Studie: Die Märkte zeigen sich optimistisch für kreditfinanzierte Übernahmen

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(sap) Der Elektrotechnikkonzern ABB hat gezeigt, dass es geht: Die Schweizer haben für die geplante Übernahme der US-Niederspannungsfirma Thomas & Betts mit der Bank of America Merrill Lynch eine voll gezeichnete Überbrückungsfinanzierung in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar gesichert. Wie eine aktuelle Umfrage der internationalen Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper unter 100 Marktteilnehmern zeigt, ist die Stimmung auf dem europäischen Markt für kreditbasierte Übernahmefinanzierungen aufgrund der schwachen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2011 zwar nach wie vor noch vorsichtig, aber grundsätzlich optimistisch für das laufende Jahr. Der Grund hierfür liegt demnach in der eingeschränkten Marktliquidität, die durch die Schuldenkrise im Euroraum sowie der daraus folgenden gestiegenen aufsichtsrechtlichen Auflagen und dem höheren Risikobewusstsein bedingt ist. „Die Kredit- und Kapitalmärkte litten 2011 unter der Euro-Krise“, sagt Dr. Nina-Luisa Siedler, Partnerin und Expertin für Kreditfinanzierungen von DLA Piper. „Die Ergebnisse unserer Umfrage verdeutlichen, dass die Zweifel am Euro-Raum auch in diesem Jahr noch eine wichtige Rolle spielen werden.“ Vier Fünftel der Befragten gehen davon aus, dass das Liquiditätsniveau nicht mehr den Stand vom September 2007 erreichen wird.

Knapp ein Drittel der Befragten (29 Prozent) rechnet zudem damit, dass Refinanzierungsgeschäfte den Markt dominieren werden, da in den kommenden zwei Jahren hohe Fälligkeiten zu restrukturieren sind. Mit einem Anteil von 26 Prozent folgen an zweiter Stelle Secondary und Tertiary Buyouts. Auf Platz drei folgen der Studie zufolge Unternehmensverkäufe mit einem Anteil von 14,3 Prozent.

 

Quellen: DLA Piper, FINANCE

 

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