FINANCE-TV

Kampf gegen Shortseller: Warum die Bafin in den Fall Wirecard eingriff

Der Zahlungsdienstleister Wirecard ist seit Jahren im Visier von Shortsellern. Nun hat die Bafin Leerverkäufe der Aktie bis Mitte April verboten – ein Novum am deutschen Kapitalmarkt. „Dies war möglich, weil es sich bei Wirecard um einen hochkapitalisierten Marktwert im Dax handelt“, erklärt Hendrik Haag von der Kanzlei Hengeler Mueller. Er sieht im Kampf gegen Short-Attacken aber auch die betroffenen Unternehmen in der Pflicht: Dass etwa Wirecard mehrere Tage gebraucht habe, um eine eigene Stellungnahme zu den strittigen Punkten zu veröffentlichen, habe die Situation verschlimmert, kritisiert der Jurist. Welche Handhabe die Bafin im Kampf gegen Shortseller hat und ob ein Vorgehen wie bei Wirecard auch in anderen Fällen möglich ist, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Kündigung von Top-Bankern: „Bald ohne Angabe von Gründen möglich“

Der Kündigungsschutz für Top-Verdiener im Banking wird gelockert. Auf sogenannte Risikoträger mit einem Jahresfixum von deutlich über 200.000 Euro kommen Änderungen zu: „Banken können sich künftig von diesen Leuten trennen, ohne Gründe anzuführen“, erklärt Arbeitsrechtler Michael Magotsch von der Kanzlei Bryan Cave Leighton Paisner. Das damit verbundene Ziel: Deutschland soll attraktiver werden für Banken, die an ihren Standorten im Ausland einen weniger strikten Kündigungsschutz gewohnt sind. „Man hat erkannt, dass hier etwas passieren muss, damit Frankfurt wettbewerbsfähig ist“, sagt Magotsch. Welche Banker künftig als Risikoträger gelten, wie Entlassungen künftig ablaufen und was das für die Abfindungen im Kündigungsfall bedeutet, erklärt der Jurist im Talk bei FINANCE-TV.

Sanierer Georgiy Michailov: „Pleitewelle in der Textilbranche wird weitergehen“

Eine Insolvenz im Modehandel jagt die nächste, und das Schlimmste wird erst noch kommen, warnt der Sanierer Georgiy Michailov von der Turnaround-Beratung Struktur Management Partner. „Die Pleitewelle in der Textilbranche wird weitergehen, das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“, sagt er im Interview mit FINANCE-TV. Schwierige Wetterphasen, die die Modemanager häufig als Argument für ihre schlechten Zahlen nennen, hält Michailov für eine Ausrede: „Gutes Wetter für den Handel habe ich selten erlebt. Die Probleme sind struktureller Natur.“ Was genau die Modefirmen falsch gemacht haben und ob sie im Angesicht der Pleite jetzt noch auf ihre Banken und Warenkreditversicherer zählen können – die FINANCE-TV-Branchenanalyse.

„Aufspaltung der Big Four wäre keine Lösung“

Hat die viel diskutierte Abschlussprüferreform wirklich die Qualität der Wirtschaftsprüfung verbessert? Immer mehr Kritiker sind sich da nicht mehr so sicher – und fordern strengere Regeln für die Wirtschaftsprüfer. Im Gespräch sind eine weitere Verkürzung der Rotationsfristen für Prüfmandate oder eine stärkere Trennung von Prüfung und Beratung. Das Institut für Wirtschaftsprüfer hält davon wenig: „Unter zu häufigen Wechseln könnte die Prüfqualität erst recht leiden“, warnt Vorstandssprecher Klaus-Peter Naumann im Gespräch mit FINANCE-TV. Was Naumann selbst von der Prüfreform hält und wie er die Debatte in UK um eine mögliche Aufspaltung der Big Four sieht – der Talk mit FINANCE-TV.

Investmentbanker Jens Munk: „Bombastische Dealaktivität bei Tech-M&A“

Bei Tech-Unternehmen herrscht eine „bombastische Dealaktivität“, sagt Jens Munk, Deutschlandchef der Tech-Investmentbank Oppenheimer, im Interview mit FINANCE-TV. Trotzdem haben die Bewertungen ihm zufolge begonnen, zu sinken: „Im vierten Quartal gab es teilweise Rückgänge von bis zu 30 Prozent.“ Wie das einzuordnen ist, welche Tech-Nischen gerade am deutschen M&A-Markt besonders heiß sind und wo die Käufer der deutschen Tech-Firmen herkommen – die Marktanalyse nur hier bei FINANCE-TV.

„Say on Pay“: Einfluss der Aktionäre auf die Vergütungspolitik wächst

Mit einer neuen Richtlinie wächst der Einfluss der Hauptversammlungen auf die Gehaltspolitik in Unternehmen: Sie dürfen künftig über die Vergütungspolitik abstimmen. „Das ist eine Kompetenzverlagerung in die Hauptversammlung hinein“, sagt Regine Siepmann, Partnerin der Unternehmensberatung hkp Group. Doch für die Investor-Relations-Abteilungen bedeutet das viel Arbeit. Denn von vielen institutionellen Investoren und Stimmrechtsberatern wissen die Unternehmen bislang nicht, nach welchen Kriterien sie bei „Say on Pay“ überhaupt abstimmen. „Da hilft nur ein intensiver Dialog“, rät Siepmann. Welche Lerneffekte sie erwartet und was sie davon hält, dass das Votum der Hauptversammlungen nicht-bindend ist, verrät sie bei FINANCE-TV.

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FINANCE-TV Wochenvorschau

18.03.2019
Thema: Shortseller: Was dürfen sie, was geht zu weit?
Gast: Dr. Hendrik Haag (Partner, Hengeler Mueller)

20.03.2019
Thema: Die Rolle von KfW Capital in deutschen Venture-Capital-Szene
Gast: Alexander Thees (Geschäftsführer, KfW Capital)

Kündigung von Top-Bankern: „Bald ohne Angabe von Gründen möglich“

Der Kündigungsschutz für Top-Verdiener im Banking wird gelockert. Auf sogenannte Risikoträger mit einem Jahresfixum von deutlich über 200.000 Euro kommen Änderungen zu: „Banken können sich künftig von diesen Leuten trennen, ohne Gründe anzuführen“, erklärt Arbeitsrechtler Michael Magotsch von der Kanzlei Bryan Cave Leighton Paisner. Das damit verbundene Ziel: Deutschland soll attraktiver werden für Banken, die an ihren Standorten im Ausland einen weniger strikten Kündigungsschutz gewohnt sind. „Man hat erkannt, dass hier etwas passieren muss, damit Frankfurt wettbewerbsfähig ist“, sagt Magotsch. Welche Banker künftig als Risikoträger gelten, wie Entlassungen künftig ablaufen und was das für die Abfindungen im Kündigungsfall bedeutet, erklärt der Jurist im Talk bei FINANCE-TV.

Sanierer Georgiy Michailov: „Pleitewelle in der Textilbranche wird weitergehen“

Eine Insolvenz im Modehandel jagt die nächste, und das Schlimmste wird erst noch kommen, warnt der Sanierer Georgiy Michailov von der Turnaround-Beratung Struktur Management Partner. „Die Pleitewelle in der Textilbranche wird weitergehen, das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“, sagt er im Interview mit FINANCE-TV. Schwierige Wetterphasen, die die Modemanager häufig als Argument für ihre schlechten Zahlen nennen, hält Michailov für eine Ausrede: „Gutes Wetter für den Handel habe ich selten erlebt. Die Probleme sind struktureller Natur.“ Was genau die Modefirmen falsch gemacht haben und ob sie im Angesicht der Pleite jetzt noch auf ihre Banken und Warenkreditversicherer zählen können – die FINANCE-TV-Branchenanalyse.

„Aufspaltung der Big Four wäre keine Lösung“

Hat die viel diskutierte Abschlussprüferreform wirklich die Qualität der Wirtschaftsprüfung verbessert? Immer mehr Kritiker sind sich da nicht mehr so sicher – und fordern strengere Regeln für die Wirtschaftsprüfer. Im Gespräch sind eine weitere Verkürzung der Rotationsfristen für Prüfmandate oder eine stärkere Trennung von Prüfung und Beratung. Das Institut für Wirtschaftsprüfer hält davon wenig: „Unter zu häufigen Wechseln könnte die Prüfqualität erst recht leiden“, warnt Vorstandssprecher Klaus-Peter Naumann im Gespräch mit FINANCE-TV. Was Naumann selbst von der Prüfreform hält und wie er die Debatte in UK um eine mögliche Aufspaltung der Big Four sieht – der Talk mit FINANCE-TV.

Investmentbanker Jens Munk: „Bombastische Dealaktivität bei Tech-M&A“

Bei Tech-Unternehmen herrscht eine „bombastische Dealaktivität“, sagt Jens Munk, Deutschlandchef der Tech-Investmentbank Oppenheimer, im Interview mit FINANCE-TV. Trotzdem haben die Bewertungen ihm zufolge begonnen, zu sinken: „Im vierten Quartal gab es teilweise Rückgänge von bis zu 30 Prozent.“ Wie das einzuordnen ist, welche Tech-Nischen gerade am deutschen M&A-Markt besonders heiß sind und wo die Käufer der deutschen Tech-Firmen herkommen – die Marktanalyse nur hier bei FINANCE-TV.

„Say on Pay“: Einfluss der Aktionäre auf die Vergütungspolitik wächst

Mit einer neuen Richtlinie wächst der Einfluss der Hauptversammlungen auf die Gehaltspolitik in Unternehmen: Sie dürfen künftig über die Vergütungspolitik abstimmen. „Das ist eine Kompetenzverlagerung in die Hauptversammlung hinein“, sagt Regine Siepmann, Partnerin der Unternehmensberatung hkp Group. Doch für die Investor-Relations-Abteilungen bedeutet das viel Arbeit. Denn von vielen institutionellen Investoren und Stimmrechtsberatern wissen die Unternehmen bislang nicht, nach welchen Kriterien sie bei „Say on Pay“ überhaupt abstimmen. „Da hilft nur ein intensiver Dialog“, rät Siepmann. Welche Lerneffekte sie erwartet und was sie davon hält, dass das Votum der Hauptversammlungen nicht-bindend ist, verrät sie bei FINANCE-TV.

Steuerberater Zöller: „Jetzt auf die Meldepflicht vorbereiten“

Im Kampf gegen Steuerflucht nimmt die EU künftig auch Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in die Pflicht. Sie müssen ab Sommer 2020 „möglicherweise aggressive“ Steuersparmodelle ihrer Mandanten an die Finanzbehörden melden. Das Problem: „Die Meldefrist gilt rückwirkend zum Juni 2018, wir wissen heute aber noch nicht, welche Gestaltungen überhaupt meldepflichtig sind“, kritisiert Daniel Zöller, Steuerberater bei Ebner Stolz, im Gespräch mit FINANCE-TV. Der deutsche Gesetzgeber mache kaum Anstalten, die „schwammige“ Definition zu konkretisieren. Im Gegenteil: „Die Meldepflicht dürfte in Deutschland sehr weit ausgelegt werden.“ Warum das für die Unternehmen ein Problem ist, wie sich Steuerabteilungen trotz der Unsicherheit jetzt vorbereiten sollten und welche konkreten Fälle betroffen sein könnten, erklärt Zöller im Interview mit FINANCE-TV.

Agiles Fintech, harte Regulatorik: Wie gelingt die Kooperation mit Banken?

Banken und Fintechs setzen immer stärker auf Kooperationen, wie die neue Studie „Liebe auf den dritten Blick: Wie Firmenkunden-Fintechs und Banken zusammenfinden“ von FINANCE, ING und CMS zeigt. Allerdings müssen die Fintechs bei Kooperationen mit Banken strenge Vorgaben erfüllen – sowohl solche der Regulierungsbehörden als auch interne der Banken. „Werden wichtige Vorgaben nicht erfüllt, können wir mit einem Fintech nicht zusammenarbeiten“, macht Andreas Becker, Leiter des Firmenkundengeschäfts der ING In Deutschland und Österreich, klar. Wie viele Fintechs bereits in der Lage sind, alle Vorgaben zu erfüllen, und wo Banken und Fintechs noch mehr voneinander lernen können, erklärt Becker im Talk bei FINANCE-TV.

Onoff-CFO Uwe Ganzer: „Bei unserem IPO geht es nicht nur um frisches Geld“

Die Onoff AG, ein Spezialist für Industrie 4.0-Anwendungen rund um die Vernetzung von Maschinen , strebt an die Börse. Gelingt der Börsengang, könnte Onoff eine der ersten reinen IoT-Aktien am deutschen Aktienmarkt werden. „Bei unserem Börsengang geht es nicht nur um frisches Kapital“, sagt CFO Uwe Ganzer gegenüber FINANCE-TV. „Der Markt steht jetzt offen, und durch mehr Bekanntheit und neue Mitarbeiter wollen wir schneller wachsen. Der IPO hilft uns dabei.“ Wie Onoff Geld sein verdient, wie schnell das Unternehmen wächst und bis wann CFO Ganzer an der Börse sein will – Teil 2 der Themenwoche „Börsengänge“ bei FINANCE-TV.

IPO-Banker Weiner: „Die IPO-Fenster werden immer kleiner“

In Kürze soll das IPO-Jahr 2019 beginnen. Aber sind Börsengänge angesichts der schwierigen Lage an den Märkten derzeit überhaupt möglich? Fakt ist: „Die Zeitfenster, in denen sich Börsengänge realisieren lassen, werden immer kleiner“, warnt Stefan Weiner, Chef des Geschäfts mit Eigenkapitaltransaktionen von JP Morgan im deutschsprachigen Raum. Bei FINANCE-TV sagt er, was gerade am IPO-Markt läuft – und warum es nicht unwichtig ist, was mit Uber, Lyft und AirBnB passiert.

DVFA-Vorstand Peeters: „Non-GAAP-Zahlen dürfen nicht zu Verunsicherung führen“

Adjustierte Umsatzerlöse oder um Sondereffekte bereinigte Gewinne – fast alle Unternehmen verwenden in ihrer Berichterstattung nicht nur Kennzahlen, die nach den Bilanzierungsregeln erstellt wurden, sondern auch sogenannte „Non-GAAP Measures“. Diese würden den Investoren und Analysten ein besseres Bild der tatsächlichen Ertragslage geben und damit die Transparenz erhöhen, so ihr Argument. Das sei im Kern auch nicht falsch, meint Roger Peeters, Vorstandsmitglied beim Verband der Investment Professionals (DVFA), schränkt aber ein: „Es ist auffällig, dass die bereinigten Zahlen im Querschnitt besser sind als die berichteten.“ Bei FINANCE-TV warnt er, dass es „gefährlich“ sei, wenn adjustierte Kennzahlen „nicht nachvollziehbar bereinigt werden“. Welche Bereinigungen zu weit gehen und wie Konzerne ihre Non-GAAP-Berichterstattung überzeugender gestalten können – der Talk mit Roger Peeters bei FINANCE-TV.

Finanzierungsberater Spanier: „Die Leverages werden sinken“

Dem deutschen Markt für Private-Equity-Finanzierungen („Leveraged Finance“) steht eine Abkühlung ins Haus – eine Entwicklung, die Dominik Spanier, oberster Finanzierungsberater von Lincoln International in Deutschland, aber für „gesund“ hält: „Die Leverages werden sinken, die Kreditmargen steigen, ebenso wie die Anzahl von Covenant-Resets und -Waivers. Aber deutliche Marktrückgänge oder gar einen Einbruch erwarte ich nicht“, sagte Spanier gegenüber FINANCE-TV. Ob trotz dieser Abkühlung weiter neue Debt-Fonds nach Deutschland drängen und in welchen Branchen trotz allem 2019 mit mehr Deals als im Vorjahr zu rechnen ist – die Antworten hier bei FINANCE-TV.

Headhunter Paul Taaffe: „Als Private-Equity-CFO muss man Action lieben”

Viele Finanzchefs sind mit der Arbeit im Private-Equity-Umfeld in den vergangenen Jahren reich geworden. Das hat in der CFO-Szene das Interesse an diesem Karriereweg wachsen lassen. Aber die Arbeit bei einer PE-Beteiligung ist speziell, meint der CFO-Berater und Ex-Private-Equity-Finanzchef Paul Taaffe: „Bei Private Equity muss der CFO den Plan des Investors umsetzen, ohne Wenn und Aber. Für operative Arbeit hat man keine Zeit. Man muss als CFO Action lieben, sonst funktioniert es nicht“, umreißt Taaffe bei FINANCE-TV die Anforderungen. Wie sich mutige CFOs aufstellen müssen, um sich für den Sprung in dieses Umfeld zu qualifizieren und warum Mittelstands-CFOs bei Private Equity besonders hoch im Kurs stehen – die Antworten gibt Paul Taaffe bei FINANCE-TV.