ERP-Migration ohne Risiken

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Fachbeitrag aus der Sonderbeilage zur Structured FINANCE 2025. Foto: tostphoto - stock.adobe.com
Fachbeitrag aus der Sonderbeilage zur Structured FINANCE 2025. Foto: tostphoto - stock.adobe.com

Wenn ein Unternehmen sein ERP-System migriert, stehen die Treasury- und Finanzabteilungen oft im Mittelpunkt. Die Anforderungen sind hoch: Zahlungsprozesse, Liquiditätsübersicht und Risikomanagement müssen weiterhin reibungslos funktionieren. Doch gerade bei ERP-Migrationen treten häufig veraltete Workflows, manuelle Routinen und Datenqualitätsprobleme auf, die die Geschäftskontinuität gefährden. Erfolgreiche Projekte zeigen jedoch: Mit einigen klaren Prinzipien lässt sich Risiko in Chance verwandeln.

Frühzeitig und gründlich vorbereiten

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist eine frühzeitige und gründliche Vorbereitung. Treasury und Finance sollten von Anfang an eingebunden werden – nicht nur als Nutzer, sondern als zentrale Stakeholder. Ihr Fachwissen ist entscheidend für die Abbildung von Bankanbindungen, Zahlungsformaten und Abstimmungsprozessen. Werden diese Anforderungen frühzeitig berücksichtigt, lassen sich Störungen im Cash Management und in der Liquiditätsplanung minimieren.

Ein weiterer kritischer Faktor ist die Systemflexibilität. Moderne Treasury-Lösungen bieten konfigurierbare Schnittstellen, automatisierte Datenflüsse und Echtzeit-Reporting. Diese Flexibilität senkt das Risiko von Medienbrüchen und manuellen Fehlern während der Umstellung. Automatisierte Workflows stellen sicher, dass Zahlungsläufe, Liquiditätsstatus-Updates und Forecasts auch während der ERP-Migration zuverlässig ablaufen.

Tests als Fundament

Tests bilden das Fundament einer risikofreien Migration. Ein kurzer Parallelbetrieb von Altsystem und neuem System ermöglicht es den Teams, Zahlungsprozesse und Reporting-Genauigkeit unter realen Bedingungen zu validieren. So lassen sich Probleme vor dem Go-live erkennen, regulatorische Vorgaben erfüllen sowie die operative Kontinuität sicherstellen.

Kommunikation und Schulung sind nicht zu unterschätzen. Regelmäßige Workshops und eine klare Dokumentation helfen allen, neue Prozesse zu verstehen und sich schnell anzupassen. Das verringert Reibungsverluste und stärkt das Vertrauen in die neue Systemlandschaft.

Modernisierungschance nutzen

Die richtige Technologie ermöglicht es den Treasury- und Finanzteams, die ERP-Migration als Modernisierungschance zu nutzen. Automatisierte Prozesse, Echtzeitdaten und eine nahtlose Integration mit Banken und Geschäftspartnern sorgen für mehr Kontrolle und Transparenz. Unternehmen, die diese Stärken nutzen, sind deutlich besser aufgestellt, um Risiken zu minimieren und neue Potentiale für Effizienz und strategische Entscheidungen in Treasury und Finance zu erschließen.

Mit diesen Strategien können Treasury- und Finanzverantwortliche ihre Organisation sicher durch ERP-Transformationen führen und so den Grundstein für nachhaltigen Erfolg und Wachstum legen.

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