EY muss das Mandat bei der Deutschen Telekom abgeben.

EY

FINANCE+ 23.03.21
Banking & Berater

Audit & Tax-News: EY, WTS, RSM

Nach Wirecard muss EY sein Mandat bei der Telekom an PwC abgeben, WTS kann Teams von EY und KPMG abwerben, und RSM ernennt neue Partner. Die wichtigsten Meldungen aus Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung im FINANCE-Ticker.

EY verliert das Mandat bei der Telekom – PwC muss ran

Nach dem Wirecard-Skandal muss EY sein Prüfmandat bei der Deutschen Telekom abgeben. Eigentlich sollte EY ab dem Geschäftsjahr 2021 erstmals die Bilanzen des Dax-Konzerns prüfen – der Aufsichtsrat hatte nach einem aufwendigen Ausschreibungsverfahren EY als künftigen Prüfer empfohlen. „An dieser Empfehlung und Präferenz hält der Prüfungsausschuss aufgrund der gegenwärtig noch ungeklärten Vorwürfe gegen EY nicht mehr fest“, heißt es nun in der Einladung zur Hauptversammlung. Stattdessen will die Telekom nun erstmal wieder an ihrem bisherigen Prüfer PwC festhalten. Der endgültige Wechsel muss 2024 erfolgen. Gute Chancen auf das Mandat könnte Deloitte haben. Die Gesellschaft war zusammen mit EY in der engen Auswahl.

Bereits Mitte Januar kam der Verdacht auf, dass EY nach dem Wirecard-Skandal sein Prüfmandat bei der Deutschen Telekom abgeben muss. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Regierungskreisen erfuhr, hätten Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat des Dax-Konzerns darauf gedrungen, den Prüfer zu wechseln. Für EY war der Gewinn bei der Telekom ein großer Erfolg gewesen. Das Big-Four-Haus dürfte 2020 bereits viel Zeit in die Einarbeitung bei dem Telekommunikationskonzern gesteckt haben – umsonst.

WTS gewinnt Teams von EY und KPMG

WTS stellt zwei neue Teams für den Standort Frankfurt ein. Zum einen wechselt der Rechtsanwalt Axel Wagner mit zwei seiner Kollegen von KPMG mit zu WTS. Er wird vor allem bei M&A-Deals und zu unternehmenssteuerrechtlichen Sachverhalten beratend. Bei KPMG hatte er zuvor weltweite Unternehmenstransaktionen begleitet. Zum anderen konnte WTS Matthias Schmidt von EY abwerben, er bringt direkt ein fünfköpfiges Team mit. Schmidt ist auf die Steuerberatung von Unternehmen aus der Finanzbranche spezialisiert. Zudem bringt er Erfahrung bei der Einführung von Tax Compliance Management-Systemen und komplexen steuerlichen Strukturierungsthemen mit.

Darüber hinaus beruft die WTS-Gruppe Robert Risse als neuen Partner Of Counsel. Um digitale Lösungen und Produkte zu entwickeln, wird er in seiner neuen Funktion sowohl mit dem Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz als auch mit dem Digital Hub in Berlin kooperieren. Risse kommt von Henkel, wo er unter anderem den Bereich Steuern & Zölle leitete. Diesen Bereich hatte der Rechtsanwalt mithilfe neuer Technologien weiterentwickelt. Des Weiteren wird Robert Risse für WTS beratend in der Betriebsprüfung sowie für Zölle- und Verbrauchsteuern tätig sein.

Neuigkeiten gibt es auch beim internationalen WTS-Netzwerk: Die französische Fidal wird Teil des Netzwerks. Fidal, dessen Fokus auf Steuerrecht liegt, ist mit mehr als 1.300 Anwälten und Beratern in mehr als 90 französischen Städten vertreten.

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