Der künftige Knauf Interfer-CFO Carsten G. Gast verfügt über langjährige Erfahrung in der Automotive-Branche.

Knauf Interfer

17.05.18
CFO

Knauf Interfer verpflichtet neuen Finanzchef

CFO-Wechsel beim Stahl- und Metallhändler Knauf Interfer: Carsten G. Gast übernimmt Ende September den Finanzbereich von dem langjährigen CFO Michael Steinkamp.

Der Stahl- und Aluminiumdistributeur Knauf Interfer bekommt einen neuen CFO. Carsten G. Gast wurde diese Woche in den Vorstand berufen und soll Ende September den Posten des Finanzchefs übernehmen. Er folgt dann auf Michael Steinkamp, der seinen Vertrag bei dem Stahlhändler nicht verlängert und das Unternehmen nach mehr als zwölfjähriger Tätigkeit als CFO auf eigenen Wunsch verlassen wird.

„Wir freuen uns, dass wir mit Carsten G. Gast einen ausgewiesenen Kenner einer unserer Fokus-Branchen gewinnen konnten“, kommentiert Vorstandschef Matthias Kessel-Knauf die Neuverpflichtung. Gast begann seine Karriere beim Nürnberger Autozulieferer Leoni als CEO-Assistent, ab 2009 war er als Vice President im Bereich Unternehmensentwicklung tätig. Zuletzt verantwortete er beim japanischen Zulieferer Yazaki als Senior Vice President die Bereiche Finanzen, Controlling und IT.

Gast ist schon der zweite Neuling im Knauf-Vorstand in diesem Jahr: Bereits im Januar war Kay Oppat als Chief Business Development Officer in den Vorstand gerückt.

Knauf Interfer verändert strategischen Fokus

Knauf Interfer ist einer der größten Stahlhändler und -verarbeiter Deutschlands und beschäftigt etwa 1.550 Mitarbeiter. Das Familienunternehmen mit Sitz in Essen verfügt über 15 Standorte, von denen sich 13 in Deutschland befinden. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Knauf Interfer eines Jahresumsatz von gut 830 Millionen Euro.

Knauf hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Als der damalige Mutterkonzern Stinnes in einem M&A-Deal unter das Dach der Deutschen Bahn schlüpfte, wurde Knauf Interfer 2004 zunächst an den Private-Equity-Investor Bain Capital verkauft, der das Unternehmen kurze Zeit später an den heutigen Eigentümer Albrecht Knauf weiterreichte.

Im August 2017 hatte Knauf Interfer seine Rohrsparte an den Düsseldorfer Stahlrohrhändler Hoberg & Driesch veräußert – nach eigenen Angaben, um sich in der Distribution stärker auf das Flachstahlgeschäft zu spezialisieren. Ziel des Familienunternehmens ist es, sich in den kommenden Jahren eine stärkere Position auf den Wachstumsmärkten Leichtbau und Mobilität zu verschaffen.

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