Ist Ihre SAA robust genug für turbulente Zeiten?

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Fachbeitrag aus der Sonderbeilage zur Structured FINANCE 2025. Foto: tostphoto - stock.adobe.com
Fachbeitrag aus der Sonderbeilage zur Structured FINANCE 2025. Foto: tostphoto - stock.adobe.com

Der Kraftakt für institutionelle Investoren ist heute enorm: Die Rahmenbedingungen haben sich durch geopolitische Verschiebungen dynamisch geändert. Mehr denn je ist eine strategische Ausrichtung gefragt, die auch in unruhigen Zeiten trägt. Die strategische Asset Allocation (SAA) bildet dabei das Rückgrat für Stabilität und Planungssicherheit.

Klare Strategie als Fundament

Eine robuste SAA verbindet Kundenbedürfnisse mit Risikobewusstsein. Ausgangspunkt ist die präzise Definition von Zielgrößen: Welche Rendite soll erreicht werden, welche Verluste lassen sich verkraften, welche Mittel müssen kurzfristig verfügbar sein, und wie viel Volatilität ist akzeptabel? Die Antworten auf diese Fragen sind hochgradig individuell, und anlegerspezifische Besonderheiten müssen berücksichtigt werden. Die Aufgabe der SAA ist es, diese Vorgaben in ein effizientes Portfolio zu übersetzen. Durch kontinuierliches Monitoring – und gegebenenfalls erforderliche Anpassungen – werden Fehlallokationen vermieden und Planungssicherheit auch in unruhigen Zeiten geschafft.

Der konkrete Vorteil liegt darin, dass Investoren nicht nur ihre Kapitalanlage steuern, sondern auch ihre Finanzplanung langfristig absichern können – zum Beispiel, indem Liquidität zuverlässig für operative Zwecke oder Ausschüttungen verfügbar bleibt.

Zentraler Baustein ist die Diversifikation. Klassische liquide Anlageklassen wie Aktien und Anleihen sind weiterhin die Kernbestandteile der SAA, doch ihre Diversifikationseigenschaften sind in bestimmten Marktszenarien begrenzt. Deshalb gewinnen Alternatives weiter an Bedeutung. Sie erschließen Ertragsquellen mit geringer Korrelation zu klassischen Märkten und können als Puffer dienen, sollten Letztere in Turbulenzen geraten. Gerade in Phasen hoher Volatilität zeigt sich der Wert von Alternatives: Während Aktienkurse stark schwanken, entwickeln sich Infrastrukturprojekte oder nicht-börsennotierte Beteiligungen oft stabiler. Durch die gezielte Beimischung dieser Anlageklassen lassen sich Schwankungen glätten und das Risiko-Rendite-Profil des Gesamtportfolios verbessern.

Alternatives als Stabilitätsanker

Beispielsweise bieten Infrastrukturinvestments planbare Cashflows und oft inflationsgeschützte Erträge. Zudem sind sie nur gering mit traditionellen Märkten korreliert. Darüber hinaus tragen sie häufig zur notwendigen Transformation bei – etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien, digitaler Netze oder im sozialen Bereich. Vor allem auf lange Sicht zahlt sich die Einbindung alternativer Assetklassen aus. Deshalb sind sie unter anderem für die Anlage von Pensionsgeldern prädestiniert. Neben dem langfristigen Horizont unterstützt eine entsprechende Beimischung das Matching von Verpflichtungen und sorgt für eine stabile Funding Ratio. Gleichzeitig muss jedoch ihre eingeschränkte Liquidität beachtet werden.

Die Stärke einer robusten SAA liegt darin, dass sie auch für Ausnahmezustände gerüstet ist. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen der Allokation gewinnen in unsicheren Zeiten zusätzlich an Bedeutung. Rebalancing-Maßnahmen und eine kontinuierliche Bewertung der Marktbedingungen sorgen dafür, dass das ursprünglich festgelegte Ziel konsequent verfolgt wird. Auf diese Weise lassen sich Kursverluste oder Zinsänderungen frühzeitig abfedern, während der Handlungsspielraum erhalten bleibt.

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