Die Deutsche Bank verstärkt ihre Kommunikationsabteilung mit der PR-Expertin Monika Schaller von Goldman Sachs.

AndresasWeber / iStock / Thinkstock / GettyImages

05.02.16
Banking & Berater

Deutsche Bank wirbt Monika Schaller von Goldman Sachs ab

Die Deutsche Bank wirbt Goldman-PR-Chefin Monika Schaller ab. Die 45-Jährige hat seit der Finanzkrise das lädierte Image von Goldman Sachs aufpoliert. Ihr neuer Arbeitgeber ist ein mindestens genauso schwerer Fall.

CEO John Cryan verschont bei seinem großangelegten Umbau der Deutschen Bank nicht die Kommunikationsabteilung: In die zieht PR-Expertin Monika Schaller ein. Sie kommt vom Konkurrenten Goldman Sachs, wo sie seit Juli 2007 die Konzernkommunikation für den deutschsprachigen Raum und Osteuropa geleitet hat. Zuvor war Schaller viereinhalb Jahre bei der Citigroup.

Schon im Oktober vergangenen Jahres wurde bekannt, dass mit Jörg Eigendorf der bisherige Leiter des Investigativressorts der Tageszeitung „Welt“ ab dem 1. April die Kommunikationsabteilung der Bank führen wird. Auch Ralf Drescher, ehemaliger Chefredakteur vom „Wall Street Journal Deutschland", und Eigendorfs früherer Kollege bei der „Welt“, Sebastian Jost, sollen künftig für die Deutsche Bank arbeiten. 

Monika Schaller polierte Image von Goldman Sachs auf

Die Berufung von Eigendorf und den beiden anderen früheren Journalisten können als Initiative von John Cryan gesehen werden, die Glaubwürdigkeit der Bank nicht nur im Kerngeschäft, sondern auch an der Schnittstelle zur Öffentlichkeit neu aufzubauen. Allerdings haben weder Eigendorf noch Drescher und Jost Erfahrung in der Pressearbeit. Mit Monika Schaller verstärkt Cryan die Abteilung, die den Imagewandel der Bank transportieren muss, um eine erfahrene Sprecherin.

Während ihrer Zeit bei Goldman Sachs arbeitete Schaller eng mit dem damaligen Deutschland-Chef Alexander Dibelius zusammen und trug maßgeblich dazu bei, das angekratzte Image der Investmentbank nach der Finanzkrise wieder aufzupolieren. Sie ließ Dibelius deutlich häufiger die Öffentlichkeit suchen als zuvor, um dort für die Positionen der Bank zu werben. Eine vergleichbare Aufgabe erwartet Schaller nun bei der Deutschen Bank. 

philipp.habdank[at]finance-magazin.de