem Aus: Nach gescheiterten Verhandlungen um ein Massedarlehen müssen die Betriebe in Leuna und Premnitz in den Notbetrieb versetzt werden. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther (Flöther & Wissing) mit, der die Stilllegung eingeleitet hatte, da die Konten nahezu leer seien und keine einstimmige Zustimmung der Gläubiger erreicht wurde.

Die Zukunft der Anlagen, die wichtige Produkte wie Polyamid 6 herstellen, bleibt ungewiss. Die Restrukturierungsexperten beobachten die Entwicklungen genau. Die drei Tochterunternehmen hatten am 25. Dezember vergangenen Jahres einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem auf Gruppenebene Gespräche über die weitere Finanzierung gescheitert waren.

Zech Group übernimmt Mitarbeiter von Karrié Baugesellschaften

Die Zech Group übernimmt alle 320 Mitarbeitenden und das Anlagevermögen der insolventen Karrié Baugesellschaften. Die Verträge wurden von den Zech-Tochtergesellschaften Zech Bau und Wayss & Freytag Ingenieurbau unterzeichnet, wobei die Zustimmung der Gläubigerausschüsse erforderlich ist. Götz Lautenbach (BBL) führte die vorläufige Insolvenzverwaltung. Philippe Piscol (Dr. Wieselhuber & Partner) begleitete den M&A-Prozess. Durch die Übernahme erweitert die Zech Group ihr Angebot im Hochbau und in der Bauwerkserhaltung.

Info

Esra Laubach ist Redakteurin bei FINANCE und widmet sich schwerpunktmäßig den Themen Transformation, Restrukturierung und Recht. Sie ist Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin. Vor FINANCE war sie rund fünf Jahre als Legal-Journalistin für den Juve Verlag in Köln tätig, wo sie auch ihr journalistisches Volontariat absolvierte. Esra Laubach arbeitete während ihres Studiums multimedial u.a. für das ARD-Morgenmagazin, mehrere Zeitungen und moderierte beim Hochschulradio Kölncampus.