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Eine neue Folge Future FINANCE: So meistern High Performer Stress am besten

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In der dritten Folge von Future FINANCE beantwortet Finanzexperte und Coach Jens Alsleben die Frage, wie Young Professionals Stress als High Performer meistern. Foto: Jens Alsleben/Montage: FINANCE
In der dritten Folge von Future FINANCE beantwortet Finanzexperte und Coach Jens Alsleben die Frage, wie Young Professionals Stress als High Performer meistern. Foto: Jens Alsleben/Montage: FINANCE

Höher, schneller, weiter – so lautet das Mantra vieler Karrieren. Doch was passiert, wenn der Erfolg zur Belastung wird? Stress und Stressbewältigung sind Themen, die alle High Performer betrifft. Aber wer setzt sich schon ernsthaft damit auseinander, vor allem vor einem großen Crash?

Viele Young Professionals arbeiten bis zur totalen Erschöpfung – meist in der Annahme, der junge Körper sei noch ausreichend belastbar und man müsse zeigen, wie zäh man sei. Und zugegebenermaßen lebt der High Performer Lifestyle auch davon.

Jens Alsleben kennt das Spiel aus eigener Erfahrung: Jahrzehnte in Führungsrollen, unter anderem als CFO und in Private Equity, getrieben von inneren Glaubenssätzen wie „Ich bin nur etwas wert, wenn ich leiste.“

Im Podcast Future FINANCE spricht er offen über Stress, Selbstwert und die Kraft, sich neu zu erfinden. Denn die Wirtschaft braucht langfristig belastbare Führungskräfte. Und je früher der Grundstein dafür gelegt wird, desto länger hält es High Performer an der Spitze. Deshalb stellen wir uns heute die Frage: Wie gehen erfolgreiche Menschen mit den hohen Anforderungen des Berufslebens um, ohne ihre Gesundheit und Leistung zu gefährden?

Jens Alsleben startete seine Karriere als Offizier bei der Luftwaffe und studierte Wirtschafts- und Organisationswissenschaften in Hamburg. Nach Stationen bei der Deutschen Bank im Bereich Corporate Finance und M&A übernahm er als CFO und Gesellschafter Verantwortung bei einem Technologieunternehmen. Es folgten Führungspositionen bei internationalen Private-Equity- und Hedgefonds, zuletzt als Europa-Verantwortlicher bei H.I.G. Capital. Seit 2019 ist Alsleben als Business-Coach und Wirtschaftsmediator selbstständig tätig und begleitet Führungskräfte in anspruchsvollen Veränderungssituationen.

„Wie meisterst Du Stress als High Performer?“

FINANCE: Als du in der Welt der High Performer unterwegs warst, wie hast du Stress erfahren?
Jens Alsleben: Stress ist immer eine Frage dessen, wie ich das, was ich beobachte, für mich bewerte. Ich habe mich immer gerne verglichen mit Leuten, die fünf bis zehn Jahre weiter waren als ich. Das hat in mir das Gefühl ausgelöst, ich bin nicht gut genug. Weil mein Anspruch an mich war, dass ich von Tag eins an so gut sein muss, wie jemand, der das schon seit zehn Jahren macht. Und das hat mich tatsächlich gestresst, weil ich festgestellt habe, dass ich dem Drittvergleich nie standhalten konnte.

FINANCE: Was war dein Wendepunkt im Umgang mit Stress?
Jens Alsleben: Ich war Vorstand von einem Softwareunternehmen, in das ich mich eingekauft hatte. Da war ich CFO und geschäftsführender Gesellschafter. Dort hatte ich einen Kollegen, von dem ich mich habe manipulieren lassen, wie ich heute sagen würde. Er hat auf eine Art und Weise auf mich eingewirkt, die dazu geführt hat, dass ich mir immer weniger zugetraut habe. Und dieser niedrige Selbstwert hat mich dann dazu gebracht, dass ich mich wie ein Dampfkochtopf gefühlt habe. Ich konnte irgendwann nicht mehr und musste das rauslassen. Doch ich wollte meine Familie damit nicht belasten und kam dann über den Deutsche Bank Alumni Circle an einen Coach.

FINANCE: Was hilft wirklich in akuten Stressmomenten?
Jens Alsleben: Das Einzige, was unmittelbar auf das Beruhigungszentrum im Gehirn einwirkt, ist die Atmung. Ein kleines Beispiel, das die Navy Seals vor ihren Einsätzen praktizieren: das sogenannte Box Breathing. Man atmet vier Sekunden ein, hält dann für vier Sekunden den Atem, atmet vier Sekunden aus, und hält wieder für vier Sekunden den Atem. Und das macht man anderthalb bis zwei Minuten. Das funktioniert immer. Und es gibt noch mehr Tricks, um den Körper zu regulieren.

Den vollständigen Podcast können FINANCE-Leser auf allen relevanten Plattformen hören – zum Beispiel bei Spotify, Apple Podcasts oder Amazon Music.

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