Viele Unternehmen sehen sich heute einer Datenflut aus den verschiedensten Quellen gegenüber. Für Finanzabteilungen kann die Bewältigung täglicher Aufgaben wie Budgetierung, Forecasting und Reporting dadurch zur Herausforderung werden, besonders wenn die dafür notwendigen Informationen über verschiedene Systeme wie ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Management) und moderne Datenplattformen verteilt sind. Durch die isolierten Daten wird die Analyse zu einem zeitaufwendigen Prozess, der die strategische Entscheidungsfindung behindert.
Datensilos sind Zeitfresser
Isolierte Daten oder auch Datensilos entstehen, wenn Informationen innerhalb eines Netzwerks an einem Ort verbleiben und dadurch weniger nutzbar sind. Ein beträchtlicher Teil der Zeit wird damit verschwendet, mit Tabellenkalkulationen zu jonglieren, Systeme abzugleichen und Berichte neu zu erstellen. Untersuchungen von Insightsoftware zeigen, dass Finanzteams durchschnittlich 300 Stunden pro Jahr mit diesen unproduktiven Aufgaben verbringen.
Darüber hinaus verursachen Datensilos mehrere zentrale Probleme: Sie führen erstens zu unvollständigen Datensätzen, weshalb Budgetierungspläne und Forecasting-Reports kein klares und vollständiges Bild der finanziellen Situation liefern. Dadurch wird die Entscheidungsfindung im Unternehmen negativ beeinflusst. Es entstehen zweitens Ungenauigkeiten und Inkonsistenzen, da unterschiedliche Abteilungen möglicherweise unterschiedliche Datenquellen oder -formate verwenden. Drittens führen mehrere Datensysteme innerhalb eines Unternehmens zu höheren IT-Kosten, da mehr Cloud-Speicherplatz und lokale Server benötigt werden. Schließlich fördern Datensilos viertens auch eine isolierte Denkweise zwischen Abteilungen, was nicht nur den Datenaustausch, sondern auch die effektive Kommunikation zwischen den Teams erschwert.
Zentrale Anlaufstelle für Finanzdaten
Eine einheitliche Enterprise Performance Management (EPM) Software bietet Abhilfe, indem sie eine sogenannte Single Source of Truth bereitstellt. Anstatt Informationen aus verschiedenen Systemen zusammenzuführen, fungiert eine solche Plattform als einzige verlässliche Informationsquelle und damit als zentrale Anlaufstelle für alle Finanzdaten. Dies ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf die Finanzlage des Unternehmens, sorgt für einheitliche Datenquellen und -formate und bietet Echtzeit-Einblicke, die schnellere und fundiertere Entscheidungen ermöglichen.
Solche Plattformen können Daten aus verschiedenen Quellen integrieren, darunter ERP-Systeme, Data Warehouses und andere Datenplattformen sowie Cloud-Dienste. Sie bieten vordefinierte Geschäftsansichten, die auf Finanzkonzepte und -abläufe zugeschnitten sind und den Zeitaufwand für die Erstellung benutzerdefinierter Reports reduzieren.
Eine einheitliche Finanzplattform ermöglicht CFOs Transparenz sowie einen umfassenden Überblick über die Finanzlage des Unternehmens und gibt ihnen die notwendigen Tools an die Hand, um datengesteuerte Entscheidungen treffen und strategische Ziele erreichen zu können. Indem sie die Herausforderungen isolierter Daten überwinden und konsequent die Möglichkeiten nutzen, die sich aus Business Intelligence ergeben, können Unternehmen ihre finanzielle Leistung optimieren und ihren Wettbewerbsvorteil sichern.
Autor
Janin Schönwald
Janin Schönwald ist Enterprise Account Executive bei der Insightsoftware Deutschland GmbH in Schmitten.