Lange haben die Unternehmen darauf hingearbeitet, und zum Schluss ging es doch ganz schnell: Vonovia und Deutsche Wohnen „vermählen“ sich.

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FINANCE+ 28.05.21
Deals

M&A-Deals: Vonovia, HeidelbergCement, Delivery Hero

Vonovia schnappt sich Deutsche Wohnen, und HeidelbergCement und Delivery Hero trennen sich von Geschäftsbereichen: Die spannendsten M&A-Deals der Woche im FINANCE-Rückblick.

Vonovia kauft Deutsche Wohnen im dritten Anlauf

Bei Vonovia und Deutsche Wohnen scheinen aller guten Dinge drei zu sein: Nach zwei gescheiterten Übernahmeversuchen konnten sich die beiden Immobilienkonzerne nun im dritten Anlauf auf eine Fusion einigen. Das gaben beide Unternehmen in dieser Woche bekannt. Durch den milliardenschweren M&A-Deal entsteht Europas größter Wohnungskonzern mit einem Börsengewicht von 45 Milliarden Euro.

Vonovia bietet inklusive Dividende 53,03 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie. Das entspricht einer Prämie von 18 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag und einer Prämie von 25 Prozent gegenüber dem gewichteten Drei-Monats-Kurs. Damit kommt Deutsche Wohnen auf eine Eigenkapitalbewertung in Höhe von 18 Milliarden Euro. Die Finanzierung der Übernahme ist durch eine Akquisitionsfinanzierung in Höhe von 22 Milliarden Euro sichergestellt, heißt es in der Vonovia-Mitteilung. Zudem plant der Immobilienkonzern eine Kapitalerhöhung über weitere 8 Milliarden Euro.

Die Mindestannahmeschwelle für die Offerte liegt bei 50 Prozent, Vorstand und Aufsichtsrat von Deutsche Wohnen stehen bereits hinter dem Übernahmeangebot. Das fusionierte Unternehmen soll unter dem Namen Vonovia geführt werden. Chef des Gemeinschaftskonzerns wird Vonovia-CEO Rolf Buch, Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn wird sein Stellvertreter. Die derzeitige Vonovia-Finanzchefin Helene von Roeder räumt ihren Posten für den Deutsche-Wohnen-CFO Philip Grosse und übernimmt künftig das Vorstandsressort „Innovation und Digitalisierung“.
 
Mit dem Abschluss der Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt verschiedener Bedingungen steht, rechnen die Immobilienriesen Ende August dieses Jahres. Vonovia wurde bei dem Deal von Freshfields, Perella Weinberg und Morgan Stanley beraten. Für die Finanzierung zeichnen sich die Bank of America und die Société Générale verantwortlich. Als Finanzberater der Deutsche Wohnen agierten die Deutsche Bank, Goldman Sachs, J.P. Morgan, UBS und 7Square, als Rechtsberater fungierte die Kanzlei Sullivan & Cromwell. Hengeler Mueller berät die Bank of America, Morgan Stanley und Société Générale als finanzierende Banken.

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