Die Deka, das Wertpapierhaus der Sparkassen, muss sich nach einem neuen Vize-Vorstandsvorsitzenden umsehen: Wie die Bank mitteilte, wird Oliver Behrens das Institut auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung verlassen.
Der 51-Jährige suche eine neue Herausforderung außerhalb der Sparkassen-Gruppe, so das Unternehmen weiter. Bis auf weiteres soll der Vorstandsvorsitzende Michael Rüdiger den bisher von Behrens verantworteten institutionellen Vertrieb sowie dessen Geschäftsfelder Wertpapiere und Kapitalmarkt übernehmen.
Rüdigers Aufgaben sollen übergangsweise auf die drei Vorstandskollegen Matthias Danne, Martin Müller und Georg Stocker übertragen werden, bis ein geeigneter Nachfolger für Behrens gefunden ist. Dazu will sich das Wertpapierhaus laut einem Unternehmenssprecher jedoch die notwendige Zeit lassen, um sich unter anderem auch mit der EZB abstimmen zu können.
Zu Morgan Stanley? Oliver Behrens‘ Zukunft ist weiter offen
Wie jüngst berichtet, wird Behrens bereits seit längerem mit Morgan Stanley in Verbindung gebracht. Auf FINANCE-Anfrage wollte Morgan Stanley die Personalie nicht kommentieren.
Behrens begann seine Karriere bei der Deutschen Bank, wo er als Global Head für strukturierte Produkte, für Geldmarkt- und Geldmarktnahe Produkte sowie kurzfristige festverzinsliche Anleihen verantwortlich war.
Seit 2006 war Behrens Generalbevollmächtigter der Deka Bank, bevor er im Januar 2007 in den Vorstand berufen wurde und bis zuletzt das Wertpapier- und Handelsgeschäft sowie die Betreuung institutioneller Kunden verantwortete.
Zusätzlich führte Behrens die Bank von April bis Oktober 2012 als Interimschef, als der damalige CEO Franz Waas vom Aufsichtsrat abberufen wurde.