FINANCE-TV

Ratinganalyst Matthias Hellstern : „Unternehmen würden Zinsschock gut verkraften können“

Zinsängste verunsichern die Finanzmärkte. Die Ratingagentur Moody’s hält jedoch sowohl einen Zinsschock als auch eine deutliche Konjunktureintrübung für unwahrscheinlich und glaubt außerdem, dass Europas Konzerne für beides gewappnet wären: „Die meisten CFOs haben die Finanzierung sehr langfristig angelegt. Ein starker Zinsanstieg würde viele Unternehmen erst in vier, fünf Jahren treffen“, beruhigt Moody’s-Analyst Matthias Hellstern im Interview bei FINANCE-TV. Allerdings gibt es Hellstern zufolge deutliche Risikounterschiede zwischen Investmentgrade- und High-Yield-Emittenten: „Die Investmentgrade-Unternehmen haben sich finanzielle Puffer aufgebaut“, so Hellstern – die meisten High-Yield-Emittenten hingegen nicht. Wie sich dieses Lagebild auf die Ausfallraten und Ratings von Moody’s auswirken wird, skizziert er bei FINANCE-TV.

Moderne CFO-Organisationen: „Effizienzdruck ist ein Thema”

Auf den ersten Blick ist es ein Widerspruch: Viele CFOs wollen ihre Abteilungen effizienter aufstellen, doch neue Technologien, mit denen sich Prozesse automatisieren lassen, werden bislang nur von wenigen eingesetzt: „Die Umsetzung ist noch am Anfang. Vielen CFOs fehlen einfach noch die Erfahrungswerte“, beobachtet Achim Wenning, Head of CFO Strategy & Transformation bei Horváth & Partners. Doch das wird sich ändern, prognostiziert Wenning: Er glaubt, dass sich in den CFO-Organisationen die Funktionen Accounting, Controlling und Treasury zunehmend vermischen werden. Wie er zu dieser Einschätzung kommt und wie CFOs den Wandel der Organisation aufsetzen sollten, berichtet Wenning im Talk bei FINANCE-TV.

Villeroy-&-Boch-CFO Warncke: „Haben noch keine Strafzinsen bezahlt“

Mit einer Nettoliquidität von rund 58 Millionen Euro hat der Keramikproduzent Villeroy & Boch das abgelaufene Geschäftsjahr beendet. Diese so anzulegen, dass keine Strafzinsen fällig werden, stellt CFO Markus Warncke vor Herausforderungen. „Bislang haben wir aber noch keine Strafzinsen bezahlt“, betont er. Dies liege auch an dem großen Bankenkreis des saarländischen Unternehmens, der neben deutschen auch französische und luxemburgische Institute umfasst. Unter welchen Vorzeichen ein Gang an den Bond- oder Schuldscheinmarkt möglich wäre und wie sich die inzwischen fast 250 Familiengesellschafter in das Unternehmen einbringen, verrät Warncke im Talk bei FINANCE-TV.

Schuldschein-Expertin Streiter: „Konditionen sind an der Grenze“

Mit über 28 Milliarden Euro Emissionsvolumen 2017 ist der Schuldscheinmarkt der aktuell wohl heißeste Finanzierungsmarkt in Deutschland. Doch jetzt scheint die Stimmung zu drehen: Schieflagen bei den Emittenten Carillion und Steinhoff, abgesagte Deals und eine überraschende Konditionenanpassung beim neuen Schuldschein von Telefónica Deutschland lassen aufhorchen. „Die Strukturen und Konditionen von Schuldscheinen sind tatsächlich an der Grenze“, bestätigt Bettina Streiter, Leiterin der Abteilung für Unternehmensemissionen bei der DZ Bank. „Aber der Markt als Ganzes ist trotz der aktuellen Börsenturbulenzen nach wie vor intakt“, sagte sie gegenüber FINANCE-TV. Was CFOs, die mit einer Schuldscheinausgabe in diesem Jahr liebäugeln, jetzt aber trotzdem beachten sollten – das Marktgespräch mit Bettina Streiter hier bei FINANCE-TV.

Steuerrechtler: „Die US-Steuerreform hat mehr Verlierer als Gewinner“

Deutsche Bank, Heidelberg Cement, Lanxess, K+S – einige deutsche Unternehmen mussten in Folge der US-Steuerreform ihre Zahlen für 2017 nach unten korrigieren. Auch langfristig könnte das Prestigeprojekt von Donald Trump zur Belastung werden, nicht nur für den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Unter den deutschen Unternehmen wird es mehr Verlierer als Gewinner geben“, prognostiziert Christof Zondler, Steuerberater bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz. Warum das so ist, welche Unternehmen besonders betroffen sind und wie CFOs ihre Unternehmen aus steuerlicher Sicht in den USA künftig aufstellen sollen – Zondlers Antworten heute hier bei FINANCE-TV.

Aktivistische Investoren: „Erschreckend wenige Unternehmen haben einen Überblick“

Immer mehr deutsche Unternehmen wie zuletzt Stada, Grammer oder OHB bekommen es mit aktivistischen Investoren zu tun. „Die Zahl der Fälle ist signifikant gestiegen. Derzeit sehen wir zehn bis 20 Fälle im Jahr allein in Deutschland“, sagt Dirk-Oliver Löffler, Leiter des Frankfurter Büros von Raymond James. Dass viele Unternehmen von den Aktivisten überrascht werden, schreibt er mangelnder Vorbereitung zu: „Ein erschreckend geringer Teil der Unternehmen beschäftigt sich mit der Frage, wer die eigenen Aktionäre sind.“ Welche strategischen Fragen das Management jederzeit beantworten können muss, welche unterschiedlichen Arten von Aktivisten es zu unterscheiden gilt und auf welche Ziele es die Angreifer abgesehen haben, erklärt Löffler im Talk bei FINANCE-TV.

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FINANCE-TV Wochenvorschau

26.02.2018
Thema: Mynaric: Wie das Hightech-Start-up sich an der Börse schlägt
Gast: Wolfram Peschko (CEO, Mynaric)

01.03.2018
Thema: Mifid 2 - die Monster-Herausforderung für Investor-Relations-Manager und CFOs
Gast: Kay Bommer (Geschäftsführer, DIRK)

Moderne CFO-Organisationen: „Effizienzdruck ist ein Thema”

Auf den ersten Blick ist es ein Widerspruch: Viele CFOs wollen ihre Abteilungen effizienter aufstellen, doch neue Technologien, mit denen sich Prozesse automatisieren lassen, werden bislang nur von wenigen eingesetzt: „Die Umsetzung ist noch am Anfang. Vielen CFOs fehlen einfach noch die Erfahrungswerte“, beobachtet Achim Wenning, Head of CFO Strategy & Transformation bei Horváth & Partners. Doch das wird sich ändern, prognostiziert Wenning: Er glaubt, dass sich in den CFO-Organisationen die Funktionen Accounting, Controlling und Treasury zunehmend vermischen werden. Wie er zu dieser Einschätzung kommt und wie CFOs den Wandel der Organisation aufsetzen sollten, berichtet Wenning im Talk bei FINANCE-TV.

Villeroy-&-Boch-CFO Warncke: „Haben noch keine Strafzinsen bezahlt“

Mit einer Nettoliquidität von rund 58 Millionen Euro hat der Keramikproduzent Villeroy & Boch das abgelaufene Geschäftsjahr beendet. Diese so anzulegen, dass keine Strafzinsen fällig werden, stellt CFO Markus Warncke vor Herausforderungen. „Bislang haben wir aber noch keine Strafzinsen bezahlt“, betont er. Dies liege auch an dem großen Bankenkreis des saarländischen Unternehmens, der neben deutschen auch französische und luxemburgische Institute umfasst. Unter welchen Vorzeichen ein Gang an den Bond- oder Schuldscheinmarkt möglich wäre und wie sich die inzwischen fast 250 Familiengesellschafter in das Unternehmen einbringen, verrät Warncke im Talk bei FINANCE-TV.

Schuldschein-Expertin Streiter: „Konditionen sind an der Grenze“

Mit über 28 Milliarden Euro Emissionsvolumen 2017 ist der Schuldscheinmarkt der aktuell wohl heißeste Finanzierungsmarkt in Deutschland. Doch jetzt scheint die Stimmung zu drehen: Schieflagen bei den Emittenten Carillion und Steinhoff, abgesagte Deals und eine überraschende Konditionenanpassung beim neuen Schuldschein von Telefónica Deutschland lassen aufhorchen. „Die Strukturen und Konditionen von Schuldscheinen sind tatsächlich an der Grenze“, bestätigt Bettina Streiter, Leiterin der Abteilung für Unternehmensemissionen bei der DZ Bank. „Aber der Markt als Ganzes ist trotz der aktuellen Börsenturbulenzen nach wie vor intakt“, sagte sie gegenüber FINANCE-TV. Was CFOs, die mit einer Schuldscheinausgabe in diesem Jahr liebäugeln, jetzt aber trotzdem beachten sollten – das Marktgespräch mit Bettina Streiter hier bei FINANCE-TV.

Steuerrechtler: „Die US-Steuerreform hat mehr Verlierer als Gewinner“

Deutsche Bank, Heidelberg Cement, Lanxess, K+S – einige deutsche Unternehmen mussten in Folge der US-Steuerreform ihre Zahlen für 2017 nach unten korrigieren. Auch langfristig könnte das Prestigeprojekt von Donald Trump zur Belastung werden, nicht nur für den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Unter den deutschen Unternehmen wird es mehr Verlierer als Gewinner geben“, prognostiziert Christof Zondler, Steuerberater bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz. Warum das so ist, welche Unternehmen besonders betroffen sind und wie CFOs ihre Unternehmen aus steuerlicher Sicht in den USA künftig aufstellen sollen – Zondlers Antworten heute hier bei FINANCE-TV.

Aktivistische Investoren: „Erschreckend wenige Unternehmen haben einen Überblick“

Immer mehr deutsche Unternehmen wie zuletzt Stada, Grammer oder OHB bekommen es mit aktivistischen Investoren zu tun. „Die Zahl der Fälle ist signifikant gestiegen. Derzeit sehen wir zehn bis 20 Fälle im Jahr allein in Deutschland“, sagt Dirk-Oliver Löffler, Leiter des Frankfurter Büros von Raymond James. Dass viele Unternehmen von den Aktivisten überrascht werden, schreibt er mangelnder Vorbereitung zu: „Ein erschreckend geringer Teil der Unternehmen beschäftigt sich mit der Frage, wer die eigenen Aktionäre sind.“ Welche strategischen Fragen das Management jederzeit beantworten können muss, welche unterschiedlichen Arten von Aktivisten es zu unterscheiden gilt und auf welche Ziele es die Angreifer abgesehen haben, erklärt Löffler im Talk bei FINANCE-TV.

Turnaround-Investor Peter Mauritz: „Immer noch reger Dealflow bei Sondersituationen“

Der Turnaround-Investor Peter Mauritz weist die Vermutung kategorisch zurück, in Zeiten boomender Konjunktur nicht mehr genügend Investitionsgelegenheiten zu finden. „Der Dealflow ist rege“, sagte er gegenüber FINANCE-TV. „Sondersituationen gibt es immer. Da lösen andere Faktoren die Schieflage aus als eine schwache Konjunktur.“ Ob der Konjunkturboom zumindest die Rendite seiner Beteiligungsgesellschaft Prolimity verwässert und warum seine Investoren sich blind auf seine Arbeit verlassen – bei FINANCE-TV berichtet Peter Mauritz von der aktuellen Lage an der Sanierungsfront.

Kartellrechtler Martin Klusmann: „Das CFIUS muss man jetzt immer auf dem Zettel haben“

Die Behörden stellen den M&A-Strategen immer mehr Hürden für die Realisierung ihrer Deals in den Weg, beklagt der Kartellrechtsexperte Martin Klusmann im Interview mit FINANCE-TV: „Vor allem dass CFIUS muss man jetzt immer auf dem Zettel haben. Aber auch die normalen Kartellverfahren ziehen sich immer länger hin, und neu hinzu gekommene Prüfpunkte sind auch noch sehr vage definiert.“ Wie genau die größten Probleme aktuell aussehen und was CEOs, CFOs und ihre Berater bei künftigen M&A-Deals unbedingt im Blick behalten müssen, verrät der Freshfields-Partner hier bei FINANCE-TV.

PwC-M&A-Experte Hummitzsch: „Umbruch in der Autoindustrie ist große Chance für Private Equity“

Eine große Anzahl an Deals, der größte Buy-out aller Zeiten in Deutschland und nie dagewesene Finanzierungskonditionen: Die deutsche Private-Equity-Branche hat 2017 ein Jahr der Rekorde erlebt. Geht der Boom auch 2018 weiter? „Ja – weil einfach zu wenig Assets im Markt sind“, glaubt der M&A- und Private-Equity-Experte Erik Hummitzsch von PwC. Auch Megatrends wie der Umbruch in der Automobilindustrie werden Hummitzsch zufolge 2018 für viele große Deals sorgen. Welche Gefahren der Boom birgt und warum die Buy-outs trotzdem krisenfester gestrickt sind als am Höhepunkt des vorherigen Booms – der FINANCE-TV-Talk mit Erik Hummitzsch.

Alix-Partners-Chef Rüter: „Oft werden die falschen Leute mit Großprojekten betraut“

Groß angelegte SAP-Einführungen, Modernisierungen des Geschäftsmodells oder Firmen, die ihre ganze Struktur auf den Prüfstand stellen wie aktuell Continental: Deutschlands Konzernchefs pumpen derzeit Milliarden in Strategieprojekte – und verschwenden dabei oft gewaltige Summen, warnt der Deutschlandchef der Unternehmensberatung Alix Partners, Andreas Rüter: „Zeit- und Budgetüberschreitungen sind bei großen Change-Projekten die Regel“, sagt er im Interview bei FINANCE-TV. „Speziell Projekte der digitalen Transformation werden von CEOs und CFOs oft falsch aufgesetzt.“ Wie Kostendebakel bei Megaprojekten verhindert werden können und ob Mittelständler ihre Transformationsprojekte besser im Griff haben als die Großkonzerne – die Antworten hier bei FINANCE-TV.

Debitos-Gründer Timur Peters: „Die EZB musste uns erst kennenlernen“

Das Fintech Debitos will den Handel mit Non-performing Loans revolutionieren – und könnte damit möglicherweise zur Lösung eines der größten Problem der Eurozone beitragen. Trotzdem ist der Aufstieg kein Selbstläufer, wie Debitos-Gründer Timur Peters anhand eines Beispiels bei FINANCE-TV berichtet: „Bis vor zwei Monaten wusste die EZB gar nicht, dass es uns gibt“, so Peters. Dieses Problem ist inzwischen gelöst, und Debitos expandiert „in die Hot Spots von Europa“, erzählt Peters. Was er dort erlebt, mit wie viel Vehemenz er das Wachstum vorantreibt und welche bekannten Adressen bald in den Aktionärskreis von Debitos einsteigen könnten – die Antworten gibt es im FINANCE-TV-Interview mit Timur Peters.

Headhunter Krischke: „Jeder zweite Banker will zu einem Fintech“

Boomende Fintechwelt auf der einen, die darbende Bankenwelt auf der anderen Seite. Dieses Gefälle übt einen immer größeren Sog selbst auf gestandene Banker aus. „Mehr als jeder zweite Banker liebäugelt nach meiner Einschätzung mit einem Wechsel zu einem Fintech“, sagte der auf die Finanzbranche spezialisierte Headhunter Andreas Krischke heute im Interview mit FINANCE-TV. Wie viele aber tatsächlich den Mut haben, diesen Schritt zu wagen, und ob ihre Karrieren verbrannt sind, wenn ihr neuer Arbeitgeber scheitert – die Antworten gibt es hier bei FINANCE-TV.

Big Four: „Wirtschaftsprüfung wird Randgeschäft“

Der Markt der Wirtschaftsprüfer ist derzeit massiv im Umbruch: Wegen der gesetzlichen Abschlussprüferrotation verlieren die Big Four (KPMG, PwC, Deloitte und EY) lukrative Mandate und versuchen gleichzeitig, mehr Umsatz durch das Beratungsgeschäft zu generieren. „Wenn sich an den gesetzlichen Vorgaben nichts ändert, wird die Wirtschaftsprüfung in einigen Jahren zum Randgeschäft“, glaubt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter bei dem Marktforscher Lünendonk & Hossenfelder. Welche Big-Four-Gesellschaft bei der Mandatsverteilung die besten Karten hat und ob die kleineren Wirtschaftsprüfer („Next Ten“) überhaupt noch Chancen auf große Kunden haben, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.