Wetterunabhängig werden mit Factoring

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Fachbeiträge aus der Sonderbeilage zur Structured FINANCE 2023. Foto: Tinnakorn-stock.adobe.com
Fachbeiträge aus der Sonderbeilage zur Structured FINANCE 2023. Foto: Tinnakorn-stock.adobe.com

Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine wird das Akronym BANI genutzt, um die Weltlage zu beschreiben. BANI steht für brittle, anxious, non-linear und incomprehensible, also für sprunghaft, beängstigend, nicht-linear und unverständlich. Gemeint sind wechselhafte Zeiten, wie wir sie vom Wetter kennen, weshalb Einschätzungen von Experten gern in Form von Wetterbarometern dargestellt werden.

Verität statt Bonität

Neben der Globalisierung und dem zunehmenden Technologiewandel spielen gegenseitige Abhängigkeiten von Unternehmen und Volkswirtschaften eine wichtige Rolle. Dieses Zusammenspiel macht eine langfristige Planung zunehmend schwieriger. Je nach Branche sind die aktuellen Aussichten daher heiter bis stürmisch.

Aber in jeder Krise gibt es auch Chancen. Eine wichtige Voraussetzung, um diese nutzen zu können, ist ausreichend finanzieller Spielraum. Neben der Frage nach der optimalen strategischen Ausrichtung stellt sich für Unternehmen daher auch die Frage nach der passenden Finanzierung.

Factoring als Finanzierungsoption

Ein wichtiger Baustein kann dabei Factoring sein, das – im Gegensatz zu konventionellen Krediten – nicht auf die Bonität des Forderungsverkäufers abstellt, sondern auf die sogenannte Verität, also die Werthaltigkeit der Forderung aus Lieferungen und Leistungen. Vor diesem Hintergrund kann Factoring einen positiven Liquiditätsbeitrag für Unternehmen liefern, wenn Bankkredite nicht ausgeweitet oder sogar reduziert werden.

Bei konsequenter Verfolgung dieses Ansatzes trägt die Eigenbonität des Forderungsverkäufers ein nachgelagertes Gewicht bei der Kreditentscheidung. Ein weiterer Vorteil ist die sehr gute Branchenexpertise des Factors, der die jeweiligen Besonderheiten gut einzuschätzen und damit umzugehen weiß.

Neben Factoring und Leasing gibt es zahlreiche weitere Lösungen. Für die Finanzierung des Working-Capital-Bedarfs etwa können die klassische Kontokorrentlinie sowie Geldmarktdarlehen passend sein. Größere Investitionen oder den Sockel des Working-Capital-Bedarfs finanzieren größere Unternehmen hingegen häufig durch die Emission von Schuldscheinen. Die Auswahl an adäquaten Finanzprodukten ist auch in unsicheren Zeiten groß – mit kompetenter Beratung finden Unternehmen den für sie optimalen Weg.

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