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HVB und Unicredit investieren in KMU-Finanzierung mit Banxware

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Hypovereinsbank und Unicredit setzen bei der digitalen Kreditvergabe an KMUs auf das Berliner Fintech Banxware. Foto: nmann77 - stock.adobe.com
Hypovereinsbank und Unicredit setzen bei der digitalen Kreditvergabe an KMUs auf das Berliner Fintech Banxware. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Die Hypovereinsbank hat gemeinsam mit dem Berliner Fintech Banxware ein Kreditangebot für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf den Markt gebracht. Es biete „Unternehmen sofortigen Zugang zu Finanzierungen von 1.000 Euro bis 5 Millionen Euro“, so die Unicredit-Tochter und Banxware in einer Pressemitteilung. Dies erfolge über einen digitalen Antragsprozess und ein schnelles Scoring mithilfe der eingebetteten Banxware-Plattform. Auch bei Darlehen für Firmenkunden mit einem Volumen von mehr als 250.000 Euro sei das Angebot sehr schnell und günstig, so die Hypovereinsbank.

Inzwischen baut auch die HVB-Mutter Unicredit ihre Zusammenarbeit mit dem Berliner Fintech weiter aus. Ihre neu erworbenen Töchter Aion und Vodeno, die als „Banking-as-a-Service“-Anbieter auftreten, haben eine Partnerschaft mit Banxware geschlossen. Das teilten die Unternehmen am Dienstag mit.

Unicredit-Tochter nimmt Risiken auf eigenes Kreditbuch

Im Rahmen dieser Vereinbarung laufen zukünftig alle Kredite, die über die gemeinsame Plattform mit Banxware entstehen, auf der Bilanz des Bankpartners Aion. Das Fintech muss dafür also kein Eigenkapital mehr hinterlegen, sondern kann sich unter anderem auf neue Produkte und den Ausbau des Geschäfts konzentrieren – auch international. Gleichzeitig öffnet Banxware damit Vermittlern den Zugang zu Unicredit-Krediten. Aktuell sind die Berliner in mehr als 40 digitale Plattformen integriert.

Über diese Partnerschaft hinaus stellt Unicredit für Banxware auch eine Folgeinvestition von 10 Millionen Euro bereit. Im Dezember 2023 hatte Banxware in einer Serie-A-Finanzierungsrunde schon Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro eingesammelt. Auch damals war Unicredit mit von der Partie, ebenso bestehende Anleger und der Venture-Capital-Investor Fabrick.

Raphael Arnold ist Redakteur bei FINANCE. Er studierte in Gießen und Alexandria (Ägypten) Geschichte, Geografie und Arabisch. Schon vor und während des Studiums schrieb er für verschiedene Tageszeitungen. Bei den Nürnberger Nachrichten absolvierte er ein Volontariat und arbeitete im Anschluss in deren Wirtschaftsredaktion. Danach war er über 13 Jahre für den US-Investment News Service OTR Global als Researcher und Projektmanager tätig. Beim Juve Verlag verantwortete er bis Oktober 2024 knapp acht Jahre lang die Österreich-Publikationen.