M&A-Deals: Nordex, Gebr. Sanders, Grammer

Nordex

03.02.17
Deals

M&A-Deals: Nordex, Gebr. Sanders, Grammer

Nordex kauft in Dänemark zu, Gebr. Sanders hat einen Käufer gefunden und Grammer muss sich gegen eine kalte Übernahme stemmen. Diese und andere M&A-Deals finden Sie in unserem FINANCE-Wochenrückblick.

Deutsche Investorenkonferenz 2017

Private Equity fließt immer mehr Geld zu. Die Folge: Die Konkurrenz um Zukaufsziele wird schärfer. Das treibt Kaufpreise und Leverage-Grade in die Höhe und macht es den Private-Equity-Häusern damit immer schwerer, den Wert ihrer Beteiligungen über die Haltedauer hinweg zu steigern. Wie die Branche damit umgeht, diskutieren namhafte Fondsmanager auf der Deutschen Investorenkonferenz am 13. November in Frankfurt. Hier geht es zu Programm und Anmeldung »

Ankündigung zur 14. Deutschen Investorenkonferenz

Nordex übernimmt SSP Technology

Der Windturbinenbauer Nordex übernimmt die SSP Technology aus Dänemark, einen Entwickler und Hersteller von Rotorblattformen. Mit dem Deal will Nordex seine Expertise für die Entwicklung größerer und effizienterer Turbinen stärken. Die beiden Unternehmen arbeiten zufolge bereits seit 2003 zusammen. Bei dem Deal wird Nordex rund 70 Mitarbeiter und eine rund 10.000 Quadratmeter großen Werkshallen Dänemark sowie Gebrauchsmuster übernehmen. SSP wurde 2001 gegründet.

Gebr. Sanders an Erhard Grossnigg verkauft

Der Bettwarenhersteller Sanders, der sich Ende September in ein Schutzschirmverfahren flüchten musste, ist an den Wiener Industriellen Erhard Grossnigg verkauft worden, der unter anderem auch am deutschen Strumpfhersteller Kunert beteiligt ist. Der Kaufpreis beträgt 18 Millionen Euro, der bisherige Sanders-Besitzer Hans-Christian Sanders übernimmt einen Minderheitsanteil von 25 Prozent.

Die Gläubiger der 22 Millionen Euro schweren Mittelstandsanleihe werden nach Abschluss des Eigentümerwechsels maximal 30 Prozent ihrer investierten Gelder zurückbekommen. Das ist immerhin mehr als bei dem Modefilialisten Wöhrl, der in dieser Woche ebenfalls aus dem Schutzschirmverfahren heraus verkauft worden ist. Dort wird die Recovery-Quote der Bondholder 10 bis 20 Prozent erreichen.

Kalte Übernahme bei Grammer?

Dem börsennotierten Autozulieferer Grammer aus der Oberpfalz, der Komponenten für die Innenausstattung von Pkw herstellt, droht die kalte Übernahme durch den Investor Cascade International Investment. Cascade ist eine Tochter der Eastern Horizon Group Netherlands, an der Kenan und Damir Hastor mehrheitlich beteiligt sind. Erst im Dezember hat Cascade seine Anteile an Grammer auf gut 10 Prozent der Stimmrechte verdoppelt. Der Vater der beiden Brüder, Nijaz Hastor, war bereits im vergangenen März über sein Unternehmen Halog mit 10,2 Prozent bei Grammer eingestiegen.

Nun soll offenbar die Führungsebene bei Grammer radikal verändert werden. Grammer schreibt, dass die Hastor-Familie fünf der sechs Aufsichtsratsmitglieder ablösen und durch enge Vertraute ersetzen will. Auch Grammer-CEO Hartmut Müller soll das Vertrauen entzogen werden. Grammer will sich gegen die geplante Einflussnahme wehren.

Michael Dell beteiligt sich an GFK

Der US-Unternehmer Michael Dell, der Gründer der gleichnamigen Computerfirma, ist über seine Investmentfirma MSD Capital bei der kriselnden Marktforschungsunternehmen GFK eingestiegen. Er hält inzwischen 6,45 Prozent der Anteile.

Momentan läuft noch das Übernahmeangebot von KKR für die GFK: Der PE-Investor will rund 18,5 Prozent übernehmen und bietet dafür 43,50 Euro pro Aktie. Inklusive Nettoverschuldung liegt der Wert damit bei knapp 2 Milliarden Euro. Der größte GFK-Aktionär ist der mit 56 Prozent beteiligte GFK-Verein. Er unterstützt die Offerte, will seine Papiere aber nicht andienen.

Fresenius Medical Care kauft in Australien

Der Dax-Konzern Fresenius Medical Care hat einen Anteil von 70 Prozent an der australischen Kette von Dialysestationen Cura Day Hospitals gekauft und sich eine Kaufoption auf die übrigen Anteile gesichert. In australischen Medien wird der zugrunde liegende Unternehmenswert auf umgerechnet rund 319 Millionen Euro geschätzt. Cura Day erzielte zuletzt einen Umsatz von umgerechnet 87 Millionen Euro. Mit der Übernahme vergrößert die Fresenius-Tochter ihr Australiengeschäft auf rund 40 ambulante Einrichtungen.

ATV geht wohl an ProSiebenSat.1

Der Münchner Medienkonzern ProSiebenSat.1 steht offenbar kurz vor der Übernahme des österreichischen Privatsenders ATV. Dies bestätigte ATV-Eigentümer Herbert Kloiber, der seit 2008 Alleineigentümer ist, gegenüber dem Handelsblatt.

Zu einem möglichen Kaufpreis gibt es bisher keine Informationen. Die Übernahme könnte allerdings auf kartellrechtliche Bedenken der Behörden stoßen, da ProSiebenSat.1 auch schon den österreichischen Fernsehsender Puls 4 im Portfolio hat.

Mahle verkauft Werke an Frauenthal

Der Autozulieferer Mahle hat zwei Schmiedewerke im nordrhein-westfälischen Plettenberg und im sächsischen Roßwein an den österreichischen Mischkonzern Frauenthal veräußert. Die beiden Werke beschäftigen zusammen 640 Mitarbeiter und konnten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 125 Millionen Euro verbuchen.

Der Verkauf steht unter Vorbehalt der Genehmigung der Behörden. Über finanzielle Details des Deals wurde Stillschweigen vereinbart. Mahle wird bei dem Deal von Jones Day beraten (Federführung: Ansgar Rempp und Martin Schulz).

Roche plant Ausbau von Diabetes-Geschäft

Der Schweizer Pharmakonzern Roche plant den Ausbau seines Diabetes-Geschäfts, berichtet Reuters. Demnach sieht Roland Diggelmann, Chef der Diagnostik-Sparte, unter anderem bei Insulinpumpen große Wachstumschancen für die Schweizer.

Zuletzt war aufgrund der schwachen Entwicklung in den vergangenen Jahren über einen Verkauf der Sparte spekuliert worden. Diese Gerüchte weist der Konzern aus Basel nun zurück. Im Gegenteil: Roche schaut sich eigenen Angaben zufolge nach möglichen Zukäufen für den Konzern um.

Gesco plant Protomaster-Verkauf

Die Industriegruppe Gesco stellt ihre Mehrheitsbeteiligung an Protomaster zum Verkauf. Die Tochtergesellschaft belastet als Sanierungsfall den Konzernabschluss. Gesco-CEO Eric Bernhard begründet den geplanten Verkauf in einer Mitteilung: „Indem wir Protomaster zum Verkauf stellen, leiten wir die Beendigung dieses Engagements ein, das unsere ursprünglichen Erwartungen trotz intensiver Unterstützung bei weitem nicht erfüllt hat.“

M&A-Personalien

Die Anwaltsgesellschaft Winheller verstärkt sich mit Phillipp von Raven. Der neue Senior Counsel hat seine Schwerpunkte in den Bereichen Gesellschaftsrecht, M&A, Private Equity und im internationalen Wirtschaftsrecht. Zuvor war von Raven Partner bei Büsing Müffelmann & Theye.

Der Health-Care-Fachmann Christian Eckert ist neuer Partner bei BDO. Der 40-jährige M&A-Experte war zuletzt Leiter Health Care Consulting bei Deloitte. Im Bereich Health Care kann Eckert 15 Jahre Erfahrung vorweisen. BDO hat kürzlich mit Hartmut Paulus einen neuen Leiter für den Bereich Corporate Finance bekommen. Er soll neue Marktanteile im Beratungsgeschäft erobern.

Jan Schinköth verstärkt den Bereich Private Equity bei der Anwaltskanzlei Sidley Austin als neuer Partner. Schinköth, der zuletzt bei DLA Piper war, bringt insbesondere Erfahrung bei Transaktionen mit Private-Equity-Investoren mit.

Rolf Hünermann ist neuer Office Managing Partner bei der Anwaltskanzlei Reed Smith in Frankfurt, wo er Stefan Kugler nachfolgt. Hünermann ist seit Juni 2015 bei Reed Smith und befasst sich mit Gesellschaftsrecht, M&A, Compliance und Corporate Governance.

Die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner hat sich am Standort Wien personell verstärkt. Der Jurist und Steuerberater Andreas Baumann wechselt als Geschäftsführer in die österreichische Hauptstadt. Er ist auf nationales und internationales Steuerrecht, Umgründungen, Steuerplanung und Private Clients, M&A- und Private Equity-Transaktionen spezialisiert.

Die Wirtschaftskanzlei Görg verstärkt ihr Frankfurter Büro mit neuen M&A-Experten von Morgan Lewis. Ingo Winterstein war vor seiner Zeit bei Morgan Lewis bei Hogan Lovells und berät zu Immobilientransaktionen. Gero Pfeiffer hat bereits mit vielen Mandanten aus den Bereichen Life Sciences, Automotive, Real Estate und Financial Services zusammengearbeitet. M&A-Experte Moritz Vettermann ist auf Immobilientransaktionen spezialisiert.

Michael Burg verstärkt den Bereich Corporate/M&A bei PwC Legal als neuer Partner. Der 40-jährige Burg war zuletzt Partner bei DLA Piper und davor Local Partner bei White & Case.

Weitere M&A-Deals

Die Spekulationen über einen Einstieg der arabischen Airline Etihad als Großaktionär bei der Deutschen Lufthansa haben ein Ende. Die beiden Unternehmen vereinbarten lediglich, künftig in den Bereichen Catering und Wartung zu kooperieren. Die Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs wird dazu das Catering von Etihad in 16 europäischen, asiatischen und amerikanischen Städten übernehmen.

Der Chemikalienhändler Brenntag übernimmt die Petra Industries aus Fairmont City aus den USA. Finanzielle Details des Deals sind nicht bekannt. Petras Industries konnte den Brenntag-Angaben zufolge 2016 einen Umsatz von 12 Millionen US-Dollar vorweisen.

Der Stahl- und Metalldistributor Klöckner & Co. verkauft sein Spanien-Geschäft an die Hierros Añon in La Coruña. Die nun veräußerte Kloeckner Metals Ibérica-Gruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 120 Millionen Euro erwirtschaften. Das EBT war zuletzt negativ. Finanzielle Details des Deals wurden nicht genannt. Der Verkauf ist Teil der One Europe-Strategie, mit der sich Klöckner verstärkt auf seine Kernmärkte konzentrieren will.

Wie das Handelsblatt berichtet, könnte die Allianz vor einer Übernahme des australischen Versicherers QBE stehen. Demnach stünden die beiden Unternehmen zum Thema einer Übernahme in Kontakt, der Preis könnte sich auf 15 Australische Dollar pro Aktie belaufen. Von den Unternehmen gibt es allerdings keine bestätigenden Aussagen zu den Spekulationen.

Die Industriegruppe Accu Holding verkauft die Nexis Gruppe in der Slowakei für 300.000 Franken an Fibers Investment. Der Vertrag enthält auch eine Besserungsklausel, falls das Unternehmen in naher Zukunft liquidiert würde oder es mit einem Gewinn wieder verkauft wird. Die Schulden von Nexis übersteigen deren Unternehmenswert.

Die Technischen Werke Ludwigshafen übernehmen das Softwareunternehmen Webfactory von den Private Equity Fonds Fidura Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds und Fidura Rendite Plus Ethik Fonds. Finanzielle Details der Transaktion sind nicht bekannt. Eigenen Angaben zufolge konnten die Fidura-Fondsgesellschaften aber durch den Deal eine Verdopplung des eingesetzten Kapitals für ihre Investoren erwirtschaften.

Der Lichtkonzern Osram rückt dem Verkauf seiner Lampensparte an ein Konsortium um den chinesischen Investor MLS näher. Das Bundeswirtschaftsministerium hat dem MDax-Konzern die entsprechende Genehmigung erteilt. Osram gibt allerdings an, dass eine benötigte Zustimmung der US-Aufsichtsbehörden noch ausstehe.

Die Private-Equity-Gesellschaft Capiton übernimmt den Procurement- und Werbeartikel-Dienstleister Gemaco vom Family Office Saffelberg Investments. Der Deal, der noch die behördliche Genehmigung verlangt, wird durch den Fonds Capiton V und durch Bankdarlehen finanziert. Capiton wurde bei dem Deal von CIL, Ernst & Young, CMS, Tauw und Equivatus beraten.

Der US-Konzern Standard Industries hält nach Ablauf der Annahmefrist am 25. Januar jetzt etwa 93,8 Prozent am Dachziegelhersteller Braas Monier. Die Übernahme soll noch im 1. Quartal abgeschlossen werden. Erst im Dezember einigten sich die Verantwortlichen der beiden Unternehmen über die Konditionen des Deals, nachdem sie sich zuvor einen erbitterten Übernahmekampf mit kapitalmarktrechtlichen Winkelzügen und einem Rechtsstreit gelieferten hatten.

Der Spezialpapierhersteller Felix Schoeller hat gemeinsam mit der chinesischen Welbon Group ein Joint Venture unter dem Namen Winbon Schoeller New Materials gegründet. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens, das beiden Inhabern zu 50 Prozent gehört, ist die Produktion von Spezialpapieren in China. Felix Schoeller wurde bei dem Deal von Hengeler Mueller und der chinesischen Kanzlei Fangda Partners beraten.

Die insolvente Großbäckerei Kronenbrot ist dank der Übernahme durch einen neuen Investor gerettet. Von Signal Capital Partners beratene und finanzierte Fonds übernehmen die Großbäckerei aus Nordrhein-Westfalen, wie Insolvenzverwalter Mark Boddenberg mitteilt. Zusammen mit einem Lohnverzicht der Mitarbeiter und einem geringen Stellenabbau soll so die Zukunft der Bäckerei vorerst gesichert sein.

Der Investor Indus übernimmt etwa 76 Prozent am Spezialisten für Messtechnik m+p international Mess- und Rechnertechnik. Die Messtechniker aus Hannover konnten im vergangenen Jahr einen vorläufigen Umsatz von etwa 12 Millionen Euro erwirtschaften und beschäftigen 63 Mitarbeiter.

Die Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet investiert über Global Founders Capital in die Online-Drogerie Discandooo. Zu den weiteren Investoren bei dem Online-Shop gehören unter anderen Kima Ventures, Discovery Ventures, Starstrike Ventures und Calvalry Ventures.

Der Medienkonzern RTL verzichtet auf die vollständige Übernahme des Multi-Channel-Netzwerks Broadband TV aus Kanada. Eine entsprechende Option wird nicht gezogen. RTL hält eine Mehrheit von 51 Prozent an den Kanadiern und will nun gemeinsam mit den Minderheitsaktionären strategische Optionen entwickeln.

Der familiennahe Finanzinvestor Bregal Unternehmerkapital wird Anteilseigner am Einzelhändler für Luxusuhren Embassy Jewel aus der Schweiz. Zu finanziellen Details des Deals wurden keine Angaben gemacht.

Der Elektronikkonzern Schneider Electric übernimmt das insolvente Elektrounternehmen ABN Braun. Die Gläubigerversammlung von ABN hat dem Deal zugestimmt, die Genehmigung der Behörden steht allerdings noch aus. Schneider Electric wurde bei dem Deal von Baker McKenzie beraten (Federführung: Andrea Ziegler).

Der Investor Virthos Partners übernimmt den Weltmarktführer für tribologische Materialprüfung Optimol Instruments Prüftechnik. Die Gesellschafter von Optimol wurden bei dem Deal von der Deutschen Mittelstandsfinanz und von McDermott Will & Emery beraten. Zu finanziellen Details der Transaktion wurden keine Angaben gemacht.

Die Personal- und Managementberatung Kienbaum investiert über ihre Tochter Highland Pine Investment gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft Abacus Alpha in das Job-Ausschreibungstool JobTender24.com. JobTender24 soll trotz der Beteiligung weiterhin unabhängig und eigenständig am Markt agieren. Finanzielle Details sind nicht bekannt.

Der Investor Silver Investment Partners (SIP) übernimmt die Mehrheit bei der Geberit-Tochter Varicor und deren hundertprozentigen Tochter Varicor GmbH. Über den Preis für die Übernahme des Mineralwerkstoffherstellers Varicor haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart. SIP gibt an, der Varicor-Deal soll der Stärkung seines Portfoliounternehmens Schüschke dienen. Taylor Wessing hat Silver Investment Partners bei der Finanzierung des Erwerbs beraten (Federführung: Ulf Gosejacob). Die Finanzierung des Kaufpreises wurde von der Crédit Lyonnais zur Verfügung gestellt.

Das Bankhaus Bauer hat ILS Intelligent Leasing Solutions vom bisherigen Hauptgesellschafter Evoreal übernommen und den Spezialisten für Mobilienleasing in Elf Leasing umbenannt. Der bisherige Geschäftsführer und Mitgesellschafter Marius Marschall von Bieberstein bleibt als Minderheitsgesellschafter an Elf Leasing beteiligt. Zu Details des Deals wurden keine Angaben gemacht.

Der Tondachziegelhersteller Creaton übernimmt die Vertriebsaktivitäten Faserzementgeschäft Dach des Dach- und Fassadenspezialisten Eternit. Dafür soll der Teilbetrieb langfristig gepachtet werden, der Pachtzins wird zwischen 7 und 8 Millionen Euro pro Jahr betragen.

Der Softwareanbieter Bellin hat sich mit der Karlsruher Private-Equity-Gesellschaft LEA Partners einen Investor an Bord geholt. LEA Partners investiert einen zweistelligen Millionenbetrag. Im Gegenzug erhält der Investor einen Minderheitsanteil an dem Unternehmen. CEO und Gründer Martin Bellin hält weiterhin die Mehrheit. Bryan Cave hat den Käufer beraten (Federführung: Tobias Fenck). Bellin hat Gütt Olk Feldhaus mandatiert.

Die Allianz übernimmt ihre irische Tochter Irish Life Holdings komplett. Für die restliche Beteiligung von 33,5 Prozent zahlt sie 160 Millionen Euro, das entspricht 20,68 Euro je Aktie. Größter Minderheitsaktionäre an dem irischen Versicherer ist die Canada Life mit 30,4 Prozent. Sie unterstütze den Verkauf des Anteils, so die Allianz.

Der Finanzinvestor IK bereitet nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) die Messtechnikgesellschaft Schenck Process zum Verkauf vor. Schenck Process ist eine frühere Tochtergesellschaft des Maschinen- und Anlagenbauers Dürr. IK habe bereits Lazard als M&A-Berater mandatiert. Der Verkaufsprozess werde demnach spätestens im Sommer anlaufen.


julia.schmitt[at]finance-magazin.de

Die wichtigsten Transaktionen der vergangenen Wochen finden Sie im Überblick auf unserer Themenseite M&A-Deals.