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PE-Investor Marc Thiery: „Verschuldungshöhe im deutschen Markt ist unverantwortlich“

Bis auf 6x Ebitda ist das Ausmaß des Leverages im europäischen Private-Equity-Markt bereits angestiegen – in den Augen des deutschen Mittelstandsinvestors Marc Thiery viel zu hoch. „Das Ausmaß der Verschuldung im Private-Equity-Markt ist unverantwortlich. Die Investoren haben vielen Unternehmen eine viel zu hohe Kreditlast auferlegt“, warnte der Gründer und Chef der Deutschen Private Equity (DPE) gegenüber FINANCE-TV. Wie hoch die Verschuldung im aktuellen DPE-Portfolio liegt und wie Thiery seine Unternehmen für die in seinen Augen nahende Rezession rüstet, erfahren Sie im FINANCE-TV-Talk.

Brexit und Fintechs: „Luxemburg ist kein Finanzplatz zweiter Klasse“

Während der Brexit die Londoner Banken nach Frankfurt und Paris treibt und die Fintechs sich in den hippen Metropolen wie Dublin oder Berlin niederlassen, ist es um Luxemburg ruhig geworden. Droht Luxemburg als Finanzplatz ins Hintertreffen zu geraten? „Nein“, behauptet Nicolas Mackel, Chef der Standortagentur Luxembourg for Finance. Die Banken schätzten nach wie vor das besondere Ökosystem und die Internationalität Luxemburgs. „Und für die Fintechs gibt es einen großen Markt und viele potentielle Kunden in Luxemburg.“ Wie Luxemburg sich behaupten will, erzählt Mackel im Talk mit FINANCE-TV.

Ökostrom-Investments: „Politik muss Geschäftsmodelle belohnen, nicht Stromerzeugung“

Umweltminister Peter Altmaier will die Ökostromsubventionen schon in fünf Jahren komplett auslaufen lassen. Der Ökonom und Energiemarktforscher Ulf Moslener von der Frankfurt School of Finance & Management glaubt, dass das zu einem großen Umbruch im Ökostrombereich führen wird – für die dort tätigen Unternehmen und für die Investoren. „Die Politik muss Geschäftsmodelle belohnen, die Flexibilität in den Strommarkt bringen. Bei der Förderung geht es künftig nicht mehr um Subventionen, sondern um das Marktdesign“, sagte Moslener gegenüber FINANCE-TV. Wie Investoren nach diesem Regimewechsel noch langfristig Geld mit der Erzeugung von Ökostromanlagen verdienen können, beleuchtet er im Gespräch mit FINANCE-TV.

IPO-Veteran Kirchhoff: „CFOs begeben sich beim IPO zu sehr in die Hände der Banken“

In diesem Jahr sind schon zahlreiche Mittelständler an die Börse gegangen, viele weitere stehen in den Startlöchern. Nicht alle von ihnen werden am Kapitalmarkt reüssieren – und meistens liegt das an den Managementteams selbst, findet der IPO-Veteran Klaus Rainer Kirchhoff, der schon fast 70 Börsengänge begleitet hat: „Die Unternehmen begeben sich beim IPO viel zu sehr in die Hände der Banken“, kritisiert er im Interview mit FINANCE-TV. „Viele Manager unterschätzen einfach den Kapitalmarkt, und das wird auch nicht besser“, so der Inhaber der gleichnamigen Kommunikationsagentur. Was die Kardinalfehler beim Going und Being Public sind und welchen zentralen Tipp er jedem seiner Kunden gibt, verrät Klaus Rainer Kirchhoff bei FINANCE-TV.

Finanzkriminalist Seyfi Günay: „Bitcoin ist zu irrelevant für die Banken“

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum erleben als Spekulationsobjekt einen Hype, im realen Wirtschaftsleben und Zahlungsverkehr spielen sie dagegen kaum eine Rolle. Der Finanzkriminalist Seyfi Günay von der Unternehmensberatung Lexis Nexis Risk Solutions glaubt auch nicht, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird: „Verglichen etwa mit Kreditkarten ist das Transaktionsvolumen, das die Bitcoin-Technologie zur Verfügung stellen kann, viel zu gering.“ Weiteres Problem: Bitcoin & Co. sind die Währungen des Darknets und kaum zu kontrollieren: „Die Technologie verändert sich schneller, als die Regulatorik und die Behörden reagieren können“, so Günay. Wie Unternehmen, Banken und Börsen trotzdem einen Fuß in die Bitcoin-Welt setzen können, erklärt er bei FINANCE-TV.

DVFA-Chef Bielmeier: „Aufsichtsrat wird immer mächtiger“

Der Deutschen Bank steht wieder eine chaotische Hauptversammlung bevor. Drei CEO-Wechsel binnen sechs Jahren und die aktuelle Diskussion um die Entlastung des Aufsichtsratschefs Paul Achleitner zeigen einen Trend, der sich auch bei anderen Aktiengesellschaften abzeichnet: „Die Gewichte haben sich in Richtung Aufsichtsratsvorsitzender verschoben, er mischt sich immer stärker in das operative Geschäft des Unternehmens ein“, glaubt Stefan Bielmeier, Chef des Investorenverbands DVFA. Muss der Aufsichtsrat selbst stärker kontrolliert werden? Und wie kann das aussehen? Antworten darauf gibt Bielmeier heute im Talk mit FINANCE-TV.

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FINANCE-TV Wochenvorschau

25.06.2018
Thema: SAP S/4 Hana: Wie haben die Unternehmen die Umstellung bisher gestemmt?
Gast: Marco Lenck (Chef bei DSAG)

27.06.2018
Thema: Innovationen beim Schuldschein: Ist der digitale Schuldschein der Helaba besser als der Blockchain-Schuldschein?
Gäste: Andreas Petrie (Helaba), Stefan Fromme (Value Concepts)

Brexit und Fintechs: „Luxemburg ist kein Finanzplatz zweiter Klasse“

Während der Brexit die Londoner Banken nach Frankfurt und Paris treibt und die Fintechs sich in den hippen Metropolen wie Dublin oder Berlin niederlassen, ist es um Luxemburg ruhig geworden. Droht Luxemburg als Finanzplatz ins Hintertreffen zu geraten? „Nein“, behauptet Nicolas Mackel, Chef der Standortagentur Luxembourg for Finance. Die Banken schätzten nach wie vor das besondere Ökosystem und die Internationalität Luxemburgs. „Und für die Fintechs gibt es einen großen Markt und viele potentielle Kunden in Luxemburg.“ Wie Luxemburg sich behaupten will, erzählt Mackel im Talk mit FINANCE-TV.

Ökostrom-Investments: „Politik muss Geschäftsmodelle belohnen, nicht Stromerzeugung“

Umweltminister Peter Altmaier will die Ökostromsubventionen schon in fünf Jahren komplett auslaufen lassen. Der Ökonom und Energiemarktforscher Ulf Moslener von der Frankfurt School of Finance & Management glaubt, dass das zu einem großen Umbruch im Ökostrombereich führen wird – für die dort tätigen Unternehmen und für die Investoren. „Die Politik muss Geschäftsmodelle belohnen, die Flexibilität in den Strommarkt bringen. Bei der Förderung geht es künftig nicht mehr um Subventionen, sondern um das Marktdesign“, sagte Moslener gegenüber FINANCE-TV. Wie Investoren nach diesem Regimewechsel noch langfristig Geld mit der Erzeugung von Ökostromanlagen verdienen können, beleuchtet er im Gespräch mit FINANCE-TV.

IPO-Veteran Kirchhoff: „CFOs begeben sich beim IPO zu sehr in die Hände der Banken“

In diesem Jahr sind schon zahlreiche Mittelständler an die Börse gegangen, viele weitere stehen in den Startlöchern. Nicht alle von ihnen werden am Kapitalmarkt reüssieren – und meistens liegt das an den Managementteams selbst, findet der IPO-Veteran Klaus Rainer Kirchhoff, der schon fast 70 Börsengänge begleitet hat: „Die Unternehmen begeben sich beim IPO viel zu sehr in die Hände der Banken“, kritisiert er im Interview mit FINANCE-TV. „Viele Manager unterschätzen einfach den Kapitalmarkt, und das wird auch nicht besser“, so der Inhaber der gleichnamigen Kommunikationsagentur. Was die Kardinalfehler beim Going und Being Public sind und welchen zentralen Tipp er jedem seiner Kunden gibt, verrät Klaus Rainer Kirchhoff bei FINANCE-TV.

Finanzkriminalist Seyfi Günay: „Bitcoin ist zu irrelevant für die Banken“

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum erleben als Spekulationsobjekt einen Hype, im realen Wirtschaftsleben und Zahlungsverkehr spielen sie dagegen kaum eine Rolle. Der Finanzkriminalist Seyfi Günay von der Unternehmensberatung Lexis Nexis Risk Solutions glaubt auch nicht, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird: „Verglichen etwa mit Kreditkarten ist das Transaktionsvolumen, das die Bitcoin-Technologie zur Verfügung stellen kann, viel zu gering.“ Weiteres Problem: Bitcoin & Co. sind die Währungen des Darknets und kaum zu kontrollieren: „Die Technologie verändert sich schneller, als die Regulatorik und die Behörden reagieren können“, so Günay. Wie Unternehmen, Banken und Börsen trotzdem einen Fuß in die Bitcoin-Welt setzen können, erklärt er bei FINANCE-TV.

DVFA-Chef Bielmeier: „Aufsichtsrat wird immer mächtiger“

Der Deutschen Bank steht wieder eine chaotische Hauptversammlung bevor. Drei CEO-Wechsel binnen sechs Jahren und die aktuelle Diskussion um die Entlastung des Aufsichtsratschefs Paul Achleitner zeigen einen Trend, der sich auch bei anderen Aktiengesellschaften abzeichnet: „Die Gewichte haben sich in Richtung Aufsichtsratsvorsitzender verschoben, er mischt sich immer stärker in das operative Geschäft des Unternehmens ein“, glaubt Stefan Bielmeier, Chef des Berufsverband der Investment Professionals, DVFA. Muss der Aufsichtsrat selbst stärker kontrolliert werden? Und wie kann das aussehen? Antworten darauf gibt Bielmeier heute im Talk mit FINANCE-TV.

Hacking, Datenklau & Co.: Wie Unternehmen nach Cybercrime-Angriffen richtig kommunizieren

Gestohlene Kundendaten bei Vodafone durch Hacking, unterbrochene Produktion bei Beiersdorf durch Malware: Noch während das betroffene Unternehmen seine Systeme reparieren muss, fordern Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden nähere Informationen. „Man sollte allerdings nur kommunizieren, was tatsächlich gesichert und belegt ist“, rät Thorsten Düß, Director bei der Kommunikationsagentur Weber Shandwick. Wie Unternehmen sich auf die Öffentlichkeitsarbeit in einer solchen Krisensituation vorbereiten können, welche Besonderheiten börsennotierte Unternehmen beachten müssen und auf welche Abteilungen es im Ernstfall ankommt, das und mehr erfahren Sie hier bei FINANCE-TV.

BSI-Vize Schabhüser: „Informationssicherheit ist Chefsache“

Kein Zugriff auf Daten, kein normaler Produktionsbetrieb: Unternehmen wie Beiersdorf oder Maersk mussten in den vergangenen Monaten miterleben, wie Angriffe auf die IT ein Unternehmen ins Chaos stürzen können. Wer sich schützen will, sollte das Thema auch organisatorisch weit oben verankern, fordert Gerhard Schabhüser, Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. „Informationssicherheit ist Chefsache“, findet er. Er rät Unternehmen, eine Angriffssituation einmal zu simulieren. „Die Prozesse, die im Notfall greifen, sollte man üben“, sagt er. Welche Fallstricke im Angriffsfall lauern und welche Schritte Unternehmen umsetzen sollten, um es Angreifern so schwer wie möglich zu machen, erklärt Schabhüser bei FINANCE-TV.

Leasingbilanzierung: Das ändert sich durch IFRS 16

Mit dem Geschäftsjahr 2019 kommt auf die Finanzabteilungen eine große Umstellung zu: Nicht nur Finanzierungsleasing, auch das weit verbreitete operative Leasing muss dann in der Bilanz abgebildet werden. Der Aufwand zum Erfassen von Leasinggebern, Restlaufzeiten und Zinsen aller Leasingverträge ist groß, warnt Henning Schick, Director European Sales des Leasing- und Flottenmanagement-Dienstleisters ARI Fleet. Gerade in Konzernen mit Hunderten Verträgen rät er dazu, nach pragmatischen Lösungen zu suchen: „Unternehmen sollten mit ihrer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sprechen, ob ein jährlicher Zinsfuß gefunden werden kann, der dann für alle Leasingverträge einheitlich gilt.“ Welche Ausnahmen es geben wird und mit welchen Argumenten die Leasinganbieter ihre Kunden überzeugen wollen, nicht vom Leasing auf den Kauf auszuweichen, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Was der neue Bestätigungsvermerk für CFOs bedeutet

In vielen der Geschäftsberichte, die Unternehmen in den vergangenen Wochen vorgelegt haben, findet sich jetzt auch der neue Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers – inklusive der wichtigsten Punkte, die während der Prüfung behandelt wurden (Key Audit Matters). Gerade wenn es dabei um sensible Unternehmensthemen geht, müssen CFOs aufpassen: „Es ist denkbar, dass sich die Fragen der Investoren auf den Hauptversammlungen auf eben diese Themen konzentrieren werden“, sagt Ulrich Skirk, Vorstandsmitglied bei der Wirtschaftsprüferkammer. Was auf die CFOs zu kommt, berichtet Skirk heute im Talk mit FINANCE-TV.

Digitalisierung des Firmenkundengeschäfts: „Die Banken investieren zu wenig“

Schuldscheine, Supply Chain Finance, Devisenhandel: Die Banken verlieren in immer mehr Bereichen des Firmenkundengeschäfts die Hoheit an die aufstrebenden Fintechs. Das ist zum Teil selbstverschuldet: „Was die Banken in die Digitalisierung ihres Firmenkundengeschäfts investieren, ist zu wenig“, findet der Bankenexperte Marco Zimmer vom Banken-Beratungshaus zeb. Welche Geschäftssegmente als nächstes disruptiert werden und wie die Banken darauf reagieren sollten, verrät Zimmer im FINANCE-TV-Interview.

Creditshelf-Chef Bartsch: „Die Kreditnachfrage bei uns wächst dreistellig“

Doppelt so hohes Kreditlimit, fünfmal so lange Laufzeiten: Entwickelt sich die Finanzierungsplattform Creditshelf mit ihren jüngsten Wachstumsmanövern zu einer echten Finanzierungsalternative für Firmenkunden? „Die Kreditnachfrage auf unserer Plattform wächst aktuell dreistellig“, berichtet ein selbstbewusster Creditshelf-Gründer Daniel Bartsch. Was für Unternehmen das Fintech gerade anzieht und ob im Lichte dieser Entwicklung die Banken immer noch eher Partner oder nicht längst schon Rivalen sind – dies und mehr beantwortet Creditshelf-Gründer Bartsch bei FINANCE-TV.

Firmenkunden-Fintechs: „Der kulturelle Gap zu den Banken wird kleiner“

War die Übernahme der Finanzierungsplattform Lendico durch die ING nur der Auftakt zu einem größeren Übernahmefeldzug der Banken im Fintech-Lager? „Der kulturelle Gap zwischen Banken und Fintechs wird jedenfalls kleiner“, beobachtet der Fintech-Experte Dominik Löber, Senior Partner bei Roland Berger. Er sagt aber auch: „Leicht zu integrieren sind Fintechs immer noch nicht.“ Ob die Berater von Roland Berger trotzdem mit einer steigenden Zahl von Fintech-Übernahmen rechnen und an welchen Schnittstellen zwischen Banken und Fintechs es besonders knistert, sagt er im Interview mit FINANCE-TV.