Dr. Margarete Haase

Deutz AG

Name:
Dr. Margarete Haase
Unternehmen:
Deutz AG
Ressort:
Finanzen, Personal, Investor Relations
Position:
CFO von April 2009 bis März 2018
Ausbildung:
Studium und Promotion in der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien. Außerdem nahm Haase am Executive Education Program der Harvard Business School teil.
Geburtstag:
16.04.1953
Familie:
Verheiratet, ein Kind
Ehrenamt:
Keine Angaben
Hobbies:
Keine Angaben

Karriere

Bevor Haase promoviert, arbeitet sie ab 1979 als Analystin für Unternehmensbewertungen für die Kapitalbeteiligungs AG in Wien. Kurz vor ihrer Promotion wird sie 1983 Abteilungsleiterin für Leasing- und steuerliche Transaktionen bei der RZB Leasing GmbH in Wien. 1986 wechselt sie zu CIS Information Systems nach Genf und betreut als Regionalleiterin den Vertrieb und die Refinanzierung.

Von 1987 bis 1990 arbeitet Haase bei Daimler Benz und leitet zunächst das Controlling der Leasinggesellschaften und ab 1990 die Beteiligungen Nord- und Südamerika. Von 1995 bis 2000 ist sie dann für Daimler- Benz in München, Amsterdam und Dublin tätig. Unter anderem leitet sie den Bereich für Absatzfinanzierungen der DASA und die Geschäfte von Fokker Flugzeug Leasing, die Absatzfinanzierungsgesellschaft für Airbus.

Die folgenden zwei Jahre leitet Haase dann den Bereich Konzernfinanzplanung und –steuerung von DaimlerChrysler. 2002 wechselt sie von Stuttgart nach Berlin und leitet bis 2006 das Motorenwerk Berlin. Von 2006 bis 2007 ist sie Direktorin des Corporate Audit, bis sie in den Vorstand von DaimlerChrysler Financial Services berufen wird. Von April 2009 bis März 2018 war Haase Finanzvorstand von Deutz und verantwortete das Personalressort und das Ressort Investor Relations. Im August 2018 wird die Finanzexpertin Aufsichtsratsmitglied bei dem Hamburger Familienunternehmen Marquard & Bahls.

Karriere-Highlights:

1)    Sicherung der Refinanzierung des Konzerns im Jahr 2009 und danach.

2)    In China betreibt Deutz seit 2011 ein Joint Venture mit einem LKW-Hersteller. Haase führt dieses Joint Venture nach einem Turnaround in die Gewinnzone. Schwerpunkt sind die  Verstärkung der Vertriebsaktivitäten sowie ein Kosten- und Effizienzprogramm.

3)    Mitglied im Prüfungsausschuss bei Fraport und ZF Friedrichshafen

MEHR zur Person

Dr. Margarete Haase, Deutz: Die Vielseitige

Dr. Margarete Haase kann auf eine Menge Erfolg bei Deutz zurückblicken. Mittlerweile erarbeitet sich die Finanzchefin auch außerhalb der Finanzabteilung einen guten Ruf.

Dr. Margarete Haase ist viel herumgekommen. Ihre Karriere startet sie 1979 als Analystin für Unternehmensbewertungen für die Kapitalbeteiligungs AG in Wien, bevor sie 1986 nach Genf zu CIS Information Systems als Regionalleiterin den Vertrieb und die Refinanzierung wechselt. In den folgenden Jahren arbeitet sie für Daimler Benz, Daimler Chrysler und Airbus in München, Dublin, Amsterdam, Berlin  und Stuttgart.

Im Jahr 2009 übernimmt Haase schließlich die Position des Finanzvorstands bei Deutz, einem Hersteller von LKW- und Industriemotoren im gleichnamigen Kölner Stadtteil. Schon im selben Jahr gelingt ihr die schwierige Refinanzierung des von der Finanzkrise angeschlagenen Unternehmens. In langwierigen Verhandlungen mit den US-Investoren kann sie schließlich ein bestehendes US Private Placement durch einen Konsortialkredit ablösen und so das Unternehmen vor dem Covenant-Bruch bewahren.  „Im Rückblick würde ich kein Private Placement mehr machen", sagt sie anschließend gegenüber FINANCE. Zwei Jahre später fährt Deutz das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte ein und steigert den Umsatz auf 1,53 Milliarden Euro.

Doch vom Beginn ihrer Karriere an ist Haase nicht auf allein auf die Finanzabteilung eingeschossen. Bereits 1990 übernimmt sie die Leitung der Daimler-Benz-Beteiligungen in Nord- und Südamerika, später die Geschäfte von Fokker Flugzeug Leasing, die Absatzfinanzierungsgesellschaft für Airbus, und führt von 2002 bis 2006 das Daimler-Benz-Motorenwerk in Berlin. Nebenbei absolviert sie das Executive Education Program an der Harvard Business School.

Dieser Blick über den Tellerrand der Finanzabteilung führt sie zu weiteren Meilensteine ihrer Karriere, die sie selbst als ihre größten Erfolge ansieht: 2011 wird sie in den Aufsichtsrat des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport und des Automobilzulieferers ElringKlinger gewählt, im folgenden Jahr kommt ein Mandat beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen hinzu. Bei Fraport und ZF leitet sie den Prüfungsausschuss. Darüber hinaus sitzt sie seit zwei Jahren als Vertreterin von Deutz im chinesischen Joint Venture des Kölner Unternehmens, wo ihr dank eines eingeleiteten Effizienzprogramms und der Verstärkung der Vertriebsaktivitäten der Turnaround gelungen ist.

steven.arons[at]finance-magazin.de